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24.09.2002
PRESSEMITTEILUNG

GRÜNE skeptisch gegenüber ECE-Projekt

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat große Zweifel, dass die Erweiterung der Verkaufsflächen der Braunschweiger Innenstadt um 30 000 m2 für den bestehenden Einzelhandel verträglich ist. Sie sieht auch jetzt schon große Areale, die neu zu entwickeln sind, wie z.B. die Polizeidirektion, die Schloßpassage oder die alte Oberpostdirektion. Dass sich hier nicht die angeblich fehlenden teuren Läden ansiedeln, ist für sie ein Hinweis darauf, dass die Wirtschaftlichkeit dieses Marktsektors in Braunschweig fraglich ist.

Ungeachtet dessen hält die Fraktion in der Diskussion um eine eventuelle Schloßparkbebauung für dringlich erforderlich, das stadtgestalterische Augenmerk auf die immer noch unbefriedigende Bohlwegsituation zu richten. Dazu die planungspolitische Sprecherin Birgit Leube: "Der autofreundlich gestaltete Bohlweg soll möglichst menschenfreundlich werden. Dafür muss der Autoverkehr beruhigt und die Verbindung zwischen Innenstadt und Schloßpark für FußgängerInnen deutlich verbessert werden. Eine Reduzierung der Fahrbahnen halten wir für problemlos möglich und wünschenswert. Dies gilt allerdings völlig unabhängig von der Planung der ECE."

Ebenso unabhängig von der Verwirklichung des Kaufhauses müsse der Schloßpark als öffentliche Grün- und Aufenthaltsfläche durch eine bessere Erreichbarkeit gestärkt werden. Sollte es zu einer Bebauung kommen, sei so viel Fläche wie möglich zu erhalten sowie an anderer Stelle neu zu schaffen. Birgit Leube dazu: „Der Schloßpark wird von der Bevölkerung gut angenommen und ist ein Qualitätsmerkmal der Braunschweiger Innenstadt. Bei der Neuplanung muss deshalb eine entsprechende innerstädtische Grünfläche erhalten werden."

Nach dem Vorschlag der Verwaltung soll ECE jetzt mit einem entsprechenden Gebäudeentwurf und einem Einzelhandelsgutachten nachweisen, dass das Kaufhausprojekt städtebaulich und wirtschaftlich für die Stadt verträglich ist. Ein solches Ergebnis halten DIE GRÜNEN zwar für äußerst unwahrscheinlich, sie wollen aber die erforderlichen Untersuchungen nicht blockieren, solange diese nicht zu Lasten des städtischen Haushalts gehen.

 

 
 

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