Stadtentwicklungszone "Neu Erdberg - Simmering" (Erdberger Mais)

Stadtentwicklungszone "Neu Erdberg - Simmering" (Erdberger Mais)

Strategieplan - Leitbild und Entwicklungsmöglichkeiten

Strategieplan Neu Erdberg Simmering (Erdberger Mais) (Foto: MA 21A, UMA)

Ziele

Hauptziele der Entwicklung in der Stadtentwicklungszone "Neu Erdberg - Simmering" sind:

Hochwertige Nutzungen bedeutet:

Attraktive Umwelt
Arbeitsplätze sollen in eine Umwelt eingebettet sein, die der für Wohnungen geforderten nicht nachsteht. In der Konkurrenz um hochqualifizierte Arbeitskräfte wird auf die Qualität der Arbeitsplätze zunehmend Wert gelegt. Dazu gehören nicht nur die entsprechende Ausstattung des städtischen Umfeldes, sondern auch Erholungsangebote.

Entwicklungsstrategien

Gesamtnutzung |
Betriebliche Nutzungen |
Wohnen |
Infrastruktur |
Umwelt und Erholung |
Fuß- und Radwege |
Öffentlicher Verkehr |
Motorisierter Individualverkehr

Gesamtnutzung

Die angestrebte Nutzungsverdichtung muss sich im Rahmen einer durch die Kapazität des Gesamtverkehrssystems wesentlich bestimmten Gesamtnutzungsmenge bewegen, wobei die angestrebten Nutzungsverdichtungen auf Entwicklungsschwerpunkte beschränkt bleiben.

Betriebliche Nutzungen

Wie im gesamten Wiener Stadtgebiet muss im "mais-wien" die dynamische Entwicklung der Büronutzung nicht nachdrücklich gefördert werden. Vielmehr soll durch restriktivere Anwendung der Widmungsinstrumente die Schaffung neuer Büroflächen auf einen längeren Zeitraum verteilt und zunächst auf Schwerpunkte mit vorhandener Infrastruktur konzentriert werden.
In weniger attraktiven Bereichen, wie im Immissionsbereich der A23 und in größerer Entfernung von Stationen der öffentlichen Massenverkehrsmittel, sollen jedenfalls mittelfristig die Gewerbestandorte erhalten bleiben. Zudem sollen neue Gewerbehöfe und Gewerbegebiete entwickelt werden. Bei partiellen Aufzonungen anlässlich der Transformation in Bürostandorte soll die bereits bestehende Ausnutzbarkeit nicht erhöht werden. Langfristig soll das Gebiet damit zirka 45.000 Arbeitsplätze zusätzlich erhalten.

Wohnen

Die wenigen für Wohnnutzung uneingeschränkt geeigneten Standorte sind dieser Nutzung auch vorbehalten und mit anderen Nutzungen ausschließenden Widmungen zu versehen. Langfristig soll das Gebiet damit zirka 11.000 Einwohner/innen zusätzlich erhalten.

Infrastruktur

Kommerzielle Infrastruktur (Versorgung) wird in den Entwicklungsschwerpunkten nahe der U-Bahnstationen konzentriert. Kulturhistorisch erhaltenswerte, identitätsstiftende Industriegebäude sollen durch Infrastruktureinrichtungen aller Art genutzt werden. So etwa die Arena oder die Rinderhalle samt allen erhaltenswerten Bauten des Schlachthofareals Sankt Marx. Dieses Konzept findet auch beim Gaswerkareal (Museum, Wasserturm) Anwendung. Dabei ist die Berücksichtigung von Bedürfnissen der Beschäftigten und ihrer Arbeitszeiten (Betriebskindergarten) sowie der zukünftigen Anwohner/innen wesentlich.

Umwelt und Erholung

Ein vernetztes System auf für unterschiedliche Benutzergruppen zugeschnittene Erholungseinrichtungen (gemäß Gender Mainstreaming) ist nicht nur für die Bewohner/innen sondern in noch größerem Ausmaß für die im Gebiet Beschäftigten wichtig. Daher sollen solche Einrichtungen sowohl an Wohnstandorten als auch neben starken Arbeitsplatzkonzentrationen auf kurzem Weg erreichbar sein. Fuß- und Radwegverbindungen sollen daher auch als Erholungswege für Arbeitspausen geeignet sein.

Fuß- und Radwege

Besondere Bedeutung hat im "mais-wien" die Überwindung von Barrieren innerhalb des Gebietes und zu angrenzenden Stadtteilen. Priorität haben dabei Verbindungen zum Grünbereich des Praters über den Donaukanal hinweg, vor allem auch Durchwegungen der städtebaulichen Barriere A23 und Durchwegungen ausgedehnter Baublöcke zur Verkürzung der Fußweglängen zu den Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel.

Öffentlicher Verkehr

In der voraussichtlich noch länger vorherrschenden "Unwirtlichkeit" des Gebietes sollen auch Haltestellen des sekundären Netzes attraktive Orte sein. Intervalle und Betriebszeiten dieses sekundären Netzes sollen der Attraktivität der U-Bahn nicht nachstehen.

Motorisierter Individualverkehr

Ergänzungen des Straßennetzes zur besseren Aufschließung von großflächigen Blockstrukturen beziehungsweise des Hauptstraßennetzes (Hauptstraße B 228) sollen übermäßige Verkehrsbelastungen in den Schwerpunkten der eingeleiteten Entwicklungen schrittweise vermeiden.

Ansprechpartner:
DI Hans Peter Graner (MA 21A)
E-Mail: grh@m21aba.magwien.gv.at
Telefon: (+43 1) 4000-88 551
Fax: (+43 1) 4000-99-88 551

© Foto: MA 21A, UMA

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