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Das Gutenberg Museum

Gutenberg Museum - ein "Denkmal" für den Erfinder

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Öffnungszeiten und Eintrittspreise
Ausstellungen und Veranstaltungen


Das Gutenberg-Museum der Stadt Mainz ist ein weltweit bekanntes und renommiertes Spezialmuseum der Schrift und der Druckkunst. Gegründet wurde es von Mainzer Bürgern im Jahre 1900 anlässlich des 500. Geburtstag Johannes Gutenbergs. Bis ins Medienzeitalter mit Bildern und Nachrichten in atemberaubendem Tempo ist dieser Name ein Begriff geblieben. Das gleichnamige Museum ist eine Hommage an den Erfinder der Druckkunst, seine weltberühmten 42-zeiligen Bibeln gehören zu den Kostbarkeiten des Hauses. 

Zu den Schätzen des Museums zählt eine Rekonstruktion der alten Druckerstube mit benutzbarer Presse. Wie vor 550 Jahren gedruckt wurde, wird in der Werkstatt „live" demonstriert. Auf 2700 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden Handschriften, historische Drucke, Graphiken, Druckpressen und Setzmaschinen früherer Epochen präsentiert und runden das faszinierende Spektrum dieses Museums ab. 

Der Erfolg des Gutenberg-Museums spiegelt sich in seiner  Geschichte wider. Untergebracht ist das Museum heute im alten Haus zum Römischen Kaiser und in einem dahinter liegenden Neubau aus den sechziger Jahren. Das Gebäude des Wiesbadener Rainer Schell wurde zum 100jährigen Bestehen des Museums im Jahre 2000 modernisiert und mit einer Stahl-Glasbrücke mit dem neuen Erweiterungsbau der Architekten Rossmann und Partner verbunden. Der historische Bau wurde für den Großkaufmann Edmund Rokoch in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut. Das Spätrenaissance-Gebäude mit seiner aufwendigen Fassade war das reichste Bürgerhaus der Stadt und Vorbild für spätere Adelspalais. 

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz

Verwaltung:
Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr,
Freitag 8 bis 13 Uhr
Telefon (06131) 12 26 40 - 42
Telefax (06131) 12 34 88
gutenberg-museum@stadt.mainz.de

Bibliothek:
Dienstag bis Freitag 9 - 13 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr,
(letzter Einlass 16.30 Uhr)
Im Rahmen unseres Dienstleistungsabends
öffnen wir auf Anfrage und Absprache
an einem dieser Tage bis 19 Uhr. 
Telefon (06131) 12 26 23 und 12 23 71
gutenberg-bibliothek@stadt.mainz.de
www.gutenberg-bibliothek.de

Gutenberg-Werkstatt:
Stündliche Druckvorführung (im Museum)
(an Wochentagen außer montags und nach Absprache)
Begutachtungen: kostenlose Begutachtung von Büchern und Drucken (keine Wertangaben) nach telefonischer Absprache

Minipressen-Archiv:
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz
(Besuchszeiten nach Vereinbarung)
Telefon/Telefax: (06131) 12 2676



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Druckladen
Information:




























Museumspädagogische Werkstatt
Drucken an historischen Pressen für Schulklassen und Gruppen (Werkstattgebühr). Jeden Donnerstag Jour Fixe - offene Werkstatt für Jedermann 
Der Druckladen bietet als museumspädagogische Werkstatt interessierten Gruppen wie auch Einzelpersonen Möglichkeiten zu praktisch-produktivem Tun im Bereich des Hoch- und Tiefdrucks. Jeder kann zu einem selbsttätig handelnden Setzer und Drucker werden.

Druckladen:

Seilergasse 1 (Erweiterungsbau des Gutenberg Museums)
Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Samstag: 10 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung
Telefon (06131) 12 26 86

Gutenberg-Museum
Geschichte und Entwicklung

24.06.1900: Am Johannistag des Jahres 1900 feiert die Stadt Mainz den 500. Geburtstag ihres großen Sohnes Johannes Gutenberg. Im Anschluss an die Feiern und Veranstaltungen entscheidet die Stadt, ein Gutenberg-Museum und gleichzeitig eine Gutenberg-Gesellschaft zu gründen, die das Museum fördern und die Gutenberg-Forschung weiterbringen sollt. Die Idee dazu stammt von einem Nicht-Mainzer, von Karl Dziatzko, dem Göttinger Professor, Bibliotheksdirektor und anerkannter Frühdruckforscher.

23.06.1901: Das Gutenberg-Museum wird feierlich eröffnet, und die Gutenberg-Gesellschaft tagt zum ersten Mal. Erster Vorsitzender des Vorstandes wird der damalige Oberbürgermeister von Mainz, Dr. Heinrich Gassner. Das Protektorat übernimmt der kunstsinnige Großherzog Ernst Ludwig von Hessen. Vorrangiges Ziel ist es zunächst, Mitglieder zu gewinnen. Entsprechende Aktionen bringen der Gesellschaft unerwartet großen Zulauf. Bis Ende des Jahres 1901 zählt sie bereits 613 Mitglieder. 
Die Geschichte der Gesellschaft ist aufs engste mit den 
Geschicken des Museums verknüpft. Beide sind in den Anfangsjahren noch mit der Stadtbibliothek verbunden.

1920: Professor Aloys Ruppel wird Direktor der Stadtbibliothek und damit Direktor des Gutenberg-Museums (ab 1934 ist er ausschließlich Direktor des Gutenberg-Museums).

1925ff.: Pläne für eine räumliche Trennung von Stadtbibliothek und Gutenberg-Museum werden entworfen. Die Stadt Mainz stellt dafür zwei alte Bauten in nächster Nähe des Domes in Aussicht: das Haus "Zum Römischen Kaiser" und das Haus "Zum König von England". 
Einrichtung der rekonstruierten „Gutenberg-Werkstatt"

1926: Erwerbung einer 42zeiligen Gutenberg-Bibel

Mai 1927: Die ersten Räume werden im "Römischen Kaiser" feierlich der Öffentlichkeit übergeben.

April 1932: Das Gutenberg-Museum übernimmt das gesamte Haus „Zum Römischen Kaiser".

1933/1939 - 1945: Im Krieg Zerstörung der Gebäude, teilweise Rettung der Bestände, und 
1945ff.: nach dem Krieg provisorischer Neubeginn

1962: Die 2000-Jahr-Feier der Stadt Mainz beschert dem Museum den vorläufig letzten Umzug. 1962 wird das neue Gutenberg-Museum eingeweiht. Die sehr gut ausgestattete Fachbibliothek und die Gutenberg-Gesellschaft, die Verwaltung des Museums und die Restaurierabteilung sind seitdem im renovierten Haus "Zum Römischen Kaiser" untergebracht, die Ausstellungsräume im angegliederten Neubau, den der Wiesbadener Rainer Schell geschaffen hat.
 
1963: Dr. Helmut Presser wird als Nachfolger von Aloys Ruppel neuer Bibliotheksdirektor. Ausbau des Netzes internationaler Beziehungen.

1977 bis 1987: Hans Adolf Halbey leitet das Gutenberg-Museum.

1978: Kauf einer zweibändigen Gutenberg-Bibel in New York 
(Shuckburgh-Exemplar)

1985: Begründung des Mainzer Stadtschreiberpreises (ZDF und Stadt Mainz). Der Stadtschreiber logiert jeweils für ein Jahr unter dem Dach des Hauses „Zum Römischen Kaisers".

1987: Dr. Eva-Maria Hanebutt-Benz wird Direktorin des Gutenberg-Museums.

1989: Der Druckladen des Museums wird eingerichtet. Er ist zunächst - bis 1999 - im Eckhaus an der Fischtorstraße 2, gegenüber dem Haus "Zum Römischen Kaiser", untergebracht. Dort befindet sich seit April 2000 der eigens für das Gutenbergjahr eingerichtete Gutenberg i-Punkt.

1990/91: Erwerb einer kompletten Bleisatz-Offizin, Setzerei und Druckerei in Hamburg

1999: Beginn des Erweiterungsbaus und der Sanierung des 
Gutenberg-Museums

März 2000: Der Druckladen zieht in das Erdgeschoss des neugebauten Erweiterungsbaus des Gutenberg-Museums. Jetzt wird hier wieder gesetzt und gedruckt wie zu "Blei-Zeiten".

14. April 2000: Wiedereröffnung des erweiterten und sanierten Gutenberg-Museums und Eröffnung der großen historischen Gutenberg-Ausstellung Erweiterungsbau Gutenberg-Museum 

Zahlen und Daten
Bauherr: Wohnbau Mainz GmbH
Projektleitung: Hochbauamt der Stadt Mainz (jetzt: Gebäudewirtschaft Mainz (GWM)), im Dezernat für Planung, Bauen und Sport
Architekt: Rossmann + Partner (1. Preis unter 5 Architekten; Wettbewerbsentscheid datiert vom 18.01.1990)
· Bauzeit: Baustelleneinrichtung im 25. Mai 1998, 1.Spatenstich 22. Juni 1998 
Bauarbeiten von Juni 1998 an bis Dezember 1999
Baukosten: 8,4 Millionen DM
davon:
vorgesehen 1,2 Millionen DM vom Förderverein des Gutenberg-Museums
4,3 Millionen DM Landeshauptstadtansatz
Restsumme Wohnbau Mainz GmbH
Miete: Stadt Mainz mietet Gebäude von Wohnbau Mainz GmbH geschätzte Mietbelastung pro Jahr zwischen 200.000 und 250.000 DM 
Brutto-Geschossfläche: rund 1.807 qm/ Nutzfläche: rund 1.100 qm
Gebäude-Volumen: rund 7.460 qm
Gebäudenutzung:
Untergeschoss: Magazin- und Technikräume
Erdgeschoss: Druckladen
1. OG bis DG: Ausstellungsflächen, DG: kleiner Seminarraum
Bauweise: massive Bauweise in Anschluss an die Gebäude in der Seilergasse dachverglaste Passage trennt Neubau vom vorhandenen Ausstellungsgebäude Eingang in den Druckladen ist ebenerdig (in Abstimmung mit den Behindertenbeauftragten) Stahl-Glasbrücke zum Altbau