CAPTAIN FUTURE

- Frequently Asked Questions -
Version 1.28 vom 16.7.99

© 1995-1999 Florian Baumann

Vielen Dank an:

Anregungen, Korrekturen, Ergänzungen bitte an:

flups @ flups.de (Internet)
Florian Baumann @ 2:244/1153.3 (Fido)

Wenn Ihr in einem Internet-Café surft und von dort Mails verschickt, denkt bitte daran, dass keine Rückantworten von mir möglich sind, wenn ich nicht irgend eine alternative Kontaktadresse (Fax, Phone, Snail) habe. Gelle, Commander Sulak 8)

In eigener Sache

Captain Future gibt es meines Wissens weder in Deutschland noch in England noch in Amerika als Videokassetten zu kaufen! Ich kann außerdem keine Namen oder Adressen von Personen nennen, die alle Folgen von Captain Future auf Video aufgenommen haben und die diese -- auch gegen Unkostenerstattung -- kopieren würden. Ich bitte von diesbezüglichen Fragen an irgend eine in dieser FAQ genannten E-Mail-Adresse abzusehen! Entsprechende Anfragen sind am besten in die entsprechenden Newsgroups zu richten, zum Beispiel de.rec.sf.misc oder maus.suche. Ich weise aber darauf hin, dass das Kopieren von Videoaufzeichnungen aus dem Fernsehen in Verbindung mit deren Weitergabe an Dritte in Deutschland urheberrechtlich verboten ist und strafrechtlich verfolgt werden kann.

Um wohlwollende Beachtung wird gebeten.

Bitte besucht auch meine eigene Homepage: http://samson.math.uni-frankfurt.de/~flups/ 8)

International disclaimer

By US Code Title 47, Sec. 227(a)(2)(B), a computer / modem / printer meets the definition of a telephone fax machine. By Sec. 227(b)(1)(C), it is unlawful to send any unsolicited advertisement to such equipment. By Sec.227(b)(3)(C), a violation of the aforementioned section is punishable by action to recover actual monetary loss, or $500 whichever is greater, for each violation.

I will report any violations, which I get knowledge of to abuse@postoffice.us


Inhalt



Allgemeine Fakten

Captain Future nach Geschichten von Edmond Hamilton - Japan 1978-79

Regie: Kozo Morishita, Akira Yokoi, Hideki Takayama, Johei Matsuura, Tomoji Katsumata, Shigeo Hirota

Produktion: Toei Doga

Animation: Tadano Tsushi

Erstausstrahlung:

dt. Erstausstrahlung:

Wiederholungen:

Synchronisation: Arena Synchron Berlin für das ZDF und Taurus Film (= Beta Film = Kirchgruppe)

Die Einblendung des ZDF-Logos dürfte ein Grund sein, weshalb weder PRO7 noch der KABELKANAL noch KABEL1 jemals den vollen Abspann gezeigt haben.

Zahl der Folgen: 12 Episoden zu je 3 und eine mit 4 Folgen (Deutsch)

Nach Aussagen von Taurus Film und Arena Synchron wurden alle existierenden Folgen synchronisiert. Allerdings existiert ein Serienspecial "Star Trail To Glory", das bislang nicht synchronisiert wurde.

Länge der Folgen:

GH@KA2: "Durch geschickte Schnitte hätte man aus den 40 Folgen 52 machen können; so haben die verantwortlichen bei Taurus Film sich für eine Kürzung entschieden. Dabei wurden die Originalepisoden aneinandergehängt und dann aus dem langen Film (100 Minuten) ein 75 Min. Film gemacht, der dann in drei Teile zerlegt wurde.

Lediglich bei der Folge 'Das Geheimnis der sieben Steine' wurde der 100 Minuten-Film in vier Teile à 25 Minuten zerschnitten. (Quelle: Div. Telefonate und Briefe mit dem verantwortlichen Redakteur bei Taurus Film, München)."

Musik: Christian Bruhn (deutsche Fassung)

GH@KA2: "Im Original war auch eine Musik dabei. Da bei Zeichentrickfilmen nicht mehrere Tonspuren existieren (Sprache, Geräusche, Musik), konnte man nur den gesamten Ton in der deutschen Fassung ersetzen. Daher mussten auch alle Geräusche neu eingespielt werden. Und eben die Musik auch neu gemacht werden."

Der Soundtrack ist mittlerweile wieder erhältlich bei: Colosseum Schallplatten, Postfach 44 02 52, 90207 Nürnberg. Tel. 0911/4740160, Fax 0911/4740170, Bestellnr. CST 34.8051. Die CD kostet 34 DM + DM P&P (+2 DM Nachnahme). Die CD ist aber auch in jedem guten Plattenladen erhältlich oder bestellbar. Die Gesamtlaufzeit beträgt 52:56 Minuten.

Weitere Infos siehe unten (Kurzbiografie Christian Bruhn)

Von Phil Fuldner gibt es unter dem Namen "The Final" auch einen Captain-Future-House-Mix, bei dem Teile von "Feinde greifen an" (Soundtrack Titel 4) verwendet wurden. Auf der Maxi-Single sind insgesamt fünf Tracks zu finden. Mein Geschmack ist sie allerdings nicht.


Episodenliste / Epsisoden-Führer:

Über die Originalfolgen ist nicht allzuviel bekannt, Vergleiche stützen sich auf die Annahme, dass die Originalfolgen sich im wesentlichen an die Buchvorlagen halten.

GH@KA2: "Nach Auskunft von Taurus Film liegt die Originalserie in englischer Sprache vor, da sie für das Ausland produziert wurde. Die japanische Fassung ist lediglich eine Übersetzung.

Die Originaldrehbücher sind leider bei Taurus Film nicht vorhanden; sie wurden damals leihweise an Arena Synchron, Berlin gegeben. Anfragen dort ergaben, dass die Bücher nach Beendigung der Übersetzungsarbeiten an den Lizenzgeber zurückgeschickt wurden. Dort wurde allerdings niemand fündig. Der besagte Redakteur nimmt an, dass sie nach Japan zurückgeschickt worden sind. In den Archiven von Taurus Film lagern nur noch die deutschen Dialogdrehbücher, und auch davon nur 39! Ein Buch fehlt denen"

Fehler:

Durch die ganze Serie ziehen sich, leider auch sehr viele Fehler. So wird die Bezeichnung Sonnensystem und Milchstraße bzw. Galaxis oft durcheinander geworfen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die literarische Vorlage von Edmond Hamilton fast ausschließlich in unserem Sonnensystem angesiedelt war.

Zu Zeiten der Zeichentrick-Umsetzung war das Sonnensystem aber wohl schon zu klein geworden, so mussten die "unendlichen Weiten" der Galaxis herhalten. Letztendlich wird auch die Synchro ihren Teil dazu beigetragen haben.

GA@KA2: "Allerdings gibt es auch bei Hamilton bereits Ausflüge nach außerhalb unseres Sonnensystems. Das Problem ist, dass in den Romanen oftmals vom gleichen Planeten gesprochen wird, während in den Filmen jedesmal ein anderes Sonnensystem herhalten muss. Vor allem die Folgen, die aufeinander aufbauen, werden dadurch gestört. z.B. spielen große Teile der Kuolon-Filme auf dem Mars. Ebenso auf dem Mars spielt ein Teil von 'Das gefährliche Lebenselixier'. Während letzteres tatsächlich auf dem Mars spielt, wurden bei den Kuolon-Filmen neue Planeten eingeführt. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass im Original ebenso die neun Planeten gemeint waren und nur die dt. Synchro das Ganze galaktisiert hat."

Episoden-Führer

Im folgenden sind alle bekannten Episoden mit dem Zeitpunkt der deutschen Erst- und wenn bekannt Zweitausstrahlung im ZDF aufgeführt.

1. DIE ZEITMASCHINE / THE LOST WORLD OF TIME

27.09.80 20.06.83 1.1. Reise in die Vergangenheit
04.10.80 22.06.83 1.2. Das Geheimnis des Sterns Koom
11.10.80 27.06.83 1.3. Fünf Milliarden Jahre zurück

Die Future-Mannschaft findet bei ihren Manövrierübungen im Asteroiden-Gürtel eine Zeitkapsel vom Planeten Katain, die vor 50 Millionen Jahren ausgesetzt wurde. Die Kapsel enthält einen Hilferuf: Katain gerät in das Schwerefeld des Jupiters und droht, zu zerbröckeln. Future entschließt sich, in die Vergangenheit zurückzureisen, um dem Volk von Katain zu helfen. Dort muss er all sein Können aufbieten, um einen Krieg zu verhindern.

Schnitte:

In der deutschen Fassung wird nicht erwähnt, dass General Jikal den Mars erobern will, um sich dort zum Kaiser über das Volk von Katain krönen zu lassen.

In 1.2. sieht man ab ca. 15:25 eine "Spy Bat" auf die Comet zufliegen und in der Szene danach sprechen Future & Co. mit General Jikal. Hier fehlen etwa 4:15 Minuten, in denen die Spy Bat die Comet ausspioniert und die Bilder an Jikal überträgt. Yiek fängt das Tier, die Fledermaus flattert aber mit ihm davon. Oak rennt zu Grag und Otto führt sie auf die Spur von Yiek und der Spy Bat. Die beiden fangen die Bat, die auf den Boden fällt, explodiert und in dem Moment beginnt das Gespräch mit General Jikal. Währenddessen laufen die zwei "Spy Rats" (in der dt. Synchro "Zwergratten" genannt) auf die Comet zu, welche später explodieren und die Zeitmaschine beschädigen. Yiek will Grag auf die Ratten aufmerksam machen, doch Grag hält ihm den Mund zu...

Fehler:

In "Die Zeitmaschine" gibt es einen Rückblick auf den "Herrscher von Megara". Tatsächlich ist "Der Herrscher von Megara" die chronologisch erste Folge.

Bemerkungen:

In der Vorlage ist Koom der Deneb, der hellste Stern des Sternbild Schwan. Die Entfernung zum Megara, dem "60. Stern im Sternbild des Schwan" wird in 2.1 mit 1500 Lichtjahren angegeben, was in etwa der Entfernung der Sonne zum Deneb entspricht. Die alte Deneb-Kultur wird auch in "Ein gefährliches Geheimnis" (Episode 13) erwähnt wird.

Wissenschaftliche Fakten:

Die Idee eines gemeinsamen Ursprungs der Asteroiden bzw. Planetoiden in einem Mutterplaneten wird mitlerweile weitgehend abgelehnt. Die Gesamtmasse der Planetoiden im Sonnensystem beträgt nur zwischen 3.5*1021 und 7*1021 kg, also etwa 0.05 bis 0.1 Prozent der Mondmasse. Für einen echten Planeten ist dies viel zu wenig. Viel wahrscheinlicher ist es, dass sich aufgrund der Gezeitenkräfte des Jupiters nie ein Planet in dieser Umlaufbahn hat bilden können.

Der Roche-Effekt wurde von dem französischen Astronomen Emile Roche (1820-1886) berechnet. Die Roche-Grenze ist die geringste Entfernung, die zwei Himmelskörper voneinander haben können, ohne dass der massenärmere zerbricht. Die R.G. beträgt ca. dem 2.5fachen Radius des massenreicheren Körpers.

2. DER HERRSCHER VON MEGARA / CAPTAIN FUTURE AND THE SPACE EMPEROR

18.10.80 29.06.83 2.1. Die Rückverwandlung
25.10.80 04.07.83 2.2. Jagd auf den mächtigen Schatten
08.11.80 06.07.83 2.3. Kampf der Planeten

Eine Rückverwandlungskrankheit auf dem Planeten Megara im Sternbild des Schwans lässt sämtliche Erdbewohner zu Affen werden. Als der beste Agent der Erdregierung auch zu einem Affen wird, wird Captain Future zu Hilfe gerufen. Währenddessen wigelt eine geheimnisvolle Gestalt, genannt Der Herrscher von Megara, die Megara-Wesen gegen die Erdbewohner auf. Steckt er hinter der Rückverwandlung? Als Captain Future ihn angreifen will, greift er einfach durch den Herrscher hindurch, als ob er Luft wäre.

Schnitte:

Als Captain Future Joan trifft, hat er eine Erinnerung an seine Eltern, Joan erinnert ihn offenbar an seine Mutter.

In Folge 1.1. ab ca 14:00 fehlen mindestens drei Minuten. Die Comet trifft im Megara-System ein, wird angegriffen und Future schießt auf das feindliche Schiff. Im Original sieht man hier das beschädigte Schiff auf den Mittagsmond zufliegen. Die Comet folgt ihm, die Future-Mannschaft entert das Schiff und Captain Future kann nach einigem Hin- und Her den Piloten festnehmen. Otto verwandelt sich dann später in diesen Piloten (in der dt. Version ist das die direkt an den Angriff folgende Szene).

Fehler:

Zu Beginn wird erwähnt, dass diese Episode im Jahr 2200 spielt, also etwa die Zeit des 22./23. Jahrhundert (das Jahr 2200 gehört zum 22., das Jahr 2201 zum 23. Jh.). In Teil 2 sagt Captain Future aber zu Joan: "In unserem 21. Jahrhundert ist so etwas eben möglich." Laut GH@KA2 spielt Captain Future in der literarischen Vorlage Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Flucht der Newtons auf den Mond spielt sich Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts ab. Allerdings wird nur in dem ersten Roman (Der Weltraumherrscher) eine Zeitangabe gemacht. Von daher hat Future recht, während sich der Erzähler irrt!

Laut Commander Sulak werden in dem Roman "Sternstraße zum Ruhm" (Bastei 1982) historische Aufzeichnungen aus dem 88. Jahrhundert erwähnt, demnach würde Captain Future erst in weit über 7000 Jahren geboren. Ich halte dies für einen Übersetzungsfehler von Bastei zu halten.

Bemerkungen:

Die Stadt "Megara" war bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. eine der wichtigsten Städte Griechenlands. U.a. gründete "Euklid von Megara" (nicht zu verwechseln mit dem Mathematiker) dort eine berühmte Philosophenschule.

Wissenschaftliche Fakten:

Während des Starts von der Erde werden die 1. und 2. Raumgeschwindigkeit erwähnt. Es handelt sich hierbei wohl um die sogenannten kosmischen Geschwindigkeiten. Die 1. k.G. ist die Geschwindigkeit, die ein Körper braucht, um in eine Kreisbahn um einen Planeten einzutreten, die 2. k.G. ist die sogenannte Fluchtgeschwindigkeit, mit der eine Körper das Gravitationsfeld eines Planeten verlassen kann.

3. DAS GEHEIMNIS DER SIEBEN STEINE / CAPTAIN FUTURE AND THE SEVEN SPACE STONES

15.11.80 08.07.83 3.1. Der Weltraumzirkus und die geheimnisvollen Steine
22.11.80 13.07.83 3.2. Unter Zirkuskünstlern
29.11.80 15.07.83 3.3. Ein falscher Captain stirbt
06.12.80 20.07.83 3.4. Das Abenteuer im Mikrokosmos

Die "Sieben Geheimen Steine" vom Planeten Cherusu bergen ein gefährliches Geheimnis, das seinem Besitzer die Macht verleiht, das Universum zu vernichten. Der skrupelose Wissenschaftler Vul Kuolun versucht, getarnt als Zauberkünstler, die Steine an sich zu bringen.

Fehler:

Mal wieder vertauschte Sendereihenfolge, siehe auch auch Episode 7.

Bemerkungen:

"Das Geheimnis der sieben Steine" ist die einzige Captain-Future-Episode, die ungekürzt im deutschen Fernsehen gezeigt wurde. Deshalb hat sie auch vier und nicht drei Folgen.

4. AUF DER SUCHE NACH DER QUELLE DER MATERIE / QUEST BEYOND THE STARS

13.12.80 22.07.83 4.1. Luft- und Wasserknappheit auf dem Planeten Laguna
20.12.80 27.07.83 4.2. Gefangen auf dem grünen Planeten Kol
27.12.80 29.07.83 4.3. Die Rettung der Quelle

Da auf vielen Planeten Luft und Wasser knapp werden, machen sich Captain Future und seine Mannschaft auf die Suche nach der Quelle der Materie in der Nähe des Archer-Nebels. Dort treffen sie auf neue Gefährten aus allen Teilen des Universums, die ebenfalls die Quelle suchen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg.

Fehler:

Zu Anfang wird gesagt, dass unsere Galaxis (aka die Milchstraße) aus 200 Milliarden Planeten besteht, die sich alle um die Sonne drehen. Das ist natürlich Quatsch! Die Zahl der Sterne in der Milchstraße wird auf 200 bis 300 Mia. geschätzt, wie viele davon von Planeten umkreist werden, kann man nur schätzen. Bisher hat man drei Planeten, die fremde Sterne umkreisen entdeckt (Stand Januar 1996), es handelt sich dabei um Gasriesen.

5. DER KAMPF UM DIE GRAVIUM-MINE / CAPTAIN FUTURE'S CHALLENGE

03.01.81 03.08.83 5.1. Der Plan des Wrecker
10.01.81 05.08.83 5.2. Die Unterwasserfalle
17.01.81 10.08.83 5.3. Die Seelentransplantation

Da die speziellen radioaktiven Strahlen des Metalls Gravium die Schwerkraft eines Gegenstandes beeinflussen können, ist es für die Raumfahrt extrem wichtig. Im ganzen bekannten Universum gibt es nur fünf Gravium-Minen. Wrecker zerstört vier davon und erpresst die Regierung der Erde. Das wäre ein Fall für Captain Future, aber der wurde von Wrecker schon gekidnapt.

6. DER SCHWARZE PLANET / CALLING CAPTAIN FUTURE

24.01.81                6.1. Sonnensystem in Gefahr
31.01.81 23.07.84 6.2. Abenteuer in der Eiswüste
07.02.81                6.3. Eine Fata Morgana verschwindet

Ein schwarzer Planet, der im Kollisionskurs zur Erde steht, bedroht das Sonnensystem. Der Wissenschaftler Dr. Zaru verlangt die Herrschaft über diesen Teil der Galaxis als Gegenleistung für die Rettung der Erde. Gleichzeitig sind alle Astronomen entführt worden.

7. DER ZAUBERER VOM MARS / THE MAGICIAN OF MARS

14.02.81 26.08.83 7.1. Kuolons Herausforderung
21.02.81 29.08.83 7.2. Flug in die fünfte Dimension
28.02.81 31.08.83 7.3. Der unsichtbare Planet

Vul Kuolun und weitere Schwerverbrecher sind aus dem Gefängnis auf dem Kelvis ausgebrochen. Sie stehlen ein Raumschiff, mit dem sie durch die Fünfte Dimension in einen Parallelraum gelangen können. Dort wollen sie den größten Schatz des Universums heben.

Fehler:

Ken fragt Future in "Das Geheimnis der sieben Steine", ob Kuolun nicht der Mann von dem unsichtbaren Planeten ist. Offensichtlich ist hier wieder die Sendereihefolge durcheinander.

Bemerkungen:

In der ersten Folge dieser Episode ist Captain Future mit blauen Augen zu sehen.

8. MITGEFANGEN IM WELTALL / FACE OF THE DEEP

14.03.81 17.08.83 8.1. Ein Raumschiff wird gekapert
21.03.81 19.08.83 8.2. Flucht aus der Milchstraße
28.03.81 24.08.83 8.3. Wer wagt, gewinnt

Auf einem Gefangenentransportes bricht eine Häftlingsrevolte aus. Die Verbrecher übernehmen das Raumschiff, das jedoch schon nach kurzem auf einem Planeten abstürzt, der nur noch knapp zwei Monate existieren wird.

Fehler:

Lichtjahre ist natürlich kein Zeit-, sondern ein Entfernungsmaß. Dieser Fehler wird leider sehr häufig gemacht, klingt halt sehr futuristisch.

Scheinbar hat man -- zumindest bei einer Szene -- den Film falsch herum in den Projektor eingelegt. Man sieht wie sich Joan und Captain Future vorstellen, im Ballsaal auf dem vorbeifliegenden Passagierraumschiff zu tanzen. Allerdings, bei der Haltung müsste Joan die Herrenschritte tanzen und Future die Damenschritte. 8-)

9. DIE ROLLE SEINES LEBENS / MAGIC MOON

11.03.82 9.1. Schauspieler gesucht
18.03.82 9.2. Film oder Diamanten?
25.03.82 9.3. Letzter Drehort: Magischer Mond

Ein Filmteam will die Abenteuer von Captain Future verfilmen. Die Regierung vermutet dahinter ein Komplott des dubiosen Industriemagnaten John Waldon, um sich ein neu entdecktes Diamantenvorkommen auf dem magischen Mond unter den Nagel zu reißen. Captain Future tarnt sich als Schauspieler und bewirbt sich für die Rolle seines Lebens...

Bemerkungen:

Der Industrielle John Waldon sieht "Rastapopolus", dem ewigen Gegenspieler von Tim und Struppi (eine Comic-Serie des belgischen Zeichners Hergé) recht ähnlich. Ob hier ein Tintin-Fan unter den Zeichnern war 8-)

Redaktionelle Anmerkung:

Wenn die Daten der deutschen Erstausstrahlung stimmen, so war "Die Rolle seines Lebens" die damals zuletzt gesendete Folge. Ich habe die Nummerierung trotzdem beibehalten, um Verwirrungen im weiteren Kontext mit der FAQ zu vermeiden. Gegebenfalls wird es hier in zukünftigen Versionen noch Korrekturen geben. <fb@hg.maus.de>

10. DIE ELEKTROMENSCHEN / THE COMET KINGS

03.12.81 10.1. Raumschiffe verschwunden!
10.12.81 10.2. Überraschungen beim Elektrolichtfest
17.12.81 10.3. Alulus, ein Wesen aus der vierten Dimension

Mehrere Raumschiffe sind in der Nähe des Jupiter spurlos verschwunden. Joan Landor und Ezella Garni sollen das Phänomen untersuchen, doch bald gelten auch sie als vermisst. Die Future-Mannschaft entdeckt, dass sich alle Schiffe zum Zeitpunkt ihres Verschwindens in der Nähe des Halley'schen Kometen befanden. Auf einmal wird die Comet von unerklärlichen Kräften in den Kometen reingezogen. Dort befindet sich ein Planet, auf dem Leben existiert.

Wissenschaftliche Fakten:

Der Halley'sche Komet wurde schon vor über 2000 Jahren beobacht. Er ist allerdings nicht mit dem Stern von Bethlehem identisch, wie dies oft zitiert wird. Seine Umlaufzeit um die Sonne beträgt ca. 76 Jahre. Der Kern hat im Durchschnitt einen Durchmesser von 14 km, er besteht zum großen Teil aus gefrorenen Gasen und Staub. Beim letzten Perihel-Durchgang 1986/87 näherten sich mehrere Raumsonden, u.a. die russischen Wega-Sonden (bis auf 8000 km) und die europäische Sonde Giotto (bis auf 600 km) dem Kometenkern und machten einige eindrucksvolle Bilder. Einen Planeten im Kern konnte die Sonde aber nicht entdecken. Wie auch? Die Gravitationstörungen wären zu groß, um unentdeckt bleiben zu können.

11. DAS GEFÄHRLICHE LEBENSELEXIER / THE TRIUMPH OF CAPTAIN FUTURE

07.01.82 11.1. Die Maschinenstadt
14.01.82 11.2. Ein Verdächtiger verschwindet
21.01.82 11.3. Die Quelle des ewigen Frühlings

Auf mehreren Planeten wird eine Droge verkauft, die die Menschen wieder jung, aber auch abhängig macht. Wenn sie einmal das Lebenselixier zu sich genommen haben, müssen sie es immer wieder einnehmen, um die Wirkung beizubehalten. Tut man das nicht, stirbt man. An der Spitze des Syndikats steht der gefährliche Mr. Immortality. Kann Future ihn aufhalten?

12. PLANET IN GEFAHR / PLANETS IN PARIL

28.01.82 12.1. Hilferuf vom Planeten Tarust
04.02.82 12.2. Die Suche nach Grag
11.02.82 12.3. Der legendäre Held Fatul

Simon Wright nimmt Kontakt mit Menschen aus einem anderen Universum auf. Diese erkennen in Captain Future den legendären Helden Fatul und bitten ihn um Hilfe: Ihr Heimatplanet wird von Eismenschen angegriffen und es sieht alles nach einer Niederlage aus. Captain Future und seine Crew (und die eifersüchtige Joan) fliegen in das Paralleluniversum, um den Kampf mit den Eismenschen aufzunehmen, aber dann wird Grag entführt.

13. EIN GEFÄHRLICHES GEHEIMNIS / STAR OF DREAD

18.02.82 13.1. Die Weltraumruine
25.02.82 13.2. Bei den Tiermenschen
04.03.82 13.3. Die Höhle des Lebens

Auf einem Mond entdecken Captain Future und ein Archäologenteam Überreste der alten Deneb-Kultur. In einer Steintafel wird ein gefährliches Geheimnis erwähnt, mit dem man die Evolution künstlich beeinflussen kann. Die Archäologen wollen dieses in Besitz nehmen und stehlen die Comet. Captain Future nimmt die Verfolgung auf.

Vertauschte Sendereihenfolge

GA@KA2: "Die Folgen wurden in der Reihenfolge gesendet, in der sie synchronisiert wurden. Und tatsächlich: Ein Blick in die Dialogdrehbücher (dort stehen die internen Produktionsnummern drauf) zeigt, dass sich die falsche Reihenfolge bis zur Synchronisation erstreckt. Auf meine Frage, warum solche logischen Fehlern niemandem aufgefallen sind, wurde mir geantwortet, dass bei einer Kindersendung nicht (wie bei anderen Sendungen) ein Korrekturlesen durchgeführt wird, sondern dass es sich mehr um 'Fließbandarbeit' handelt."

Laut SAT.1 werden die Folgen in der vom Lizenzgeber vorgebenen synchronisierten Reihenfolge ausgestrahlt, eine Änderung kann von Senderseite nicht vorgenommen werden.

Die korrekte Sendereihenfolge ist vermutlich folgende:

Der Herrscher von Megara (2)
Der Kampf um die Gravium-Mine (5)
Die Zeitmaschine (1)
Auf der Suche nach der Quelle der Materie (4)
Der Zauberer vom Mars (7)
Das Geheimnis der sieben Steine (3)
Der schwarze Planet (6)
Mitgefangen im Weltall (8)
Die Rolle seines Lebens (9)
Die Elektromenschen (10)
Das gefährliche Lebenselixier (11)
Planet in Gefahr (12)
Ein gefährliches Geheimnis (13)

Dies entspricht der Sendereihenfolge des französischen Fernsehkanals TF1, auf dem die Serie 1981 zum esten Mal in Frankreich ausgestrahlt wurde. Sie ist zumindest logischer, als die deutsche Sendereihenfolge (zum Vergleich in Klammern angegeben), bei der die Bugs offensichtlich sind. Außerdem sind die Franzosen bei der Bearbeitung von Trickfilmen erfahrungsgemäß sehr gründlich.

Wiederholungen im deutschsprachigen Fernsehen:

von Karl Miller

"Eine Wiederholung (zumindest teilweise) war im ZDF Ferienprogramm 1983 täglich am Nachmittag um ca. 15:20 Uhr zu sehen. Das Maskottchen war dieser Schmetterling, ich glaube er hieß Flips; moderiert wurde das ganze von Benny Schnier und Anke Engelke live aus München-Unterföhring.

Die Austrahlung der ersten 5 Teilgeschichten verlief problemlos:

  1. Die Zeitmaschine
  2. Der Herrscher von Megara
  3. Das Geheimnis der sieben Steine
  4. Auf der Suche nach der Quelle der Materie
  5. Der Kampf um die Gravium-Mine

Als aber dann '6. Der schwarze Planet' laufen sollte, ging die Bandmaschine kaputt!!! Es wurde dann leider der schwarze Planet gekippt und man fuhr mit '8. Mitgefangen im Weltall' fort. Erst danach lief die Folge, die eigentlich gemäß Erstausstrahlung nach 'Der schwarze Planet' gekommen wäre, nämlich: '7. Der Zauberer vom Mars'. Dann wurde die Serie ganz abgebrochen, weil das Ferienprogramm zu Ende ging. Die restlichen Folgen wurde 1983 nicht gezeigt.

In meiner Zeitschriftensammlung steht, dass der 2. Teil von 'Mitgefangen im Weltall' am 19.8.1983 lief.

Zur erneuten Ausstrahlung kam es erst wieder 1987, diesmal im ORF, jeweils freitags um 17:00 Uhr. Die Serie wurde komplett gezeigt, aber die Austrahlung 1983 im ZDF schien Auswirkungen darauf zu haben: 'Der schwarze Planet' (1983 gekippt) wurde weggelassen und die veränderte Serienabfolge von 1983 wurde übernommen."

1993 oder 1994 wurde die Serie auf Pro7 bis mit Ausnahme der letzten Folge ("Höhle des ewigen Lebens") gesendet.

Bei der Kabel-1-Ausstrahlung 1995 wurde die Folge 2.1 doppelt und 1.3 dafür überhaupt nicht gesendet. Nach Aussagen von K1 sah der deutsche Lizenzgeber von Captain Future (also Taurus Film) die Episode trotzdem als bereits gesendet an. Außerdem fiel mitten in die Ausstrahlung eine komplette Programmumstrukturierung, so dass sich fast alle Sendezeiten verschoben.

Vom 17.1.98 an strahlte SAT.1 die Serie im Rahmen des SAT.1-Clubhouse aus. Es wurden alle 40 Folgen ausgestrahlt, allerdings ohne Abspann. Hin- und wieder wurde auch vor der letzten Szene ausgeblendet. Im Anschluss danach setzte ein Rerun aller Folgen ein.

Frühjahr 1999 wurde Captain Future auf DF1 ausgestrahlt. Die Sendereihenfolge entsprach dabei der des französischen Fernsehens. Bei DF liest man anscheinend mit 8-)

Captain Future auf Video

Captain Future wird meines Wissens zur Zeit weder in Deutschland, noch in England oder den USA auf Videokassette oder Laserdisc oder DVD oder sonstwie vertrieben! Sollte es irgendwann anders sein, bitte ich um eine diesbezügliche Benachrichtigung. Mir sind auch keine Adressen bekannt, wo man Kopien der Fernsehausstrahlung bekommen könnte.

Die Firma Mix Image in Lausanne bietet jedoch die französische Fassung auf insgesamt 14 PAL-Videokassetten an, jede Kassette kostet CHF 29,--.

Wenn ihr Interesse an einer deutschen Videoverwertung habt, schreibt an besten an den deutschen Linzenzinhaber:

Taurus Film GmbH & Co.
Beta-Str. 1
85774 Unterföhring
FAX 089-9956-2123

Taurus Film Video GmbH
Beta-Str. 1
85774 Unterföhring
Fax 089-9506161


Daten rund um die Future-Mannschaft

Deutsche Sprecher

Erzähler [1] Helmut Kraus
Captain Future [1] Hans-Jürgen Dittberner
Professor Simon Wright [1] Jochen Schröder
Grag [1] Friedrich G. Beckhaus
Otto [1] Wolfgang Völz
Otto als Megarawesen* [1] Hans Nitschke
Cashew [1] Horst Schön
Ann (Cashews Sekretärin) [1] Rebecca Völz
Ken Scott [1] Sven Plate
Herrscher von Megara* [1] Klaus Miedel
Joan Landor [1] Anita Kupsch
Glow (das alte Ober-Megarawesen)* [1] Hermann Wagner
Bulwar* [1] Heinz-Theo Branding
Cunnick* [1] Claus Jurichs
Ezella Garnie [1] Michael Chevalier
Vul Kuolun [2] Joachim Kerzel
Wrecker [2] und
Su Virru [3]
Lothar Blumhagen
Dr. Zaro [2] Herbert Stass
Kim Ivan [2] Hubert Suschka
John Waldon [2] Otto Czarski
Mr. Anderson [3] Friedrich Schönfelder
Mr. Vusful [3] Joachim Pukass
König Murul [3] Friedrich W. Bauschulte

Quellen:

  1. Polydor / Deutsche Grammophon, gefunden von Stefan Milde
  2. Bodo Gellrich
  3. Andreas Staab

Die mit * gekennzeichneten Sprecher kamen nur in "Der Herrscher von Megara" vor.

Friedrich G. Beckhaus und Wolfgang Völz haben schon gemeinsam in der deutschen SF-Kultserie "Raumpatroullie" als Atan Shubashi und Mario de Monti vor vor der Kamera gestanden.

Japanische Sprecher

Captain Future Hirokawa Taichiru
Joan Randall Masuyama Eiko
Otto Noda Keiichi
Glug Ogata Ken'ichi
Ken Scott Inoue Kazuhiko
Simon Kawikubo Kiyoshi

Quelle: http://www.tcp.com/doi/seiyuu/src/seiyuu.list

Mit Glug ist Grag gemeint, ein kleiner Exkurs von Nina Olligschläger: "Japanisch ist eine Silbenschrift, in der nur kurze Kombinationen aus einem Konsonanten und einem Vokal aneinandergereiht werden können (Ausnahme: 'n'). Da die Schrift kein 'l', sondern nur ein 'r' enthält, würde 'Grag' folglich so geschrieben:

Gu-ra-gu, ausgesprochen [Glag]

(das japanische 'r' ähnelt in der Aussprache in etwa dem deutschen 'l')

Da Hitoshi Doi anscheinend die allgemein etablierte Umschrift nicht gekannt hat, hat er es somit als 'Glag' angesehen. Und weil es eine englischsprachige Homepage ist, schrieb er es 'Glug', damit es die Amis auch richtig aussprechen ('Glag' eben). Also förmlich doppelt gemoppelt falsch. :-)"

Namen in der amerikanischen TV-Fassung

Captain Future Captain Future
Joan Marga
Grag Mr. Andro
Otto Mr. Gum
Simon Dr. Dromo

Quelle: kessel@incubus.franken.de

Personenbeschreibung

Es folgt eine kurze Beschreibung der Hauptpersonen in Captain Future. Einige Namen wurden gegenüber der Literarischen Vorlage geändert. Das ist z.T. auf die dt. Synchronisation zurückzuführen, zum Teil aber auch schon im Original so (s.o.).

Ich habe die in der literarischen Vorlage verwendeten Namen in Klammern beigefügt.

Captain Future
Sein richtiger Name ist Curtis Newton, dieser wird in der Fernsehserie jedoch nie erwähnt. Seine Eltern Elaine und Roger Newton wurden von Victor Kaslan, Vul Kuoluns Vater umgebracht, als er noch klein war. Er wurde von Simon, Grag und Otto aufgezogen. Als er größer wurde, nannte er sich selbst Captain Future und begann seine mutigen Kämpfe gegen die bösen Elemente, um Frieden und Gerechtigkeit im Weltraum zu bewahren.

Professor Simon Wright
Er ist ein Mitglied der Future-Mannschaft. Er war früher ein bekannter Wissenschaftler, und kurz vor seinem Tod legte Captain Futures Vater sein Gehirn in einen Spezialbehälter. Er ist jetzt ein lebendes Gehirn.

In den bei Bastei erschienenen Comics wird Simon als Captain Futures Stabchef erwähnt. Das wird von der Serie aber keinesfalls unterstützt und von den Büchern sogar verneint.

Grag
Grag ist ein über zwei Meter großer Stahlroboter, den Captain Futures Vater konstruiert hat. Er besitzt herkulische Kräfte.

Otto (Otho)
Ein Mitglied der Future-Mannschaft. Er ist ein Android, ein Kunstmensch aus Plastik, den Captain Futures Vater gebaut hat. Er kann aus eigener Kraft seine Gestalt beliebig verändern.

Zum Spekulieren: Es wäre möglich, dass die Figur des Otto gewissermaßen Pate stand für die des Odo aus "Star Trek: Deep Space Nine". Immerhin sind sie beide "Formwandler". Auch die Namen sind sich recht ähnlich.

Yiek (Eek)
Grags Haustier, ein Mondwesen, das keinen Sauerstoff benötigt und sich von Metallen und Erzen ernährt.

Oak (Oog)
Ottos Haustier. Oak kann die Struktur seiner Körperzellen verändern, und seine hochentwickelte Fähigkeit, Tarnfarben anzunehmen, ermöglicht es ihm, sich beliebig zu verwandeln.

Ezella Garnie (Ezra Gurney)
Er ist Captain Futures bester Freund und ruhiger und kluger Kommandant der Weltraumpolizei.

Joan Landor (Joan Randall)
Sie ist eine junge und hübsche Geheimagentin der Planetenpolizei. Offensichtlich ist sie in Captain Future verknallt, wie man so schön sagt.

Ken Scott (Johnny Kirk)
Diese Figur gibt es in den Romanen so nicht. Lediglich in "The Magician of Mars" spielt der Junge Johnny Kirk, der sich an Bord der Comet schleicht um Captain Future kennzulernen, eine Rolle. In der Fernsehserie ist Ken Scott ein glühender Bewunderer von Captain Future.


Literarische Vorlage

Dieser Abschnitt stammt zum größte Teil von Bärbel Steininger, die sich sehr viel Mühe gemacht hat, diverse Lexika zu durchforsten.

Captain Future im amerikanischen Original

Captain Future war ein US Pulp Magazin, das vom Winter 1940 bis Frühjahr 1944 vierteljährlich erschien (kein Herbst 43-Heft, also 17 Ausgaben). Veröffentlicht wurde es von Better Publications, Herausgeber waren Leo Margules mit Mort Weisinger (1940-41), von dem die Idee aus ging, und Oscar J. Friend (1941-44).

Als Schwester-Magazin zu Startling Stories und Thrilling Wonder Stories war es ein Versuch, das beliebte Superhero-Thema in die Space Opera zu übertragen.

Der ursprünglich geplante Titel war "Mr. Future". CF war nach den Vorgaben der Herausgeber ein genetisch mutierter Superheld mit überragenden körperlichen und geistigen Fähigkeiten, der drei Helfer zur Seite stehen: Ein Roboter, der von Mr. Future telepathisch kontrolliert wird, eine kristalline Lebensform vom Jupiter und ein uralter Mann, der jedes Buch der Welt gelesen hat und ein wandelndes Lexikon darstellt. Hamilton kostete es viel Überzeugungskraft, die Publisher von ihren ursprünglichen Ideen abzubringen. Näheres über die Entstehungsgeschichte findet man auf den CF-Seiten der Edmond Hamilton Page. Außerdem sind dort die ersten zwei Kapitel einer ersten Fassung von "Captain Future and the Space Emperor" und eine Fan-Fiction zu finden.

Jede Ausgabe von Startling enthielt (neben wenigen SF-Stories) einen vollständigen Roman über Captain Future und seine Mitstreiter (s.u.). Alle bis auf drei Romane waren von Edmond Hamilton geschrieben, zwei unter dem Pseudonym Brett Sterling. Nachdem das Magazin ein Opfer der Papierknappheit im 2. Weltkrieg geworden war, erschienen bis 1946 und 1950-51 gelegentlicht weitere Captain-Future-Stories in Startling Stories. Ab 1968 wurden einige, doch nicht alle Captain-Future-Romane als Paperback herausgegeben, z.T. auch unter neuen Titeln.

Hier ein Liste sämtlicher Captain Future-Romane:

Jahr Magazin-Titel Jahr Buchtitel
Samachson Joseph (1906- ) als Brett Sterling
1943/2 Worlds to Come
1944/2 Days of Creation
Wellman Manly Wade (1903-86):
1946 The Solar Invasion 1969 The Solar Invasion
Edmond Hamilton (1904-1977)
1940/1 Captain Future and the Space Emperor 1969 Captain Future and the Space Emperor
1940/2 Calling Captain Future 1969 Calling Captain Future
1940/3 Captain Future's Challange 1969 Captain Future's Challange
1940/4 The Triumph of Captain Future 1969 Galaxy Mission
1941/1 Captain Future and the Seven Space Stones
1941/2 Startrail to Glory
1941/3 The Magician of Mars 1969 The Magician of Mars
1941/4 The Lost World of Time
1942/1 Quest Beyond the Stars 1969 Quest Beyond the Stars
1942/2 Outlaws of the Moon 1969 Outlaws of the Moon
1942/3 The Comet Kings 1969 The Comet Kings
1942/4 Planets in Peril 1969 Planets in Peril
1943/1 The Face of the Deep
1943/3 Star of Dread
1944/1 Magic Moon (als Brett Sterling) 1969 The Tenth Planet
1945 Red Sun of Danger (als Brett Sterling) 1968 Danger Planet
1946 Outlaw World 1969 Outlaw World
1950 The Return of Captain Future
1950 Children of the Sun
1950 Harpers of the Sun
1950 Pardon My Iron Nerves
1951 Moon of the Unforgotten
1951 Earthman No More
1951 Birthplace of Creation

Magic Moon, wird manchmal Samachson zugeschrieben

Quelle: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of SF

Captain Future auf Deutsch

In der Bundesrepublik erschienen einige der Captain-Future-Romane, die in Amerika nur in Heftform, vorlagen, was oft eine Quelle von Missverständissen ist. Nach der Veröffentlichung mehrerer Folgen in den Reihen Utopia Zukunft (=UZ, Heftreihe im Erich Pabel Verlag, Rastatt) und Utopia Großband (=UG, Erich Pabel Verlag, Rastatt) erfolgte eine ungekürzte Fassung in den Taschenbüchern des Bastei-Verlages (=B, Bergisch-Gladbach).

Hier eine Aufstellung:

Reihe/Nr. Jahr Autor Magazin-Originaltitel Titel
B 25001 1981 EH Captain Future and the Space Emperor Die lebende Legende
B 25002 1981 EH Calling Captain Future Kollisionsziel Erde
UG 147 1961 EH Captain Futures Challenge Kampf um Gravium
B 25003 1982 Die Gravium Sabotage
UG 142 1961 EH The Triumph of Captain Future Captain Future greift ein
B 25004 1982 Der Lebenslord
UG 151 1961 EH Captain Future and the Seven Space Stones* Diamanten der Macht
B 25005 1982
B 25006 1982 EH Star Trail to Glory * Sternstrasse zum Ruhm
B 25007 1982 EH The Magician of Mars Der Marsmagier
UG 144 1961 EH The Lost World of Time * Im Zeitstrom verschollen
B 25008 1982
UG 153 1961 EH Quest Beyond the Stars Gefahr aus dem Kosmos
B 25009 1982 Die Materiequelle
B 25010 1983 EH Outlaws of the Moon Das Erbe der Lunarier
B 25011 1983 EH The Comet Kings Im Schatten des Alls
B 25012 1983 EH Planets in Peril Held der Vergangenheit
B 25013 1983 EH The Face of the Deep * Planetoid des Todes
UG 155 1961 SJ Worlds to Come Überfall aus fremder Dimension
B 25014 1983 Invasion der Sverd
B 25015 1984 EH Star of Dread * Stern des Grauens
UZ 354 1961 EH Outlaw World Die Radium Falle
UZ 305 1961 EH The Red Sun of Danger Die Krypta der Kangas
UZ 307 1962 MWM The Solar Invasion Der geraubte Mond
UZ 369 1963 SJ Days of Creation * Captain Futures letztes Abenteuer

Mit * gekennzeichnete Titel erschienen auf englisch nie in Buchform. Für Vollständigkeit wird keine Garantie übernommen.

Quelle: Heyne SF-Lexikon
die Ergänzungen der Utopia Großbände (UG stammen von) Martin Stricker und Andreas Schweitzer.

GH@KA2: "Es sind fast alle Romane, die später auch bei Bastei erschienen in der Utopia Zukunft Reihe erschienen. Allerdings grauenhaft entstellt:

Martin Stricker: "UZ 305 Die Krypta der Kangas ist laut Heyne Lexikon der Science Fiction Literatur, Anhang Serien, der einzige Utopia-Band, der nicht bei Bastei neu übersetzt wurde."

Davey Jones: "Fast die Hälfte aller Paperbacks hatten Bilder aus der Perry Rhodan-Serie als Cover. Die Simon-Wright-Kurzgeschichte ('Moon of the Unforgotten') wurde in einer Sammlung von drei Geschichten neu aufgelegt ('Dr. Cyclops'). 'Magic Moon' ist wohl nicht als Paperback neu aufgelegt worden." Allen Steele's "The Death of Captain Future" hat den Hugo Award für die beste Novelle 1996 gewonnen. Außerdem ist die Geschichte im Buch "The Year's Best Science Fiction" und in Asimovs Magazine of Science Fiction and Fantasy (Oktober 95)enthalten.


Captain Future im Ausland

Frankreich:

In Frankreich lief die Serie ab dem 14.1.81 wöchentlich unter dem Titel "Capitaine Flam". Alle 13 Episoden zu je 4 Folgen wurden ausgestrahlt. Außerdem wurden 1988 ein Film und ein Serienspecial gezeigt (was ist was?) unter den Titeln:

"Le temps de l'air est arrivé sur la planète Laguna"
(wahrscheinlich ist "Die Quelle der Materie" damit gemeint)

"Le début du néant"
(wörtlich: "Der Anfang vom Ende")

Auf eine Auflistung der französischen Titel verzichte ich, diese kann bei Interesse aber aufgenommen werden.

Alle Capitain Flame-Episoden sowie das Serienspecial sind auf Video-Kaufkassetten erhältlich.

Italien:

Rai Due zeigte die Serie unter dem Titel "Captain Futuro" Anfang der 80er Jahre.

Japan:

Erstausstrahlung war vom 7. Dezember 1978 bis 30. Oktober 1979 (Quelle: http://www.kt.rim.or.jp/~jiro/anime/anime.txt). Ausserdem gab es ein Serienspecial, das Silvester 1978 in Japan gesendet wurde. Im Frühjahr 79 lief es als kurzer Film (movie) Von der Titelmusik gibt es zwei Fassungen von verschiedenen Interpreten (Hideta / Takekawa). Es gibt in Japan eine LaserDisc, die den Vorspann enthält, Titel gesungen von Hideta). Die LD kostet 4800 Yen, ungefähr 44 US-Dollar.

1990 fand in Tokyo die Captain Future Convention statt. Zu Ehren von Curtis Newtons Geburtstag (im Roman wurde er 1990 auf dem Mond geboren), wurde diese Party von Space Force organisiert und empfing tagsüber ungefähr 200 Gäste. Am Abend waren es noch so um die 100. Das Serienspecial (eine Stunde) wurde auf einer großen Leinwand gezeigt. Captain Future ist im japanischen Fernsehen nicht wiederholt worden, da man die Serie als nicht allzu gut einstufte.

Venezuela:

Die erste Ausstrahlung war im April 1981, dabei wurden alle 13 Episoden gezeigt. Seitdem gab es ungefähr sechs Wiederholungen. Captain Future ist auch auf Video-Kaufkassetten erhältlich.


Christian Bruhn

Jan Pfeil hat ein Interview mit Christian Bruhn gemacht:

Kurzbiografie

geboren am 17. Oktober 1934 in Wentdorf bei Hamburg, spielte schon mit vier Jahren Klavier; verbrachte mit Mutter und Schwester den Krieg in Kärnten, sammelte dort viele musikalische Eindrücke, die bis jetzt nachwirken, wie er meint; zurück in Hamburg studiert er Komposition, Klavier und Klarinette, reiste anschließend als Pianist in diversen Jazz-Combos durchs Land, die Reise endete in München, wo er heute noch lebt.

1959 gründet er mit Verleger Peter Meisel die Hansa-Musikproduktion, die beiden wurden das erfolgreichste deutsche Independent-Producer-Duo; gewann zweimal beim Deutschen Schlagerfestival (Zwei kleine Italiener, Liebeskummer lohnt sich nicht); Hat im Laufe seiner Karriere für praktisch jeden namenhaften Schlager-Interpreten geschrieben, so sind insgesamt mehr als 2000 Melodien, über 100 Werbespotmusiken entstanden; Bruhn ist verheiratet mit Erika (geb. Götz), für die er auch komponiert (Duo Gitti und Erika); seit 1991 ist er Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA; 1993 wurde ihm der Paul-Lincke-Ring verliehen.

Werkauswahl (Auzug!!)

Lieder: Unmengen, fast alle erfolgreichen Schlager, darunter auch Knüller wie "Marmor, Stein und Eisen bricht", "Heidi", "Liebeskummer lohnt sich nicht", etc. Für Interpreten wie Peter Maffay, Mirelle Mathieu, Roy Black, Drafi Deutscher, Katja Ebstein, Cornelia Froböss, Hape Kerkeling, Guildo Horn...

Fernsehserien: Natürlich Captain Future, aber auch Timm Thaler, Silas, Jack Holborn, Patrik Pacard, Oliver Maas, Sindbad, Alice im Wunderland, Heidi, die Wicherts von nebenan, Manni der Libero, u.v.a...

(Anmerkung: ein echter Hammer... praktisch jeder Serienhit wurde von ihm vertont, man denke nur an Timm Thaler.) Auch baut er die wirklich eindrucksvolle Stimme seiner Frau immer wieder ein, z.B. im Heidi-Lied oder dem Oliver Maas-Titelsong 'Non e vero', oder Captain Future.

Ein paar Werbespots seien auch genannt: McDonalds, Choco Crossies, Dr. Oetker, Hamburg Mannheimer, Tiramisu von Zott, Mustang, u.v.a.

Interview-Auzug (29.7.96)

Jan Pfeil: Herr Bruhn, mit der Musik für Captain Future ist ihnen wirklich etwas zeitlos Gutes geraten, können Sie diese Klassiker überhaupt noch hören? Gefällt es ihnen noch?

Bruhn: Naja, manchmal landet man wirklich einen Treffer, so wie CF zum Beispiel. Das gefällt mir immer noch gut. Mittlerweile ist sie ja zum Glück wieder als Soundtrack zu haben.

Wie sind Sie zum dem Auftrag gekommen?

Die Kirch-Gruppe hat sich an mich gewandt, ob ich auch diese Serie mit Musik 'versorgen' würde.

Die Musik des japanischen Originals ist von der deutschen, bzw. französischen ja ganz verschieden. Haben Sie sich beim Komponieren Anregungen beim Original geholt?

Nein, die Originalmusik habe ich nie gehört. Ich war praktisch völlig frei. Es ist ja auch so, dass Geschmack und Empfinden von Musik bei uns im Westen ganz anders sind. Die japanische Version wäre wohl ziemlich 'unhörbar' für uns.

Sind die CF-Stücke alle im Sythesizer entstanden?

Nein. Damals war die Technologie noch nicht so ausgereift wie heute. Wir haben das zum größten Teil mit echten Instrumenten eingespielt. Heute hört man aber keinen Unterschied mehr zwischen 'echt' oder 'elektronisch'.

Wer steckt eigentlich hinter der wunderschönen Frauenstimme aus dem CF Titelsong?

Das ist meine Frau Erika. Sie singt zum Beispiel auch das Heidi-Lied oder den Song aus Patrik Pacard.

Darf man fragen, woran Sie gerade arbeiten?

Da liegt einiges an, zwei Fernsehproduktionen und ein Kinofilm, also genug zu tun.

Herr Bruhn, vielen Dank für Ihre Zeit und hoffentlich kriegen wir noch viel von Ihnen zu hören.


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