Japanische Verfassungsgeschichte
 

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Die japanische Verfassungsgeschichte ist aus den verschiedensten Gründen vor dem Hintergrund der kontinentaleuropäisch und amerikanisch orientierten Verfassungsgeschichte interessant. Zunächst ist der Rezeptionsvorgang, der mit der Wiederherstellung des Kaisertums 1868 eingesetzt hat, vielschichtig und wird durch die unterschiedlichsten Strömungen gefördert.

Im letzten Jahrhundert hat sich Japan aufgrund der im wesentlichen aus Preussen rezipierten Verfassung in eine autokratische Militärdiktatur entwickelt. Die von den USA initiierte Verfassung von 1946 hat schliesslich eine rechtsstaatliche Entwicklung ermöglicht. Japan ist nach seiner heutigen Verfassung und der darauf beruhenden Praxis ein Rechtsstaat, der sich mit seinen Urbildern messen kann. Die japanische Verfassungsgeschichte, die in deutscher Sprache schlecht erschlossen ist, bietet reichlich Stoff, das eigene Herkommen im Spiegel einer zum Teil völlig anderen Entwicklung und einer völlig andersartigen gesellschaftlichen Sozialisation zu sehen.
 

Prof. Dr. Andreas Kley,

Lehrstuhl für Staatsrecht und Verfassungsgeschichte an der Universität Bern.
 

Dokumente (auf Deutsch):
 
Die Japanische Verfassung vom 11. Februar 1889 (Meiji-Verfassung) Dokumente zu Konfuzius
Die Japanische Verfassung vom 3.11.1946 Erziehungsedikt vom 30. Oktober 1890
Beiträge:
 
Überblick über die Verfassungsgeschichte Japans Chômin Nakae – Der japanische Rousseau
Iwakura-Delegation: Die Schweiz anno 1873 Die Entwicklung des japanischen Parteisystems
Die Eidgenossen entdecken Japan Artikel 9 japanische Nachkriegsverfassung
Der lange Weg nach Japan – zum Beginn der schweizerisch-japanischen Beziehungen im Jahre 1864

Sonstiges:
 
Ausgewählte Literatur und Dokumentensammlungen Zeittafel
Glossar: Japanische Termini Links zu japanischen Institutionen