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Band IV (1992) Spalten 1383-1388 Autor: Hartmut Rosenau

LEIBNIZ, Gottfried Wilhelm, * 21.6. 1646 in Leipzig, † 14.11. 1716 in Hannover, bedeutendster deutscher Universalgelehrter und Philosoph des Barock. Wegen seiner umfassenden Kenntnisse und wissenschaftlichen Leistungen auf den Gebieten der Mathematik, Jurisprudenz, Geschichte, Physik, Geologie, Technik, Theologie und Philosophie wurde L. von seinem späteren Dienstherrn Herzog Georg Ludwig auch die "lebende Enzyklopädie" genannt. - Durch seinen früh verstorbenen Vater, Jurist und Professor für Moralphilosophie, auch durch seine Mutter, Tochter eines angesehenen Rechtswissenschaftlers, scheint das Interesse ihres Ältesten - 1648 kommt als zweites Kind die Tochter Anna Catharina zur Welt - für philosophische wie juristische Probleme gleichsam prädestiniert gewesen zu sein. Seine immense geistige Aufnahmefähigkeit zeigt sich u. a. daran, daß sich der achtjährige L. anhand der väterlichen Bibliothek autodidaktisch die lateinische Sprache aneignet, und der Zwölfjährige bereits über das Durchdenken logischer Fragestellungen die Anfänge einer mathematischen Zeichensprache als "characteristica universalis" entwickelt. Im Alter von 15 Jahren bezieht L. 1661 de Universität Leipzig, um zunächst bei dem Theologen Adam Scherzer und dem Philosophiehistoriker Jakob Thomasius philosophische Studien zu treiben, die er im Jahre 1663 mit dem Baccalaureat aufgrund der Schrift "De principio individui" abschließt. Im Titel dieser Studie klingt schon die später als "Monade" eingeführte autonome und individuelle "fensterlose" Substanz an, die L. vor allem gegen den doppelten Substanzbegriff des Descartes (res cogitans - res extensa) in neuzeitlicher Umsetzung des aristotelischen Entelechiegedankens als (Vorstellungs-) Kraft (perceptio) und Streben (appetitus) ansetzt. Für ein weiteres Semester wechselt L. zur Universität Jena, wo er sich unter der Anleitung des dortigen Mathematikers, Astronoms und Physikers Erhard Weigel pythagoreischen Gedanken öffnet. Als nach seiner Rückkehr nach Leipzig zum Jurastudium dem erst 20jährigen L. die Promotion wegen seiner Jugend verweigert wird, wendet er sich an die Universität Altdorf bei Nürnberg, wo er aufgrund seiner 1667 durchgeführten exzellenten Promotion als Jurist sogar eine Professur angeboten bekommt, die er allerdings ausschlägt. In diese Zeit fällt auch sein Kontakt zu den "Rosenkreuzern" in Nürnberg, deren Sekretär er kurzfristig wird. Im selben Jahr verfaßt L. eine kleine Schrift zur Reform des Rechtswesens mit dem Titel "Nova methodus docendae discendaeque jurisprudentiae", die ihn nicht zuletzt durch die Vermittlung des Ministers und Diplomaten Johann Christian von Boineburg dem Dienst beim Kurfürsten von Mainz, Johann Philipp von Schönborn, empfiehlt. L. soll an einer Vereinheitlichung des corpus iuris als Gesetzeswerk für alle christlichen Nationalen mitwirken. Ab 1670 unternimmt L. als Rat am kurmainzischen Revisionsgericht Bemühungen um eine Reunion von Katholiken und Protestanten, die ihn auch im Auftrag des Hannoverschen Hofes seit 1679 mit Unterbrechungen bis 1702 allerdings ergebnislos zu Verhandlungen mit den Bischöfen Spinola und Bossuet führen. Bis 1706 reichen seine ebenso ergebnislosen Bemühungen um einen Zusammenschluß wenigstens der evangelischen Konfessionen. Sein später philosophisch untermauertes Streben nach Harmonie und Synthese wird an diesen kirchenpolitischen Aktivitäten exemplarisch deutlich. Daneben entwirft der vielseitige L. Pläne für eine Akademie der Wissenschaften nach französischem und englischem Vorbild, die schließlich im Jahre 1700 mit ihm als Präsident in Berlin gegründet wird. In diplomatischen Diensten reist L. 1672 nach Paris, um den "Sonnenkönig" Ludwig XIV. mit einem Plan für einen kreuzzugähnlichen Eroberungsfeldzug gegen Ägypten von europäischen Eroberungskriegen abzubringen, allerdings ohne sein Ziel zu erreichen. Mathematische Studien wie auch besonders die Erfindung einer Rechenmaschine für die vier Grundrechenarten lassen ihn 1673 zum Mitglied der Londoner Royal Society werden; im Jahre 1700 schließt sich seine Mitgliedschaft der Pariser Académie des sciences an. Im Zusammenhang mit zahlreichen diplomatischen Reisen knüpft L. durch spätere umfangreiche Korrespondenz ausgebaute Kontakte zu den namhaftesten Gelehrten seiner Zeit (Huygens, Colbert, Malebranche, Arnauld, Oldenburg, Bayle, Newton, Spinoza). Den Grundgehalt seines metaphysischen Denkens legt L. nach umfangreichen Vorarbeiten mit der Schrift "Système nouveau de la nature et de la communication des substances, aussi bien que de l'union qu'il y a entre l'âme et le corps" von 1695 vor, das dann ausgereift und präzise in seiner 1714 (titellos) entstandenen, postum im Jahre 1720 veröffentlichten und vom Jenaer Naturrechtler Heinrich Köhler mit dem Titel "Monadologie" versehenen Hauptschrift dargelegt wird, desgleichen in der ebenfalls 1714 verfaßten aber auch erst postum im Jahre 1718 veröffentlichten und oft mit der "Monadologie" verwechselten Abhandlung "Principes de la Nature et de la Grace, fondés en raison". 1710 veröffentlicht L. sein populärstes Werk, die "Theodizee" (Essaies de théodizées sur la bonté de Dieu, la liberté de l'homme et l'origine du mal), das wesentlich auf Gespräche mit der Tochter des Herzogs Ernst August und seiner Gemahlin Sophie, Sophie Charlotte, der späteren Königin von Preußen, am Hof der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg in Hannover zurückzuführen ist, wo L. ab 1676 nach dem Tode seiner Mainzer Gönner und Arbeitgeber Boineburg und des Kurfürsten als Hofrat und Bibliothekar zunächst unter Herzog Johann Friedrich, ab 1679 für seinen Bruder Ernst August und seit 1698 unter Georg Ludwig, dem späteren König Georg I. von England, tätig ist. In diesem bekannten Werk legt L. seine optimistische Sicht von der "prästabilierten Harmonie" und der "besten aller möglichen Welten" zur Rechtfertigung des guten, weisen und allmächtigen Gottes angesichts des vielgestaltigen Übels in der Welt (malum metaphysicum, physicum et morale) dar. In diese Zeit fallen seine Projekte zur Entwässerung der Harzbergwerke durch Windradpumpen sowie seit 1685 die umfangreichen und weitschweifigen historiographischen Recherchen für ein vom Hof in Hannover in Auftrag gegebenes, aber nicht beendetes Geschichtswerk über das Welfenhaus. Im Zuge dieser Recherchen unternimmt L. in den Jahren 1687-1690 ausgedehnte Reisen nach Süddeutschland, Wien, Neapel und Rom, wo er schließlich sogar das Amt eines Kustos der Vatikanischen Bibliothek, verbunden mit der Aussicht auf die Kardinalswürde, angetragen bekommt. Wegen der vorausgesetzten Konversion lehnt L. allerdings ab. Auch zum Zar Peter dem Großen unterhält L. wegen seiner Pläne zur Gründung einer russischen Akademie Kontakte. Nicht zuletzt aufgrund seiner Tätigkeiten und Beziehungen erhält der Hof in Hannover die Kurwürde. Doch stellten sich bald tiefere Zerwürfnisse mit dem Hof vor allem wegen der Nichtfertigstellung der "Welfengeschichte" und vieler eigenwillig und ohne offizielle Erlaubnis unternommener Reisen ein, die ihren Ausdruck auch darin fanden, daß bei L.s Begräbnis in Hannover kein Vertreter des inzwischen nach London verlegten Hofes anwesend war.

Werke: Christian Korthold, Viri illustris G. G. L. epistolae ad diversos, theologici, juridici, medici, philosophici, mathematici, historici et philologici argumenti, 1734-1742; Johann Daniel Gruber, Commercii Epistolici L., Ad omne Genus Eruditionis Comparati... Per Partes Publicandi Tomus Prodromus Qui Totus Est Boineburgica, Hann. et Gotting. 1745; Louis Dutens, L. Opera omnia nunc primum collecta, Genf 1768; Gottschalk Eduard Guhrauer, L.s deutsche Schriften, Berlin 1838-1840; J.E. Erdmann, Gottfried Wilhelm L., Opera philosophica, quae extant latina, gallica, germanica omnia, Berolina 1840 (Aalen 1959); Gustav Schilling, L. als Denker, Auswahl seiner kleinen Aufsätze, Leipzig 1846; Georg Heinrich Pertz, L.s gesammelte Werk, Hannover 1846 f. u. Berlin-Halle 1849-1863; Carl Immanuel Gerhardt, G. W. L., Mathematische Schriften, Berlin-Halle 1849-1863 (Hildesheim 1962); Alexandre Foucher de Careil, L. Lettres et opuscules inédita, Paris 1854; Ders., Nouvelles lettres es opuscules de L., Paris 1857; Ders., Godefroy Guilliaume L., Œuvres, Paris 1858-1875; Robert Habs, Kleine philos. Schriften von G. W. L., Leipzig 1883; Louis Couturat, Opuscules et fragments inédits de L., Paris 1903 (Hildesheim 1966); Arthur Buchenau/Ernst Cassirer, G. W. L., Philos. Werke, Leipzig 1903-1916 (19263); Hermann Schmalenbach, Gottfried Wilhelm L., Ausgewählte Schriften, Leipzig 1914 f.; Akademie-Ausgabe, Gottfried Wilhelm L. Sämtl. Schriften und Briefe, hrsg. v. der Deutschen Akademie der Wissenschaften Berlin, Darmstadt/Berlin 1923 ff. (1962 ff.), lfd.; Walther Janell, G. W. L., Kleinere philos. Schriften, Frankfurt/M. 1925; Gerhard Krüger, G. W. L., Die Hauptwerke, Leipzig 1933 (19493); Paul Schrecker, L. Lettres et fragments inédits, Paris 1934; Gaston Grua, Gottfried Wilhelm L. Textes inédits d'après les manuscrits de la Bibliothèque de Hannovre, Paris 1948; Wolf v. Engelhardt, Gottfried Wilhelm L., Schöpferische Vernunft, Schriften aus den Jahren 1668-1686, Marburg 1951; Vittorio Mathieu, Scritti politici e di diritto naturale di Gottfried Wilhelm L., Torino 1951; Geneviève Lewis, Lettres de L. à Arnauld, d'après un manuscrit inédit, Paris 1952; Hermann Glockner, G. W. L., Monadologie, Stuttgart 1954 (19823); André Robinet, G. W. L. "Principes de la Nature et de la Grâce" - "Principe de la Philosophie ou Monadologie", Paris 1954; Herbert Herring, Gottfried Wilhelm L., "Vernunftsprinzipien der Natur und der Gnade" - "Monadologie", Hamburg 1956 (Nachdr. 1969); Ders., Gottfried Wilhelm L., "Metaphysische Abhandlung", Hamburg 1958 (1975); Paul Schrecker, G. W. L. Opuscula Philosophica Selecta, Paris 1959; Tullio Ascarrelli/M.Giannotta, Testi per la storia del pensiero giuridico, Milano 1960; Joachim Christian Horn, G. W. L., Grundwahrheiten der Philosophie, "Monadologie", Frankfurt/M. 1962; Wolf v. Engelhardt/Hans Heinz Holz, L.s Philosoph. Schriften, Darmstadt 1959-1961; Herbert Herring, G. W. L., Fünf Schriften zur Logik und Metaphysik, Stuttgart 1966; Arthur Buchenau, G. W. L., Die Theodizee (Nachdr. der 2. Aufl. 1968), Hamburg 1977; Heinz Günter Nesselrath/Hermann Reinbothe, G. W. L., Novissima Sinica (Das Neueste von China), Köln 1979.

Lit.: Bibliographien, Handschriftenkataloge und Periodika: Eduard Bodemann, L.s Briefwechsel mit Herzog Anton-Ulrich v. Braunschweig-Wolfenbüttel, in: Z. d. hist. V. f. Nieders. 1888, 73-244; - Ders., Der Briefwechsel des Gottfried Wilhelm L. in der königlich-öffentlichen Bibliothek zu Hannover, Hannover 1889; - Ders., Die L.-Handschriften der königlich-öffentlichen Bibliothek zu Hannover, Hannover/Leipzig 1895; - Paul Ritter, Kritischer Katalog der L.-Handschriften (1646-1672), Berlin 1908; - A. Rivaud, Catalogue Critique des Manuscrits de L. (1672-1676), Poitiers 1914-1924; - Emile Ravier, Bibliographie des Œuvres de L., Paris 1937; - Paul Schrecker, Une Bibliograpie de L., in: Rev. phil. de la France et de l'étranger 63/1938; - Joseph Ehrenfried Hofmann, Bibliographie critique, in: Archives internationales d'histoire des sciences 56.57/1962; - Kurt Müller, L.-Bibliographie, Frankfurt/M. 1966; - Ders./Gisela Krönert, Leben und Werk von G. W. L., Frankfurt/M. 1969, 291-307; - Studia Leibnitiana (mit Supplementen und Sonderheften), Wiesbaden 1969 ff. - 3. Sekundärlit.: Kuno Fischer, G. W. L., Leben, Werk und Lehre, 1855 (19205); - Louis Couturat, La logique de L. d'après des documents inédits, 1901 (Nachdr. 1969); - Ernst Cassirer, Leibniz' System in seinen wissenschaftl. Grundlagen, 1902 (Nachdr. 1962); - Dietrich Mahnke, L.ens Synthese von Universalmathematik und Individualmetaphysik, 1925 (Nahdr. 1964); - M. Gueroult, L., Dynamique et metaphysique, 1934 (19672); - Heinrich Rohpohl, Das Eine und die Welt, Versuch zur Interpretation der L.schen Metaphysik, 1936; - E. Hochstetter (Hrsg.); L. zu seinem 300. Geburtstag, 1946-1952; - I. Pape, L., Zugang und Deutung aus dem Wahrheitsproblem, 1949; - K. Huber, L., 1951; - Kurt Hildebrandt, L. und das Reich der Gnade, 1953; - R. Kauppi, Über die L.sche Logik, 1960; - F. Lion, L. als Philosoph der Zukunft, 1960; - G. Martin, L., Logik und Metaphysik, 1960 (19672); - A. Wildermuth, Wahrheit und Schöpfung. Ein Grundriß der Metaphysik des G. W. L., 1960; - H. M. Wolff, L., Allbeseelung und Skepsis, 1961; - A. Robinet, L. et la racine de l'existence, 1962; - H. Rombach, Die Bedeutung von Descartes und L. für die Metaphysik der Ggw., in: PhJb 70/1962, 67-97; - Wolfgang Janke, L. Die Emendation der Metaphysik, 1963; - A. Gurwitsch, An apparent Paradox in the L.ian System, in: Iyyn. A. Hebrew phil-Quart. 14/1964, 145-156; - Martin Heidegger, Aus der letzten Marburger Vorlesung. Zeit und Geschichte, Dankesgabe an Rudolf Bultmann zum 80. Geburtstag, hrsg. v. Erich Dunkler, 1964, 491-507; - A. T. Tymieniecka, L.' cosmological Synthesis, 1964; - A. Vloemans, L., 1964; - E. Cione, L., 1965; - L. E. Loemker, L. in our time, in: Phil. Rundschau 13/1965, 81-111; - W. Weier, Zur Spannung zwischen Immanentismus und Transzendentismus in der Philosophie von L., in: WuW 28/1965, 201-219; - G. H. R. Parkinson, Logic and Reality in L.'s Metaphysics, 1965; - W. Totok/C. 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Rescher, L. an Introduction to his Philosophy, 1979; - A. Heisekamp/F. Schupp (Hrsg.); L.' Logik und Metaphysik, 1982; - Konrad Moll, Der junge L., Bd. 1 u. 2, 1978 u. 1982; - Stuart Brown, L., 1984; - Monika Osterheld-Koepke, Der Ursprung der Mathematik aus der Monadologie, 1984; - G. Mac Donald Ross, L., 1984; - E. J. Aiton, L., A Biography, 1985; - Egmont Colerus, L., Leben und Werk eines Universalgenies, 1986; - Wolfgang Freising, Metaphysik und Vernunft, Das Weltbild von L. und Wolff, 1986; - Olga Pombo, L. and the Problem of a Universal Language, 1987. - 4. Nachschlagewerke: Ludwig Noack, Philosophiegesch. Lexikon, 1879 (Nachdr. 1968), 538-547; - Rudolf Eucken, Art. "L.", in: Realenc. f. prot. Theol. u. Kirche XI, 1896-1913 (Nachdr. 1971), 353-360; - Rudolf Eisler, Philosophen-Lex., 1912 (Nachdr. 1977), 392-403; - W. Philipp, Art. "L.", in: EKL II, 1958, 1064-1067; - Emanuel Hirsch, Gesch. d. neuern ev. Theol. II, 1960, 7-48; - H. Schepers, Art. "L.", in: RGG 3IV, 1960, 291-294; - J. Fischl, Art. "L.", in: LThK VI, 1961, 912-914; - L. J. Russell, Art. "L.", in: The Encyclop. of Phil. III/IV, hrsg. v. Paul Edwards, 1967 (Nachdr. 1972), 423-434; - Ulrich Neuenschwander, Gott im neuzeitl. Denken I, 1977, 123-140; - Werner Schneiders, Art. "G. W. L.", in: Grundprobleme der großen Philosophen, Phil. d. Neuzeit I, hrsg. v. Josef Spüeck, 1979, 139-175; - Hans Poser, Art. "G. W. L.", in: Klassiker der Phil. I, hrsg. v. Ottfried Höffe, 1981; - Anna Simoniovits, Art. "L.", in: Philosophen-Lex., hrsg. v. Erhard Lange/Dietrich Alexander, 1982, 536-542.

Hartmut Rosenau

Werkeergänzung:

La controverse entre Stahl et L. sur la vie, l'organisme et le mixte. Texte introd., trad. et annoté par Sarah Carvallo. Paris 2004; Essais scientifiques et philosophiques. Les articles publiés dans les Journaux savants. Recueillis par Antonio Lamarra et Roberto Palaia. [Nachdr.-Ausg.]. 3 Bde. Hildesheim 2005; Oeuvres philos. latines et fracoises. Nachdr. d. Ausg. Amsterdam u. Leipzig 1765. Hannover 2006; - Der Briefwechsel mit d. Jesuiten in China (1689-1714). Franz./Lat.-Dt. Hrsg. u. mit e. Einl. vers. von Rita Widmaier. Übers. von Malte-Ludolf Babin. Hamburg 2006.

Literaturergänzung:

Lourdes Rensoli Laliga, El problema antropológico en la concepción filosófica de Gottfried Wilhelm Leibniz. Valencia 2002 (=Colleción Leibnizius politechnicus; 4); - Leibniz and his correspondents. Ed. by Paul Lodge. Cambridge 2004; Leibniz. Ed.: Faculté des Lettres, Besancon. Paris 2002; - Timothy Crockett, L. on shape and the cartesian conception of body, in: A companion to Rationalism. Ed. by Alan Nelson. Oxford [u.a.] 2005, S. 262-281;- Alan Nelson, L. on modality, cognition, and expression, in: ebd., S. 282-301;- Dennis L. Sepper, Spinoza, L., and the rationalist reconceptions of imagination, in: ebd., S. 322-342; - Rodney Taylor, Studies on Leibniz in German thought and literature 1787-1835. Berlin 2005 (=Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur; 158); - Vertrauen in die Ratio. Beitr. aus d. Berliner Arbeitsgesprächen. Hrsg. von Ursula Goldenbaum/Wenchao Li. Stuttgart 2005 (=Studia Leibnitiana; 36,1); - Jean-Claude Dumoncel, La tradition de la mathesis universalis. Platon, Leibniz, Russell. Paris 2002; - Christiane Frémont, Singularités. Individus et relations dans le système de L. Paris 2003; - Sandro Ciurlia, Unitas in varietate. Ragione nominalistica e ragione ermeneutica in L. Galatina (Le) 2004 (=Testi e saggi / Università degli Studi di Lecce, Facoltà di Lettere e Folosofia, Dipartimento di Filologia Classica e di Scienze Filosofiche; 33); - Torsten M. Breden, L.s Augustinusrezeption in d. "Theodicée", in: D. Patristik in d. Frühen Neuzeit. D. Relektüre d. Kirchenväter in d. Wiss. d. 15. bis 18. Jhs. Hrsg. von Günter Frank ... Stuttgart-Bad Cannstatt 2006 (=Melanchthon-Schriften der Stadt Bretten; 10), S. 231-251; - Kurt Appel, Kants Theodizeekritik. E. Auseinandersetz. mit d. Theodizeekonzeptionen von Leibnis u. Kant. Frankfurt a.M. 2003; - Hans Poser, G.W.L. zur Einführung. Hamburg 2005; - Andreas Blank, L. Metaphilosophy and metaphysics. 1666-1686. Munich 2005; - Thomas Fuchs, D. Nachlaß von G.W.L. in Hannover, in: Aus dem Antiquariat 2006, S. 97-102; - Linguaggio, mente, conoscenza: intorno a L. A cura di Stefano Gensini. Roma 2005; - Roberto Celada Ballanti, Erudizione e teodicea. Saggio sulla concezione della storia di G.W.L. Napoli 2004; - Rita Widmaier, L. u.d. Einfluß d. Jesuitenliteratur im Licht seiner Chinapläne, in: Mission u. Theater. Hg. von Adrian Hsia u. Ruprecht Wimmer. Regensburg 2005, S. 241-257; - Gianfranco Mormino, Determinismo e utilitarismo nella teodicea di L. Milano 2005; Dirk Evers, Gott u. mögl. Welten. Studien zur Logik theol. Aussagen über d. Mögliche. Tübingen 2006; - Arnaud Pelletier, Substance, individu, monade: les transformations de la métaphysique l.ienne selon Michel Fichant, in: RPhL 104.2006, S. 361-369; - Manfred Kugelstadt, Einige Überl. zu L.' Gottesbegriff. Die ursprüngl. Monade zwischen natürl. u. Offenbarungsreligion, in: Wozu Offenbarung? Bernd Dörflinger, Gerhard Krieger u. Manfred Scheuer (Hgg.). Paderborn 2006, S. 117-140; - Michael Albrecht, Wahrheitsbegriffe von Descartes bis Kant, in: D. Geschichte d. philos. Begriffs d. Wahrheit. Hrsg. von Markus Enders u. Jan Szaif. Berlin 2006, S. 231-250; - James Luchte, Mathesis and analysis: finitude and the infinite in the Monadology of L., in: HeyJ 47.2006, S. 519-532; - Edward J. Khamara, Space, time, and theology in the Leibniz-Newton controversy. Frankfurt 2006; - Velimir Abramovic, The problem of continuity in the natural philosophy of Leibniz and Boscovich. Belgrade 2004; - - Josef Bordat, "L. und die Einheit der christlichen Kirche", in: Einheit in der Vielheit. Vorträge des VIII. Intern. L.-Kongr. (Bd. 1), hrsg. v. Herbert Breger/Jürgen Herbst/Sven Erdner, Hannover 2006, 68-75; - Jill Graper Hernandez, Divine omniscience and human evil. Interpreting L. without middle knowledge, in: PhTh 17.2005, S. 107-120;- Vincenzo De Risi, Geometry and monadology. L's analysis situs and philosophy of space. Basel 2007; - Karin Hartbecke, "Heliosophopolis", L.' Briefgespräche mit Frauen. Hameln 2007.

Letzte Änderung: 30.06.2007