DDR-im-Web.de

Rotationsbanner 468x60

  mbn-digital.de Damals-wars DDR-im-Web MBN-Augenzeuge Gästebuch

 

DDR Schlagzeilen

 

DDR-im-Web.de/ Headlines

Schauspieler Roman Knizka: Wir werden die Früchte der Einheit erst noch ernten

Artikel empfehlen Druckversion Artikel kommentieren
erstellt am: 30.09.2005 14:50:17
 

Der Schauspieler Roman Knizka (35) blickt voller Optimismus auf das vereinte Deutschland. Zum 15. Jahrstag der Deutschen Einheit an diesem Montag sagte er im Interview der Stuttgarter Nachrichten (Wochenende): »Dass das vereinte Deutschland enorm viel kosten würde, war klar. Aber die Früchte dessen werden wir erst noch ernten - mehr und mehr.« Knizka, einer der renommiertesten Darsteller des neuen deutschen Films, war vor dem Mauerfall, im Sommer 1989, aus der DDR in die Bundesrepublik geflüchtet. Er stand in mehreren Tatort-Produktionen vor der Kamera, wurde für »Vergiss Amerika« ausgezeichnet und spielte Hauptrollen in dem Drama »Ich liebe das Leben« und dem Oscar-nominierten Film »Zwilling«.

»Die Schwarz-Malerei nimmt zu«, kritisierte der 35-Jährige: »In der Politik hören wir dauernd, dass Deutschland schlechter geworden sei. Das stimmt so allgemein nicht. Es gibt andere Nationen, die in vielem aufgeholt haben, nachdem wir viele Jahre vorne lagen. Wir können diesen Abstand nicht immer halten oder ausbauen, das geht nicht. Das müssen wir lernen, so bleibt es friedlich«, so Knizka. Vor allem Bayern und Baden-Württemberger wollten den Abstand zu anderen Ländern, die aufschlössen, immer noch aufrechterhalten. »Das macht viele mürbe, verschlossen und sogar ablehnend gegenüber anderen.« Dennoch empfinde er bis heute Dankbarkeit darüber, wie er nach seiner Flucht aus der DDR im Sommer 1989 in Baden-Württemberg aufgenommen worden sei. Jene Ostdeutschen, die im vereinten Deutschland angekommen seien, seien heute zuweilen fitter als Westdeutsche, weil sie seit 1990 enorme Sprünge hätten machen müssen, so Knizka: »Der erfolgreiche Ostdeutsche prahlt nicht mit seiner Herkunft.« Auch seien die Begriffe Ossi und Wessi keine Schimpfwörter mehr: »Die Begriffe haben doch schon wieder Charme.«

Die Äußerung des bayrischen Ministerpräsidenten Edwin Stoiber über frustrierte Ostdeutsche kommentierte Knizka: »Stoibers Äußerungen waren unüberlegt, wenn nicht gar dumm und gehässig, weil er den Menschen die Neugier aufeinander nimmt.« Dagegen könne durch die Tatsache, dass im neuen Bundestag eine erstarkte Linkspartei säße, »bestenfalls ein neuer Runder Tisch entsteht, an dem alle Demokraten die richtige Richtung finden«.

Autor:  MB
letztes Update:  10.10.2005 23:37:26
Zugriffe:  1316
Trackback:  http://www.ddr-im-web.de/trackback.asp?id=136

 

Die Top5 dieser Rubrik:

Kommentare:

Hier könnte Ihr Kommentar stehen!  
Schreiben Sie hier Ihre Meinung zu diesem Artikel.
 

 

 

 

 

TV-Guide

Die DDR lebt!
Jedenfalls ist sie im Fernsehen dieser Tage immer noch präsent. In unserem TV-Guide finden Sie alle Sendungen zum Thema DDR und Ostblock...

 

 

Anzeige

 

Kleinanzeigenportal dhd24.com - der heisse draht

 

DDR-im-Web.de

© mbn-digital.de 1999 - 2007 · Impressum · Kontakt