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27/12/2006 11.59.47



Österreich: Sternsinger wieder unterwegs






In den Tagen nach Weihnachten ziehen sie wieder los: die Sternsinger! Kinder laufen – phantasievoll als die Weisen aus dem Morgenland verkleidet – von Haus zu Haus und sammeln für Missionsprojekte der Kirche. Vor allem in deutschsprachigen Ländern ist diese Tradition bekannt. Allein in Österreich sind 90.000 Buben und Mädchen unterwegs für den guten Zweck. Bei der Vorstellung der diesjährigen Aktion in Wien forderte der Geschäftsführer der Dreikönigsaktion Erwin Eder von der Regierung, mehr für die Entwicklungshilfe zu tun:

„Es gibt ja seit mittlerweile 36 Jahren das Versprechen, die öffentliche Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens anzuheben. Davon sind wir noch weit davon entfernt. Dieses versprechen ist in den letzten Monaten erneuert worden, dass man das bis 2015 erreichen möchte. Wir fordern, damit endlich einmal ernst zu machen und einen Stufenplan zu verankern, wie wir dieses Ziel erreichen werden.“

200 Millionen Euro sollten pro Jahr zusätzlich für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt werden: Frisches Geld für die Armutsbekämpfung, so Erwin Eder. Die Dreikönigsaktion leiste dabei einen wichtigen Beitrag:

„Wir versuchen, basiskirchliche Strukturen in den Ländern zu unterstützen, die in vielen Ländern eine sehr wertvolle Aufgabe neben der Verkündigung leisten für die soziale Absicherung der Menschen und für die Friedensarbeit. Wir haben aber auch viele Projekte in anderen Bereichen begonnen, die zukunftsweisend sind, zum Beispiel in der Menschenrechtsarbeit und im Umweltschutz; wir sind aber auch ganz stark in Bildungsprojekten engagiert.“

Zu den Hilfsprojekten, die von der "Dreikönigsaktion" unterstützt werden, zählen u.a. solche für Straßenkinder in Nairobi. In der Hauptstadt Kenias leben fast 60 Prozent der vier Millionen Einwohner in Slums. 60.000 Kinder leben überhaupt auf der Straße, ohne elterlichen Schutz, ohne regelmäßige Verpflegung, ohne medizinische Betreuung und ohne Ausbildung.

Den Kindern macht es jedenfalls Spaß, meint Eder:
 
„Man muss sich vorstellen, die Sternsingeraktion ist die größte Hilfsaktion für Menschen im Süden, die in Österreich durchgeführt wird. Und diese Aktion ist getragen von Kindern, die sich dafür einsetzen, dass die Welt friedlicher, gerechter wird und nicht mehr so viele Menschen in Armut leben müssen.“

Die "Dreikönigsaktion" in Österreich hat 2005 rund 16,2 Millionen Euro für mehr als 500 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika aufgewendet. 12,3 Millionen Euro davon stammten aus Eigenmitteln, 3,9 Millionen aus öffentlichen Mitteln. Im Januar 2006 haben die " Sternsinger" rund 12,8 Millionen Euro ersungen. Insgesamt haben die "Heiligen Drei Könige" seit der Gründung der Sternsingeraktion 1955 240 Millionen Euro gesammelt. Eder:
"Eine unvorstellbare Summe, hinter der das Engagement von Kindern steht, die dafür sorgen, dass wir den Hoffnungs-Stern für eine gerechte und friedlichere Welt nicht aus den Augen verlieren".
(radio stephansdom 271206 mc)


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