Das Rätsel der roten Orchidee

BRD 1961/62
 
   
 
Arbeitstitel

Gangster in London


Ausländische Verleihtitel

Das Rätsel der goldenen Orchidee (DDR) / Gangsters en Londres (E) / L'enigma dell'orchidea rossa (I) / The Secret of the Red Orchid (USA) / The Puzzle of the Red Orchid (USA)


Produktionsstab

Regie: Helmuth Ashley
Regie-Assistenz: Eva Ebner
Script: Liselotte Christ
Buch: Trygve Larsen (= Egon Eis)
unter Mitarbeit von Piet ter Ulen (= Gerhard F. Hummel)
nach dem Roman "When The Gangs Came To London" von Edgar Wallace
Kamera: Franz X. Lederle
Kamera-Assistenz: Wolfgang Treu, Ernst Zahrt und Victor Martinez
Schnitt: Herbert Taschner
Schnitt-Assistenz: Susanne Paschen und Heike Trausuhn
Ton: Werner Schlagge
Ton-Assistenz: Bernhard Ebler
Oberbeleuchter: Werner Krohn
Bauten: Mathias Matthies und Ellen Schmidt
Requistiten: Wilhelm Schaumann und Otto Fechtner
Kostüme: Ingrid Winter
Garderobe: Ellen Heuer und Günter Paetau
Maske: Walter und Gerda Wegener
Musik: Peter Thomas
Standfotos: Lilo Winterstein
Presse: Hans-Joachim Wehling

Rollen und ihre Darsteller

Captain Allermann... Christopher Lee
Inspektor Weston... Adrian Hoven
Lilian Ranger... Marisa Mell
Edwin Tanner... Pinkas Braun
Cora Minelli... Christiane Nielsen
Kerkie Minelli... Eric Pohlmann
"Der schöne Steve"... Klaus Kinski
Butler Parker... Eddi Arent
Tanner... Fritz Rasp
Chefinspektor Tetley... Wolfgang Büttner
Oberst Droost... Herbert A. E. Böhme
Mr. Shelby... Günther Jerschke
Mrs. Moore... Sigrid von Richthofen
Lord Arlington... Hans Paetsch
Babyface... Edgar Wenzel
Sir John... Hans Zesch-Ballot
Gangster am Spielautomat... Friedrich Georg Beckhaus
Briefträger... Horst Breitkreuz
Bankier Dorris... Kurt A. Jung
Mann auf dem Dach... Helmuth Ashley
... Florent Antony
... Benno Gellenbeck
... Lutz Schwiers
... H. M. Crayton
... Peter Frank
... Wilhelm Fricke
... Joachim Rolfs
... Frank Strass
... V. Dombrowski
... Charles Palent
... Bert Segatz

Produktionsdaten

Produktion: Rialto Film Preben Philipsen Filmproduktion und Filmvertrieb GmbH, Hamburg
Produzent: Preben Philipsen und Horst Wendlandt
Gesamtleitung: Horst Wendlandt
Produktionsleitung: Fritz Klotzsch
Aufnahmeleitung: Peter Petersen, Lothar Mäder und Hannes Staiger
Geschäftsführung: Erich Schütze
Produktionssekretärin: Editha Busch
Kassiererin: Iris Minor
Erst-Verleih: Constantin-Filmverleih GmbH, München
Erst-Weltvertrieb: Export Film Bischoff & Co.
Atelier: Real-Film Sudio, Hamburg-Wandsbek
Außenaufnahmen: London und Hamburg
Drehzeit: 12.12.1961 bis 15.01.1962
Format: 35 mm, s/w, 1:1,66
Tonsystem: Klangfilm-Eurocord-Magnetocord
Kopie: Geyer
Länge: 2302 Meter (Originalfassung)
2295 Meter (FSK-Fassung)
Laufzeit bei Kinoprojektion
(24 Bilder/Sekunde):
84'08'' (Originalfassung)
83'53'' (FSK-Fassung)
Laufzeit bei Fernsehprojektion
(25 Bilder/Sekunde):
80'46'' (Originalfassung)
80'32'' (FSK-Fassung)
FSK: 23./27.02.1962 (Nr. 27412): ab 12 nff
Uraufführung: 01.03.1962, Massenstart
TV-Erstausstrahlung: 11.04.1974, DDR 1
08.06.1981, ZDF

Inhalt

Zwei internationale Gangsterbanden terrorisieren London. Einige Millionäre erhielten bereits Erpresserschreiben mit der Aufforderung, mehrere tausend Pfund zu ihrem eigenen Schutz zu bezahlen. Wer dem nicht nachkommt oder die Polizei verständigt, wird sterben. Als die attraktive Lilian Ranger, die bei dem wohlhabenden Mr. Tanner als Sekretärin tätig ist, erfährt, dass ihr Chef erpresst wird, bricht sie das Schweigen und verständigt Inspektor Weston von Scotland Yard. Dadurch gerät sie zwischen die Fronten beider Banden...
(Jan-Eric Loebe)


Besprechungen

Mitten im kommerziellen und künstlerischen Aufwind der Wallace-Filme erlebte das Publikum durch diesen Streifen wohl eine herbe Enttäuschung. Schon inhaltlich mag die Handlung nicht so recht in das Schema der Serie passen. Der Plot um die zwei rivalisierenden Gangsterbanden hätte wohl mehr in die drei Jahre später entstandene Jerry-Cotton-Reihe gepasst. Formal kann dieser Film leider ebenso wenig als gelungener Krimi betrachtet werden. Selbst wenn man die Tatsache, dass der Haupttäter bereits bei seinem ersten Auftritt an der Stimme zu identifizieren ist, außen vor lässt. Regisseur Helmuth Ashley kann man angesichts einer unreifen Geschichte ohne erkennbaren Spannungsbogen keinen weiteren Vorwurf machen; auch nicht der an sich attraktiven Besetzung - vom farblosen Sternchen Marisa Mell einmal abgesehen. Unfähig erwies sich hier der sonst sehr präzise arbeitende Autor Egon Eis. Das einzig gute an diesem schlechtesten Schwarzweiß-Wallace ist der Titelvorspann und die Filmmusik von Peter Thomas.
(Jan-Eric Loebe)


Kürzungen

BRD-Kinofassung / Kaufvideo:

1. Bei der Ermordung von Babyface (Edgar Wenzel) fehlt folgendes:
     Großaufnahme des Halses mit dem ansetzenden Rasiermesser und der Schrei von Babyface.
 
2. Bei der Ermordung Minellis (Eric Pohlmann) fehlt folgendes:
     Nahaufnahme, wenn der Mörder (Klaus Kinski) mit dem am Spazierstock steckenden Messer zustößt.

BRD-TV / DDR-TV:

1. wie oben
 
2. wie oben
 
3. Schwarzfilm mit Schlussmusik fehlt (ca. 1'30'')
 
Das Bildseitenverhältnis von 1:1.66 wird bislang in keiner Ausstrahlung und auf der Kaufkassette korrekt wiedergegeben. Es beträgt stattdessen ca. 1:1.45.

(Christoph Nestel)  

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