Eine Veranstaltung, die sich langsam, aber sicher in der Geländewagenszene etabliert, ist die „Wildsau-Trophy“, ausgerichtet von den Geländewagenfreunden Obere Vils, ausgetragen in der Sandgrube „Laubhof“ zwischen Amberg und Hahnbach.
Am 11.11. war es wieder mal soweit; wir fuhren im Konvoi, bestehend aus Sigi und mir mit dem L200, Stephan und Rosi, die dieses Mal gleich mit ihren zwei 4Wheelern anrollten, dem Hilux und dem Korando, Harry und Gerhard mit dem Opel Campo, Norbert mit seinem Vitara, Ingo mit seinem Frontera und Stefan K. mit seinem Patrol. Als wir in der Grube eintrafen, suchten wir erst mal einen geeigneten Parkplatz. Stefan und Jeannette mußten zwangsläufig mit dem Passat erscheinen, da der Wrangler im verdienten Winterschlaf ist. Til erschien mit seinem Smart, da für den offenen Patrol war wohl doch nicht das geeignete Wetter war, man wird ja nicht jünger! Zumindest ziert ein Rammbügel den Smart und erinnert so ein wenig an einen 4Wheeler.
Wir kamen gerade noch rechtzeitig, denn gleich nach unserem Eintreffen fiel der Startschuß für die Trophy. K. Heuberger und seine Mannen hatten wieder für eine abwechslungsreiche und ultraharte Strecke gesorgt, so daß Action garantiert war! 18 Autos kämpften dieses Jahr um den Sieg, jeder Offroader mußte die abgesteckte Strecke in beide Richtungen durchfahren, und das mehrere Male.
Am langen Steilhang war Power gefragt, nicht jeder schaffte das ohne Seilwinde. Am kurzen Steilhang sah die Sache schon anders aus, hier kam keiner ohne Einsatz der Winde hoch! Von der Seite betrachtet sah der Steilhang fast senkrecht aus! Zentimeter für Zentimeter wurden die 4Wheeler, bestehend aus Jeep CJ, Wrangler, Suzuki´s, Toyotas und Landrovern den Hang hinaufgewincht. Dabei waren einige interessante Autos, wie ein Defender V8, ein Toyota FJ mit Traktorreifen und Portalachsen. Außerdem die LilaQ (Toyota) von Henrik Strasser und ein Vitara mit einem Audi V8!
Der Schreck saß tief, als beim gelben CJ von Andreas Stammel das Windenseil riß und er sich überschlug! Das Auto blieb auf dem Dach liegen, der vordere Ü-Bügel hatte den Aufschlag nicht heil überstanden und drückte den Scheibenrahmen ein. Dank Joe, dem allseits gegenwärtigen Sanitäter mit seinem Cherokee, war erste Hilfe schnell zur Stelle. Banges Warten der Teamkollegen und der Zuschauer... Ein Krankenwagen nahm den Fahrer mit ins Krankenhaus. Wie wir mittlerweile erfahren haben, geht es ihm ganz gut, es sah wohl schlimmer aus, als es ist! So ein Zwischenfall führt einem mal wieder die Wichtigkeit eines stabilen Überrollbügels, Helm und Gurt bei Wettkampffahrzeugen vor Augen.
Der Steilhang wurde daraufhin geschlossen, die Teilnehmer mußten den Hang umfahren. Aber auch sonst waren genügend Hindernisse eingebaut, die auch einen Profi mit einem Wettbewerbsfahrzeug vor ernsthafte Probleme stellte! Überall hörte man das Brüllen der V8-Motoren, das Knacken von Baumstämmen und die Kommandos der Beifahrer. Natürlich waren auch wieder einige Ausfälle zu verzeichnen, aber manchmal ist es halt auch für ein extrem hergerichtetes Wettbewerbsfahrzeug zu heftig...
Das Team Strasser/Reindl erreichten schließlich zusammen mit Kastenmeier/Frahn nach 3 h 02 min die Ziellinie.
Da es mittlerweile immer stärker zu regnen begann, machten wir uns langsam auf den Heimweg.
Da ja dieses Jahr keine Wolpertinger – Trophy in Tschechien stattfand, kamen wir mit der Wildsau-Trophy doch noch in den Genuß einer Veranstaltung, die wohl neben der Steinbeisser-Trophy, der Offroadparty bei Franz M. oder den Lila Tagen zu den härtesten Offroad-Veranstaltungen in Deutschland zählt. Die Organisation war wieder perfekt, die Leute der Geländewagenfreunde Obere Vils verstehen es, Teilnehmern und Zuschauern die Grenzen des Machbaren aufzuzeigen! J.K.

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Weihnachtsfeier 2006
Pickup-Forum-Treffen vom 04.-06. August 2006