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27.12.2007    10:19 Uhr Drucken  |  Versenden  |  Kontakt
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Permafrost

Und dann war der Gipfel weg

In den Alpen taut der Permafrost, der Kitt der Berge - doch nur wenige sehen, dass sich im Untergrund vieles bewegt.
Von Michael Frank

Der Permafrost taut
vergrößern Der Berg "fließt": Eine riesige Staubwolke zog durch das Hochpustertal, als im Oktober 60.000 Kubikmeter Geröll vom Gipfel des Einser abbrachen.
Foto: dpa
 

Das Glück des Tüchtigen kann manchmal doch zu viel werden. Da sind die Landesgeologen von Tirol zum Bliggferner im Kaunertal aufgestiegen, um sich Verschiebungen in Gelände und Fels anzusehen, die dort seit Monaten Berg und Gletscher völlig neu modellieren. Man hat auch ein Fernsehteam mitgenommen, dem unerwartet dramatische Bilder in die Linse springen: Plötzlich bedrohliches Rumpeln, der Untergrund bewegt sich, Geröll und dicke Brocken purzeln und springen - auch die Geologen, die eilig Reißaus nehmen. Alles ist glimpflich abgegangen.

Das war einer der seltenen Fälle, bei dem Fachleute aus nächster Nähe eine der dramatischsten Umwälzungen in den Bergen beobachten konnten: In den Höhenlagen der Alpen taut im Gebirge der Permafrost auf, jener kältestarre Kern, der Gestein, Fels und Schutt wie Kitt zusammenhält. Die Alpen beginnen zu zerbröseln.

Unheimliche Beharrlichkeit

Das kann sich leise, aber mit dennoch unaufhaltsamer Wucht abspielen wie am Bliggferner. Hier sind mehr als vier Millionen Kubikmeter Gestein und Eis in Bewegung, sagt Gunther Heißel, Chef der Tiroler Landesgeologie, der auf dem Gletscher selbst dabei war. Die riesige Felsmasse "fließt" gleichsam zu Tal, 20 Zentimeter pro Tag, was nicht sehr spektakulär klingt, aber den Gletscher aufreißt, ihn mit tückischen Bruchlinien durchzieht, Gräben auftut, das Gestein zermahlt, alles aus dem Halt bringt. Mit unheimlicher Beharrlichkeit geht das Bersten, Schieben und Drücken die Nordflanke der Bliggspitze hinab, von der Ferne sieht man das als braune Bahn im Weiß von Schnee und Gletscher. Keiner weiß, wo das enden wird, wenn die Erde nicht zum Stehen kommt.


Denn nur zwei Kilometer westlich davon liegt der Gepatsch-Stausee, einer der vielen Hochgebirgsspeicher, die man als Energiereservoir und Wasserrückhalteanlagen über die Alpenregion verstreut hat. Gunther Heißel sagt, dass nach menschlichem Ermessen nicht wirklich Gefahr droht. Aber der "SuperGAU" wäre, dass sich Fels und Eis vom Bligg in den See ergießen. Der würde übergehen, vielleicht würde auch der Wehrdamm bersten, mit einer Sturzflut und kaum auszudenkenden Zerstörungen als Folge. Vor Jahrzehnten hat es ein solches Unglück in den italienischen Alpen gegeben. In Tirol aber werden gerade einige Hochspeicher für neue Kraftwerke konzipiert, eines davon im oberen Rofental, einem Seitenast des Ötztales. Hier aber ist jetzt schon Gelände in Bewegung, unter dem dereinst der Stausee liegen soll. Hier, so glauben Kraftwerksgegner, werde die Katastrophe geradezu vorausgeplant, wenn einmal ganze Bergflanken in das volle Staubecken stürzen könnten.

Bizarre Gestalt


Keine Panik, sagen die Geologen. Doch Vorzeichen für eine so unausweichliche wie dramatische Entwicklung für die Bergregionen gibt es genug: So tat sich vor gut einem Jahr ein gewaltiger Spalt an der Ostwand des berühmten Eiger auf, donnerten monatelang regelmäßig gewaltige Brocken und Steinlawinen zu Tal. Von Grindelwald aus pilgerten Touristen in Scharen zu diesem Schauspiel, ohne dessen Tragweite zu begreifen. Im Sommer brach ein ganzer Grat des Matterhorns ab, des wohl berühmtesten Berges der Alpen. Als erregendstes Szenarium ist der jüngste Vorfall in Erinnerung: Hinter Sexten in Südtirols oberem Pustertal krachte erst im Oktober eine ganze Zinne des Einserkofel ins darunterliegende Fischleintal. Amateurfilmer konnten den ungeheuren Schlag aufnehmen, bis auch ihnen weißer Staub die Sicht nahm, der danach tagelang die ganze Region vernebelte und alles zentimeterdick "zuschneite".


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Kommentare


28.12.2007 08:59:36

CA-KE-KOE: Fortsetzung "Schöpfungsordnung durcheinandergewirbelt"



. . . . . Dieses äussere und innere Energiefeld ist massiv durcheinandergewirbelt, verändert. Daher bröckelt, stürmt, überschüttet, schmilzt, überhitzt es an immer mehr Stellen dieses Globus.

Der Mensch selbst – als Auslöser – befindet sich in einem schrecklichen inneren Zustand. Das zeigt sich nicht nur an seinem äusseren und in der Art wie er sich bewegt, wie er spricht, sondern wie verlogen, wie wahrnehmungsbeschränkt er ist. Das ist eben bei solcher Suiziderkrankung typisch: die Wahrnehmungsbefähigung ist auf Teilgebiete eingeschränkt. Da ein solcher Suiziderkrankter das ganze Umfeld und sich selbst eingeschlossen nicht zu sehen vermag, bemerkt er nicht, wie sehr er sich verrennt und verrannt hat.

Typisch für diese Zeit ist auch, dass diejenigen Personen, die diese Zustände sehr früh erkannt und öffentlich bemängelt hatten, als Gegner dieses Systems gelten, ein großer Teil dieser Kämpfer existenzvernichtet wurde. In einem Sado-Masochismussystem ist das nicht anders zu erwarten. Darin gelten konstrukte Kräfte als Zerstörer.

Eine Bestandsaufnahme.


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28.12.2007 08:58:29

CA-KE-KOE: Da die ä`s und ö`s und ü`s hier häufig klein veröffentlicht und sich außerdem im vorherigen Beitrag ein paar Fehler eingeschlichen hatten, nun ein nochmaliger Versuch:

Schöpfungsordnung durcheinandergewirbelt

Eine Gesellschaft dieser Art wird es in der Weltgeschichte vielleicht noch nie gegeben haben, die deutlichste Anzeichen der Vernichtung ihrer eigenen Lebensgrundlagen durch sich selbst so lange Zeit über leugnete.

Die Sache ist gelaufen: die Apokalypse kann und wird sich beschleunigen. Der moralische, innerliche Verfall der Industriegesellschaft korreliert mit den äusseren Schäden, eben auch dort, wo das ökosystem sehr sensibel: die Alpen.

Warum wird das ohne Aufschrei hingenommen, wieso lässt dieser Mensch alles (fast alles) laufen? Ist er hochgradig selbstgefährdend? Dann gehört er therapiert.
Aber wie nur lässt sich dieses bei dieser Menge von Leuten bewerkstelligen? Was ist schief gelaufen? Welche innere Software im Menschen des Industriezeitalters hat versagt?

Darauf gibt es Antworten, die zu wenig veröffentlicht werden. Das Oberhaupt der Kath. Kirche hat sie am 24.12. in der Christnacht umrissen. Unklar ist, warum jetzt erst so massiv gewarnt wird, wo doch alles schon so offensichtlich und wo doch die Warnungen zu spät kommen. Man könnte und kann allerdings durchaus zurecht sagen, dass unter einer Gefolgschaft des Vatikans die Menschheit nicht blindwütig in ein desaströses, mit jeder Menge suizidbeladenes Industriezeitalter gerast wäre.
Und Al Gore ist ebenso ein eher ein Zuspätgekommener.

Die verhängnisvollen Weichenstellungen hatte denn schon längst die Wissenschaft der Physik unter dem Druck von Militärs, ökonomen und Politik gestellt gehabt.

Ausgerechnet diese Physik weist ebenso schon lange den Ausgang aus dem Labyrint. Das also seit einer ganzen Reihe von Jahrzehnten – eigentlich bevor das Desaster so richtig begonnen hat. Das Leben auf der Erde geht zu Ende, weil es mit dem elektromagnetischen Spektrum bzw. elektromagnetischen Frequenzen, die grundsätzlich lebensfördernd, lebenserhaltend aufgebaut, entwickelt waren, seit längerer Zeit nicht mehr stimmt. Das Frequenzspektrum ist multidimensional, es hat nicht nur äussere, sichtbare Komponenten.

Fortsetzung


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28.12.2007 08:40:33

CA-KE-KOE: Fortsetzung "Schöpfungsordnung durcheinandergewirbelt"



. . . . . Dieses äussere und innere Energiefeld ist massiv durcheinandergewirbelt, verändert. Daher bröckelt, stürmt, überschüttet, schmilzt, überhitzt es an immer mehr Stellen dieses Globus.

Der Mensch selbst – als Auslöser – befindet sich in einem schrecklichen inneren Zustand. Das zeigt sich nicht nur an seinem äusseren und in der Art wie er sich bewegt, wie er spricht, sondern wie verlogen, wie wahrnehmungsbeschränkt er ist. Das ist eben bei solcher Suiziderkrankung typisch: die Wahrnehmungsbefähigung ist auf Teilgebiete eingeschränkt. Da ein solche Suiziderkrankter das ganze Umfeld und sich selbst eingeschlossen nicht zu sehen vermag, bemerkt er nicht, wie sehr er sich verrennt und verrannt hat.

Typisch für diese Zeit ist auch, dass diejenigen Personen, die diese Zustände sehr früh erkannt und öffentlich bemängelt hatten, als Gegner dieses Systems gelten, ein großer Teil dieser Kämpfer existenzvernichtet wurde. In einem Sado-Masochismussystem ist das nicht anders zu erwarten. Darin gelten konstrukte Kräfte als Zerstörer.

Eine Bestandsaufnahme.

richard kendel 8 1 5 4 5 Mü.


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28.12.2007 08:39:19

CA-KE-KOE: Schöpfungsordnung durcheinandergewirbelt


Eine Gesellschaft dieser Art wird es in der Weltgeschichte vielleicht noch nie gegeben haben, die deutlichste Anzeichen der Vernichtung ihrer eigenen Lebensgrundlagen durch sich selbst so lange Zeit über leugnete.

Die Sache ist gelaufen: die Apokalypse kann und wird sich beschleunigen. Der moralische, innerliche Verfall der Industriegesellschaft korreliert mit den äusseren Schäden, eben auch dort, wo das ökosystem sehr sensibel: die Alpen.

Warum wird das ohne Aufschrei hingenommen, wieso lässt dieser Mensch alles (fast alles) laufen? Ist er hochgradig selbstgefährdend? Dann gehört er therapiert. Aber wie nur lässt sich dieses bei dieser Menge von Leuten bewerkstelligen? Was ist schief gelaufen? Welche innere Software im Menschen des Industriezeitalters hat versagt?

Darauf gibt es Antworten, die zu wenig veröffentlicht werden. Das Oberhaupt der Kath. Kirche hat sie am 24.12. in der Christnacht umrissen. Unklar ist, warum jetzt erst so massiv gewarnt wird, wo doch alles schon so offensichtlich und wo doch die Warnungen zu spät kommen. Man könnte und kann durchaus zurecht sagen, dass unter einer Gefolgschaft des Vatikans die Menschheit nicht blindwütig in ein desaströses, mit jeder Menge suizidbeladenes Industriezeitalter gerast wäre. Und Al Gore ist auch kein Weiser, eher ein Zuspätgekommener.

Die verhängnisvollen Weichenstellungen lieferte die Wissenschaft der Physik unter dem Druck von Militärs, ökonomen und Politik.

Ausgerechnet diese Physik weist neben dem Oberhaupt der Kath. Kirche den Ausgang aus dem Labyrint. Das seit einer ganzen Reihe von Jahrzehnten – eigentlich bevor das Desaster so richtig begonnen hat. Das Leben auf der Erde geht zu Ende, weil es mit dem elektromagnetischen Spektrum bzw. elektromagnetischen Frequenzen, die grundsätzlich lebensfördernd, lebenserhaltend aufgebaut, entwickelt waren, seit längerer Zeit nicht mehr stimmt. Das Frequenzspektrum ist multidimensional, es hat nicht nur äussere, sichtbare Komponenten.

Fortsetzung


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