Sozialcourage - Das Magazin für soziales Handeln - Erste Katholische Alten(heim)hilfe-Tagung

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Erste Katholische Alten(heim)hilfe-Tagung
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ERSTE KATHOLISCHE ALTEN(HEIM)HILFE-TAGUNG IN PAPENBURG

 
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Von links nach rechts: Ottmar Steffan, Monika Sewöster-Lumme, Annegret Ahlers, Ute Sommer, Gisela Mügge und Jürgen Kothe, 1. Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Papenburg &ndashEmsland e.V. und Schulleiter der Berufsfachschule für Altenpflege der Stiftung Marienhospital Papenburg
>Foto: CKD
 

Eine Demenzerkrankung stellt besonders betreuende und pflegende Angehörige vor große Herausforderungen. Diesem Thema widmeten sich 25 ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter in der Altenpflege aus dem Bistum Osnabrück bei der ersten katholischen Altenhilfe-Tagung, zu der die Caritaskonferenzen Deutschlands im Bistum Osnabrück nach Papenburg eingeladen hatten.

"Weit über die Hälfte der Bewohner von Altenheimen haben dementielle Erscheinungen. Es ist wichtig, dass Ehrenamtliche, die mit Demenzkranken Menschen in Berührung kommen, über diese Erkrankung mehr erfahren", sagte Jürgen Kothe, 1.Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Papenburg-Emsland und Schulleiter der Berufsfachschule für Altenpflege der Stiftung Marienhospital Papenburg. In seinem Referat wies er auf die Probleme hin, auf die pflegende Angehörige immer wieder stoßen, wie zum Beispiel Schuldgefühle gegenüber dem zu Pflegenden. Weitere Themen waren die Ängste, Wünsche und Erwartungen von ehrenamtlich Tätigen, aber auch von Hauptberuflichen, die bei dem konkreten Zusammensein mit Demenzkranken Menschen aufkommen.

An der Tagung nahmen ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem Bistum Osnabrück teil, die in ihren Kirchengemeinden einen Besuchsdienst anbieten. Der Einladung der CKD waren außerdem Ehrenamtliche gefolgt, die einen Besuchsdienst aufbauen wollen. Beiden Gruppen bot die Tagung auch Raum für Austausch und Gespräche.

In nahezu jeder der 253 katholischen Kirchengemeinden im Bistum Osnabrück gibt es einen Altenbesuchsdienst. Mehr als 2000 Ehrenamtliche nehmen sich regelmäßig Zeit, um mit den Senioren zu reden, ihnen zuzuhören, um mit ihnen Musik zu machen, mit ihnen spazieren zu gehen, Spiele zu spielen oder auch, um mit ihnen das Gedächtnis zu trainieren.

Die Caritaskonferenzen Deutschlands im Bistum Osnabrück werden in Zukunft für die Altenheimhilfegruppen ein Fortbildungsangebot und Beratungsangebot zur Verfügung stellen. Einige Vorschläge für mögliche Fortbildungsangebote wurden von den Teilnehmern der Tagung geäußert. So standen Themen wie zum Beispiel "Einfache Hilfestellungen und Handgriffe bei der Betreuung von alten Menschen", "Informationen zu Patientenverfügung" "Aufgabenklärung für Besuchsdienste", "Kooperation mit Pflegedienstleitungen" oder auch "Klärung von rechtlichen Fragen" ganz oben auf der Wunschliste.

Außerdem wurde angeregt, den Besuchsdienstlern in Zukunft regelmäßig die Möglichkeit zum Austausch zu geben. Ein jährliches, bistumsweites Treffen für Mitarbeiter der Besuchsdienste soll es nach Willen der Tagungsteilnehmer ebenfalls geben. Ergänzt werden sollen außerdem regionale Veranstaltungen, die aktuelle Themen und Fragen in den Gruppen aufgreifen.

Monika Sewöster-Lumme, Geschäftsführerin des CKD Deutschland im Bistum OS betonte, es sei wichtig, "mit den Ehrenamtlichen im Austausch bleiben und Anfragen an den Vorstand weiter leiten":

Jürgen Kothe unterstrich die Dringlichkeit, sich zu informieren und sich mit den Themen, die ein Besuchsdienst hat, auseinanderzusetzen. "Vor allen Ehrenamtliche im fortgeschrittenen Alter sind mit ihren Erfahrungen ein unschätzbarer Wert für die Altenhilfe", so Kothe.

Am Ende der Tagung zog Gisela Mügge, Vorsitzende der Ehrenamtlichen ein Fazit: "Diese erste Tagung war ein gelungener Austausch zwischen ehren- und hauptamtlich Tätigen, mit einem hervorragenden Referenten. Wir Ehrenamtlichen werden es uns zur Aufgabe machen, die Alten(heim)hilfe im Bistum Osnabrück weiterhin zu stärken."
MICHAEL LÖNING

Wechsel

Am ersten Dezember 2007 hat es einen Wechsel in der Geschäftsführung der Caritaskonferenzen Deutschlands für das Bistum Osnabrück gegeben. Der bisherige Geschäftsführer Ottmar Steffan übergab die Leitung an Monika Sewöster-Lumme.

Frau Sewöster-Lumme ist Dipl. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin und war bis zur Übernahme der neuen Aufgabe in der Kliniksozialarbeit und der Arbeitsvermittlung für Menschen mit Behinderungen beim Caritasverband Osnabrück tätig. In der Geschäftsführung der CKD sieht Frau Sewöster-Lumme die interessante und wichtige Möglichkeit, die Wünsche und Bedürfnisse von ehrenamtlich Tätigen in Kirchengemeinden zu unterstützen und als Fachverband der Caritas Kooperationspartner für die Kirchengemeinden zu sein.