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Aktuelle Ausstellung

"Zwischenspiel: Burg Giebichenstein"  02.08.08 - 30.08.08

Finissage am 29.08.08 um 19.00Uhr

Undine Bandelin, Jens Günther, Sebastian Herzau, Samira Manthey, Paul Arne Meyer, Kyong-Yon Won, Robin Zöffzig

Im August ist die galerie baumann Bühne für ein Gastspiel von sechs Studenten der Burg Giebichenstein in Halle/Saale. In Kooperation mit der Klasse von Prof. Ute Pleuger wird eine große Bandbreite von Arbeiten aus den Bereichen Malerei und Objektkunst gezeigt.

Expressiv, eindringlich und fordernd sind die meist großformatigen Bilder von Undine Bandelin (3. Studienjahr). Die Werke von Sebastian Herzau (1. Studienjahr) nehmen sich dagegen stark zurück. Wie ein Klirren oder Tropfen erscheinen die sanften, wie hinter Milchglas gehauchten Landschaften und einfühlsamen Porträts.

Die zerbrechlich wirkenden Holzobjekte von Samira Manthey (3. Studienjahr) entschlüsseln sich bei genauem Hinsehen zu in sich stabilen und perfekt ausbalancierten Konstruktionen.
Einzelne figürliche Elemente vereinen sich in den Malereien von Paul Arne Meyer (3. Studienjahr) zu einer erzählerischen Gesamtheit mit teils surrealen Momenten.

Mit deutlichem Einfluss traditioneller asiatischer Formensprache präsentiert sich das Werk von Kyong-Yon Won (5. Studienjahr). Die Traumwelten der einzelnen Bilder sind fast beliebig zusammensetzbar und dennoch in sich stimmig. Durch die Vermischung von Traum und Realität, fernen Welten und Bekanntem sowie verschiedenen Techniken und Materialien bekommen die Arbeiten einen ganz besonderen Reiz.

Robin Zöffzig (2. Studienjahr) kreiert in seinen Bildern Geschichten und Charaktere, lässt sie miteinander posieren und kommunizieren, schafft zwischen ihnen Beziehungen und Interaktionen oder widmet sich mit hoher handwerklicher Qualität der Einzelfigur. (jm, ck)

Kommende Ausstellung

"Vom schmerzhaften Erlangen der Unschuld"  06.09.08 - 25.10.08

Vernissage am 05.09.08 um 19.00Uhr

Michael Kunert

Michael Kunert hat nach seinem Diplom 1983 sehr erfolgreich mit abstrakten malerischen Mitteln gearbeitet. Die Bilder von damals sind noch immer begehrt, aber die abstrakten Mittel genügten nicht dem Drang, neben dem Malen auch zu erzählen.

Zunächst wirken die neueren Malereien fast heiter. Aber es ist nicht die unverbindliche Heiterkeit der Spaßgesellschaft: Eine Vorahnung steckt in den Bildern, und ein wenig Traurigkeit über den Verlust der Unschuld, die so schwer zu erringen ist, aber so leicht verloren geht. Die Paradiese der Kindheit werden immer kleiner, der Alltag immer virtueller.

Das Werk Kunerts ist Teil einer Kunstströmung, die dem Surrealen besondere Bedeutung zukommen lässt. Daraus ergibt sich ein starker Bezug zu Traditionen, die die Leipziger Kunstentwicklung prägen und die sich spätestens seit Max Klingers grafischem Zyklus "Der Handschuh" benennen lassen. Vor allem in Kunerts Generation (Neo Rauch, Axel Krause, Ulf Puder, Hans Aichinger) spielt das Surreale wieder eine dominante Rolle. (cb, jm)