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  15.03.02: Malysz und Hannawald: gemeinsam für mehr Fairneß

Eine von Bundestrainer Reinhard Heß und seinem polnischen Kollegen Apoloniusz Tajner ins Leben gerufene Initiative soll für mehr Toleranz und Verständnis zwischen den Fans beider Länder sorgen.

"Unser Ziel ist es, ein Zeichen zu setzen. Der Skisprung liegt uns zu sehr am Herzen als dass wir die Begeisterung für ihn durch nationalistische Rüpeleien trüben lassen," so Heß.
Die Initiative ist als Reaktion auf die Schneeball- und Flaschenwurf-Attacken der polnischen Fans gegen Sven Hannawald bei der Skiflug-Weltmeisterschaft im tschechischen Harrachov zu sehen.

In einem deutsch-polnischen Jugendcamp vom 5. bis 11. August 2002 in Hinterzarten, das von Heß, Tajner, Hannawald und Malysz betreut wird, soll die Bedeutung des sportlichen Miteinanders hervorgehoben werden.
Dazu werden vom Deutschen Skiverband (DSV) jeweils zehn jugendliche Springer aus beiden Ländern im Alter zwischen 14 und 16 Jahren eingeladen. Diese führen im Rahmen des Sommer-Grand-Prix einen Teamwettkampf durch.

"Aus diesem Wettkampf soll der Gedanke der sportlichen Fairness als Sieger hervorgehen," so Tajner. Schon beim Weltcup im polnischen Zakopane war Sven Hannawald gnadenlos ausgebuht worden, die Schneeballwürfe in Harrachov waren eine weitere Steigerung der Unsportlichkeit.

"Der Skisprung lehnt diese Aggressivität in den Stadien ab. Wir liefern Wettkämpfe auf hohem Niveau, die von gegenseitiger Anerkennung der sportlichen Leistung geprägt sind," hatte der polnische Weltcup-Spitzenreiter Adam Malysz nach den Anfeindungen in Harrachov erklärt.

Sven Hannawald hat sich für seine Äußerung "mit den Landsleuten bin ich fertig" öffentlich entschuldigt und möchte Missverständnisse aus dem Weg räumen: "Ich meinte nicht das polnische Volk, sondern ein paar Rowdys. Adam und ich haben überhaupt kein Problem miteinander."

Gemeinsam gegen Fanrandale: Sven Hannawald und Adam Malysz

Reinhard Heß

Apoloniusz Tajner
 
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