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2. December 2008 08:07 | Kategorie: Politik Österreich
Wie viel Obama steckt eigentlich in Werner Faymann?

Mit Werner Faymann bekommt Österreich heute einen Kanzler ganz neuen Typs: Weder Schüssel noch Gusenbauer hatten Kontakt zu den Menschen – der eine war eiskalter Taktiker, der Nachfolger wurde – geprügelt von Medien – Einzelgänger.
Mit Werner Faymann kommt nicht nur eine neue Generation ans Ruder, sondern auch ein neuer Typ des „Populisten“ im positiven Sinn. Faymann ist ein ähnlich guter Kommunikator wie sein großes Vorbild Helmut Zilk.
-Er ist ein Handy-Maniac, der permanent jeden anruft – Minister, Journalisten, Parteifreunde, Wähler.
-Er ist einer, der endlich wieder zu den Menschen geht – in die Bundesländer, auf die Straße.
-Er ist schließlich ein Politiker, der eine Entscheidung erst dann gut findet, wenn sie in den Umfragen eine Mehrheit hat – das kann man feig nennen, aber auch demokratisch.
Von allen heimischen Politikern hat er am ehesten das „Obama-Gen“.
Die „Yes We Can“-Aufbruchstimmung ist genau sein Motto. Was ihm zu Obama noch fehlt, ist der Mut zu Visionen, zum Großen.
Faymann hat die Chance, einer der beliebtesten Kanzler dieser Zweiten Republik zu werden. Er tritt als Krisen-Kanzler an - aber er kann (wenn er den Streit der Schüssel-Ära besiegt) zum Erfolgs-Kanzler werden. Mit etwas Glück wird er „unser“ Austro-Obama.

Kommentare

Ich weiss nicht, was Faymann mit Obama zu tun hat. Faymann macht doch nur was Onkel Dichant von ihm will. Auch kann man grosse Reformen nicht umsetzen, wenn man immer nur panisch auf jede Umfrage schaut. Das Volk will keine Reformen, aber im Sinne des Landes braucht es die!
Ich muss Ihnen auch absolut widersprechen, was Wolfgang Schüssel angeht. Er hat diesen Reformgeist und die international nach wie vor gute Stellung von Österreich ist auch nur diesen 7 Jahren Kanzlerschaft zu verdanken.
Wirklich schade, dass Österreich wieder Jahre unter die Durchschnittlichkeit dieses Kanzlers verlieren wird.

Von: hans am 04.12.2008 um 00:21

Werter Herr Fellner,

seien Sie mir nicht böse, aber ist es Ihnen nicht schon peinlich, in welcher Art und Weise Sie über Herrn Faymann berichten?

Ich glaube, ich spreche nicht nur für mich, wenn ich sage, dass es wirklich schon fast weh tut beim Lesen.
Faymann hier, Faymann da, er lächelt dort, er lächelt da, “der Volkskanzler”, “der Bürgernahe”, “sein Billig-Büro”, “er kann auch ohne Prunk regieren”, “der neue Stil”, “sogar die Krawatten sind gleich”, “Austro-Obama”…. das sind nur ganz, ganz wenige (rote) Rosen, die Sie ununterbrochen streuen.

Sie wissen hoffentlich schon, dass Herr Faymann nicht erst während des Wahlkampfs geboren wurde, sondern uns durch seine arbeitstechnische Gelähmtheit (bis auf seine lächelnden Lippen)über die vergangenen Jahre bereits bekannt war? Die Entschuldigung, die ÖVP hat die ganze SPÖ - besonders Gusi und Faymann - am Arbeiten gehindert, gilt für mich halt einfach nicht.

Ihre sehr einseitige “Mentalität” ist es sicherlich auch, der es zu verdanken ist, dass in den Artikelforen regelmäßig kritische Postings SERIÖSEN Inhalts gelöscht werden, während Lobhudeleien auf Faymann sowie jegliche (egal wie derben) Postings gegen eine andere Coleur selbstverständlich keiner Zensur bedürfen.

Ich bitte Sie um ETWAS Mittelmaß - also bitte morgen keinen Faymann im Spidermankostüm am Titelblatt.

Mfg

Von: Livia am 05.12.2008 um 21:55


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