„Phantom von Heilbronn“ hat es nie gegeben

März 26, 2009


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„Frau ohne Gesicht“, „UWP - unbekannte weibliche Person“ oder „Phantom von Heilbronn“ - Die zuständige Polizei und die internationalen Medien hatten viele Namen für eine Frau, die eine lange Blutspur durch mehrere europäische Länder gezogen haben sollte.

Heilbronn (dts) - Seit dem Jahre 1993 hatten die zuständigen Ermittler an mindestens 40 verschiedenen Tatorten DNA-Spuren von ein und derselben Person auswendig gemacht, die laut aktuellen und vergangenen Laborergebnis weiblich sein musste, und mit die entsprechenden Tötungsdelikten, Einbrüchen und Diebstählen in Verbindung gebracht wurde.

Darunter auch eine Ermordung an einer Polizistin in der deutschen Stadt Heilbronn vor ungefähr zwei Jahren. Die Frau mit der mysteriösen DNA gibt es scheinbar tatsächlich, nach aktuellen Informationen der Zeitung „Stern“ ist die besagte Frau aber keine Serienkillerin, sondern arbeitete als Packerin eines Unternehmens für medizinischen Bedarf. Dort war offensichtlich eine ganze Serie an Wattestäbchen, die für die zuständigen Ermittlungen benutzt wurden, absichtlich oder auch unabsichtlich durch die erwähnte Frau verunreinigt worden, so dass die zuständigen Ermittler immer wieder die gleiche DNA am Tatort fanden.

Die zuständige Polizei versuchte mehrmals vergeblich, ein schlüssiges Bild der mutmaßlichen Täterin zu zeichnen. So wurde immer mal wieder spekuliert, dass es sich bei der besagten Frau nur um eine Art „Herumtreiberin“ handeln solle, da der entsprechende Aktionsradius der gefundenen DNA-Trägerin sich offenbar über die Länder Österreich, Süddeutschland und Frankreich erstreckte, und ihre entsprechende Spur nicht nur bei Gewaltdelikten, sondern auch bei entsprechenden Einbrüchen in Gartenlauben entdeckt wurde. Im Januar diesen Jahres war die Belohnung für Hinweise auf den Verbleib der Person auf mittlerweile 300.000 Euro von den Behörden erhöht worden, in den internationalen Medien war die Frau zwischenzeitlich als “meistgesuchte Verbrecherin Deutschlands“ gehandelt worden.

Nach Informationen des Blattes „Stern“ gab es zuletzt auch bei den zuständigen Ermittlern den immer stärkeren Verdacht einer entsprechenden technischen Panne, nachdem die mysteriöse DNA auch nach einem weiteren Einbruch von Jugendlichen Tätern in eine Realschule entdeckt worden war. Die Jugendlichen Täter hatten offensichtlich glaubhaft beteuert, dass keine Frau an ihren Einbrüchen beteiligt gewesen sei. Nach aktuellen Informationen des „Stern“ ist der jahrelange Irrtum der Polizei nun erwiesen, die zuständigen Ermittlungen seien allerdings offiziell noch nicht komplett abgeschlossen.