17
Apr

beautiful girl with a cameraHeute möchte ich ein etwas kontroverses Thema anschneiden. Die Diskussion ist auch in den vergangenen Tagen bei Twitter ausgiebig geführt worden. Wenn ich irgendwo unterwegs bin und fotografiere, dann bekomme ich auch oft Sprüche zu hören wie: “Naja, mit der großen Kamera muss man ja gute Fotos machen” oder “Wie, die Kamera hat nur 11 Megapixel? Meine kleine Kamera für 99,00 € hat sogar 12 Megapixel.”

Dann zeige ich genau diesen Leuten ganz gerne 2-3 Bilder, die ich meist dabei habe. Wenn ich diesen Leuten dann noch dazu sage, dass diese Bilder mit dem 2 Megapixel-iPhone gemacht worden sind, welches noch nicht einmal einen Zoom hat, von einem Blitzlicht ganz zu schweigen, dann beginnt bei den meisten Leuten ein Denkprozess.

Bei Anmeldungen zu meinen Workshops werde ich sehr oft auch gefragt, ob man da eine teure Kamera für braucht. NEIN! Es geht doch um das fotografieren und nicht um die Technik. Natürlich hilft die Technik in bestimmten Fällen sicher weiter, aber das fotografieren übernimmt der Mensch, die Technik bildet nur das ab, was wir ihr vorsetzen.

Technikwahn(sinn)?

“Mehr Megapixel=bessere Fotos” ist eine dieser Wahnvorstellungen. In den Anfangszeiten der digitalen Fotografie mag das so gestimmt haben, damals gab es aber Kameras mit nicht mal einem Megapixel. Da kann man sich ja ausrechnen, wie groß das Bild ausgedruckt werden konnte, ohne dass man Verluste hinnehmen musste. Meine erste Kamera hatte eine Auflösung von 640*480 Bildpunkten. Bei einer normalen Druckauflösung von 300 DpI macht das eine Bildgröße von 5,23cm*3,92cm, also noch nicht einmal das kleinste Fotoformat 9*13 konnte ohne Verluste gedruckt werden.

Da war es natürlich ein riesiger Gewinn, als ich eine 1,3 Megapixel-Kamera bekam. Damit konnte man wenigstens diese kleinen Fotos verlustfrei drucken.

Aber ab einer Größe von 6-7 Megapixeln ist bei den kleinen Kompaktkameras Schluss. Alles, was da drüber liegt, wird eher qualitativ schlechter als besser. Eine richtig gute Beschreibung, warum das so ist, findet man bei 6mpixel.org.

Einen großen Anteil an den vielen falschen Vorstellungen haben meiner Meinung nach auch diverse Shopping-Sender. Mir sträuben sich regelmäßig die Haare, wenn dort Kameras verkauft werden. Ob es nun fehlende Vorbereitung der Verkäufer, technischer Unverstand oder einfach nur verkaufsförderliche Verbiegung der Wahrheit ist, das mag ich nicht entscheiden.

Welche Kamera ist also die richtige?

“Die Richtige” Kamera für alle gibt es nicht und wird es nicht geben. Jeder muss für sich selbst entscheiden. Dafür ist es sicher auch gut, wenn man die Kameras auch mal in die Hand nimmt, ausprobiert. Im Fotofachhandel oder bei diversen geizgeilen Elektronik-Märkten kann man in der Regel auch einfach mal eine eigene Speicherkarte in eine solche Kamera reinschieben und 3-4 Testfotos machen. Dann ruhig auch einfach wieder nach Hause gehen und diese Fotos am PC betrachten. Denn nur am PC auf den großen Bildschirm kann man die Fotos wirklich beurteilen.

Kompaktkamera, Bridge-Kamera oder Spiegelreflex?

Das kommt auf die Verwendung an. Sucht man eine Kamera, mit der man einfach nur schöne Fotos knipsen kann, ohne große Einstellungen machen zu müssen, von Wanderungen, von der Familie, im Urlaub, dann ist man sicher mit einer Kompaktkamera sehr gut bedient. Hier würde ich dann wie schon gesagt mehr Wert auf gutes Handling, gutes Objektiv und großes Display legen, als auf die Megapixel-Anzahl.

Möchte man intensiver fotografieren, mehr Einstellungsmöglichkeiten haben, mehr Möglichkeiten zur Nachbearbeitung der Fotos bekommen, aber trotzdem keine schwere Spiegelreflex-Kamera mit mehreren Objektiven rumschleppen, dann ist sicher eine Bridge-Kamera gut geeignet. Bridge-Kameras sind Kameras, die eine “Brücke” zwischen den Kompakten und den Spiegelreflex-Kameras bilden.

Will man aber vor allem schnelle Bewegungsabläufe fotografieren, vor allem im Sport-Bereich, will man in schlechten Lichtverhältnissen fotografieren, dann wird man um eine Spiegelreflex-Kamera nicht herum kommen. Da diese Spiegelreflex-Kameras größere Sensoren haben, sind hier auch 15-25 Megapixel möglich, ohne dieses “Mehr an Pixeln” mit einem “Weniger an Qualität” zu bezahlen.

Auch die wechselbaren Objektive lassen eine sehr flexible Arbeit zu. Je nach Einsatzgebiet kann man verschiedene Objektive nutzen, ohne jeweils eine andere Kamera einzusetzen. Ein Objektiv, das wie bei diversen Bridge-Kameras einen riesigen Zoom-Bereich abdeckt, bezahlt diesen großen Zoom-Bereich immer mit bestimmten Qualitätseinbußen. Die Schärfe eines Festbrennweitenobjektives erreicht ein Zoom-Objektiv in der Regel nicht. Auch im Makro-Bereich hat man mit einer Spiegelreflex sicher eine Vorteile gegenüber anderen Kameras.

Wenn schon eine digitale Spiegelreflex-Kamera, welche ist dann die bessere?

Auch das kann nur jeder selbst für sich entscheiden. Es gibt eigentlich keine schlechte Spiegelreflex-Kamera. Die eine hat ein schwenkbares Display als Vorteil, dafür hat die andere ein besseres Rauschverhalten. Da heißt es wieder ausprobieren, in die Hand nehmen, auslösen, entscheiden.

Diese Entscheidung ist dann in der Regel erst einmal eine Entscheidung, die länger hält. Da man sich meist auch das ein oder andere Objektiv zulegt, ist man beim Kamerawechsel dann meist an die eine Marke gebunden, da man die Objektive natürlich weiter verwenden möchte. Aber das ist selten ein Problem. Die Canon-Nutzer lieben ihre Canon, die Nikkonianer ihre Nikkon, die Sigma-Nutzer ihre Sigma usw.

Welche Erfahrung hast Du gemacht?

Wie war bei Dir die Entscheidung zu einer neuen Kamera? Welche Kamera nutzt Du zur Zeit? Hinterlass doch bitte einen kurzen Kommentar dazu, die anderen Leser würden sicher auch Deine Erfahrungen interessieren.

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Kategorie : Allgemein
16
Apr

litelines-8091Dieses Foto ist auf der gestrigen Fotowanderung entstanden, auf einer Brücke über die Umgehungsstraße von Sondershausen. Wir wollten schon länger mal solche Langzeitbelichtungen machen, bisher hatten wir nur noch nicht den richtigen Standpunkt gefunden. Leider war die Straße hier nicht sonderlich gut befahren, so dass es ein paar weniger Lichtlinien sind als erhofft, aber für den Anfang war das schonmal ganz OK.

EXIF:

ISO100, Belichtung: 30 sec., F10

Canon EOS 40D

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Kategorie : Projekt 365
16
Apr

In diesem Video-Tutorial zeige ich, wie man in GIMP mit Hilfe von Ebenen seine Bilder aufhellen kann. Dabei kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, die auch unterschiedliche Ergebnisse bringen. Mit Hilfe der Ebenen-Technik kann man seine Bilder bearbeiten, ohne dass man sein Original-Bild verliert, d.h. sollte man sich einmal vertan haben und das Ergebnis ist völlig aus dem Ruder gelaufen, kann man jederzeit wieder zum Ausgangs-Bild zurück kehren.

Den Link zum Download von GIMP findest Du hier. GIMP ist völlig kostenlos.
Einfach downloaden, installieren und dann das Tutorial mit den eigenen Fotos Schritt für Schritt nacharbeiten. Viel Spaß damit. Lasst doch mal ein paar Ergebnisse sehen, würde mich freuen…

Alternativ hier auch als YouTube-Video:

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Kategorie : Tutorials
15
Apr

helbetal-7875Heute gibt es aus Zeitmangel leider nur ein Bild zum Projekt 365. Das Bild ist im nahegelegenen Helbetal entstanden. Aus der niedrigen Position bekommt man dabei einen interessanteren Blickwinkel als von oben. Auch die Licht- und Schattenspiele finde ich schön. Hoffentlich bleibt das Wetter noch ein paar Tage so schön.

Am morgigen Tutorial-Donnerstag wird es ein Gimp-Video-Tutorial geben, bleibt gespannt. Bis dahin…

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Kategorie : Projekt 365
14
Apr

kuhschelle

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Kategorie : Projekt 365

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