making of

3
Apr

Am 1. April habe ich hier ja als Bild des Tages ein Foto gezeigt, das einen ziemlich dramatischen Himmel zeigt. Hier möchte ich nun in der Rubrik Vorher-Nachher zeigen, wie das Bild aus der Kamera gekommen ist und wie ich es bearbeitet habe.

Hier zuerst das Bild so, wie ich es fotografiert habe. Es wurde in den Abendstunden aufgenommen, die Sonne war gerade noch am Horizont zu sehen, aber die Bäume rundherum haben das Gelände schon ziemlich abgeschattet.

schuetzenplatzoriginal

Das Kamerabild zeigt hier vor allem im Himmel kaum noch Zeichnung, obwohl es in der Wirklichkeit anders war, man sah einige Wolken, aber auch blauen Himmel. Durch die längere Belichtungszeit ist das aber in diesem Foto nicht mehr zu sehen.

Also habe ich im Lightroom mit dem Verlaufswerkzeug (Hier ist das Tutorial dazu) eingesetzt und habe den Himmel bis zum Horizont erst einmal um 2 Blenden abgedunkelt. Außerdem habe ich im Verlaufswerkzeug auch gleich die Sättigung etwas erhöht, damit das Blau des Himmels besser hervortritt.

Nun habe ich zum Abschluss noch einen zweiten Verlaub von ganz unten über die Wiese gelegt und hier etwas grün hinzugefügt und den Bereich ein klein wenig abgedunkelt.

Hier nun das Ergebnis. viel dramatischere Wolken und einen grünen Rasen, ich finde das Bild jetzt wesentlich interessanter als das Ausgangsbild, was denkst Du?

schuetzenplatz

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat abboniere doch meinen kostenlosen RSS-Feed!

Categories : making of, vorher-nachher
6
Feb

Das gestrige Bild des Tages “Schlosspark Ebeleben” ist am Mittwoch auf einer Fotowanderung mit unserem Fotoclub entstanden. Wir waren unterwegs und wollten einige Nachtfotos schießen. Leider war die Kirche nicht angestrahlt, so dass hier schon einmal kein Bild entstanden ist. Andererseits hat Ebeleben einen sehr schönen Schlosspark, also sind wir dort hin gegangen. Leider begann es auch genau in diesem Moment zu regnen.

Wir haben dann trotzdem versucht das ein oder andere Foto zu schießen. Ich habe also das Stativ aufgestellt und einiges ausprobiert. Leider war das Gebäude doch recht dunkel, gar nicht beleuchtet. Also musste doch das Licht der recht weit entfernten Laternen am Wegrand ausreichen.

Dafür war eine recht lange Belichtungszeit notwendig.

Die Vorbereitung

Das Objektiv

Als Objektiv habe ich mein Canon 50mm 1.8 benutzt, da es einfach das Lichtstärkste Objektiv ist, das ich habe. Bei solchen schlechten Lichtverhältnissen mache ich fast immer eine Belichtungsreihe, also 3 Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. Die meisten DSLR-Kameras bieten diese Funktion an. Wenn die eigene Kamera keine Funktion dafür hat, macht man einfach selbst per Hand mehrere Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten.

Im RAW-Modus fotografieren

Wenn es die Kamera ermöglicht, sollte man auf alle Fälle im RAW-Modus fotografieren, das ist bei solchen schlechten Lichtverhältnissen noch viel wichtiger als sonst. Der RAW-Modus bietet wesentlich mehr Möglichkeiten, das Foto im Nachhinein aufzuhellen oder anzupassen.

ISO 100

Wenn wir sowieso mit dem Stativ arbeiten, können wir natürlich auch gleich ISO100 nutzen, da ein höherer ISO-Wert nur zu starkem Rauschen führen würde. Und ob die Belichtungszeit nun 5 oder 10 Sekunden beträgt ist mit einem Stativ egal. Also hierbei immer mit dem kleinsten ISO-Wert arbeiten, wenn man solche Arten von Fotos machen möchte.

Fernauslöser benutzen

Bei einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden führt jede kleine Erschütterung zu einem verwackelten Fotos. Schon der Druck auf den Auslöser bewegt die Kamera ein ganz klein wenig, das reicht schon für eine Verwacklung aus. Also am Besten einen Fernauslöser verwenden. Wer keinen Fernauslöser hat, der kann natürlich auch den Selbstauslöser nutzen. Die Kamera also auf Selbstauslöser stellen, dann auslösen, dann dauert es 10 Sekunden, bis die Kamera auslöst. Bis dahin ist die Kamera wieder in ruhiger Position.
Wer es jetzt noch etwas besser machen möchte kann bei der Spiegelreflex noch die Spiegelvorauslösung einstellen. Bei einer DSLR klappt beim Auslösen der Spiegel hoch, das hört man auch am Klacken beim Auslösen, dieses Hochklappen bewegt die Kamera natürlich auch ein ganz klein wenig.

Die einzelnen Fotos

Zurück zum Foto. Hier sind jetzt die 3 Fotos zu sehen, wie sie von der Kamera gekommen sind.

Schlosspark_makingoff
Foto 1 Belichtungszeit:
5 Sekunden bei F1.8

Schlosspark_makingoff-2
Foto 1 Belichtungszeit:
1,3 Sekunden bei F1.8

Schlosspark_makingoff-3
Foto 1 Belichtungszeit:
20 Sekunden bei F1.8

Aus diesen 3 Fotos habe ich dann mit Hilfe der Software Photomatix Pro (Hier gibt es eine kostenlose Testversion) ein HDR-Bild erstellt.

Schlosspark_makingoffhdr
Das fertige HDR-Bild ist hier zu sehen.

Als letztes habe ich dann in Photoshop noch bestimmte Bildbereiche (Vor allem am Haus) aufgehellt und den Kontrast erhöht. Außerdem wurden einige Bereiche um das Haus herum wieder etwas abgedunkelt, um den Blick im Bild auf das Haus zu lenken.

Hier nun das Ergebnis:

Schlosspark_Ebeleben

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat abboniere doch meinen kostenlosen RSS-Feed!

Categories : making of
5
Jan

makingof

Wie ist das Foto des Tages “Winterlandschaft” (hier zu finden) entstanden? Dazu heute ein kurzer Bericht mit den Erklärungen, wie das Bild fotografiert wurde und wie es bearbeitet wurde.

Wie wurde “Winterlandschaft” fotografiert?

Das Foto ist am frühen Nachmittag entstanden. Als Kamera kam meine Canon EOS 40D zum Einsatz mit dem Sigma-Objektiv 18-200mm F3,5-6,3 DC OS. Das ist eigentlich meine Allzweckwaffe, wenn ich auf einer Wanderung bin. Es spart mir den ständigen Wechsel zwischen Weitwinkel und Zoom-Objektiv. Bei so tollem Wetter ist es auch immer recht hilfreich, wenn man einen Polarisationsfilter einsetzt, der bringt die Farben noch einmal kräftiger rüber. Die Funktionsweise dieser Filter könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Leider habe ich bei den ersten Versuchen in Richtung Sonne zu fotografieren nie diese interessanten Sonnenstrahlen hinbekommen. Es fehlte einfach der leichte Bodennebel. Also musste irgendwie improvisiert werden.

Nun hat man selten eine Nebelmaschine bei einer Wanderung dabei. Also musste es anders gehen.

Da wir zu dritt unterwegs waren konnte einer den Nebel herbeizaubern und ich habe dann fotografiert. Der Nebel ist eigentlich kein Nebel, es ist einfach ganz feiner Schnee, der von den Bäumen fällt. Man musste also nur einmal kräftig an einem Baum schütteln, schon stand man im völligen Nebel. Mit der High-Speed-Funktion der EOS 40D habe ich dann einfach drauf gehalten und 10-12 Bilder geschossen.

Wie immer fotografierte ich im RAW-Modus ca. 1 Blende unterbelichtet im Zeitautomatik-Modus. Als Blende habe ich eine kleinere Blende (F10) gewählt. ISO 100 bei einer Brennweite von 18mm mit 1/100 Sekunde Belichtungszeit.

Wie wurde “Winterlandschaft” bearbeitet?

Die Bearbeitung erfolgte in zwei Schritten. Zuerst habe ich im Lightroom aus der Bilderserie das Bild ausgesucht, in dem der “Nebeleffekt” am stärksten zu sehen war. Wie fast immer habe ich die Klarheit etwas erhöht. Dann habe ich das Bild in Photoshop geöffnet.

In Photoshop habe ich das Bild in den LAB-Modus gewandelt. Danach habe ich mit Hilfe einer Gradationskurve den Kontrast erhöht und die Farbsättigung angehoben. Wie das genau geht, kannst du hier in einem Tutorial Schritt für Schritt nachvollziehen.

Nun habe ich die Ebene dupliziert (STRG+J) und habe für die obere Ebene den Ebenenmodus “weiches Licht” eingestellt.

Was passiert dadurch?

Der Ebenenmodus “weiches Licht” (auch der Benenmodus “Ineinanderkopieren”) erhöht einfach gesagt den Kontrast des Bildes noch einmal. Die Bereiche des Bildes die heller als 50% Helligkeit aufweisen werden doppelt so hell dargestellt, die Bereiche, die dunkler sind als 50% werden halb so hell dargestellt.

Also ganz einfach gesagt – helles wird heller und dunkles dunkler…

Durch diese Einstellung erscheint der Schnee wie ein Nebel und die Sonnenstrahlen kommen wesentlich besser zum Vorschein.

Zum Schluss wurde das Bild in die fürs Web gedachte Größe verkleinert, nachgeschärft und abgespeichert.

Habt Ihr interessante Entstehungsgeschichten für eines eurer Fotos?

Ich suche wieder einmal Leute, die gern einen Gastbeitrag hier schreiben würden. Gib dir einfach einen Ruck und melde dich kurz per eMail bei mir. Keine Angst, es macht wirklich Spaß.

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat abboniere doch meinen kostenlosen RSS-Feed!

Categories : making of

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deBlog Verzeichnis und Webkatalog Artikelverzeichnis, Social Bookmarking, RSS-VerzeichnisLexika Logo