Vereinsarbeit und Außenbild und Blogmissbrauch

Ich kenne den Verein Transperency Deutschland nicht, aber ich weiß, dass eine Geschichte, wie die der gekündigten Mitarbeiterin zum Alltag gehört. Personalfälle sind immer zweischneidig. Nehmen wir einen Hiwi, der durchgetragen wird, obwohl er die Organisaton hinten und vorne beschissen hat und seinem Nachfolger auch noch erklärt, wie einfach es sei die Organisation zu bescheissen. Sein Nachfolger war ein anständiger Mitarbeiter, der seinen Vorgänger für sein Handeln verachtete. Da ist eine Mitarbeiterin mit Behindertenausweis, die ihre erste Teilzeitstelle antritt und für die die Arbeit zu anstrengend ist und mehr fehlt als anwesend ist. Für die zwar die Krankenkasse den Lohn fortzahlt, aber deren Arbeit liegen bleibt oder durch eine Ersatzkraft, deren Entgelt die Organisation tragen muss, erfüllt wird. Die PR-Maus, die eigentlich gar nicht so schlecht ist und in der Probezeit es schafft immerhin ihr Gehalt als Spenden einzutreiben, aber ihre sozialen Defizite die Gruppendynamik so massiv stört, dass man nicht abwarten möchte, ob sie nach der Probezeit mehr schafft als nur ihr eigenes Gehalt an Spendengeldern aufzubringen.

Warum sollte man einen unlauteren Hiwi durchtragen?

Weil seine Familie in entscheidenden Funktionen in Vereinen der feinen Gesellschaft sitzt und man sich deren Gunst besser erhält. Es ist der Zugang zu der lebenswichtigen Lebensarder jedes Vereins: Spendengelder.

Warum behält man nicht die Behinderte

Ist ein Behinderter Mensch nicht in besonderem Maße schutzbedürftig und gibt es nicht sogar Mitarbeiter, die man zu lasten der öffentlichen Kasse als Ersatz bei Ausfall beziehen kann? Wer auch nur einmal Personalverantwortung besaß oder in Arbeitsvorbereitung tätig wurde, weiß welche Hürden und Kosten damit verbunden sind. Ohne ein eingespieltes Team sind viele Aufgaben gar nicht erst möglich. Bei einer dünnen Personaldecke kann das chronische Fehlen einer einzigen Kraft verheerend sein.

Warum behält man nicht eine Kraft mit Potential?

Weil neben dem Geld immer auch das Arbeitsklima ein wichtiger Faktor in der Wirtschaftlichkeit einer Organisation ist. Ob eine Mitarbeiterin passt hängt nicht nur von ihren Fähigkeiten auf ihrem Arbeitsgebiet ab, sondern immer auch von den weichen Faktoren.

Öffentlichkeit kann unverantwortlich wichtige Arbeit zerstören

Ich enthalte mich der Bewertung von Transperency International, denn ich habe mich weder mit deren Arbeit noch mit den Menschen, die diese Arbeit leisten, befasst. Ich kenne nur eine unglückseelige Geschichte, die in unverantwortlicher Weise durch die Blogosphäre gezerrt wurde. Besonders fragwürdig hat sich hier das Basicthinking-Blog [-1-,-2-, -3-] hervorgetan. Dass der Focus einen tendeziellen Bericht verfasst, macht die Angelegenheit nicht besser. Die aus der Pressemitteilung von Transparency International Deutschland angesprochenen Punkte waren bereits durch die Bloggerin Moni.wasweissich publik. War in der Pressemeldung noch etwas anderes, das den Datenschutz in Bezug auf die Personalakte der Ex-Mitarbeiterin verletzte?

Was ist mit den juristischen Drohgebärden und der Meinungsfreiheit?

Ja? Geht es denn darum überhaupt noch? Hat sich die Blogosphäre denn zusammengeschlossen, um mit den Mitteln des Rechts, zu klären, ob der Beitrag bei Moni so stehen gelassen werden darf. Musste dieser Beitrag zu diesem Zweck referenziert werden? Was ist mit dem sozialen Gefüge Blogosphäre? Wie steht es mit Vertrauen und Solidarität ohne Lynchmobtendenzen? Muss man seine Meinungsfreiheit wirklich dazu gebrauchen, einem Verein zu schaden. Es menschelt. Es stinkt, wenn in übelster Weise der Justiziar in einem der beteiligten Weblogs verunglimpft wird — nicht, weil man ihm die ungeschickte, povokante Vorgehensweise ankreidete, sondern weil einer einen alten Spitznamen und alte Kamellen ausgrub. Da sind ein paar männliche Ratschweiber, die sich das Maul über viel Halbgaren zerreissen. Ich denke, es wird Zeit, dass man aus der Angelegenheit die Luft lässt. Moni.wasweissich hat juristischen Beistand und ihr Anwalt hat auch seine Öffentlichkeit gehabt. Nun sollte es genug sein.

Nachtrag: Ein guter Beitrag auf Tagesschau.de: Transparency International im Clinch mit Weblogs.

"Gefühlte Gerechtigkeit"

Transparency beklagt "gefühlte Gerechtigkeit"
"Da spielt nur eine gefühlte Gerechtigkeit eine Rolle", sagt Jochen Bäumel, Vorstandsmitglied bei Transparency International. "Die Behauptungen in dem Weblog waren vollkommen an den Haaren herbeigezogen." Moni S. beruft sich hingegen inzwischen auf ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung. Der Anwalt Udo Vetter, der selbst die juristische Website "Lawblog" betreibt, vertritt sie gegen weitere Löschforderungen.

Nachtrag zu Wahrheitsgehalt, Manipulation und den kleinen schnell mal überlesenen Details der beiden Positionen:
TI-D schrieb in der Pressemitteilung , dass eine Erhöhung der Stundenzahl von 20 auf 30 Stunden bei Einstellung bereits vereinbart war. Dies liest sich bei moni.wasweissich wie folgt: "Nachdem die Geschäftsführerin ihr sagte, dass sie hervorragende Arbeit leistet, fragte sie meine Freundin, ob sie nach der Probezeit von 20 auf 30 Stunden aufstocken könne." (Siehe Screenshot).
Schlagts mich aber da sind deutliche Unterschiede in der Darstellung. Selbst wenn das Gehalt im Falle der Übernahme nach der Probezeit als verhandlbar dargestellt wurde, denke ich nicht, dass damit ein Gehaltserhöhung von 1000 Euro BRUTTO für 20 Stunden zu 1400 Euro NETTO für 30 Stunden gemeint war. In dieser Darstellung werden übrigens die Werte sehr schwer vergleichbar. Dem flüchtigen Leser erscheint es, als entspräche die Erhöhung dem Verhältnis der Mehrarbeit. Weit gefehlt und je nach dem welche weiteren Rahmenbedinungen zum tragen kommen, war dieses Angebot so weit jenseits allem verhandelbaren, dass der Verein auch keinen Versuch übernehmen wollte, sondern gleich zu Plan B überging. Ich weiß nicht wieviele der Leser hier Personalfragen in eigener Sache klären müssen, aber ich würde mal sagen, der Beitrag bei Moni war bewußt oder unbewußt verzerrend. Es brauchte keine Lüge. Es genügte die Wahrheit und ein paar kleine Lücken in der Geschichte um die TI-D richtig mies aussehen zu lassen. Das sind Taschenspielertricks von Werbung und PR. Soviel zum Thema, der Verein habe eine alleinerziehende Mutter mit einem dreijährigen Kind unakzeptabel gekündigt. Übrigens ist es nicht seltsam, dass ausgerechnet die vergleichbaren beiden Brutto-Angaben aus der Pressemeldung bei den Bloggern unkenntlich gemacht wurden?

Die Erwiderung von Moni S. über ihren Anwalt Udo Vetter zum Vorwurf der Lüge seitens TI-D gehört an diese Stelle definitiv dazu: Üble Nachrede

Korrektur zum Umstand Alleinerziehung ... ix von wirres berichtigt seine Aussage und die Aussage in dem beanstandeten Beitrag von moni.wasweissich, dass diese Mutter eines dreijährigen Kindes nicht allein erzieht.


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61 Responses to “Vereinsarbeit und Außenbild und Blogmissbrauch

  • 1
    Robert Basic
    März 28th, 2006 12:44

    Silke, ich respektiere selbstverständlich Deine Meinung dazu. In Deinem Bericht bzw. in Deiner Interpretation der ganzen Geschichte geht mir der zentrale Aspekt der ganzen Story unter: Kannst Du jemanden einfach so den Mund verbieten, weil man sich negativ über eine Firma/Verein äussert? Und inhaltlich gesehen ist es nahezu schon lächerlich, betrachtet man die Differenz zwischen der Pressemeldung und dem Bericht der Bloggerin, über was man sich da seitens TID veranlasst sah, die Löschung eines kritischen Beitrags einzufordern. 99.99% der Blogger haben eben keine Lust, mit der Zensurschere im Kopf zu bloggen. Firmen und Vereine wollen nur positive Berichte? Dann müssen sie akzeptieren, daß Blogs Gegengewichte bilden.

    Letztlich halte ich aber die meisten Menschen für so vernünftig, daß sie die Arbeit und Aufgaben speziell dieses Vereins respektieren und zu würdigen wissen :-)

  • 2
    Silke Schümann
    März 28th, 2006 14:11

    Ich will nicht dieser Moni.wasweissich den Mund verbieten, auch wenn ich ihren Bericht in dieser Öffentlichkeit nicht sonderlich prikelnd finde.

    Deinen Optimismus teile ich aus guter Erfahrung nicht. Ich durfte miterleben, wie schon durch nichtigere Dinge wichtige Arbeiten blockiert wurden.

    Ich versuchte mit meiner Geschichte an dieser Stelle ein Gefühl zu vermitteln, dass sehr viele gute Gründe existieren können, dass Personalfragen entschieden werden, wie sie nun einmal entschieden werden, ob das nun ethisch vertretbar ist oder nicht.

    Der Abdruck der Geschichte bei Dir hebt die Geschichte aus der Alltäglichkeit heraus. Du hast der Geschichte ein erweitertes Forum gegeben.

    Der Unterschied liegt nun einmal darin, dass Du nicht nur darüber berichtet hast, sondern selbst zum Berichterstatter wurdest. Ich muss nicht erwähnen, dass es eine alleinerziehende Mutter traf. Tue ich es, werfe ich das dicke Pfund der besonderen Schutzwürdigkeit in die Runde. Es wäre fast so, als wenn Du bei der Verhandlung über eine Schlägerei mit Körperverletzung verlangtest, dass der Schläger alle Beteiligten des Prozess in gleicher Weise zusammenschlage, nur damit die Beteiligten auch wissen, worüber sie zu verhandeln haben.

    Du hast nicht das Faktotum Zensur auf den Galgenberg gezerrt, sondern die Geschichte. Du hast nicht dafür gesorgt, dass die Arbeit des Vereins weitergehen kann und nur die Verfasserin des von Zensur bedrohten Beitrages gestärkt wird, um innerhalb des Rechtssystems mit den Mitteln des Rechts und mit Rechtsbestand zu ihrem Recht zu kommen. Du hast selbstgerecht die Geschichte selbst verbreitet und weil es schön ist. Bei dem Effekt, das die Ganze Angelegenheit erzeugt, hast Du auch noch dem Verein dein Mitleid ausgedrückt.

    Ich nenne das zynisch.

    Ich finde hier wird ein Verein leichtfertig auf dem Altar GG 5 geschlachtet und balbiert.

    GG 5 ist von Anfang nur der Aufhänger. Wäre es nur um GG 5 gegangen, dann hätten reichlich Wege und mittel bestanden, das und nur das zu thematisieren. Z.B. in dem man den Bericht anonymisiert hätte und nicht in dem man in Kenntnis des Effektes und zur Ausschlachtung des PR-Effektes den Namen des Vereins auch noch googletechnisch effektiv mit einem strong-Tag ausstattet und gezielt und bewußt erwähnt.

    Du bist in diesem Fall ein zynischer Philister und dies nur für den Fall, dass Dir das noch nicht aufgefallen sein sollte.

    Du hast bewußt und mit Vorsatz dafür gesorgt, dass diese Geschichte möglichst in Google bei der Recherche nach dem Verein auftaucht.

    DAS ist Lynchjustiz auf der PR-Bühne.

  • 3
    Robert Basic
    März 28th, 2006 16:51

    wie gesagt, ich sehe das natürlich nicht so. Nicht etwa, weil Du mich zynischer Philister nennt (und ich nachschlagen müsste, was das wohl heisst :-), sondern Du kannst nicht über Einschränklung der Meinungsfreiheit meckern, wenn Du den Leuten nicht den Blogbeitrag vor die Nase hälst, um sich selbst ein Bild zu machen, um zu erkennen, wie abstrus die Forderung des Vereins war. Was gibt es da noch zu anonymisieren oder gar ganz den Artikel außen vor zu lassen? Ohne den “Beweisgegenstand” kannste lange herumtheorisieren, wie weit wohl die besagte Bloggerin gegangen sein mag. Hatte sie den Laden aufs unverschämteste beleidigt, mit absurden Vorwürfen um sich geschmissen oder einfach nur ne Story geschrieben, wie sie letztlich auch rüberkam: Schon das erste Posting war ja schon fast ein schüchternes Kritikchen. Wenn ich das mit Deinen kritiken aus der Vergangeheit vergleiche, müsstest Du ja bereits ich weiss nicht wo unter welchem Grundgesetz laufen, das Dich schützt. Es ist wichtig und richtig, dass wir alle - die sich damit befasst haben - darüber berichten. Was daraus letzten Endes wird, ob es sich verselbständigt und das eigentliche Anliegen in Vergessenheit gerät oder man einfach nur schlauer ist, habe ich nicht zu bestimmen. Ich möchte aber gerne meinen Beitrag dazu leisten, daß Kritiker wie Du und ich nicht in Grund und Boden abgemahnt werden.

  • 4
    Silke Schümann
    März 28th, 2006 17:09

    Das fiese am Netz ist, dass wenn wir es längst vergessen haben, wird es dem Verein immer wieder in Google beschäftigen.

    Tu nicht so, als würdest Du die Mechanismen nicht kennen.

    Und was an der Geschichte letztlich Fakt und was Fiktion ist, kannst Du nicht beurteilen. DU hast aber die Geschichte ebenfalls publiziert und dabei sicher gestellt, dass die Suchbegriffe vom BOT auch nicht übersehen werden können.

    Ich werde gewöhnlich nicht so scharf, schon gar nicht bei Dir. Aber das Ganze ist geschmacklos UND ich weiß wie hart es für Vereine ist Jahr für Jahr genügend Geld zusammen zu bekommen, damit die Arbeit weiter gehen kann und wieviele Abstriche man an die Arbeit legen muss, weil das Geld nicht reicht.

    Das vor allem lässt mir persönlich die Galle überlaufen. Du hättest sehr wohl Deinen erworbenen sozialen Rang in die Waagschale für GG 5 werfen können und die Nennung des Vereins auf das absolut notwenidge reduzieren können.

    Du hast es nicht getan.

    Du willst immer noch den ganzen Gerichtssaal zusammenschlagen, damit wirklich jeder weiß wovon die Rede ist und scheinst nicht willig oder fähig zu sein Dich für diese Fehlleistung zu entschuldigen.

    In Deinen Augen ist es keine Fehlleistung. Tja. Scheint da hast Du mit dem Verein etwas gemein. Der entschuldigt sich auch nicht für die Beauftragung des Justiziars. War ja ein normaler Vorgang und so wird das eben geregelt.

    Auge um Auge! Zahn und Zahn. Den Collateralschaden nimmt man in Kauf.

  • 5
    mspro
    März 28th, 2006 21:39

    Silke, ok. Es ist rübergekommen.
    Du hast nichts substantielles zur Verteidigung von TI-D vorzubringen außer, dass du die gut findest. Mit Verlaub, das halte ich für ziemlich dünn.

    Und gegen die Blogger/Moni? Ja, Moni ist alleinerziehende Mutter. Tja, Mensch, sowas solls geben. Hast noch was vorzubringen gegen sie oder war das schon alles?

  • 6
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 07:53

    @mspro
    Quatsch! Ich habe keine Meinung zu TI-D, nachzulesen in diesem Beitrag:

    Ich enthalte mich der Bewertung von Transperency International, denn ich habe mich weder mit deren Arbeit noch mit den Menschen, die diese Arbeit leisten befasst.

    Ich finde die Hetze und die Art und Weise wie hier grundsätzlich mit einem Verein umgegangen wird nicht richtig.

    Nein ich habe nichts gegen die Moni oder ihre Freundin, meinet wegen soll sie sogar ihre Geschichte erzählen. Sie hat schließlich eine persönlichen Bezug und soll das, was sie schreibt, wie auch immer verantworten. Auch wenn unser Rechtssystem nicht unbedingt gerecht ist, so ist es doch wenigstens darum bemüht erst die Sachlage zu prüfen und dann nach Sachlage durch einen neutralen Dritten die Lage zu beurteilen.

    Ich habe nicht umsonst Robert Basic hier herausgegriffen, denn er hat die Geschichte unbedingt auf seinem Blog wiederholen müssen.

    Einseitig tendenziell und in dieser Konstellation rufschädigend. Dies wurde bewußt und vorsätzlich veröffentlicht, um Blogmacht zu demonstrieren und selbstherrlich und selbstgerecht dem Verein zu schaden. Dabei war es mehr oder weniger egal, was und wie nachhaltig der Verein geschädigt wird. Hauptsache man hat mal wieder gezeigt, wo der Bettel dem Most hängt.

  • 7
    mspro
    März 29th, 2006 09:27

    Kann sein. Machtdemonstrationen sind aber manchmal unumgänglich. Und wenn wir alle vor weiteren Abmahnfluten geschützt werden wollen, dann ist Machtdemonstration nun mal nicht nur das beste, sondern das einziege Mittel das wir haben. Wenn TI-D jetzt als Exempel taugt haben sie Pech gehabt. Dann haben sie zur falschen Zeit den flaschen Fehler gemacht. Das mag man hässlich finden (ist es vielleicht auch) aber es ist notwendig und auch durch die Faktenlage gerechtfertigt.

  • 8
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 09:43

    Das ist eine bequeme, nicht zutreffende “Gutmenschargumentation” ala Gearge Bush.

    Alle die Abmahnen gehören der Achse des Bösen an.

    Wir kämpfen für das Gute und damit darf jeder Collateralschaden in Kauf genommen werden?!

    Quatsch!
    1) Gibt es immer noch gute Gründe für das Instrument der Abmahnung.
    2) Gibt es Recht und Gesetz und das schützt dann auch die, die einen berechtigten Anspruch haben, dass eine Veröffentlichung nicht nur richtig gestellt wird, sondern auch mal sang- und klanglos verschwindet.

    Meinungsfreiheit sollte verantworungsbewußt genutzt werden und Meinugsfreiheit sollte nicht für Hetze und Diffamierung genutzt werden. Nicht einmal innerhalb des gesetzlichen Rahmens.

    Es macht einen Unterschied, ob ein Beitrag in einem kaum beachteten Blog steht oder 100fach verlinkt und kopiert. Und nicht zu vergessen, immer sichergestellt, dass lange Zeit kein anderes Thema in Google bei der Recherche zum Opfer auf den vorderen Seiten auftaucht.

    Ein Hurra auf die Google-Bombe! Bis es einen selbst trifft und man sich immer wieder erklären muss oder auch einfach viele Chancen nicht mehr bekommt, weil man bei der Recherche in Google die olle Kamelle nicht mehr los wird.

  • 9
    mspro
    März 29th, 2006 09:56

    Niemand hat etwas gegen gerechtfertigte Abmahnungen. Die Blogsphere hat sich noch nie gegen gerechtfertigte Abmahnungen zur Wehr gesetzt. Und ich denke auch nicht, dass sie es tun wird. Und bis ich nicht das Gegenteil bewiesen bekomme, glaube ich an die Kritikfähigkeit der Blogger.
    Also bleib bitte bei den Fakten. Recht ist Recht und Unrecht ist Unrecht. Google hin oder her.

  • 10
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 10:08

    Willst Du die Tomaten nicht von Deine Augen nehmen, oder was?

    Ich habe mich nicht gegen die Rüge und den Kampf gegen ungerechtfertigte Abmahnungen gewendet. Auch nachzulesen und durch eine entsprechende Überschrift in dem Beitrag leicht ausfindig zu machen.

    Ich wende mich gegen die Art und die Inhalte, die dieser Kampf in diesem Fall mitbringt. Ich mahne die Rücksichtslosigkeit und die fehlende Verhältnismässigkeit an. Und ich wende mich dagegen, dass die Blogosphäre sich zu Richtern und Henkern in einer Person aufschwingt.

  • 11
    Jörg
    März 29th, 2006 12:13

    Die Mechanismen des Mobs.

  • 12
    mspro
    März 29th, 2006 12:19

    Ok Silke. Ich sehe ein, was du sagen willst. Es können leicht ungerechtfertigte Äußerungen über Menschen hängen bleiben, die denen dann zu schaffen macht. Das ist traurig. So geschehen in dem von dir so hochgelobten Tageschau.de Artikel, der voller falscher Tatsachenbauptung war. Die schlimmen Auswirkungen sind hier nachzulesen in den Comments. Aber glücklicherweise wird bereits dagegen vorgegangen. Und zwar mit einer berechtigten Abmahnung. (Gegen die grundsätzlich niemand etwas hat)

  • 13
    Markus
    März 29th, 2006 12:33

    Ich kann Silkes Wertung nicht nachvollziehen. Rücksichtslos und von fehlender Verhältnismäßigkeit waren die obskuren Drohungen von Transparency International. “Wir sagen dir zwar nicht, was an deiner Darstellung falsch ist, aber wenn du’s nicht sofort löscht, dann hauen wir dir über den Schädel, daß es nur so kracht.” - das war der sinngemäße Inhalt des ersten Schreibens von TI. Und obwohl Moni zunächst nachgeben hatte, kommt kurz darauf der zweite Schlag, von wegen “Urheberrechtsverletzung” (wg. Veröffentlichung des Schreibens von TI!) Ich kann verstehen, daß da die Gutmütigkeit ein Ende hatte. Es geht TI nicht um inhaltliche Details - denn die könnte sie jederzeit vortragen und richtigstellen - sondern um Mundtotmachen bei absoluter Waffenungleichheit. Mittlerweile ist durch ihre anwaltliche Vertretung wieder Waffengleichheit hergestellt und die anscheinend unvermeidliche gerichtliche Auseinandersetzung wir dann auch die Fakten bis ins Letzte klären.

    Es ist bedauerlich, wenn der Ruf von TI durch diese Sache Schaden nimmt. Aber Schuld daran sind die Arroganz und die Aggressivität der Mitarbeiter dieses Vereins, also nur kein Mitleid.

  • 14
    roland
    März 29th, 2006 12:33

    einzig auffällig finde ich an diesem posting, dass es 1. dinge an den fall heranträgt, die damit nichts zu tun haben und mir auch nicht plausibel machen kann, was sie damit zu tun haben sollen und 2. von “hetze” etc. darin die rede ist, die einzige, die sich eines etwas überhitzten vokabulars bedient, aber die autorin selbst ist.

  • 15
    Markus
    März 29th, 2006 12:45

    Zustimmung Roland. Es ist schon sehr auffällig, daß Silke betont, sich weder von der Arbeit von Transparency International noch mit deren Mitarbeitern beschäftigt zu haben, aber zum einen beklagt, daß dem armen Verein nun seine Spendensammeltätigleit schwer gemacht würde (obwohl sich TI nicht unwesentlich durch Firmenspenden und nicht über Zuwendungen von Graswurzelidealisten finanziert) und zum anderen Geschichten über bösartige HiWis und sonstige Geschäftsschädlinge zum Besten gibt, die wohl suggerieren sollen, daß besagte ehemalige TI-Mitarbeiterin ebenfalls von fragwürdigen Charakter ist.

  • 16
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 12:57

    @roland
    Ich mache in dem Beitrag deutlich, dass Personalentscheidungen aus der Sicht von Vereinen sich ganz anders darstellen. Es geht um den Erhalt der Vereinsarbeit als solches vor dem Hintergrund einer Personalentscheidung.

    Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen zu einer gemäßigten Gangart. Jetzt verständlicher?

    @mspro
    Es wird noch immer angenommen, dass die Darstellung von moni.wasweissich in allen Punkten korrekt ist. Der Verein ist nicht verpflichtet in aller Öffentlichkeit den Wahrheitsgehalt darzulegen und dass in den Darstellungen deutliche Unterschiede sind kann über den Vergleich der Pressemeldung und dem Beitrag von Moni jeder selbst nachvollziehen.

    Wieviele Lügen – so denn in der Darstellung von Moni welche enthalten sind (ICH WEISS NICHT WER UND OB JEMAND LÜGT!!!) – machen jemanden zum Lügner? Ich war der Ansicht eine genügt.

    Übrigens hat moni.wasweissich genau die Kost bekommen, die sie ausgeteilt hat, nur um einen Grad verschärfter. So wie das in einer Eskalation gewöhnlich üblich ist und auch moni.wasweissich wird damit leben müssen. Nur mit dem Unterschied, dass sie noch den Schutz eines Pseudonyms genießt und damit den Makel nicht in ihrer Vita mitschleppen muss.

    Um eines noch klar zustellen: ich gehe davon aus, dass die Formulierung “an den Haaren herbeigezogen” nicht korrekt ist. Das ist meine persönliche Meinung.

    Dass es zu diesen Äußerungen kam, liegt auch an den Daumenschrauben, die die Blogosphäre an den Verein angelegt hat. Aber das interessiert ja niemanden. Hat der Verein ja verdient ebenso wie die Art der Darstellung bei moni.wasweissich.

  • 17
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 13:02

    @Markus
    Haltlose Verdächtigungen. Aber zur Erläuterung ich habe vor Jahren in einem Verein gearbeitet, der Familien mit chronisch kranken Kindern betreut und ich weiß aus schmerzlicher Erfahrung, wie empflindlich Öffentlichkeitsarbeit ist und wie Geldmangel wertvolle Arbeit zerstören kann.

    Ich weiß weiter aus zuverlässiger Quelle, dass der Verein TI-D als solches bei vielen, die sich vorschnell auf die Seite von Moni S. geschlagen haben, zuvor vollkommen unbekannt war und man bei dem Angriff eine Schädigung des Vereins billigend in Kauf genommen hat.

    Es geht um die Öffnung der Perspektive. Kapische?

    Und _suggerieren_ will ich gar nichts, weswegen ich betont mich von jeglicher BEWERTUNG der ARBEIT des VEREINS _tranperency internation_ noch der Personen, die dort arbeiten, DISTZANZIERE!!!

  • 18
    roland
    März 29th, 2006 13:08

    “dass in den Darstellungen deutliche Unterschiede sind kann über den Vergleich der Pressemeldung und dem Beitrag von Moni jeder selbst nachvollziehen.”

    Nein, sie haben die ursprüngliche Darstellung doch mit der Pressemitteilung bestätigt, das lese ich jedenfalls da heraus.

  • 19
    Markus
    März 29th, 2006 13:29

    @ Silke

    Stimmt. Es sind haltlose Verdächtigungen, wenn Du den konkreten Fall der Freundin von Moni allgemein mit unkorrekten Verhalten von Mitarbeitern in Verbindung bringst, die eine Kündigung rechtfertigen würden. Wurde denn der betreffenden Frau etwa gekündigt, weil sie TI geschädigt hat? Ich weiß es nicht, Du weißt es nicht und selbst TI hat in ihrer Pressemitteilung als Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses lediglich die Gehaltsforderungen genennt.

    Ich gebe dir völlig recht: diese Sache wird TI wahrscheinlich schaden. Nur: wer hat diesen Streit vom Zaun gebrochen? TI. Wenn im Blog von Moni Falschdarstellungen enthalten gewesen wären, hätte TI problemlos in höflichem Ton eine Richtigstellung verlangen können. Mir scheint, Du kennst den Inhalt des Schreibens nicht:

    “Die von Ihnen aufgestellten Behauptungen entsprechen im wesentlichen nicht den Tatsachen, da wo es sich um Ihre Bewertungen handelt wird der Tatbestand der [b]rechtswidrigen Schmähkritik[/b] erfüllt.

    [b]Ich erspare es mir zunächst, auf Einzelheiten einzugehen[/b], sondern gebe Ihnen Gelegenheit, den Text unverzüglich, spätestens bis zum 26.03.2006, 24.00 Uhr aus dem Netz zu nehmen.

    Sollte das nicht erfolgen, kündige ich Ihnen schon jetzt eine strafbewehrte Unterlassungserklärung und ggf. eine einstweilige Verfügung an. Ich gehe davon aus, dass Sie sich über die rechtlichen, aber auch finanziellen Konsequenzen, die sich daraus für Sie ergeben werden, klar sind.”

    Das ist frech & arrogant und außerdem juristischer Humbug. Statt vielleicht 200 Leuten, die Monis Blog lesen, hat der Vorgang nun große nationale Medien erreicht.

  • 20
    roland
    März 29th, 2006 13:40

    Eben. Die genannten Beispiele haben nichts, aber auch gar nichts, mit dem Fall zu tun.

  • 21
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 13:57

    Wo in dem Beitrag habe ich die Freundin und Ex-Mitarbeiterin verdächtigt unlauter zu sein?

    Ich habe drei gänzlich unterschiedliche Personalfälle aufgegriffen, die weder mit dem Verein noch mit dem konkreten Fall zu tun haben. Ich habe nachträglich dargelegt, dass in der Darstellung zum beanstandeten Fall wesentliche Differenzen bestehen, die keiner Unwahrheit bedürfen.

    Ich habe und BETONE es noch einmal nichts dagegen, die konkrete Drohgebärde anzuprangern. In der Tat wäre ein Begehren auf Richtigstellung bzw. der Anspruch zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung der bessere Weg gewesen. Inwieweit das dem Verein überhaupt möglich ist, steht dabei noch einmal auf einem anderen Blatt. Schließlich hat die Freundin publiziert und der Verein kann schlecht der Freundin gegenüber die Personalakten offenlegen um den Beweis anzutreten.

    Was darin steht und wie es sich zugetragen haben weiß die Personalabteilung. Ende. Keine Unterstellungen und keine Annahmen. Punkt.

    Als Außenstehende können wir nur festhalten, dass der Verein noch immer öffentlich bekundet, dass die Darstellung bei Moni Lügen enthält. Was eine an den Haaren herbeigezogene Lüge ist und was eine einfache Lüge ist, liegt im Auge des Betrachters.

    Ich kann aber nicht automatisch annehmen, dass der Verein unrecht hat in Bezug auf die Behauptung. ICH WEISS ES NICHT! Weswegen ich auch überhaupt mehrfach betont habe, dass eine Vorgehensweise, die sicherstellt, dass keiner die Geschichte übersehen kann, Blogger die dies tun in einen Lynchmob verwandeln.

    @roland
    Die Gegenüberstellung von Brutto zu Netto mag den Wahrheitsgehalt nicht verändern. Es verändert jedoch die Wahrnehmung und erzeugt beim Flüstertelefon in aller Regel eine fehlerhafte Wiedergabe der Fakten.
    Auch ist die Verwendung zweier Werte die die Vergleichbarkeit erschweren ein alter Trick. Weswegen der Verbraucherschutz durchgesetzt hat, dass z.B. Kaufhäuser zusätzlich einheitliche vergleichbare Preise auf die Etiketten drucken müssen. Nur ein Detail von Zweien, die jeder nachvollziehen kann.

    Wegzulassen, dass man von vornherein vereinbart hatte, dass nach der Probezeit auf 30 Stunden die Arbeitszeit auszuweiten, ist auch keine Lüge. Eine Auslassung aber, die die Bewertung der Geschichte erheblich verändert. Denn bei der Zusage der Stelle muss der Mitarbeiterin schon klar gewesen sein, dass nach Ende der Probezeit die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht möglich ist oder aber man zu einer Fortsetzung zu den ursprünglichen Konditionen nicht gewillt ist. Noch keine Lüge aber ein Verhalten, dass das Verhältnis von Arbeitgeber und potentiellem Mitarbeiter erheblich stören kann. Einarbeitungszeiten kosten Geld. Einarbeitung an potentielle Mitarbeiter zu verschwenden, die nicht vorhaben sich an Vereinbarungen zu halten und zumindest aus der Perspektive des Arbeitgebers mit überzogenen Forderungen die Verhandlungen der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses einleiten, führt häufiger als man denkt zu einer raschen Beendigung. Bevor man noch mehr Zeit in ein Arbeitsverhältnis vergeudet, das man so nicht anstrebt.

    Dies hat etwas mit “Wort halten” zu tun. In wie weit hier ein Wort nicht gehalten wurde kann ich nicht beurteilen ich war nicht dabei, aber die Annahme liegt meines Erachtens nahe.

  • 22
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 14:05

    @Roland
    Doch! Die Fälle haben etwas mit Personalentscheidungen zu tun und den Entscheidungsnöten in denen ein Verein stecken kann.

    Es relativiert entschieden, was eine zwingende, eine akzeptable oder notwendige Personalentscheidung ist. Es legt auch dar, dass ein Verein viele Interna nicht nach außen tragen kann, so gern es das möchte.

    Es legt auch dar, dass in Personalangelegenheiten grundsätzlich viele Aspekte eine Rolle spielen.

    Ich sehe mangelndes Verständnis für den Verein, denn sonst hätte sich ein Teil der Blogosphäre darauf beschränkt, dem Verein für die Abmahnung eines auf den Latz zu knallen und nicht noch dafür zu sorgen, dass der ursprüngliche Beitrag nicht nur öffentlich ist, sondern auch noch Popularität erlangt und zukünftig im Google-Gedächtnis an vorderster Stelle abgerufen werden kann.

  • 23
    roland
    März 29th, 2006 14:13

    Verstehe ich das jetzt richtig? Du sagst erst, Du weißt nicht, ob gelogen wird, gehst dann aber beim Vergleich von PM und Text auf die einzelnen Punkte ein und sagst jedesmal, dass da keine Lüge vorliegt?

  • 24
    roland
    März 29th, 2006 14:17

    Zu 22.: Es ist richtig - und in den ersten Beiträgen dazu ging es auch allein darum - dass zunächst das Verhalten der TI wegen der Drohung kritisiert wurde. Erst im weiteren hat man sich darauf konzentriert, die Darstellung bei gedankenträger vs. die Darstellung durch TI zu betrachten. Um es kurz zu machen: an den Fakten gibts da nichts zu deuten, sagst du ja selbst (keine Lügen), wohl aber in der Bewertung. Die aber steht jedem frei und immer noch sehe ich da nicht den geringsten Grund, warum TI ÜBERHAUPT sonen Rabatz angestellt hat.

  • 25
    Markus
    März 29th, 2006 14:22

    Ich bitte Dich, Silke. Dein Beitrag beginnt mit “Ich kenne den Verein Transperency Deutschland nicht, aber ich weiß, dass eine Geschichte, wie die der gekündigten Mitarbeiterin zum Alltag gehört. Personalfälle sind immer zweischneidig.” Und dann kommen ausführliche Beispiele problematischer Mitarbeiter, bei denen man nachvollziehen kann, wenn der Arbeitgeber eine Kündigung ausspricht. Wenn das nicht suggerieren soll, daß diese TI-Mitarbeiterin ebenfalls in die Kategorie “Gut, daß wir ihr gekündigt haben” fällt, was dann?

    Was den Wahrheitsgehalt betrifft: die Darstellungen von Moni und der Pressemitteilung von TI sind weitgehend deckungsgleich. Ja, wir können den Brutto/Netto-Vergleich nicht eindeutig nachvollziehen, weil donalphons die Zahlen ausgeixt hat. Nur: Moni hat bestätigt, daß der dort genannte Bruttobetrag für den von ihr genannten Nettobetrag passend ist. Da man bei einem Gehalt von 1.000,– weitgehend in der Steuerfreiheit bleibt, ist schon nachvollziehbar, daß das Bruttogehalt überproportional steigen muß, wenn man pro Stunde netto nicht weniger haben will.

    Aber um die Gehaltsgeschichte geht es doch gar nicht. Wenn TI lediglich gewollt hätte, aus (vermeintlich falschen) 1.400 netto einen (vielleicht korrekten) Bruttobetrag zu machen, dann hätten sie das verlangen können und hätten ihren Willen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch bekommen. Es geht darum, ob es Blogger erdulden müssen, ihre Beiträge mit erpresserischen Methoden zensiert zu bekommen. Ich verteidige doch kein Recht auf Falschdarstellung! Aber wer behauptet, daß jemand unwahre Tatsachen verbreitet, ist in der Pflicht, das auch zu belegen. Und wer seine “Enttäuschung” über einen Arbeitgeber äußert, der einer Freundin gekündigt hat, weil man sie lieber durch eine billigere Arbeitskraft ersetzen wollte, der muß dies ihm Schutze der Meinungsfreiheit tun dürfen, ohne davor zittern zu müssen, wegen “rechtswidrigen Schmähkritik” vor Gericht gezerrt zu werden.

  • 26
    Tim
    März 29th, 2006 14:42

    Wenn diese Art der Auseinandersetzung Schule macht, dann wird es mit dem lockeren bloggern bald vorbei sein. Diese Sache wird aufmerksam von Parteien, Verbänden und Unternehmen verfolgt. Es hätte jeden Treffen können. Ich würde mich nicht wundern wenn nicht schon ein paar mails bei Frau Zypris eingegangen wären. Sowas ist ein Grund mehr, die Anbieterkennzeichnungspflicht einzuführen, wie es der Referentenentwurf der Novelle des Telededienstegesetzes auch vorsieht. Schutz der Meinungsfeeiheit ist ein zu hohes Gut, als das man es in solchen kindischen Auseinandersetzungen, die eher ein Kommunikationsproblem sind, aufs Spiel setzt.

  • 27
    Tim
    März 29th, 2006 14:45

    Ach ja: Ich habe das Gefühl, dass von den Wortführern - speziell einer - noch die ein oder andere Rechnung mit TI offen hat. Der Mob ist da ein wunderbares Werkzeug.

  • 28
    roland
    März 29th, 2006 14:47

    Gefühle sind keine Argumente.

  • 29
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 14:58

    Es gab etliche Blogger, die haben nur diesen Punkt kritisiert und wäre entsprechender Beitrag mit der Abmahnung verlinkt und wiederholt werden, hätte es meine Beitrag nie gegeben.

    Warnung! Die folgende Frage ist nun höchst suggestiv!!!
    Und wie bitte will der Verein darlegen, dass ggf. nicht die Gehalts-Verhandlung letztendlich Anlass für die Nichtfortsetzung des Beschäftigungsverhältnisses war? Dem Verein wäre es unmöglich der Freundin gegenüber auch nur einen Hauch anzudeuten, ohne dabei Datenschutzrechte zu verletzen. Die Konstellation ist für den Verein irgendwie richtig beschissen.

    Aber selbst wenn es immer nur um diese beiden Punkte ging und man große Worte und eine überzogene Reaktion zeigte für einen kleinen Furz in der Blogosphäre verwendet hat, dann ist es immer noch nicht richtig, den beanstandeten Beitrag zu wiederholen und erpresserisch gegen den Verein einzusetzen.

    Ich betone zum wiederholten Mal: Zum Zeitpunkt der Wiederholung des beanstandeten Beitrages, konnte dessen Wahrheitsgehalt nicht geprüft werden und eine Stellungnahme des Vereins wurde NICHT abgewartet.

    Stattdessen wurde eine Suggestivfrage gestellt: “Transparency Deutschland als Arbeitgeber in Verruf?”

    Das ist schmutziger Boulevard und Blogmissbrauch! Da ist nicht die Unverhältnismäßigkeit durch den Justiziar thematisiert, sondern der Verein als Arbeitgeber.

    Entsprechend geht es in meinem Beitrag auch um Personalentscheidungen und nur ganz am Rande widmet sich der Beitrag dem Thema Meinungsfreiheit.

  • 30
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 15:09

    @Roland
    Ich weiß nicht, woher Du die Gewissheit nimmst, dass nicht gelogen wurde.

    Bei den beiden Punkten die ich aufgreife, verwende ich Äußerungen der beiden Parteien und stelle diese gegenüber und halte mich an das geschriebene und für jeden nachvollziehbaren publizierte Wort. Ich nehme für die Gegenüberstellung weder an, dass es wahr ist noch ob es gelogen ist. Das ist für die Gegenüberstellung nicht wichtig.

    (Randnotiz: Und Gefühle sind so wahrhaftig wie Fakten, oder soll ich annehmen, dass Du keine Gefühle hast und daher deren Existenz in Zweifel ziehst?)

  • 31
    roland
    März 29th, 2006 15:13

    Ich kann mich nur wiederholen, der boulevardeske Sprachgebrauch scheint mir eher hier vertreten zu sein (nur mal so, den extensiven Einsatz von Fettschrift, Ausrufezeichen kenn ich gerade da her). Egal. Wird jetzt mein letzter Kommentar hier, denn überzeugen werden wir uns eh nicht gegenseitig.

    Freie Meinungsäußerung gilt. Freie Meinungsäußerung muss man aushalten können. Wenn man etwas für unrichtig und sachlich falsch dargestellt hält, haben Weblogs die wunderbare Funktion des Kommentarfeldes. Wem das nicht offiziell genug ist, kann sich auch schriftlich an den Autor des betreffenden Beitrages wenden. Das sind zivile Mittel und die sollte erst erst Recht eine Organisation wählen, die - man kann es nicht oft genug zitieren - “Meinungsfreiheit für den Einzelnen erfahrbar” machen will.

  • 32
    Martin H.
    März 29th, 2006 15:14

    Sicher sind Arbeitsverhältnisse bei Vereinen anders als in der Wirtschaft, aber gerade das macht sie für den Bewerber interessant. Weil es meist nicht nur um das reine Geldverdienen geht, erwarten viele Menschen auch einen anderen Umgang mit den Angestellten (bis zu einer gewissen Zahl an Angestellten). Wenn ein Verein die höhere Geld- oder Stundenforderung nicht zahlen kann, ist das für fast jeden nachvollziehbar. Es wird aber erwartet, dass man miteinander redet.

    Dieses Miteinanderreden ist anscheinend bisher nicht passiert und sorgt dafür, dass das Thema weiter warmgehalten wird. Das Drumherum, was dabei herauskommt, war vorher da und wird nun kritischer betrachtet und findet mehr Gehör, als wenn sich jemand in ruhigen Zeiten damit befasst hätte. ###[Mit dem Einverständnis es Autors entfernt]### Don Alphonso ist mit seinen Bemerkungen selten zimperlich, aber deshalb lese ich sein Blog. ###[Mit dem Einverständnis es Autors entfernt]###

    Zu Basicthinking: Ich finde es gut, dass er sich mit der Übernahme des Originaltextes Moni unterstützt hat. Denn die Sache hätte auch für ihn wirtschaftlich nach hinten los gehen können, oder kann es noch immer.

  • 33
    Markus
    März 29th, 2006 15:37

    @ Silke
    Wir reden auch in gewisser Weise aneinander vorbei. Dir stinkt die Darstellung der Sache bei basic thinking. Warum auch nicht. Ich habe dieses Blog z.B. gar nicht gelesen. Wenn dort nun tatsächlich “erpresserisch gegen den Verein” vorgehen wollte (wie soll das ein Blog eigentlich anstellen?), dann hätte TI einen echten Grundn die Anwälte zu beschäftigten und könnte Moni in Ruhe lassen. Allerdings ist Deine Kritik an Roberts Blog ein kleiner Teil Deines Beitrages hier. Der weitaus längere Teil befaßt sich mit wilden Spekulationen über Personalentscheidungen, die - wenn vielleicht nicht der Intention, aber zumindest der Wirkung nach - darauf abzielen, die gekündigte TI-Mitarbeiterin in ein schlechtes Licht zu rücken.

    Was hätte Ti sich verhalten sollen? Der ursprüngliche Beitrag dümpelte viele Wochen auf Monis Seite herum, eine handvoll Kommentare, ein paar Leser, das wars. Nun liest das irgendein TI-Mensch und ärgert sich. Zunächst mal hätte Ti das tun können: gar nichts. Ab jezt geraten wir ins freie Spekulieren: vielleicht war etwas an der Darstellung falsch. Vielleicht auch nicht, und TI ist nur bei jeglicher Kritik absolut dunnhäutig? Waren die Zahlen falsch? War das Gehaltsverlangen vielleicht gar nicht der Grund der Kündigung? Auch gut, wen interessiert schon ein kleiner Furz in der Blogosphäre? Aber nein, TI meint, daß gehandelt werden muß. Auch das wäre noch verständlich, wenn man erstmal einfach eine e-mail schickt und überhaupt klar macht, wo das Problem liegt. Dazu muß ich keine schmutzige Wäsche aus dem Personalbüro in der Öffentlichkeit waschen (was - ich muß es wiederholen - sowieso nur von Dir ins Spiel gebrachte Spekulation ist). Da reicht es völlig aus, allein zu Moni zu sagen: “die Differenz über die Gehaltsvorstellungen war nicht der Kündigungsgrund.” oder “ihre Freundin hat nicht den von ihne angeführte Gehaltserhöhung verlangt, sondern einen weitaus höheren Betrag”. Dann kann Moni nochmal kurz mir ihrer Freundin telefonieren und entscheiden, ob sie ihre Darstellung stehen läßt. Und dann (endlich!), dann kann TI die juristische Keule herausholen, wenn er der guten Ansicht ist, verleumdet zu werden. Wer sich seiner Sache sicher ist, kann dann auch klagen. Stattdessen: plumpe, inhaltsleere, juristische hanebüchene Drohungen und der sofortige Rückzug (”wir machen jetzt gar nix mehr”), sobald die Sache öffentlich wurde.

    Meine Vermutung: die Darstellung des Vorgangs war inhaltlich im wesentlichen korrekt. Ein mimosenhafter Justiziar sah sich auf die Zehen getreten und wollte eine vermeintlich schwache Person mit Einschüchterungsmaßnahmen disziplinieren. Wenn das so war, dann habe ich keine Spur Mitleid mit TI. Wenn es anders war, dann sollte eine Organisation, die sich Transparent und Wahrhaftigkeit verschrieben hat, daß Rückgrat haben, denn Fall (auch juristisch) auszufechten. Sie kann dabei nur an Glaubwürdigkeit gewinnen.

  • 34
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 15:56

    @roland
    Die Hervorhebung ist Reaktion auf die Antworten, die ich bekam um entsprechend bewusst zu machen, Unsicherheiten zu kennzeichnen, sicher zustellen, dass es nicht übersehen wird.

    Ich habe nichts gebracht, was nicht nachvollziehbar ist und sogar Suggestivsätze als solche unübersehbar gekennzeichnet. Und das wird nun also als Boulevard dargestellt. Oh! Ich muss wohl wieder zum Friseur gehen, da scheint sich beim Boulevard eine positive Entwicklung abzuzeichen. ;-)

    Ich habe DonAlphonso ganz bewußt _nicht_ verlinkt. Ich lese ihn selten und wenn dann erinnert er mich meistens daran, warum ich so selten bei ihm lese.

    @MartinH
    Was gab es noch zu reden oder zu verhandeln, wenn die Entscheidung erst einmal gefallen war.
    Gründe für die Einstellung der anderen Kandidatin dürfte kaum Gesprächsthema sein. Ein Pflicht zum Gegenangebot und zur Verhandlung gibt es nicht. Es soll auch Arbeitgeber geben, die Kandidaten mit Vorstellungen weitab von dem was man bieten kann, für keine Partner in langfristigen Arbeitsverhältnisse halten und darin ein unverhältnismäßiges Risiko sehen.

    Das Drumherum wie z.B. das private Umfeld oder die berufliche Vergangenheit des Justiziars haben nun definitiv nichts mit dem Fall zu tun. Es anzuführen ist schlechter Stil. Ich kann darin auch kein öffentliches Interesse erkennen. Es ist fieses rumratschen. Schade, dass es hier wiederholt werden musste. Man muss nicht alles schreiben und nachplappern.

    Es ganz mieser Stil, so wie der Beitrag auf Basicthinking.de/blog. Als drauf gehaun.

  • 35
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 16:14

    Was hätte Ti sich verhalten sollen? Der ursprüngliche Beitrag dümpelte viele Wochen auf Monis Seite herum, eine handvoll Kommentare, ein paar Leser, das wars. Nun liest das irgendein TI-Mensch und ärgert sich.

    Spekulation.

    Ich halte mit einer anderen _Spekulation_ dagegen: Ein potentieller Geldgeber spricht den Verein auf die Kündigung an und hinterfragt ob der Verein den ethischen Ansprüchen genügt. Aus welchen Gründen auch immer verzeichnet der Verein einen leichten Rückgang in den Spendeneinnahmen. Bei einer der Recherchen über eine der Suchmaschinen taucht der Beitrag unter den ersten 10 Ergebnissen oder ersten 10 Seiten der Suchergebenisse auf und der Verein fürchtet, dass zwischen Beitrag und Spendenrückgang ein Zusammenhang bestehen könnte.

    Wie bereits geschrieben, mein Szenario ist auch nur Spekulation.

    Da ich aber viel Erfahrung mit Vorständen und Geschäftsführern habe und deren Nervosität bei derlei Angelegenheiten kenne, kann ich mir die Reaktion vorstellen, als man den Beitrag erstmals zu Kenntnis nahm. Ich gehe nicht davon aus, dass Moni.wasweissich den Verein von ihrem Beitrag in Kenntnis gesetzt hatte. auch wieder nur so eine Annahme.

    Dass ich dabei mich auf schmutzige Wäsche beziehe ist eine Interpretation. Auch einfache alltägliche Informationen unterliegen dem Datenschutz. Z.B. die Planung der Arbeitszeiten unter Berücksichtigung der Kindergarten-Öffnungszeiten wegen des dreijährigen Kindes der Mitarbeiterin. Das ist keine schmutzige Wäschen. Das ist nur ganz profaner kleiner Planungsalltag der hier und da schon einmal die Arbeit behindern kann.

    Ich habe nie nie nie die Kritik an der Vorgehensweise des Justitiars begrüßt oder den Kampf dagegen angekreidet. Ich kreide die Art des Kampfes an, bei dem nicht der Tatbestand der Unverhältnismäßigkeit der Rechtsmittel thematisiert werden sondern ob der Verein als Arbeitgeber in Veruf gerät.

  • 36
    Martin H.
    März 29th, 2006 16:38

    Sicher muss niemand verhandeln, aber etwas mehr als die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Ende der Probezeit sollte schon drin sein. Die Erklärung, dass der Verein keine 500 € mehr (geschätzt) bezahlen kann, aber jemanden braucht, der 30 Stunden arbeitet, wäre doch eine Möglichkeit gewesen. Wenn ich es mir als Verein nicht leisten kann, dann kann ich das doch sagen. Was es heißt im Verein tätig zu sein und Angestellte zu haben weiß ich. Da muss man zu seinen finanziellen (Nicht-) Möglichkeiten stehen, wie du es bei Basicthinking beschreibst.

    Wenn dich der Text zum Justiziar stört, kannst du ihn gern herausnehmen. Es ist sicherlich kein guter Stil, aber wohl typisch bei Personen mit DDR-Geschichte.

  • 37
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 17:03

    Ich schätze ich sollte den Gebrauch von “Erpresserisch” näher erläutern.

    Es dürfte kein Schreiben an den Verein gegangen sein, bei dem Konsequenzen und die gezielte Veröffentlichung angedroht wurde, wenn man von der Androhung weiterer Rechtsmittel nicht absähe.

    Aber für alle zukünftige Fälle ist genau diese Erpressung konstatiert: “Wenn Du Goliath einen David aus unserer Mitte bedrohst, wirst Du ob wahr oder nicht, diese Meldung auf vielen anderen Blog lesen dürfen. Manche davon stärker und mächtiger als das Weblog des kleinen Davids.”

    Ethisch moralisch wird diese Drohung nicht enmal hinterfragt. Es wird nicht angezweifelt. Bessere Wege nicht gesucht. mspro sieht sie sogar als die einzig wirksame Waffe an gegen den Abmahnwahn.

  • 38
    Markus
    März 29th, 2006 17:17

    Jep, alles Spekulation. Und solange sich TI weigert, irgendwie inhaltlich Stellung zu beziehen (was selbstverständlich auch ohne Verletzung irgendwelcher Persönlichkeitsrechte ginge), kann man fröhlich weiter spekulieren. Die “schmutzige Wäsche” habe übrigens nicht ich erfunden. Du bringst die Gekündigte in Verbindung mit: “Hiwi, der … die Organisaton hinten und vorne bescheisst “, “Mitarbeiterin mit Behindertenausweis, … für die die Arbeit zu anstrengend ist und mehr fehlt als anwesend ist “, “PR-Maus, … [deren] sozialen Defizite die Gruppendynamik so massiv stört” oder einem “unlauteren Hiwi”.

    Ich kreide Dir nicht an, daß die Art des Kampfes kritisierst, bei dem der Verein als Arbeitgeber in Veruf geraten kann. Aber ist es dazu erforderlich, daß Du die Gekündigte in Verruf bringst?

  • 39
    Markus
    März 29th, 2006 17:22

    “Wenn Du Goliath einen David aus unserer Mitte bedrohst, wirst Du OB WAHR ODER NICHT, diese Meldung auf vielen anderen Blog lesen dürfen. Manche davon stärker und mächtiger als das Weblog des kleinen Davids.â€?

    Steht das wirklich wo? (also unter Bezug darauf, ob Davids gebloggte Behauptung wahr oder falsch ist?) Das wäre in der Tat schwach. Ansonsten: diese Art von Solidarität ist die einzige Chance, die ein David hat, der ungerechtfertigt angegriffen wird.

  • 40
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 18:37

    “Ob wahr oder nicht” ergibt sich aus der zeitlichen Abfolge.

    Schmutzige Wäsche — es sind leicht nachvollziehbare Beispiele und in ihrer Unterschiedlichkeit ist die Abstraktion klar erkennbar. Ich setze damit keine Bezüge zum konkreten Fall.

    Sicher. Es muss Gründe gegeben haben, warum eine Gehaltsverhandlung nicht erwogen wurden. Ob diese Gründe in der alleinerziehenden Mutter/der Frau, der Mitarbeiterin/Kollegin … den Kollegen zu suchen sind oder in der anderen Kraft, die die Stelle dann übernommen hat, wer weiß das schon. Ich persönlich käme nicht auf die Idee bei diesen Beispielen automatisch der Gekündigten ebenfalls einen der drei Gründe anzunehmen.

    Die Tasache dass es eine Mutter von einem Kleinkind ist, fällt mir dabei dann schon ein. Es braucht nicht viel Fantasie um sich den Arbeitsalltag vorzustellen. Es gibt wenige Mütter, die neben dem Betreuungssystem noch ein Backupsystem für den Fall haben, dass das Betreuungssystem aussfällt. Auch weiß ich aus Erfahrung, dass Mütter sehr empfindlich reagieren, wenn von ihnen verlangt wird über die geregelte Zeit hinaus tätig zu werden. Jede Stunde der wenigen Zeit, die man mit dem Kind hat ist sehr kostbar und wird selten ohne Kampf dem Job geopfert.

    Die Kurzumschreibung dieser Tatsache lautet kleiner Planungsalltag. Wobei der Planungsalltag in dem Konkreten Fall vollkommen unklar ist. Es kann durchaus sein, dass in alle der Zeit es zu keiner einzigen Beeinträchtigung kam. Die Tatsache bei der Personalentscheidung keine Rolle spielte.

  • 41
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 18:59

    Das “Alleinerziehen” musste wohl gestrichen werden und es bleibt ein großes spekulatives Fragezeichen bezüglich der stressfreien freien Verfügbarkeit im kleinen Planungsalltag einer Mutter und die könnte man genausogut bei jedem Vater stellen … tut man nur allgemein nicht.

    Jaja der Wahrheitsgehalt … das ist so eine Sache. Die leise Post ist voll von Missverständnissen und hinterher tut es allen leid.

  • 42
    mspro
    März 29th, 2006 19:24

    Silke also ehrlich. Wenn du mit deiner Argumentation, warum die Blogsphäre doch noch im unrecht sein könnte derart abstruse Verschwörungtheorien konstruieren musst, dann … also dann entlockt mir das schon ein Lächeln.

  • 43
    Martin H.
    März 29th, 2006 19:47

    Silke, deine letzten beiden Kommentare bezüglich Kleinkind und Betreuung sind nicht relevant, denn sie wurde eingestellt.
    Du sagst die Beispiele (die für mich eindeutig als solche erkennbar waren) sollen kein Bezug zum aktuellen Fall haben. Allerdings fängst du dann an die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft anzuzweifeln. Das ist der gleiche schlechte Stil, den du Anderen vorwirfst (z.B. bezüglich Justiziar).

  • 44
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 20:38

    Ich habe diese als spekulativ gekennzeichnet. Ich habe mehrfach fett darauf hingewiesen, dass ich keine Kenntnis der Umstände habe.

    Aber schön, dass hier in meine Richtung die Gefährlichkeit der Spekultation erkannt wird.

    Vielleicht fängt man ja mal an auch die andere Richtung nicht alles als gegeben hinzunehmen und räumt dem Verein ein, dass er eine andere Sicht auf die Dinge haben kann, die aus der Perspektive des Vereins eine Lüge ist, wie z.B. der umstand, dass die Ex-Mitarbeiterin alleinerziehend ist. So die Berichtigung korrekt ist, ist nicht nur zusätzlich jemand da um Betreuungsaufgaben für das Kind zu übernehmen, es existiert zumindest theoretisch ein zweiter Mensch, der den Lebensunterhalt mit bestreiten kann.

    Damit kommen wir zu dem Punkt des auf den Job angewiesen sein und diesen zu brauchen im Unterschied zu der Person, der man im Anschluß den Job gab.

    Wie wäre es, wenn wir das Thema hier einfach abschließen, sonst bringt ihr mich noch dazu aus der Ex-Angestellten eine Schwerverbrecherin zu konstruieren, so wie der Verein — den ich ebensowenig wie die beiden Damen kenne — zu einem Monstrum gestempelt wurde.

    @mspro
    Ich konstruiere nicht. Ich beobachte in der Darstellung von moni.wasweissich, die auf hörensagen beruht Ungenauigkeiten und diese Ungenauigkeiten tragen zur Bewertung des Vereins bei.

    Die Blogosphäre ist im Unrecht, wenn Sie Hörensagen als Fakten ansieht!

    Vielleicht nehmen die hier kommentierenden zur Kenntnis, dass ich Spekulation in jedem Fall gekennzeichnet habe, ganz im Unterschied zu anderen und dass die Androhung sich unseres Rechtssystems nicht dazu führen darf, dass man Hörensagen kritiklos weiterträgt.

    So ein paar _Gedankenspiele_ bei der die Gegenseite weniger gut wegkommen und die Klarstellung von Ungenauigkeiten halte ich bei der Angelegenheit dann doch eher für ausgleichende Gerechtigkeit.

    @Martin H.
    die Behinderte wurde auch eingestellt und der Alltag zeigte, dass man sich falsche Vorstellungen machte. Sowohl die Behinderte wie auch der Arbeitgeber hatten keine Schwierigkeiten erwartet.

    Ich bitte daran zu denken, dass ich an dieser Stelle keine Fakten präsentiere. Die Faktenlage ist mir wie ich X-Fach schrieb nicht bekannt.

    Wo ich mich konkret auf den Fall beziehe verwende ich Angaben aus dem Text und der als Pressemeldung aus dem Haus Transparency bekannt gewordenen Äusserungen.

    Ich bitte diesen Text kritisch und gründlich zu lesen und Möglichkeiten und Gedankenspiele zuzulassen aber nicht mit der Realität zu verwechseln.

  • 45
    Markus
    März 29th, 2006 21:44

    “So ein paar _Gedankenspiele_ bei der die Gegenseite weniger gut wegkommen und die Klarstellung von Ungenauigkeiten halte ich bei der Angelegenheit dann doch eher für ausgleichende Gerechtigkeit.”

    Lächerlich. Manche Blogger berichten leicht schluderig über den Fall (mehr ist das mit dem alleinerziehend nicht und Moni hat das nicht einmal behauptet) - böse. Silke erfindet Unterstellungen über die mangelnde berufliche Eignung der Gekündigten - ausgleichende Gerechtigkeit im Sinne der Fairness.

    Das Mittel der Wahl gegen eine Falschbehauptung ist eine Richtigstellung und nicht schräge Gegenpropaganda.

  • 46
    Silke Schümann
    März 29th, 2006 22:41

    @Markus
    ich habe nichts erfunden. Ich bin bei der ‘alleinerziehenden Mutter’ selbst der Täuschung aufgesessen.

    Schräge Gegenpropaganda wäre es, wenn ich auf die fett markierten Hinweise verzichtet hätte und nicht mehrfach betont hätte, dass fehlende Kenntnis genau diese mangelnde Fairness erzeugt.

    Es wird ja nicht einmal zur Kenntnis genommen, dass der Verein genau die gleiche Objektivität verdient hat und die Wiederholung von Hörensagen und die Debatte darüber erst zu diesen Flüstertelefon/stille Posteffekten führt.

    Das was hier Transparent geschieht, fehlt nun einmal vielerorts. Ich gestehe Moni.wasweissich diese Darstellung zu, nicht aber den anderen Bloggern, die diese Geschichte in ihren Blogs per Copy&paste übernehmen.

    Aber ich kann mir ja die Finger Wund schreiben, und es wird immer noch mit dem Finger auf den TI-D gezeigt und steif und fest behauptet, dass der Verein im Unrecht ist und moni.wasweissich wie Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit berichtet.

    Siehe die Ausführungen mspro.

    Den Wahrheitsgehalt können Aussenstehende nicht beurteilen. Nicht einmal moni.wasweissich kann dies mit der ultimativen Sicherheit. moni.wasweissich gestehe ich aber noch eine unmittelbare Betroffenheit zu und die Tatsache, dass ihr Urteil in Bezug auf Menschenkennstnis zu einer _möglicherweise_ richtigen Einschätzung führen mag. Bei der Art der Darstellung stelle ich eine einseitige unfaire Form fest, was ich durchaus nachvollziehen kann. Das berechtigt aber nicht den Rest der Blogger diese Darstellung populistisch als Waffe gegen den Verein zu einzusetzen.

    Lächerlich bezeichne ich die Weigerung die eigene mangelnde Urteilsfähigkeit anzuerkennen und dementsprechend sich bei der Verbreitung der Geschichte selbst zurückzuhalten, den Vereinsnamen weitestgehend rauszuhalten, wenn es um die Personalangelegenheit geht. Sich im Übrigen nicht an der Schlammschlacht gegen den Justitiar aktiv zu beteiligen, in dem man dessen berufliche Vergangenheit und vermeintliche oder echte Spitznamen abfällig kolportiert.
    Auch finde ich es nicht witzig, abfällige Bemerkungen über die Personalpolitik des Vereins zu lesen (Das PS im neun12)

    Macht ja nichts, oder? Schließlich weiß die Blogosphäre längst, wer der Böse und wer die Gute ist.

    Es wäre einfach schön, könnte man sich darauf beschränken, die die Meinungfreiheit zu verteidigen und nicht diese zu missbrauchen.

  • 47
    mspro
    März 30th, 2006 00:12

    Also Silke, ohne philosophisch zu werden. Gibt es Information außerhalb irgend eines Hörensagens? Anders gefragt: Darf man nur über etwas eine Meinung haben, das man am eigenen Leibe erfahren hat? In seiner eignen lebendigen Impession (das meine ich wörtlich) eingedrückt bekommen hat?
    Niklas Luhmann sagt: Alles was wir wissen, wissen wir über Blogs … oder so ähnlich.
    Fragt man weiter, egal in welchem Fall, ist es letztendlich immer eine Frage des glaubens.
    Nun kann man sicher sagen, die eine Erklärung ist evidenter als die andere. Das kann sicher jeder anders sehen. Aber - jetzt mal von Mensch zu Mensch - dass die von Blogs aufgrund der “Fakten” vertretene Meinung evidenter ist, als die von TI-D, kann man nur leugnen, wenn man eine sehr verquere Weltsicht hat. Diese kommt eben in deinen “Konstruktionen” sehr schön zum Ausdruck.
    Ich will sie dir ja lassen. Aber ich halte dich einfach für zu intelligent (ja, ich habe einiges von dir gelesen) als dass ich dir das durchgehen lassen würde. Gute Nacht

  • 48
    Markus
    März 30th, 2006 06:44

    @ Silke
    Selbstverständlich hat TI Objektivität verdient. Dazu muß er sich aber auch mal äußern. Was hat denn TI bisher in der Sache von sich gegeben? 1. In Monis Blog ist alles erstunken und erlogen, die Veröffentlichung wird notfalls gerichtlich unterbunden. 2. Eine halböffentliche Pressemitteilung, die im wesentliche Monis Geschichte bestätigt. 3. Die Interviewäußerungen, Moni verbreitet Falschaussagen, aber TI macht in Zukunft gar nix mehr.

    Ich habe mir die Blogs durchgelesen, die Dich so aufgeregt haben. Basic thinking spricht von “alleinerziehend”, will aber nicht ausschließen, daß die ganze Sache ein Fake ist. Sein Hauptstörgefühl: so schäbig soll man mit Bloggern nicht umgehen, selbst wenn sie falsch liegen sollten. Tom’s Diner bringt eine sachliche Darstellung der Vorgänge, mit zwei Seitenhieben auf TI, die vor dem Hintergrund des Geschehenen mehr als verständlich sind. Gut, für Dich nicht, für mich schon. Hier kämpft nicht Gut gegen Böse, sondern viele Leute wundern sich einfach, wie eine Organisation, die tagtäglich mit Größen aus Politik und Wirtschaft verkehrt, dermaßen bodenlos unprofessionell vorgehen kann.

  • 49
    Silke Schümann
    März 30th, 2006 07:17

    Ich klinke mich an dieser Stelle aus. Ich denke die Standpunkte sind klar und die stillePost-Effekte, die Subjektivität dieser Geschichte deutlich genug rausgekommen.

    Auch dass ich einen anderen Blickwinkel auf die Verhältnismäßigkeit habe, was das Republizieren der Geschichte anbelangt.

    Sollte immer noch nicht deutlich sein, dass ich mich nicht gegen die Kampfansage generell wende, sondern nur das Mittel, bei der eine ungeprüfte Geschichte weitergetrage wird und man damit Gefahr läuft, andere zu unrecht zu diskreditieren, dann kann ich es auch nicht ändern.

  • 50
    Martin H.
    März 30th, 2006 07:22

    Deinen ursprünglichen Beitrag fand ich gut, ein wichtiger Punkt, den man bedenken sollte. Inzwischen gleitet das aber ab in ein Madigmachen, auch wenn du noch so betonst, dass es Gedankenspiele sind. Das finde ich einerseits nicht in Ordnung, andererseits konterkarierst du damit dein Posting. Es geht um die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Ein kleiner Verein kommt nicht gegen die geballte Blogmacht an, aber hier treibt eine gutvernetzte Organisation ihr Spielchen.

  • 51
    Silke Schümann
    März 30th, 2006 07:48

    @MartinH

    Wie bitte? Je intensiver ich den Beitrag gelesen habe, desto stärker hat sich mein Bauchgefühl gegen die Schilderung gewehrt und mein Verständnis für die überzogene Reaktion des Vereins wuchs.

    Ein Mädel wurde nach der Probezeit nicht übernommen. Ja, und? Eine Verhandlung fand nicht statt, weil es nichts zu verhandeln gab. Es hat eben nicht gepasst.

    Der Verein hat kein Spielchen getrieben, allenfalls ist er in ein unfaires Spiel getrieben worden. Wie würde es denn Dir gefallen, wenn die Faktenlage in einer Weise geschildert wird, dass Du der böse Buhmann bist bei einem alltäglichen Vorgang, an dem nichts verwerfliches dran ist.

    Wolltest du dich nicht auch wehren.

    Und obwohl Du in Deiner Art und Weise und nach Deinem Verständnis nur über die weiteren Schritte aufklärst, schlägt Dir eine Welle des Protestes entgegen und bei dem Buschbrand weißt Du nicht mehr wie Du da je wieder rauskommen willst.

    Der Verein hatte in jedem Fall verloren. Gemäß der letzten Meldung bei Udo Vetter ist das Thema erledigt. Keine Erklärung, keine öffentliche Entschuldigung … von keiner Seite.

    Das kommt einem Freispruch aus Mangel an Beweisen gleich. Nichts genaues weiß man nicht.

  • 52
    Martin H.
    März 30th, 2006 11:01

    Ich sehe es eher als ein Vergleich an. TI hat sich in einem Brief an Moni gewandt und mit dem Brief (bzw. seinem Inhalt) ist die Angelegenheit zu Monis Zufriedenheit erledigt. Jetzt sollten beide Ruhe haben.

    Zum Thema Verhandlung werde ich mich jetzt nicht wiederholen.

    Buschbrand: Wenn man in einer unbekannten Gegend unterwegs ist, sollte man sich vielleicht erkundigen ob man Feuer machen darf und wie das am besten geht. Moni hatte das Glück, dass sie Unterstützung von Personen bekam, die in der Liga von TI spielen können.

    Wenn über mich jemand etwas negatives schreibt, dann weiß ich entweder, dass es stimmt, oder ich versuche den Schreiber zu erreichen. Wenn er nicht reagiert und seine Ausführungen nicht stimmen oder beleidigend sind, dann bleibt mir immer noch der Rechtsweg. Der Ton macht die Musik, und wenn ich freundlich bin, fällt mir kein Zacken aus der Krone.

  • 53
    Silke Schümann
    März 30th, 2006 11:17

    Es ist aus der juristischen Perspektive wohl ein Vergleich. Mein Kommentar bezüglich “Freispruch aus Mangel an Beweisen” ist eher ein Kommentar zur gefühlten Wirklichkeit für die Außenstehenden. Und geradeso geteilt werden die Meinungen des Publikums zum Auslöser sein.

  • 54
    Markus
    März 30th, 2006 12:26

    Eine Bloggerin sollte mit aggressiven Drohungen eingeschüchtert werden, aber der Drangsalierer mußte klein beigeben. So weit, so gut.

  • 55
    Martin H.
    März 30th, 2006 14:05

    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/418274/#418578
    Womit der Realteil abgeschlossen werden kann.

  • 56
    Silke Schümann
    März 30th, 2006 14:13

    Klar. Muss ja stimmen, wenn Moni das in den Kommentaren von Rebellmarkt schreibt. Tut mir leid aber das akzeptiere ich nicht. Wenn Moni jetzt ihre Ruhe will, sollte sie ihre Klappe halten.

    Wenn sie ihre Reputation wieder hergestellt sehen will, dann sollte sie auf eine öffentliche Entschludigung bestehen.

    Für mich bleibt es dabei: Beide Parteien haben eine Schlappe erlitten. Die Reputation beider ist ramponiert. Eine endgültige Klärung auch in der Öffentlichkeit wird nicht angestrebt. Da es um Personalfragen geht, vermutlich sogar gut so.

    Nur allzuleicht könnten sonst Kollegen ihr Mobbing im Internet fortsetzen und ein Unternehmen dazu zwingen den Datenschutz zu verletzen.

  • 57
    Christiane
    März 31st, 2006 21:47

    Was hat eine Behinderung mit chronischem Fehlen zu tun? Behinderte Arbeitnehmer sind rein statistisch nicht öfter krank als nicht behinderte. Die Dauer der Krankheiten sind laut Statistik auch nur minimal länger im Vergleich zu nicht behinderten Angestellten.

    Und Geld bekommt man nicht für einen dauerkranken behinderten Mitarbeiter sondern, wenn ein behinderter Angestellter nicht voll leistungsfähig ist. Das ist aber bei den meisten nicht der Fall.

  • 58
    Silke Schümann
    April 1st, 2006 07:33

    @Christiane
    ich bedaure, wenn dieser Eindruck entstanden ist. Aber auch nicht jeder Hiwi ist ein fauler Schlack und bescheißt seinen Arbeitgeber.

    Nicht jede Mitarbeiterin im Bereich Öffentlichkeitsarbeit hat Integrationsschwierigkeiten mit dem vorhandenen Team … das kommt sogar sehr selten vor.

    Und es gibt Arbeitsfelder, die manche Menschen nicht ausfüllen können, hierzu braucht es nicht einmal einen Behinderten-Ausweis. Wenn diese Menschen es dennoch versuchen, wird ihnen das nicht selten mit einem hohen Krankenstand quittiert. In diesem Fall gab es einen direkten Zusammenhang zwischen Behinderung und Überanstrengung und daraus resultierendem hohen Krankenstand. Dies ist genauso ein Einzelfall, der exemplarisch für Personalentscheidungen steht, die schwierig sind und bei denen man als Außenstehender ein sehr schräges Bild haben kann.

    Ist in einem kleinen Betrieb eine Kraft, die überproportional oft oder besonders lange krank, gab es damals die Möglichkeit eine Arbeitskraft mit staatlicher Unterstützung vom Arbeitsamt zu beantragen. Ob es das heute noch gibt, weiß ich nicht. Auch für diesen Fall bedurfte es keinen Behindertenausweis.

  • 59
    Christiane
    April 1st, 2006 10:38

    @Silke
    Ich fand das einen Kommentar wert, weil es eines der beliebtesten Vorurteile ist, wenn es um behinderte Menschen im Arbeitsleben geht: “Die sind ja ständig krank.”

  • 60
    Silke Schümann
    April 1st, 2006 11:37

    @Christine

    Stimmt schon. Ich konnte es in diesem Fall kaum vermeiden, dieses Vorurteil zu bedienen.

  • 61
    reine Formsache » Blogexperte No. 5: Silke / Silkester erzählt
    April 7th, 2006 07:29

    […] Manchmal ärgere ich mich über eine von ihr postulierte Meinung, manchmal gehe ich gedanklich mit, aber immer bietet sie genügend Futter, um dialektisch zu diskutieren, anstatt blindlings Copy&Paste-Argumentationen zu übernehmen. […]

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