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Strukturplan Aspanggründe

EUROGATE rückt Realisierung einen gewaltigen Schritt näher

Die Stadt Wien wächst weiter, allerdings nicht ins Umland, sondern - wie auch im Regierungsprogramm "100 Projekte für Wien" als Zielvorstellung enthalten - im innerstädtischen Gebiet. Wie der Wiener Planungsstadtrat bereits im Herbst angekündigt hat, liegen nunmehr die Grundlagen für die weitere Entwicklung zweier wesentlicher Projekte im Stadtentwicklungsgebiet "mais wien" rund um die Gasometer vor: Mit strategischen städtebaulichen Leitbildern für die Aspanggründe bzw. das südliche Gasometervorfeld wurden die Rahmenbedingungen für die weitere Bebauung dieser Gebiete festgelegt. Die Strukturpläne soll einen Rahmen für die weitere die künftige Entwicklung der Aspanggründe bzw. das Gasometervorfeld in geordneten Phasen schaffen. Unter Einbeziehung der ansässigen Bevölkerung wird damit ein Planungs- und Diskussionsprozess gestartet, um für die neu entstehenden Stadtteile eine Identität zu entwickeln. Durch Beschlussfassung der zuständigen politischen Organe und unter Einbeziehung der Anrainerinnen und Anrainer wird so die zukünftige Entwicklung dieser Stadtentwicklungsgebiete auf Schiene gestellt. Für die künftige Bebauung der Aspanggründe (nach dem ehemaligen Aspangbahnhof benannt) in Wien Landstraße werden - nach der Tieferlegung der Flughafenschnellbahn - auf Basis der Entwürfe des international renommierten Stararchitekten Sir Norman Foster neu bebaut.

Strukturplan Aspanggründe, Foto 3d-Modell
Strukturplan Aspanggründe, Foto 3d-Modell (79-KB-JPG)
© MA 21A

Maßgebliche Entwicklungen und Planungen

Die Landstraße ist heute einer der dynamischsten Bezirke Wiens. Bereits 1983 wurden die Planungen mit dem ersten Wiener Bezirksentwicklungsplan eingeleitet und sorgfältig bis heute weiterentwickelt. Ein wesentlicher Bereich der Landstraße, der eine grundlegende Neugestaltung und Aufwertung erfahren soll, ist das Stadtentwicklungsgebiet Aspanggründe. Mit der Entscheidung, die Flughafenschnellbahn S7 auszubauen, rückte auch diese innerstädtische Brachfläche in ihrer Gesamtheit in den zentralen Blickpunkt der Wiener Stadtplanung. 1999 wurde seitens der Arbeitsgemeinschaft EUROGATE unter Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem 3. Bezirk und den Fachdienststellen des Magistrats der Londoner Architekt Lord Norman Foster (Foster&Partners) mit der Erstellung eines Masterplanungsentwurfs beauftragt. Seit der Beauftragung von Arch. Foster haben sich jedoch die Rahmenbedingungen in einigen wesentlichen Punkten - vor allem auf dem Verkehrssektor - verändert. Aus diesem Grund wurde der Masterplanungsentwurf von Foster in aktualisierter und adaptierter Form als Strukturplan Aspanggründe erstellt.

Inhalt des Strukturplans - Realisierung in mehreren Entwicklungsschritten

Der Strukturplan Aspanggründe gibt die wesentlichsten Gestaltungselemente und Flächennutzungen sowie den Rahmen für die Umsetzung in einzelnen Entwicklungsphasen vor. Geplanter Zeithorizont ist 2016. Für einen ersten Entwicklungsschritt (Phase 1a) wird eine Konkretisierung der städtebaulichen Planung im Ausmaß von 98.000 m2 Geschossfläche im unmittelbaren Einzugsbereich der zukünftigen S7-Station St. Marx empfohlen. Je nach dem künftigen Ausbaustand der öffentlichen Verkehrsmittel sind insgesamt 350.000 bis maximal 450.000 m2 Geschossfläche vorgesehen, von denen rund 70 Prozent für Wohnen genutzt werden sollen. In der Endausbauphase werden somit 1.600 bis 2.000 Wohnungen für rund 5.000 EinwohnerInnen sowie bis zu 8.300 Arbeitsplätze geschaffen. Besonderheiten dieses neuen Stadtteils sind neben der selbstverständlichen Errichtung der sozialen (Schulen und Kindergärten) und der technischen Infrastruktur (Straßen, Kanäle, Versorgungsleitungen), auch zwei Schnellbahnstationen, eine davon St.Marx-Ziakplatz an der Flughafenschnellbahn S7 sowie optional eine an der Schnellbahnstammstrecke/Landstraßer Gürtel. Zudem ist auch eine mögliche Verlängerung der U2 vom Karlsplatz zum Areal des künftigen Zentralbahnhofes eingeplant. Auch die Grünausstattung kommt nicht zu kurz: ein Grünkeil mit der charakteristischen Wasserfläche nimmt 20% der Fläche ein und wird das Bild des neuen Stadtteils bestimmen. Die Grünraumvernetzung zum Umfeld der Aspanggründe ist gewährleistet. Die Verkehrserschließung ist so ausgelegt, dass sie zu keinen negativen Effekten im Umfeld führt. Dabei wurde dem öffentlichen Verkehr sowie der primär fußläufigen inneren Erschließung Priorität eingeräumt. Eine wesentliche Verkehrsmaßnahme stellt die Neugestaltung und Niveaufreimachung der Abfahrt der A 23 auf den Gürtel (Wildgansplatz) dar. Diese soll künftig bis zur Höhe der Fa. Lutz unterirdisch geführt werden. Dadurch werden nicht nur die Verkehrsströme am oberirdischen Kreuzungsplateau entflochten, sondern auch die Straßenbahnlinie 18 von den Autos "befreit" und somit beschleunigt. Zusätzlich wird es dann auch möglich sein, von der Schlachthausgasse links auf die A 23 abzubiegen. Neue, verbesserte Ampelschaltungen werden zusätzlich für eine optimale Bewältigung des Verkehrsaufkommens sorgen. Das Projekt wird seitens der ASFINAG realisiert, die Umsetzung soll parallel mit der Siedlungsentwicklung auf den Aspanggründen erfolgen.

Ansprechpartnerin:
Dipl.-Ing. Klaus Vatter, MA 21A
Telefon (01) 4000-88511
Telefax (01) 4000-99-88511

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