Die Kriegsschuld-Lüge

Die Kriegsschuld-Lüge


Es gibt mal wieder eines runden Tages zu gedenken, und wie in diesem System nicht anders üblich, gedenkt man eines Tages in „Scham und Schuld“, entschuldigt sich, erklärt, man werde auf jeden Fall verhindern, daß wieder „vom deutschen Boden …….“ usw., pp. Das Springer-Blatt „Welt am Sonntag“ bedauert am 30.08.2009: „Deswegen ist es bedrückend, daß an der großen polnischen Feierstunde zur Erinnerung an den Kriegsbeginn, die am Ort des Geschehens, an der Danziger Westerplatte stattfindet, mit Ausnahme von Angela Merkel keine Staats- und Regierungschefs der westlichen Staaten teilnehmen.“ Es wäre „ein gutes Zeichen gewesen, wenn der Westen durch seine Anwesenheit in Danzig das Leid gewürdigt hätte, das im Osten Europas nicht nur Polen widerfuhr.“ Viel ist an anderer Stelle davon die Rede, daß Adolf Hitler am 01.09.1939 „den Weltkrieg entfacht“ habe, einen „Weltbrand entfesselt“ habe, „zur Welteroberung angesetzt“ habe und was dergleichen Unsinn mehr ist.

Die Wahrheit ist: Am 01.09.1939 begann der deutsch-polnische Krieg. Durch die Kriegserklärungen von England und Frankreich gegenüber dem Deutschen Reich am 03.09.1939 wurde der lokale Krieg zu einem europäischen Krieg. Zum Weltkrieg wurde dieser europäischer Krieg am 12.09.1941 durch die Anweisung von Roosevelt an die amerikanische Marine, jegliches deutsches Kriegsschiff zu versenken, wozu der amerikanische Marineminister lakonisch schrieb, die Nation sei in den Krieg eingetreten, wisse es nur nicht.

Nun zum deutsch-polnischen Krieg: Polen, das unter russischer Herrschaft gestanden hatte, war 1916 von Deutschland und Österreich als selbständiger Staat wieder gegründet worden, und eroberte als „Dank“ dafür durch die Korfanty-Banden und reguläre Truppen rein deutsche Gebiete in Oberschlesien und Westpreußen und richtete dort eine Schreckensherrschaft auf, trotz Abstimmungssiegen für Deutschland in den Abstimmungsgebieten. Wegen Unterstützung Frankreichs konnten es diese Gebiete behalten. In dem Versailler Diktat war Polen ein „Korridor“ zur Ostsee gegeben worden, indem große Teile Westpreußens, die deutsch besiedelt waren, an Polen gegeben worden waren. Dadurch wurde das zum Reich gehörende Ostpreußen abgetrennt. Lloyd George, der englische Premierminister im 1. Weltkrieg, tippte bei den alliierten Gesprächen über den zu schließenden Frieden auf diesen „Korridor“ auf der Landkarte und sagte: „An dieser Stelle wird der nächste Weltkrieg ausbrechen“.

Hitler schätzte – anders als die Westmächte – die Gefahr des bolschewistischen Sowjetrußlands realistisch ein, und meinte, ohne einen polnischen Verbündeten gegen die Sowjetunion nicht standhalten zu können. Er schloss deswegen 1934 einen Nichtangriffspakt mit Polen.

Der seinerzeitige Staatspräsident Pilsudski war sich darüber im klaren, daß Polen nicht gleichzeitig in Feindschaft mit zwei großen Nachbarstaaten – der Sowjetunion und Deutschland – existieren könne. Die Polen hatten nicht nur den Deutschen rein deutsche Gebiete geraubt, sondern dem durch den 1. Weltkrieg geschwächten russischen Reich weißrussische und ukrainische Gebiete weggenommen, die rein oder mehrheitlich von Weißrussen bzw. Ukrainern bewohnt waren. Die heutige Ostgrenze Polens, die sich die Sowjetunion 1939 wiedereroberte, entsprach der Volkstumslinie; Polen war aber durch Angriffskriege weit darüber hinausgegangen, hatte sich damit die Sowjetunion zum Feind gemacht. Die deutsche Minderheit wurde zwar entrechtet, aber es wurde nicht zu offenem Terror (Morde, Vergewaltigungen) gegriffen, wie dann in den Monaten vor dem 01.09.1939. In den deutschen Zeitungen durfte über die schlechte Behandlung der deutschen Minderheit durch die Polen, die zur Auswanderung von 1 ½ Millionen Deutschen (eine weitere Million verblieb in den durch Polen eroberten Gebieten) führte, nicht berichtet werden. Ein aus den Freikorpskämpfen in Oberschlesien gegen die Polen entstandenes Lied wurde dahingehend in den NS-Liederbüchern umgedichtet, daß der Kampf nicht gegen „ Pjorunje“ ginge, sondern gegen „Bolschewiki“, und noch im April 1939 der parteiamtlichen NS-Schulungsbriefe wurden der verstorbene Staatspräsident Pilsudski und der Außenminister Beck in die Bilder der „großen Staatsmänner Europas“ eingereiht. Hitler wollte einen Ausgleich mit Polen, bestand - entgegen seiner Generalität, die oder deren Verwandte und Bekannte vielfach Grundbesitz in den polnisch besetzten Gebieten gehabt hatte – nicht auf Wiederherstellung der Grenze von 1914, sondern war zu dem großen Entgegenkommen bereit, lediglich in Westpreußen eine Volksabstimmung durchführen zu lassen. Für den Fall, daß diese für Deutschland ausginge, sollte bei Polen als polnisches Staatsgebiet die Stadt Gdingen mit Hafen und einer exterritorialen Autobahn von Polen durch Westpreußen bis zu diesem Hafen verbleiben. Für den Fall, daß die Abstimmung für Polen ausginge, sollte Deutschland eine exterritoriale Autobahn von Pommern bis Ostpreußen bauen können, so daß Grenz- und Zollkontrollen wegfallen würden. Ferner sollte Danzig, das zu 98% deutsch besiedelt war und unter Völkerbundsmandat gestellt war, sich dem deutschen Reich anschließen können, wie es dem Willen der Danziger Bevölkerung entsprach.

Hitler hat dies sowohl im internen Kreis wie nach außen als seine letzte territoriale Forderung in Europa bezeichnet. Der Vorschlag war mehr als maßvoll. Gleichwohl stellten die Polen sich stur.

Unterstützt wurden sie in ihrem harten Kurs durch Großbritannien. Seit 300 Jahren war es Großbritanniens Außenpolitik gewesen, sich mit der zweitstärksten Macht auf dem Kontinent gegen die stärkste Macht zu verbünden („Balance of Power“). Damit hatte sich England den Rücken freigehalten, ein Weltreich zu erobern. Dementsprechend schloß England 1935 mit Deutschland ein Flottenabkommen, das die deutsche Flottenrüstung auf 1/3 der englischen Flotte begrenzte. Hitler wollte gegenüber Großbritannien klarstellen, daß ein „Wettrüsten“ auf dem Meer – was Kaiser Wilhelm II. gemacht hatte und was zu Englands Kriegserklärung gegen das Deutsche Reich im August 1914 geführt hatte – nicht wieder erfolgen solle.

Deutschland war damals schwächer als Frankreich. 1938 war aber Deutschland stärker als Frankreich geworden, und mit Rücksicht darauf wurde seitens der Briten eine antideutsche Politik betrieben. Gegen die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich hat beispielsweise die britische Regierung protestiert, obwohl 99% der Österreicher den Anschluss in einer geheimen Volksabstimmung bejaht haben. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker hat England noch nie interessiert, weder in Indien, wo Personen, die für die Selbständigkeit waren, vor englische Kanonen gebunden wurden, noch in Irland, dessen Bevölkerung nahezu ausgerottet wurde, weil sie sich der britischen Herrschaft nicht unterwerfen wollte.

Deswegen ist es falsch, wenn behauptet wird, der Einmarsch deutscher Truppen in die Tschechei habe für England am 15.03.1939 eine Änderung der Politik gegenüber dem Deutschen Reich bewirkt. Zur Tschechoslowakei ist folgendes zu sagen: In diesem Staat beherrschte eine Minderheit von Tschechen die Slowaken, 3 ½ Millionen Deutsche, Weißruthenen, Polen und Ungarn. Alle diese Volkssplitter wollten mit ihren Völkern wiedervereinigt sein, und wurden durch die Tschechen brutal daran gehindert. Grund dafür war, daß Frankreich im Versailler Diktat die Nachbarländer Deutschlands so stark wie möglich machen wollte, damit sie wirksame Bundesgenossen in einem künftigen Krieg gegen Deutschland sein könnten.

Nachdem Österreich wiedervereinigt war, stellte sich der Anschluß der jenseits der Grenze lebenden Deutschen in der Tschechei. Hitler forderte für sie das Selbstbestimmungsrecht. Die Tschechen antworteten mit verstärkter Unterdrückung. Es wurde nichts unterlassen, um Hitler zu provozieren, beispielsweise eine von der tschechischen Regierung verkündete Mobilmachung am 21.05.1938 wegen eines angeblich bevorstehenden Angriffs Deutschlands. Dieser war frei erfunden, und da der Angriff dann nicht stattfand, wurde triumphierend nicht nur in der tschechischen, sondern auch in der Presse von Frankreich und England erklärt, diese Militäraktion habe Hitler von dem beabsichtigten Einmarsch abgehalten, wodurch das Deutsche Reich einen Prestigeverlust erlitt. Der US-amerikanische Botschafter in Paris hat diese Mobilmachung gegenüber Präsident Roosevelt „als Anstiftung zum Krieg in Europa“ bezeichnet, ihren friedensgefährdenden Charakter also eindeutig erkannt.

Um die Lage der Sudetendeutschen zu überprüfen, schickte die britische Regierung Lord Runciman in das Sudetenland, der in seinem Schlussbericht am 16.09.1938 schrieb: „Ich bringe jedoch der Sache der Sudetendeutschen große Sympathie entgegen. Es ist hart, von einer fremden Rasse regiert zu werden, und mein Eindruck ist, daß die tschechoslowakische Verwaltung im Sudetengebiet einen solchen Mangel an Takt und Verständnis und so viel kleinliche Intoleranz und Diskriminierung an den Tag legte, daß sich die Unzufriedenheit der deutschen Bevölkerung unvermeidlich zur Empörung fortentwickeln mußte.“ Daraufhin drängte sowohl die britische Regierung die tschechische Regierung, eine Volksabstimmung im Sudetenland zuzulassen, als auch die französische Regierung, die in einem Beistandspakt mit der Tschechoslowakei verbunden war, und wegen der Sudetendeutschen keinen Krieg mit Deutschland führen wollte.
Die tschechoslowakische Regierung lehnte eine Volksabstimmung ab, weil dies ein Präzedenzfall für die anderen Völker in der Tschechoslowakei sei, auch ihrerseits eine Volksabstimmung zu fordern; sie erklärte sich aber zur Abtretung der Sudetengebiete ohne Volksabstimmung bereit, und zwar der Gebiete, die an das Deutsche Reich angrenzten und mehrheitlich von Deutschen besiedelt waren. So kam es zum „Münchner Abkommen“, das nicht aufgrund irgendeiner Erpressungspolitik von Hitler geschlossen wurde, sondern aufgrund Einsicht aller beteiligten Länder, daß die Sudetendeutschen zurecht „heim ins Reich“ forderten. Großbritannien und Deutschland verpflichteten sich weiter, die Grenzen der Tschechoslowakei zu garantieren, wenn die anderen Nationalitätenprobleme gelöst seien.
Es gab also keine Garantie der Staatsgrenzen durch Hitler oder sonstwen, und sie erfolgte auch nicht, da die Tschechoslowakei ihre Minderheitenprobleme nicht löste.

Im März 1939 erklärten der slowakische Landtag und die Ruthenen sich als selbständig, die Polen marschierten auf tschechoslowakisches Staatsgebiet ein und besetzten den von Polen bewohnten Olsa-Zipfel, und die Ungarn taten dasselbe nach der slowakischen Unabhängigkeitserklärung mit den ungarisch besiedelten Randgebieten der Tschechoslowakei. Da die Tschechoslowakei damit aufgehört hatte zu bestehen, flog deren Staatspräsident Hacha am 15.03.1939 nach Berlin und stellte den noch bestehenden Rest „unter der Schutz des Deutschen Reiches“. Er mußte schließlich befürchten, daß Polen und Ungarn nunmehr dasselbe machen würden, was die Tschechen vorher gemacht hatten, nämlich die Tschechei unter sich aufzuzuteilen. Es wurde das „Protektorat Böhmen und Mähren“ gebildet, das weitgehend tschechische Selbstverwaltung beinhaltete, bis auf Außenpolitik und die Frage einer eigenständigen Wehrmacht. Hitler wollte damit die Bedrohung, die von tschechischen Flugplätzen für zahlreiche große deutsche Städte und Industriegebiete ausging, ausschalten. Die Tschechoslowakei hatte – weil sie sich durch das Sudetenabkommen von den Westmächten verraten fühlte – engere Beziehung zu Sowjetrussland aufgenommen, die schon 300 Flugzeuge in der Tschechei stationiert hatte. Hitler wollte verhindern, daß die Tschechei ein „Flugzeugträger“ und Aufmarschplatz für Sowjetrussland sein könnte. Hacha blieb im Amt und nahm z. B. als Staatsgast am 20.04.1939 die Truppenparade neben Hitler ab.

Das Münchner Abkommen war durch Hitler also nicht gebrochen worden, und als der britische Premierminister Chamberlain im Unterhaus zum Einmarsch deutscher Truppen in Prag am 15.03.1939 befragt wurde, erklärte er: „Unserer Ansicht nach hat sich die Lage von Grund aus geändert, seit der Slowakische Landtag die Unabhängigkeit der Slowakei erklärt hat. Diese Erklärung hatte die Wirkung, daß der Staat, dessen Grenzen wir zu garantieren beabsichtigten, von innen her zerbrach und so sein Ende fand, und demgemäß hat die Sachlage, die der Herr Staatssekretär für die Dominien geschildert hat und die wir schon immer als vorübergehend ansahen, nun aufgehört zu bestehen.“
Entgegen dieser im britischen Unterhaus abgegebenen Erklärung hat Chamberlain am 17.03.1939 den Einmarsch deutscher Truppen in seiner Birminghamer Rede scharf verurteilt und am 31.03.1939 mit der polnischen Regierung ein Abkommen geschlossen, wonach Großbritannien sich verpflichtete, an der Seite Polens in den Krieg zu ziehen, nicht nur dann, wenn Polen angegriffen würde, sondern auch dann, wenn Polen beispielsweise wegen seiner vorgeblichen Rechte in Danzig von sich aus einen Krieg anfing.

Beides widersprach klar Wortlaut und Geist des Schriftstückes, das Chamberlain bei seiner Rückkehr von München nach Großbritannien in England in der Hand hielt, auf das er verwies und wofür er von der begeisterten Menge gefeiert wurde. Er hatte dazu erklärt: „Peace for our time“. Hierin war zwischen Hitler und Chamberlain festgelegt, daß alle Fragen, die die beiderseitigen Interessen berühren könnten, durch gemeinsame Konsultationen behandelt werden sollten.

Wie kam es nun dazu, daß England Polen geradezu zum Krieg ermunterte? Nach dem 15.03.1939 hat Roosevelt erheblichen Druck auf die britische Regierung ausgeübt, endlich „Widerstand“ gegen die „Nazityrannei“ auszuüben, andernfalls er Zwangsmittel gegenüber Großbritannien anwenden würde. Mit welchen Zwangsmitteln er insoweit gedroht hatte, kann nicht näher gesagt werden, da der Briefwechsel zwischen Churchill und Roosevelt nach wie vor für Historiker nicht zugänglich ist.

Der US-Botschafter Joseph Kennedy – Vater des späteren Präsidenten John F. Kennedy – erklärte gegenüber dem US-Marineminister Forrestal, wie dieser in seinen Tagebüchern niedergelegt hat: Chamberlain sei der Auffassung gewesen, daß Amerika und die Juden England in den Krieg gezwungen hätten. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Eine große Rolle spielte das deutschfeindliche britische Außenministerium. Unmittelbar nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Tschechei erklärte der rumänische Botschafter in London, Tileda, daß Deutschland bei den gerade laufenden deutsch-rumänischen Wirtschaftsverhandlungen mit einem Einmarsch in Rumänien gedroht habe, wenn die rumänischen Ölquellen von Deutschland nicht ausgebeutet werden könnten. Diese Behauptung war geradezu absurd, da schließlich Deutschland und Rumänien keine gemeinsame Grenze hatten (400 km lagen dazwischen), wurde aber gleichwohl in London geglaubt, und Londoner, Pariser und New Yorker Zeitungen trugen die falsche Nachricht vom drohenden deutschen Angriff auf Rumänien rund um die Welt. Die deutsch-rumänischen Wirtschaftsverhandlungen verliefen durchaus freundschaftlich, und es gab keinerlei Drohungen gleich welcher Art.

Entweder spielte für die Falschbehauptung Tiledas eine Rolle, daß Rumänien britische Staatskredite wünschte und so die Zahlungsbereitschaft der Briten fördern wollte; oder aber er war – da der außenpolitische Berater der britischen Regierung und der Staatssekretär Vansittart sehr daran interessiert war, Tileda und Chamberlain zusammenzubringen, und auch das Dementi der rumänischen Regierung vom 18.03.1939 bagatellisierte, von Vansittart bestochen, wofür es auch Anhaltspunkte gibt. Durch diese Falschbehauptung wurde jedenfalls die Londoner City aufgeschreckt, die an Polen und der Tschechei keinerlei wirtschaftliche Interessen hatte, aber an Rumänien, da die Mehrheit der rumänischen Ölfelder im britischen Aktienbesitz waren. Durch diese Lügen wurden die Wirtschaftskreise der City bewogen, in den antideutschen Kurs einzuschwenken.

Noch bedeutsamer war aber folgender Umstand: Chamberlain war – wie sein Biograph zurecht feststellt - durchaus kein Deutschenfreund oder „Appeaser“. Er war nur der Auffassung, daß ein Krieg gegen Deutschland 1939 nicht zu gewinnen sei. Großbritannien hatte erst kürzlich die Wehrpflicht eingeführt, seine Berufsarmee war relativ klein, seine Luftwaffe war zahlenmäßig kleiner als die deutsche. Er spielte – was Hitler durchaus erkannte – auf Zeit, um erst dann Deutschland als erste Macht auf dem Kontinent auszuschalten, wenn Großbritannien, das die Rüstungsanstrengungen enorm vermehrt hatte, hierzu über genug ausgebildete Soldaten und Material verfügte. Was Chamberlain aber erhoffte, war ein politischer Umsturz nach einer Kriegserklärung in Deutschland. Zu dieser Hoffnung war er dadurch gekommen, daß zahlreiche Widerständler, angefangen vom deutschen Botschaftssekretär Kordt in London, den Kirchenmann Goerdeler, über den Chef der deutschen Abwehr Canaris bis zum Staatssekretär Weizsäcker (2ter Mann nach Deutschlands Außenminister) und Generalstabschef Beck des deutschen Heeres, im Widerstand waren und Kontakt zur britischen Regierung aufgenommen hatten. Zunächst nahmen die Briten bei ihrem Grundsatz „Right or wrong - my country“ an, daß es sich um Finten handele, um sie zu unüberlegten Handlungen zu bewegen. Aufgrund sehr präziser Einzelheiten, die ihnen berichtet wurden, gingen sie dann aber von der Ehrlichkeit und Richtigkeit der Widerständler aus. Was Hitler beispielsweise verwunderte, war eine plötzliche Mobilisierung der britischen Flotte, Ausheben von Luftschutzgräben und Herummarschieren mit Gasmasken in London im Sommer 1939; Hintergrund dessen war eine Behauptung der Widerständler, daß Hitler überfallartig mit über tausend Bombern ohne Kriegserklärung England angreifen wolle. Der britische Journalist Jan Colvin, der Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes war, traf sich mit deutschen Widerstandskreisen, darunter auch hohen Offizieren. Diese erklärten, daß das Einlenken Großbritanniens bei der Sudetenkrise ihnen die Möglichkeit genommen habe, Hitler und das nationalsozialistische Regime in einem Putsch zu beseitigen; England solle eine sehr viel härtere Haltung gegenüber Deutschland einnehmen, bis hin zur Kriegserklärung. Das würde Hitler so unbeliebt in Deutschland machen, daß sie – die Generäle – in der Lage seien, Hitler zu stürzen. Am 29.03.1939 – also vor dem britisch-polnischen Pakt – wurde Colvin von Chamberlain auf Veranlassung von Churchill empfangen. Er erklärte: „ Es besteht eine gute Chance, daß deutsche Generäle ihn (Hitler) stoppen und revoltieren.
Diese Generäle seien Beck und von Witzleben, H. v.. Bismarck und Major v. Kleist-Schmenzien“. Chamberlain fragte: „Würde es diese Leute beeinflussen, wenn wir Polen eine Garantie geben?“

Colvin darauf: „Das würde helfen“. Daraufhin erfolgte die Garantie. Churchill – der erklärt hatte, Ziel seines Lebens sei gewesen, einen dreißigjährigen Krieg gegen Deutschland zu führen - sagte lachend zu Colvin, als er ihn nach dem Kriege wieder traf: „Ach, da ist ja der Mann, der den Krieg verursacht hat“.

Daß der deutsche Widerstand die entscheidende Rolle bei der britischen Kriegserklärung gespielt hat, ist auch aus Chamberlains Tagebuch ersichtlich. Er hat am 03.09.1939 eingetragen, daß er nicht glaube, daß Großbritannien diesen Krieg gewinnen könne; er hoffe aber auf einen Umsturz in Deutschland. Ebenso schrieb er seiner Schwester am 10.09.1939: „Was ich erhoffe, ist nicht der militärische Sieg ……, sondern einen Kollaps der deutschen inneren Front“.

Da die britische Garantieerklärung vom 31.03.1939 praktisch einen Freibrief für Polen beinhaltete, verschärfte Polen seine Gangart gegenüber der deutschen Minderheit. Es fanden Verschleppungen statt, es wurde verboten, deutsch in der Öffentlichkeit zu sprechen, deutsche Vereine und Zeitungen wurden ebenso untersagt, der deutsche Konsul in Krakau wurde ermordet usw. Es kann völlig dahinstehen, ob Polen den Gleiwitzer Sender angegriffen haben, oder ob dies eine Aktion des deutschen Geheimdienstes war; wer das deutsche Weißbuch zum deutsch-polnischen Krieg liest, findet zahlreiche unzweifelhafte Morde und Übergriffe der Polen in den Wochen und Monaten vor dem 01.09.1939. Beispielsweise wurden deutsche Verkehrsflugzeuge, die von Pommern über das Meer nach Ostpreußen flogen, durch die polnische Flak beschossen, Volksdeutsche, die aus Polen zu fliehen versuchten, wurden ermordet usw.
Diese Provokationen waren gewollt. Der Nachfolger von Pilsudski, Marschall Rydz-Smigly, richtete im Juni 1939 eine Ansprache an polnische Offiziere: „Polen will den Krieg mit Deutschland und Deutschland wird ihn nicht verhindern können, selbst wenn es das wollte.“ Er ließ sich schon „vorausschauend“ im Sommer 1939 malen, wie er auf einem weißen Schimmel an der Spitze der siegreichen polnischen Truppen durch das Brandenburger Tor marschierte. Der deutschen Funküberwachung war es gelungen, den polnischen Code zu knacken, so daß die Deutschen wussten, daß an den polnischen Botschafter in Berlin Lipski die Weisung ergangen war, er dürfe auf gar keinen Fall in der Sache mit Deutschland verhandeln oder Zugeständnisse machen. Durch die Widerstandskreise war Roosevelt unterrichtet, daß ein Angriff Deutschlands auf Polen geplant war. Dies erschütterte aber weder den Botschafter, noch die polnische Regierung, weil diese - ebenso wie französische Politiker, die darauf angesprochen wurden – erklärten, man werde nach dem Ausbruch des Krieges tief nach Deutschland eindringen, weil dort innere Unruhen ausbrechen würden.

Sowohl England, wie Frankreich, wie Polen vertrauten also auf die Zusagen des Widerstandes, einen Putsch zu machen, wenn Hitler in Polen einmarschieren würde, und die Westmächte ihm daraufhin den Krieg erklären würden. Angesichts der Tatsache, daß – wie die vorherigen geheimen Abstimmungen gezeigt hatten – 90% des deutschen Volkes hinter Adolf Hitler standen, wußten die Widerständler, daß sie keinerlei Rückhalt im Volk hatten. Sie hetzten also Polen und England wider besseren Wissens in den Krieg.

Selbst am 20.07.1944 – trotz des schon so sehr für Deutschland verlustreichen Krieges – trauten sie sich nicht, sich als Gegner Hitlers zu offenbaren, sondern hatten für den erhofften Tod von Hitler eine Erklärung vorbereitet, daß die SS gegen den Führer geputscht habe, und nunmehr die Wehrmacht die Macht übernehmen müsse. Und so etwas wird am Volkstrauertag durch die Systemoffiziellen als „Helden“ gepriesen!

Daß Chamberlain mit Rücksicht darauf der polnischen Kriegspolitik freie Hand ließ, die Polen nicht etwa dazu drängte, die maßvollen deutschen Forderungen anzunehmen, lag daran, daß auch er den Krieg am 01.09.1939 wollte. Kennzeichnend dafür ist, daß in Großbritannien die Abendausgabe des 31.08.1939 der Zeitung Daily Mail, die den deutschen Vorschlag bezüglich des „Korridors“ brachte, ferner die Antwort Polens darauf (Generalmobilmachung), von der britischen Regierung beschlagnahmt wurde, und die Zeitung veranlasst wurde, eine andere Nachtausgabe herauszugeben. Der britische Marineminister Cooper war entsetzt, als er seiner Frau den deutschen Vorschlag unterbreitete, die ihn als „vernünftig“ ansah. Er rief darauf auch den Daily-Telegraph an und forderte die Redaktionen auf, den deutschen Vorschlag in einem möglichst ungünstigen Licht darzustellen. Auch der britische Botschafter Henderson in Berlin tat alles, um den deutschen Vorschlag möglichst lange geheim zu halten.

Wenn in den deutschen Systemmedien jetzt vereinzelt erklärt wird, Hitler habe am 01.09.1939 noch keinen Weltkrieg geplant (im übrigen ist durch zahlreiche Zeugen überliefert, daß er bei der Überreichung der britisch-französischen Kriegserklärung erschüttert gewesen war), so wird doch erklärt, er habe eben schon – wie vorher – Vabanque gespielt, und diesmal sei seine Rechnung nicht aufgegangen. Dazu ist zu sagen, daß Hitler die Einstellungen in England (englische Militärrüstung) und die Haltung in Frankreich (große Teile der Bevölkerung sahen nicht ein, daß sie für Danzig sterben sollten: „Mourir pour Danzig?“ war ein geflügeltes Wort) richtig eingeschätzt hatte. Was er nicht wissen und nicht ahnen konnte (angesichts der Tatsache, daß der Eid in Deutschland bis dahin als heilig gegolten hatte)
: daß hohe Vertreter des Heeres, des Außenministeriums und des Nachrichtendienstes mit dem Feind gegen das eigene Land konspirierten, um einen Regimewechsel durchzuführen.

Was den deutsch-sowjetischen Krieg angeht, so kann nach den Veröffentlichungen des russischen Geheimdienstlers Suworow überhaupt kein Zweifel mehr daran bestehen, daß das, was deutsche Militärs bereits 1941 vermuteten, zutreffend ist:

Das Deutsche Reich ist mitten in einen russischen Offensivaufmarsch hineingestoßen, und wir wissen heute, daß der Angriff für den 6. Juli 1941 geplant war. Nur deshalb konnten Millionenmassen an Gefangenen gemacht werden, nur deshalb wurden in den Bereitstellungsräumen an der Grenze zahlreiche Artilleriegeschütze und die dazu aufgestapelte Munition gefunden, wozu die Truppen erst unmittelbar vor dem Angriff aus Tarnungsgründen nachgezogen werden sollten, Millionen von Lederschuhen, die an die Truppen für den Marsch nach Deutschland ausgegeben werden sollten, Karten für das zu erobernde Gebiet usw.

Wenn die Systemmedien insoweit nach wie vor von „Überfall auf die ahnungslose Sowjetunion 1941“ schwafeln, ist das eine der Lügen mehr.

Roosevelt hat – beginnend ab dem von ihm so heiß ersehnten englisch-deutschen Krieg am 03.09.1939 - zahlreiche Neutralitätsbrüche begangen, hat schon 1939 deutsche Handelsschiffe durch US-Kreuzer beschatten lassen (die britische Kreuzer herbeiholten, die dann die Handelsschiffe versenkten), hat deutsche Guthaben beschlagnahmt, Kriegsmaterial auf Kredit an England geliefert, England 50 Zerstörer „geliehen“, Konvois mit Kriegsmaterial durch US-Kriegsschiffe begleiten lassen. Hitler - der die USA nicht reizen wollte – hat keine dieser Provokationen beantwortet, den deutschen U-Booten sogar verboten, beim Angriff durch US-Zerstörer sich mit Torpedos zu wehren, weil ihm die inszenierten Vorwände für den Eintritt der USA 1917 in den Krieg allzu bekannt waren. Nicht einmal die heuchlerische und verlogene US-Regierung hat es deshalb beim Nürnberger Prozess gewagt, die Deutschen wegen eines „Angriffskriegs gegen die USA“ dort schuldig sprechen zu lassen, da die USA sich schon 3 Monate im Kriegszustand mit Deutschland befand, als Hitler dann im Dezember 1941 - nachdem Japan, in die Enge getrieben, Pearl Harbor angegriffen hatte – den USA den Krieg erklärte.

Das ist die Wahrheit. Je länger deutsche Jugendliche in der Schule sind, desto mehr werden sie gegen Deutschland verhetzt, weil ihnen die Unwahrheit durch Lehrer, die es oftmals nicht besser wissen, oder die durch Schullehrpläne gezwungen sind, Unsinn zu verbreiten, vorerzählt wird. Die Systemmedien tönen in dasselbe Horn, die Politiker machen Kotaus, um unsere „unendliche Schuld“ für die durch den Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommenen 60 Millionen Menschen abzubüßen, wir zahlen ans Ausland Milliarden und Abermilliarden, dürfen laut Merkel keinen „deutschen Sonderweg“ mehr gehen, mußten die D-Mark abschaffen und unsere Souveränität an die Nato und die EU übertragen. Wenn deutsche Nationalisten fordern, daß endlich eine wahrheitsgemäße Geschichtsschreibung in deutschen Schulen stattfindet, ist dies mithin keine „rückwärtsgewandte Aktion“, wie manche, die sich als „moderne Nationalisten“ bezeichnen, es meinen, sondern hat eine enorme politische Wirkung. Wenn es uns nicht gelingt, die deutsche Jugend wieder selbstbewusst und stolz zu machen, wird sie auch weiterhin jeglicher ausländischen Anmaßung, der Ausplünderung unserer Sozialkassen durch Einwanderer, dem Verschleudern unseres Geldes an internationale Banken und ausländische Organisationen und Staaten keinen Einhalt gebieten. Verbreitung der Wahrheit ist Gebot der Stunde.
(02.09.2009)


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