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An dieser Stelle findet Ihr nun die Evolutionsgeschichte meines Blaubären. Im Laufe der Jahre hat er so einige Veränderungen über sich ergehen lassen müssen und er hat es immer mit Fassung getragen und sich niemals beschwert (zumindest nicht bei mir  ;o))
Solltet Ihr beim betrachten der folgenden Bilder bzw. beim lesen des dazugehörigen Textes irgendwann den Eindruck bekommen das der Besitzer in Sachen Rädern so´n ganz klein wenig nen Helm auf hat, dann kann ich dazu nur sagen...
...ach, ich sag lieber nix, nachher wird´s noch gegen mich verwendet...   ;o))

So, nu aber mal los:


Wir erinnern uns: Dies war der Originalzustand am Tage nach der Übernahme. Hier montiert sind die Originalen Bridgestone Reifen in der Dimension 31x10,5-15 (bzw. 10R15 oder auch 255/75-15) auf der Originalen Nissan Stahlfelge in 7x15 ET+5mm. Diese Bilder nur einfach nochmal zum Vergleich hier eingefügt um die späteren Änderungen deutlicher zu machen.




Der Patrol verfügte ja von Haus aus bereits über einige Technische Finessen die nun nicht mehr kostenaufwändig nachgerüstet werden müssen:
- mechanische Seilwinde
- manuelle Freilaufnaben
- Doppelbatteriesystem
- 3-Kammer-Rückleuchten in der Karosse
- Doppelte Öl- und Kraftstoffilter



Der erste Radsatz den ich (nur kurze Zeit nach dem Kauf des Autos) verbaute bestand aus den 8x16 ET+5mm Alufelgen vom Patrol GR Sondermodell "Special Edition". Hierauf waren Bridgestone Reifen in der Dimension 265/70-16 mit Straßenprofil montiert.
Die erste wirkliche "Umbaumaßnahme" bestand im Austausch der hinteren Schiebescheiben gegen einteilige Fenster. Wie fast alle Patrol-Fahrer seit dem Typ 160 wissen, fangen die Scheibenrahmen der hinteren Schiebescheiben nach einigen Jahren das Gammeln an. Nämlich dann, wenn die Moosgummidichtung langsam aushärtet und es nicht mehr schafft dem nahezu blanken Metallrahmen das Wasser vom Halse zu halten. Um diesem Umstand vor zu beugen besorgte ich mir damals noch von Peter Schröder (Insidern dürfte der Name durchaus geläufig sein) einteilige Scheiben mit dazugehörigen Dichtungen welche dann innerhalb weniger Minuten den Platz im Patrol fanden. Die (bis dahin noch sehr gut erhaltenen) Scheibenrahmen der Schiebefenster fanden in einem Leidgeprüften Patrol-Fahrer den das Rostproblem eingeholt hatte einen würdigen Neubesitzer.
Wie auf diesem Bild zu sehen hatte ich bei der Gelegenheit auch schon gleich mal die störenden Verbreiterungen, Schmutzfänger und Trittbretter demontiert. Überflüssiger Kram...  ;-))
Kollege Zufall verhalf mir dann auch in Form einer Anzeige in der 4Wheel Fun zu einem sehr seltenen Alu-Unterfahrschutz aus dem Hause Ex-Tec. Nun werden sicher einige sagen Ex-Tec? Die machen doch nur Land Rover. Naja, prinzipiell schon korrekt aber die haben auch mal (wenn auch nur ganz wenige) Unterfahrschutze für den Nissan Patrol GR gefertigt. Naja und einer davon ist nun eben glücklicherweise bei mir gelandet.




Auflistung der Änderungen in Phase 1:
- SE-Alufelgen 8x16 ET+5mm mit 265/70-16 Bridgestone Bereifung
- Austausch hintere Schiebescheiben gegen einteilige Scheiben
- Demontage von Schmutzfängern, Trittbrettern, Nebelschlußleuchte, Kotflügelverbreiterungen
- Ex-Tec Alu-Unterfahrschutz



Der erste Radsatz nach dem Einbau des TJM-Fahrwerkes bestand aus 255/85-16 (was so ca. 33x10,5-16 entspricht) BFGoodrich MT KM Reifen montiert auf Originalen Nissan (Patrol !!!) 6x16 ET+30mm Stahlfelgen. Zudem wurden wegen der besseren Optik 5mm Distanzscheiben pro Rad verbaut.
Das TJM-Fahrwerk (inkl. der vorne und hinten zusätzlich montierten OME Trimpacker mit vorn 20mm und hinten 10mm) brachte eine Höherlegung von ca. 11cm wobei es direkt nach der Montage ca. 12cm waren. Die Federn haben sich also mit der Zeit nicht sooo viel gesetzt wie man es von anderen Herstellern her kennt. Das komplette Fahrwerk an sich stellte ich aus folgenden Komponenten selbst zusammen:
- 4 TJM Federn, Abstimmung vorn XX-HD, hinten X-HD
- 4 TJM Series 2000 Stoßdämpfer
- 1 TJM Lenkungsdämpfer
- 1 OME Nachlaufkorrekturbuchsen-Kit
- 6 10mm Trimpacker
- 1 längerer Bremsschlauch vorn (Original Nissan Teil)
- 1 längerer Bremsschlauch hinten (Original Nissan Teil)
Vom Vertreiber angegeben war das Fahrwerk übigens mit ner Höherlegung von 7cm! Naja, vielleicht messen die in Australien einfach anders als wir?  ;o)) 
Zeitgleich mit dem Einbau des Fahrwerkes tauschten wir auch gleich noch die Serien-Achsen des Blaubären aufgrund der folgenden (in meinen Augen) Mankos:
- relativ lange 4.111:1 Übersetzung
- Trommelbremsen an der Hinterachse
- nur LSD-Differenzial (Limited Slip Differenzial) mit 47% Sperrwirkung an der Hinterachse
gegen welche aus einem ´95er Patrol GR Y60 mit RD28T Motor, was in meinen Augen folgende Vorteile bot:
- relativ kurze 4.625:1 Übersetzung (zum Ausgleich von bis zu 35 Zoll hohen Rädern)
- Scheibenbremsen an der Hinterachse
- manuell sperrbares, Unterdruckgesteuertes 100% Sperrdifferezial an der Hinterachse
Um die Bremse auch mit den nötigen Drücken zu versorgen verbauten wir natürlich auch den Bremskraftverstärker (BKV) und den Hauptbremszylinder (HBZ) des 2,8er Patrol GR.
Nicht zum Einsatz beim Einbau der Sperrenansteuerung kam das elektronische Steuergerät welches eigentlich dafür sorgt das die Sperre nur dann funktionstüchtig ist, wenn:
- in der Untersetzung gefahren wird (4-Low)
- das Fahrzeug nicht schneller als 7km/h fährt
Diese "Sicherheitsmaßnahmen" mögen zwar von den Nissaningenieuren gut gemeint gewesen sein aber sie bedeuten auch ein zusätzliches elektronisches Bauteil welches ausfallen kann. Also lassen wir´s weg!
Ein weiteres Problemchen das sich bei derartigen Höherlegungen stellt (immerhin waren es mit den Reifen zusammen gute 13cm), betrifft die Anhängerkupplung. Die serienmäßig verbaute Kupplungskugel war nun natürlich entschieden zu weit nach oben gewandert als das man ohne Probleme einen Tandemanhänger oder dergleichen anhängen könnte ohne das dieser stark bergauf steht. Um dem entgegen zu wirken verbauten wir einen Anhängebock von Westfalia für den Anbau geschraubter Kugelplatten (DIN-Maß 83x56mm). Hierfür bietet Westfalia bis zu 15cm tiefere Kugelplatten (als Originalhöhe) an. Damit war das Anhängerzugproblem zwar gelöst, aber ständig diesen "Ackerpflug" hinten dran durch die Lande (und vor allem durchs Gelände!) zu fahren war eigentlich überhaupt nicht in meinem Sinne. Hier schafft aber z.B. die Firma AL-KO mit ihrem Schnellwechselsystem Abhilfe. Die Grundplatte wird am Anhängebock verschraubt und bei Nichtgebrauch einfach mit einer Kappe abgedeckt. An die Kugelplatte wird der Gegenstück zur Grundplatte geschraubt und so die Schnellverbindung bei Bedarf hergestellt. Einfach, simpel und rein mechanisch, so gefällt mir das!





Auflistung der Änderungen in Phase 2:
- Nissan Original-Stahlfelgen 6x16 ET+30mm mit 255/85-16 BFG MT KM Bereifung
- 5mm Spurverbreiterungen
- Achsen aus 95er Patrol GR Y60 mit RD28T
- Bremskraftverstärker und Hauptbremszylinder aus 95er Patrol GR Y60 mit RD28T
- Sperrenansteuerung aus 95er Patrol GR Y60 mit RD28T
- TJM Höherlegungsfahrwerk +100mm mit OME Caster-Kit
- OME Trimpacker
- längere Bremsleitungen (Nissan Originalteile)
- Westfalia Anhängebock
- AL-KO Schnellwechselsystem für AHK
- 90mm tiefere Kugelplatte für AHK



Hier nun der Radsatz fürs richtig Grobe: Silverstone MT117 in der Dimension 280/85-16 (heute heißen die 285/85-16) ebenfalls montiert auf Originalen Nissan Patrol Stahlfelgen in 6x16 ET+30mm. Diesen Radsatz hatte ich parallel zu den 255er BFG´s wenn es denn mal richtig ins Gelände ging.
Eigentlich sind die Silverstones ja mit Schlauch zu fahren, wir hatten sie aber schlauchlos montiert und sie mit Hilfe von "OK-Reifendicht" (gibt´s bei QVC, fragt mal eure Frauen, die wissen was QVC is ;-)  sogar dazu gebracht die Luft über mehrere Tage zu halten. Die Silverstones sind aber trotz allem kompromisslose Geländereifen die auf der Straße kaum was zu suchen haben. Standplatten über Nacht sind an der Tagesordnung. Wuchten war nur mit sehr vielen Gewichten und viel Geduld möglich. Naja, und die Lautstärke des Abrollgeräusches glich auch eher dem eines Jets (OK, leicht übertrieben). Bei Nässe waren sie dazu noch, sagen wir mal Abenteuerlich, zu fahren. Aber im Gelände sind die Dinger ne glatte 1 (zumindest wenns nach vorne geht, Rückwärts eher ne 6). Dem Gewicht des schweren Blaubären waren sie aber leider nicht gewachsen sodass sie sich im Gelände doch recht schnell eingruben. Naja, irgendwas is ja immer...





Auflistung der Änderungen in Phase 3:
- Nissan Original-Stahlfelgen 6x16 ET+30mm mit 280/85-16 Silverstone MT117 Bereifung



Endlich wieder neue Räder (*grins*). Optisch waren die hier gezeigten Interco Super Swamper SSR in der Dimension 35x12,5-15 montiert auf  8x15 ET+8mm CW-Alufelgen ne glatte 1+ mit Ansage. Auch bei Nässe fuhren sich diese eigentlich als "Schwabbelreifen" verschrienen Pneus recht gut, da der SSR ja ansatzweise über Lamellen in den sehr groben Profilblöcken verfügte. Leider waren diese Reifchen aber so irre laut, dass ich mich bereits nach einer Woche wieder von ihnen verabschiedete. Ich bin einfach zu weich für diese Pellen! Wie sich im nachhinein bei dem neuen Besitzer herausstellte sind diese Radial-Swamper auch nicht für hohe Kilometerleistungen gebaut worden. Die Profiltiefe nahm innerhalb von 10.000km um ca. 5mm ab. Wie lange die dann halten bei ner Gesamtprofiltiefe von 16mm bei Neureifen kann sich dann wohl ein jeder ausrechnen.
Als weiteres "Schmankerl" dieser Evolutionsstufe des Blaubären spendierte ich ihm einen größeren Tank, einen sogenannten "Longrange-Tank" mit einem Fassungsvermögen von 147 Litern. Er wird einfach anstelle des Original-Tanks und dessen Schutzplatte verbaut und beeinträchtigt trotz deutlich größerer Füllmenge den hinteren Böschungswinkel in keinster Weise. Den Einbau des Tanks übernahm dann auch gleich mein bevorzugter Lieferant für Offroad-Zubehör: ORTEC. Nun haben wir zwar in Deutschland ein doch eher dichtes Netz was die Tankstellen betrifft aber wer weiß schon wo es mich mal eines Tages hin verschlägt... 




Auflistung der Änderungen in Phase 4:
- CW-Alufelgen 8x15 ET+8mm mit 35x12,5-15 Interco Super Swamper SSR Bereifung
- Long Ranger Ersatztank mit 147 Liter Fassungsvermögen



Wie bereits "am Ende" von Phase 4 erwähnt war ich einfach zu weich für die Swamper was natürlich zwangsläufig dazu führte, dass wieder neue Reifen her mussten. Nun hatte ich bei Red Beauty ja schon gute Erfahrungen mit dem BFG MT in 35x12,5-15 sammeln dürfen, folglich lag es nahe an dem Guten fest zu halten. Das Studium des Kleinanzeigenteiles einer 4-Wheel-Fun Zeitschrift förderte ein schlichtweg unglaubliches Angebot zu Tage: 4 BFG MT mit nahezu voller Profiltiefe für den Schnäppchenpreis von 250,- Euro! Ja gibts denn sowas? Nach einem kurzen Telefonat mit dem Verkäufer setzte ich mich sofort in Bewegung die guten Stücke abzuholen. Wer zuerst kommt malt zuerst hatte er ja gesagt.
Nach einer Stunde Fahrt waren wir bereits am Ziel. Der Verkäufer öffnete die Garage in der ein (und jetzt kommts:) tiefer gelegter Jeep Wrangler mit 295/50-15 Besohlung stand. Er sagte, er habe die 35er Reifen als Winterreifen haben wollen, bei der Anprobe aber fest gestellt das sie nicht drunter passten und deshalb wollte er sie nun wieder veräußern. Ja, nee, is klar! Na, wie dem auch sei, mir sollte es recht sein. Geld übergeben, Reifen eingeladen, fertig! Ich konnte mir angesichts dieses Deals und der Äußerung des Verkäufers bezüglich der "Winterreifen" ein Dauergrinsen auf der Rückfahrt aber nicht verkneifen. Warum nur?  ;o))
Daheim angekommen machte ich mir nichtmal mehr die Mühe die Reifen auszuladen. Am nächsten Tag gleich zum Reifenhändler und auf die 8x15 CW-Felgen aufziehen lassen. Die Räder liefen auf Anhieb perfekt, so wie ich es von BFG gewohnt war. Aufgrund der, im Gegensatz zu den 10 Zoll breiten Felgen bei Red Beauty, um 2 Zoll geringeren Felgenbreite lief der Patrol auch nicht gleich jeder Spurrille hinterher. Wie ich schon schrieb, einfach Perfekt! Die 5mm Spurverbreiterungen blieben aufgrund der besseren Optik weiter im Einsatz obwohl sie bei den CW-Felgen nicht nötig gewesen wären, das Mittelloch ist mit 110mm ja groß genug für die GR-Naben.
Ein 35er Reserverad passt übrigens nur dann an die Hecktür wenn der Reifen nur noch ca. 6-8mm Profil hat (so zumindest beim BFG MT) da ansonsten die kleine Hecktür nicht mehr zu öffnen ist.
Ein weiteres "Highlight" dieser Evolutionsstufe war ohne Zweifel der Safari Snorkel. Diesen hatte ich nun schon ne ganze Zeit daheim liegen bevor Ralf und meine Wenigkeit ihn nun anbauten. Auch zu diesem Snorkel gibts ne kleine Geschichte: Zunächst hatte ich nämlich nen AirTech Snorkel (von TJM) erworben der , im Gegensatz zum Safari Snorkel, außen nicht bis vorne an den Kotflügel geht sondern ca. 40cm weiter hinten bereits seinen Weg ins Wageninnere sucht. Den Nachteil den dieser TJM-Schnorchel jedoch hat ist die Tatsache das er dann im Wageninneren weiter nach vorne läuft was zwei zusätzliche (unnötige) Biegungen im Ansaugtrakt zur Folge hat. Im Hinblick auf den geplanten (aber erst in Phase 9 realisierten) Turboeinbau war das ein nicht zu verachtender Nachteil. Mir hätte zwar der AirRam-Aufsatz des TJM mit seiner leichten Kröpfung nach unten besser gefallen, aber der passte nunmal leider nicht auf den Safari-Snorkel. Naja, irgendwas is´ ja immer...
Da ich den Blaubären auch für Roadbooktouren nutzen wollte wuchs schnell das Verlangen nach nem Tripmaster und auch nach nem GPS-Empfänger. Bei der Auswahl des Tripmasters verließ ich mich auf die Erfahrung des "alten" Rallye-Hasen Ralf Müller von RM-Rallye-Tec. Er riet mir zum Terratrip 202 Plus. Entschieden habe ich mich dann für diesen Typ mit zusätzlichem, externem Fahrerdisplay. Letzteres sollte sich als sehr hilfreich für die TÜV-Eintragung der Reifen herausstellen da der Tripmaster auf die Reifengröße (genau genommen sogar 2 verschiedene Reifengrößen) geeicht werden kann. Dadurch wird der Tripmaster zum Tachoersatz und das Fahrerdisplay zur Geschwindigkeitsanzeige. Aus diesem Grunde kann dann auf eine Angleichung des normalen Tachos verzichtet werden. Weiterer Vorteil ist die Tatsache das von nun an keine Reifengröße mehr ausgetragen werden muss, da man den Tripmaster ja an jede X-beliebige Reifengröße anpassen kann. Zur Nullstellung des Tripmasters wird ein Fußschalter, montiert im Beifahrerfußraum verwendet.
Bei der Auswahl des GPS-Empfängers half mal wieder der allseits beliebte Kollege Zufall: Stephan P., ein Bekannter aus Oldenburg hatte mir ein Vorführgerät zu nem sehr guten Kurs besorgen können, ein Garmin GPS-Map 130. Stephan hat dieses Modell bereits mehrfach in Tunesien verwendet und war damit sehr zufrieden. Zudem verfügte das GPS-Map 130 über ne externe Marineantenne was die Empfangsleistung doch sehr zum positiven beeinflusst. Somit hatte sich dieses "Problem" auch schnell erledigt.
Auch sollte natürlich ein Funkgerät nicht fehlen um bei Kolonnenfahrten vernünftig kommunizieren zu können oder auf längeren Strecken den besten Verkehrsfunk der Welt zu empfangen (Kanal 9AM, der Trucker-Kanal). Hier entschied ich mich aus eigener (guter) Erfahrung für ein Gerät der Marke Stabo (XM3400) und eine Antenne von Sirtel. Letztere wurde auf dem linken, vorderen Kotflügel montiert. Tja, montiert, das war das Stichwort: Wohin nun mit dem ganzen Hightechkram? Ne schöne, praktische Verkleidung musste her!
Hier half wiedermal die Firma ORTEC. Heinz baute mir eine wunderschöne Alukonsole zur Aufnahme des Funkgerätes, des GPS-Empfängers und des Tripmasters nebst Fahrerdisplay. Diese Konsole wurde perfekt auf die Beifahrerseite des Armaturenbrettes angepasst, schließlich sitzt der Navigator ja rechts  ;o))
Da Heinz das Alu grad in der Hand hatte bat ich ihn auch noch gleich zwei Stauboxen für den Gepäckraum des Blaubären anzufertigen. Abschließbar natürlich und mit genügend Stauraum für das Bergeequipment und das Bordwerkzeug. Die Boxen erstrecken sich auf die gesamte Länge des Gepäckraumes und enden in der Höhe unter den Heckfenstern. Sie integrieren die Radkästen und verkleiden diese gleichzeitig.







Auflistung der Änderungen in Phase 5:
- BFGoodrich MT in 35x12,5-15
- Safari Snorkel
- Aluminium Stauboxen im Kofferraumbereich von ORTEC
- Aluminium Armaturenbrett-Aufbaugehäuse von ORTEC zur Aufnahme folgender Geräte:
- Stabo XM3400 CB-Funkgerät und Antenne am linken Kotflügel
- Garmin GPS-Map 130 GPS-Empfänger
- Terratrip Tripmaster 202 Plus mit externem Fahrerdisplay und Fußschalter



Die Umbauphase 6 startete eigentlich sehr unspektakulär mit einem Satz größerer Außenspiegel. Leider hatte mein Blaubär werksseitig aufgrund der mageren DX-Ausstattung ja nur die manuellen, wie beim 160er auf die Tür geschraubten (sind übrigens die gleichen wie beim 160er) kleinen Außenspiegel. Der Drehschemelanhänger verlangte jedoch quasi nach was größerem und so wurden die Originalspiegel gegen diese sogenannten "Truckerspiegel" getauscht. Nun war endlich ne bessere "Rücksicht" gegeben.
Ein glücklicher, naja nennen wir es Zufall verhalf mir zu einem weiteren Goodie an meinem Blaubären. Zu damaliger Zeit war Kumpel Dirk auf seinen langen 4,2er UN-Patrol gestoßen. Der Händler hatte 2 dieser Fahrzeuge auf dem Hof stehen. Nun fragt ihr euch mit Sicherheit (und zu Recht): Was hat das denn jetzt damit zu tun? Ganz einfach: Diese UN-Patrols hatten serienmäßig einen Nato-Zughaken oberhalb des hinteren Trittbrettes montiert, da wo normalerweise die hintere Abschleppöse sitzt! Das Ding gab es von Nissan für den Patrol als Werkszubehör, wurde scheinbar aber nur sehr selten geordert. Na, wie dem auch sei, ich musste unbedingt so´n Teil haben! Dirk wollte seine vom UN-Patrol natürlich nicht her geben was ja auch völlig verständlich war. So fragte ich den Händler ob ich vielleicht den Zughaken von dem zweiten UN-Patrol haben könnte den er auch noch auf dem Hof hatte. Er willigte (entgegen meiner Vermutung) tatsächlich ein unter der Bedingung das ich ihm dafür wieder so ne Abschleppöse dran baue. Na, das machte ich natürlich mit Freuden! Und so bekam ich dann diese Natoöse (die übrigens bei der UN bis 2t Anhngelast freigegeben war) welche sich hervorragend als Bergeöse eignet, natürlich nur um andere Fahrzeuge zu bergen (grins).
Auch den letzten Part der Umbauphase 6 verdanke ich einem (für mich) glücklichen Zufall. Arnd wollte seinen kurzen Patrol GR verkaufen der unter anderem mit einem dieser neckischen ARB-Dachgepäckträger ausgestattet war. Auf das Ding war ich ja nun schon länger scharf. Als sich ein Käufer für seinen Patrol abzeichnete kamen Arnd und ich überein das Arnd den potentiellen Käufer fragen wollte ob er den Träger unbedingt haben wollte, wenn nicht würde ich ihn bekommen. Nun der Käufer brauchte den Träger zu meinem Glück nicht wirklich und so wechselte das gute Stück in meinen Besitz (freu). Leider hatte zwar der Vorbesitzer von Arnds Patrol bei den Trägerfüßen gespart und den (falschen) Satz mit 4 statt 6 Füßen geordert aber das sollte sich ja später noch verbessern lassen...
Tjaaaa, und so´n Dachträger ist ja quasi prädestiniert für die Aufnahme von Zusatzscheinwerfern! So kamen (zunächst) 2 Fernscheinwerfer vom Typ Hella Micro FF zum Einsatz (die machen unheimlich hell und sind schön kompakt) um ein wenig mehr Licht in der Ferne zu erzeugen (natürlich nur bei Bedarf) und der Lichthupe den nötigen Nachdruck zu verleihen  ;o))  Desweiteren wurden 2 Hella FF Arbeitsscheinwerfer vorne am Dachträger montiert und 2 weitere des gleichen Typs hinten. Die Dinger machen im näheren Umkreis des Fahrzeuges die Nacht zum Tag und sind bei Arbeiten mit der Winde oder beim Rückwärtsfahren des Nachts bzw. beladen des Anhängers quasi unbezahlbar!
Zu diesem Zeitpunkt war es aber leider noch nicht klar wie die Kabelführung für die Scheinwerfer ins Fahrzeug realisiert werden sollte, daher fuhr ich die Scheinwerfer noch ne Zeit lang als "Ballast" spazieren aber auch dieses Problem wurde alsbald gelöst...





Auflistung der Änderungen in Phase 6:
- ARB Dachgepäckträger in 180x125cm 
- 2 Hella Micro FF Zusatzfernscheinwerfer
- 4 Hella FF Arbeitsscheinwerfer (je 2 vorn und hinten) 
- große LKW-Außenspiegel
- Nato-Zughaken an der Hecktraverse statt Abschleppöse



Eigentlich war die Phase 7 garkeine "echte" Umbauphase. Die einzige Änderung zum vorhergehenden Zustand des Blaubären ist nämlich der Radsatz. Meine Planungen gingen ja schon länger in Richtung 16 Zoll Felgen mit entsprechender Bereifung, nicht zuletzt wegen des irgendwann später mal anstehenden "Upgrades" der Bremsanlage auf ein Maß das dem größeren Abrollumfang der Reifen Rechnung trägt. Zudem war ich damals der Meinung das AT´s doch irgendwie besser sind und ich ja eigentlich garkeine so großen Reifen brauche... Naja, vergessen wirs...  ;o))
Nun ergab es sich recht kurzfristig das ich sowohl die 15" CW-Felgen als auch die 35er BFG MT Reifen zu einem recht guten Kurs an einen (bzw. zwei verschiedene) Interessenten verkaufen konnte. Die Felgen waren kein Problem, hatte ich doch die 8x16 Felgen vom Special Edition Modell des Patrol GR von "damals" noch in der Garage liegen. Die Frage nach der gewünschten Reifengröße war eigentlich auch recht schnell geklärt, es sollten 295/75-16 BFG AT KO werden (zu dem Zeitpunkt war ich der Meinung das wäre der finale Radsatz für den Blaubären, hihihi). Doch nun kam der Haken an der Geschichte: Diese Reifengröße war kurzfristig nicht lieferbar! So´n shit, und nu? Die Deals mit dem "alten" Radsatz drohten zu platzen wenn ich nicht recht fix was neues für meinen Blaubären auftrieb...
Doch in der Not tun sich immer wieder auf erstaunlichem Wege plötzlich Lösungen auf: Kumpel Dirk hatte da noch einen Satz BFG AT KO in 285/75-16 (entspricht ungefähr 33 Zoll Reifenhöhe und 11,5 Zoll Reifenbreite) liegen der derzeit nicht in Gebrauch war und so kam es das wir zunächst diese Reifen übergangsweise auf die SE-Felgen zogen bis die 295er ihren Weg zu mir finden sollten.
Naja, mal ganz ehrlich - Optisch war das kein Brüller! Aber zumindest hatte ich für die Übergangszeit wieder Gummi zwischen Auto und Straßenbelag, und: Es sollte ja nicht für lange sein...




Auflistung der Änderungen in Phase 7:
- BF Goodrich AT KO in 285/75-16 auf 8x16 ET+5mm Special Edition Felgen



Sooooo, da wären wir nun bei den BFG AT KO in der Größe 295/75-16 angelangt, dem angeblich finalen Radsatz am Blaubären (hab ich damals wirklich geglaubt, doch, echt!). Der 295er fällt im Vergleich zum vorher montierten 285er nicht sehr viel größer aus. Leider täuschen aber die Fotos ein wenig darüber hinweg das dieses "nicht sehr viel" genau das Müh ist welches zwischen "naja, sieht irgendwie zu klein aus" und "jau, so passt das optisch" entscheidet. Mit diesem ca. 34 Zoll hohen Reifen war das ziehen des (beladenen) Drehschemelanhängers aufgrund des etwas geringeren Abrollumfanges (im Vergleich zu den vorher montierten 35er BFGs) und der dadurch etwas kürzeren Gesamtübersetzung natürlich die reine Freude. Andererseits stieg bei etwas höheren Geschwindigkeiten aber natürlich auch das Geräuschniveau aufgrund der etwas höheren Drehzahlen bei gleicher Geschwindigkeit. Egal, damals fand ich das gut.
Ab diesem Radsatz war ich dann auch der Meinung das es nun vielleicht doch langsam an der Zeit wäre die Räder mit Kotflügelverbreiterungen ein wenig abzudecken um die komplette Fahrzeugseite nicht immer so einzusauen (war ne Weichflötenzeit damals  ;o)). Hierbei entschied ich mich für Geländeeinsatzgeeignete, robuste Gummilippen in 55mm Breite welche sich dem Radlauf entsprechend perfekt zuschneiden lassen. Den Anbau übernahm wiedermal die Firma ORTEC.
Bei dieser Gelegenheit verlegte Heinz (Cheffe von ORTEC) auf meinen Wunsch hin auch gleich die 7-polige Anhängersteckdose aus dem Gefahrenbereich am Anhängebock an die hintere Rahmen-Quertraverse. Naja, und weil er schon mal da dran war wurde zusätzlich (Zugmaschinenlike) auch gleich noch ne 13-polige Steckdose daneben platziert, wenn man mal wieder nen Wohnwagen oder dergleichen zieht.
Desweiteren spendierte ich dem Blaubären eine automatische Ringfeder Maulkupplung was quasi eher Zwang denn Freiwilligkeit war. Ich hatte inzwischen nämlich die fixe Idee gebohren den Drehschemel auf Zugöse umzurüsten. Hierin sah ich den Vorteil (der sich auch so bestätigte) das man deutlich einfacher ankuppeln konnte. Das klappte wie verrükt! Durch den Einsatz des AL-KO Wechselsystemes war das ja alles kein Thema.
Zu guter letzt beschloss ich dann das "Loch" im vorderen Teil des ARB Dachträgers (zwischen den ersten beiden Fernscheinwerfern) durch zwei weitere, ebenfalls vom Typ Hella Micro FF, zu "schließen" und die ganze "Scheinwerferbatterie" nun auch endlich anzuschließen. Hier kam wiederum das Knowhow von ORTEC zum tragen. Vorgabe meinerseits war, das der Träger weiterhin abnehmbar bleiben sollte und das die Fernscheinwerfer mit dem normalen Fernlicht, die Arbeitsscheinwerfer jedoch vorne und hinten getrennt über zwei separate Schalter unabhängig von der Zündung zu bedienen sein sollten. Heinz besorgte mir hierfür 2 Winkelstecker inkl. Buchsen aus dem Marinebereich. Die Verkabelung führten wir durch die B-Säule ins Dach wo die beiden Buchsen verschraubt wurden. So gibt es nun jeweils eine separate Steckverbindung für die Fern- und die Arbeitsscheinwerfer. Die "Relaisarmada" für die Scheinwerferbatterie verschwand wie es sich gehört unter der Motorhaube.







Auflistung der Änderungen in Phase 8:
- BFGoodrich AT KO in 295/75-16 BFG AT KO auf 8x16 ET+5mm Special Edition Felgen
- Flexible Gummi-Kotflügelverbreiterung 55mm breit von ORTEC
- weitere 2 Hella Micro FF Zusatzfernscheinwerfer und Anschluss der Scheinwerfer
- Ringfeder Maulkupplung
- Verlegung der Anhängersteckdose 7-polig an Hecktraverse
- Montage zusätzlicher Anhängersteckdose 13-polig an Hecktraverse



Hahaaa, Phase 9 beginnt mal mit was ganz neuem... ...neue Räder! *breitgrins*
Ihr merkt an dieser Stelle schon das mein ganz am Anfang erwähnter Satz mit dem Helm nicht sooo weit hergeholt war, oder?  ;o))
OK, Spaß bei Seite. Tja, womit begründe ich euch denn nun mal das ich schon wieder andere Räder brauchte? Was rationelles will mir dazu ehrlich gesagt nicht einfallen daher führe ich einfach den allseits gegenwärtigen Geilheitsfaktor auf. Ich wollte einfach wieder 35er!
Da mir die 16 Zoll Felgengröße ganz gut gefiel, ich wegen des in Zukunft geplanten Bremsenupdates ja auch dabei bleiben wollte/musste und ich von der Form und der Optik der CW-Felgen recht angetan war (unter anderem weil sich diese sehr leicht reinigen, und viel Luft an die Bremse lassen) war der Weg zur 8x16 ET+5mm CW-Felge nicht weit. Bei der Bereifung wollte ich eben wieder in die 35 Zoll Region. Hier wird dann bei 16 Zoll Felgengröße von den Herstellern aber kaum mehr was Zölliges angeboten sondern alles in metrischen Größen. Die Wahl fiel auf 315/75R16 was einem 35x12,5-16 entspricht. Bei der Wahl des Reifenfabrikates unterstützte mich Dieter (zu dem sag ich später noch was). Er empfahl mir den Cooper Discoverer S/T mit dem ich im nachhinein betrachtet mehr als zufrieden war! Dieser Reifen macht sowohl On- wie auch Offroad eine perfekte Figur. Ich würde ihn jederzeit wieder nehmen. Um das Räderthema in dieser Phase zu beenden (jetzt schon?  ;o)) sei noch gesagt das die 5mm Distanzscheiben natürlich wieder drauf blieben (wegen der Optik, die Felgen hätten nämlich auch so über die Nabe gepasst). Die Gummilippen-Verbreiterungen deckten auch diese Kombi noch perfekt ab.
Das Fahrwerk musste in dieser Umbauphase auch noch eine kleine Änderung über sich ergehen lassen. Beim damaligen Einbau des TJM Fahrwerkes hatten wir vorn ja 2 10mm Trimpacker und hinten 1 10mm Trimpacker unter die Federn gelegt. Diese sollten nun durch 30mm hohe Distanzringe von Tough Dog ersetzt werden. Ich besorgte mir die guten Stücke direkt in Australien da ich in Deutschland keinen Händler auftun konnte der die im Programm führt. Diese Ringe hatten, zumindest hinten, den Vorteil das sie einen Absatz eingegossen hatten welche die Federn gegen verdrehen sichern. Letzteres war bei den Trimpackern leider nicht gegeben. Die 5mm dicken Gummiringe welche oberhalb der Federn Original montiert sind wichen bei dieser Gelegenheit ebenfalls. Somit ergab sich im Vergleich zum vorigen Zustand mit den Tough Dog Distanzstücken eine Gesamthöherlegung vorn von satten 5mm und hinten immerhin 15mm. Aber das eigentliche Ziel, nämlich die Trimpacker zu entfernen, hatte ich hiermit ja erreicht.
Jetzt war es dann auch endlich soweit die fehlenden beiden Füße für den ARB Dachträger nachzuordern. Wir erinnern uns, die hatte der Vorbesitzer von Arnd damals pauschal weg gelassen. Was ich mir im Traum aber nicht hab vorstellen können: Die gibt es nicht einzeln zu kaufen! Ich musste also einen weiteren Satz bestehend auf 4 Füßen erwerben obwohl ich nur zwei brauchte. An dieser Stelle hab ich dann mal wieder das Hirn ausgeschaltet und tatsächlich den Trägersatz geordert. Heieiei, wenn das die Frau des Hauses wüßte...  ;o))

Kommen wir zu guter letzt zum eigentlichen Highlight der Phase 9: Die Turbonachrüstung!
Ich hatte eigentlich immer gesagt ich bräuchte nicht mehr Leistung in dem Auto. Prinzipiell hatte er durch den Hubraum von 4169ccm, mit seinen 85kW und 264Nm ja auch genug davon. Durch die Anpassung der Achsübersetzung an die Reifengröße hatte ich eigentlich nie das Gefühl das ihm Kraft fehlte. Dennoch gab es da eine Situation wofür ich gern mehr "Bumms" zur Verfügung gehabt hätte: Überholmanöver auf der Landstraße! So kam es also das ich mich dazu entschloß den Turbo doch einzubauen bzw. eher einbauen zu lassen. Und da hatten wir nämlich schon das Problem: Den Turbosatz hatte ich nämlich schon bevor sich der Blaubär überhaupt in meinem Besitz befand. Jetzt werdet Ihr sagen: Watt? Und wieso hast´n dann nich gleich eingebaut? Die Antwort dessen ist nicht ganz so einfach, hierzu muss ich ein wenig weiter ausholen:
Den Turbosatz erwarb ich aufgrund einer Anzeige in der 4WheelFun zu einer Zeit da ich grade die erste Graue Maus gekauft hatte, damals noch mit der Maßgabe ihn auch sofort zu verwenden. Der Vorbesitzer des Turbosatzes hatte zu dieser Zeit ebenfalls ne "graue Maus" und wie ich im nachhinein erfuhr auch schon versucht den Turbosatz einzubauen was ihm jedoch nicht gelang. Aus heutiger Sicht auch kein Wunder wenn man nicht genau wusste wie man es angehen muss bzw. was für ein Turbosatz das denn überhaupt ist:
Bei dem Turbosatz handelt es sich nämlich um einen Originalen von Nissan wie er seit 1993 im Patrol GR Typ Y60 mit TD42T-Motor verwendet wurde. Dieser Motor mit einer Leistung von 107kW/145PS bei 4000 U/min und einem Drehmoment von 330Nm bei 2000 U/min wurde jedoch ausschließlich auf dem Asiatischen Markt angeboten, nichtmal in Australien war er zu haben. Nun muss man hierzu wissen das die Y60 mit dem TD42T ausschließlich mit einer Verteilereinspritzpumpe ausgerüstet waren, die grauen Mäuse bzw. auch der Blaubär jedoch über eine Reiheneinspritzpumpe (wie auch der SD33 aus dem 160er Patrol) verfügen. Das war auch der Grund des Scheiterns des Einbauversuches beim Vorbesitzer: Wie sollte nun die Anpassung der Einspritzmenge an den Ladedruck erfolgen?
Hier lag eben zunächst auch bei mir der Hase im Pfeffer, ich hatte keine Ahnung wie wir das bewerkstelligen sollten?! Aus meinem näheren Bekanntenkreis hatte niemand Erfahrung mit dieser Thematik. Somit dauerte es insgesamt mehr als 4 Jahre bis ich (mal wieder durch Zufall) jemanden fand der sich dieser Thematik annehmen wollte, sogar schon Turbosätze auf TD42 Motoren verbaut hatte und somit das dringend notwendige Knowhow für diese Aktion mitbrachte: Willy! Bis dato waren das zwar alles Safari-Nachrüst-Anlagen (und eine AXT Anlage bei seinem eigenen Auto) aber damit war er allen anderen (gewerblichen) bei denen ich angefragt hatte gegenüber als Experte um Welten voraus.
Das Problem mit der Ansteuerung der Einspritzmenge lösten wir dann auch gemeinsam. Ich in der Theorie und Willy sowie ein sehr guter Boschdienst den Willy kannte in der Praxis. Nur soviel: Wir verwendeten eine Reiheneinspritzpumpe aus einem Patrol Typ 160 mit SD33T-Motor. Der Rest bleibt erstmal unser kleines Geheimnis...   ;o))
Der gebrauchte Turbosatz (er stammte aus einem Schlachtfahrzeug das vor einigen Jahren den Weg von Japan über Holland nach Deutschland fand) bestand in groben Zügen aus dem Hitachi HT18 Turbolader selbst, der Ansaugbrücke, Flanschen und einem Aluminium-Ladeluftkühler (LLK). Letzterer war jedoch ein Zubehörteil und wurde Original beim TD42T nie angeboten.
Für den Einbau dieses ganzen "Krams" benötigte dann auch Willy so einige (viele) Arbeitsstunden, nicht zuletzt weil sich immer wieder kleine oder auch größere Problemchen ergaben. Da war z.B. ein schon sehr angegriffener Wasserkühler der bei dieser Gelegenheit gleich vom Kühlerbauer mit einem größeren Netz und vergrößertem Durchlass versehen wurde um der leicht ansteigenden Thermik durch den Turbo entgegen zu wirken. Dann war da noch die Tatsache das die Serieneinspritzpumpe (ESP) des TD42 über Unterdruck angesteuert wurde, die neue (vom SD33T) jedoch über einen Seilzug. Aufgrund des Ladeluftkühlers musste dann auch der Originale Luftfilterkasten weichen und was neues her. Wegen der Welle zur mechanischen Wiinde musste die Führung des Hosenrohres angepasst werden. Doch all diese "Kleinigkeiten" wurden von Willy mit einer absolut bewundernswerten Engelsruhe gemeistert bis letztendlich der Karren mitsamt Turbo (wieder) lief!
Nach erfolgtem (und erfolgreichem) Testlauf war natürlich auch noch ein Leistungsdiagramm nötig, nicht zuletzt für die Eintragung der ganzen Geschichte beim TÜV. Die gemessenen Daten waren genau das was ich mir vorgestellt hatte: Der Turbolader arbeitet mit sehr moderatem Druck von 0,5 bar (ca. 0,2 bar weniger als im Originalen TD42T). Dies führt im Ergebnis zu einer Maximalleistung von 105kW/143PS bei 3750 U/min und einem Drehmoment von 310 Nm bei 2700 U/min. Dies verhilft dem Patrol zu einer GPS-gemessenen Höchstgeschwindigkeit von 156km/h (und das in dem Umbauzustand!). Perfekte Werte!
Der auf dem Motor liegende Ladeluftkühler bekam dann noch die Atmungsöffnung in die Motorhaube geschnitzt. Um das ganze auch optisch gefällig wirken zu lassen verbauten wir darüber die Lufthutze des Patrol GR Typ Y61. Von selbigem Modell mit dem RD28ETi Motor (TD6) wußte ich, das dessen Ladeluftkühler mit einem E-Lüfter versehen war um auch jederzeit genügend Kühlleistung bringen zu können. So war bei meinem Streben nach Perfektion natürlich sofort klar das sowas auch für mein Auto her muss. Ich besorgte also einen Spal-Lüfter von Ralf Müller welchen wir dann liegend auf dem LLK montierten. Zunächst hatten wir den Lüfter über Zündung angeschlossen was sich jedoch mit der Zeit als nicht praktikabel erwies da ich den Lüfter für Kurzstrecken nicht brauchte und der Lüfter an sich auch nicht grade einer der Sorte "Leisetreter" war. Somit änderten wir die Ansteuerung des Lüfters alsbald auf manuell schaltbar was der ganzen Sache einen deutlich angenehmeren Touch gab.
Tja, nun musste ich mir nur noch Gedanken über den Auspuff machen, durch den Turbo wird ja nun ein größerer Querschnitt nötig. Fündig wurde ich hier auch wieder bei Ralf Müller. Eine komplette Edelstahlauspuffanlage ab Hosenrohr fand den Weg unter den Blaubären. Normalerweise wurde diese Auspuffanlage bei Leistungssteigerungen mit LLK-Nachrüstung in Patrol GR mit RD28T-Motor verwendet und was dort gut funktioniert kann eigentlich bei meinem Umbau nicht schlecht sein. Damit sollte sich (kurzzeitig wie sich später noch herausstellen sollte) das Thema durchgerosteter Auspuff erledigt haben. Der Querschnitt war jedoch nicht so viel größer (2mm) als der Serienauspuff aber was solls, Hauptsache funktioniert, und das tat es. 






Auflistung der Änderungen in Phase 9:
- Cooper Discoverer S/T in 315/75-16
- CW Alufelgen in 8x16 ET+5mm
- Tough Dog 30mm Feder-Spacer vorn und hinten
- 2 zusätzliche Stützfüße für den ARB-Dachgepäckträger
- OME Trimpacker vorn und hinten entfernt 
- Nachrüstung Hitachi HT18 Turbolader
- Ladeluftkühler liegend mit E-Lüfter
- Lufthutze auf Motorhaube für den LLK
- modifizierter Wasserkühler mit größerem Netz
- Edelstahl-Auspuffanlage



Am ehesten könnte man diese Umbauphase mit den Worten "Der Isländer kommt beim Besitzer durch" beschreiben. Begonnen hat natürlich alles (wer hätte das für möglich gehalten?) mit größeren Reifen. Die genaue Bezeichnung dieser Gummis lautet Procomp X-Terrain 325/80R16 was in Zollgröße 37x13,5-16 entspricht. Nun sind wir also schon in der "Männerabteilung" für Reifen angekommen  ;o)) 
Schuld daran ist eigentlich ein Herr aus München, Florian R., denn er war es der diese Reifen für seinen Mercedes G anno 2005 beim Dieter P., einem nahezu unbekannten Reifentandler aus Mömbris (wo is das?  ;o))  orderte. Nachdem Flo jedoch festgestellt hatte das 35 Zoll doch eher die bessere Größe für seinen 500er G war standen die 37er wieder zum Verkauf.
Florian wusste natürlich wie sehr mich die Isländerumbauten mit ihren riesigen Reifen faszinierten, dafür bin ich ja hinlänglich bekannt, und so konnte ich Flos Angebot natürlich nicht widerstehen und erwarb diese mächtigen Potenzverstärker aus Gummi  ;o))
Nun stellte sich nur noch die Frage wie ich die Dinger unters Auto bekomme? Die Felgen waren ja schonmal vorhanden (hab ich zu dem Zeitpunkt zumindest noch gedacht) und sollten auch wieder zum Einsatz kommen. Aufgrund der Tatsache das die 315er Cooper den vorderen Längslenkern aber ja bei vollem Lenkeinschlag schon sehr nahe kamen musste ich mir diesbezüglich was überlegen um die noch breiteren und höheren neuen Pellen auf Distanz zu halten. Genau, Distanz! Das war des Rätsels Lösung! Runter mit den 5mm Distanzscheiben und her mit 30mm breiten Spurverbreiterungen! Nur woher nehmen? Mein bester Freund Zufall hatte auch hier wieder die Lösung: Willy hatte noch welche auf "Lager", somit war das Problem auch schon gelöst, Prima!
Naja, so weit so gut aber wie bring ich die Dinger nu in den Radkästen unter? Und die Gummilippen als Verbreiterungen verdienen ihren Namen nun auch kaum mehr. Hier kommt die Lösung direkt aus Island! So genannte Isländerverbreiterungen aus GFK. Das besondere an diesen Verbreiterungen ist die Tatsache das es sich um sogenannte Cutout-Flares handelt, es wird also das Radhaus ein wenig ausgeschnitten damit der Reifen mehr Platz in selbigem hat. Das ausgeschnittene Stück deckt dann die neue Isländer-Kotflügelverbreiterung wieder ab. Tja, nur wie kommt man jetzt an sowas dran? Es gibt zwar einen Händler in Deutschland der diese guten Stücke importiert aber dessen Preisvorstellungen entsprachen nicht wirklich dem was ich bereit war auszugeben. Da kam mir die Idee doch mal direkt in Island anzufragen. Gesagt, getan, hingesetzt und in klapprigem Englisch Mails an die üblichen Verdächtigen Händler in Island geschickt. Reaktion: Leider gleich Null. Inzwischen weiß ich das man die Leute da anrufen muss wenn man was von denen möchte. Also Plan B aus der Schublade gekramt: Über meine alte Internetseite hatte ich seinerzeit Oscár E. kennen gelernt, ein waschechter Isländer mit nem Patrol GR auf 44er Reifen! Auf meine Anfrage hin versprach er mal eine Suchanzeige auf der Internetseite von www.f4x4.is zu platzieren. Diese hatte dann sogar recht schnell Erfolg und so kam es das ich wenige Wochen später im Besitz gebrauchter Isländerverbreiterungen für meinen Patrol war. Diese Verbreiterungen wie sie hier nun auf den Bildern zu sehen sind werden bei den Isländern zwar eigentlich verwendet um Platz für 35er Räder auf 10 Zoll breiten Felgen mit einer ET von -45mm zu schaffen aber für meine Bedürfnisse (schmalere Felgen mit geringerer negativer ET) sollten sie meinen Berechnungen zu Folge langen. Wie auf den Bildern zu sehen tun sie das dann ja auch.
Wie ich schon schrieb waren die Verbreiterungen gebraucht und teilweise war das GFK schon leicht lädiert aber dafür war der Preis auch deutlichst angenehmer als bei neuen.  
Die Montage und das Ausschneiden der Radhäuser übernahm freundlicherweise Willy nachdem sein Lackierer die Verbreiterungen ein wenig nachgebessert und auch lackiert hatte. Die Montage selbst gestaltete sich eigentlich leichter als gedacht sodass wir bereits nach wenigen Stunden Vollzug melden konnten. Zu guter letzt wurden dann noch die vorderen Stoßstangenecken leicht abgesäbelt damit auch hier nichts schleifen konnte. Fertig!
Am nächsten Tag ging es dann gleich mit den Reifen im Anhänger zu Dirk: Radwechseltermin! Ist schon ne prima Sache wenn jemand derartige Maschinen daheim in der Garage stehen hat, da kann man dann auch mal Sonntags Reifen aufziehen.
Wie befürchtet stellte sich dabei heraus das solche dicken Dinger doch die eine oder andere "leichte" Unwucht haben. Hierfür hatte ich jedoch vorgesorgt und sogenanntes Wuchtgranulat erworben. Das sind mit einer Art Vogelsand gefüllte Säckchen (Gewicht 240g, gibt es aber auch in anderen Größen) die komplett so wie sie sind in den Reifen gelegt werden. Die Säcke lösen sich nach wenigen Kilometern Fahrstrecke auf und dann soll sich das Granulat im Reifen so verteilen das die Unwucht ausgeglichen wird. Am Anfang sah es dann kurzzeitig auch wirklich so aus als wenn es funktionieren könnte, das tat es auf Dauer aber nicht wirklich. Heute fahr ich das Zeug nicht mehr nachdem mir unter anderem gesagt wurde das dieses Wuchtgranulat eigentlich nur bei Fahrzeugen mit ner Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80km/h zulässig ist.
Tja, und dann waren sie endlich drauf! Wie man auf den folgenden Bildern aber schon erahnen kann war in diesem Zustand an Freigängigkeit der Reifen im Geländeeinsatz in keinster Weise zu denken. In Verschränkungspassagen hätten die groben Gummis rigeros überall angestanden. Die Abhilfe zu dieser Thematik sollte aber ja nicht lange auf sich warten lassen und wird in Phase 11 behandelt.
Ach so, bezüglich der Reifen noch der folgende Nachsatz: Die Dinger sind im Straßenbetrieb besser fahrbar als man meinen sollte (vom Wuchtproblem mal abgesehen). Sie sind zwar recht laut aber nicht übermäßig (wie z.B. n Swamper). Zudem verhalten sie sich bei Nässe gutmütiger als man glaubt und bis zu einer Geschwindigkeit von 160km/h sind sie auch zugelassen! Standplatten über Nacht gibt es übrigens auch keine, sind ja Radialreifen!







Auflistung der Änderungen in Phase 10:
- Procomp X-Terrain in 325/80R16  
- Isländer-Kotflügelverbreiterungen für ausgeschnittene Kotflügel aus GFK
- Hofmann 60mm Spurverbreiterungen pro Achse vorne und hinten
- Wuchtgranulat



Die Phase 11 der Blaubärschen Evolution beschäftigt sich in der Hauptsache mit dem Thema Fahrwerk. Geplant war das neue Fahrwerk eigentlich schon vor der Phase 10 aber irgendwie kam es mal wieder anders.
Angestrebt hatte ich eigentlich ein 6 Zoll Höherlegungsfahrwerk von Big Balls Offroad in Australien. In Sachen E-Mail Bearbeitung reagieren die Australier aber leider genauso wenig wie die Isländer, nämlich nahezu garnicht. Nachdem also die Jungs von Big Balls keine Reaktion zeigten versuchte ich es bei meiner zweiten australischen Anlaufstelle: Nick Mannell von Mannell Motors. Nick schrieb auf meine Fahrwerksanfrage recht schnell zurück und bot mir ein 5 Zoll Megalift Fahrwerk an, dieses Fahrwerk wird in Australien von Snake Racing her- bzw. zusammengestellt. Wenn ich wollte könnte ich dieses Fahrwerk aber auch bei seinem Vertriebspartner in der Schweiz, der Firma Offroad Accesoires ordern. Naja, da Europa nun mal näher liegt als Australien wandte ich mich also nun an die Firma in der Schweiz (genauer gesagt in Genf) und fand dort in Herrn Stanulis einen recht kompetenten Ansprechpartner.
Obwohl ich ja eigentlich ein 6 Zoll Fahrwerk wollte entschied ich mich dann doch für das 5 Zoll Fahrwerk und die Option die schon verbauten 30mm Tough Dog Spacer einfach drin zu lassen, somit sind die 6 Zoll dann auch wieder erreicht. Das 5 Zoll Megalift Fahrwerk selbst beinhaltete eigentlich (fast) alles was man für ne vernünftige Höherlegung in diesem Rahmen braucht:
- 4 Federn (is ja klar, oder?  ;o))
- 4 Tough Dog Stoßdämpfer, in der Härte 9-fach einstellbar (seeeehr geniale Sache!)
- neue gekröpfte vordere Längslenker zum Ausgleich des Nachlaufes (immens wichtig bei derartiger Höherlegung) ULTRA-HEAVY-DUTY (die Teile sind doppelt so massiv und schwer wie die Originalen und die sind schon nicht leicht!)
- 2 Längeneinstellbare untere Längslenker (die hätte es nicht unbedingt gebraucht) auch vom Schlage ULTRA-HEAVY-DUTY
- 2 Längeneinstellbare obere Längslenker (um die Achse leicht ankippen zu können wegen des Knickwinkels der Kardanwelle) auch vom Schlage ULTRA-HEAVY-DUTY
- 2 sogenannte Quick Disconnects, teilbare Stabihalter für die Hinterachse
- 1 Längeneinstellbarer Panhardstab für die Hinterachse (um diese wieder mittig unters Auto zu bekommen)
- 1 Adapterstück für den vorderen Panhardstab um auch diesen Längeneinstellbar zu machen. Hierbei wird der Originale Panhardstab gekürzt und das Adapterstück aufgeschweißt.
- 1 Adapterstück zum tieferlegen der hinteren Bremsleitungen (wurde nicht benötigt da ja beim Einbau des vorherigen TJM Fahrwerkes schon längere Bremsschläuche eingebaut wurden)
- 1 Adapterstück zum Höherlegen der Achsseitigen Aufnahme des Lastabhängigen Bremskraftreglers (LAB)
- 1 Return to Center Lenkungsdämpfer, dieser sorgt durch eine zusätzlich über dem Dämpfer montierte Feder dafür das sich die Räder nach dem einlenken wieder leichter in die Geradeaus-Stellung bewegen lassen
- längere Schläuche für die Achsentlüftung
Bis dieses Fahrwerk allerdings den Weg zu mir gefunden hatte vergingen einige Wochen da es sich zum Zeitpunkt der Bestellung noch auf dem Seeweg von Australien nach Deutschland befand. Als es dann irgendwann da war wurde seitens des australischen Lieferanten jedoch leider ein falscher Lenkungsdämpfer mit ausgeliefert was die Sache noch weiter verzögerte. Naja, schlußendlich isses dann, unter anderem durch die Hilfe eines netten Forenkollegen (Danke nochmal an dieser Stelle),  ja doch bei mir angekommen.
Der Einbau war eigentlich keine Hexerei, hierbei waren Nico und Willy mir behilflich. Zeitraubend war es trotzdem. Wir verbrachten insgesamt ca. 10 Stunden mit dem Fahrwerkseinbau da ja alles vernünftig gemacht werden sollte und doch noch ein paar kleinere Anpassungsarbeiten von Nöten waren, dazu aber später mehr in "Blaubärs Umbaudoku".
Als das Fahrwerk nun drin war hättet Ihr mal mein blödes Gesicht sehen sollen! Der Höhenzuwachs dieses neuen Fahrwerkes war (und ist immernoch) echt gigantisch! Ich weiß ja nicht so recht wie australische Zoll aussehen aber wenn ich die allgemein hin gültige Umrechnungsgröße von 2,54cm für ein Zoll zu Grunde lege dann komm ich nach dem Fahrwerkseinbau auf nen Höhenzuwachs von 7 statt 5 Zoll. Naja, in Australien schlagen die Uhren halt immer etwas anders...  Auf jeden Fall hat dieses Fahrwerk genau den Effekt erzielt den ich mir erhofft hatte: Platz genug für die 37er Reifen!
Der Einbau des Fahrwerkes zog aber auch einige andere Änderungen nach sich. So musste z.B. der Unterfahrschutz weichen da der neue Lenkungsdämpfer sonst mit diesem in engem Kontakt gestanden hätte. Desweiteren musste der Blaubär sich in dieser Phase auch leider schon wieder von dem Edelstahlauspuff verabschieden da dieser auch "Kontaktschwierigkeiten" diesmal mit den neuen Stoßdämpfern bekommen hätte. Dies wiederum musste natürlich eine Lösung der "Auspuffproblematik" nach sich ziehen. An dieser Stelle erinnerte ich mich an die Auspufflösung von Red Beauty, Ein Glasspack (ein sogenannter "Purple Hornie") mit Kröpfung nach unten einfach nach dem Flexrohr montiert, fertsch! Bei Turbomotoren funktioniert das bestens da der Staudruck ja vom Turbolader aufgebaut wird und nicht wie beim Saugdiesel durch die Auspuffanlage. Der Geräuschpegel wird auch nicht lauter aber der Klang etwas dumpfer.
Zu guter letzt musste natürlich noch das Problem mit der Anhängerkupplung gelöst werden. Durch die Höherlegung war natürlich die 90mm tiefere Kugel nun "zu kurz" geraten. Abhilfe brachte hier eine neue Kugelplatte von Westfalia mit einer "Tieferlegung" von satten 150mm, das ist auch gleichzeitig das tiefste was der Markt her gibt. Nun stehen die meisten Anhänger wieder einigermaßen gerade hinter dem Patrol.








Auflistung der Änderungen in Phase 11:
- Snake Racing Komplettfahrwerk mit 5 Zoll Höherlegung
- Tough Dog Return-to-Center-Lenkungsdämpfer 
- Demontage des Ex-Tec Unterfahrschutzes
- Demontage der Edelstahl-Auspuffanlage
- Purple Hornie Glasspack
- Kupplungskugel 150mm tiefer als Serie 



Intension der Umbau Phase 12 war es Ersatz für die labile vordere Stoßstange, besser gesagt den Stoßstangenecken, zu schaffen. Ich hatte mir die Originalen Stoßstangenecken in der Vergangenheit schon des öfteren im Gelände "angelegt", das konnte so nicht weitergehen! Zunächst war eigentlich ein Eigenbau geplant, dieser gestaltete sich aufgrund akuten Zeitmangels aber als eher schwierig. Nun war ja die gute alte ARB-Seilwindenstoßstange in meinen Augen ohnehin schon immer das Maß der Dinge. Das Problem an der Sache war nur: Ist die ARB kompatibel mit meiner mechanischen Winde? Diese Frage konnten mir leider nicht einmal die australischen Patrol-Kollegen beantworten. Ich hatte lediglich mal ein Bild des Patrols von dem Franzosen Patrice R. gesehen, der jedoch noch die "alte" ARB-Version montiert hatte. Somit war das leider nicht sehr aussagekräftig.
Hmmm, was also tun? Der quasi rettende Einfall: Bernd! Er hatte sich vor einiger Zeit eine (neue) ARB für seinen Patrol GR gegönnt aber bis dato keine Winde eingebaut. Ich bat ihn also die ARB bezüglich der "inneren Werte" ein wenig zu vermessen was Bernd dann auch tat. Das Ergebnis gab Grund zur Hoffnung, das sollte passen!
Also wurde die ARB geordert. Eigentlich wäre sie mir ohne Bügel zwar lieber gewesen aber ohne gibt es die ARB für den Y60 nunmal leider nicht und deshalb an ner neuen Stoßstange die Flex anzusetzen war mir irgendwie auch zuwider. Also bleibt er dran.
Bei der Montage war Kumpel Nico mal wieder zur Stelle. Eigentlich wollten wir die Originale Windenhalterung (Windenbock) weiter verwenden und den Gegebenheiten der ARB entsprechend anpassen. Die Demontage des Windenbocks machte uns aber relativ schnell klar das das nix wird. Also musste ne neue Windenhalterung konstruiert werden welche dann direkt mit der ARB verschraubt wurde. Dieser nicht ganz einfache Akt dauerte dann auch geschlagene 8 Stunden. Nun sitzt die mechanische Winde aber wieder da wo sie hin gehört, geschützt von einem massiven Stück Stoßstange. Lediglich eine Frage bleibt für mich diesbezüglich ungeklärt: Wie zum Teufel hat Nico die 16mm Löcher in den vorderen Halter der ARB bekommen (ACHTUNG: Insider!!!)??? Die Blinker in der ARB wurden parallel zu den Serienblinkern angeschlossen.
Für die Führung des Seiles hatte ich eigentlich ein flaches Gußseilfenster vorgesehen. Aufgrund der Tatsache das die ARB jedoch einen recht massiven Schutz für ein Rollenseilfenster dran hat welchen ich dann hätte unschönerweise abflexen müssen, entschloß ich mich doch lieber ein Rollenseilfenster zu verbauen. Da die Dinger als Neuteile aber recht Kostenungünstig sind machte ich mich auf die Suche nach was gebrauchtem. Wiederum ein Forenkollege war es der diesbezüglich helfen konnte und so gelangte das Rollenseilfenster in meinen Besitz und an die ARB (auf den Bildern noch nicht zu sehen).
Da die ARB bereits zwei Halterungen für Zusatzscheinwerfer vorgesehen hat war ja auch klar das da auch welche dran müssen, oder?  ;o))  Na klar! Nun will ich mir den Kühlergrill und damit auch den Kühler selbst natürlich nicht mit riesigen Scheinwerfern zubauen die ja doch recht viel Kühlluft nehmen. So fiel meine Wahl wiederum auf Hella Micro FF, diesmal jedoch als Nebelscheinwerfer (sowas hab ich noch nicht ;o)). Den Scheinwerfer-Satz gab es als Neuteil nach ein wenig Suchen sehr kostengünstig bei ebay. Die machen sich optisch doch recht gut, oder?
Ein Ausflug nach Peckfitz Mitte August 2006 brachte dann die Gewissheit darüber was ich bereits vorher vermutete: Die Hinterachse verschränkt zu gut! Beim vorsichtigen einfahren ins Gelände zogen die Hinterräder die Isländerverbreiterungen schon leicht in Mitleidenschaft. An Geländefahren war an diesem Wochenende folglich ohne Schäden nicht mehr zu denken, somit verzichtete ich darauf.
Wieder daheim machten Nico und ich uns daran mittels Brüderchens Gabelstapler mal auszutesten wie weit das Rad denn in den Radkasten darf. Ergebnis dieses Versuches? Die hinteren Achsanschläge mussten um 160mm weiter nach unten versetzt werden. Also fertigten wir Adapterstücke für die Originalen Achsanschläge um diese weiterhin verwenden zu können. Nachdem wir dann noch die Einstellung der hinteren Längslenker korrigiert hatten war wieder alles in Butter! Nun kann das nächste Event kommen!










Auflistung der Änderungen in Phase 12:
- ARB Bumperbar, Seilwindenstoßstange
- Rollenseilfenster
- Entfall der Serienhalterung der mechanischen Seilwinde
- Neukonstruktion einer Halterung für die mechanische Seilwinde 
- Hella Micro FF Nebelscheinwerfer 
- Achsanschläge hinten 16cm tiefer gesetzt



Hier ein paar Bilder der Umbauphase 13. Es ist ne ziemlich kurze Umbauphase geworden in der es insgesamt nur zwei Änderungen am Blaubären gibt: Zunächst mal wurden die 8x16 ET+5mm CW-Felgen gegen 10x16 ET-25,4mm Alcoa-Felgen getauscht. Im Zuge dessen wurden die 30mm Spurverbreiterungen auch wieder demontiert da die Räder sonst zu weit aus den Radkästen heraus stünden. Nun rollt der Blaubär aufgrund dieser Änderung erstens mit einer um insgesamt 0,8mm breiteren Spur (0,4mm pro Rad) als vorher und zweitens steht nun endlich die gesamte Lauffläche des Reifens auch bei einem Luftdruck von 2,2 bar vorne und 2,0 bar hinten auf der Straße.
Desweiteren habe ich die (bis dato nicht angeschlossenen) Hella Micro FF Nebelscheinwerfer auf der ARB-Stoßstange gegen Hella Double-Beam Arbeitsscheinwerfer ersetzt. Warum? Nun, ich bin zu der Einsicht gelangt das Nebelscheinwerfer in dieser Fahrzeughöhe ihren Sinn völlig verfehlen da sie ja eigentlich den Dunst "unterleuchten" sollen. Das ist in der Höhe leider überhaupt nicht mehr gegeben.
Die Hella Double-Beam hatte ich noch liegen und für eine breite Ausleuchtung des Arbeitsbereiches vor dem Fahrzeug (zum Beispiel beim Einsatz der Seilwinde) sind diese halt ideal.









Auflistung der Änderungen in Phase 13:
- Delta MT (Alcoa) Alufelgen 10x16 ET-25,4mm
- Demontage der Spurverbreiterungen 30mm pro Rad
- Austausch der Hella Micro FF Nebelscheinwerfer gegen Hella Double Beam  Arbeitsscheinwerfer


Tja, und hier endet nun leider die Evolutionsgeschichte des Blaubären. Die Umbauphase 13 ist also somit der finale Stand den der Blaubär zu seinen Lebzeiten erreichte. Warum schreibe ich nun "zu seinen Lebzeiten"? Diese Frage wird euch im Kapitel "Abschied vom Blaubären" beantwortet...


 
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