Wolfgang Wopperer: Jetzt mit eigenem Blog.

Utopist, Unternehmer, Universaldilettant. 

The Transformative Power of Personal Projects

Ji Lee hat sehr recht, ist ein famoser Presenter - und kreativ im eigentlichen Wortsinn. Die Ideen so fantastisch wie die Message wahr.

Weitere großartige Beispiele zum Thema:

Welche Projekte haben euch in letzter Zeit inspiriert, verändert, umgehauen?

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Coworking Hamburg: Nägel mit Köpfen

Seit genau 105 Tagen treiben wir das Thema "Ein Coworking Space für Hamburg" voran - und seit gestern wissen wir, wie er aussehen wird. Wir sind ein bisschen aufgeregt.

Folgendes steht fest:

  1. Wir werden den Coworking Space zusammen mit den großartigen Menschen vom betahaus Berlin betreiben. Naheliegend daher: Der Hamburger Coworking Space wird betahaus Hamburg heißen.
  2. Wir sprechen mit der STEG über ein lagetechnisch, architektonisch und preislich wahnsinnig attraktives Gebäude für den Space - liegen soll es hier, gebaut werden muss es aber noch. Zieltermin ist Frühjahr 2011.
  3. Für die Zwischenzeit werden wir einen kleineren, provisorischen Space eröffnen (Arbeitstitel: alphahaus Hamburg), Räumlichkeiten so Gott will ebenfalls aus Händen der STEG. Zieltermin ist Jahresmitte 2010.
  4. Um das alles zu stemmen, werden wir in den nächsten Tagen die Betreibergesellschaft konstituieren.

Das alles beschlossen in der Vollversammlung der Hamburger Coworking-Aktivisten, inkl. kritischer Fragen und ganz ohne lengthy discussions. Wenn alles so wird wie das: wird alles sehr gut.

Und jetzt sagt: Was haltet ihr von unserem Plan?

P.S.: And because no Coworking Space is an island: Ende Februar gibt's hier in Hamburg den Coworking Hackday, um was Tolles mit Internet zu machen, von dem alle (vorerst: deutschsprachigen) Coworking Spaces profitieren. Kommet zuhauf!

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Na bitte, geht doch! Danke, Jean Luc Think Tank.

Wo die Not am größten ist, da wächst das Rettende auch: Seit dem Jean Luc Think Tank am Wochenende bin ich guten Mutes, dass wir noch intellektuelle Reserven haben, die wir für eine echte Debatte über das Internet nutzen können. Gutes Format, viele interessante Teilnehmer und spannende Diskussionen, und nicht zuletzt konkrete Pläne, wie wir die Themen "Politische Theorie des Internet" und "Netzdiskurs und Ideologie" weiterbearbeiten können.

In den nächsten Tagen und Wochen gibt's dazu sicher mehr - dann wird es heißen "Simmel meets Singularitarian", "Wie viel Jesus ist das Internet?" und "Aristoteles für Facebook-Freunde".

Hier ist jedenfalls schon mal eine Vorschau auf unser Thema:

Wordle: Jean Luc Think Tank: Netzdiskurs und Ideologie

(Datenbasis: unser Etherpad-Dokument für den gemeinsamen Essay zum Thema; Stand: heute, 13:00 Uhr)

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Alt, aber großartig: Grand Content

Vielleicht sollte man argumentative und/oder assoziative Beziehungen immer auf einer Zeitachse abbilden, i.e. animieren.

Anyway: Best infographic of the year, so far. Aber da kann ja noch was kommen.

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Wow: The Third & The Seventh

It' all over the web right now - but rightly so. Was mit Kreativität, ästhetischem Gespür und etwas Technik für einen einzelnen Menschen machbar ist - hätte mir das vor zwei Jahren jemand angekündigt, ich hätte ihn ausgelacht.

Jetzt fehlen nur noch Story & Plot...

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The Celestial Jukebox: A Quick How To.

Wie man ein Freund der himmlischen Jukebox wird:

  1. Songs sammeln. Auf Platte, auf CD, als MP3. 18.790 Stück davon.
  2. Alles auf eine Festplatte packen. Den Rest verschenken.
  3. Glauben, dass das alles wahnsinnig wichtig ist. Trotzdem kein Backup machen.
  4. Eines Abends doch beschließen, ein Backup zu machen. Bis man funny clicking noises von der Festplatte hört.
  5. An-aus-an-aus-an-aus-an-aus. To no avail.
  6. Twittern, chatten, SCHREIEN, was da gerade passiert ist.
  7. Von Zeesy "The Dragon" von Vangelis [sic!] geschickt bekommen und einen Link zu Mutant Sounds.
  8. Anhören, lesen, sich an Spotify erinnern, eine Zigarette anzünden.
  9. Die Festplatte abstöpseln und einpacken.
  10. Frei sein, music wise.

Kann ich nur empfehlen.

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Debatte? Welche Debatte?

Erst die liebgewonnenen Vorurteile: Klar, der Schirrmacher wieder. Nach der Überalterung und dem Ende der Familie nun also das Internet als Überforderungsmaschine. Fröhliche Urständ des Kulturpessimismus, was sonst.

Dann kommt Fräulein Schiller und möchte eine Debatte visualisieren, schlägt den leidigen Schirrmacher vor, und man kommt nicht umhin, den ganzen Schmonz auch wirklich zu lesen.

Und dann die (erschreckende?) Erkenntnis: Der 1. FC Feuilleton hat vielleicht keinen Sturm, aber immerhin einen Spielmacher. Und keinen schlechten. Lokomotive Internet dagegen: Kick and rush, ungestüme Stürmer, kaum Ballkontrolle, kaum Tore. Spiel? Fehlanzeige.

Beim Lesen und Nach-Denken wird schnell klar: Der Großteil der üblichen Verdächtigen arbeitet sich an der - zugegeben wohlfeilen und aufmerksamkeitsgeilen - These von der Überforderung ab; aber kaum jemand diskutiert die richtigen und wichtigen Fragen, die Schirrmacher eben auch aufwirft. Sind Internet, Aufmerksamkeitsökonomie und "Mikroarbeit" nicht auch eine Zuspitzung des Spätkapitalismus? Welchen Einfluss hat diese Technologie auf unsere Identitäts- und Autonomiekonzepte? Was bedeutet "externalisiertes Denken"? Ist die anscheinende Berechenbarkeit von menschlichem Verhalten vielleicht auch eine Folge unserer immer stärkeren Einbindung in komputationelle Kontexte? Und: Wie schön ist die neue Welt des Internet eigentlich?

Sicher: Gegen Schirrmachers Thesen lässt sich trefflich argumentieren. Der Spätkapitalismus wird durch das Internet mindestens ebenso in Frage gestellt wie zugespitzt. Identität und Autonomie haben wir angesichts neuer Formen von Kommunikation, Interaktion und Machtausübung stets neu definiert. Denken und Gedächtnis wurden auch durch Adressbuch, Post-its und Lexika externalisiert. Die Vorhersagbarkeit von Verhalten ist schon lange der ewige Traum der empirischen Sozialwissenschaft. Und: Auch die neue Welt der Industrialisierung war nicht nur schön. Dafür können wir hierzulande jetzt mehrheitlich warm duschen.

Aber, erstens: Genau diese Argumente sind die Minderheit - die Mehrheit der Netz-Antworten beschränkt sich darauf, wahlweise über den angeblichen Noob Schirrmacher zu lachen, gegen einen wahrgenommenen Kulturpessimismus anzurennen oder das alte Spiel "Alte gegen Neue Medien" zu wiederholen. Lame.

Und, zweitens: Vielleicht müssen wir manche von Schirrmachers Fragen ernster nehmen, als uns lieb ist - und vielleicht ließen sich weitere daran anschließen. Bedient das Multitasking meines Internet-Alltags wirklich meine Stammesinstinkte, oder behindert es sie nicht vielmehr? Ist unsere Tribalisierung durch das Internet nicht auch eine Gefahr für das Projekt "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit"? Und: Klar bin ich unzufrieden mit Googles jüngstem Bemühen, meine Suchanfragen zu interpretieren - nicht schlau genug. Aber was passiert, wenn die Algorithmen ausgeklügelt genug sind? Bin ich dann zufrieden mit dem Gelieferten, ohne es zu hinterfragen? Ist das Diktat der Interessanz vielleicht doch nur die Ablösung der Redaktion durch die echo chamber und durch die Quants, die schlauen Vorwegnehmer meines Interesses?

Bei der Recherche für die Debattenvisualisierung habe ich mich oft auf Frank Westphals Rivva verlassen - und just ging mir einer der interessanteren Beiträge dazu durch die Lappen. Das jedoch ist weniger ein Fehler des Algorithmus als vielmehr einer des Diskurses: Was keiner verlinkt und tweetet, das spült Rivva natürlich nicht nach oben. Und offenbar war der betreffende Beitrag dem Netzpublikum nicht so wichtig wie die Einlassungen eines Sasche Lobo, Ossi Urchs oder Markus Spath. Womit wir beim Kern meines Problems mit der hiesigen "Debatte" wären: Die fast vollständige Abwesenheit einer solchen. Das Netzpublikum redet mit sich selbst, das Feuilleton ist das Feuilleton, und Schluss. Wortreiche Sprachlosigkeit zwischen Nabelschauern. Keine Third Culture, nirgends.

Dachte ich bis heute gestern abend.

Da wurde Fräulein Schiller wieder aktiv und schickte mir (ja, gescannt) das Schirrmacher-Interview aus der aktuellen de:bug. Und plötzlich ist alles da: Menschen, die miteinander reden, die Gemeinsamkeiten entdecken, die Themen teilen und nicht Standpunkte, und die (trotzdem? deswegen?) anfangen, Argumente auszutauschen. Inkl. theoretischem Hintergrund, Zuspitzungen und schlussendlicher Uneinigkeit - und dem unwillkürlichen Leserimpuls, weiterzudenken.

Kurz: Eine Debatte.

Und deshalb ist mir seit heute Sascha Kösch lieber als Sascha Lobo.

P.S. Ich erwarte einen diesbezüglichen Beitrag auf Deutschlandradio Kultur zur Wiederherstellung meines Glaubens an die deutsche Debattenfähigkeit. Bis dahin liegt alles auf Eis.

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Another great visualization from everyone's favorite geek cartoonist

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Alice speaks to the Cheshire Cat, or: The Importance of Having a Product Vision

Heute Gestern in Vorbereitung auf einen Kundenworkshop zur Produktvision gefunden:

`Would you tell me, please, which way I ought to go from here?'

`That depends a good deal on where you want to get to,' said the Cat.

`I don't much care where--' said Alice.

`Then it doesn't matter which way you go,' said the Cat.

`--so long as I get somewhere,' Alice added as an explanation.

`Oh, you're sure to do that,' said the Cat, `if you only walk long enough.'

(via Roman Pichler - den Rest gibt's hier.)

Besser kann man nicht auf den Punkt bringen, was man am Beginn einer Produktentwicklung wissen sollte - und was passiert, wenn man's nicht weiß.

Die wenigsten Kunden haben die Luft, um "lange genug zu gehen" - aber erfahrungsgemäß hält das nicht viele davon ab, es zu versuchen.

(NB: Morgen Heute wird alles besser.)

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Google und die Kleinen Teile, Teil 2

Der Aufschrei, der durch's Netz ging, war beträchtlich - das Etherpad-Team darf ganz schön stolz sein. Und mein Kollege Florian Siepert hatte vollkommen recht: Google wäre nicht Google, würden sie einen solchen Aufschrei ignorieren. Daher heute, Sonntag: Alles wieder gut.

Etherpad als Open Source: Das greift auf, was ohnehin als bevorzugte Reaktion auf den Aufkauf diskutiert wurde, gibt uns allen die Möglichkeit, seine Zukunft zu bestimmen, und da Etherpad mindestens nutzbar bleibt, bis der Code verfügbar ist, müssen wir uns auch keine Sorgen über unsere Daten machen.

Erstaunlich dabei:

1. Die Geschwindigkeit, mit der Google (und ex-Etherpad) ihre Entscheidung revidiert haben.
2. Die Offenheit und Transparenz, mit der diese Revision verkündet & erklärt wird.

Das Netz hat sehr eindeutig gewonnen in diesem Fall - und Google: Doch nicht böse. Ab heute und auf Bewährung.

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