Wenn Netz und reale Welt zusammenkommen, entsteht Augmented Reality, eine Erweiterte Realität.


Was ist Augmented Reality?

Wenn Netz und reale Welt zusammenkommen, entsteht Augmented Reality, eine Erweiterte Realität.
Während der Mensch in virtuellen Realitäten noch in die Welt des Computers transportiert wurde, verfolgt Augmented Reality das entgegengesetzte Prinzip: Sie ergänzt die Umgebung in Echtzeit durch eingeblendete Zusatzinformationen oder virtuelle Gegenstände und Szenarien.  
Raumdesigner und Architekten können in 3D arbeiten, Monteure unter visueller Anleitung komplizierte Reparaturen verrichten und für Museen ergeben sich völlig neue Darstellungsmöglichkeiten. Werbung, bisher nur passiv rezipiert, kann mithilfe einer solchen Sinneserweiterung zu einem aktiven Erlebnis werden.
Weil die Technologie in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden kann, könnte Augmented Reality dank mobiler Datendienste und Smartphones zum großen Innovationstreiber der Branche werden.

Wie funktioniert Augmented Reality (AR) und was braucht man dafür?

Fraunhofer InstitutEin AR-System besteht aus verschiedenen Hard-, und Softwarekomponenten:

  • eine Videokamera, die die Umgebung aufnimmt
  • ein leistungsfähiges Computersystem, das die Bilder verarbeiten kann, die Abstände korrekt berechnet, in 3D-Umgebungen umwandelt und auf Bewegungen des Nutzers via Tracking reagieren kann
  • ein Display, auf dem man die "vermischte Realität" sehen kann - das kann eine Cyberbrille sein, ein Computermonitor oder das Display eines Smartphones
Damit dies alles in Echtzeit, interaktiv, ohne Ruckeln und Verzerrungen funktioniert, muss die Technik verbessert werden. Die Entwickler arbeiten derzeit in zwei verschiedene Richtungen: mit winzig-kleinen, aber rechenstarken Notebooks (UMPC's) oder Smartphones, die die technische Ausstattung bereits mitliefern, bisher jedoch noch nicht über ausreichend Leistung verfügen.
 
Wie wird AR heute schon genutzt?

wikitude flickrIm Fernsehen ist das Spiel mit Wirklichkeit und computergenerierten Bildern Alltag. Die Bandenwerbung bei internationalen Spielen ist nur für den Fernsehzuschauer sichtbar, eine Reihe von Werbeclips im Internet setzt inzwischen auf die erweiterte Erfahrung durch AR.
Für das iPhone und Android-Smartphones gibt es Browser, die mit AR arbeiten. Diese World Browser (Layar und Wikitude) erweitern das Kamerabild durch verschiedene Infos über die sich im aufgenommenen Bildausschnitt befindenden Geschäfte. Wikitude beispielsweise bedient sich dafür aus einem Pool verschiedener Informationsquellen wie Qype, Flickr und Twitter.
 

 
Zukunftsszenarien


Unterwasser AR - das virtuelle Korallenriff im Schwimmbad
 
Frauenhofer InstitutAls Meeresarchäologe auf Schatzsuche in einem tropischen Korallenriff - das erste mobile Unterwasser AR des Fraunhofer Instituts macht es möglich. Mit Kamerabrille und mobilem PC auf dem Rücken taucht der Spieler zwischen sechs virtuellen Inseln umher. Ziel ist es, die geheime Schatztruhe zu finden. Um sie zu öffnen, muss man den Zahlencode entschlüsseln, der sich in magischen Muscheln rund um die Inseln versteckt. Auf seiner Reise sieht der Spieler Meeresschildkröten, Clownfische und Seesterne.
Der Taucher sieht durch die Brille hindurch die reale Umgebung, ergänzt durch die virtuelle Objekte. Die eingebaute Kamera sendet die Umgebungsdaten an den Rechner auf dem Rücken. Dieser UMPC  kann die Abstände und Position des Tauchers so genau berechnen, dass die dreidimensionalen Szenen perfekt simuliert und in die reale Umgebung eingebaut werden können. 
Die Steuerung funktioniert mittels intuitiver Interaktionstechniken, eine völlig neue Unterwassererfahrung und eine mögliche neue Attraktion für Erlebnisbäder
Bei einer Weiterentwicklung des Prototyps sind aber auch viele andere Einsatzgebiete denkbar. Berufstauchern beispielsweise könnte die Technik bei schwierigen Arbeiten unter Wasser nützlich sein.    

 
ipCityTime Warp

Die Stadt neu erleben - viele Augmented Reality-Projekte arbeiten an verschiedenen Anwendungen für urbane Umgebungen wie virtuell unterstütze Touristentouren, Infos über Kneipen und Zeitgeschichte und AR-Games.
Ein solcher Prototyp ist Timewarp. In dem Spiel jagt man unter Anleitung von kleinen Robotern die verschollenen Heinzelmännchen durch die Straßen und zeitgeschichtlichen Epochen Kölns. Es geht um ein Spielerlebnis mit Lerneffekt, bei dem Vergangenheit und Zukunft miteinander verknüpft werden.   

 
Autoreparatur leicht gemacht
 
Der Automobilhersteller BMW will die AR-Technik in Zukunft für seinen Kundenservice nutzen, um die Qualität aller Reparaturservices weltweit auf gleich hohem Niveau zu garantieren.
Der Mechaniker erhält über Brille und Kopfhörer Informationen zum Treibwerk, Reparaturanweisungen und sieht virtuell animierte Bauteile und empfohlene Werkzeuge.

Wie das aussieht, zeigt BMW hier.
 
Auch in der Werbung setzt BMW auf AR. Mithilfe einer Software kann jeder den neuen Z4 das auf seinem Tisch herumfahren lassen, das dabei sogar Farbspuren hinterlässt, die auf dem Rechner gespeichert werden können.
 


 

Anzeige

PUSH AND WIN

Partnerland 2010

Logo : Partnerland Spanien