Geschichte des Portland-Cement-Hauses

Der "Verein deutscher Portland-Cement-Fabrikanten" errichtete im Jahr 1901 das Laboratoriumsgebäude mit dem Anspruch, durch die Repräsentativität des Hauses "dem Ansehen, der Größe und der Bedeutung der deutschen Cement-Industrie" zu entsprechen. Es wurde das Ziel verfolgt, mit dem Gebäde die Möglichkeiten und Qualitäten des eigenen Produktes zu beweisen. Aus diesem Grund wurde der gesamte Baukörper mit einer Kunststeinfassade aus Betonplatten ausgestattet. Die Treppenanlage besteht aus vorgefertigten, mit dekorativen Elementen versehenen Betonfertigteilen. 1927 wurde das Gebäude durch zwei Anbauten erweitert.

Nach dem zweiten Weltkrieg endete die Tätigkeit des "Vereins deutscher Portland-Cement-Fabrikanten". Die Einrichtung wurde geschlossen und demontiert.

Zu den Besonderheiten des Hauses gehören noch heute das vollständig erhaltene Treppenhaus, das holzgetäfelte Botschafterzimmer und der Saal, in dem sich die Schausammlung des ehemaligen Laboratorium-Museums befand. Dieser Saal wurde später zu einem Festsaal umgebaut und in seiner Innendekoration entsprechend dem Repräsentationsbedürfnis der neuen Nutzer verändert.

Zu diesen gehörten u. a. die Botschaft Algeriens und die der Mongolei, die hier bis nach dem Fall der Berliner Mauer residierte. Von 1994 bis 1998 befand sich in dem 1992 unter Denkmalschutz gestellten Gebäude eine Außenstelle des Bundesarchivs. 2003 fand das Grundstück einen neuen Eigentümer, der das Gebäude im engen Zusammenwirken mit der Denkmalschutzbehörde instand gesetzt und modernisiert hat.

Mit der Pressekonferenz zum "Tag des offenen Denkmals" im September 2003 wurde das ehemalige Laboratoriumsgebäde zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem finden hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen und Events, Tagungen und Seminare sowie geschäftliche und private Feiern statt.