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Unwetter wüten über Deutschland: Sturmfront Norina fordert drei Todesopfer

zuletzt aktualisiert: 13.07.2010 - 07:31

Frankfurt/Main (RPO). Nach der Gluthitze am Wochenende sind am Montag Unwetter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen über weite Teile Deutschlands hinweggefegt. Drei Menschen kamen ums Leben. Auf der Hochseeinsel Helgoland wurden elf Menschen durch eine Windhose auf einem Zeltplatz zum Teil schwer verletzt.

Im niedersächsischen Nordhorn wurde eine Fahrradfahrerin von herabstürzenden Ästen erschlagen. Die 47-Jährige war mit ihrem Hund unterwegs, als plötzlich das Unwetter hereinbrach, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Frau suchte Schutz bei einem Haus. Eine Sturmböe entwurzelte jedoch einen nahestehenden Baum, der auf das Gebäude kippte. Die Frau wurde dabei von herabstürzenden Ästen getroffen und tödlich verletzt.

In Köln kam eine 54-jährige Rollerfahrerin ums Leben. Die Frau war nach Polizeiangaben von einem Lastwagen erfasst worden, als sie mit ihrem Roller am rechten Fahrbahnrand einer Unterführung aufgrund von Wind und Regen Schutz suchte. Die Rollerfahrerin starb trotz notärztlicher Versorgung noch am Unfallort. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können.

Info
Behinderungen im Bahnverkehr: Diese Strecken und Verbindungen sind betroffen.

Medienberichten zufolge wurde in der ostfriesischen Kleinstadt Weener eine 20-jährige Frau durch herabstürzende Teile eines Baums erschlagen. Wie der lokale Generalanzeiger berichtet war die 20-Jährige mit ihrer zweieinhalbjährigen Nichte auf dem Rückweg von einem Spielplatz, als vermutlich durch eine Windhose etwa 20 Pappeln gleichzeitig umstürzten. Das Kind sei nur leicht verletzt worden.

Allein in den Kreisen Emsland und Grafschaft Bentheim gingen ab Mittag in der Rettungsleitstelle 500 Notrufe wegen Sturmschäden ein. Zahlreiche Passanten wurden von umherfliegenden Gegenständen oder Ästen getroffen. Unwetterschäden gab es auch im Landkreis Oldenburg. Dort musste die Bahnstrecke von Oldenburg nach Osnabrück wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden.

Elf Verletze nach Sturm auf Helgoland

Wegen eines heftigen Sturms auf der Insel Düne vor Helgoland wurden am Nachmittag elf Menschen verletzt. Eine Windhose baute sich nach Polizeiangaben sehr schnell auf und zog quer über die Badeinsel. Dabei wurden fast alle Zelte auf dem Campingplatz zerstört.




Während des Unwetters befanden sich rund 100 Personen auf dem Gelände. Die Verletzten erlitten meist Knochenbrüche. Sie wurden ins Krankenhaus auf Helgoland gebracht. Die übrigen Urlaubsgäste setzten nach Abklingen des Sturmes mit Booten auf die Hauptinsel über. Sie wurden vorübergehend in der Schule untergebracht. Zwei Verletzte wurden von dem Inselkrankenhaus mit dem Hubschrauber aufs Festland geflogen.

In Oberhausen musste die Polizei wegen des Sturms nach eigenen Angaben über 100-mal ausrücken. So wurde eine Frau von einer Eisenstange getroffen und verletzt. Zudem kam es durch umgestürzte Gerüste und Bäume zu einigen Unfällen im Straßenverkehr.

Die Hitzewelle geht weiter

In Nordrhein-Westfalen wurden Böen mit einer Orkanstärke von über 110 Stundenkilometern und Windstärke 12 gemessen. Die Unwetter verlagerten sich später in Richtung Norden. Eine detaillierte Übersicht der Ereignisse und Schäden in NRW finden Sie hier. Auch in Teilen Thüringens, Nordbayerns und dem Schwarzwald kam es örtlich zu schweren Gewittern und orkanartigen Böen.

Vermutlich durch eine Orkanböe stürzte im nordrhein-westfälischen Herne die Mauer eines Rohbaus ein und begrub einen Bauarbeiter unter sich. Der 45-Jährigen musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Wetterkapriolen gehen in den kommenden Tagen weiter: Nach einer kurzen Verschnaufpause am Dienstag mit Temperaturen unter der 30-Grad-Marke, klettert bereits am Mittwoch das Thermometer im Süden auf Werte bis zu 36 Grad. Gegen Abend ist in NRW erneut mit Hitzegewittern zu rechnen. Am kommenden Wochenende bleibt es hochsommerlich bei Temperaturen bis zu 32 Grad. Vor allem im Südosten muss dann mit teils heftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden.



Weitere Fotos zu diesem Thema


Quelle: apd/ddp/pst

 
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Autor: justjudge | 14.07.10 03:49 (1/4)
@LopezdieMaus - Auch noch Vulkanausbrüche und Erbeben den Menschen als durch...
...ihr eigenes Verhalten verursachte oder auch nur geförderte Naturerscheinungen aufzuzeigen, toppt gleichermaßen die Kreativität, wie auch die Schamlosigkeit der heftigsten mir bislang begegneten...
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Autor: klente | 13.07.10 08:11 (2/4)
Klima
Der Klimawechsel hat doch schon begonnen, wir sind zu spät mit unseren Maßnahmen die gegensteuern sollen! Dazu die Länder die nichts tun um Mängel wie schwelende Mülldeponien, Abholzung der...
Kommentar lesenswert? (22)   Weiterlesen und bewerten

Autor: LopezdieMaus | 13.07.10 06:16 (3/4)
^^
hm man redet gern von Klimalüge aber das Klima zeigt seine Anfänge (hinzukommen Waldbrände,Vulkanausbrüche,Erdbeben,Wüsten(durch Manipulation der Menschen)wie mag es da erst in 100 jhren aussehen...
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