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"Singing Bee", Folge 2: Ein hektischer Mix aus Kopien

VON JENNIFER TÖPPERWEIN - zuletzt aktualisiert: 17.09.2008 - 10:56

Düsseldorf (RPO). "Singing Bee" ist ein seltsames und interessantes Format gleichermaßen. Da springen die Moderatoren, Monrose-Sängerin Senna und Schauspieler Oli Petszokat, über die Bühne. Alte Gesichter wie Menderes, der bei DSDS schön ständig scheiterte, oder die Wildecker Herzbuben tauchen auf einmal auf. Das ist schräg – aber leider nur kopiert.

„Singing Bee“ erinnert an andere Gesangscastingshows wie „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) oder „Popstars“ aufspringen will. Doch weniger das Casting steht hier im Vordergrund als der Wettbewerb. Das Gegeneinander-Karaoke-Singen erinnert an die Karaoke-Sendung „Shibuya“ bei Viva.

Bei „Singing Bee“ treten insgesamt fünf Kandidaten gegeneinander an, die aus dem Publikum ausgesucht werden. In vier Runden gibt es verschiedene Karaoke-Aufgaben (angesungene Liedzeile beenden, Strophe beenden anhand einer Auswahl an durcheinander gewürfelter Wörter, Lückentext, Lieblingslied erbuzzern und singen). In der fünften, der Endrunde, steht nur noch ein Kandidat, der fünf Lieder singen muss, dabei nur drei Fehler machen darf und im besten Fall 50.000 Euro kassieren kann.

Ein paar wenige Castingeinspieler, die lose am Anfang der Folge herumgeistern, gibt es dann doch: Die Szenerie – untalentierte Sangeswillige vor einer Wand mit dem Serienlogo – ist natürlich auch nicht neu. Sie entstammt der Ideenwelt von Stefan Raabs TVtotal und verweist auf die TVtotal-TV-Box.

Selbst die Castingkandidaten entstammen anderer Shows – dieses Mal nicht als Kopie, sondern „in Echt“. Menderes versucht sich auch bei „Singing Bee“ vor der Kamera. Das ist der junge Mann mit schwarzer Langhaargelfrisur, der mit seiner extrem hohen Kreischstimme gerne Michael Jackson nachmacht und bei DSDS bislang in jeder Staffel sein Glück versuchte, aber immer sehr früh scheiterte. „Singing Bee“ klaut weiter und lässt Menderes ebenfalls wieder von der Bildfläche verschwinden.

Hektik – das Original

Aber eine Sache ist ausnahmsweise nicht kopiert: die unsägliche Hektik, die sich die ganzen 60 Minuten hindurchzieht. Oli und Senna springen auf die Bühne, dann wieder ins Publikum und zurück. Mal singen die von den Zuschauerrängen herausgepickten fünf Kandidaten auf der Bühne, mal halten die Moderatoren ihr Mikrophon ins Publikum.



Plötzlich treten die Wildecker Herzbuben auf, dann Unterhaltungs- oder Schagersänger Toni Maroni. Auch Oli muss sich noch einmal schnell beweisen und singt eine Heavy-Metal-Version seines Covers von Peter Maffays „So bist du“ (schon wieder eine Kopie).

Die völlig unterschiedlichen Bausteine werden wahllos und wild zusammengewürfelt. Der Zuschauer muss sich immer wieder neu in der fast surreal wirkenden Atmosphäre orientieren, kann sich nicht entspannen und einfach nur zugucken. Da hilft es auch nicht, dass die Live-Band fast ununterbrochen laute Musik spielt, verschiedene Stücke aneinanderreiht, aber es trotzdem nicht schafft die geplante Partystimmung zu verbreiten.

Thomas ist der „Checker“

Da geht schon fast unter, dass die Hauptpersonen, die fünf Kandidaten, sich in fünf Runden beweisen müssen. Der größte „Checker“, so bezeichnet ihn Senna, heißt Thomas. Er setzt sich gegen Caroline, Georg, Sarah, David und Jenny durch und schafft es ins Finale. Der 29-Jährige ist bei zwei von drei Liedern textsicher. Dafür erhält er statt dem Höchstgewinn von 50.000 nur 5000 Euro und eine „Singin Bee“-Halskette. Hier greift das Prinzip von „Wer wird Millionär“: je besser man ist, desto weiter kommt man.

So ganz versteht man das Baustein-Würfel-Kopie-Konzept der ProSieben-Show nicht. Auf unkreative Weise will sie verschiedene Formate mischen. Das wirkt aber leider unoriginell und hektisch. Bei anderen Castingshows reizt es den Zuschauer wenigstens noch in den ersten Folgen talentfreie Kandidaten zu sehen, die sich in die Öffentlichkeit trauen und glauben, die nächsten Superstars zu sein. Aber nicht einmal das ist der Anspruch von „Singing Bee“. Hier wird von vornherein nur Wert auf Textsicherheit, nicht auf Gesangstalent gelegt. Dieser Reiz der Originale konnte nicht kopiert werden.

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Autor: Poolitzer | 17.09.08 17:58 (1/2)
Naja, der Vergleich hinkt ein wenig....
... das gegeneinander Singen ist doch fast meilenweg von Shibuya entfernt usw. In Deutschland werden solche Sendungen als (Welt)Neuheit angepriesen. In anderen Ländern aber bereits seit ''Jahren''...
Kommentar lesenswert?   Weiterlesen und bewerten

Autor: sibi | 17.09.08 12:58 (2/2)
wie das TV-Programm, so der geistige Zustand des Landes.
mehr muss dazu nicht gesagt werden
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