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RechteckFeuert DSB 1000 Mitarbeiter?
Die dänische Staatsbahn DSB steht durch die Unfähigkeiten des Managements, ihre Beteiligungen im Ausland zu regeln, vor betrieblichen Kündigungen, die mehrere hundert Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze kosten könnten. Dies erklärte der Gewerkschaftsvorsitzende Ulrik Salmonsen vom Dansk Jernbaneforbund gegenüber der Presse.
DSB will das weder bestätigen noch dementieren. Der DSB-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Schütze wies darauf hin, dass externe Berater in Zusammenarbeit mit dem Finanz- und Verkehrsministerium Anregungen zur Straffung des Personalbestands gegeben hätten.
"Es ist noch nichts entschieden und ich werde weder bestätigen noch dementieren, dass Mitarbeiter im Rahmen der Korrektur der Wirtschaft entlassen werden könnten", erklärte Peter Schütze.
DSB-Chef Christian Roslev wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Betriebseinstellungen zulasten der Kunden geben werde. Man gehe zur Zeit verschiedene Szenarien durch, aber es sei zu früh, um etwas Bestimmtes zu sagen.
Ulrik Salmonsen schätzt, dass möglicherweise bis zu 1000 Mitarbeiter eine Kündigung erhalten könnten. In Frage kämen zwischen 234 und 544 Lokführer und zwischen 70 und 500 Zugführer und Bahnhofsmanager, da der Skandal um DSBFirst einen Fehlbetrag von etwa 800 Millionen DKR hinterlassen hätte.
Das Management hätte betont, dass nichts heilig sei. Es könne überall gespart werden, sagte der Vorsitzende des Personalrats, Niels H. Nielsen (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Pressemeldung DSB, Bericht DR Byen, 22.09.11).

RechteckVästtrafik warnt DSBFirst Väst
Der schwedische Verkehrsverbund Västtrafik hat dem Betreiber DSBFirst Väst am 27.09.11 eine Warnung über noch vorhandene Qualitätsmängel bei Regional- und S-Bahnzügen im Raum Göteborg ausgesprochen, die im Auftrag von Västtrafik betrieben werden. Nach wiederholten Problemen im Zugbetrieb hatte Västtrafik den Betrieb von DSBFirst Väst einem Prüfverfahren unterzogen und gravierende Mängel in Planung, Betrieb und Überwachung festgestellt.
Es sei nicht akzeptabel, das DSBFirst Väst nicht die im Verkehrsvertrag versprochene Qualität liefere. "Das Vertrauen, dass unsere Kunden auf der Basis unserer Vereinbarungen in den Ablauf des Betriebs gesetzt haben, müsse erfüllt werden", sagte Västtrafik-Präsident Lars Backstrom.
DSBFirst Väst hat nun 60 Tage Zeit, die Mängel zu beheben. Wenn dies nicht erfolge, könne es letztlich zu einer Kündigung des Vertrages führen. Nach Ablauf der gesetzten Frist werde Västtrafik in einer weiteren Prüfung sicherstellen, ob die Qualitätsmängel behoben seien.
Gert Frost, amtierender Direktor von DSB Sverige und DSBFirst Väst, bestätigte die Qualitätsmängel und versprach, diese in Zusammenarbeit mit Västtrafik zu beheben (WKZ, Quelle Pressemeldungen Västtrafik, DSB, 28.09.11).

RechteckRevisionsbehörde veröffentlicht Bericht zur Küstenbahn
Die staatliche dänische Revisionsbehörde (Rigsrevisionen) hat am 21.09.11 den Bericht über die Küstenbahn und den Öresundverkehr (Beretning om Kystbanen) veröffentlicht.
DSBFirst übernahm im Januar 2009 nach Gewinn einer Ausschreibung durch Trafikstyrelsen und Skånetrafiken den Zugverkehr auf der Küstenbahn und über den Öresund. Dabei sollten auch das Potenzial für niedrigere Kosten und/oder besseren Service und Pünktlichkeit für den Wettbewerb erkundet werden.
DSBFirst erwartete, dass das Angebot zu einem kleinen Überschuss im Haushalt führen könnte, aber dies erwies sich aufgrund erheblicher zusätzlicher Kosten für Personal und Wartung von Zügen als nicht erfüllbar. Zudem arbeitete die finanzielle Verwaltung bei DSBFirst sehr schlecht - es fehlten gesicherte Daten über Personalkosten und Löhne. Das Finanzergebnis für 2010 von DSBFirst Danmark A/S wies ein Defizit von rd. 270 Millionen Kronen auf, das vorläufige Ergebnis für DSBFirst Sverige A/B ein Defizit von rd. 318 Millionen Kronen nach Steuern.
Darüber hinaus musste DSB ihren Gewinn im Jahresabschluss für das Jahr 2010 um 725 Millionen Kronen herabstufen, um etwaige Verluste aus dem DSBFirst-Verkehr und allfällige Rückzahlungen der staatlichen Beihilfen zu kompensieren. Nach der Abwärtskorrektur kam DSB für das Jahr 2010 auf ein Defizit von 551 Millionen Kronen anstatt des ursprünglich genannten Gewinns von 173 Millionen Kronen, wie bei der Bilanzverkündung am 18.03.11 angekündigt.
Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wurde so negativ, dass DSBFirst den Betrieb in Schweden zum Dezember 2011 abtreten musste. Darüber hinaus blieb die Pünktlichkeit der Züge auf der Küstenlinie unbefriedigend niedrig (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Pressemeldung Rigsrevisionen, 22.09.11).

RechteckRochade im DSB-Management
Der DSB-Verwaltungsrat hat am 30.08.11 eine Umbesetzung der Geschäftsführung zur Stärkung der wirtschaftlichen und geschäftlichen Schwerpunkte angekündigt.
• Frank Olesen wird geschäftsführender Direktor der DSB-Wartung (DSB Vedligehold A/S), während Per Baktoft in den Ruhestand tritt. Das IC4-Projekt wird der DSB-Wartung zugeordnet, da es eine große Überschneidung zwischen den beiden Bereichen gibt. Frank Olesen übernimmt die wichtige Aufgabe, sowohl das IC4-Projekt als auch die Wartung mit Führungskräften und Mitarbeitern zusammenzuführen.
• Mogens Jønck wird geschäftsführender Direktor des Fern-und Regionalbereichs (Fjern- og Regionaltog F&R) und führt weiterhin seine bisherige Position als kaufmännischer Geschäftsführer aus. Zur Weiterführung der internationalen Aktivitäten auf unbestimmte Zeit soll Mogens Jønck vor allem die wichtige Koordinierung zwischen Betrieb und Kunden ausbauen.
DSB-Chef Christian Roslev und Ökonomiedirektor Jacob Kjaer sehen die wirtschaftliche Entwicklung als die zentrale Herausforderung für DSB und begrüßen die Umstellung als Lösung für die Herausforderungen von morgen (WKZ, Quelle Pressemeldung DSB, 31.08.11).

RechteckDSB rollt in rote Zahlen
Der neue DSB-Chef Christian Roslev hat erstmals Geschäftszahlen der Dänischen Staatsbahnen vorgelegt.
Die Halbjahresbilanz für die ersten sechs Monate des Jahres zeigt, dass DSB in die roten Zahlen gerollt sind. Im 1. Halbjahr 2011 wurde ein Defizit in Höhe von 67 Millionen Kronen eingefahren.
Im Vergleichszeitraum 2010 hatte es noch einen Überschuss in Höhe von 183 Millionen gegeben (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 24.08.11).

RechteckHälfte der bestellten IC4-Züge inzwischen eingetroffen

IC4 auf Lillebæltsbroen. Foto DSB.
Im Mai gab es Schreckensnachrichten über den Verlauf der Lieferung der IC4-Triebwagen für die Dänischen Staatsbahnen (DSB) und deren Einsatzfähigkeit. Verkehrsminister Hans Chr. Schmidt (V) spekulierte bereits darüber, dass die seit Jahren überfälligen Züge für den Fernverkehr innerhalb Dänemarks vielleicht gar nicht mehr zum Einsatz kommen könnten. Doch in den vergangenen Monaten hat sich die Lage wohl etwas zum Besseren entwickelt. Laut DSB-Zeitschrift DSB Idag sind seit der Krisensituation im Mai aufgrund mangelhafter Qualität der neuen Züge weitere fünf Triebwagen vom italienischen Hersteller AnsaldoBreda nach Dänemark geliefert worden. Damit ist mit 47 Triebwagen inzwischen über die Hälfte der 83 Züge geliefert worden, deren Inbetriebnahme sich seit Ankunft der ersten Prototypen 2003 seit Jahren verzögert.
Laut DSB hat sich die Qualität der Züge mit Dieselmotoren, die eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ermöglichen, deutlich verbessert. Obwohl inzwischen mehr Triebwagen im täglichen Betrieb genutzt werden können – sogar Triebwagen zusammengekoppelt –, sei es laut DSB noch ein weiter Weg bis zu einer »ordentlichen Qualität«.
Die Fachzeitung »Ingeniøren« berichtet, der britische Bahnexperte Chris Jackson, em-pfehle, die IC4-Züge mit neuen Computersystemen auszustatten, da die von AnsaldoBreda gelieferte Technik unbrauchbar für stabilen Betrieb sei.
Bei DSB sind auch die ersten IC2-Züge von eingetroffen, die für den Regionalverkehr vorgesehen sind. 23 Einheiten sollen ebenso wie die restlichen IC4 bis zum 3. Quartal 2012 bei DSB abgeliefert werden. Der neue DSB-Chef Christian Roslev hat erstmals Geschäftszahlen der Dänischen Staatsbahnen vorgelegt. Und die Halbjahresbilanz für die ersten sechs Monate des Jahres zeigt, dass DSB in die roten Zahlen gerollt sind. Im 1. Halbjahr 2011 wurde ein Defizit in Höhe von 67 Millionen Kronen. Im Vergleichszeitraum 2010 hatte es noch einen Überschuss in Höhe von 183 Millionen gegeben (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 24.08.11).

RechteckDSB Sverige entlässt 25 Mitarbeiter
DSB Sverige hat am 23.08.11 die Entlassung von 25 Mitarbeitern angekündigt. Betroffen ist das Verwaltungspersonal, welches derzeit an interdisziplinären Projekten für DSB und anderen Unternehmen in Schweden arbeitet.
Dies erfolgt infolge einer Neuorganisation der schwedischen DSB-Beteiligungen. Da in Schweden die Leistungen von DSBFirst Sverige - wie mehrfach berichtet - zum Fahrplanwechsel am Ende des Jahres auf die französische Veolia Transport übertragen werden, wird die Gesellschaft nun Aufgaben für die drei verbleibenden DSB-Unternehmen ausführen:
• DSB Småland,
• DSBFirst Väst und
• DSB Uppland.
Am 12. September wird nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft die neue Organisation vorgestellt werden. DSB Sverige AB in Malmö wird unterstützende Aufgaben für DSBFirst Väst, DSB Småland, DSB Uppland und DSBFirst Danmark zu Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Planung und Personalbetreung vornehmen (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Pressemeldung DSB, 24.08.11).

RechteckStopp für DSB-Auslandsprojekte
Der neue geschäftsführende Direktor der Dänischen Staatsbahnen (DSB), Christian Roslev, hat gegenüber »Berlingske Business« erklärt, dass sein Unternehmen sich nicht weiter an internationalen Ausschreibungen von Verkehrsleistungen außerhalb Dänemarks beteiligen werde.
»Meine Aufgabe ist es, den dänischen Bahnkunden gute Produkte zu sichern«, so der neue DSB-Chef. Damit wendet er sich von der geschäftlichen Ausrichtung seines Vorgängers Søren Eriksen ab, der jahrelang auf Übernahme von Verkerhsleistungen in Schweden und Deutschland gesetzt hatte.
Roslev unterstrich, dass man bestehende Verträge in Deutschland und Dänemark einhalten werde. Im Frühjahr war herausgekommen, dass DSB mit dem Tochterunternehmen DSBFirst bei Ausschreibungen Aufträge in Südschweden ergattern konnte, aber offenbar nur mit Dumping-Preisen, die in der DSB-Bilanz ein Defizit in Höhe von mehreren hundert Millionen Kronen hinterlassen haben.
In den kommenden Monaten steht der neue DSB-Chef vor der schwierigen Aufgabe, die Ausstattung des Verkehrsunternehmens mit Zugmaterial sicherzustellen, da ein Einsatz der seit Jahren überfälligen IC4-Triebwagen im Fernverkehr nicht in Sicht ist, obwohl Zusatzverträge mit dem italienischen Hersteller AnsaldoBreda eine Lieferung technisch zuverlässiger Dieseltriebwagen sicherstellen sollte (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 16.08.11).

RechteckS-Bahn in Kopenhagen erhält Signaltechnik von Siemens
Der dänische Bahninfrastrukturbetreiber Banedanmark hat Siemens mit der Modernisierung der gesamten Signaltechnik des Kopenhagener S-Bahn-Netzes beauftragt. Das Auftrags-volumen beläuft sich auf 252 Mio. EUR, der größte Auftrag, den Siemens auf diesem Gebiet je erhalten hat. Geliefert und installiert wird das vollautomatische Zugbeeinflussungs-system Trainguard MT, elektronische Stellwerke vom Typ Sicas sowie Weichenantriebe. Im Lieferumfang enthalten ist ebenfalls eine komplett neue Leitzentrale. Bereits Ende 2014 soll die erste von sechs Baustufen mit der neuen Signaltechnik in Betrieb gehen. Der Vertrag schließt den Wartungsservice über 25 Jahre ein.
Siemens Mobility wird das 170 Kilometer umfassende, doppelgleisige Liniennetz der S-Bahn Kopenhagens mit einem automatisierten Zugsteuerungssystem auf Funkbasis (Communication Based Train Control, CBTC) ausrüsten. Sukzessive werden die derzeit eingesetzten 135 S-Bahnzüge, die Arbeitsfahrzeuge sowie die Bahnstrecken der sieben Kopenhagener Linien modernisiert. Dies erfolgt bis 2018 in sechs Baustufen. Durch den Ersatz der teilweise mehr als 50 Jahre alten Signaltechnik werden Kapazität und Zuverlässigkeit des Betriebs deutlich erhöht. Die S-Bahn wird für Berufspendler attraktiver und so der Individualverkehr reduziert. Gleichzeitig senken die modernen Systeme den Energieverbrauch.
„Das Folketinget, also das dänische Parlament, hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Leistungs-fähigkeit des heimischen Schienenverkehrs zu verdoppeln. Einer der Meilensteine zur Realisierung dieser Mission ist die Ausrüstung der Kopenhagener S-Bahn mit einem neuen Signalsystem", sagt Jesper Hansen, CEO Banedanmark.
„Mit der Modernisierung der Bahninfrastruktur verfolgt die Stadt Kopenhagen ihr ehrgeiziges Klimaziel, bis 2025 CO2 -frei zu sein. Für Siemens ist es der größte Bahnautomatisierungsauftrag, den wir bisher erhalten haben“, sagte Hans-Jörg Grundmann, CEO der Siemens-Division Mobility.
Die von Banedanmark geforderten Systemfunktionalitäten erfüllt Siemens durch den Einsatz von bewährter Technologie, die an die spezifischen Betriebsanforderungen des S-Bahn-Netzwerkes angepasst wird. „Wir verfügen über mehr als 25 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet funkbasierter Lösungen für Metros, Regional- und Fernbahnen und sind Marktführer im Bereich der Bahnauto-matisierung. Weltweit sind unsere Trainguard CBTC-Systeme erfolgreich in Betrieb. Die Heraus-forderung in Kopenhagen liegt in der Installation und Migration unter ‚rollendem Rad’ bei einem gleichzeitig ambitionierten Terminplan“, ergänzt Jochen Eickholt, CEO der Siemens Business Unit Rail Automation.
In Kopenhagen wird zunächst ein teilautomatisierter Betrieb realisiert (Semi-Automated Train Operation, STO). Die Züge fahren dabei unabhängig von festen Streckenabschnitten im dyna-misch optimierten Abstand (Moving-Block-Verfahren). Der Betrieb erfolgt daher in weiten Teilen automatisiert und ohne streckenseitige Signale, jedoch unter Mitwirkung des Fahrers. Dadurch wird es möglich, die Taktzeit der Züge im Innenstadtbereich von derzeit 120 Sekunden auf 90 Sekunden zu verkürzen. Der Vertrag beinhaltet außerdem die Option, zu einem späteren Zeitpunkt auf den fahrerlosen Betrieb umzustellen. Dann können die S-Bahn-Züge ohne Fahrer vollauto-matisch geregelt und überwacht fahren (Unattended Train Operation).
Das System Trainguard MT von Siemens Mobility umfasst alle Funktionen, die für die Über-wachung, Durchführung und Steuerung des gesamten Betriebsablaufs nötig sind. Es erfolgt eine kontinuierliche Datenkommunikation zwischen Leitzentrale und Streckenausrüstung mit dem Schienenfahrzeug über ein Funknetz (WLAN-Wireless LAN). Darüber kann jeder Zug innerhalb des Schienennetzes ohne die Nutzung von Achszählern oder Gleisstromkreisen exakt geortet werden. Die optimale Geschwindigkeit sowie der Raumabstand zwischen zwei Zügen wird während der Fahrt laufend neu berechnet und direkt an die Zugsteuerung auf den Fahrzeugen übermittelt. Dadurch können die Bahnbetreiber ihre Netzkapazitäten mittels dichteren Taktzeiten erhöhen, die Pünktlichkeit der Züge verbessern und einen energieeffizienten Betrieb gewährleisten.
Die Modernisierung des Kopenhagener S-Bahnnetzes ist Teil des Regierungsprogramms zur Erneuerung der kompletten Eisenbahnsignaltechnik in Dänemark bis zum Jahr 2020. Ziel ist es, die Kapazität und Zuverlässigkeit des gesamten Bahnbetriebs bis 2030 zu erhöhen. Es ist das bisher größte und umfangreichste Modernisierungsprojekt dieser Art in Europa. Insgesamt wurden 3,2 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt (Pressemeldung Siemens, 08.08.11).

RechteckÜbernimmt Bombardier die Wartung der Öresundzüge?
Der schwedische Verkehrsverbund Öresundståg hat Verhandlungen mit Bombardier begonnen, um die weitere Wartung der im schwedischen Besitz befindlichen Züge für den Öresundverkehr in Schweden zu regeln, nachdem der Verkehr ab 11.12.11 nicht mehr von DSBFirst durchgeführt werden soll. Dazu hat Bombardier eine erste Schätzung zur Höhe der Wartungskosten abgegeben.
Etwa zwei Drittel der Züge befinden sich in schwedischem Besitz, das restliche Drittel gehört DSB. Zuzeit findet die Wartung sowohl der schwedischen als auch der dänischen Züge gemeinsam in der DSB-Werkstatt für Elektrozüge, El Togsæt Helgoland, statt, die im südlichen Teil des heutigen Operationsgebietes liegt. Sollte Bombardier die Wartung der schwedischen Züge übernehmen, würden diese Aufgaben auf den nördlichen Teil verlagert werden.
"Es erfordert umfangreiche Planungen und Änderungen in Materialbeschaffung, Personal- und Wartungsplänen, um eine Verlagerung der Wartung von einem Ende zum anderen des Operationsgebietes zu erreichen. Dies stellt eine große koordinierte Aufgabe dar, in der eine Reihe von Entscheidungen getroffen werden müssen und bei denen Öresundståg mithelfen muss", sagte der Leiter für Instandhaltung der elektrischen Züge von DSB, Lars Wrist-Elkjaer.
Ein Teil der Wartung der schwedischen Züge werde vorerst weiterhin in der Werkstatt Helgoland durchgeführt werden müssen. "Öresundståg prüft die wirtschaftlichen Auswirkungen der verschiedenen Szenarien, und keiner kann bisher Auskunft geben, wie die Zukunft aussehen wird, aber ich hoffe, dass Bombardier und wir die enge Zusammenarbeit fortsetzen, so dass beide Seiten hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können", sagt er.
Die Werkstatt Helgoland war seit der Auslieferung der ersten Züge im Jahr 2000 für die Züge verantwortlich und erwarb sich im Laufe der Jahre eine einzigartige Wissens- und Erfahrungsbasis für diese Züge. "In den vergangenen zehn Jahren haben wir die Laufzeit von 4.000 auf 20.000 Kilometer erhöht. Es war eine enorme Anstrengung, die die DSB-Techniker in die Öresund-Züge im Laufe der Jahre einfließen liessen, und ich denke, wir sollten stolz sein", sagt Lars Wrist-Elkjaer.
Die Öresund-Züge sind ab Werk Bombardier in den Jahren 2000 bis 2011 ausgeliefert worden und fahren im Regionalverkehr in Südschweden und zwischen Helsingborg und Malmö Central. 66 der Züge sind im Besitz des schwedischen Verkehrsverbundes Öresundståg. Die restlichen 34 Züge, die DSB gehören, werden auch weiterhin über die DSB-Werkstatt Helgoland in Kopenhagen gewartet werden, die auch die 44 elektrischen Triebzüge vom Typ IR4 unterhält (WKZ, Quelle Pressemeldung DSB, 05.08.11).

RechteckDSB und FirstGroup vereinbaren Abwicklung von DSBFirst
DSB und FirstGroup haben am 03.08.11 eine Einigung über die künftige Finanzierung von DSBFirst erreicht. Beide Parteien steuern neues Kapital zur kontrollierten Abwicklung der Aktivitäten von DSBFirst Sverige im Dezember 2011 bei.
"Wir sind sehr froh, dass wir es geschafft haben, eine Vereinbarung mit FirstGroup zu erreichen. Sowohl DSB als auch FirstGroup werden finanziell und praktisch dazu beitragen, den kontrollierten Abbau von DSBFirst Sverige im Dezember 2011 zu bewältigen. DSBFirst wird den Übergang zu einem neuen Betreiber in Schweden managen und für einen stabilen Betrieb für die Kunden sorgen", sagte Kim Munch Lendal, Jurist bei DSB.
DSB und FirstGroup stellen jeweils 35 Millionen Kronen an Eigenkapital für DSBFirst Sverige bereit. Als Teil der Vereinbarung tritt FirstGroup wieder dem Aufsichtsrat von DSBFirst ApS bei, der gemeinsamen Holding-Gesellschaft für die Öresund-Dienstleistungen.
Die Finanzierungsvereinbarung beinhaltet:
• DSB und FirstGroup steuern je 35 Millionen Kronen zum Eigenkapital von DSBFirst Sverige bei.
• FirstGroup tritt wieder dem Aufsichtsrat von DSBFirst ApS bei, der gemeinsamen Holding-Gesellschaft für die Øresund-Dienste.
• Die Aktivitäten von DSBFirst Sverige laufen mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2011 aus, wenn ein neuer Betreiber den schwedischen Teil des Öresund-Verkehrs übernimmt.
• Die monatlichen Ergebnisse aus dem operativen Geschäft in Schweden werden bis Dezember 2011 sowohl vom schwedischen Verkehrsverbund Öresundståg als auch von DSB und FirstGroup getragen.
• Die den schwedischen Auftragsgebern gegebenen Garantien werden im Rahmen der Rekapitalisierung um 55 Millionen Kronen reduziert.
• Die FirstGroup bei früherer Gelegenheit gegebene so genannte Put-Option zum Verlassen von DSBFirst Sverige wird nun durch eine neue Put-Option ersetzt, die FirstGroup erst nach der Endabrechnung von DSBFirst Sverige im Jahr 2012 ausüben kann (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Pressemitteilung DSB, 04.08.11).

RechteckNeues Duo für das DSB-Management
Der DSB-Aufsichtsrat hat am 01.07.11 einen neuen Direktor und einen neuen Finanzdirektor ernannt, die beide die neue Gesamtleitung von DSB bilden sollen.
• Neuer DSB-Direktor (Administrerende direktør) wird der 43-jährige Christian Roslev, früher CEO bei Nordjütland Trafikselskab. Christian Roslev hat 1993 seinen Master of Science in Sozialwissenschaften an der Universität Aarhus abgelegt und hatte danach verschiedene Führungspositionen in der Zentralverwaltung, Gemeinden und Großunternehmen, so im Finanzministerium, in der Kopenhagener Verwaltung und in den Unternehmen KMD und COWI. Zur Zeit ist er stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes bei Rejsekort und rejseplanen.dk und Vorsitzender von X Bus-samarbejdet in Jütland. Christian Roslev wird der DSB am 1. August beitreten und seinen Direktionsposten am 12. August übernehmen.
• Neuer Finanzdirektor (Økonomidirektør) wird der 45-jährige Jacob Kjaer, der bis vor kurzem Finanzdirektor von TDC Business-Nordic und Finanzdirektor des polnischen Mobilfunkanbieters Polkomtel war, die sich teilweise im Besitz von TDC befinden. Jacob Kjaer übernimmt seine Tätigkeit als Finanzdirektor und Vorstandsmitglied bei DSB am 8. August.
• Weiterhin wurde bekanntgegeben, dass die 49-jährige Marianne Holmbjerg im September ihre Position als Konzern-Bilanzbuchhalterin (Koncernregnskabschef) antreten soll. Auch sie arbeitete vorher in verwantwortungsvollen Positinen unter anderem bei TDC, British Telecom Group, Hafnia und Ernst & Young. 
"Christian Roslev und Jacob Kjaer bilden die neue Direktion von DSB, die in Zukunft um weitere Personen erweitert werden kann", sagte Peter Schütze, Aufsichtsratsvorsitzender (Bestyrelsesformand) der DSB. "Mit einem neuen Direktor und Finanzdirektor setzt DSB ein neues Team für das landesweit größte Transportunternehmen ein. Wir haben zwei Leute gewählt, die Erfahrung sowohl in der Transportbranche, im Geschäftsbereich als auch in öffentlichen Unternehmen haben. Die neuen Direktoren werden zusammen mit dem Rest des Managements und den Mitarbeitern eine noch effizientere DSB bilden, die neue Erfolge angehen kann." (WKZ, Quelle Pressemeldung DSB, 02.07.11).

RechteckIm Dezember endet Verkehr dänischer DSBFirst-Züge in Schweden
Foto Volker Heesch 
DSBFirst bedient im Rahmen des Öresundverkehrs auch den Airport Kopenhagen. Foto DSB.
Nach mehrwöchigen Verhandlungen zwischen den Dänischen Staatsbahnen (DSB) und der schwedischen Verkehrsbehörde »Öresundståg« konnte eine Einigung erzielt werden, mit der ein Konkurs des defizitären DSB-Tochterunternehmens DSBFirst abgewendet und eine weitere Bedienung der bisher von DSBFirst bedienten Verbindungen gesichert wird. Fest steht, dass anstelle von DSBFirst ab Fahrplanwechsel 10. Dezember 2011 ein anderes Unternehmen die Strecken auf der schwedischen Seite des Öresunds bedienen wird. Seit Januar 2009 war DSBFirst gefahren.
Der dänische Transportminister Hans Chr. Schmidt (Vens-tre) verspricht den Pendlern, die im Bereich des Öresunds die Züge des DSB-Tochterunternehmens DSBFirst benutzen, dass sie keine Nachteile aufgrund des gescheiterten Auslandsengagements der DSB in Schweden spüren werden. Schmidt hatte mitgeteilt, dass sich das mit einem 500-Millionen-Defizit kämpfende DSB-Tochterunternehmen bis Jahresende aus Schweden zurückziehen werde. Schmidt wollte die Ausschreibung von Bahnverkehrsleistungen grundsätzlich nicht als gescheitert bezeichnen. »Doch ich glaube, alle können daraus lernen«, so der Minister und fügte hinzu: »Nun brauchen wir Ruhe im eigenen Haus, bevor wir weiterkommen können.« 
Schmidt war vor der finanziellen Bruchlandung im Zuge des DSB-Auslandsengagements in Schweden ein großer Anhänger des freien Wettbewerbs im Schienenverkehr. Noch im Dezember 2010 hatte er angekündigt, dass DSB ab 2012 Konkurrenz auf der dänischen Hauptverkehrsachse Kopenhagen-Aarhus bekommen sollte. 
Neben dem Tochterunternehmen DSBFirst besitzt DSB eine weitere Auslandsbeteiligung. Das deutsche Bahnunternehmen VIAS mit Kernbetrieb in Hessen gehört DSB zu 50 Prozent. 
Eine offene Frage ist, ob die bei der Auftragsvergabe von DSBFirst aus dem Rennen geworfenen Unternehmen wie Deutsche Bahn oder die Schwedische Staatsbahn SJ Schadenersatz von DSB fordern. 
(Volker Heesch, mit freundlicher Erlaubnis des Nordschleswigers, 29.06.11).

RechteckNahverkehr Niebüll - Tondern
Foto Volker Heesch 
Vom 25. Juni bis 11. Juli fallen auch die Züge zwischen Tondern und Süderlügum aus. Ersatzbusse sichern eine Einhaltung des Fahrplans der Reisenden von und nach Tondern auf der Strecke Richtung Hamburg. Während der Sperrung wird ein Arriva-Triebwagen in Niebüll stationiert.
Bei der für die Bestellung und Organisation des regionalen Bahnverkehrs in Schleswig-Holstein zuständigen Ge-sellschaft LVS ist zwar noch kein offizieller Antrag eingegangen. Man werde aber ge-gebenenfalls prüfen, ob dem Wunsch im Bereich der grenzüberschreitenden Bahnstrecke Niebüll-Tondern-Esbjerg entsprochen werden kann, gegen 22 Uhr abends eine zusätzliche Verbindung zwischen Niebüll und Tondern einzurichten, so LVS-Sprecher Dennis Fiedel gegenüber dem Nordschleswiger. Erforderlich wäre eine Verlängerung der Fahrt eines bisher nur bis Tondern rollenden Zuges aus Esbjerg. Mit einer Spätverbindung würden z. B. Reisende aus Nordschleswig und Südjütland bei Tagesausflügen deutlich länger in Hamburg bleiben können. 
Am 25. Juni beginnen wie berichtet die Bauarbeiten mit Streckensperrungen samt Schienenersatzverkehr bis zum 14. November auf der Strecke zwischen Tondern und Bramming. Wegen Erneuerung von Weichen und Gleisen im Bereich des Bahnhofs Tondern fallen vom 25. Juni bis zum 11. Juli auch die Züge auf dem kurzen Abschnitt zwischen Süderlügum und Tondern aus. Während dieser Zeit müssen die Reisenden auf Busse umsteigen. Allerdings sind die Fahrpläne so eingerichtet, dass die Reisenden von und nach Tondern jeweils in Niebüll Anschlüsse zum dortigen Fernverkehr erreichen. Beim Busverkehr zwischen Tondern und Bramming/ Esbjerg kann der Zugfahrplan nicht eingehalten werden. Die Reisezeit verlängert sich, was gerade in der bevorstehenden Urlaubszeit von den Fahr-gästen Geduld und vor allem auch frühzeitige Planung verlangt. Nach Durchführung der Gleiserneuerungen zwischen Bramming und Ripen, können dort bereits ab 22. August wieder die Züge fahren. Dann muss nur noch zwischen Ripen und Tondern der Bus als Ersatz bis zum 14. November einspringen. 
Wie berichtet werden auf 43 Kilometern entlang der insgesamt 65 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Tondern und Bramming die Gleise grundlegend erneuert. Es werden größtenteils neue Schwellen und Schienen montiert. Zugleich erfolgt eine Erneuerung des Gleisbettes. Die meisten Gleise liegen über 40 Jahre und haben dringend eine Erneuerung nötig. Behindert werden durch die Bauarbeiten auch Autofahrer, da auch zahlreiche Bahnübergänge gesperrt werden müssen. Es werden in Tondern, Bredebro, Scherrebek und Ripen auch 13 Weichen erneuert. 
Die neuen Gleise lassen auch die Nutzung der Strecke durch schwerere Güterzüge zu. Derzeit wird die Verbindung nur im geringen Umfang von Güterzügen befahren. Die Modernisierung sichert auf jeden Fall die Verbindung der nordschleswigschen Westküste an den internationalen Bahngüterverkehr, der in den kommenden Jahrzehnten laut Prognosen deutlich an Bedeutung gewinnen dürfte. 
Zu den bedeutenden Aufgaben während der Streckenrenovierung gehört auch die Erneuerung von sieben Brücken. Am umfangreichsten ist dabei der Einsatz bei der Brücke über die Bredeau bei Bredebro. Hier wird die Brücke komplett ausgetauscht. Auch die Brücken über die Königsau bei Gredstedbro und die Ripener Au in Ripen werden erneuert, es werden aber nur Teile der Konstruktion ausgetauscht. 
Laut Banedanmark, der bauausführenden staatlichen Infrastrukturbehörde, ist mit Baukosten in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrages zu rechnen (Volker Heesch, mit freundlicher Erlaubnis desNordschleswigers, 22.06.11).

RechteckVerkehrsministerium stellt KPMG-Bericht vor - Plan B für Küstenbahn 
 
Das dänische Verkehrsministerium hat am 17.06.11 einen Bericht des Beratungsunternehmens KPMG mit dem Titel "Analyse af økonomien i DSBFirst Øresund" (Analyse der Ökonomie von DSB First Øresund) veröffentlicht.
Als Folge der Presseberichterstattung über die DSB-Aktivitäten in Schweden und der Entlassung eines Teils der DSB-Führungsetage sollte KPMG überprüfen, ob die zugrunde liegenden Annahmen über ein gemeinsames Verkehrsangebot von DSB und First Group auf der Küstenbahn und Øresundlinie wirtschaftlich noch haltbar sind. KPMG hat nun diese Arbeit abgeschlossen und der KPMG-Bericht kann auf der Ministeriumsseite abgerufen werden.
Die KPMG-Analyse zeigt, dass der realisierte Gewinn von DSBFirst in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt um 301 Millionen Kronen schlechter ausgefallen ist als von DSBFirst im Budget angegeben. Im Hinblick auf die zukünftige Wirtschaftlichkeit von DSBFirst Øresund stellt der Bericht fest, dass DSBFirst für den Rest der Vertragslaufzeit (2011-2017) ohne wesentliche Schritte zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit einen Totalverlust von 1.532 Mio. Kronen erleiden würde. Unter Hinzuziehung der von DSB schon vorgeschlagenen Maßnahmen würde sich das Defizit auf 456 Millionen Kronen im gleichen Zeitraum reduzieren.
Es ist allerdings die Einschätzung von KPMG, dass die geplanten Initiativen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit mit erheblichen Unsicherheiten und Risiken der Nicht-Umsetzung verbunden sind, so dass auf der Grundlage der Analyse kein Gleichgewicht in der Wirtschaftlichkeit von DSBFirst Øresund zu erwarten sei, sofern nicht die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf enorm gesteigert und möglicherweise eine Verkürzung des Vertrages erreicht werden könnten.
Für den Verkehr entlang der dänischen Küstenlinie (Kystbanen) hat Verkehrsminister Hans Christian Schmidt gleichzeitig einen "Plan B" angekündigt, falls DSB seine Dienste in Schweden einstellen müsste. Plan B soll sicherstellen, dass das aktuelle Verkehrsangebot auch nach einer Übergabe der Leistungen von DSBFirst auf DSB weiterlaufen könnte. Dies würde bedeuten, dass dänische Züge nicht mehr nach Schweden fahren würden und der schwedische Teil des Vertrags neu vergeben werden müsste.
Die Führung von DSB nimmt die Schlussfolgerungen des Berichts bedauernd zur Kenntnis, sagte Klaus Pedersen, Vorstandsvorsitzender von DSB und seit 21. März Aufsichtsratsvorsitzender von DSBFirst (WKZ, Quelle Pressemeldungen Verkehrsministerium und DSB, 18.06.11).

RechteckDSB veröffentlicht Prüfberichte 2009-2011
Als Ergebnis der in Verbindung mit den Auslandseinsätzen aufgetretenden Unklarheiten zwischen DSB, dem Verkehrsministerium und der Rechnungsprüfungskammer (Rigsrevisionen), hat die dänische Staatsbahn DSB entschieden, eine Reihe der Prüfberichte aus dem Zeitraum zwischen 2009 und 2011 zu veröffentlichen.
Die Prüfberichte werden dem Management vorgelegt und sind in der Regel nicht öffentlich verfügbar. Sie enthalten Informationen zur Durchführung des Audits, ob das Unternehmen ordnungsgemäß Bücher und Aufzeichnungen geführt hat, ob der Jahresbericht im Einklang mit dem Jahresabschluss erfolgt, 
ob der Konzernabschluss ein wirklichkeitsgetreues Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage gibt und geben Empfehlungen für Verbesserungen und Anregungen für mögliche Änderungen bezüglich Haushaltsführung, Buchhaltung und Rechnungswesen (WKZ, Quelle Pressemeldung DSB, 07.06.11).

RechteckPeter Schütze als DSB-Vorsitzender ernannt
Foto DSB
Innerhalb eines außerordentlichen Tagesordnungspunkts während eines Geschäftstreffens im Ministerium hat der dänische Verkehrsminister Hans Christian Schmidt den 63-jährigen Peter Schütze am 01.06.11 zum neuen Vorsitzenden der DSB ernannt. Die stellvertretende Vorsitzende, Annette Sadolin, überreichte ihm einen Blumenstrauß und bemerkte, dass er "mit Spannung erwartet" werde. 
Der neue Vorsitzende bedankte sich für die Wahl in einer kurzen Rede: "DSB ist ein wirklich spannendes Geschäft und ich bin mir natürlich der Tatsache bewusst, dass es viele Herausforderungen für das Unternehmen zu lösen gibt. Aber ich freue mich auf eine gute Partnerschaft mit dem DSB-Management und den Mitarbeitern".
Der neue DSB-Vorsitzende war früher CEO der Nordea Bank Danmark A/S und ist derzeitiger Vorsitzender der Copenhagen Business School. Er übernimmt die Tätigkeit als DSB-Vorsitzender bis zum nächsten regulären Business-Meeting im Jahr 2013 für zwei Jahre.
Aufgrund der finanziellen Verwicklungen zwischen DSB und DSBFirst ist es Aufgabe des neuen Vorsitzenden, die Staatsbahn wieder in ein ruhiges Fahrwasser zu führen und die Strukturen des Unternehmens gründlich aufzuräumen. Auf Ministeranordnung musste DSB in letzter Zeit eine Reihe von Führungspersönlichkeiten entlassen:
• 18.03.11 Søren Eriksen (DSB-Direktor)
• 26.04.11 Mogens Granborg (Vorstandsvorsitzender) 
• 27.04.11 Bartal Kass (Direktor DSB Vedligehold)
• 05.05.11 Karsten Ron Anderson (Direktor DSBFirst und DSB Sverige)
(WKZ, Quelle Pressemeldung DSB, 02.06.11).

RechteckQuartalsbericht 2011
Der Konzerngewinn vor Steuern der dänischen Staatsbahn DSB belief sich im ersten Quartal 2011 auf ein Defizit von 18 Millionen Kronen gegenüber einem Gewinn von 22 Millionen Euro im entsprechenden Quartal 2010. Die Defizit beruht teilweise auf Rückstellungen und Beratungs- und Prüfungskosten im Zusammenhang mit der Bereinigung bei DSBFirst Øresund und auf Anlaufkosten in den neuen Operationen. Das Ergebnis wird andererseits durch eine Reihe von positiven Faktoren, darunter einem Kundenzuwachs im Nahverkehr und der Wirkung der eingeleiteten Effizienzerhöhungen und Einsparungen beeinflusst.
DSB und Verkehrsministerium haben eine Reihe von Studien und Analysen zur Wirtschaftlichkeit von DSBFirst Øresund und den Öresund-Verkehren sowie über neue Verfahren zum konzerninternen Handel ins Leben gerufen. Diese Arbeiten beinhalten die potenziellen nationalen Vorgaben und sind noch nicht abgeschlossen. DSB ist gleichzeitig in Verhandlungen mit regionalen Anbietern und der FirstGroup über ein nachhaltiges Modell für den Verkehr auf der Küstenbahn und auf der schwedischen Seite des Öresunds.
Im ersten Quartal 2011 konnte DSB eine Rekordzahl an Fahrgästen aufweisen, während die Pünktlichkeit trotz des Winters deutlich verbessert wurde. Im Fern- und Regionalverkehr ist die Zahl der Verspätungen um fast 20 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2010 auf nun 9,8 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Verspätungen bei der S-Bahn fiel um 31 Prozent auf 4,4 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2010. Beide Zahlen liegen unter den in den Verkehrsverträgen festgesetzten Zielen.
Die Betreiberpünktlichkeit von DSBFirst Øresund in Dänemark betrug 98,8 Prozent im ersten Quartal 2011, während in Schweden ein Wert von 99,9 Prozent erreicht wurde.
Einschließlich der neuen Niederlassungen in Deutschland und Schweden beförderte DSB im ersten Quartal 2011 über 53 Millionen Fahrgäste. Die Zahl der Fahrgäste auf dem dänischen Markt stieg um 5 Prozent, bei einem Wachstum von 7 Prozent im S-Bahn-Verkehr. 
Mit über 25 Millionen Kunden erlebten die Nahverkehrszüge das beste Quartal seit über 20 Jahren. Der Fern- und Regionalverkehr in Dänemark gewann 2 Prozent mehr Kunden im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund längerer Reisen über das Land. Diese Entwicklung ist das Ergebnis diverser Kundeninitiativen, wie Free Bike und Einkaufen am Sonntag mit Nahverkehrszügen sowie neuer Preis- und Service-Konzepte wie Orange und WildCard. Auch DSBFirst in Dänemark hatte ein Kundenwachstum von 2 Prozent.
Für den IC4 von AnsaldoBreda wurde eine unabhängige Analyse eingeleitet, um die Betriebsstabilität von zu verbessern. Parallel dazu wird untersucht, welche rechtlichen Möglichkeiten DSB in Abkommen mit AnsaldoBreda hat. AnsaldoBreda hat bis Ende April 2011 42 Züge ausgeliefert, davon 28 Stück der zweiten, verbesserten Generation.
Im Jahr 2011 wurden mehrere neue Projekte initiiert, um der wirtschaftlichen Situation zu verbessern, einschließlich Einstellungsstopps, Lohnzurückhaltung und einer deutlichen Verringerung externer Berater. Ziel ist eine Einsparung von insgesamt rund 300 Millionen Kronen im Jahr 2012.
Im Ausblick 2011 erwartet DSB ein Konzernergebnis vor Steuern von 200 bis 250 Millionen Kronen, ausgenommen der Kosten für Umstrukturierungen und Veränderungen der Rückstellungen im Zusammenhang mit DSBFirst Øresund. Aus dem Verkauf von Immobilien erwartet DSB einen Gewinn von 140 Millionen Kronen und aus Rabatten von AnsaldoBreda 70 Millionen Kronen. In der Bilanz für 2010 wurde noch ein Gewinn von 300 Millionen Kronen erwartet.
Weitere Ergebnisse:
• DSB's økonomi er presset af DSBFirst-krise
• Kunderekord trods krise og hårdt vintervejr (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Pressemeldungen DSB, 26.05.11).

RechteckAnwälte prüfen IC4-Vertrag
DSB teilte am 12.05.11 mit, rechtliche Möglichkeiten bezüglich der Abnahme der IC4-Triebzüge des Lieferanten AnsaldoBreda zu untersuchen. "Alle Optionen sind im Spiel", gab der Direktor von DSB Fjern- og Regionaltog, Frank Olesen, zu erkennen, nachdem externe Rechtsberater ihr Urteil zu den Verträgen abgegeben haben.
"Wir werden AnsaldoBreda klarmachen, dass unsere Qualitätsstandards erfüllt werden müssen, bevor wir noch mehr Züge abnehmen. Es kann schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für die Italiener haben, wenn sie ihre Züge nicht in der vereinbarten Qualität und termingerecht ausliefern".
Auch der Verkehrsausschuss des dänischen Parlaments hatte am gleichen Tag empfohlen, einen unparteiischen Dritten hinzuzuziehen, um die operative Qualität der IC4-Züge und die Zusammenarbeit zwischen AnsaldoBreda und DSB zu verbessern. Die Analyse soll Antworten auf die Frage liefern, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden können (WKZ, Quelle Pressemeldung DSB, 13.05.11).

RechteckGert Frost übernimmt die Leitung von DSBFirst und DSB Sverige
Die schwerwiegenden Probleme bei DSBFirst haben am 05.05.11 zu einer weiteren Entlassung geführt. Karsten Ron Anderson, Direktor von DSBFirst und DSB Sverige AB, musste seinen Posten räumen. "Die Defizite erfordern ein schnelles Handeln", sagte Klaus Pedersen, Amtierender CEO und Vorsitzender von DSBFirst. 
Gert Frost übernimmt ab sofort die Leitung von DSBFirst und DSB Sverige. Gert Frost war seit Anfang 2007 CEO von DSB S-tog und Mitglied der DSB-Konzernleitung. Während seiner Zeit bei der S-Bahn hat er eine Reihe von bemerkenswerten Leistungen geschaffen.
Gert Frost ist nun verantwortlich für die 900 Mitarbeiter von DSBFirst und DSB Sverige und hat die Aufgabe, die Firmen in ein sicheres Fahrwasser zu führen. 
Unter seiner Führung erreichte die S-Bahn Kopenhagen eine Pünktlichkeitsrate von 95 Prozent. DSB S-tog war auch maßgeblich am Wachstum von DSB mit bis zu fünf Prozent Fahrgastzuwachs im Jahr 2010 beteiligt. 
Gert Frost hat außerdem dazu beigetragen, mobile Tickets, Handygutscheine, Event-Tickets und verschiedene Sommerangebote zu entwickeln und das S-Bahn-Angebot am Wochenende und in den Abendstunden zu verbessern (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Pressemeldung DSB , 06.05.11).

 

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