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16.11.2012

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Ausland
Marokko: Rund 98 Prozent stimmten für Verfassungsreform
Verfassungsreferendum in Marokko

98 Prozent für Verfassungsreform

Bei einem Referendum haben in Marokko mehr als 98 Prozent der Wähler für die Verfassungsreform zur Einschränkung der Machtkompetenzen von König Mohammed VI. gestimmt. Dieses offizielle vorläufige Ergebnis wurde in der Nacht vom Innenministerium in Rabat bekanntgegeben. Demnach lag die Wahlbeteiligung bei rund 73 Prozent.

Um zu untermauern, dass auch junge Menschen an die Urnen gingen, betonte Innenminister Cherkaoui, 30 Prozent der Wähler seien jünger als 35 Jahre gewesen. Vertreter der Opposition bezweifelten allerdings diese offiziellen Angaben.

Stimmenauszählung in Rabat (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Stimmenauszählung in Rabat: Riesige Mehrheit für Verfassungsänderung]
König Mohammed VI. (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Wird auch nach der Reform an den Schaltstellen der Macht bleiben: König Mohammed VI.]
 

König behält zentrale Rolle

Durch die geänderte Verfassung werden die Befugnisse von Ministerpräsident, Parlament und Justiz erweitert. Der König wird aber weiterhin eine zentrale Rolle im politischen System einnehmen: Er bleibt oberster Befehlshaber der Armee, darf weiterhin das Parlament auflösen und behält das letzte Wort in Fragen von Religion und Justiz.

Insgesamt waren etwa 13 Millionen Marokkaner aufgerufen, über das neue Grundgesetz abzustimmen, mit dem die nordafrikanische Monarchie dem Übergreifen der pro-demokratischen Protestwelle in der arabischen Welt vorbeugen will.

Kritik der Opposition

Die marokkanische Demokratisierungsbewegung "20. Februar" hatte zum Boykott der Volksabstimmung aufgerufen. Nach ihrer Ansicht geht die vom König zugesagte Abtretung einiger seiner Machtbefugnisse nicht weit genug.

Stand: 02.07.2011 10:04 Uhr
 

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