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Jetzt gehts an den Tunnelbau

Der Autobahnausbau bei Gruibingen tritt in die Hauptphase: Nächste Woche soll der Bau eines 540 Meter langen Tunnels beginnen.

Autor: JÜRGEN SCHÄFER |
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Gearbeitet wird ständig auf der kilometerlangen Autobahn zwischen Gruibingen und Mühlhausen. Derzeit sitzt noch eine Baustelle in Höhe des Ortes, unweit der neuen Autobahnbrücke. Der Mittelstreifen muss dort präpariert werden. Bagger stehen wie in einer Insel, beiderseits vom Verkehr umflossen. Gearbeitet wird aber nur nachts, um den Verkehr nicht unnötig zu belasten. Denn der Bagger braucht Spielraum, da müssen wechselnde Spuren zugemacht werden. Aber das ist so gut wie ausgestanden. Die Baustelle soll in den nächsten Tagen wieder aufgehoben werden.

Frisch abgeschlossen ist eine Baustelle weiter östlich, am Hang des Rufsteins, jenseits der Stützmauer, die im Frühsommer wieder fitgemacht wurde. Dort musste man einen Verbau einziehen, der schon mit der künftigen Bauphase zu tun hat. Und noch weiter ortsauswärts sind neue Fahrspuren an den Hang hineingeschnitten worden, der dort steil angeböscht wurde. Vom neuen Steg aus kann man sie überblicken. Sie versprechen Platz, viel Platz, der für künftigen Umleitungsverkehr gebraucht wird. Noch glänzen sie in jungfräulichem Asphalt. Der Verkehr läuft südlich davon auf vier anderen Fahrspuren, die in der Höhe versetzt sind. All dies hat Platz unter der weiten Betonspange des Stegs, der die künftigen sechs Fahrspuren überspannt. Die Brücke selbst stand lange als Torso in der Gegend - auch das ist jetzt vorbei. Er ist an das Feldwegenetz angebunden, das von der Gruibinger Seite auf den Rufstein führt. Der Steg - eine sogenannte Bauernbrücke - bietet den Landwirten und sonstigen Anliegern eine Verbindung, Wanderern und Radfahrern natürlich auch.

Nächste Woche soll es losgehen mit dem Hauptbauwerk: einem Tunnel, der die Autobahn in Höhe des Ortes auf 540 Meter Länge überdeckeln soll. Er verläuft in etwa parallel zur Bergstraße. Überdeckelt werden die Spuren Richtung München. Dazu werden im Mittelstreifen Bohrlöcher gesetzt und Bohrpfahlwände eingezogen. Dann muss aber auch noch eine Baugrube folgen.

Mit dem Tunnelbau sollen die Gruibinger, die seit 75 Jahren mit dem "Grundübel" der Autobahn leben, wirkungsvollen Lärmschutz bekommen. Was das wert ist, kann man an der neuen Lärmschutzwand erahnen, die sich von der neuen Autobahnbrücke am Ortseingang ein Stück weit in den Ort hineinzieht. Dort ist jetzt der Verkehr auf der Landstraße lauter als die Autobahn. Bürgermeister Roland Schweikert verspricht sich von dem Tunnel einen erheblichen Effekt.

Der Tunnelbau hat auf sich warten lassen. Zuletzt war er auf Mai angesetzt, hat sich aber nochmal verschoben. Er markiert die Hauptphase des Autobahnausbaus auf sechs Spuren, der auch mit viel Erdbewegungen verbunden ist. Der vier Kilometer lange Abschnitt soll Ende 2012 ausgebaut sein.

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