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DEA - Drug Education Agency TVPolizei / Zauberpflanzen / Psychonautik / Bongs | Drug Education Agency (DEA) 24

Polizei / Zauberpflanzen / Psychonautik / Bongs | Drug Education Agency (DEA) 24 Herzlich willkommen zu Folge 24 eurer Drug Education Agency! Diesmal präsentiert euch Markus einen ersten...

Die Drug Education Agency (DEA) ist eine multimediale psychonautische Akademie. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Menschheit mit wahrheitsgetreuen, zuverlässigen und inspirativen Informationen zu psychoaktiven Substanzen, Pflanzen und Pilzen sowie zu den interdisziplinären psychoaktiven Wissenschaften zu versorgen. Die DEA fördert einen psychoaktiven Lifestyle, der mit dem reflektierten Umgang mit Psychoaktiva einhergeht. Im Verbund mit anderen antiprohibitionistischen Institutionen und Organisationen setzt die DEA dem Irrsinn des weltweiten 'War on Drugs' einen auf der Vernunft basierenden Gegenpol entgegen. Impressum Die Drug Education Agency ist ein Projekt der Near Dark GmbH (Sponsor) in Zusammenarbeit mit dem freien Journalisten Markus Berger (V.i.S.d.P.). V.i.S.d.P.: Markus Berger , Blazin Tommy Productions, Hofrain 3, D-34587 Sundhof, redaktion@drugeducationagency.tv Sponsor: Near Dark GmbH, Bonner Str. 11a, D-53773 Hennef, www.neardark.de

DEA - Drug Education Agency TVStreckmittel / Legal Highs / Growing / Bongs | GEBURTSTAGS SPECIAL DEA (21)

Streckmittel / Legal Highs / Growing / Bongs | GEBURTSTAGS SPECIAL DEA (21) Yeah, it's Partytime! Willkommen zur fetten 1. Geburtstagsparty eurer Drug Education Agency! Ein Jahr lang begleiten...

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DEA - Drug Education Agency TVCANNABIS ENDLICH LEGAL! | Drug Education Agency - DEA (9)

CANNABIS ENDLICH LEGAL! | Drug Education Agency - DEA (9) News Flash eurer DEA - der Onlineakademie für Drogenbildung CANNABIS ENDLICH LEGAL! Das US-Wunder von Colorado und Washington Die...

Die Drug Education Agency (DEA) ist eine multimediale psychonautische Akademie. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Menschheit mit wahrheitsgetreuen, zuverlässigen und inspirativen Informationen zu psychoaktiven Substanzen, Pflanzen und Pilzen sowie zu den interdisziplinären psychoaktiven Wissenschaften zu versorgen. Die DEA fördert einen psychoaktiven Lifestyle, der mit dem reflektierten Umgang mit Psychoaktiva einhergeht. Im Verbund mit anderen antiprohibitionistischen Institutionen und Organisationen setzt die DEA dem Irrsinn des weltweiten 'War on Drugs' einen auf der Vernunft basierenden Gegenpol entgegen. Impressum Die Drug Education Agency ist ein Projekt der Near Dark GmbH (Sponsor) in Zusammenarbeit mit dem freien Journalisten Markus Berger (V.i.S.d.P.). V.i.S.d.P.: Markus Berger , Blazin Tommy Productions, Hofrain 3, D-34587 Sundhof, redaktion@drugeducationagency.tv Sponsor: Near Dark GmbH, Bonner Str. 11a, D-53773 Hennef, www.neardark.de

Blog der Aidshilfe DeutschlandLob des toten Dichters

Foto: Huy Don Ho Pham

Mario Wirz. Foto: Huy Don Ho Pham

Am 30.Mai starb der Berliner Schriftsteller Mario Wirz. In den 90ern  wurde er bekannt, weil er aus der Ich-Perspektive über das Leben mit HIV und Aids schrieb. Sein Leben und Werk machen Mut, sich der eigenen Sterblichkeit und Schwäche zu stellen, weil nur daraus wahre Stärke erwachsen kann. Holger Wicht hat Mario Wirz lange gekannt und häufig über ihn geschrieben. Eine freundschaftliche Würdigung

Aber natürlich schreibe ich deinen Nachruf, lieber Mario, ist doch klar.

Du hast bei unserem letzten Treffen nichts dazu gesagt, aber ich weiß, du möchtest das so. „Du wirst dem verblichenen Dichter nicht abschlagen, ihm die letzte Ehre zu erweisen“, raunst du mit deiner sonoren Stimme und wirfst mir einen kokett durchdringenden Blick zu.

Am Ende fehlt doch noch etwas.

Und wenn ich nein sagen würde, mal wieder aus Zeitgründen womöglich? Dann würdest du dich einmal mehr dem Lauf des Lebens fügen. Ohne zu murren, ohne Strenge, ohne Vorwurf. Der wundersame Wirz, so würdest du in etwa formulieren, müsse akzeptieren, dass die Welt sich nicht immer nach seinen kühnen Träumen ordne.

In einer Mail oder einem Brief würdest du ohne Zweifel noch hinzufügen: „Seufz.“

Jetzt, wo ich ja gesagt habe, schnurrst du wie eine beglückte Raubkatze: „Rrrrrrr …“

Ich weiß, du wünschst dir ganz unbescheiden eine Hymne. Im Abspann sollte auf deinen neuen Gedichtband „Jetzt ist ein ganzes Leben“ hingewiesen werden, dessen Erscheinen du nun nicht mehr erleben wirst. Deine Gedichte waren dir immer am wichtigsten. Sie waren für dich Ausdruck und Kraftquelle zugleich.

Du wirst mir trotzdem erlauben, eingangs festzuhalten: Berühmt geworden bist du mit deiner Prosa. Du warst der erste in Deutschland, der offen über sein Leben mit HIV und Aids geschrieben hat, und was du schriebst, war brillant.

Für Antworten auf die tiefsten Fragen des Lebens darf man auch mal 30 Jahre brauchen.

Deine Angst und deine Verzweiflung brachtest du in deiner ganz eigenen kraftvollen Sprache zum Ausdruck, deren Bilderreichtum und Melodien den Leser zutiefst berühren. Nicht alle haben das damals goutiert: Die schwule Zeitschrift magnus erblickte in deinem Erstling „das vollkommene schwule Lamento, ein Dokument schwulen Selbsthasses“. Was für ein Irrtum!

Mein lieber Mario, du bist sicher einverstanden, dass hier keine Aufzählung deiner Werke und Preise folgt, die bereits bei Wikipedia nachzulesen sind. Dass du vom Dichter Ernst Jandl gelobt wurdest, sei erwähnt. Und dass du in der Welt als „einer der begabtesten zeitgenössischen Literaten deutscher Sprache“ gefeiert wurdest, will ich nicht verschweigen. Ich weiß, es tut dir gut. Applaus ist ein Lebenselixier des Künstlers, Ruhm und Ehre – wie jede Form der Anerkennung – salben die Wunden der Verletzten, wenn sie auch nicht heilen können.

An einem Abend in den 90ern: Mario Wirz  und Autor Holger Wicht im legendären Club Trommel in Neukölln

In den 90ern: Mario Wirz (rechts) und Autor Holger Wicht im legendären Club Trommel in Neukölln

Ich schreibe diesen Nachruf aber vor allem, weil am Ende doch noch etwas fehlt: Ich habe dir nie gesagt, was du mir bedeutest. Und ganz sicher nicht nur mir. Warum begreifen wir, dass es irgendwann zu spät ist, immer erst, wenn es wirklich zu spät ist? Warum selbst in deinem Fall? Hast du nicht immer darüber geschrieben, dass die Zeit drängt? Dass alles, was vom Leben zu leben ist, jetzt erlebt werden will? So will ich dir nun nachrufen, was noch zu sagen ist.

Als ich 1992 nach Berlin kam, war ich ein verunsicherter Junge von 21 Jahren. Ich suchte die Erfüllung, die Liebe des Lebens, Sexualität. Mein Leben begann gerade erst richtig, und ich war voller Hoffnung und voller Angst zugleich. AIDS war noch tödlich; vor dem Sex, beim Sex, nach dem Sex waren immer schlimmste Befürchtungen im Spiel. Als junger schwuler Mann kurz nach einem späten Coming-out war ich schwer verletzt, ohne dass ich es so gesagt hätte. Im Umgang mit Alkohol war ich nicht souverän und ich rauchte wie ein Schlot.

Atemloser Bericht aus der tristen “Zimmerschachtel” in Berlin-Neukölln

Im gleichen Jahr erschien dein Buch „Es ist spät ich kann nicht atmen – Ein nächtlicher Bericht“. Darin schriebst du über dein verzweifeltes Leben in deiner winzigen, dunklen und unaufgeräumten Einzimmerwohnung in Neukölln (damals gänzlich unangesagt!). Du nanntest sie „Knast“ und „meine Zelle“. Ich selbst saß in ähnlich unaufgeräumten Buden, erst in Friedrichshain, dann in Prenzlauer Berg und schrieb meiner ersten Texte.

Dein atemloser Bericht handelte von deiner Angst, deinen Verletzungen als schwuler Mann und als uneheliches Kind einer alleinerziehenden Mutter in der hessischen Provinz. Du erzähltest ohne Beschönigung wie du dir die Abende mit deinen Flaschenfreunden erträglicher machtest und wie dein Aschenbecher überquoll, weil du ihn in deiner Lethargie versäumtest, ihn zu leeren. Du schriebst über Sehnsucht und Enttäuschung. Du hättest nicht persönlicher schreiben können, und doch schriebst du auch über mich und alle anderen Verletzten und Verängstigten der Welt.

Eine Pointe über die Endstation Neukölln konnte den Tod in die Flucht schlagen.

Ich saß in einer ähnlich unaufgeräumten Bude und wollte dich gerne kennenlernen. Als junger schwuler Journalist mit einem Faible für Literatur hatte ich bald Gelegenheit dazu.

In bierseligen Runden nach deinen Lesungen warst du gerne der große Gastgeber. Du hieltest Hof, schwelgtest ungeniert in der Anerkennung, die dir gut tat und nach der du durchaus süchtig warst wie nach leckeren Torten. Auf diese Weise erhobst du dich über dein Leben, so wie ich es tat in waghalsigen Vorstellungen von einer Karriere als Journalist.

Dein persönliches Drama, das du zuvor verlesen hattest, wurde auf dieser Bühne als Tragikomödie fortgeführt. Es gab keine Rettung, aber eine gute Pointe über die Endstation Neukölln konnte hier sogar den Tod in die Flucht schlagen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Du warst kein verblendeter Narziss. Im Spiel mit Größe und Abgründen warst du ein Virtuose, deiner Ruhmessucht warst du dir ebenso bewusst wie der Bedürftigkeit, die damit gestillt werden wollte. Beides hast du zugleich gelebt und kommentiert, ohne dir dafür böse zu sein.

Wie lebt man angesichts der Todes? Wie geht Mut, wenn man vor Angst schlottert?

Gerne brachst du alle Illusionen, die du selbst gerade lustvoll erschaffen hattest. Du hast dabei das Kunststück vollbracht, Pathos und Ironie zugleich zu verkörpern. Am Schluss eines solchen Abends fiel kein Vorhang, sondern du rafftest Blumen und Bücher zusammen, riefst dir ein Taxi und rauschtest zurück in deine „Zimmerschachtel“.

Nur bei vordergründiger Betrachtung hast du 30 Jahre lang darüber geschrieben, wie es ist, bald sterben zu müssen. In Wirklichkeit hast du so offen wie kein anderer die tiefsten Fragen des Menschseins ausgelotet. Wie können wir leben angesichts des Todes? Wie geht Mut, wenn man vor Angst schlottert, und Selbstbewusstsein, wenn man gebrochen ist?

Für Antworten auf diese Fragen darf man auch mal dreißig Jahre brauchen.

Weil sich die Antworten nicht in wenige Worte fassen ließen, bist du erst Schauspieler, dann Dichter geworden. In langen Gesprächen hast du nicht weniger lyrisch formuliert als in deinen Büchern.

Ich habe dich so gerne gelesen, dir so gerne zugehört! Hinterher habe ich mich oft ein kleines bisschen weiser gefühlt, so als wäre ich gerade einen Schritt näher herangetreten an das, was im Leben wirklich zählt. Als hätte ich gerade über die Kante in den Abgrund geschaut, und es fühlte sich so an, als könnten wir im entscheidenden Moment vielleicht doch fliegen.

Eine Sensation: Aufbruch mit Balkon im Steglitzer Schloss

Auch du selbst hast es ja geschafft, die Flügel zu spreizen und dich über deine Knastmauern zu erheben. Dass es seit 1996 die Kombinationstherapien gegen HIV gibt, war eine Grundlage dafür, aber dein Aufbruch war ganzheitlich. Schon 1994 folgte dem „nächtlichen Bericht“ die „Biografie eines lebendigen Tages“.

„Der Dichter ist umgezogen“, lautete dann im Jahr 2000 der erste Satz eines Porträts über dich, das ich für das Stadtmagazin Siegessäule schrieb. Dass du deine Zimmerschachtel zum Altpapier gegeben hattest, war eine geradezu ungeheuerliche Meldung für alle, die deine Bücher kannten. Mario Wirz, der todgeweihte Autor, hatte den Posten an der Endstation aufgegeben und war noch einmal aufgebrochen.

Mario Wirz und Rosa von Praunheim auf dem Cover des Briefwechsels "Folge dem Fieber und tanze"

Mario Wirz und Rosa von Praunheim auf dem Cover des Briefwechsels “Folge dem Fieber und tanze”

Du lebtest auf. Den „Säulen meiner Mutlosigkeit, Armut und Aids“ zum Trotz gingst du mit deinem geliebten Lebensgefährten André segeln. Auf dem Wasser warst du glücklich. Eine steife Brise straffte erst deine Segel und trug dich dann in die Höhe. Du zogst in eine helle Wohnung in einem Gartenhaus in Steglitz, mit einem Balkon, „zwar nur ein Balkon für einen Monolog, aber ein Balkon“.

Beim Besuch in deinem Steglitzer Schloss hast du mir etwas mit auf den Weg gegeben: die tiefe Erkenntnis, dass schwules Selbstbewusstsein nur die eine Seite der Medaille ist. Wenn wir uns in diese blitzende Seite zu sehr verlieben, weil sie uns schmeichelt und wir sie uns so hart erkämpft haben, versäumen wir leicht, auch die andere zu betrachten: „Man wünscht sich moderne Homosexuelle einfach emanzipiert, selbstbewusst und klar“, hast du mir damals gesagt. „Aber es wäre töricht, dieses wichtige Konzept fundamentalistisch zu nehmen und alle anderen Wahrheiten auszublenden, nur weil sie nicht in unser Bild von uns passen.“

Im Briefwechsel „Folge dem Fieber und tanze“ mit Freund und Kontrahent Rosa von Praunheim traten darum 1995 nur scheinbar ein Aktivist und ein introvertierter Dichter gegeneinander an. In Wirklichkeit fanden hier mit euch beiden zwei Idealtypen zueinander, die sich ergänzen und nicht ohne einander können.

Dein Beitrag zu einer besseren Welt war der unerschrockene Blick auf Verletzungen und Schwäche.

Auf deine ganz eigene Art warst auch du ein Aktivist. In „Es ist spät, ich kann nicht atmen“ hattest du auch über die Angst geschrieben, die Nachbarn könnten von deiner Krankheit erfahren: „Ich habe es gerade mal gepackt, halbwegs zu meinem Schwulsein zu stehen.“  Kurz darauf hast du dich in Talkshows der ganzen Republik zu erkennen gegeben. Und ein Blick in das Buch zeigt schnell: Es war nicht nur Klage, sondern auch Anklage gegen die, die ausgrenzen.

Du hast tatsächlich selten lautstark für eine bessere Welt gestritten. Dein Beitrag war der unbeschönigte Blick auf Verletzungen und Schwäche, die manch unerschrockener Aktivist sich nicht traut und die wahrhafte Stärke erst möglich machen.

Bei aller Schwere konnte darum das, was du schriebst, den Leser erleichtern. Kein anderer Dichter besang so eindringlich seine Abgründe. Keiner konfrontierte sich so direkt mit der Gewissheit, nicht nur sterblich, sondern auch bald an der Reihe zu sein. Es mag der Mut der Verzweiflung gewesen sein, aber dein Mut war groß. Er ermöglichte dir, uns maßlos zu beschenken.

Mario Selbstporträt

Selbstporträt am Schreibtisch.

Bis zum Schluss hast du dich ganz offen gezeigt in deiner Zerrissenheit und deiner Zuversicht, in deiner panischen Angst und in deiner unbeirrbaren Dankbarkeit noch am Leben zu sein. Keine Widersprüche sahst du darin, sondern einfach deine Realität. In deinem letzten Interview hast du mir gesagt, was dein fast 30-jähriger Pas de deux mit dem Tod dich fürs Leben gelehrt hat:

„Ich habe gelernt, das Leben zu lieben, ohne Bedingungen zu stellen oder Wünsche ins Universum zu seufzen, die das Leben und das Glück überfordern. Ich habe gelernt, mich mit meinen Macken zu bejahen, mir selbst und anderen mit Nachsicht zu begegnen. Ich habe gelernt, den großen Wichtigkeitszirkus des Lebens mit seinen schrägen Eitelkeiten und seinem Größenwahn nicht mehr ernst zu nehmen.“

Du hast gezeigt, dass es möglich ist, einverstanden zu sein mit allem, was sich nicht ändern lässt: „Ich fände es ungerecht, jetzt mein Schicksal zu beschimpfen.“ Und: „Der Tod wird nur grantig, wenn wir ihn verleugnen und verraten. Er ist ein Freund, wenn wir es wagen, ihn zu denken und zuzulassen.“

Dies wissend, bliebst du ungebrochen bis zum Schluss, trotz fast drei Jahrzehnten HIV, trotz mehrerer Krebserkrankungen, trotz Chemotherapie und all den anderen gesundheitlichen Zumutungen.

Ein Stück über den Tod hat kein Happy End, kann aber zum wahren Glück führen.

Mein lieber Mario, du hast uns gezeigt, wie wertvoll das Leben wird im Bewusstsein seiner Endlichkeit. Als einzelner Satz klingt das nach Kalenderspruch. Wenn es jemand vorlebt, ist es vielleicht das Tiefgründigste, was sich erfahren lässt.

Dass dein letztes Prosawerk  – verfasst mit Freund Christoph Klimke – „Unwiderruflich glücklich“ heißt, sagt alles: Ein Stück über den Tod mag kein Happy End haben, aber das wahre Glück finden wir wohl nur auf diesem Weg.

Ich durfte dir unterwegs begegnen und durch dich mir selbst näher kommen. Dafür werde ich dir immer dankbar sein.

PS Mein lieber Mario, mach dir bitte keine Sorgen wegen des Fotos. Wir nehmen eins von den schönen, die du mir für unser letztes Interview ans Herz gelegt hast. Keins von denen, auf denen du blond bist, denn ich weiß, du magst dich darauf nicht mehr. „Ich bin blond und unsterblich“, hast du damals dem Journalisten Paul Schulz im Interview gesagt. Mit „blond“ hast du dich geirrt.

Mario Wirz ist tot – Meldung auf aidshilfe.de vom 31.5.2013

“Der Tod hat keine Macht über das Glück” – das letzte Interview mit Mario Wirz

Mario Wirz: “Ich bin blond und unsterblich”, Interview im DAH-Blog, 10.9.2009

Mario Wirz bei Wikipedia

Der Gedichtband “Jetzt ist ein ganzes Leben” erscheint am 20. Juni im Aufbau-Verlag.

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DEA - Drug Education Agency TVMarkus geht ... / Durch die Lupe gekifft | Drug Education Agency (DEA) 23

Markus geht ... / Durch die Lupe gekifft | Drug Education Agency (DEA) 23 Markus geht - eure schuld? Klaro, denn Markus geht direkt ins Studio der Drug Education Agency, um für euch die...

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Cannabis / Coca / Ethnobotanik / Entheogene Reformation | Drug Education Agency 20 Herzlich willkommen zu eurer Drug Education Agency! In unserer 20. Ausgabe eures Kultmagazins ballert euch...

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Psychonauten-Kongress Entheovision | DEA (17) Newsflash Moinmoin, liebe DEA-Gemeinde, in unserem Newsflash erfahrt ihr alles Wissenswerte zum Fachkongress wissenschaftlicher Psychonautik, zur...

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DMT / Cannabis / Bongakademie / Headshop | DEA - Drug Education Agency (4) Drug Education Agency - Kanal für Drogenaufklärung. Freut euch auf ein buntes Programm, das der DEA würdig...

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420 Smokeout / Cannamania / Hanftag / MXE / Coca | Drug Education Agency DEA (22) Herzlich willkommen zu Ausgabe 22 eurer Drug Education Agency (DEA). Diesmal präsentiert Markus Berger euch...

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EXZESSIV 200. -- Der Geburtstagsgruß | DEA (11) EXZESSIV - Das Kiffermagazin feiert 200. Sendung! Am 14. November 2012 strahlten die Kollegen und Freunde des Exzessiv-Magazins ihre 200....

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Streckmittel / Bong putzen / Growing | DEA (15) Herzlich willkommen in eurer ersten DEA im Jahr 2013. Diesmal packt Moderator Markus Berger ein Päckchen mit vielen lieben Kollegen für...

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Raumschiff Bong / Stoner Show / Mohn / McKenna / Headshop | Drug Education Agency - DEA (5) Willkommen zur bunten Freakshow der Drug Education Agency, euerm Drogen-Bildungsprogramm. In unserer...

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DEA - Drug Education Agency TVEin Cannabispatient erzählt / Vaporizer / Growing | DEA (16)

Ein Cannabispatient erzählt / Vaporizer / Growing | DEA (16) Vollgepackte DEA-Power in eurer Folge 16 der Drug Education Agency. Diesmal haben wir wieder ein neues Gesicht dabei, das ab jetzt...

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DEA - Drug Education Agency TVWIR SIND GRAS | Hanfparade 2012 DEA (6)

WIR SIND GRAS | Hanfparade 2012 DEA (6) Heute meldet sich die DEA aus Berlin mit einem Special zur Hanfparade 2012 inklusive Markus Bergers Brandrede WIR SIND GRAS, einem herrlichen...

Die Drug Education Agency (DEA) ist eine multimediale psychonautische Akademie. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Menschheit mit wahrheitsgetreuen, zuverlässigen und inspirativen Informationen zu psychoaktiven Substanzen, Pflanzen und Pilzen sowie zu den interdisziplinären psychoaktiven Wissenschaften zu versorgen. Die DEA fördert einen psychoaktiven Lifestyle, der mit dem reflektierten Umgang mit Psychoaktiva einhergeht. Im Verbund mit anderen antiprohibitionistischen Institutionen und Organisationen setzt die DEA dem Irrsinn des weltweiten 'War on Drugs' einen auf der Vernunft basierenden Gegenpol entgegen. Impressum Die Drug Education Agency ist ein Projekt der Near Dark GmbH (Sponsor) in Zusammenarbeit mit dem freien Journalisten Markus Berger (V.i.S.d.P.). V.i.S.d.P.: Markus Berger , Blazin Tommy Productions, Hofrain 3, D-34587 Sundhof, redaktion@drugeducationagency.tv Sponsor: Near Dark GmbH, Bonner Str. 11a, D-53773 Hennef, www.neardark.de

DEA - Drug Education Agency TVWeed & Bongs / Coca / Drogenpolitik / Hanftag | Drug Education Agency DEA (18)

Weed & Bongs / Coca / Drogenpolitik / Hanftag | Drug Education Agency DEA (18) Augen, Herz und Hirn auf zur Folge 18 eurer Drug Education Agency! Diesmal präsentiert Markus Berger eine...

Die Drug Education Agency (DEA) ist eine multimediale psychonautische Akademie. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Menschheit mit wahrheitsgetreuen, zuverlässigen und inspirativen Informationen zu psychoaktiven Substanzen, Pflanzen und Pilzen sowie zu den interdisziplinären psychoaktiven Wissenschaften zu versorgen. Die DEA fördert einen psychoaktiven Lifestyle, der mit dem reflektierten Umgang mit Psychoaktiva einhergeht. Im Verbund mit anderen antiprohibitionistischen Institutionen und Organisationen setzt die DEA dem Irrsinn des weltweiten 'War on Drugs' einen auf der Vernunft basierenden Gegenpol entgegen. Impressum Die Drug Education Agency ist ein Projekt der Near Dark GmbH (Sponsor) in Zusammenarbeit mit dem freien Journalisten Markus Berger (V.i.S.d.P.). V.i.S.d.P.: Markus Berger , Blazin Tommy Productions, Hofrain 3, D-34587 Sundhof, redaktion@drugeducationagency.tv Sponsor: Near Dark GmbH, Bonner Str. 11a, D-53773 Hennef, www.neardark.de

DEA - Drug Education Agency TVWIETPASS / LSD vs. MDMA / Hanfdemos / CannaTrade / Drogenmündigkeit | Drug Education Agency (DEA) 7

WIETPASS / LSD vs. MDMA / Hanfdemos / CannaTrade / Drogenmündigkeit | Drug Education Agency (DEA) 7 In eurer Drug Education Agency (DEA) gibt's diesmal einen kleinen Vorab-Rückblick...

Die Drug Education Agency (DEA) ist eine multimediale psychonautische Akademie. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Menschheit mit wahrheitsgetreuen, zuverlässigen und inspirativen Informationen zu psychoaktiven Substanzen, Pflanzen und Pilzen sowie zu den interdisziplinären psychoaktiven Wissenschaften zu versorgen. Die DEA fördert einen psychoaktiven Lifestyle, der mit dem reflektierten Umgang mit Psychoaktiva einhergeht. Im Verbund mit anderen antiprohibitionistischen Institutionen und Organisationen setzt die DEA dem Irrsinn des weltweiten 'War on Drugs' einen auf der Vernunft basierenden Gegenpol entgegen. Impressum Die Drug Education Agency ist ein Projekt der Near Dark GmbH (Sponsor) in Zusammenarbeit mit dem freien Journalisten Markus Berger (V.i.S.d.P.). V.i.S.d.P.: Markus Berger , Blazin Tommy Productions, Hofrain 3, D-34587 Sundhof, redaktion@drugeducationagency.tv Sponsor: Near Dark GmbH, Bonner Str. 11a, D-53773 Hennef, www.neardark.de

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NOCHMAL CANNABIS LEGAL | Drug Education Agency - DEA (10) Schon wieder ein News Flash eurer DEA - der Onlineakademie für Drogenbildung CANNABIS ENDLICH LEGAL! (2) Stimmen zur Legalisierung -...

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DEA - Drug Education Agency TVPsychonautische Weihnachten / Drogen / Cannabis | DEA (14)

Psychonautische Weihnachten / Drogen / Cannabis | DEA (14) Ho, ho, ho! - Hier kommt das Weihnachts-Special eurer Drug Education Agency. Die Sendung zum psychonautischen Weihnachtsfest und...

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Weed-Ersatz / Hanftag & GMM / MAPS | DEA - Drug Education Agency (3) Drug Education Agency - Kanal für Drogenaufklärung. In der dritten Ausgabe der Drug Education Agency hat Moderator...

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DEA - Drug Education Agency TVStreckmittel im Gras / Exzessiv Live / Cannabis Cup / Ethnobotanik | DEA (12)

Streckmittel im Gras / Exzessiv Live / Cannabis Cup / Ethnobotanik | DEA (12) Willkommen zur Ausgabe 12 eurer Drug Education Agency! Diesmal hat Produzent und Gastgeber Markus Berger wieder eine...

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VAPORIZER / Cannabis / Entheogene | Drug Education Agency (DEA) 19 Herzlich willkommen zum Vaporizer Special eurer Drug Education Agency (DEA). In der Folge 19 präsentiert Markus euch ein...

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DEA - Drug Education Agency TV70 Jahre LSD / Acid / Bicycle Day / Albert Hofmann | Nachtschatten Television (10)

70 Jahre LSD / Acid / Bicycle Day / Albert Hofmann | Nachtschatten Television (10) Die DEA als Fernsehsender! Ab jetzt werden unter dem Label der Drug Education Agency auch die Folgen des...

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DEA - Drug Education Agency TVCannabis / Ritalin / Safer Sniffen / Bongs | Drug Education Agency - DEA (8)

Cannabis / Ritalin / Safer Sniffen / Bongs | Drug Education Agency - DEA (8) In der Folge 8 eurer DEA präsentiert Gastgeber Markus Berger: Michael Knodt und A. Chiche vom Exzessiv-Team,...

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DEA - Drug Education Agency TVDrug Education Agency (DEA) - Fernsehen für Psychonauten

Drug Education Agency (DEA) - Fernsehen für Psychonauten Kanaltrailer der Drug Education Agency (DEA) - TV für Drogenbildung, Psychonautik und die entheogene Reformation. Werde ein Teil...

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DEA - Drug Education Agency TVMaking of Exzessiv 200 / Amphetamin / Cannabis | DEA (13)

Making of Exzessiv 200 / Amphetamin / Cannabis | DEA (13) Herzlich willkommen zu unserer Vorweihnachtsausgabe, der Folge 13, eurer DEA. In weniger als 14 Tagen kommt die Weihnachtsshow der Drug...

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DEA - Drug Education Agency TVDrogenkongress Entheovision | DEA TEASER

Drogenkongress Entheovision | DEA TEASER Eure Drug Education Agency präsentiert euch den Teaser zum Psychonautenkongress Entheovision 5, der am 25. und 26. Mai 2013 in Berlin, unter anderem...

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Kein Wietpas!Coffeeshop Missouri öffnet wieder

Der Coffeeshop Missouri in Maastricht hat auf Facebook verkündet, dass der Verkauf ab sofort wieder täglich von 11 bis 17 Uhr weiter geht. Bevor ihr in Jubel ausbrecht: Es werden nur Einwohner der Niederlande eingelassen.
Ob es jetzt Strategie des VOCM ist, oder eine persönliche Sache des Betreibers oder einfach nur um eine Versorgungsmöglichkeit z.B. für Cannabispatienten ohne Rezept zu gewährleisten, ist konnte ich nicht herausfinden.
Für mich hat die Sache aber einen bitteren Nebengeschmack. Aber ich will jetzt niemandem etwas unterstellen.


Kein Wietpas!Chronik des ersten Militäreinsatzes gegen die Hanfindustrie in den Niederlanden

TILBURG – In der vergangenen Woche wurde  mit der sogenannten „Taskforce-B5“ erstmals auch die Armee gegen einen Big Player der niederländischen Hanfbranche eingesetzt. Die große Razzia, bei der der gesamte Handelsvorrat der Grass Company aus Tilburg beschlagnahmt wurde, fand bei der Unternehmenstochter tgc trading, einem Großhandel für Coffeeshop-und Headshop-Bedarf, statt. Zur The Grass Company in Tilburg gehören neben tgc trading auch 3 Coffeeshops und weitere Unternehmen.

In Tilburg wurde erstmals die Armee gegen das legale Cannabusiness eingesetzt. Foto: Facebook/Coffeeshopnieuws

In Tilburg wurde erstmals die Armee gegen das legale Cannabusiness eingesetzt. Foto: Facebook/Coffeeshopnieuws

Die Polizei in der niederländischen Provinz Nord-Brabant jubelt und spricht auf ihrer Homepage von einem schweren Schlag gegen den organisierten Hanfanbau und einem Schaden von 60 Millionen Euro, den sie der, wie sie sagen, organisierten Kriminalität zugefügt hätten.

Erstmals Armee eingesetzt

Die Aktion in Tilburg war eine Premiere. Seit zwei Jahren wurden durch die Zusammenarbeit verschiedener Regierungsdienste (Zoll, Polizei, Militär, Steuerfahndug etc.) viele Informationen gesammelt. Auf dieser und auf Basis vorangegangenen Aktionen hat in Tilburg eine umfangreiche gemeinsame Aktion stattgefunden, schreibt die Polizei Nord-Brabant weiter.

Steuerbehörde und Polizei schätzen den Schaden für die, wie sie schreiben, kriminelle Hanfindustrie auf 60 Millionen Euro. Es wurden auch Immobilien, Autos und Bankrechnungen beschlagnahmt, sowie der komplette Vorrat an Cannabis konfisziert. Die Coffeeshops der Grass Company hatten nach dieser Großrazzia tatsächlich keinerlei Ware mehr zum Verkaufen, wie die Grass Company am Folgetag auf ihrer Website verkündete.

Unter den Verdächtigen befanden sich auch zwei Immobilienmakler, die Wohnungen und Häuser zum Anbau von Hanf für eine oder mehrere kriminelle Organisationen erworben und angeboten haben sollen. Der Erwerb von Locations ist einer der ersten Schritte im kriminellen Produktionsprozess von Hanf. In vorangegangenen Untersuchungen wurden auch Elektriker festgenommen, die diese Räume illegal mit Strom versorgt hätten.

Auf den Ein- und Ausfallstraßen von Tilburg fanden gemeinsame Kontrollen durch den Grenzschutz und die Steuerfahndung statt. Autos von Personen mit offenen Steuerschulden wurden im Gesamtwert von 155.000 € konfisziert und später wurde ein achtstelliger Betrag abgerechnet.

Auf dem Betriebsgelände von tgc trading in Tilburg-West stießen die Beamten, unterstützt übrigens durch eine Kommandoeinheit des Militärs (nicht die Marechaussee – die auch dem Militär angegliedert ist, aber eher Polizeiaufgaben wahrnimmt), auf große Mengen Haschisch und Marihuana. Daraufhin wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Weiter schreibt die Polizei von großen Produktionsstätten für Joints und andere Hanfprodukte und von einem verborgenen Raum, in dem eine große Menge Bargeld gefunden wurde.

Taskforce B5 – Organisierte Regierung

Die Task Force B5 ist ein integraler Zusammenschluss und steht für eine organisierte Regierung gegen die organisierte Kriminalität. Das Ziel ist es, gemeinsam kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, Kriminelle strafrechtlich zu belangen und kriminelle Gewinne abzuschöpfen. In der Task Force arbeiten das Justizministerium, die fünf größten Gemeinden von Brabant, die Staatsanwaltschaft, die nationale Recherche, Finanzamt, Zoll, RIEC und die Nationale Polizei zusammen, um die organisierte Kriminalität in Brabant zurückzudrängen. Die Aktion in Tilburg wurde durch das Militär und die den Zoll unterstützt.

Tarnfarben bei Razzia gegen Coffeeshop-Großhandel Foto: Coffeeshopnieuws

Tarnfarben bei Razzia gegen Coffeeshop-Großhandel Foto: Coffeeshopnieuws

Die Meldung der Tageszeitung Volkskrant las sich bereits anderes. Die Volkskrant schreibt: Die Polizei ist am Mittwochabend in einer großen Aktion gegen die, wie die Polizei sie nennt, „Hanfindustrie“ vorgegangen. An der Razzia arbeiteten hunderte Kriminalbeamte mit. Die Polizei veranstaltete Razzien an Orten, wo sie Hanfanbau vermuteten. Auf den Ausfallstraßen fanden ebenfalls Kontrollen statt.

Im Anwesen von tgc-trading fand die Polizei eine, wieder von der Polizei so genannte, „Hanffabrik“. Tgc trading, eine Tochter der Grass Company ist ein Großhandel für Tabak, Raucheraccessoires, Wasserpfeifen, Kleidung, Getränke und Süißigkeiten. Es wurden 10 Mitarbeiter festgenommen, darunter neun Frauen.

Ein Sprecher der Brabanter Coffeeshopkette „The Grass Company“, wozu tgc-trading gehört bestätigte, dass die Task Force auch in zwei Coffeeshops der Kette in Tilburg war. Die gesamten Vorräte der Gras Company wurden beschlagnahmt.

Krieg gegen gute Coffeeshops

Am folgenden Tag zitierte Omroep Brabant den Anwalt der Grass Company, Rob Milo, der die Großrazzia als „Kriegserklärung an die guten Coffeeshops“ und „pure Zeitverschwendung“ bezeichnete. Er ist verärgert darüber, dass die Task Force mit einer so massiven Machtdemonstration versucht ein geduldetes System lahmzulegen.

„Justiz und Polizei wissen seit der Razzia bei der Grass Company in Den Bosch 2011 präzise wie die Kette ihre Ware bezieht. Sie hätten bereits zwei Tage danach auch in Tilburg einmarschieren können.“

Wie Milo sagt, ist tgc trading eine Tochterfirma der Grass Company. Die Coffeeshops der Kette werden durch tgc trading bevorratet. „Das weiß die Polizei und dort wurden höchstens Vorräte für drei Tage gefunden. Da kann es sich um einige Kilos handeln, aber das weiß ich nicht und ich möchte nicht spekulieren. Allerdings ist Hanffabrik keine treffende Beschreibung.“

Aktion liefert keine Beweise

Schon 2011 meldete die Polizei die Beschlagnahme einer großen Menge Cannabis – letzlich stellte sich heraus, dass es um 250 Gramm ging. Und auch bei der großen Aktion in Tilburg konnten sich bislang wohl keine der großen Vorwürfe erhärten, wie Coffeeshopnieuws abschließend meldete.

Die Aktion trägt die Handschrift von Justizminister Ivo Opstelten (VVD). Auch Brabant ist eine der drei Provinzen, die sich die VVD für ihre rückwärtsgewandte Drogenpolitik ausgewählt hat. Nachdem er in Limburg durch seinen Statthalter Onno Hoes Krieg gegen die Coffeeshops führen lässt, hat er in Brabant nun erstmals ein Großaufgebot samt Militär gegen eine sehr professionelle Coffeeshopkette und Großhandel eingesetzt. The Grass Company und tgc trading sind den Konservativen ein Dorn im Auge, da sie wirtschaftlich sehr erfolgreich sind und seriös auftreten. Da muss das Image natürlich beschädigt werden indem man diese Geschäftsleute als organisierte Kriminelle bezeichnet und die ganze Stadt Tilburg zur Ausnahmezone gemacht wird.


Kein Wietpas!DEA 24

Juhu! Da ist die neue DEA! Diesmal für mich das letzte mal aus dem Reha-Studio Bad Sassendorf, denn seit heute bin ich wieder zuhause! Ich freue mich über Euer Feedback, denn diesmal habe ich was ganz anderes gemacht als sonst. Ausserdem komme ich sogar zwei mal vor! Wow! Also schnell schauen, sharen und glücklich werden!

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Blog der Aidshilfe Deutschland„Wir können uns trotzdem positiv fühlen”

Positive Gefühle entwickeln und weitergeben

Von HIV-Positiven für HIV-Positive: In der Themenwerkstatt werden Konzepte erarbeitet, um sie weiterzugeben. (Abb. Gerd Altmann/ pixelio)

Menschen mit HIV, die Stigmatisierung erleben, haben oft Scham- und Schuldgefühle. Man spricht hier auch von „verinnerlichter Stigmatisierung“ – Thema unter anderem auf der DAH-Fachtagung „Ausgrenzung.Macht.Krankheit“ im Oktober 2012 und in einem Videoclip der DAH. Nun setzen sich HIV-Positive auch in einer Themenwerkstatt damit auseinander. Carolin Vierneisel und Christina Laußmann sprachen mit zwei Teilnehmenden.

Gabriele und Holger, warum nehmt ihr an der Themenwerkstatt zum kollektiven Umgang mit verinnerlichter Stigmatisierung bei Menschen mit HIV teil?

Gabriele: Nach zehn Jahren HIV-Infektion und den vielen damit verbundenen Erlebnissen hatte ich die Nase voll. Ich bin ständig negativen Eindrücken von außen in Bezug auf HIV ausgesetzt und verinnerliche sie auch noch. Das kann nicht so weitergehen! Das daraus entstehende Gefühl muss verbalisiert und gestoppt werden. Hier in der Gruppe kann ich etwas dafür tun. Wir alle können Konzepte für den Umgang mit verinnerlichter Stigmatisierung und Diskriminierung entwickeln und weitergeben. Die Themenwerkstatt ist für mich ein erster Schritt zur Veränderung.

Holger: Ich war schon beim DAH-Projekt „positive stimmen“ als Interviewer dabei. Während der Interviews ist mir aufgefallen, dass es beim Thema „verinnerlichte Stigmatisierung“ den meisten Redebedarf gab – und die größte Notwendigkeit, etwas zu tun. Ich habe mich dann weiter eingearbeitet und engagiere mich jetzt in der Themenwerkstatt.

Strategien für die Communities entwickeln

Also spielt das Thema bei HIV-Positiven eine große Rolle?

Holger: Absolut! Die Selbstbelastung durch Ängste und Vorwürfe, die man sich macht, ist eines der tragenden Themen. Hier müssen Bewältigungsstrategien her.

Eröffnung de Fachtagung

“Ausgrenzung.Macht.Krankheit”: DAH-Vorstandsmitglied Winfried Holz eröffnet die Fachtagung.

Was soll hierzu in der Themenwerkstatt passieren?

Gabriele: Zunächst geht es darum, Möglichkeiten zu schaffen, um die Gefühle von verinnerlichter Stigmatisierung und Diskriminierung verbalisieren zu können. Sie müssen aufgedeckt und diskutiert werden. Dann können wir sie von einer anderen Seite betrachten und sehen, dass es auch anders geht. Wir können uns trotzdem positiv fühlen – positiv positiv.

Holger: In der Themenwerkstatt geht es nicht darum, den Gegenstand für sich selbst zu bearbeiten. Vielmehr wollen wir Strategien für die Communities entwickeln, damit sie unsere Ideen und Konzepte aufgreifen und damit weiterarbeiten können.

Gabriele: Genau, also von uns HIV-Positiven für HIV-Positive.

Oft ist HIV-Positiven das verinnerlichte Stigma nicht bewusst

Gibt es Unterschiede bei den Gruppen? Gabriele, wie ist das aus der Sicht der Frauen?

Gabriele: Unter Frauen bemerke ich oft einen starken Rückzug. Scham, Vorwürfe und Schuldgefühle spielen hier eine große Rolle und münden in sexuelle Ängste – in die Angst davor, von Heteromännern abgelehnt zu werden, bis hin zur Verdrängung von Sexualität. Aber auch der Gedanke, für die Gesellschaft ein Problem, für sie nicht mehr zumutbar zu sein – also Minderwertigkeitsgefühle –, und die Angst vor Ausgrenzung sind nach meiner Erfahrung wichtige Themen bei Frauen. Ich persönlich habe oft den Eindruck, dass wir Frauen keine Lobby haben.

Welche Bedeutung hat dann der Austausch über solche Gefühle in einer Gruppe?

Gabriele: Gruppen mit HIV-positiven Menschen sind für mich ein Schutzraum, in dem ich sein darf wie ich bin. Dort kann man zum Thema machen, was einen zu Hause allein auf dem Sofa bewegt. Die Ängste, die einen überfallen, die Unsicherheiten, die man vielleicht nicht einordnen kann – das alles gemeinsam zu diskutieren, bringt ein Stück Entlastung.

Videoclip zur Fachtagung

Zum Thema gibt es auch einen Videobeitrag.

Holger, welchen Eindruck hast du aus den Interviews im Projekt „positive stimmen“ gewonnen?

Holger: Aus den Gesprächen wurde deutlich, dass eigentlich alle Interviewpartner und -partnerinnen mit verschiedenen Formen von Stigmatisierung leben. Oft war ihnen das aber gar nicht bewusst. Ich vergleiche das gerne mit dem Coming-out als schwuler Mann: Man fühlt, dass da etwas ist, aber man hat noch keinen Begriff dafür.

Manchmal muss erst ein Bewusstsein für die eigenen Gefühle und Erlebnisse geschaffen werden, um sich mit dem Thema auseinandersetzen zu können. Hier waren die Interviews sehr hilfreich, weil ich Fragen stellen und Impulse geben konnte. Das half den Interviewpartnern zu verstehen, welchen Umfang und welche Auswirkungen Selbststigmatisierung haben kann.

“Als Frau sagst du dir vielleicht: Wärst du doch bei einem Partner geblieben”

Warum gelangt so etwas so schwer ins Bewusstsein?

Gabriele: Stigmatisierung und Diskriminierung von außen sind von Anfang an spürbar – durch Freunde, die einen verlassen, oder dass man es am Arbeitsplatz nicht sagen kann. Mir war lange nicht bewusst, dass ich diese Erlebnisse als ein Stigma speichere, das ich mir selbst zuschreibe. Das geschieht schleichend, unbemerkt.

Warum entstehen Gefühle von Schuld und Scham?

Gabriele: Dahinter stecken gesellschaftliche Moralvorstellungen. Als Frau sagst du dir vielleicht: Hättest du doch geheiratet, wärst du doch bei einem Partner geblieben. Ich glaube, nach so einer Diagnose verlierst du für einen Moment die Stärke. Bei mir war das so. Ich habe mich dann einfach von den negativen Strömungen meines Umfelds mitreißen lassen.

Holger: Es existieren immer noch die alten Bilder aus den 1980er und 90er Jahren. Das Bewusstsein, dass sich das Leben mit HIV im Lauf der Zeit komplett verändert hat, entsteht erst sehr langsam. Außerdem wird HIV immer noch mit Themen in Verbindung gebracht, die nach wie vor mit Tabus versehen sind. Dazu gehören zum Beispiel Sexualität und Drogengebrauch.

“Wir müssen aktiv werden, zur Rede stellen und durch Aufklärung gegensteuern”

Was muss jetzt und in Zukunft getan werden?

Holger: Einerseits müssen wir dafür sorgen, dass in der Öffentlichkeit neue, positive Bilder geschaffen werden. Es geht um das „neue HIV“, das letztlich nur noch eine chronische Krankheit ist, ohne dabei die letzten 30 Jahre Geschichte und Erfahrung über Bord zu werfen. Andererseits wollen wir Aktivisten auch nach innen wirken und anderen HIV-Positiven zeigen, dass man mit dem Thema HIV auch anders und offener umgehen kann.

Gabriele: Wir sollten aktiv werden und die Ergebnisse der Themenwerkstatt kommunizieren – auch in Form von Medienarbeit und politischer Arbeit.

Holger: Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, gegen negative Einflüsse anzukämpfen. Bei der Homo-Ehe erleben wir zurzeit Ähnliches. Da meinen einige, die Schwulen seien Schuld am Untergang der Familie. Die Kirche, die konservative Politik – das sind alles Institutionen, die diese negativen Einflüsse schüren. An dieser Stelle müssen wir aktiv werden, zur Rede stellen und durch Aufklärung gegensteuern.

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Kein Wietpas!Geruchsproben für Heerlener Bürger

Heerlen – Wie L1-Nieuws soeben meldet, verbreitet Heerlen momentan Geruchsproben mit Hanfgeruch in der Bevölkerung. Diese Geruchsproben sind hergestellt wie Parfumproben in Zeitungen und sollen zu noch mehr Anzeigen oder anonymen Denunziationen aus der Bevölkerung führen und diese für Hanfgeruch sensibilisieren.

War Heerlens Bürgermeister Paul Depla bislang doch wegen seiner, für Limburg untypischen, unhysterischen und pragmatischen Haltung zur neuen Ausländerpolitik im Bezug auf die Coffeeshops, sowie mit Plänen für den Cannabisanbau durch die Gemeinde aufgefallen, so greift auch Depla nun zu einem Mittel, das genau in das Klima von anonymer Denunziation und extremem Verfolgungsdruck passt, dass in Limburg seit Jahren aufgebaut wird.

“Bei der Bekämpfung von Hanfplantagen ist es wichtig dass die Bürger wissen, wie Hanf riecht”, so Depla am heutigen Donnerstagabend während der Sendung L1LT.

Durch das Verteilen der Geruchskarten hofft Depla, dass Menschen schneller verdächtige Gerüche in ihrer Nachbarschaft anzeigen.

Im Kampf gegen die Plantagen möchte Heerlen fünf zusätzliche Polizeibeamte, da mit den heutigen Kapazitäten nur der Hälfter der bisherigen Meldungen nachgegangen werden kann.


Grow! MagazinMutterpflanzen und Klone

Immer wieder erhalten wir Anfragen von euch, in denen es um die Vermehrung von Pflanzen geht. Die kann mit Hilfe von Samen erfolgen, die von den Pflanzen produziert werden und so auf natürliche Weise ihre Nachkommen sichern. Doch im professionellen Gartenbau hat es sich durchgesetzt, über Stecklinge oder Klonen gute Pflanzen und deren Genetik zu „kopieren“ und so massenhaft herzustellen. In Kanada hat sich schon vor Jahren eine Scene entwickelt, in der der Anbau von medizinischem Marijuana immer weiter perfektioniert wurde. Warum dabei nichts mehr ohne die Mutterpflanzen und ihre Klone läuft, erklärt euch unser kanadischer Mitarbeiter Steve. Klonen ist ein wichtiger Prozess in einem erfolgreichen hydroponischen Garten. Er ermöglicht die Erhaltung von wertvollem genetischen Material. Außerdem können die Pflanzen so schneller geerntet werden, da sie nicht aus Samen keimen müssen, sondern direkt von der Mutterpflanze abgeschnitten werden und schnell Wurzeln ausbilden. Das Klonen hat aber noch einen weiteren, entscheidenden Vorteil: Es stellt sicher, dass nur weibliche Pflanzen entstehen, mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. Bei der Aufzucht aus Samen können auch männliche Pflanzen entstehen, die aber nicht erwünscht sind und deshalb entfernt werden müssen. Als Mutterpflanze bezeichnet man eine ausgewachsene weibliche Pflanze, von der die Stecklinge geschnitten werden. Die Herstellung einer guten Mutterpflanze ist eine kaum verbreitete Wissenschaft, auf die ich in diesem Artikel näher eingehen will. Dabei kommt auch zur Sprache, worauf beim Klonen besonders zu achten ist. Die Herstellung einer idealen Mutterpflanze ist ein Prozess mit vielen Schritten. Am Anfang steht die Auswahl der idealen Sorte, die man für sich und seinen Garten wünscht. Die Mutterpflanze sollte aus qualitativ hochwertigen Samen herangezogen werden. Es gibt auch Grower, die ihre Mutterpflanzen aus Stecklingen heranziehen, doch das kann zu einer verminderten Vitalität und damit zu schlechteren Klonen und Pflanzen führen. Ich halte es deshalb für das Beste, die Mutterpflanzen aus den Original-Samen zu ziehen. Ich setze mindestens 40 Samen der Sorte an, die ich als Mutterpflanze in meinen Growraum aufnehmen möchte. Nachdem die Samen gekeimt sind und sich die Sämlinge akklimatisiert haben, gebe ich ihnen speziellen hydroponischen Wachstumsdünger und 18 Stunden intensives Licht pro Tag. Wenn die Pflänzchen etwa fünf Wochen alt sind, schalte ich die Lichtdauer von 18 auf 12 Stunden pro Tag um. Die verkürzte Lichtdauer gibt den Pflanzen den Blüteimpuls. In den nächsten Tagen beobachte ich die Entwicklung der Pflanzen sehr genau, denn mit der Blüte zeigen die Pflanzen ihr Geschlecht. Wenn ich nicht gerade Pollen für neue Samenzüchtungen benötige, vernichte ich alle männlichen Pflanzen, sobald ich sie entdecke. In der achten Woche sollten die Pflanzen in der Blüte stehen und alle männlichen Pflanzen wurden entfernt. Nun sind nur noch weibliche Pflanzen im Raum, die ihre Blüten entwickeln. Ich dünge sie während der Blütezeit mit einem guten Blütedünger. Es ist sehr wichtig, die Pflanzen während des Übergangs von der Wachstums- in die Blütephase und bis zum Ende der Blüte genau zu beobachten. Ich merke mir, welche Pflanzen am schnellsten blühten, die größten Spitzen ausbildeten und am schnellsten reif werden. Auch das Aussehen und das Aroma sind für mich wichtig. Denn nur die Pflanzen, bei denen alles optimal stimmt, kommen für mich als Mutterpflanzen in Frage. Es gibt immer wieder Leute, die mir sagen, ich solle die Pflanzen nicht bis zum Ende blühen lassen, bevor ich die Stecklinge schneide. Es mag sein, dass diese Leute gute Erfolge haben, wenn sie die Stecklinge bereits vor der Blüte bzw. währenddessen schneiden. Für mich habe ich festgestellt, dass ich auf meine Weise auch gute Mutterpflanzen bekommen kann, mit dem Vorteil, dass ich genau weiß, was mich bei der Pflanze erwartet. Denn nur, wenn sie einen kompletten Zyklus durchlaufen hat, inklusive der Ernte und Trocknung der Blüten, kann ich genau abschätzen, was für ein Potenzial die Pflanze hat. Und das ist wichtig für die Wahl der richtigen Mutterpflanze. Wenn die potenziellen Mutterpflanzen das Ende der Blüte erreichen, ernte ich die schönsten fettesten Blüten, lasse jedoch mindestens 40% der Blätter an der Pflanze. Das ist notwendig, um die Pflanze anschließend wieder in der vegetativen Phase weiter wachsen zu lassen. Mit weniger als 40% der Blattmasse überstehen sie diesen Stress nicht. Der Lichtzyklus wird von 12 Stunden wieder auf 18 Stunden verlängert und die Pflanzen wechseln wieder in die Wachstumsphase. Es ist für mich wichtig, die Pflanzen so lange am Leben zu erhalten, bis ich mich endgültig für meine Favoritin entschieden habe. Denn erst, wenn die Blüten manikürt, getrocknet und gewogen sind, kann ich eine Entscheidung treffen. Das Testen der fertigen Buds bildet dabei schließlich den Höhepunkt. Wenn ich dann durch meine Aufzeichnungen gehe und die Eigenschaften der verschiedenen Pflanzen miteinander vergleiche, erleichtert mir das die Entscheidung enorm. Ist die Auswahl getroffen, bekommen die Mutterpflanzen den optimalen Dünger. Von einigen Düngerherstellern wird spezieller Mutterpflanzendünger angeboten. Bei uns in Kanada gehört die Firma Advanced Nutriens zu den bekanntesten Anbietern. Ein besonderes Produkt, das bei meinen Mutterpflanzen zur Anwendung kommt, heißt „Very High Output“ (VHO). Ich gebe es meinen potenziellen Mutterpflanzen, sobald die Ernte abgeschlossen ist. Es enthält bestimmte Substanzen, die die Pflanze dabei unterstützen, von der Blüte- wieder zurück in die Wachstumsphase zu wechseln. Zudem verstärkt es das Wachstum von Blättern und Stängeln, was für die Stecklingsproduktion wichtig ist. Die Stecklinge selber wurzeln schneller und entwickeln sich rasch. Mir ist aufgefallen, dass Pflanzen, die mit VHO behandelt werden, mehr Stecklinge von besserer Qualität produzieren. Ich gebe zusätzlich ein Produkt namens „Revive“, das Eisen, Stickstoff und andere wichtige Elemente enthält, was den Pflanzen bei der Umstellung in die Wachstumsphase hilft und sie schneller vom Stress der Teil-Ernte erholen lassen. Nachdem der Lichtzyklus auf 18 Stunden pro Tag umgestellt wurde, benötigen die Pflanzen etwa drei Wochen, um neue Verästelungen auszubilden, die sich als Stecklinge eignen. Es gibt viele Theorien und Praktiken zum Thema Stecklinge, wann sie geschnitten werden sollen und von welchem Teil der Mutterpflanze, sich die besten Stecklinge schneiden lassen. Meine neusten Studien zeigen, dass sich die jungen, biegsamen Zweige im oberen Drittel der Pflanzen am besten eignen. Drei bis fünf Wochen noch der Umstellung von Blüte- auf Wachstumsphase sollten sie geschnitten werden. Stecklinge von den unteren, älteren und holzigen Zweigen entwickeln sich nicht so gut wie die frischen Triebe aus der Spitze und dem oberen Drittel. Einige Grower schalten die Lichtdauer wieder um auf Blütephase und sobald die ersten Blüten zu sehen sind, schneiden sie die Stecklinge. Und wenn sich Wurzeln an den Stecklingen zeigen, werden sie unter 12 Stunden Lichtzyklus in die Blüte geschickt. Dabei entstehen aber nur kleine Pflänzchen mit wenig Ertrag. Deshalb eignet sich diese Methode meiner Meinung nach nur, wenn als „Sea of Green“, also viele Pflanzen auf kleiner Fläche, angebaut werden sollen. Da ich die „Sea of Green“- Methode nicht anwende, können meine Pflanzen die vegetative Phase genauso durchlaufen, als wären sie aus Samen gezogen worden. Erst dann schicke ich sie in die Blüte. Es ist klar, dass diese Pflanzen viel größer werden und mehr Ertrag liefern. Dafür brauchen sie mehr Zeit und mehr Platz. Welche Methode am Ende ertragreicher ist, hängt nicht zuletzt von den eigenen Vorlieben, Möglichkeiten und Fähigkeiten ab. Das Schneiden von Stecklingen ist eine eigene Kunst und Wissenschaft. Es gibt Leute, die sind darin Experten, während andere überhaupt kein Händchen dafür haben. Einige schaffen es, 98% ihrer Stecklinge erfolgreich durchzubringen, während bei Anderen nicht einer Wurzeln ausbildet. Die Technik und die eingesetzten hydroponischen Zusätze machen den Unterschied beim Klonerfolg aus. Das Schneiden der Stecklinge sollte so rasch wie möglich erfolgen. Das Messer sollte möglichst scharf sein, um einen sauberen Schnitt zu ermöglichen. Nach jedem Schnitt muss die Klinge sterilisiert werden, um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Ich tauche den Steckling sofort nach dem Schneiden mit der frischen Schnittfläche in Stecklingspulver bzw. Gel und setze ihn in sein neues Medium (Steinwollwürfel). Das muss sehr schnell gehen, denn wenn die frische Wunde einige Sekunden mit der Luft in Berührung ist, kann der Steckling Schaden nehmen und sterben. In der ersten bis zur dritten Wochen braucht der Steckling noch relativ wenig Licht. In dieser Zeit reicht eine normale Leuchtstoffröhre aus. Eine Reihe von verschiedenen Produkten wird von den Düngerherstellern angeboten, die helfen sollen, mehr gesunde Stecklinge zu produzieren. Sie unterstützen den Steckling bei der Wurzelbildung, beschleunigen das Wachstum und sorgen für eine schnellere Reife. Dazu gehören auch Produkte, die die Stecklinge vor Infektionen, Krankheitserregern und anderem Schädlichen schützen. Andere Produkte versorgen die Pflänzchen mit Enzymen, Aminosäuren, Vitaminen, Kohlenhydraten, nützlichen Mikroben und weiteren Substanzen, die die Stecklinge bei der Wurzelbildung und beim Wachsen unterstützen. Werden Stecklinge und Mutterpflanzen mit den optimalen Nährstoffen versorgt, können sie schneller gedeihen und mehr Ertrag liefern, bzw. länger leben und mehr Stecklinge produzieren. Eine der kontroversesten Diskussionen im Zusammenhang mit Stecklingen wird um die Verwendung von Treibhäusern, fluorescentem Licht contra hoch intensivem Licht, und die Verwendung von Sprays, die auf die Blattoberflächen gesprüht werden, um die Verdunstung zu verhindern, geführt. In der Regel gelingen mir Stecklinge am besten, wenn sie nur gering dosiertes Licht bekommen, sowie eine milde Nährstoffgabe und die Luftfeuchtigkeit etwa 60% beträgt, bis die Stecklinge Wurzeln gebildet haben, mit denen sie Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Das Problem bei der Verwendung von Treibhäusern ist, dass sie zu Kondensation führen. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit, wodurch es zu Schimmelbildung im Wurzelbereich kommen kann. Auch andere Krankheitserreger mögen diese Bedingungen und greifen vermehrt die Wurzeln und oberen Teile der Pflanze an. Doch auch gegen die Schimmelbildung haben uns die Düngerhersteller ein entsprechendes Produkt entwickelt. Einige Grower benutzen Wärmematten, um die Wurzelzone warm zu halten und so gegen den Schimmel vorzugehen. Ich schaue mir meine Stecklinge täglich zweimal genau an, um Veränderungen schnell feststellen zu können. Einige der Stecklinge sehen zwar bei oberflächlicher Betrachtung noch nach zwei Wochen grün und gesund aus, doch sind sie eigentlich schon tot und werden keine Wurzeln mehr bilden. Die können gleich entsorgt werden und Platz machen für gesunde Pflanzen. Wenn drei bis fünf Tagen nach dem Schneiden der Stecklinge die ersten Wurzeln entstehen, gewöhne ich die Pflänzchen langsam An eine höhere Lichtintensität. Der Vorteil von fluoreszierenden Lampen ist, dass sie günstig in der Anschaffung und im Unterhalt sind. Doch sie weisen nicht dasselbe Licht-Spektrum auf, wie es die Metallhochdruck-Lampen aufweisen. Ich gewöhne die Stecklinge deshalb, so früh wie möglich an dieses Licht, in dem ich sie bereits nach wenigen Tagen unter eine solche Lampe stelle. Anfangs noch mit entsprechendem Abstand, der jedoch immer geringer wird, bis die Pflanze so viel Licht abbekommt, das sie an die Lichtverhältnisse gewöhnt ist. Grower, die die „Sea of Green“ Methode anwenden, nehmen teilweise die Stecklinge - wie bereits erwähnt- nachdem die Mutterpflanze in die Blüte gegangen ist. Manchmal werden die Stecklinge auch unter 12 Stunden Licht wurzeln gelassen. Die Erfolge dabei sind durchwachsen. Manche Wissenschaftler glauben, dass Stecklinge 18 Stunden Licht von gemäßigter Intensität und vollem Spektrum benötigen, um schneller Wurzeln ausbilden zu können und besser zu wachsen. Erst dann sollten sie unter 12 Stunden Licht pro Tag in die Blüte gebracht werden. Es gibt legendäre Mutterpflanzen, die bereits einige Jahre alt sind. Um sie so lange gesund zu erhalten, brauchen die Pflanzen eine ausgewogene und gute Versorgung mit Nährstoffen, Vitaminen und nützlichen Mikroben. Die Wurzelzone der Mutterpflanze ist dabei sehr wichtig. Ich setze die Mutterpflanzen deshalb alle paar Monate in neue Töpfe mit frischem Medium, auch wenn die Wurzeln in ihrem bisherigem Topf noch genug Platz hätten. Das Umpflanzen ist Teil des Belüftungsprozesses, der hilft die Wurzeln zu spülen und von Rückständen, Krankheitserregern und anderen Substanzen zu befreien, die bei Langzeit-Pflanzen auftreten können. Das Klonen und die Kreation von lang lebenden Mutterpflanzen ist ein unnatürlicher Akt und zeigt, welche Kontrolle der Mensch über die Entwicklung von lebenden Organismen hat. In der Natur würde eine weibliche Cannabispflanze blühen, Samen produzieren und dann sterben. In modernen hydroponischen Gärten kommen aber vermehrt Präparate zum Einsatz, mit deren Hilfe den weiblichen Pflanzen eine Form des „ewigen Lebens“ gegeben werden kann, sodass sie in der Lage sind, viele Generationen an Stecklingen hervorzubringen. In den Niederlanden soll es Mutterpflanzen geben, die sechs Jahre lang unzählige Stecklingen hervorgebracht haben. Doch irgendwann verliert auch die beste Mutterpflanze ihre Lebenskraft. Ich setze dann neue Samen an und suche mir, wie bereits beschrieben, eine neue Mutterpflanze aus. Einige Grower glauben, dass ein Steckling der Mutterpflanze zu einer neuen Mutterpflanze werden kann. Doch ich halte das für gefährlich. Denn das geklonte Material ist genauso alt wie die ursprüngliche Pflanze. Wenn also die Mutter bereits zwei Jahre alt ist, dann sind auch die Klone zwei Jahre alt. Um immer wieder die Genetik aufzufrischen und gesunde Mutterpflanzen am Start zu haben, setze ich einmal im Jahr frische Samen an. Und gelegentlich lasse ich einige der Männchen leben, und lasse den Besten von ihnen ein paar ausgesuchte Weibchen bestäuben. Und auf die Art kreiere ich meine eigenen Samen und kann zum Erhalt der Cannabis-Genetik beitragen - und auch noch Blüten von bester Qualität ernten …

Grow! MagazinInterview: Blumentopf

Der TOPF ist zurück und feiert sein Zehnjähriges! Nachdem uns die 5 DeutschRapper aus München mit ihren fantastischen Raportagen während der WM erfreut haben, sind sie nun wieder am Start, um ihre Fans auf ihrer Oktober Tour richtig rocken und rappen zu lassen. Im folgenden Interview freue ich mich euch fünf Jungs vorzustellen, die dicke Rapmusik machen und das, ohne einem Trend hinterherzulaufen oder einem medienwirksamen Image zu entsprechen. Mit einer neuen Liveband im Rücken werden sie die Hallen füllen, ihre Fans begeistern und rocken, was das Zeug hält! grow! Hallo Jungs, schön euch zu treffen. Im September erscheint euer neues Album „Musikmaschine“, inwiefern hat sich eure Zusammenarbeit in den letzen Jahren entwickelt? Gibt es Dinge, die ihr dabei nie wiederholen würdet? Roger: Auf jeden Fall. Wir haben viele Sachen verändert. Wir haben diesmal mehr als Band agiert, wie wir das je zuvor getan haben. Früher waren die Aufgabe ganz klar aufgeteilt, d.h. einer hat die Beats gemacht und die anderen waren auch an feste Bereiche gebunden. Jetzt ist es so, dass wir die Musik zusammen machen und zwar alles! Dadurch sind wir auch wieder an den Spaß Musik zu machen gekommen. Schu: In Bezug auf den letzten Teil der Frage, ob wir Dinge nie wider tun würden kann ich nur verneinen. Es ist nicht der Fall, dass wir uns irgendwelche groben Schnitzer erlaubt haben. Allerdings versuchen wir von Platte zu Platte neue Sachen zu machen und etwas zu verändern. Holunder: Was ich persönlich nicht noch mal machen würde, ist, dass der Abgabetermin vom Album im selben Monat ist, wie der Abgabetermin meiner Diplomarbeit! (Lacher) So etwas sollte man in Zukunft vermeiden, weil es sehr anstrengend ist. grow! Ihr seid ja eine Menge Leute und macht schon lange zusammen Musik. Wie schafft ihr es euch immer wieder zu connecten und noch Zeit für euer eigenes eben zu haben? Alle: Wir haben weniger Privatleben, als da dir das vorstellen kannst. Schu: Wir leben ja auch von der Musik. Holunder ist da eine Ausnahme. Er hat mit seinem Studium quasi zwei Fulltime Jobs. Für uns alle ist Musik zum Beruf geworden, obwohl es immer noch sehr viel Spaß macht. Wir müssen uns ja nicht frei nehmen, um Musik zu machen. Wir wissen, dass das unsere Arbeit ist. Manchmal ist es wirklich schwer 5 Leute terminmäßig unter einen Hut zu kriegen… Aber in Zeiten von E-Mail, ist auch das möglich. Davon abgesehen sind wir mehr Freunde als Kollegen! Heinemann: Wir waren vorher schon Freunde und dann erst haben wir damit begonnen Musik zusammen zu machen. Aus der Freundschaft ist die Band gewachsen. grow! Wie seid ihr auf den seltsamen Namen Horst für eure neue Single gekommen, die am 11.08.06 erscheint? Roger: Man macht sich halt zum Horst. Das ist eben so ein Spruch… Das war dann das Grundprinzip des Lieds. Und das ist dann die Single geworden, weil es einfach ein geiles Lied ist! Aber Horst ist halt der Horst! grow! Welche Band hat euch mit ihren Texten und Beats am meisten inspiriert? Roger: Es gefällt mir wirklich vieles. Es ist aber nicht so,, dass es irgend einen Helden gab, der mir oder uns als Vorbild gedient hat. Das war bei mir und dem Rap nicht so das Ding. Am Was am Anfang cool war, war die Band Fareside. Das war eine Gruppe, die uns geprägt hat. Das war einfach ein Statement an Band, die einfach geil waren! Da kann man heute noch sagen, dass das eine wichtige Platte für die Band war! grow! Welche Aspekte findet ihr am interessantesten an eurer gemeinsamen Arbeit? Schu: Was die anderen machen…(Lacher) Heinemann: Ich glaube, da kann man sagen, dass die Live Auftritte in dem Bezug einen ganz großen Stellenwert für uns haben! Das tolle am live Spielen ist eben, dass man dort das größte Feedback bekommt. Auch untereinander. Wenn man sieht die Halle füllt sich und anschließend gehen die Leute zur Musik ab, feiern und rappen sogar mit, das ist das Größte! grow! Welche persönliche Einstellung habt ihr zum Thema Cannabis und zur Legalisierung dessen? Holunder: Ich kiffe nicht und habe das auch nie getan. Aber ich habe da jetzt eine tolle Alternative herausgefunden. Alle anderen: Lernen! Lernen! (massives Gelächter) Holunder: Nein, nein, man kann ja Hanf, aber das brauche ich dir als Fachfrau nicht zu erzählen, auch anders vielseitig sehr gut nutzen. Das tollste, was man meiner Meinung nach aus Hanf machen kann sind Skateboarddecks! Es gibt in Bayern eine Firma, die heißt „Cannaboard“ und die stellen Skateboarddecks aus Hanf her. Ich bin ein passionierter Skateboardfahrer und habe jetzt ein eigenes Skateboard aus Hanf mit meinem Namen unten drauf, dass diese Firma hergestellt hat. Meine Message ist: Baut diese Pflanzen an und verwendet sie für Skateboards! Vielleicht schreibt ihr ja auch mal einen Artikel darüber. Schu: Ich war lange passionierter Kiffer und habe jetzt aufgehört damit. Für mich persönlich war es besser damit aufzuhören. Es hat natürlich keinen Sinn, wenn man z.B., wie wir aus Bayern kommt und ständig gefilzt wird. Es macht auch keinen Sinn jemandem, der nur geringe Mengen mit sich führt, wie einen Schwerkriminellen zu behandeln. Ich fände es aber auch nicht cool, wenn Cannabis legalisiert werden würde. Cannabis ist halt auch eine Droge, da kann man sagen, was man will! Roger: Es gibt aber auch Leute, die mit 12 anfangen massiv zu trinken und daran zu Grunde gehen. Ich kiffe selber, aber ich habe auch einige Leute gesehen, denen es wirklich geschadet hat. Auch ich denke manchmal für mich, dass ich jetzt eine Pause damit mache, bevor ich den Plan verliere. Ich sehe das so, wenn du ein Ding verbietest, musst und alle verbieten und andersherum. Ich wohne direkt bei einem Männerwohnheim in der Nähe und da sehe ich dann die Alkoholtypen. Dann sehe ich die Leute, die durch das übermäßige Kiffen völlig den Plan verlieren. Die sind wirklich am Ende! Du musst die Leute halt selbst entscheiden lassen. Schuh: In jungen Jahren, wo du noch nicht so drauf bist, dass du wirklich entscheiden kannst, ob das gut für dich ist, finde ich sollte es Grenzen geben. Sepalot: Ich habe auch gekifft und kiffe jetzt nicht mehr. Die Grenzen sind aber auch jetzt nicht wirklich real. Ich bin da relativ neutral eingestellt. Vielleicht fange ich wieder an zu kiffen, vielleicht auch nicht. Ich finde es auch schon angebracht, wenn mit dem Thema Cannabis liberaler umgegangen werden würde. In München wird so was auch völlig irre verfolgt und gehandhabt, wo man sich nur an den Kopf langen kann. Ich fände es gut, wenn Marihuana legalisiert wird und somit klare Verhältnisse geschaffen werden. Ich sehe da auch keinen Sinn drin, wieso das verboten ist! Holunder: Es ist nicht der richtige Weg so etwas über Gesetzte und Verbote zu regeln. Aber das ist in Deutschland wohl im Allgemeinen so. Ich finde zum Beispiel gut, wenn solche Dinge, wie Alkopops teurer gemacht werden, anstatt zu bestimmen, dass es das Zeug erst ab 18 gibt. grow!: Was war das bewegendste Erlebnis in eurer Musikgeschichte? Sepalot: Das war unsere Nahost Tour, die wir im November letztes Jahr gemacht haben. Als wir vor vielen Jahren angefangen haben Musik zu machen, hätten wir nie daran gedacht, dass das uns so weit bringt, um so eine Tour dort so spielen zu können. Es war sehr bewegend und interessant dort gewesen zu sein! Vor allen Dingen nicht nur als normaler Tourist, ohne den echten Einblick. Auch wenn man sich sowieso nur schwer vorstellen kann, dort Urlaub zu machen. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen heimischen Musikern, hatten wir dort einen guten Einblick. Wahrscheinlich so, wie die meisten Leute ihn nie kriegen werden. Das war schon ein Wahnsinnserlebnis! grow! Wie seht ihr die Entwicklung der deutschen Hip Hop Scene? Roger: Es gibt für mich nicht den deutschen Hip Hop, wo man sagt, der hat sich so und so entwickelt. Es gibt immer mehr verschiedene Strömungen und Gruppen. Die Hauptsache ist, das die Sache nicht stehen bleibt und sich immer weiter entwickelt, und der Hip Hop entwickelt sich weiter in alle Richtungen! Seit einigen Jahren kannst du auch deutsche Sachen hören, wo du auch auf einmal in jungen Jahren sagen kannst, damit kann ich mich identifizieren und auch verstehen. Es gibt auch ganz andere Hörer heutzutage, denen das Image einfach scheiß egal ist. Musik ist Musik! Die Entwicklung des Deutsch Rap orientiert sich immer noch an Amerika, aber manche machen doch etwas sehr Eigenständiges. Jeder, wie er es mag. Es gibt natürlich auch Sachen, die ich Scheiße finde, aber das war früher auch schon so. grow! Gibt es noch irgendwelche interessanten Infos oder Statements eurerseits, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten sollten? Schu: Das unsere Platte bald herauskommt! Interessant ist noch, das wir im Oktober auf Tour gehen mit 4:1 und jetzt mit Life Bands spielen. Da hat sich einiges verändert! Heinemann: Da gibt es noch eine interessante Information zu unserer Single „Horst“, die am 11.08.06 in den Läden steht. Wir haben ja auch zur WM, wie der ein oder andere mitbekommen hat die Raportage für die ARD und die Raportagen haben wir jetzt gesammelt und gebündelt und die werden dann auf der B Seite der Single veröffentlicht. grow! Wie sieht es denn mit Raportagen zur EM aus? Heinemann: Bis jetzt ist da noch nichts geplant, aber wir sind offen für Anfragen. grow!: Vielen Dank für das nette Gespräch mit euch!

Blog der Aidshilfe Deutschland„Meist mache ich das alles mit mir selbst aus“

Jugendliche in der Gruppe

HIV-Positive Jugendliche haben nur selten die Gelegenheit, sich unter Ihresgleichen auszutauschen. (Abb. Youth Club)

Zum ersten Mal haben Jugendliche mit HIV im Rahmen eines bundesweiten Treffens im Juni die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen in einer ähnlichen Lebenssituation auszutauschen. 

Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Deutschen AIDS-Hilfe und der Bundesarbeitsgemeinschaft „Kinder und Jugendliche im Umfeld von HIV und Aids“ organisiert und knüpft an an die erfolgreiche Veranstaltung für Jugendliche bei den Positiven Begegnungen im vergangenen Jahr in Wolfsburg an. An dem Rahmenprogramm speziell für HIV-positive Jugendliche hatte auch die 17-jährige Anna teilgenommen. Über ihre Erfahrungen dort und ihr Leben mit HIV erzählt sie im Gespräch mit Axel Schock.

Waren die Positiven Begegnungen in Wolfsburg dein erstes Positiventreffen überhaupt?

Ich war schon mal beim Frauentreffen im Waldschlösschen, und als Kind hatten mich meine Eltern auch schon zu Veranstaltungen mitgenommen.

Ein paar gute Freunde wissen Bescheid

Wie war es für dich, nun erstmals unter positiven Jugendlichen zu sein?

Es war sehr gut, sich mit Gleichaltrigen unterhalten zu können, aber genauso auch spannend, Sachen von Erwachsenen zu hören. Vielleicht sollte man künftig im Programm angeben, wenn Workshops für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen passend sind.

Wie war die Stimmung bei euch?

Ganz gut. Ein bisschen doof war es, wenn wir in Kleingruppen aufgeteilt wurden und ich dann zum Beispiel mit dreizehnjährigen Jungs über Liebe und Sex reden sollte. Man ist bei solchen Themen altersmäßig eben nicht auf der gleichen Wellenlänge. Aber wir haben uns ansonsten alle sehr gut verstanden und austauschen können, zum Beispiel zu der Frage, ob man es seinen Freundinnen und Freunden sagt oder nicht.

Wie hast du das bislang für dich gehandhabt?

Ein paar gute Freunde wissen Bescheid, aber es gibt da schon Unterschiede. Eine Freundin, die ich seit der Kindergartenzeit kenne, weiß es immer noch nicht, eine andere, mit der ich zusammen in die Schule gekommen bin, weiß es wiederum. Auf meiner neuen Schule habe ich es bislang noch niemandem gesagt, und das werde ich auch erst einmal so belassen.

Mein Ex-Freund kam nicht so recht klar damit

Weil du negative Erfahrungen gemacht hast?

Eine Freundin hatte es in meiner alten Schule damals weitererzählt. Ich kann ihr nicht wirklich einen Vorwurf machen, wir waren damals beide noch sehr jung. Aber es tauchten dann Zettel auf: „Scheiß Aidskind!“. Im Medizinwesen habe ich auch schon unschöne Dinge erlebt. Letztes Jahr hat sich ein HNO-Arzt bei einer Untersuchung extra doppelt Handschuhe angezogen.

Aber ich habe auch sehr viele gute Erfahrungen gemacht. Alle, denen ich es bislang erzählt habe, reagierten eigentlich ganz positiv darauf. Es hat sich niemand von mir abgewendet. Nur mein Ex-Freund kam nicht so recht klar damit. Er hat sich dann von mir getrennt, aber andere Gründe dafür angegeben.

Motto der "Positiven Begegnungen": Bewegen, Gestalten, Entscheiden

Im Rahmen der “Positiven Begegnungen” in Wolfsburg 2012 gab’s erstmals auch ein Programm für Jugendliche. (Abb. Positive Begegnungen)

Du wirst immer wieder aufs Neue entscheiden müssen, wie offen du mit deinem HIV-Status umgehst. Ist das inzwischen zur Routine geworden oder eher eine dauernde Belastung?

Ich denke nicht jeden Tag daran, dass ich positiv bin, auch wenn ich inzwischen wieder Medikamente nehme. Ab und zu habe ich meine Phasen, in denen ich sehr traurig bin und es mich richtig ankotzt. In diesen Momenten frage ich mich dann: Warum gerade ich? Nun bin ich bzw. war ich in der Pubertät, da hat man ohnehin Stimmungsschwankungen.  Eigentlich komme ich gut klar damit, aber es wäre schon schöner ohne das Virus.

Es wäre schon schöner ohne das Virus

Gibt es auch mal Momente, in denen du wegen der Infektion wütend bist?

Manchmal habe ich so eine Phase. Dann denke ich: Toll, andere bekommen es, wenn sie erwachsen sind. Ich habe es schon mein ganzes Leben und muss auch noch die nächsten 50 Jahre ständig aufpassen. Ein-, zweimal war ich auf meine Mutter deswegen wütend, aber eigentlich kann ich ihr deswegen nicht böse sein. Ok, sie hat damals einen Fehler gemacht, als sie sich infizierte, aber ohne sie wäre ich gar nicht auf der Welt.

Hast du Menschen, bei denen du dich ausweinen kannst, wenn dir danach ist?

Ab und zu bei meinen Eltern, aber ich habe auch nicht Lust, dauernd mit ihnen darüber zu reden. Bei meinen Freundinnen kann ich mich zwar ausheulen und trösten lassen, aber mehr auch nicht. Meist mache ich das alles mit mir selbst aus.

Was würde dir da helfen?

Ich finde es schon ganz gut, wenn ich einmal im Jahr, wie bei den Positiven Begegnungen, andere Jugendliche treffen kann. Mit denen konnte man eben auch über Dinge reden, die meine nicht-positiven Freunde nicht wirklich nachvollziehen können.

 

Für das Treffen vom 21. bis 23. Juni in einer hessischen Jugendbildungsstätte sind noch einige wenige Plätze  frei. Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es auf aidshilfe.de.

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Kein Wietpas!Schadensersatz für Wietpas-Zeitraum

Still und heimlich gab es heute eine Urteilsverkündung in einer Sammelklage, die mir im Vorfeld völlig unbekannt war! Das Gericht in Den Haag hat den Klägern recht gegeben und entschieden, dass der niederländische Staat den Coffeeshopbetreibern in Limburg, Nordbrabant und Zeeland für die Zeit des Wietpas (01.Mai bis 19.November 2012) Schadensersatz für die Umsatzeinbußen zahlen muss!
Das ist ein spektakuläres Urteil und gleicht meiner Meinung nach einem Eingeständnis, dass Coffeeshops eben doch irgendwie ganz normale Geschäfte sind…
Die Liste der Kläger liest sich wie ein Who is Who der Brache: der BCD, WeSmoke und etliche Coffeeshops und städtische Coffeeshopverbände diverser Gemeinden. Eine vollständige Liste der Kläger findet sich hier.
Dies erklärt meiner Einschätzung nach auch, warum viele Shops so zurückhaltend waren, als es in Maastricht losging. Seltsamerweise sind auch einige Shopbetreiber unter den Klägern, die gar nicht vom Wietpas betroffen waren. Warum die auch Ankläger waren, konnte ich bis jetzt noch nicht herausfinden.

Das Gerichtsurteil dürfte ein Schlag ins Gesicht all jener sein, die die restriktive Politik befürworten.
Allerdings ist es nur ein halber Sieg: Das Gericht ist weiterhin der Meinung, dass der Wietpas-Nachfolger, das I-Kriterium, richtig sei, um den Drogentourismus zu begrenzen.
Das I-Kriterium sei auch mit den Gesetzen der Europäische Union vereinbar (was ich persönlich vollkommen anders sehe).
Allerdings sehe ich darin auch eine Chance, noch einen Schritt weiterzugehen, denn immerhin müssen in den Niederlanden lebende Ausländer auch weiterhin regelmäßig einen GBA-Auszug erwerben, was eine zusätzliche finanzielle Belastung nach sich zöge. Auch scheuen sich viele weiterhin, überhaupt diesen Weg zu gehen, da ein regelmäßiger Erwerb dieses Auszuges Rückschlüsse auf dessen Verwendungszweck zu ließe. Dies könnte als weitere Klagen idie selbe Richtung ermöglichen.

Erstaunlich finde ich weiterhin, dass im Vorfeld dieser Klage nichts davon an die Öffentlichkeit gelang. Wer weiß, wieviele Klagen sonst noch laufen.

Die Regierung, allen voran Ivo Opstelten, dürfte jetzt unter einem enormen Erklärungsdruck stehen.
Mein Glückwunsch geht an die Kläger.
Ich hoffe, ihr macht weiter!

Update: Ivo Opstelten hat angekündigt, man wolle in Berufung gehen.


Kein Wietpas!Onno Hoes glaubt weiterhin an seine Drogenpolitik

Maastrichts Bürgermeister Hoes findet, dass der Ausschluss von Ausländern aus den Coffeeshops noch immer die beste Lösung für die Bekämpfung der Drogenbelästigung in seiner Stadt ist.

Das sagte Hoes in einem Gespräch mit NU.nl

“Der Zustrom der Ausländer verursacht Overlast. Zwischen Mai 2012 und Mai 2013s kamen ungefähr zwei Millionen Ausländer weniger nach Maastricht. Bei einer mittleren Ausgabe von 20 Euro in einem Coffeeshop, entzieht man diesem kriminellen Umfeld zwischen 50 bis 60 Millionen Euro.”

Hoes ist seit dem 1 November 2010 Bürgermeister von Maastricht. Zwei Jahre später führte er den Wietpas für die Gemeinde Maastricht ein. Der Pass wurde noch im selben Jahr wieder abgeschafft.

Justizminister Opstelten verfügte, dass die Gemeinden seitdem selber entscheiden können, wie sie mit der Belästigung rund um die Coffeeshops umgehen.

I-Kriterium

Hoes will den Verkauf von Cannabis an Ausländer einschränken und befürwortet dazu als einziger Bürgermeister in Limburg das I-Kriterium. Aufgrund dieses Kriteriums, dürfen nur noch Einwohner der Niederlande Cannabis kaufen.

Es folgte eine Zunahme von drogenbezogenen Delikten auf den Straßen von Maastricht, und Kontrollen von Coffeeshops, die trotzdem Cannabis an Ausländer verkaufen. Der Coffeeshop ‘Easy Going’ von Marc Josemans wurde aus diesem Grund geschlossen. Später urteilte das Gericht, dass diese Schließung unrechtmäßig war.

Nach Aussage von Hoes ist die Coffeeshopproblematik sehr kompliziert.

“Kriminelle Aktivitäten lassen sich hier in der Grenzregion sehr einfach durchführen. Aber wenn wir das hier regulieren, hat das auch einen Effekt auf Städte wie Heerlen, Sittard und Venlo.”

NU.nl: Sind sich ihre Bürgermeister Kollegen darüber bewusst?

“Die sind sich dessen sicher bewusst. Sie wissen, dass ich nicht anders kann, als Ausländer aus den Coffeeshops fernzuhalten.”

Sie sind nicht verpflichtet das zu tun.

“Ich bin sehr wohl verpflichtet dies zu tun, weil dies die Lösung für ein großes Problem darstellt. Dreißig Jahre lang wurde hier alles probiert, um die Drogenproblematik zurück zu drängen. Dafür wurde schon von meinen beiden Vorgängern viel getan.”

Wobei ihr Vorgänger Gerd Leers einen anderen Kurs verfolgte.

“Leers hatte auch die Idee, Ausländer aus den Coffeeshops fernzuhalten. Aber er hatte eine Vereinbarung mit den Coffeeshops, um zu prüfen, ob dies juristisch haltbar ist.”

Was ist die heutige Meinung über die juristische Haltbarkeit.

“Ich denke immer noch, dass es möglich ist. Es laufen einige Prozess. Wir haben selber ein Verfahren wegen der Schließung des Coffeeshops ‘Easy Going’ laufen. Es ist in dieser Angelegenheit schon zu einer Urteilsverkündung gekommen. Es zeigte sich, dass die Schließung von uns nicht ausreichend begründet wurde. Der Besitzer des Easy Going, Marc Josemans, legt dieses Urteil nun so aus, dass das I-Kriterium nicht durchführbar ist.”

Josemans hat auch gesagt, dass er, sollte er gewinnen, von Schadensersatzforderungen absehen wird.

“Er hat nicht gesagt ‘Wenn wir gewinnen’. Er wartet die Berufung gar nicht ab. Er kommt nun bereits mit weiteren Vorschlägen, ohne dass das Gericht abschließend entschieden hat. (Josemans will z.B. die Höchstmenge an Marihuana, die Ausländer kaufen können, reduzieren. d. Red.) Das ist für mich schwierig. Ich muss die Regelung ausführen.”

Nochmals, sie sind nicht verpflichtet die Regelung durchzusetzen.

“Aber wir haben nun einmal beschlossen diese Regelung einzuführen, und nun können wir nicht anders, als diese Regelung konsequent durchzusetzen. Josemans wartet die höhere Berufung gar nicht erst ab und propagiert nun eigenhändig neue Regelungen. Sein Vorschlag macht es nicht einfacher. Der Richter und das Justizministerium können nicht mit mir verhandeln. Dadurch scheint es so, als ob ich diese Vorschläge nicht will, aber vieles davon kann ich einfach nicht.”

Es wäre möglich gewesen, nun Wasser in den Wein zu schütten, da das I-Kriterium nicht im Koalitionsvertrag steht und ihr VVD-Parteifreund Minister Opstelten sie nicht dabei unterstützt.

“Dass ich in derselben Partei bin, ist nicht ausschlaggebend. Wir sind derselben Ansicht und darauf kommt es an. Solange wir inhaltlich übereinstimmen, macht es mir nichts aus, welcher Minister dort sitzt und wer was in Den Haag will.”

Sie haben auch gesagt, die Jungs, welche auf der Straße dealen, würden durch die Coffeeshops dazu angetrieben. Josemans will, dass sie dies entweder beweisen oder sich entschuldigen.

“Dieses Thema kam am Ende eines Interviews mit der ‘Volkskrant’ auf den Tisch, sonst hätte ich das nicht gesagt. Es ist eine Frage des bestätigen oder dementieren, und ich kann eigentlich beides nicht. Wenn ich keinen Beweis habe, kann ich ihm nichts vorwerfen.”

Bereuen sie diese Aussage?

“Nein, denn dann darf ich keine Interviews geben. Ich finde dass ich, wenn ich solche Signale höre, dies auch besser sage.”

Aber wenn sie so etwas hören, dann werden sie das doch untersuchen?

“Es gibt auch viele Dinge, über die ich nicht sprechen kann. Sie müssen verstehen, dass viele Dinge nicht zu beweisen sind. Es ist eine komplizierte Angelegenheit, die wir hier betrachten.”

Sie fühlten sich einsam in ihrem Kampf gegen die Drogenbelästigung. Ist das immer noch so?

“Weniger. Ich habe wieder eine recht gute Beziehung zum Gemeinderat. Aber ich spiele täglich auf zehn Schachbrettern. Und der Bürgermeister muss über den Parteien stehen. Da kämpfe ich mit und das ist auch einsam.”

Wenn sie die Berufung verlieren, empfinden sie das dann als eine persönliche Niederlage?

“Nein, ich bin Bürgermeister und führe die Beschlüsse aus. Wenn sie Bürgermeister von Maastricht wären, müssten sie das auch tun.”

Aber ihr persönliches Engagement ist sehr hoch.

“Das ist die Leidenschaft mit der ich meine Funktion ausführe. Andere Bürgermeister haben weniger mit Overlast zu tun, warum sollten die sich dann dieses Elend an den Hals holen. Ich kämpfe mit einem sehr gut organisierten Sektor, einer gut organisierten Lobbygruppe, das ist schwierig für mich. Aber die Sache wird noch immer Wietpas genannt und nicht Bürgermeister Hoes, richtig?” Er lacht: “Denn dann würde ich mir Sorgen machen müssen.”


Grow! MagazinHanfpionier: Interview mit Ben Dronkers

Heutzutage ist es für viele Hanffreunde schon fast selbstverständlich, dass es in Holland CoffeeShops, Hanfsamenbanken und somit hochqualitatives Cannabis gibt. Kaum vorstellbar, wie es vor über dreißig Jahren gewesen sein muss, als der Indooranbau von Cannabis erst noch erfunden und alles von weit her importiert werden musste. An dieser Situation hätte sich vielleicht bis heute nichts geändert, wenn es nicht immer wieder Menschen geben würde, die durch kleinere und größere Taten eine weltweite „Revolution“ auslösen. Einen dieser Menschen haben wir für euch getroffen und hatten dabei ein interessantes Gespräch, dessen Höhepunkte wir euch hier wiedergeben. Die meisten von euch haben bestimmt schon mal von Ben Dronkers, dem „Hanfpionier“ aus Holland, gehört. Und wenn nicht von ihm persönlich, dann doch wenigstens von einer seiner Firmen, wie etwa der Sensi Seed Bank, HempFlax oder dem Hasch / Marijuana Museum in Amsterdam. Schnell wird klar, dass Ben nicht nur ein fleißiger, sondern offensichtlich auch ein erfolgreicher Geschäftsmann ist. Denn seit über zwanzig Jahren betreibt er eine der bekanntesten und renommiertesten Hanfsamenbanken weltweit. Grow! Hallo Ben, wie bist du überhaupt dazu gekommen, dich beruflich mit Cannabis zu beschäftigen? Eine Hanfbranche, wie sie heute in den Niederlanden und anderen europäischen Ländern etabliert ist, gab es damals noch nicht... Ben: Ja, das stimmt. Ich habe mit 17 Jahren meinen ersten Joint geraucht, und zu der Zeit gab es noch keine CoffeeShops oder ähnliches. Es gab in Rotterdam ein Künstler Cafe, das Kontakte zum chinesischen Viertel hatte, und so an Gras aus Afrika rankam. Dort konnte man sich versorgen... Beruflich war ich mit Textilien beschäftigt, wir hatten spezielle Cocktail-Kleider und ähnliches. Deshalb war ich öfters in Asien unterwegs, um Saris, die traditionellen Seidenkleider, einzukaufen. Wir ließen sie umarbeiten und haben sie dann weiterverkauft. Doch als Hanf-Raucher hatte ich ein zusätzliches Interesse: Ich wollte wissen, wo das beste Cannabis herkommt und die Gegenden sehen, wo es hergestellt wird. Und so interessierte mich besonders Pakistan, die Region am Himalya. Auch wenn Haschisch in Pakistan verboten ist, wird doch ein sehr offener Umgang damit gepflegt. In einer Gegend, wo seit vielen Jahrhunderten traditionell Cannabis angebaut wird, kann man auch die Gelegenheit bekommen, die Pflanzen und die Methoden zu sehen, wie Haschisch hergestellt wird. Interessant ist, dass hier Cannabis legal angebaut werden kann, wenn er in Mischkultur mit zum Beispiel Weintrauben steht.. Doch mehr dazu und vieles anderes gibt`s im Hasch-Museum... Grow! Zu welchem Ergebnis bist du bei deiner Suche gekommen, wo gibt es das beste Cannabis? Ben: Mir persönlich gefiel das Haschisch aus Mar Sa Sharif, einer kleinen Region in Pakistan, am besten. Man muss bedenken, dass in diesen Regionen schon lange Cannabis angebaut wird und sich in quasi jedem Tal eine eigene Sorte entwickelt hat, die sich teilweise stark von Sorten in anderen Tälern unterscheidet. Doch ich habe von einigen Italienern gehört, die neue Cannabissorten dort anbauen wollen, was dazu führen kann, dass die ursprünglichen Sorten verschwinden. Deshalb haben wir von Sensi Seeds ein Programm gestartet, um die Genetik der ursprünglichen Sorten zu retten. Grow! Hast du auf deinen Reisen die Samen gefunden, die später den Grundstein für Sensi Seeds legten? Ben: Nun, Sensi Seeds kam erst einige Jahre später. Dies waren die ersten potenten Hanfsorten, die in Holland angepflanzt wurden. Ich kann mich noch erinnern, wie ich sie bekommen habe: Das war in einem Hotel in Peschawar, nahe der Grenze zu Afghanistan. Ich hatte bereits etwas gutes Haschisch, wollte aber auch das Gras ausprobieren. Doch der Mann, dem ich welches abkaufen wollte, meinte, ich würde das Gras doch nur wegen der Samen haben wollen. Und damit hatte er schließlich gar nicht so unrecht... Grow! Kannst du sagen, wann das etwa war? Ben: Das muss Mitte der Siebziger gewesen sein, damals kannte man in Holland nur den gewöhnlichen Faserhanf. Es gab zwar einige Künstler auf Hausbooten in Amsterdam, doch was dort in den Blumentöpfen stand, war Faserhanf mit geringen Wirkstoffanteil. Der Indooranbau war in der Form noch nicht erfunden. Wir bauten uns damals eine Art Tipi aus Neonröhren und Folie, und stellten drei Pflanzen hinein. So machten wir unsere ersten Erfahrungen. Und das Ergebnis war gar nicht schlecht, es schmeckte und hatte eine angenehme Wirkung. Mir wurde ziemlich schnell klar, dass dies das wirklich gute Cannabis war. Die Sache interessierte mich immer mehr, und da der Anbau von Cannabis zur Saatgutgewinn in Holland zu der Zeit noch legal war, konnte ich in Gewächshäusern Hanf anbauen und veredeln. Grow! Die Polizei hat keine Probleme gemacht? Ben: Wir haben uns offiziell bei ihnen vorgestellt und ihnen mitteilt, was wir machen und alles schien in Ordnung. Dennoch wurden Durchsuchungen und Beschlagnahmungen durchgeführt, obwohl alles, was wir taten legal war. Die Schadensersatzklagen laufen immer noch... Grow! Obwohl ihr in Holland legal Hanfsamen züchten durftet, wurdet ihr von der Polizei gebustet und legale Pflanzen zerstört? Ben: Ja, und wenn ich an die Erfahrungen mit HempFlax denke, als 2000 Hektar legaler Faserhanf in Holland einfach von der Polizei zerstört worden sind, dann zeigt dies deutlich die Repressionen gegen Cannabis -egal ob Faser- oder medizinischer Hanf. Grow! Du hast vor einigen Jahren demjenigen rund 500 000 € geboten, der widerlegen kann, dass Cannabis eine der wichtigsten Pflanzen für die Zukunft ist. (siehe dazu auch <link http:="http:"/>www.Hempflax.com) Hast du das Geld schon auszahlen müssen? Ben: Nein, noch nicht. Der Beweis konnte bisher nicht erbracht werden. Grow! Warum, glaubst du, ist Cannabis dann verboten, wenn sich doch offensichtlich das Verbot nicht rechtfertigen lässt? Ben: Um dieser Frage nachgehen zu können, muss man einige Jahre in der Geschichte zurückblicken, in die Zeit der ersten internationalen Opiumkonferenz in Ägypten. Damals wurde Cannabis auf Engagement der Ägypter in die Liste der verbotenen Substanzen aufgenommen. Von den USA aus haben in späteren Jahren Personen wie Anslinger alles dafür getan, dass Cannabis weltweit geächtet wurde. Doch letztendlich denke ich, dass das Verbot von Cannabis auch viel mit der Konkurrenz zum Erdöl zu tun hat. Interessantes zum Verbot von Cannabis findet man auch in der Autobiographie von Howard Marks. Als Sensi Seeds gegründet wurde, war nicht abzusehen, welchen Erfolg die neuen Sorten haben würden. Zuerst wollten die CoffeeShops auch gar nichts mit dem Indoorgras zu tun haben und es dauerte eine ganze Weile, bis immer mehr Marijuana und immer weniger Haschisch verkauft wurde. Heute sind etwa 80% des in CoffeeShop verkauften Cannabis in Holland angebautes Marijuana. Das hat zur Entstehung einer ganzen Branche geführt und das nicht nur in Holland, sondern in ganz Europa. Wir sind stolz darauf, als erste Hanfsamenbank überhaupt, an dieser Entwicklung mitgewirkt zu haben. Unsere Mission, den Hanffreunden qualitativ hochwertiges Cannabis zugänglich zu machen, ist erfolgreich.Das medizinische Cannabis, das heute hier, vom Arzt verschrieben und vom Ministerium aus verkauft wird, ist Sensi Seeds Jack Heerer Varietät, die dafür legal gezüchtet wird. Grow! Aber du hast dich ja nicht nur für Rauchhanf engagiert, auch mit Nutzhanf beschäftigst du dich... Ben: In der Tat habe ich vor zehn Jahren die Firma HempFlax gegründet, die in der Nähe von Groningen großflächig von Bauern Faserhanf anbauen lässt, der dann zu verschiedenen Faserprodukten verarbeitet wird. Grow! Und wie läuft das Geschäft mit Nutzhanf? Ben: Wenn ich vorher gewusst hätte, welchen Ärger ich mir damit einhandeln würde, hätte ich wohl die Finger davon gelassen. Es ist sehr schwierig, in einer Gesellschaft, in der kein Unterschied zwischen Rauch- und Faserhanf gemacht wird, auf legale Weise ein wirtschaftlich funktionierendes Hanf-Unternehmen aufzubauen. Wir haben mit Sensi Seeds viel Geld verdient, dass wir durch den Nutzhanf wieder verloren haben. Die Entwicklung der Produktionsabläufe und der Kauf geeigneter Maschinen hat viel Geld gekostet. Mittlerweile können wir effektiv arbeiten, doch der Absatz der Produkte funktioniert noch nicht so, wie das sein müsste. Zwar gibt es immer mehr Interesse an den Faserstoffen für die Dämmindustrie, doch was den Absatz von Tierstreu aus Hanfschäben betrifft, sträuben sich die großen Supermarktketten, was eine Vermarktung fast unmöglich macht. Vor vier Jahren haben wir auch ein Werk in Deutschland (bei Magdeburg) gekauft, dass aber mittlerweile wieder geschossen werden musste, weil es kaum möglich ist, rentabel zu arbeiten. Dabei wären Hanffasern super geeignet, um als Zusatz zu Plastikprodukten viel Polypropylen einsparen zu können. Wir haben viel in diesen Bereich investiert und auch viel erreicht, aber um es vollenden zu können, ist noch mehr nötig. Ich bin jetzt an einen Punkt angekommen, wo ich nicht mehr die Energie und die Mittel habe, um die nächsten Schritte in Angriff nehmen zu können. Es ging mir auch weniger darum, groß im Nutzhanfbereich aktiv zu werden, sondern darum zu zeigen, dass es möglich ist, Hanf anzubauen, zu verarbeiten und Produkte zu entwickeln, die in vielfältiger Weise Einsatz finden können. Grow! Glaubst du, dass Hanf noch eine Zukunft hat? Ben: Ja, auf jeden Fall! Schau dir nur mal meinen Pullover an, der ist aus Hanf. Und der ist von Armani. Bereits eine Reihe von großen Textilunternehmen arbeiten mit Hanf. Und das deutet doch etwas an... Man muss schon ein ziemlicher Idiot, oder korrupt sein, wie leider einige Politiker, um nicht zu verstehen, welche Möglichkeiten Hanf bietet. Es ist die einzig nachhaltige Rohstoffpflanze, die den Boden nicht schädigt und über lange Zeit am selben Ort angebaut werden kann. Über ihre tausendfachen Verwendungsmöglichkeiten wollen wir gar nicht sprechen. Grow! Im Vergleich zu Raps lässt sich von Hanf weniger Öl gewinnen. Pro Hektar sollen sich aus Raps 1.000 Liter, und aus Hanf lediglich 300 Liter Öl gewinnen lassen. Ben: Das hängt davon ab, welche Hanfsorte verwendet wurde und wo der Hanf gewachsen ist. In Frankreich werden wesentlich mehr Hanfsamen pro Hektar geerntet, als etwa in Deutschland oder Holland. In Holland sind das etwa 500 – 600 Kilogramm pro Hektar, in Frankreich bis zu 1.000 Kilogramm. Und was die Samenproduktion anbetrifft, lassen sich mit Sorten wie Skunk die Mengen noch mindestens verdoppeln. Grow! Das wäre doch mal eine gute Idee zur Lösung des Energieproblems: Felder mit fetten Skunkpflanzen, aus denen sich nach der Samenernte noch andere interessante Dinge gewinnen lassen... Ben: Ja, aber nicht nur die Wirkstoffe sind interessant, auch die Biomasse der Pflanze stellt eine wertvolle Rohstoffquelle dar. Entweder bleiben die Pflanzenreste nach der Samenernte auf den Feldern, wo sie verrotten und als Dünger im nächsten Jahr der neuen Pflanzengeneration zur Verfügung stehen, oder sie werden zur Energiegewinnung in Biogasanlagen eingesetzt. Es lässt auch Papier herstellen, so dass endlich keine Bäume mehr für die Papiergewinnung gefällt werden müssen. Und nicht zu letzt verhilft Hanf unseren Landwirten wieder zu einem Einkommen. Gerade in der heutigen Zeit, wo es immer weniger Bauern gibt und es für sie immer schwieriger wird, ihren Lebensunterhalt zu sichern, bietet Hanf eine ausgezeichnete Möglichkeit, auf ökologische Weise, nachhaltig und wirtschaftlich arbeiten zu können. Grow! Hast du neue Projekte in Planung? Ben: Nein, nicht wirklich. Ich bin sehr froh drüber, dass sich meine Söhne Alan, Gio und Ravi und meine Töchter Shiva und Shanti, erfolgreich um die Erhaltung unserer Sensi Seeds Genetik kümmern.. Sie sind auch mit der Entwicklung von zwei neuen Sorten beschäftigt, von denen eine fast abgeschlossen ist. Sie wird in den nächsten Monaten vorgestellt. Sie steht in der Tradition unser qualitativ hochwertigen Genetik, die in der Vergangenheit schon Maßstäbe setzen konnte und auch von anderen Samenbanken übernommen wurden. Diese neue Sorte wird wieder für Aufsehen sorgen... Grow! Hört sich so an, als sollten wir euch mal wieder einen Besuch im „Cannabis Castle“ in Nimwegen abstatten. Ben: Das solltet ihr tun, dass ist eine sehr interessante Sache. Grow! Dann werden wir in einer der nächsten Seeds & Genetic Rubriken die neuen Sorten vorstellen. Bis dann und danke für das Interview! Weitere Infos unter: <link http:="http:"/>www.sensiseeds.com <link http:="http:"/>www.hempflax.com

Grow! MagazinDepeche Mode und die Drogen

Kaum eine Band hat in Deutschland für mehr Wirbel gesorgt, als die Könige des Synthie-Pops, die seit den 80er Jahren hierzulande die Massen begeistern. Dabei hatten sie in den ersten zehn Jahren das saubere Image einer Teenie-Popband, das nicht erahnen ließ, was sich tatsächlich dahinter verbarg. Denn abstinente Jungs waren sie nie, auch wenn sich ihre Konsummuster mittlerweile geändert haben. Sänger Dave Gahan machte als Erster Erfahrungen mit Drogen. In der Kleinstadt Basildon aufgewachsen, landete er bereits als Teenager drei mal vor dem Jugendrichter. Es ging um seine Grafitti-Werke, um Vandalismus und Autodiebstahl. Mit 15 Jahren hatte er längst eigene Erfahrungen mit Drogen gemacht: Er trank Alkohol, kiffte und verbrachte in London lange Partynächte unter dem Einfluss von Amphetaminen. Irgendwann definierte er sich dann als Punk, schmiss die Schule und jobte sich durchs Leben, bis ihn Anfang der 80er Jahre ein gewisser Vince Clark fragte, ob er nicht Sänger in seiner Band werden wollte. Dave wollte. Die junge Band konnte das Indie-Label MUTE Records von sich überzeugen und schon mit ihren ersten Singles vom Debütalbum "Speak & Spell" waren die Newcomer überaus erfolgreich, was jedoch dem damaligen Songschreiber Vince Clark bereits zu viel wurde. Er stieg aus und gründete Yazoo, später hatte er dann mit Erasure erneut weltweiten Erfolg. Also suchten Martin Gore, Andy Fletcher und Dave Gahan nach einem fähigen Keyboardspieler und Soundtüftler, den sie schließlich in Alan Wilder fanden. Martin schrieb fortan alle Stücke, Dave sang sie und Andy kümmerte sich um die Organisation des Bandalltags.
Nach dem Anfangserfolg der frühen Singles und der Arbeit am Album "A Broken Frame" entdeckten auch Martin, Andy und Alan die Freuden des Nachtlebens und die darin verbreiteten Drogen, während Dave mit seiner ersten Frau zusammenzog und sich der Verführung durch die Nacht entzog. Während die anderen trinkend und kiffend um die Häuser zogen und dabei auch schon mal ein paar Pillen schluckten, fühlte sich Dave dem längst entwachsen: "Blödmänner - das habe ich gemacht, als ich noch ein Kind war." Zur Abmischung ihres dritten Albums ging es für Depeche Mode ins geteilte Berlin, wo sie in den Hansa-Studios direkt an der Berliner Mauer "Construction Time Again" fertigstellten. Berlin, mit seinem begründeten Ruf von Ausschweifungen, radikaler Kunst und Extremismus half den etwa 20jährigen, all ihre Hemmungen loszuwerden und wirkte auf die Musiker in einer Weise, die sie in Folge veranlasste, sich zumeist in schwarzes Leder zu kleiden. Dave kommentierte: "Martin ist jetzt und hier so, wie er eigentlich immer sein wollte. In seinen Teenagerjahren verpasste er so viel, er ging fast nie aus, um mit Mädchen zusammen zu sein oder sich die Kante zu geben. Jetzt lebt er das alles aus. Und das ist auch gar nicht so schlecht - jeder sollte diese Phase einmal durchmachen." Die Tournee zum dritten Album wurde eine fröhliche, selbstverliebte Angelegenheit. Längst hatte sich eine genusssüchtige Atmosphäre etabliert, nach jeder Show ging es nur noch um Parties, Groupies und Drogen. Depeche Mode verstanden sich zu amüsieren. Zu den Aufnahmen für das vierte Album "Some Great Reward" ging es 1984 wieder nach Berlin. Als dann die Single "People Are People" veröffentlicht wurde,  katapultierte sie Depeche Mode an die Spitze der internationalen Hitparaden. Dieser durchschlagende Erfolg führte zu einer wahren Hochstimmung in der Band - alle kamen (und gingen) prima miteinander aus. Auch für die Aufnahmen zum Album "Black Celebration" ging es wieder nach Berlin. Hier wurden an endlosen Studiotagen Unmengen von Haschisch verqualmt, was eine besondere Atmosphäre schuf und Spuren auf BLACK CELEBRATION hinterließ. Keiner wollte das Studio verlassen, selbst wenn nur KO-Produzent Gareth Jones an den Feinheiten arbeitete - man hatte sich schnell daran gewöhnt, gemeinsam zu kiffen und dabei zu plaudern, wenn Gareth zu tun hatte. Das Album war international sehr erfolgreich, obwohl die düstere Stimmung nicht dem typischen 80er Pop-Sound entsprach und der Titel einen riesigen Interpretationsfreiraum ließ. Dazu erklärte Martin bemerkenswert offen: "Es hat nichts mit schwarzer Magie zu tun, wie viele Leute zu glauben scheinen - es geht eigentlich darum, dass die meisten Menschen in ihrem Leben nichts zu feiern haben. Sie gehen jeden Tag zur Arbeit, danach in die Kneipe und ertränken ihre Sorgen. Darum geht es: Sie feiern das Ende eines weiteren schwarzen Tages. Ich finde es eigentlich tragisch, dass man einen Ausgleich nur finden kann, indem man sich betrinkt, wobei das wiederum auch nicht unnatürlich ist. Wir alle machen das schließlich Tag für Tag. Wenn wir auf Tour gehen, was für gewöhnlich ziemlich langweilig ist, dann gehen wir - oder manchmal auch nur einige von uns - jede Nacht noch aus, trinken eine ganze Menge und haben dabei viel Spaß. Das ist unser Trost - klar? Ich weiss, dass man das von Rockbands erwartet, aber Ausgehen macht Spaß, Trinken macht Spaß und sogar das Umfallen hinterher." Auch Dave begann sich nun wieder den Vergnügungen des Popstar-Lebens hinzugeben, nach jedem Konzert zog er mit ausgesuchten Crewmitglieder um die Häuser und feierte weiter. Alan: "Wenn wir die Welt bereisten waren wir plötzlich wie von der Leine gelassen. Man weiss schon, wie es ist, in einer fremden Stadt zu sein und das führte nur zu noch größerer Lust am Partyfeiern. Man hat irgendwann keinerlei Hemmungen mehr. Dazu kommt, dass man in einer bekannten Gruppe ist und von vorne bis hinten gelobhudelt wird. Wenn man von der Bühne kommt, ist es 23 Uhr und man ist natürlich hellwach, wacher als sonst irgendwann. Dann hat man mindestens zwei Stunden zum Umziehen und Plaudern, wobei man schon mal ein oder zwei Biere trinkt. Inzwischen ist es ein Uhr früh und man will noch ausgehen. Ehe man es gewahr wird, hat man schon die ganze Nacht hindurch getrunken, es ist sieben Uhr in der Früh und es kommt einem vor, als hätte man gerade erst angefangen, aber man weiss dennoch, dass es nun Zeit ist, ins Bett zu gehen. Im Verlaufe einer Tour konditioniert man sich sehr auf diese Trinkerei und ehe man sich versieht, bleibt man ganze Nächte wach und trinkt, ohne sich dabei überhaupt betrunken zu fühlen. Dieser Lebensstil wird dann für die Band völlig normal und kommt einem gar nicht sooo ausschweifend vor, wie er auf andere gewirkt haben mag." Und so ging es weiter, 1985 wurde "Music For The Masses" aufgenommen und auf der dazugehörigen Tour der Konzertfilm "101" gedreht. Es gab natürlich auch Momente der Tour, die im Verborgenen lagen. So konnte man durch den Film kaum erkennen, wie sehr mittlerweile der Appetit der partyfreudigen Truppe auf ausgedehnte Sauftouren, Hasch, Ecstasy, Kokain und jeder Art von Spaß gestiegen war. Doch noch hatten die Drogenkonsumgewohnheiten der Band ihre künstlerische Arbeit nicht negativ beeinflusst. Ganz im Gegenteil: 1990 wurde mit "Violator" ein neues Album veröffentlicht, der darauf enthaltene spätere Welthit "Enjoy The Silence" sollte ursprünglich eine langsame Ballade werden, doch Wilder machte daraus - inspiriert durch gemeinsame Ecstasy-Dröhnungen in diversen Clubs - eine überaus tanzbare Uptempo-Nummer. Mit der Tour zu "Violator" knüpfte man da an, wo man bei der letzten Tour aufgehört hatte. Rückblickend gab Dave offen zu, dass auch er wieder eine Menge Spaß mit Drogen hatte: "Ecstasy war in. Man warf nach jeder Show ein E ein." Der Ecstasykonsum von Band und Crew verstärkte deren Gefühl, dass sich alle auf einer Megaparty befanden, die um die Welt rollte. Und so war es auch. MUTE-Pressesprecher Chris Carr bestätigte: "Die ganze Band stand auf Ecstasy. Martin schmiss Partys, während und nach dem Auftritt, und es kam vor, dass er mich ansprach und sagte: 'Bist du auf E?' Ich sagte: 'Nein.' Und er: 'Du bist scheißlangweilig. Hol dir eins. Geh zu Soundso, der hat sie." MDMA (der psychoaktive Wirkstoff von Ecstasy) brachte in Martin seine aggressivste Seite hervor. Dabei war alles, was er wollte, dass man genauso irre drauf war, wie er. Auch Fletch griff gern und heftig zu, hatte aber ein schlechtes Gewissen dabei. Martin dagegen hat die Einstellung, dass man alle möglichen Sachen zwecks neuer Erfahrungen einfach mal probieren sollte. Alan über den berauschten Songschreiber: "Martin ist sehr anlehnungsbedürftig, wenn er einen in der Krone hat. Er versammelt Wildfremde um sich und erzählt ihnen seine Lebensgeschichte. Aber anders als Dave hat er in seinen Exzessen nie ein Trümmerfeld hinterlassen. Martin bleibt einfach cool und vieles kommt nie ans Tageslicht. Um ehrlich zu sein war unser Alkoholkonsum schlimmer als alles andere, aber während der VIOLATOR Periode spielten illegale Drogen auch eine große Rolle: Ecstasy, Kokain, Speed - eigentlich alles außer Heroin. Doch während der Tour fing Dave dann mit Heroin an. Ich glaube, es muss an seiner Persönlichkeit gelegen haben, die einfach das ultimativ Extreme suchte."
Dave selbst bekennt: "Jahrelang hatte ich gesoffen und Drogen genommen, so ungefähr ab meinem 12. Lebensjahr. Irgendwann entdeckte ich dann plötzlich Heroin. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte mich nicht... na ja... gefühlt wie nie zuvor, so vollkommen. Nichts konnte mir etwas anhaben. Ich war unerschütterlich. Es war Euphorie." Nach dieser Tour gab es für Dave nur noch das ultimativ Extreme. Er war entweder himmelhoch jauchzend oder von Schuldgefühlen zerfressen, da er gerade seine erste Frau und seinen Sohn Jack verlassen hatte. Zwei Jahre schwankte Dave zwischen der Identität eines zugedröhnten Einsiedlers und der eines Partyteufels, der prahlte: "Inzwischen habe ich viele neue Freunde, coole Leute, gefunden. Die meisten sind Frauen, muss ich dazu sagen. Total geil, besonders, wenn sie auch noch gut aussehen." Dave war fest entschlossen, den Rock'n'Roll Mythos voll auszuleben: "Ich stecke bis zum Hals drin und so wird es auch bleiben." Nach 18 Monaten Pause traf sich die Band dann wieder, um das neue Album "Songs Of Faith And Devotion" in Angriff zu nehmen. Mittlerweile war Dave zu einem tätowierten Skelett abgemagert: "Ich hatte mich verändert. Das fiel mir aber erst richtig auf, als ich Al, Mart und Fletch wieder traf. Wie die mich anstarrten machte mich richtig fertig." Auch wenn es Dave noch gelang, den Studioanforderungen gerecht zu werden, hatten mittlerweile alle sein Drogenproblem erkannt. Es kam es zu heftigen Diskussionen: "Ich erinnere mich daran, wie wir Dave zum ersten Mal ein Ultimatum stellten. Wir sagten ihm: 'Du musst dich in den Griff kriegen, du bist ernsthaft in Gefahr." Dave empfand Martins Argumentation als ziemlich heuchlerisch, denn Martin selbst trieb es auch ganz schön bunt, wie Alan zu erzählen wusste: "Eines Tages, während der Aufnahmen zu SONGS OF FAITH AND DEVOTION, kam Martin, den wir längere Zeit nicht gesehen hatten, im Vollrausch an und verkündete, er habe 67 Flaschen Weizenbier in elf Stunden getrunken. Er hatte auch noch mitgezählt. Wahrscheinlich hat er das längst vergessen. Ich bin sicher, auch er hatte Aussetzer und wusste gar nicht, dass er ab und zu drei bis vier Tage verschollen war, während wir das Album aufnahmen." Als es dann aber schließlich erschien, wurde es ihr bisher größter Erfolg, es stand in Windeseile an der Spitze der Charts in England, den USA und Deutschland. Und es hagelte überschwengliche Kritiken. Offensichtlich hatte der Drogenmissbrauch von Songschreiber und Sänger der Musik nicht im geringsten geschadet - ganz im Gegenteil. Für die folgende Tournee hatte man eine persönliche Begleittruppe von 20 Leuten und eine fast 100köpfige Crew. "Es war, als wäre eine Irrenanstalt auf Tournee" erinnerte sich Dave "etwa 120 Leute arbeiteten für uns. Ich kannte nicht mal alle mit Namen. Jeden Tag eine andere Stadt. Alles wird für einen erledigt. Man muss sich wirklich um gar nichts mehr selbst kümmern. Wir hatten sogar einen Drogendealer und einen Psychiater angestellt." Nur Daves Heroinsucht gab dem Ganzen einen schalen Beigeschmack. Er war an einem Punkt angelangt, wo nichts mehr zu verheimlichen war. Alan reflektierte: "Natürlich fand Dave Gesellschaft, wenn er sie suchte. In einem derart großen Unternehmen gibt es immer gewisse Kriecher, die dir alles besorgen. Insofern fiel es ihm auch nicht schwer, Nachschub aufzutreiben oder Sexpartner zu finden. Er war jedoch unfähig, mit uns zu kommunizieren. Er musste sich ja ausgeschlossen fühlen, weil sonst keiner in der Band Heroin nahm. Und keiner befand  sich in der Sphäre, in der Dave schwebte. Er fühlte sich unwohl bei uns. Deshalb isolierte er sich meistens. Er dekorierte seine Garderobe mit Kerzen und Vorhängen und hielt sich nur dort auf. Mir machte das nichts aus. Jeder muss das tun, was er für richtig hält." Auf der Bühne behielt die Band ihre mechanische Effizienz und feierte allabendlich sensationelle Erfolge. In Mannheim war Dave so "drauf", dass er sogar ins Publikum sprang. Das Hemd wurde ihm vom Leib gerissen, er musste etliche Kratzer einstecken und verlor etliche Haare, bevor ihn die Security retten konnte. Doch er war auf seinem Trip und konnte es genießen. Nach der Show zog sich Dave stets in seine Garderobe zurück, die sich in eine dunkle Höhle verwandelt hatte. Überall standen brennende Kerzen und es roch nach Jasmin, denn die Luft war räucherstäbchengeschwängert. Laute Musik erfüllte den Raum, an dessen Wand ein roter Teppich hing - die unter solchen Umständen perfekte Umgebung für den nächsten Schuss. Es gibt bestätigte Informationen wie den Erfahrungsbericht des Journalisten Andrew Perry, der für das Magazin SELECT die Tour begleitete: "Gahan war völlig daneben. Er hing mit ein paar amerikanischen Groupies in zerrissenen Netzstrümpfen und Stöckelschuhen herum, die derart zugedröhnt waren, dass sie es nicht mal mehr geschafft hatten, sich die Lippen richtig anzumalen. Einer der Roadies wurde jeden Abend ins Publikum geschickt, um fünfzehn bis zwanzig der schönsten Mädchen auszuwählen und backstage zu bringen, damit DEPECHE MODE sich mit ihnen vergnügen konnten... Da waren all diese Leute, die tanzten. In der Mitte saß Gahan in einem Sessel und zog sich so viel Kokain in die Nase, dass es schon alarmierend war. Plötzlich fiel ihm ein, dass ich ja Journalist war. Er zeigte auf mich und einer seiner Aufpasser packte mich. Ich musste mich neben seinen Sessel knien, damit Gahan mit mir reden konnte. Erst plapperte er vor sich hin, dass ihn die Leute nicht verstehen würden, doch dann veränderte sich sein Verhalten plötzlich  und er zischte: 'Ich werde dich verfluchen!' Und ehe ich mich versah, hatte er mich in den Hals gebissen. Er fing an zu brüllen und alle beobachteten ihn. Dann stürmte er aus dem Raum, noch immer schreiend. Ich war überzeugt, er hätte total durchgedreht, doch später auf der Bühne verhielt er sich wieder ganz normal und professionell." Dave rückblickend: "Ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern, das getan zu haben. Ich glaube, das Vampire damals eine gewisse Faszination auf mich ausstrahlten, und ich begann tatsächlich in die Rollen zu schlüpfen, die ich für mich selbst kreiert hatte. In meinem Kopf konnte ich definitiv ein Vampir sein, damals war ich davon fasziniert. Sogar das Bett, in dem ich in Los Angeles schlief, sah aus wie ein Sarg..." Nach dieser Tour geriet Dave in eine depressive Falle. Er nahm Heroin, ohne etwas zu fühlen. Einfach, um sich nicht schlecht zu fühlen. Zurück in Los Angeles isolierte er sich zunehmend in seiner Wohnung. Ein Mischung aus Freunden, Dealern und Schleimern ging bei ihm ein und aus. Doch wenn Dave einen Schuss brauchte, wollte er allein sein: "Nach der VIOLATOR-Tour war ich kein gesellschaftsfähiger Drogenkonsument mehr, sondern brauchte die Isolation. Ich hatte dafür eine extra Kammer, die hieß das blaue Zimmer, wohin ich mich dann immer zurückziehen konnte. Ich hockte da drinnen mit meiner Kerze und meinem Löffel, mehr nicht."  Da Dave über genug Geld verfügte, konnte er soviel Heroin spritzen, wie sein Körper vertragen konnte. "In gewisser Weise, war es für mich viel schwerer, den Tiefpunkt zu erreichen, denn ich hatte endlos viel verdammte Kohle. Die Dealer machten bei mir Hausbesuche, doch irgendwann fingen sie an, mich zu meiden. Ich hatte des öfteren Scheiße gebaut, wenn ich drauf war, und das hatte sich herumgesprochen. Deshalb wollten sie dann nichts mehr mit mir zu tun haben." Gahan konnte sich einfach nicht wirklich kontrollieren, wenn er "drauf" war, selbst dann nicht mehr, wenn sein Sohn zu Besuch war. Er rief seine Mutter an und log, er wäre krank, damit sie kam und ihm mit Jack half. Das tat sie natürlich, doch Dave konnte es nicht lassen und fixte sogar, während sein Sohn und seine Mutter in der Wohnung waren: "Eines Abends, nachdem ich Jack ins Bett gebracht hatte und meine Mutter bereits schlief, holte ich mein Besteck und setzte mir im Wohnzimmer einen Schuss. Ich wurde ohnmächtig - Überdosis. Als ich aufwachte, lag ich quer in meinem Bett. Es war hellichter Tag und ich hörte Stimmen in der Küche. Ich dachte: Verdammt, ich habe meinen ganzen Scheiß offen liegen lassen.' Ich stand auf, rannte panisch ins Wohnzimmer - alles war verschwunden. Dann stürmte ich in die Küche, Mum und Jack saßen da und ich fragte: 'Was hast du mit meinem Zeug gemacht, Mum?' Sie antwortete: 'Ich habe es draußen in den Müll geworfen.' Ich stürmte nach draußen und holte sechs schwarze Müllbeutel ins Haus. Diesen Wahnsinn muss man sich mal vorstellen. In Gegenwart meines Sohnes und meiner Mutter leerte ich sechs Müllbeutel - fünf davon war die meiner Nachbarn - auf dem Küchenboden aus. Auf allen Vieren durchwühlte ich den Abfall fremder Leute, bis ich endlich gefunden hatte, was ich suchte. Dann verzog ich mich ins Bad. Kurz darauf klopfte es. Die Tür ging auf. Mein Sohn und meine Mutter standen vor mir. Ich lag mit offenen Wunden auf dem Fußboden und sagte: 'Es ist nicht so, wie es aussieht, Mum. Ich bin krank. Ich muss Anabolika nehmen, wegen meiner Stimme...' All diese Lügen kamen über meine Lippen. Doch schließlich schauten wir uns fest an und ich sagte: 'Mum, ich bin ein Junkie, ein Heroinsüchtiger.' Und sie antwortete: 'Ich weiss, Liebling.' Dann nahm mich Jack an die Hand und führte mich in sein Zimmer und sagte: 'Daddy, ich will nicht, dass du krank bist.' Ich erwiderte: 'Ich will auch nicht mehr krank sein.' Dann meinte er: 'Du musst zum Arzt gehen.' Und ich sagte: 'Ja.'" Also beschloss Dave Ende 1994 einen ersten Entzug in Eigenregie zu machen. Dem folgten weiter in verschiedenen Kliniken, doch Daves Verhalten blieb widersprüchlich, auch während der Therapien: "Ich ging zu diesem Meetings und war voll drauf, während alle anderen nüchtern waren. Einen schlimmeren Ort kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man vollgepumpt ist. Ich ging ins Bad, gab mir einen Schuss, kam zurück, hob die Hand und sagte: 'Ich habe es geschafft, 30 Sekunden lang clean zu sein!' Ich wollte sie verarschen, dabei habe ich mich selber verarscht." Da er kaum noch Freunde hatte, die sich um ihn kümmerten, erwischte er oft eine Überdosis und wurde dann von seinen Fixerkumpanen beklaut. Eines Tages wachte er im Garten einer Dealerin auf und hatte nur noch Hose, Strümpfe und Schuhe an. Seine Brieftasche, sein Hemd, seine Uhr und sein Schmuck waren gestohlen. Offensichtlich hatte er mal wieder eine Überdosis erwischt und war rausgeflogen. Mühsam stand er auf und torkelte zum Haus zurück. Er hämmerte an die Tür und schrie, dass sie die 400 Dollar in seine Strümpfen übersehen hatten. Als die Dealerin die Tür öffnete, trug sie seine Uhr. Und sie ließ ihn wieder hinein. Auch ein paar Tage später ging er wieder zu ihr, um sich Stoff zu besorgen: "Es blieb mir ja nichts anderes übrig. Das waren sozusagen meine Freunde." Während Dave in L.A. vor sich hin vegetierte, stieg Alan aus. Doch obwohl mit ihm der fähigste Studiomusiker der Band ging, vertrat Gore die Meinung, dass Daves Heroinsucht das eigentliche Problem sei - nicht der Austritt Wilders. Dazu bemerkte Daniel Miller: "Ich glaube, sie haben Alans Input immer unterschätzt. Das erklärt vielleicht, warum sie sich keine Gedanken um ihn machten." Dave hatte das Jahr mit verschiedenen Klinikaufenthalten verbracht, was jedoch dazu führte, dass er nach Abbruch oder Beendigung der jeweiligen Entziehungskur umso heftiger an der Nadel hing. Da er von gewöhnlichem Stoff kaum noch was spürte, hatte er begonnen, sich 'Speedballs' - eine Mischung von Heroin und Kokain - zu spritzen. Nach einem weiteren stationären Entzugsversuch musste Dave dann auch noch feststellen, dass sein Haus zwischenzeitlich ausgeraubt worden war. Alles war weg: seine beiden Harley's, Fernseher, das Tonstudio-Equipment und sogar das gesamte Besteck. Obendrein hatten die Einbrecher nach dem Raubzug die Alarmanlage wieder aktiviert. Dave glaubte danach, dass sich sein Junkie-Umfeld an ihm rächen wollte, da er nun versuchte, clean zu werden. Mittlerweile kamen ja auch keine Dealer mehr auf Hausbesuch. Er war zu oft verhaftet worden und der Polizei als wohlhabender Junkie bekannt. Also führte ihn sein Bedarf in die dunkelsten Ecken von L.A. Eine Zeit lang glorifizierte er sogar den gestörten Machismo der Unterwelt: "Es kam schon vor, dass mir eine Knarre an den Kopf gehalten wurde oder ähnliche Scheiße. Aber, ich meine, du gehst in ein Crackhouse, was erwartest du? Alle sind zugedröhnt bis zum abwinken und alle haben 38er in ihren Hosen versteckt. Ich selbst besaß auch einige Waffen, eine 9-Millimeter, einen 38er Revolver und ein 12-Kaliber-Gewehr. Ich dachte permanent, alle wollen was von mir und war so paranoid, dass ich immer eine 38er dabei hatte. Die Leute, mit denen man Downtown herumhängt, sind hart drauf. Die haben ihre Waffen sogar vor sich auf dem Tisch liegen." In London wurde mittlerweile beschlossen, ein neues Album ganz entspannt anzugehen. Gore: "Wir gingen mit einer sehr relaxten Haltung ins Studio: Treffen wir uns, sehen wir, wie wir miteinander klarkommen und wie sich die Dinge ohne Alan entwickeln." Doch schon nach zwei Wochen gab es erste Krisensitzungen zwischen Produzent und Band. Dabei ging es gar nicht darum, dass Dave nicht ins Studio kam oder sich nicht bemühte - er brachte einfach nichts mehr zustande. Seine Stimme war brüchig geworden und er konnte sich kaum noch konzentrieren. Dave gibt zu: "90 Prozent der Zeit war ich auf Droge, die restliche Zeit war ich krank wegen des Entzugs. Es wurde mir immer bewusster, dass ich nicht mehr die Kraft hatte, mehr als eine Stunde vor dem Mikrofon zu stehen, ohne mich hinlegen und sterben zu wollen." Die Band legte Dave schließlich nahe, er solle zurück nach L.A. fahren, um sein Problem zuhause in den Griff zu kriegen. Dave blieb inkonsequent: "Ich ging zurück nach L.A. und stürzte mich ins schlimmste Drogengelage aller Zeiten." Am 28. Mai '96 gegen ein Uhr morgens bereitete Dave wieder einen Schuss vor: "Irgendwas war seltsam in jener Nacht. Es war besonders starkes Heroin namens 'Red Rum', an dem auch schon eine ganze Menge Leute gestorben waren. Ich dachte natürlich, der Namen bezöge sich auf irgendein Rennpferd, bis mir jemand erklärte, wenn man es von hinten liest, heißt es 'Murder'" (Mord).
Und so nahm das Unheil seinen Lauf. Dave spritzte sich den Red-Rum-Speedball und wurde ohnmächtig. Gegen 1.15 Uhr ging ein anonymer Notruf ein - eine Frau, die ihren Namen nicht nennen wollte, gab sich als Gahans Zimmergenossin aus. Bis der Krankenwagen eintraf, hatte das Mädchen versucht, Dave aus der Bewußtlosigkeit zu reißen. Doch Daves Körper verkraftete nach dem Entzug die hohe Dosis nicht mehr und es kam zum Herzstillstand. Die darauf folgende Szene im Krankenwagen beschrieb Dave, wie sie ihm von den Sanitätern geschildert worden war: "Sie machten die volle PULP FICTION Nummer mit mir und brachten so mein Herz wieder zum Schlagen. Das Erste, an dass ich mich erinnere, war ein Sanitäter, der sagte: 'Ich glaube, wir haben ihn verloren.' Ich setzte mich auf und sagte: 'Nein, verdammte Scheiße, habt ihr nicht!' Dann wurde mir schwarz vor Augen und ich hatte richtig Angst. Ich dachte, das ist nicht richtig, das darf nicht wahr sein. Ich war der Meinung, ich hätte alles unter Kontrolle, ich könnte bestimmen, wann Dave stirbt. Tatsächlich hatte ich ganze zwei Minuten einen totalen Herzstillstand, genau genommen war ich bereits tot. Als ich dann wieder aufwachte, war ich mit Handschellen an einen Polizisten gefesselt, der mir meine Rechte vorlas." Am nächsten Morgen wurde Dave um 8.30 Uhr aus dem Krankenhaus entlassen und sofort verhaftet. Man brachte ihn in die Polizeistation West Hollywood und teilte ihm mit, dass in seiner Wohnung größere Mengen Drogen gefunden worden waren. "Gleich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus warfen sie mich für einige Tage in den Knast, in eine Zelle mit sieben anderen. Ein schreckliches Erlebnis, aber nicht schrecklich genug, um aufzuhören." Erneut war es Daves Glück, ein wohlhabender Junkie zu sein, denn gegen eine Kaution von 10.000 Dollar wurde er bald wieder freigelassen. Dave machte erstmal weiter wie gehabt, obwohl die Drogen schon lange nicht mehr wirkten. Schließlich wurde ihm bewusst, wie knapp er dem Tode entronnen war. "Ich wollte nicht, dass mein Sohn aufwächst und sich fragt, warum sein Dad starb oder sich umbrachte. Also griff ich zum Telefon. Das erste Mal in den zwei Jahren der diversen Entziehungsversuche griff ich zum Telefon und sagte: 'Ich brauche Hilfe, ich will clean werden. Was muss ich tun?' Alle sagten: 'Du gehst sofort in die Klinik.' Ich antwortete: 'Okay, morgen', in der Hoffnung, ich könne nach Hause gehen und noch mal fixen. Aber sie sagten: 'Nein, jetzt!' Ich: 'Wie wäre es mit heute abend?' - 'Nein.' Also sagte ich: 'Okay, in zwei Stunden, ich muss meine Mutter anrufen.' Sie ließen mich gehen. Ich ging nach Hause, machte meinen letzten Deal, setzte mir den letzten Schuss und begab mich in die Klinik." Und dieses Mal kämpfte er sich tatsächlich durch: "Zum ersten Mal hörte ich zu. Das war der Unterschied. Ein Süchtiger denkt, die Welt verschließt sich vor ihm. Man glaubt, ganz allein auf der Welt zu sein. Dann stellt man fest, dass eine Menge Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten in der gleichen Lage sind, wie man selbst. Als ich ins EXODUS CENTER ging, gestand ich mir ein, dass diese Scheiße mein Leben zerstört hatte. Sie nahm mir meinen Sohn weg und ließ mich völlig leer zurück. Ein paar Jahre lang war es phantastisch. Ich würde lügen, wenn ich nicht zugebe, dass ich glaubte, der verdammte Herrgott persönlich zu sein. Ich fühlte mich großartig - nichts machte mir etwas aus. Ich war high. Doch plötzlich war das Gefühl weg. Es hörte über Nacht auf und danach versuchte ich immer, dieses erste High wieder zu erleben." Und er fing ein neues Leben an: "Ich hatte keine andere Wahl. Wenn ich nicht gemacht hätte, was der Richter von mir verlangte, wäre ich für zwei Jahre im Knast gelandet." Zeit für Erholungsurlaub. 1997 war das Jahr, indem Martin Gore sieben Monate lang keinen Alkohol trank. Auch er wollte mal wieder 'clean' sein... Schließlich gab es auch wieder eine DEPECHE MODE Single: BARREL OF A GUN, darauf folgte das Album ULTRA, ein Album, an das viele gar nicht mehr geglaubt hatten. Eine Tour gab es dazu noch nicht, doch als dann im folgenden Jahr das Best-Of-Album "The Singles 86-98" erschien, war die Band erholt genug, wieder "on the road" zu gehen.  Dave erklärte, Angst vor der Tour zu haben, während Gore die Regel aufstellte, dass nur zwei Mal in der Woche Alkohol getrunken werden dürfe und auf alle anderen Drogen zu verzichten sei. Allerdings wurde diese Regel eher als Richtlinie verstanden. Tatsächlich klappte es auch fast ohne Drogen, wobei die Versuchung nach wie vor groß war. Dave gab zu, den Raum verlassen zu müssen, wenn er mitkriegen würde, wie sich jemand eine Line Kokain zurechtschob: "Ich würde sonst auch welches wollen, es einfach nur mal probieren wollen, wenn sie wissen was ich meine. Mart und Fletch, die trinken. Mart trinkt eine ganze Menge, und beide trinken in meiner Gegenwart, was manchmal ganz schön schwer für mich ist. Nicht etwa, weil ich mich auch betrinken will, sondern weil ich nicht mehr richtig dazugehöre." Tatsächlich scheint Martin Gore ein Problem mit dem Alkohol zu haben. Heute ist daher er das Drogensorgenkind Nummer eins der Band. Dave raucht zwar noch (Tabak und gelegentlich Hanf), gönnt sich aber sonst nichts und spricht ganz offen von seinem Problem clean zu bleiben: "Ich habe ein großes Problem damit, an morgen zu denken, dass muss ich ehrlich zugeben. Das Allerwichtigste, worauf es heute für mich ankommt, ist, dass ich heute clean bin. Da gibt es eine ganze Menge Dinge, die ich jeden Tag tun muss, damit ich nicht vergesse, wer ich bin: nämlich ein Suchtkranker." Doch das Leben ging weiter, 2001 erschien "Exiter" und Dave hatte sich bereits zusehends erholt, während Martin weiter trank. Er begab sich sogar auf Solopfade, Martin ebenso. 2004 gab es dann ein Remix-Album und erst vor kurzem wurde mit "Playing The Angel" das neueste Werk veröffentlicht und im Januar/Februar 2006 sind dann Depeche Mode auch wieder live in Deutschland zu erleben.

Grow! MagazinDie geheimnisvolle Welt der Zahlen – Zahlen "er-zählen"

Die Allgegenwärtigkeit der Zahlen ist in unserem Leben zu übersehen. Ob sie sich uns nun in Form von Telefonnummern, Kalendern, Preisen, Taktschlägen, Uhrzeiten oder unzähligen anderen Möglichkeiten präsentieren, sie sind aus unserem gedanklichen Kosmos nicht auszulöschen. Zahlen strukturieren und vereinfachen unser Leben. Manchmal bedeutet die Aussage ein und der gleichen Zahl für den einen z.B. für einen Schüler, dessen Hausarbeit mit der Note 1 prämiert wird, etwas grundlegend anderes, als für den Arbeitnehmer, dessen strenger Chef eine Rüge ausspricht, weil er den Betrieb 1 Minute zu spät erreicht hat … Freude und Leid, die eine Zahl auslösen kann, sprechen davon, wie häufig Zahlen Einfluss auf unsere Emotionen haben. Zahlen sind berechenbar und in ihrer Aussage eindeutig. Sie werden zur Orientierung genutzt, ein Blick auf die Uhr genügt. Viele Dinge, die wir im Laufe unserer Schullaufbahn verinnerlicht haben sollten, verschwinden mit den Jahren und tauchen ab in nicht mehr abrufbare Gefilde unseres Gehirns. Mit dem Erlernen von Zahlen und ihrer lebenspraktischen Bedeutung, wie das Addieren, Multiplizieren und Subtrahieren dieser, verhält es sich anders, weil sich unser Leben unglaublich kompliziert gestalten würde, würde dieses Wissen und das Benutzen von Zahlen nicht mehr ständig abrufbar sein! Wer versucht die Zahlen aus seinem Leben zu verbannen, wird schnell merken, dass dies kaum möglich ist. Sind wir doch alle schon von Natur aus mit zwei Augen, zwei Armen, zwei Beinen etc. ausgerichtet. Die „Paarigkeit" unserer Organe erfüllt ihren Sinn und erweist sich als außerordentlich praktisch und hilfreich, weil eine Hand der anderen beisteht, ein Auge dem anderen zu einer besseren Sehschärfe verhilft.
„Alles, was erkannt wird, hat Zahl.“ Philolas In der Antike verstand man die Zahlen als Bausteine des Kosmos, die nicht trügen. „Die Natur der Zahl lässt keine Täuschung zu.“ Wer also die Geheimnisse der Welt erfahren will, wer die „Harmonie der Welt“ ergründen möchte, muss sich um Einsicht bemühen, welche Zahlenverhältnisse und Proportionen hinter den Dingen verborgen sind. Die Zahlen stehen gleichsam für die Verlässlichkeit der Schöpfung, die nicht nur als ästhetisch schön, sondern auch als geheimnisvoll geordnet verstanden werden kann. Die Menschen in der Antike begriffen die Zahlen nicht nur als ein abstraktes Gebilde, welches lediglich mit Dienstfunktionen zum Berechnen ausgestattet ist und ohne Eigenleben existiert. Zahlen stellten gewissermaßen Persönlichkeiten dar, die mit eindeutigen Wesensmerkmalen versehen und daher unverwechselbar waren. Zahlen besaßen und besitzen einen Gefühlswert. Neben ihrer Natur puren Zahlenwert aufzuzeigen, hatten und haben Zahlen ein faszinierendes Eigenleben, man könnte sagen, dass sie eine Aura entfalten, die mit einer rätselhaften Ausstrahlung verbunden ist. Ein Blick in die Natur genügt, um reichlich mit der Magie, die Zahlen innewohnt, beschenkt zu werden. Blatt und Blütenformen sowie kristalline Formen machen deutlich, dass es in der Flora bestimmte Strukturen gibt, die sich stets wiederholen. Das Wunder, dass diesen Strukturen von Pflanzen, Kristallen und anderen Geschenken von Mutter Natur innewohnt, ist längst nicht nur ihre anmutige Schönheit, sondern eine überaus verblüffende Zweckmäßigkeit. Man betrachte nur für eine Weile die Bauten der Bienen! Auch im menschlichen Leben scheint es Zahlenverhältnisse zu geben, die organisch und harmonisch sind, andere wiederum verunsichern oder stören. Zahlen ärgern und erfreuen uns und manchmal zaubern sie magisch anmutende Momente: Warum werden bei Wettbewerben die ersten drei prämiert? Warum gibt es ausgerechnet sieben Raben und sieben Zwerge? Warum fängt der Karneval am 11. 11. an? Warum fehlt in Fahrstühlen und bei Hotelzimmern die Nummer 13? Warum fürchten wir uns vor dem verflixten siebten Jahr? Warum sind „aller guten Dinge“ drei? Warum haben viele Menschen eine Lieblingszahl und wiederum andere Zahlen, die für sie beängstigend wirken? Warum dauert Dornröschens Schlaf ausgerechnet 100 Jahre? Es mag sein, dass dies oft durch abergläubische Vorstellungen hervorgerufen wird, die in unserem Unterbewussten verankert sind, mit denen man positive oder negative Assoziationen verbindet. Fakt ist jedoch, ob mystischer Aberglaube oder nüchterne Mathematik, die Welt der Zahlen erscheint oft genau so berechenbar, wie magisch und unergründlich!
Ob sich in Klängen wie zu freier Wahl im Keplerschen Gesetz ihr Sinn enthüllt, es muss wohl sein, dass diese Welt erfüllt geheimnisvolle Harmonie der Zahl. In Strahl und Schwingung zu gemess`nem Spiel umschwebt sich aller Stoff und löst sich wieder, und alle Formen sind gewollte Glieder in einem Weltgesetz vor einem Ziel. Wer je den Bau der Welt bedacht und fühlte nicht, wie Gottes hoher Geist noch über den Gesetzen wacht und kreist, wie blind erscheint, wer Schöpfertum verlacht, wir kennen kaum den kleinsten Teil davon: Gesetz ist Wunder, Zahl ist Weltenton. -Albrecht Haushofer
In manchem Moment erscheint es so, als müssten wir die Zahl von ihrem rein funktionellen Dasein erlösen, nicht nur als steife Ziffer in der Welt des Kommerzes und der oftmals irrsinnigen Funktion als Mutter Ziffer der Zeiteinteilung zu verstehen. Leblose Nummern, Tabellen und Zifferblätter sind bei weitem nicht alles, was uns den vollkommenen Charakter der Zahl offenbart! Wer seiner Intuition folgt und auf die „innere Stimme“ zu achten weiß, der wird feststellen, dass jede Zahl eine einzigartige Aussage hat und nicht mit der anderen zu verwechseln ist! Zugegeben: Es gibt Augenblicke, in denen Zahlen auch etwas Verwirrendes an sich haben. Uns schwirrt der Kopf, wenn die Dinge sich so differenzieren und vervielfältigen, dass wir sie nicht mehr begreifen können. Dann haben wir das Verlangen, dass wir alle Zahlen über Bord schmeißen möchten und nur noch die große Einheit und Ganzheit wahrnehmen. Am Ende ihres Mysterienspiels „Ordo Virtutum" lässt Hildegard von Bingen Christus in einem Epilog sagen:
Die goldene Zahl (numerus aureus) ist noch nicht voll. Du, herrlicher Vater blicke herab! Ich erleide Ermattung an meinem Leibe und auch meine Kleinen werden schwach. Sei du eingedenk, dass die Fülle, die am Anfang geschaffen, nicht weiter welkt. Kleines symbolisches Einmaleins
Die Basis jeder Zahlensymbolik ist einfach: Zahlen sind nicht zuerst zum Rechnen da. Wer Zahlen nur als bloße Recheninstrumente wahrnimmt, verpasst unter Umständen, Wesentliches, nämlich die Frage danach, was Zahlen überhaupt sind und was jede Zahl für sich bedeutet. Denkt man an die Folge der natürlichen Zahlen, so ergeben sich die eigenartigsten Einsichten, eine davon ist: Jede Zahl ist durch ihre Position in einer Folge definiert. Zahlen haben eine außergewöhnliche Analogie mit den Tönen: Auch die Töne sind durch eine Folge definiert, auch die Tonfolge ist kontinuierlich. Tonfolgen erzeugen Intervalle, die mit Zahlenverhältnissen gedeutet werden. Intervalle sind die Ordnung der Töne. Intervalle, die zu einer Zeit erklingen, erzeugen Harmonien oder Dissonanzen. Harmonie ist Einheit in der Vielheit, ein logisch paradoxes Etwas, weil es logische Gegensätze verbindet, denn eigentlich kann Eines nicht zugleich Vieles sein. In der Musik zeigt sich aber, dass die Einheit des Verschiedenen, dass Ordnung und Harmonie, die durch Zählen entsteht, hörbar ist. Wegen dieser merkwürdigen „Zahlhaftigkeit“ der Harmonie hat Leibniz behauptet, Musik sei unbewusstes Zählen. In vielen Kulturtraditionen, besonders in Babylon, im Hinduismus und bei Pythagoras, ist die Zahl ein grundlegendes Prinzip, von dem die gesamte objektive Welt ausgeht. Sie ist der Ursprung aller Dinge und die dem Universum zugrunde liegende Harmonie. Sie ist auch das universelle Grundprinzip der Proportion in den bildenden Künsten und des Rhythmus in Musik und Dichtkunst. Hier nun ein kleiner Überblick über die Symbolsprache der Zahlen Null   Nicht-Existenz; Nicht-Sein; das Nicht-Manifeste; das Unbegrenzte; das Ewige; das Fehlen jeglicher Qualität und Quantität. Für Pythagoras ist die Null die vollendete Form, die Monade, das, wovon alles ausgeht und worin alles enthalten ist. Die Null steht auch für das Welten-Ei; den uranfänglichen Androgyn; das Vollständige. Als ein leerer Kreis stellt sie sowohl das Nicht-Sein des Todes, als auch die Totalität des Lebens dar, die beide im Kreis zusammengefasst sind und hat an der Symbolik des Kreises teil. Als eine Ellipse gesehen, stehen die Seiten für Auf- und Abstieg, Evolution und Involution. Vor der Eins ist nur die Leere bzw. das Nicht-Sein; der Gedanke; das letzte Mysterium, das unfassbare Absolute. Eins   Uranfängliche Einheit; der Anfang; der Schöpfer, der erste Beweger; die Summe aller Möglichkeiten; absolutes Sein; das Zentrum; das Unteilbare; das noch im Keim Befindliche, Unentwickelte: Isolation; ein Aufsteigen und Sich-Erheben. Das Prinzip, das zur Dualität führt und von daher zur Vielfalt und wieder zurück zur endgültigen Einheit. Zwei   Dualität, periodischer Wechsel; Mannigfaltigkeit; Konflikt; Abhängigkeit; Andersartigkeit; der statische Zustand; das Verwurzelte, daher Gleichgewicht; Stabilität; Reflexion; die entgegengesetzten Pole; die Doppelnatur des Menschen; Begierde, denn alles, was in Dualität manifest ist, existiert in Gegensatzpaaren. Wie die Eins einen Punkt darstellt, steht die Zwei für eine Strecke. Drei Vielfalt; Schöpferkraft; Wachstum; vorwärts gerichtete Bewegung, die die Dualität überwindet; Ausdruck; Synthese. Die Drei ist die erste Zahl, auf die das Wort "Alles" zutrifft. "Die Kraft der Drei" ist universell und ist die dreigeteilte Natur der Welt: Himmel, Erde und Wasser. Sie ist der Mensch als Körper, Seele und Geist; Geburt, Leben und Tod; Anfang, Mitte, Ende; Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft; die drei Mondphasen usw. Die Drei ist die "himmlische" Zahl, die die Seele darstellt, so wie die Vier der Körper ist. Zusammen sind die beiden gleich sieben und bilden die Siebenzahl bzw. die biblische Woche, während 3 x 4 gleich zwölf ist, die Zahl der Tierkreiszeichen und der Monate des Jahres. usw. Die Drei stellt die allumfassende Gottheit dar: Vater, Mutter, Sohn, die sich auch in der menschlichen Familie widerspiegelt. Während einmal oder zweimal möglicher Zufall ist, bedeutet dreimal Gewissheit und Macht. In der Folklore gibt es drei Wünsche, drei Versuche, drei Prinzen oder Prinzessinnen, Hexen, Schicksalsschwestern, Feen (oft zwei gute und eine böse). Christentum: die Trinität, die Seele, die Vereinigung von Körper und Seele im Menschen und in der Kirche. Die Weisen aus dem Morgenland überreichen drei Gaben an Christus als Gott-König-Opfer. Es gibt drei Gestalten der Verwandlungen, Versuchungen, Verleumdungen durch Petrus. Drei Kreuze auf dem Kalvarienberg, Golgatha. Drei Tage lang ist Christus tot, dreimal erscheint er nach seinem Tode. Es gibt drei Marien und drei Eigenschaften bzw. theologische Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. Vier Aus der Vier geht die erste räumlich-körperliche Figur hervor: Sie ist das Raumschema bzw. die Ordnung der Manifestation, das Statische im Gegensatz zum Kreisenden und Dynamischen. Sie bedeutet Ganzheit; Totalität; Vollendung; Zusammengehörigkeit; die Erde; Ordnung; das Rationale; Dimension; Relativität; Gerechtigkeit. Es gibt vier Elemente, Himmelsrichtungen, Jahreszeiten, Winde, Seiten des Quadrats, Arme des Kreuzes, Flüsse des Paradieses und der Hölle, Meere, heilige Berge, Tag- und Nachtwachen, Mondviertel, Teile des Tetramorphs, Grundtugenden (Klugheit, Starkmut, Gerechtigkeit, Mäßigkeit), Reiter der Apokalypse. Vier ist im Alten Testament eine symbolische Zahl. Die vier Flüsse des Paradieses, die das Kreuz bilden, die vier Enden der Erde usw. sind in der Symbolik fast universell. Die Vierzahl kann dargestellt sein in Gestalt des vierblättrigen Kleeblatts, des Quadrats und des Kreuzes. Fünf   Der menschliche Mikrokosmos; die Zahl des Menschen, der mit ausgestreckten Armen und Beinen ein Fünfeck bildet. Das Fünfeck, das ohne Ende ist, hat Teil an der Symbolik der Vollendung und Kraft des Kreises, und die Fünf ist eine Zirkularzahl, da sie sich, wenn sie potenziert wird, in der letzten Stelle immer wieder selbst schafft. Wie der Kreis symbolisiert das Fünfeck das Ganze; der Quincunx ist die Zahl des Zentrums und des Zusammentreffens von Himmel und Erde sowie der vier Himmelsrichtungen und des Zentrums. Die Fünf ist ebenfalls die Gottheit als der zentrale Schöpfer mit den vier großen Kräften. Sie symbolisiert auch Meditation; Religion; Mittlertätigkeit; Wirksamkeit; Vielseitigkeit und außer im Osten, die fünf Sinne. Fünfblättrige Blumen und fünfzackige Blätter stehen für den Mikrokosmos. Der fünfzackige Stern stellt wie das Fünfeck die integre Individualität dar und steht auch für geistiges Streben und Bildung, wenn er aufwärts zeigt, während er abwärts gerichtet ein Symbol der Zauberkunst und schwarzen Magie ist. Die fünf Finger bildeten den ersten Rechenmechanismus. Christentum: Die Fünf stellt den Menschen nach dem Sündenfall dar; es gibt fünf Sinne; Punkte des Kreuzes; Wunden Christi; Fische, die die Fünftausend speisten; Bücher Moses. Sechs Gleichgewicht; Harmonie; die vollkommene Zahl der Dekade: 1+2+3 = 6. Sie symbolisiert auch die Einheit der Polarität, denn der Hermaphrodit wird durch die beiden ineinander verflochtenen Dreiecke repräsentiert: das aufwärts Weisende als das Männliche, das Feuer, die Himmel und das abwärts Weisende als das Weibliche, die Wasser und die Erde. Sechs bezeichnet auch die Liebe; Gesundheit; Schönheit; glücklichen Zufall; Glück. Im Okzident ist die Sechs der Gewinnwurf beim Würfeln. Es gibt sechs Strahlen des Sonnenrandes und die ineinander verflochtenen Dreiecke; der sechszackige Stern bzw. das Salomonsiegel stellt auch vollendetes Gleichgewicht dar. Christentum: Vollkommenheit; Vollendung; die sechs Tage der Schöpfung. Sieben   Die Zahl des Universums, des Makrokosmos; Vollständigkeit: eine Totalität. Da in ihr die Drei der Himmel und die Vier der Erde und des Körpers enthalten sind, ist sie die erste Zahl, die sowohl das Geistliche, als auch das Weltliche umspannt. Sie bedeutet Perfektion; Sicherheit; Ruhe; Fülle; Reintegration; Synthese, auch Jungfräulichkeit, und damit ist sie die Zahl der Großen Mutter. Es gibt sieben kosmische Ebenen; Himmel, Höllen; große Planeten; Kreise des Universums; Strahlen der Sonne; Lebensalter des Menschen; Säulen der Weisheit; lunare Einteilungen des Regenbogens; Tage der Woche; Noten der Tonleiter; Weltwunder usw. Der siebente Sonnenstrahl ist der Pfad, auf dem der Mensch von dieser Welt in die andere hinübergeht. Astrologie: Die sieben Sterne des Großen Bären sind "unzerstörbar", d.h., sie sind das ganze Jahr über zu sehen. Es gibt sieben Plejaden, große Planeten, Sonnenstrahlen. Acht   Nach den sieben Tagen des Fastens und der Buße wird der achte Tag der, der Fülle und Erneuerung. Als 7 + 1 ist die Zahl der Oktave und des Wiederbeginns. Es gibt acht Wind- und dazwischenliegende Richtungen des Raumes. Acht stellt auch die Gegensatzpaare dar. Das Achteck ist der Beginn der Transformation des Quadrates in den Kreis und umgekehrt. Acht ist eine kaiserliche Zahl (achteckig ist der Grundriss der Reichskrone, der Innenraum der Pfalzkapelle Aachen, das Kaiserschloss Castel del Monte in Apulien). Christentum: Regeneration; Wiedergeburt. Das Taufbecken ist achteckig, symbolisch als der Ort der Wiedergeburt. Es gibt acht Seligpreisungen. Neun   Aus dem allmächtigen 3 x 3 bestehend, ist sie die dreifache Triade; Vollendung; Erfüllung; Anfang und Ende; das Ganze; eine Himmels- und Engelszahl; das irdische Paradies. Es ist eine "unzerstörbare Zahl". Neun ist auch die Zahl des Kreisumfangs, daher seine Einteilung in 90 Grad und in 360 Grad für den vollständigen Umkreis. Sie wird durch die Finger der beiden Dreiecke symbolisiert, die wiederum ein Symbol der Prinzipien des Männlichen und Weiblichen, von Feuer und Wasser, Berg und Höhle ist. Zehn   Die Zahl des Kosmos; das Paradigma der Schöpfung. Die Dekade enthält alle Zahlen und folglich alle Dinge und Möglichkeiten; sie ist die Wurzel bzw. der Wendepunkt allen Zählens. Sie ist das alles Umschließende; Gesetz; Ordnung; Herrschaft. Der Tetraktys 1+2+3+4= 10 symbolisiert Göttlichkeit. Zehn basiert auf den beiden Händen, bedeutet Vollständigkeit und ist die Grundlage allen Zählens. Sie ist ebenfalls die Summe der Zahl Neun des Kreisumfangs plus Eins des Zentrums, folglich Vollkommenheit. Sie wird auch durch den Maibaum symbolisiert: die Eins der Achse mit dem Kreis, der rund um diese getanzt wird. Christentum: Es gibt die Zehn Gebote; die Gleichnisse mit den zehn Lampen, Jungfrauen und Talenten. Der Zehnte war Gott zu zollen. Elf   Sünde; Übertretung; Gefahr. Da die Zehn die vollendete Zahl und das Gesetz ist, stellt die Elf die Überschreitung von beiden dar. Zwölf   Die Zwölfheit ist ein vollständiger Zyklus; kosmische Ordnung. Als 3x4 ist sie sowohl geistliche als auch weltliche Ordnung, das Esoterische und das Exoterische. Es gibt die zwölf Zeichen des Tierkreises und Monate des Jahres, von denen sechs männlich und sechs weiblich sind; zwölf Stunden des Tages und der Nacht; Früchte des Lebensbaumes usw. Dreizehn   Im Christentum gibt es dreizehn Tenebrae bzw. Fastenleuchter. Kerzen, die eine nach der anderen, gelöscht werden und so die Dunkelheit auf Erden bei Christi Tod symbolisieren. Dreizehn wird als Unglückszahl angesehen, da sie die Zahl des Judas Ischarioth bei Jesus und den Zwölf Jüngern ist (danach auch volkstümlich "Dutzend des Teufels"). Sie ist ebenfalls die Zahl einer Hexenhöhle. Zwanzig   Als die Summe von Fingern und Zehen hat die Zwanzig die Bedeutung des ganzen Menschen, und man zählt nach Zwanzigergruppen. Vierzig   Prüfung; Bewährungsprobe; Initiation; Tod. Als ein Vielfaches von vier ist sie Ganzheit und Totalität. Die Bedeutung der "Vierzig Tage" stammt wahrscheinlich aus dem vierzigtägigen Verschwinden der Plejaden in Babylonien, einer Zeit des Regens und Sturms, der Überschwemmungen und Gefahren. Die Wiederkehr der Plejaden war eine Zeit der Freude, und ein Bündel aus vierzig Schilfrohren wurde als Symbol für die vierzig Tage der bösen Macht verbrannt. Die römische "Quarantäne" hielt die Schiffe vierzig Tage in Isolation. Christentum: Es gibt vierzig Tage der Fastenzeit, Tage der Auferstehung, von Ostern bis Himmelfahrt; Zeit des Vorrechts bzw. Schutzes an heiliger Stätte. Im Alten Testament gibt es vierzig Tage Moses' auf dem Berge Sinai; Elia hielt sich vierzig Tage lang verborgen; die Sintflut; Zeit der Prüfung für Ninive unter Jona; die vierzig Jahre, die die Juden durch die Wüste wanderten; unter dem Joch der Philister; Herrschaft Davids; Herrschaft Salomos; Eli, Israel richtend; Hesekiel duldete die Frevelhaftigkeit Israels vierzig Tage. Fünfzig   Nach der Vollendung des Kreises von 7x7 Jahren wird das fünfzigste ein großes Jahr, ein Jubiläumsjahr, eine Rückkehr zum Anfang und zum Urzustand und so ein Neubeginn. Fünfzig Tage nach Ostern ist Pfingsten. Sechzig   Die Zahl in Minuten und Sekunden. Als dreimal zwanzig ist sie eine "runde Zahl". Sie kommt häufig in Sagen vor. Siebzig   ist die dem menschlichen Leben zugemessene Zeitspanne. 666   Im Christentum ist sie das Zeichen des Tieres, der Antichrist. Apokalyptische Zahl, die den Antichrist bezeichnende Zahl. 88   Diese Zahl steht für den achten Buchstaben im Alphabet und wird in der rechten Szene mit "Heil Hitler" in Verbindung gebracht. Mit der Zahl 18 werden die Initialen von "Adolf Hitler" symbolisiert. Funkamateure können allerdings im falschen Licht erscheinen. Diese Gruppe verwendet die Zifferfolge "88" als Abschiedsformel und hat die Bedeutung von "Küsschen" oder "Liebe". 888 Dieses ist die Christus-Zahl. Beim griechischen Wort für Jesus = Jesous ist jedem Buchstaben ein Zahlenwert zugeordnet. Literatur und Quellennachweis: Illustriertes Lexikon der traditionellen Symbole, J.C. Cooper, Drei Lilien Verlag GmbH, Wiesbaden, NZZ Literatur und Kunst, Zahlen, Symbolik, Mythologie und Deutung von Otto Betz Königs Furt Verlag, Der Crowley Tarot von Akron Hajo Banzhaf, Numerologie und Schicksal von Penny McLean Atlantis Verlag, www.code-knacker.de   

Grow! MagazinTHC - Dem Ursprung auf der Spur

Oft habe ich wilde Spekulationen ertragen müssen, die sich um das Thema drehten, warum der Hanf eigentlich solche interessante Wirkstoffe produziert. Die Esoteriker kamen auch nicht zu kurz. So kam es dazu, dass ich mich schon sehr früh für das Phänomen interessiert habe. Es war 1975, als ich zum ersten Mal die Fluoreszenz von THC bestaunen konnte. Und zwar war dies in der gerichtsmedizinischen Abteilung. Dort wurden mittels Dünnschichtchromatografie Blutseren von Hunderten von verschiedenen Leuten bestimmt. Dabei handelte es sich um Blutuntersuchungen von Delinquenten, die im Straßenverkehr oder durch Straftaten aufgefallen waren. Man konnte dort leicht die THC-Konsumenten erkennen. Ein fluoreszierender Fleck verriet den Täter. Und zwar hat THC die Eigenschaft, dass es bei UV-Bestrahlung leuchtet. Die Kriminalistik hat sich diesem Umstand zunutze gemacht. So konnten die Platten der Dünnschichtchromatografie einfach nur mit UV Licht bestrahlt werden. War THC im Blut vorhanden, gab es einen hellen Punkt an der Stelle, wo auch die THC-haltige Referenzflüssigkeit ihren fluoreszierenden hellen Punkt hatte. Mit anderen Worten - Volltreffer. Das Erste, was ich über das THC wahrnahm, waren seine Fluoreszenzeigenschaften. Diese Eigenschaften kennt man aber auch von anderen Dingen. Wer kennt sie nicht, Leuchtziffern auf der Armbanduhr oder der Wecker mit den Leuchtziffern im Schlafzimmer. Nun enthalten die Uhren natürlich kein THC, sondern Phosphorverbindungen, die im Prinzip ähnliche Fluoreszenzeigenschaften haben. Dies ist ein chemischer Vorgang, auf den ich leider nur kurz eingehen kann, um meine Leserschaft nicht zu vergraulen. Nun ist es eine Tatsache, dass die Samen der Hanfpflanzen kälteempfindlich sind. Bei Dauerfrost werden sie infertil. Außerdem kann man die Heimat unserer Pflanzen, wohl in den Gebirgsgegenden in Vorderasien suchen. In dieser Gegend, wo man mit frühem Nachtfrost rechnen muss, ist es wohl ein Vorteil, wenn man ein System besitzt, das die Samen bis zum nächsten Frühling schützt. Man bräuchte etwas, das Wärme erzeugt sowie etwas, das die Wärme speichern kann. Wenn eine Pflanze so etwas realisieren kann, dann hat sie biologisch gesehen einen Vorteil. In der unmittelbaren Entstehungsphase der Pflanze hatte sie wohl nicht das Problem dieser tiefen Temperaturen, sondern man kann davon ausgehen, dass sie evolutionstechnisch gesehen, entweder in einer warmen Zeit oder in einer warmen Zone entstanden ist. Die zweite Möglichkeit wäre, dass die Pflanze nicht in der Lage war, ihre Samen sozusagen winterfest zu machen. Jedenfalls hat sie diesen THC-Wärmemotor entwickelt, der sie dazu befähigt, auch in kalten Regionen zu überleben. Die Natur hat sich hier auf einen Kompromiss eingelassen. Was die Pflanze eben von Natur aus nicht mitbrachte, nämlich die Kälteresistenz, musste durch einen chemischen Trick ausgeglichen werden. Nun ist unsere Hanfpflanze in der Lage, sich weltweit über alle Klimazonen hinweg auszubreiten. Ich habe ernstzunehmende Wissenschaftler getroffen, die darüber hinaus behaupten, dass die Psychoaktivität des Delta 9 THC ebenfalls ein evolutionstechnisch gesehener Vorteil ist. Sie sagen, dass dadurch eine starke Bindung zu den Menschen, die eben diese Eigenschaft zu schätzen wissen, entsteht. Dadurch würde sich die Pflanze sozusagen unter den Schutz des Menschen stellen. Mit anderen Worten, ein Growkämmerchen kann wohl eine Evolutionsnische darstellen. Doch nun betrachten wir einmal dieses chemische System: ℘9-THC besitzt eine Doppelbindung am 9. Kohlenstoffatom seines Dreierringsystems. Man nennt diese Bindungsform: eine ⇐-⎨ Bindung. Diese besondere Stelle im THC-Atom ist energetisch labil (das heißt, es kann leicht in einen Zustand höherer Energie überführt werden). Wenn man nun dieses THC mit energiereichem Licht bestrahlt, nämlich UV Licht, dann kann das THC in einen angelegten Zustand übergehen. Licht besteht ja auch aus Teilchen, nämlich den Lichtphotonen. Wir betrachten jetzt die ⎨-Bindung: Ein Elektron des ⎨-Orbitales, geht unter Aufnahme der Energie des Lichtphotons, in ein Orbital höherer Energie über, genau genommen in ein P-Orbital-, das nicht besetzt ist. Dieser Zustand ist aber nun sehr instabil. Also fällt das Elektron wieder in seinen Grundzustand zurück. Dabei gibt es aber wieder Energie ab, und zwar wieder in Form von Licht, nämlich die besagte Fluoreszenz und in Form von Wärme. Die Vorstufe des THCs, nämlich das CBD korrespondiert eben wegen der Ähnlichkeit stark mit dem THC. Die Wellenlänge, die das THC abgibt (also die Fluoreszenz), benötigt das CBD für die Wärmeerzeugung. Das bedeutet jetzt nun, dass eine Pflanze die THC besitzt und in kalter Umgebung steht, mit Hilfe von UV Licht ihre eigene Wärme erzeugt. Die eigene Wärme zu erzeugen ist aber, wie schon erwähnt sehr wichtig, da die Samen kälteempfindlich sind. Konzentrieren wir uns nun auf die beiden anderen Substanzen, die in einem engen Systemzusammenhang mit dem THC stehen. Nämlich das CBN und das CBD. Das CBD hat auch diese Doppelbindung, ist aber energetisch stabiler, da es nur ein Zweierringsystem besitzt. Bei Bestrahlung mit UV Licht, gibt es also nicht so viel Wärme ab wie THC, aber dafür besitzt es noch eine weitere Eigenschaft: Es besitzt eine hohe Wärmekapazität. CBD gibt also Wärme ab und kann sie auch noch speichern. Aber es kann auch noch die Wärme vom THC speichern. Außerdem kann CBD bei UV Bestrahlung in THC übergehen. Wenn THC zerfällt, geht es in die dritte Substanz über, nämlich dem CBN. Das CBN fluoresziert überhaupt nicht, es besitzt nur eine hohe Wärmekapazität und hydrophobe Eigenschaften. Nun möchte ich mich der Praxis zuwenden. Höchstwahrscheinlich stand der Prototyp unserer Hanfpflanze im Gebirge. Dort kann unsere Pflanze aus dem UV-Licht Wärme erzeugen und diese Wärme auch noch speichern. Das Zusammenspiel zwischen UV-Licht und Wärmeabgabe habe ich im Zeitraum von 2001 bis 2002 in den Schweizer Alpen beobachten können. Ein Bauer erlaubte mir dort, seine Hanfpflanzen zu beobachten, die im Herbst nicht geerntet wurden, sondern sie sollten, um meiner wissenschaftlichen Neugier genüge zu tun, bis zum Frühjahr stehen bleiben. Die Testpflanzen waren von oben bis unten voll mit Samen und Harz. Wie unglaublich hydrophob (Wasser abweisend) das Harz war, konnte man nach jedem Regenguss erkennen. Denn die Samen an den schon längst abgestorbenen Pflanzen waren absolut trocken. Sogar als der erste Schnee fiel, waren die Samen warm und trocken. Eine einigermaßen empfindliche Infrarot Kamera, konnte das Zusammenspiel zwischen UV Licht und Wärme zeigen. Jetzt wurde mir auch bewusst, welche zusätzliche Aufgabe das CBD hatte. Nämlich, nachdem die Pflanze abgestorben ist, kann sie ja kein THC mehr produzieren. Das THC verbraucht sich aber im Laufe der Zeit, indem es sich zu CBN umwandelt. Es hängt jetzt von dem Gehalt an CBD ab, wie lange an der abgestorbenen Pflanze CBD in THC, durch das UV-Licht, umgewandelt wird. Je mehr CBD, desto länger lassen sich Kälteperioden überbrücken. Indica-Pflanzen, die ja im Gebirge beheimatet sind, bräuchten also viel, sehr viel mehr CBD als andere Sorten. Und wie sich herausstellte, ist dies auch so. Das CBD ist also eine Versicherung, bis über den Tod hinaus. Die Praxis in der Natur entspricht der Theorie. Wenn man einigermaßen naturbelassene Fundstätten untersucht, z. B. Hanf in Höhenlagen, nehmen wir willkürlich Nepal, so bestätigen sich die bisherigen Erkenntnisse. Eine Besonderheit wäre im Falle Nepal noch zu nennen, nämlich die Existenz von Delta acht THC. Warum die nepalesischen Pflanzen gerade diese THC-Form wählen, scheint eine interessante Laune der Natur zu sein. Das THC-Molekül scheint flexibler zu sein, als man vermuten möchte. Es scheint z. B. mehrere Stellen zu haben, an denen man eine energetische Labilität erzeugen kann. Außerdem deutet alles auf eine gewisse Mutationsbereitschaft hin. Dies wurde auch bei weiteren Untersuchungen deutlich. Wie wir wissen, hat die Hanfpflanze mit der Überschreitung ihrer Artengrenze keine Probleme gehabt. Unter der Erzeugung einer neuen Rasse, nämlich der Sativa-Rasse, konnte sie auch tropische Gebiete erobern. Am Rande erwähnt sei noch die dritte Rasse, die hauptsächlich in Sibirien beheimatet war und sich dort hervorragend angepasst hat. Es handelt sich dabei um Cannabis Ruderalis. Aber wir konzentrieren uns auf den Vergleich zwischen Indica- und Sativa-Pflanzen. Zu Recht könnte man ja behaupten, dass die tropischen Rassen ebenfalls THC enthalten, aber keine Kälteperioden überstehen müssen. Somit würde es evolutionstechnisch keinen Sinn machen, THC zu produzieren. Aber bei genauerer Betrachtung relativiert sich dieses Bild. Zuerst gab es nur THC-haltige Pflanzen und damit ist die Produktion der Pflanzenchemie genetisch festgelegt. Als sich die Artengrenze nach Süden ausdehnte, konnte die Pflanze auf den harzigen Pelz, den Kälteschutz, den die Pflanze umgab, verzichten. Und in der Tat besitzen Sativa-Rassen nicht die äußere Beharzung ihrer Indica-Kollegen im Gebirge. Da auch keine großen Wärmekapazitäten und Wärmeumwandlungseffekte erforderlich sind, braucht die Sativa viel weniger CBD. Normalerweise können Pflanzen nicht einfach ihre kalte Heimat verlassen und in die Tropen auswandern. Doch der Hanf hat einfach sein äußeres Harz abgelegt und konnte sich so anpassen. Damit ist der Hanf mit einer der anpassungsfähigsten Pflanzen überhaupt. Man kann ihn in allen Klimazonen finden. In der tropischen Rasse findet man im Innern der Pflanze vielmehr THC, wie der Vergleich zu den Indica-Rassen zeigt. Das THC in den Sativapflanzen scheint auf den ersten Blick keine Aufgabe mehr zu haben. Aber umsonst ist in der Natur nichts. Der Vorteil, den die Pflanzen aus dem Gebirge mit ihrem THC hatten, war eine gewisse UV- Strahlenresistenz. Diesen Vorteil haben sie natürlich auch in den Tropen übernommen. Ebenso verhält sich THC intrazellulär als Antioxidans. Dadurch kann sich die Pflanze an widrigste Lebensumstände anpassen. Abschließend möchte ich noch einen Umstand erwähnen, der mir schon seit langer Zeit nicht aus dem Kopf geht. Früher, als es noch nicht die professionelle Zucht für Jedermann gab, und sich nur ab und zu mal Züchter trafen, gab es einen regen Austausch der seltsamsten Geschichten. Oft habe ich gehört, dass man die Pflanzen während der Blütezeit stressen sollte oder wenn es geht den Stamm anritzen sollte, damit die Pflanze mehr THC produziert. Diese Behauptungen, die ich seit den 70ern kenne, haben sich noch sehr lange behaupten können. Bei meinen ersten Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass dies völliger Unsinn ist. So dachte ich damals zumindest, denn die Erfahrung zeigte, je besser es der Pflanze geht, desto besser wird sie auch. Also eine gesunde Pflanze, die wenig Stress bekommt, ist gleichbedeutend mit viel THC. Bei meiner Hanfexkursion 1986 in Südindien, habe ich eine seltsame Entdeckung gemacht. Dort hatten Pflanzen, die nicht das Glück hatten, an bevorzugten Plätzen zu stehen, extrem hohe THC-Werte. Es handelte sich dabei oft um Pflanzen, die verletzt worden waren oder anderswie gestresst worden sind. Es schien dabei wirklich zu einer vermehrten THC-Ausschüttung gekommen zu sein. Dies erklärte ich mir damals damit, dass das THC verschiedene Stoffwechselaufgaben übernehmen kann. Ich vermutete den Mangel an bestimmten Reparatur- und Nahrungsstoffen. Und bei bestimmten Stressfaktoren antwortet die Pflanze hormonell mit einer vermehrten Ausschüttung von THC. THC ist ein Radikalfänger und ein Elektronendonator. Möglich, dass es auch noch andere Stoffwechselmechanismen übernehmen kann. Dies wäre eine Erklärung für das Auftreten des Propylanalogen des THCs. Zu untersuchen wäre also, ob diese Variante stoffwechselaktiver ist als das herkömmliche THC. Man müsste zeigen, ob und wie beide Varianten am Zitronensäurezyklus beteiligt sind.

Grow! MagazinTHC bei Krebs-Chemotherapien

Zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen
Moderne Krebschemotherapien sind in der Lage, eine große Zahl von Patienten dauerhaft zu heilen. Leider sind sie jedoch auch heute noch mit einer Vielzahl von Nebenwirkungen verbunden. Vor mehr als 30 Jahren beobachteten einige Cannabiskonsumenten eher zufällig, dass THC bei der Linderung von starker Übelkeit und Erbrechen in Folge einer Krebschemotherapie helfen kann. Nach jahrelanger intensiver Forschung wurde Dronabinol (THC) im Jahre 1985 in den USA zur Bewältigung sonst nicht ausreichend kontrollierter Nebenwirkungen der Krebschemotherapie arzneimittelrechtlich zugelassen. In den letzten Jahren hatte die Rolle von THC bei der Behandlung von Nebenwirkungen der Chemotherapie durch die Einführung sehr wirksamer Medikamente zunächst jedoch wieder erheblich an Bedeutung verloren. Neuere Untersuchungen weisen allerdings auf eine Verbesserung des Therapieerfolges bei einer gemeinsamen Gabe heute üblicher Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen in Kombination mit niedrigen THC-Dosen hin, sodass THC hier zukünftig wieder vermehrt Verwendung finden könnte. Prinzip der Krebschemotherapie Unter einer Krebschemotherapie versteht man eine Behandlung mit so genannten Zytostatika. Zytostatika sind chemische Substanzen, die die Teilung von Zellen hemmen. Da Krebszellen durch unkontrolliertes, schnelles Wachstum ausgezeichnet sind, sind sie empfindlicher gegenüber Zytostatika, als die meisten gesunden Zellen. Daher werden bei der Chemotherapie vor allem Krebszellen geschädigt. Eine Behandlung mit Zytostatika wird meistens als Intervallbehandlung durchgeführt. Auf eine Behandlungsphase unterschiedlicher Länge folgt eine Pause, in der sich der Körper wieder etwas erholen kann. Mehrere solcher Zyklen werden hintereinander durchgeführt, sodass eine Krebschemotherapie in der Regel einige Monate dauert. Nebenwirkungen der Krebschemotherapie Die wesentlichen Nebenwirkungen einer Krebschemotherapie sind Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Entzündungen der Schleimhäute, Haarausfall und eine Veränderung des Blutbildes durch Schädigungen des Knochenmarks. Besonders häufig bei einer Krebschemotherapie sind Übelkeit und Erbrechen. Der Brechreiz kann dabei unerträglich stark sein. Meist tritt er kurz nach der Behandlung, d.h. noch am selben Tag auf. Tritt die Übelkeit erst einige Zeit nach der Behandlung auf, so spricht man von verzögertem Erbrechen. Eine Sonderform stellt das antizipatorische Erbrechen dar, bei dem bereits bestimmte Schlüsselreize, wie beispielsweise das Betreten des Behandlungsraumes Übelkeit auslösen, weil dieser Reiz an die früheren schlechten Erfahrungen mit der Therapie erinnert. Nicht selten führte die Schwere von Übelkeit und Erbrechen in der Vergangenheit dazu, dass Patienten ihre Krebschemotherapie abbrechen wollten bzw. abgebrochen haben. Daher ist eine Beherrschung dieser Nebenwirkungen der Krebschemotherapie besonders wichtig. Die Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen werden heutzutage bereits vorbeugend verwendet, damit diese Symptome möglichst erst gar nicht auftreten. Trotz der heute zur Verfügung stehenden guten Medikamente spricht ein Teil der Patienten nicht ausreichend an, sodass weiterhin nach Verbesserungen gesucht und geforscht wird. Medizinischer Nutzen von THC bei einer Krebschemotherapie Der medizinische Nutzen von THC bzw. Cannabisprodukten im Rahmen einer Krebschemotherapie ist schon mehr als 30 Jahre bekannt. Entdeckt wurde er Anfang der siebziger Jahre eher zufällig von einigen Cannabiskonsumenten, die bemerkten, dass gerauchter Cannabis ihnen bei der Bewältigung der Nebenwirkungen hilft. Das animierte Forscher, diese Cannabiswirkung näher zu untersuchen. Dabei wurden überwiegend der Cannabiswirkstoff THC und einige synthetische Cannabinoide eingesetzt. Die Ergebnisse der ersten klinischen Untersuchung zur Brechreiz hemmenden Wirkung von THC bei Übelkeit und Erbrechen in Folge einer Krebschemotherapie wurden im Jahre 1975 veröffentlicht. Insgesamt nahmen 22 Krebspatienten, denen herkömmliche Brechreiz hemmende Medikamente nicht helfen konnten, an dieser Studie teil, davon konnten 20 zur Auswertung herangezogen werden. In etwa 35 Prozent der Chemotherapiezyklen zeigte THC eine gute Wirkung und bei weiteren 45 Prozent einen mäßigen Effekt. Dies entspricht einer Ansprechbarkeitsrate von zusammen 80 Prozent. Bei den restlichen 20 Prozent war THC wirkungslos. Die Linderung von Übelkeit und Erbrechen war in den meisten Fällen allerdings mit cannabistypischen psychischen Nebenwirkungen verbunden. Bei Patienten, die keine psychischen Wirkungen verspürten, wurde in der Regel auch eine schlechtere Wirksamkeit gegen die Übelkeit festgestellt. In den folgenden zehn Jahren folgten zahlreiche weitere Untersuchungen zur Brechreiz-hemmenden Wirkung von THC, in denen ebenfalls überwiegend eine wirksame Linderung von Übelkeit und Erbrechen bei Patienten, die eine Krebschemotherapie erhalten hatten, beobachtet wurde. THC musste dazu jeweils in relativ hohen Dosen verwendet werden. In den verschiedenen Untersuchungen variierten die Dosen für THC (Dronabinol) zwischen 7,5 bis 20 Milligramm pro Gabe, die in der Regel alle vier Stunden gegeben wurden. Meistens wurde die THC-Einnahme einige Stunden vor Beginn der Chemotherapie begonnen und bis zu ihrem Abschluss fortgesetzt. Aufgrund der hohen Dosen traten recht häufig Nebenwirkungen auf, darunter Euphorie, Schwindel, Sedierung und Blutdruckabfall. Einige Patienten berichteten auch von Halluzinationen und Angstgefühlen. Aufgrund der Linderung des belastenden Brechreizes wurden die Nebenwirkungen des THC jedoch von den meisten Patienten toleriert. Staatliche Forschungsprogramme mit Cannabis Parallel wurden in den USA mehrere staatliche Forschungsprogramme entwickelt, die die Wirksamkeit von gerauchtem Cannabis bei Übelkeit und Erbrechen, die durch eine Krebschemotherapie hervorgerufen wurden, untersuchten. Das erste staatliche Projekt wurde in Neu-Mexiko durchgeführt. Es trug den Namen Lynn-Pierson-Forschungsprogramm, benannt nach dem 26-jährigen Studenten und Lungenkrebspatienten Lynn Pierson, durch dessen Initiative das neu-mexikanische Parlament im Jahre 1978 das erste Gesetz verabschiedete, das den medizinischen Wert von Cannabis anerkannte. Dieses Gesetz ermöglichte Krebspatienten die Verwendung von Cannabis, wenn konventionelle Brechreiz-hemmende Mittel nicht halfen oder nicht angewendet werden konnten. Von 1979 bis 1986 nahmen insgesamt 256 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 77 Jahren an dem Lynn-Pierson-Forschungsprogramm teil. Im Rahmen dieses Projektes konnten Krebspatienten während der Chemotherapie Cannabis-Zigaretten mit bekanntem THC-Gehalt rauchen. Wenn sie nicht rauchen wollten oder konnten, so erhielten sie THC in Pillenform. Die durchschnittliche Stärke der Übelkeit auf einer Skala zwischen 1 (kein Problem) und 5 (stark) wurde durch Cannabis oder THC von im Mittel 4,5 auf 2,0 reduziert, das Erbrechen von durchschnittlich 4,3 auf 1,7. Nach Abschluss des Projektes wollten rund 95 Prozent der Teilnehmer die begleitende Cannabis-Behandlung fortsetzen. Innerhalb kürzester Zeit wurden ähnliche Forschungsprogramme in weiteren fünf US-amerikanischen Staaten durchgeführt: New York, Michigan, Georgia, Tennessee und Kalifornien. Eine Gesamtübersicht der Studienergebnisse wurde erst vor ca. 5 Jahren veröffentlicht. Im Rahmen dieser Programme hatten insgesamt 748 Studienteilnehmer gerauchten Cannabis und weitere 345 THC in Kapselform verwendet. Während bei den meisten Patienten konventionelle Medikamente bei der Beherrschung von Übelkeit und Erbrechen bei einer Krebschemotherapie versagt hatten, konnte sowohl mit THC als auch mit Cannabis in den meisten Fällen eine gute bis mäßig gute Linderung des Brechreizes erzielt werden. Dabei war gerauchter Cannabis im Allgemeinen genauso wirksam oder wirksamer als oral eingenommenes THC. Die Ansprechbarkeit bei der Verwendung von isoliertem THC betrug in der überwiegenden Zahl der Studien etwa 80 Prozent. Allerdings ging auch hier die Brechreiz hemmende Wirkung recht häufig mit cannabistypischen Nebenwirkungen einher. In der Studie aus Tennessee wurden die Nebenwirkungen von Cannabis wie folgt eingestuft: in 85 Prozent als gering, in 11 Prozent als mäßig und in 3 Prozent als stark. Zulassung von Marinol Die zahlreichen positiven Forschungsergebnisse führten im Jahre 1985 dazu, dass Marinol, ein THC-Fertigpräparat in Kapselform, in den USA zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Krebschemotherapie zugelassen wurde. Seither behauptet die US-amerikanische Regierung, dass der medizinische Wert von THC in klinischen Studien nachgewiesen sei, Cannabis jedoch keinen medizinischen Wert besitze. Marinol kam im Jahre 1987 auf den Markt. Es gibt drei verschiedene Dosierungen: 2,5 mg, 5 mg und 10 mg. Es war den US-Behörden sehr wichtig, dass das THC in Marinol vollsynthetisch hergestellt wird, auch wenn es mit dem THC im natürlichen Cannabis identisch ist. Die Wiederentdeckung von THC als Brechreiz-hemmendes Medikament Als Anfang der 90er Jahre neue, sehr wirksame Brechreiz-hemmende Medikamente, so genannte Serotoninantagonisten, in die Behandlung eingeführt wurden, ging die Bedeutung von Cannabisprodukten zur Beherrschung von Übelkeit und Erbrechen bei einer Krebsbehandlung wieder deutlich zurück. Dies ist nicht nur darin begründet, dass die modernen Medikamente den meisten Patienten sehr gut helfen, sondern dass sie im Allgemeinen auch nebenwirkungsärmer als Cannabis sind. Allerdings gibt es auch eine Anzahl von Patienten, denen sie nur unzureichend helfen. In einer jüngeren Untersuchung, die im Jahre 2005 bei einer wissenschaftlichen Konferenz in den USA vorgestellt worden war, konnte gezeigt werden, dass THC als Zusatzmedikament die Behandlungsergebnisse verbessern kann. So erwies sich die zusätzliche Gabe einer kleinen THC-Dosis (2 x 2,5 Milligramm täglich) zur konventionellen Medikation bei der Linderung von Übelkeit und Erbrechen am ersten Tag der Chemotherapie als hilfreich. 79 Prozent der Patienten, die zusätzlich THC erhalten hatten, litten am ersten Tag nicht unter Übelkeit, verglichen mit 38 Prozent in der Kontrollgruppe. Bei der Bekämpfung der verzögerten Übelkeit erwies sich alleiniges THC etwa so wirksam wie ein Serotoninantagonist. Eine Kombination beider Substanzen verbesserte den Therapieerfolg verglichen mit den Einzelmedikamenten. Wegen der geringen THC-Dosen waren auch die Nebenwirkungen nur gering. Diese Untersuchung gibt deutliche Hinweise, dass die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen durch die Kombination der heute gängigen Medikamente mit geringen THC-Dosen nicht nur am Tag der Chemotherapie, sondern vor allem auch an den folgenden Tagen verbessert werden kann. Dies könnte zu einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität vieler Patienten, die eine Krebschemotherapie erhalten, führen. Eine Studie aus diesem Jahr, die an der Universität Göttingen durchgeführt worden war, zeigt, dass bei vielen Patienten auch die Kombination von Brechreizhemmung und Appetitsteigerung durch THC von großem Wert sein kann. Die Ärzte der Universitätsklinik hatten sieben Patienten, die an einem bösartigen Hautkrebs (Melanom) mit Tochtergeschwülsten (Metastasen) in der Leber und Übelkeit litten, mit Dronabinol behandelt. Alle Patienten hatten zuvor eine Brechreiz hemmende Standardbehandlung ohne adäquate Linderung erhalten. Die Mehrzahl der Patienten erlebte eine signifikante Zunahme des Appetits und eine Abnahme der Übelkeit.

Kein Wietpas!Einsatz von Drogenspürhund in einer Schule

In Lochem in Gelderland greift ein Schulleiter zu einer besonders drastischen Maßnahme: Ein waschechter Drogenspürhund wird auf die Schüler losgelassen Inder Schule eingesetzt. Laut des Schuldirektors, sei es eine rein präventive Maßnahme. Durchschnittlich gäbe es pro Jahr 5 Fälle von Drogenmissbrauch an seiner Schule.
Na dass man wirklich schwere Geschütze auffahren und seinen Schüler Angst einjagen.


Grow! MagazinHanfpastablech mit zweierlei Käse und würziger Zwiebelkruste

Dazu Tomatensahne mit Honig verfeinert. Zutaten: für das Hanfpastablech:
  • 500 g Spaghetti

  • 300 g Scheiben Goudakäse

  • 2 Stücke Mozzarellakäse

  • 3 Knoblauchzehen

  • etwas frisches Basilikum

  • 1 Prise Salz

  • 1 Prise Pfeffer

  • 1 Prise frischen Muskat

  • 2 EL Hanföl

  • 3 Zwiebeln

für die Tomatensahne-Sauce
  • 1 Dose passierte Tomaten

  • 1 Knoblauchzehe

  • 1 Prise Salz

  • 1 Prise Pfeffer

  • 1 TL Honig

  • ½ Becher Sahne

Zubereitung: Die Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest kochen und durch ein Sieb abgießen. Den Goudakäse zerkleinern und den Mozzarellakäse in gleichmäßige Stückchen teilen. Danach den Knoblauch mit etwas Salz zerdrücken. Alles mit den Spaghetti und der Sahne vermengen. Mit Salz und Pfeffer sowie etwas frisch geriebener Muskatnuss würzen. Ein Backblech mit hohem Rand mit dem Hanföl einfetten und die Pastamasse darauf verteilen. Die Zwiebeln halbieren und in feine Steifen schneiden und locker über das Backblech streuen. Im vorgeheizten Ofen bei 225 Grad (Umluft 200 Gras) 15 - 20 Min. backen. Nach dem Backen das Hanfpastablech mit den gehackten Kräutern garnieren. Für die Tomatensahne-Sauce eine Packung passierte Tomaten in einen Topf geben, den zerdrückten Knoblauch, mit Salz, Pfeffer und dem Honig würzen und aufkochen lassen. Etwas Sahne unterrühren und zu den Spaghetti servieren. Gutes Gelingen und Guten Appetit!

Hanf Journal NewsOhne &Uuml;berlebenshilfe stirbt's sich schneller

Die Zahl der Drogentoten sinkt bundesweit, während sie in Bayern weiter steigt

Cannabis Social Clubs DeutschlandPalikot-Bewegung will Legalisierung und Cannabis Social Clubs

Am 24. Mai 2013 meldete Polen Heute, dass die linksliberale Palikot-Bewegung einen Gesetzesentwurf in das polnische Parlament eingebracht habe, bei dem es um die Legalisierung des Besitzes und Konsums von Marihuana geht. So sollen mindestens fünf Erwachsene einen „Cannabis Club“ gründen dürfen und in diesem Rahmen werde der Anbau und Konsum legal sein. Die Palikot-Bewegung ist eine neue Partei und hatte bei der letzten Wahl aus dem Stand 10% der Wählerstimmen vereinen können.

Die Initiative solle laut Aussagen von RP-Mitgliedern dazu beitragen, den Konsum von Marihuana aus dem illegalen Milieu zu holen. Das Kiffen würde somit unter die Aufsicht der lokalen Selbstverwaltungen gestellt werden; Personen, die wegen des Handels von Marihuana bereits vorbestraft sind, bekämen nicht die Rechte zur Gründung eines solchen Klubs. (polen heute)

Grow! MagazinCannabis Social Clubs in Deutschland: Diskussion in Berlin

Der ENCOD (European Coalition for Just and Effective Drug Policies) veranstaltet am kommenden Samstag, dem 8. Juni zwischen 11.00 – 16.00 im KUBIZ, Berlin (Bernkasteler Str. 78, 13088) eine öffentliche Diskussions-Veranstaltung zum Thema Cannabis Social Clubs.
Hier das vorläufige Programm:
  • 10.45 Einlass
  • 11.00 Willkommen
  • 11.15 - 12.45 Errichtung eines Cannabis Social Club - Vier Schritte: Offentliche Präsentation, Gründung des Clubs, Professionalisierung, Lobbyarbeit
  • 12.45 - 13.30 Mittagessen
  • 13.30 - 15.00 Perspektive für einen CSC in Deutschland: Gesetze, Politik, Perspektive für Bürgerinitiative
  • 15.00 - 16.00 Die nächsten Schritte
  • 16.00 - 18.00 Chill out
Mitorganisiert wird die Veranstaltung von Near Dark & dem Hanf Museum Berlin. Weitere Infos findet ihr auf <link http:="http:"/>ENCODs Webseite und <link https:="https:"/>Facebook.

Kein Wietpas!Gastbeitrag: Coffeeshops und Volksgesundheit

Unser Leser “pseicoman” ist mir kürzlich durch einen sehr eloquenten und weitsichtigen Kommentar aufgefallen, so dass ich ihn gebeten habe, doch mal einen Gastbeitrag zu verfassen. Dies hat er dann auch getan! Vielen Dank dafür!

In Radiosendungen wird neuerdings stolz betont, dass insgesamt der Cannabiskonsum zurückgeht. Gleichzeitig wird aber beklagt, dass immer mehr legale Chemie konsumiert wird. Zählt man dazu, dass aktuell zur Debatte steht, inwieweit die steigende Anzahl der computergebundenen Süchte in klinischen Diagnostiksysteme deutlicher berücksichtigt werden müsse, stellen sich mir zwei Fragen: Ist das Ziel der Cannabisprohibition mit solchen Konsumverschiebungen als gelungen zu betrachten? UND.. Zum Teufel, woher kommt dann eigentlich diese viel beschworene Overlast?

Selten wird in diesem Blog übergreifend über den Konsum gesprochen. Menschen haben ein gewisses Suchtpotential. Dem Gehirn ist es eigentlich herzlich egal, ob es durch einen Stoff oder durch ein Computerspiel gereizt wird. Und Menschen, die keinerlei Suchtpotential haben, kenne ich nicht. Gerade die große Welt der stoffungebundenen Süchte ist unendlich. Aus dieser Perspektive ist die Einteilung in gute oder schlechte Konsumarten sehr willkürlich. Besser wäre es, sich mit der Frage zu beschäftigen: Was wissen wir über welchen Stoff und kennen wir seine Auswirkungen? Es ist erstaunlich, dass man legal Stoffe erwerben kann, die zum Teil völlig unbekannt sind. Ebenso werden immer mehr Maschinen Kindern zugänglich gemacht, obwohl wir nicht wissen, welche Auswirkungen diese virtuellen Welten auf die Gehirnentwicklung haben.

Ganz anders verhält es sich mit der Cannabis-Pflanze. Sie ist uralt, noch meine Großeltern hatten eine Seilerei und haben selbstverständlich Hanf angebaut. Früher rauchten übrigens viele Menschen Hanf, weil sie zu arm waren, um sich Tabak zu leisten. Cannabis hat sehr viele positive Wirkungen, allerdings hat diese Pflanze auch negative Seiten. Wird Sie vor oder während der Pubertät konsumiert, kann sie zu psychotischen Erkrankungen und Entwicklungsproblemen führen. Alles kein Geheimnis, übrigens durchaus ähnlich wie bei Alkohol. Und das ist der Grund, warum es nicht nur Altersbeschränkungen für Alkohol, sondern auch für Cannabis geben muss. Unverständlich ist allerdings, warum die Kontrolle des Alkoholkonsums so locker gehandhabt wird, “Koma-Saufen” zu einer etablierten Vokabel geworden ist, während Cannabis juristisch und gesellschaftlich geächtet wird.

Der Coffeeshop sollte eigentlich mal eine Lösung für dieses Problem sein. Jugendliche sollen nicht diese Stoffe konsumieren, optimal für deren Entwicklung wäre es, wenn Sie an der Schwelle zum Erwachsenenleben in diese Welt eingeführt werden und eine Konsumkultur gemeinsam mit Älteren entwickeln könnten. Doch genau dieser Gedanke ist irgendwie in Vergessenheit geraten. Wer Straßendealer den Weg bereitet, der schafft zukünftig mehr Verrückte, die übrigens langfristig auch versorgt werden müssen.

Die Coffeeshops sind dafür da, dass wir eine altbekannte Pflanze kultiviert und zusammen genießen können. Wenn diese Chance einer Konsumkultur vertan wird, dann ist es kein Wunder, dass wir nur über Grammzahlen oder die richtigen Personalausweise reden müssen. Wenn die alten Überlegungen, die zur Einführung von Coffeeshops geführt haben, mal wieder mehr präsent wären, dann könnten wir viel gesundheitlichen Schaden verhindern. Denn die Coffeeshops waren ein Referenzmodell, dass andere Länder unter Druck setzt. Am Ende sollte es einer Gesellschaft doch vor allem um die Gesundheit gehen und nicht um die Frage, welcher Stoff hat die bessere Lobby. Daher hoffe ich, dass sich die Situation in Maastricht verbessert.

Doch damit meine Vision nicht nur theoretisch ist, möchte ich Euch zum Abschied eine kleine Geschichte erzählen:

Ein Freund von mir hatte nicht richtig aufgepasst und ein Samen fand ungewollt den Weg in die Erde. Und so entstand eine riesige Pflanze, die er dann doch einfach wachsen ließ. Eines Tages blickte er aus dem Fenster. Und da stand ein alter Mann, begutachtete die Pflanze und ging. Am nächsten Tag stand der Mann wieder da, und am nächsten Tag, wieder und wieder. Irgendwann ging mein Freund dann raus und fragte den Mann, was er da machen würde. Und der alte Mann antwortete: Ja, ja, das kennen wir.. das haben wir früher auch immer geraucht.. Musst aber aufpassen, wenn Du zuviel davon nimmst, dann wirst Du “dull” im Kopf.


Kein Wietpas!Das Foto des Tages

Die Jungs und Mädels von JDTV entwickeln sich immer mehr zu meinen persönlichen Helden! Heute haben sie ein großartiges Foto geschossen. Dazu muss man nicht viel sagen!
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UPDATE: Morgen dürfte es wohl in aller Munde sein!
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Und hier im Video
Und ein weiteres Video


Kein Wietpas!Opstelten in Maastricht

Wie angekündigt, hat sich Commandante Opstelten heute an die Front in Maastricht begeben um mit seinem mutigstem Feldherren Onno Hoes zu lieben treffen. Die anderen Oberhäupter der Limburger Coffeeshopgemeinden waren auch dabei, aber die haben ja eh nichts zu melden…

Was bislang darüber zu berichten ist, wird nur dazu führen, dass ihr mehrmals mit dem Kopf auf die Tischkante hauen, oder irgendwas kaputt machen wollt.

Einerseits werden die Probleme in Maastricht anerkannt, dennoch bekräftigt Onno Hoes weiterhin, dass die Probleme seit dem Ausschluss von Ausländern in den Coffeeshops prinzipiell alles besser geworden ist.

Trotzdem ist selbstverständlich ne Wagenladung weiterer Polizisten notwendig um die Freiheit an der Maas zu verteidigen. Neben einem erhöhtem Polizeiaufgebot, das natürlich dazu da sein wird, die Strassendealer zu bekämpfen (das erreicht man ja am besten, indem man Razzien in Coffeeshops macht…), sollen auch die Grenzkontrollen erhöht werden.

Leute, ich bin wirklich sehr friedlich gesinnt und ein Pazifist.
Aber bitte liebe Niederländer, könnt ihr nicht bitte Eure Mistgabeln nehmen und die ganzen VVD-Spacken mal aus ihren Ämtern jagen?
Die sollen mal durch Politiker ersetzt werden, die die Grütze im Kopf haben, um in den niederländischen Geschichtsbücher mach nachzulesen, warum die Coffeeschops überhaupt erst eingeführt wurden.

Es sind nicht die Coffeeshops, die Euer Land schädigen, sondern Eure Politiker!


Kein Wietpas!Kein Wietpas! Mobil für Android

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So, nun ist sie fertig geworden. Angefangen hat es mit einer einfachen Webansicht, die man noch nicht wirklich als App bezeichnen kann. Doch wie das beim Programmieren manchmal ist, kommen immer mehr Ideen, die man auch noch einbauen könnte. Also kamen immer mehr Funktionen hinzu, und so ist das Teil zu einer App geworden, die tatsächlich was kann. Mittlerweile hab ich eine ganze Weile getestet und denke, sie ist jetzt so fertig, wie neue Software nun mal sein kann. Wer sie also ausprobieren möchte, kann sie im Google Play Store herunterladen. Entweder über den direkten Link, oder einfach auf einem Android Gerät die Google Play App aufrufen und nach ‘kein wietpas’ suchen.
Wenn die App startet, seht ihr ein Menü, mit dem die verschiedenen Unterpunkte ausgewählt werden. Damit können verschiedene Seiten direkt aufgerufen werden. Der Menüpunkt Kommentare zeigt den WordPress RSS-Feed an, in dem die neuesten Kommentare stehen. Dann könnt ihr noch die Startseite, den Eventkalender und die Wietpas Karte direkt anzeigen lassen. Das Impressum gibt es auch als Menüpunkt, weil die App einen sogenannten Telemediendienst darstellt, und das dann da rein muss. Der Menüpunkt Einstellungen führt zu einigen Optionen, die geändert werden können, wie z.B. die Farbe der Widgets oder die Aktualisierungszeit.

In der App sind zwei Widgets für den Homescreen enthalten. Eines zeigt den neuesten Kommentar an, das andere die letzte neue Nachricht, die veröffentlicht wurde. Wenn ihr auf die Widgets drauftippt, öffnet sich entweder der RSS-Reader für die Kommentare, oder die neueste Nachricht wird geöffnet.

Die App läuft ab API Level 4, das ist Android 1.6. Sie sollte also auf den allermeisten Geräten installierbar sein. Google Play sagt mir, dass sie mit über 2200 Geräten kompatibel sei. Wollen wir mal sehen, obs stimmt. Die einzige Berechtigung, die ihr der App geben müsst, ist die für die Benutzung der Internet Verbindung. Die App kostet natürlich nix und hat auch keine Werbung eingebaut.

Dann wünsche ich mal viel Spaß beim ausprobieren.
Weitere Screenshots nach dem Klick

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Footnotes