Spectaculum vor der Tür

In einer Woche ist es so weit, das MPS in Bad Säckingen findet statt. Ich geh zwar nicht als Lager hin aber trotzdem laufen die Vorbereitungen auf Hochturen. Mitte April traf das Zelt bei uns ein. Morgen, wenn es das Wetter zulässt wird es erstmals aufgestellt und getestet. Bilder folgen.

Auch Lederarbeiten und Gewandung schneidern ruhen nicht, morgen geht es in die letzte Runde mit der Gewandung, erste Resultatte fertiger Gewandung können erwartet werden. Die Ausrüstung habe ich im Laufe des Winters rech weit zusammengetragen. Zwar fehlen noch einige “authentische Möbel” wie Stühle, ein Tisch und ein paar Truhen, aber was nicht ist kann noch werden, Fernziel ist es für September für das Quenton, dieses Zelt soweit ausgestattet zu haben. Für den Herrn Corvus gibt es nen neuen Rock, samt Beinlinge Wams und Hemden. Und für mich möchte ich eine Houppelande mit Trompetenärmeln und einem V-Auschnitt schaffen. Alles in rotem Samt.

Achja und an ein einer ganz und gar nicht altmodischen Veranstaltung in Basel bis ich auf eine Färberei die Seidenstoffe in traumhaften Farben planzengefärbt und in vielen Qualitäten, zu guten Preisen anbietet. Da muss ich irgendwann auch mal zuschlagen. Und was das beste ist sie haben SEIDENSAMT, und alle so YEAHHH!

Historische Darstellungen

Weil heute auf der Arbeit so wenig zu tun war, hab ich mich im Netz mal etwas nach historischen Darstellungen von Brettchenweberei umgesehen. Eine interessante aus dem Hochmittelalter findet sich im Codex Manesse. Auch wenn der abgebildete Aufbau der Aparatur nicht ganz der Praxis entsprechend dürfte, so gibt mir dies doch neue Impulse für die Darstellung an.

Codex Manesse

Und hier unterdiesem Link finden sich weitere Darstellungen von Bandwebstühlen / Brettchenweberei. Was ihnen allen gemeinsam ist, ist dass die Weberin seitlich zur Kette sitzt und von dort aus webt. Die Kette wird schlicht Horizontal aufgespannt. Wenn eine längere Kette erwünscht war wurde sie wenn nötig am Pfosten den Webrahmens aufgewickelt. Besonders gefällt mir folgendes Exemplar:
Niedere Variante der Brettchenwebstühle des Hoch- und Spätmittelalters. Bei diesem Webstuhl kann ich zB das auch so konstruieren dass die Bänder rund herum laufen. Es bliebe dann aber die Frage der Spannungsregulierung offen. Evt. über eine Gewichtspannvorrichtung lösbar.

Auf der Seite von Aisling findet sich noch ein kurzer Abriss über die Geschichte.

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Piraten-Lanyards handmade

Ahoi da draussen

jetzt gibt es das erste Produkt von mir, Piraten-Lanyards ca 45cm lang, und 2,5cm breit mit Karabinerhaken. Ein unverwüstliches Lanyard in den Farben der Piratenpartei. Wird auf Wunsch bei Mindestabnahme von 2 Stück auch in anderen Farbkombinationen bewebt. Als Material verwende ich Baumwollgarn, die Bänder werden von Hand mit der Brettchenwebtechnik gefertigt. Stück 20€ / 25 CHF, zgl. Porto.

 

Bestellen per mail an: moosline@gmail.com
oder per Post an
Moira Bruelisauer
Römerstrasse 9
CH-2563 Ipsach

 

Update:

Anlässlich des ausserordentlichen Landeskongress in Luxembourg am 18. März werde ich noch eine Serie Violet-Schwarz-Weisse machen.

Halbes Widderhorn

Ich habe mich vor ein paar Tagen an mein erstes halbes Widderhorn gewagt. Diese Bindungen sind einfacher zu Weben als man im ersten Augenblick denkt. Das einzige was recht schwierig ist, ist das Wechseln der Hauptdrehrichtung richtig hin zu bekommen.  Aber es gibt eigentlich eine ganz einfache Methode sich das zu merken, das was du zuletzt gemacht hast, musst du in der neuen Richtung als erstes machen.

Beim Weben des Widderhorn hast du 2 Kartenpakete, eines dreht sich immer in die selbe Richtung (A), das andere geht 4 vor vier zurück (B) Wenn du also nun die letzte Drehung von Pack A in Richtung eins fertig hast, und das Pack B dann auch in Richtung 1 drehte, dann musst du wenn du nun mit A in Richtung 2 drehst auch mit B 4 mal in Richtung 2 drehen, dann geht B wieder seinen gewohnte 4/4 Rythmus einfach nur umgekehrt.

Bilder zu meinen ersten Widderhörnern

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Brettchenecken

Es wird wohl irgendwann einen Disput unter Brettchenweber geben wie die Ecken der Brettchen zu beschriften sind. Viele benutzen A, B, C, D, alternativ 1, 2, 3, 4. Beide Varianten gehen, brauchen aber ein gutes Vorstellungsvermögen die Ecken und die Zahlen des Schärbriefs immer richtig zusammen zu fügen.

Claudia, von Flindkhand.de hat da ein sehr schönes System entwickelt. Sie benennt die Ecken nach ihrer Position im Raum beim Weben.

  • VO = vorderes Loch oben
  • VU = vorderes Loch unten
  • HU = hinteres Loch unten
  • HO = hinteres Loch obe

Diese Bezeichnungen sind weitaus sinvoller, deswegen werde ich sie in Zukunft auch verwenden. Sie sind Intuitiv und machen das einziehen komplexer Muster um Welten leichter. Guttenbergen lohnt sich immer wieder.

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Brettchenweben weiter gehts

Nach fast 6 Monaten Pause habe das Brettchenweben wieder aufgenommen. Zur Zeit arbeite ich gerade an meinem 4 Band aus reinem Leinen. Zwar ein einfaches Einzugsmuster aber es bringt mir auch dieses Mal wieder einiges bei. Leinen reagiert sehr empfindlich auf Spannungsunterschiede. Wenn ein Faden auch nur ein wenig durchhäng, bemerke ich das beim drehen der Brettchen sofort.

Aus Bandweben

Also habe ich mir heute im Baumarkt ein 4 Kantholz geholt und es mit der Säge eingeschlitz so kann ich noch ohne Bandwebstuhl doch schon von einer gut sortierten Kette profitieren und meine Arbeit wird viel regelmäsiger. Ich freu mich schon drauf wenn ich dann mal einen richtigen Bandwebstuhl habe. Zum Zettel oder zum Weben mit dem Kamm ist so ein Riffelholz sicher auch nützlich.

Aus Bandweben

Und hier noch das Muster das ich grad webe:

Gründe der Rück- und Austritte

Für jene die die Gründe wissen wollen warum ich mich heute Abend zu folgenden Schritten gezwungen sah:

Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt als Leiterin oder Stellvertretende Leitering folgender AGs:
  • TNT
  • ROA
Ich erkläre hiermit dass ich mit sofortiger Wirkung aus folgenden AGs austrete:
  • PKS
  • MMD
  • TNT
  • PR i.G.
  • ROA
Ich bin aus diesen AGs, die ich die meisten mitgegründet und aufgebaut hab, heute ausgetreten, weil die Richtung die mit den AGs in der PPS eingeschlagen werden soll in eine geht, die sich gegen alles richtet wofür ich mich die letzten zwei Jahre eingesetzt habe, wofür ich seit der Gründung der PPS gekämpft habe, für stolze, selbstbewusste, möglichst autonome AGs die sich ihrer Aufgabe als Dienstleister bewusst sind. Doch die Verstümmelung ihres Wesen, die Demütigung ihrer Leiter und die Beugung ihrer demokratischen Selbstbestimmung kann ich nicht mittragen, in dem ich ihnen angehöre.
Trotzdem muss ich einen Kompromiss eingehen an den AGs Mod und Star liegt mir soviel, die Arbeit da macht wirklich Spass, in diesen werd ich vorerst verbleiben.
Die Mutter der PPS-AGs, eine sterbende Dynastie.
Akallabeth-Lost Child of Numenor
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Kritik an den PH-Entwürfen

Hier mein Feedback zu deinem Pflichtenheftentwürfen. Ich versuche mich kurz zu halten. Ich veröffentliche es hier der Vollständigkeit halber und um den folgenden Post nachvollziehbar zu machen
Ich halte die Bestätigung der AG Leiter durch den Vorstand für überflüssig und für eine Unnötige Allüre. Ich bin entschiedenst gegen eine solche Regelung, weil dies die bei uns hochgehaltene Autonomie der AGs und das Ansehen der AG Leiter unnötig vermindert und in Mitleidenschaft zieht.

Des weitern widerspreche ich aufs deutlichste dem Vorhaben den AGs mittels Pflichtenheft vorzuschreiben, mit welcher Mehrheit sie ihre Entscheide zu fällen haben. Dies ein ureigener Teil der Selbstbestimmung einer AG und hat auf die Partei keinerlei Auswirkungen nach aussen, es gibt daher keinen Objektiven Grund hier regulierend einzugreifen. Das Verbot von Quoren schlägt in die selbe Kerbe und bringt wie es Stefan Degen sinngemäss formuliert hat das Streben nach möglichst grosser Kontrolle für mich zum Ausdruck.

Die Abschaffung der Wahl des Stellvertretenden Leiters ist ein weiterer Punkt der gegen AG-interne demokratische Organisation sich richtet und ein der Motivation und dem Einsatzwillen eines Vize als aktive Stütze der Leiters, die zusammen in vielen AGs heutzutage eine gut funktionierende Leitung bilden, vermindert oder bricht.

Wie es Exception von der AG DI gesagt hat, die absolutistischen Tendenzen zugunsten der AG Kamp stossen bei mir auf ein grundlegende Ablehnung. Mir ist bewusst dass es Unterschiede im Spielraum der einzelnen AGs gibt, ich werde aber nie einsehen warum eine AG Befehlsgewalt über andere AGs erhalten soll, will sie einer anderen AG etwas befehlen, hat sie über Vorstand oder PV zu gehen.

Die Kritik die von Sara von Salis seitens AG MMD und die von Patrick Mächler seitens AG Mod unterstütze ich.

Zu guter Letzt tue ich hier Kund dass ich Marc Schäfer auf seinem Weg wie er in Zukunft die (Arbeits)-Gruppe Statutenrevision führen wird unterstützten werde.

Die Mutter der AGs
Moira

weiterführende Links:

Brettchenweben: Der Kartenhalter

Bei meiner ersten Borte habe ich beim schären festgestellt dass das einfädeln der Brettchen mühsam ist, weil sie mit der einen Handfestgehalten werden müssen und so nur eine bleibt um die Fäden einzuziehen. Ich hab mir also mal Gedanken gemacht wie ich dieser Unannehmlichkeit den Riegel vorschieben kann.

Wie immer gilt die Prämisse möglichst günstig ne brauchbare bis gute Lösung zu finden. Zu erst dachte ich an eine Lösung aus Holz, jedoch mangels Werkzeug war die Idee zu verwerfen. Also griff ich zur Alternative Karton. Mit einem alten Ordner und fünf Kartonröhren bastelte ich eine Kreuzkonstruktion aus der schräg die fünfte Röhre herausragt. Damit die Konstruktion auch hält hab ich das genze mit ordentlich Kontaktkleber berbunden. Am oberen Ende der schrägen Röhre hab ich einen Schlitz geschnitten mit einem scharfen Messer, ca 2 cm tief paralell zu Achse der Röhre. Wenn nun die fertige Konstruktion vor einem steht guckt man in die Röhre.

Vorne auf den beiden Röhren lege ich mir die leeren Kärtchen bereit. Diese werde eins nach dem anderen in den Schlitz gesteckt, eingezogen und nach links auf den Stapel mit den fertigen Brettchen abgelegt. Die Fäden liegen zu meiner rechten bereit und werden entsprechend des Webbriefes in die Kärtchen eingezogen.

Wenn ich vor dem Brettchenhalter sitze habe ich gute Sicht auf beide Seiten der Karte sehe also sowohl allfällige Beschriftungen, wie auch meine Hände und den Faden zu beiden Seiten, habe also ideale Veraussetzungen für ein rasches und effizientes einziehen. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich sicher noch ein Modell aus Holz fertigen, das dann auch “mittelaltertauglich” sein wird.

Blaue Borte

Nun ist es soweit, mit Hilfe des kurzlich erworbenen Buches habe ich die Grundlagen des Brettchenwebens endlich kapiert. Im Buch “bunte Bänder handgewebt” ist das Vorbereiten der Kette und das Einziehen in die Kärtchen endlich so erklärt dass auch ein Dotsch wie ich das kapiert. Detaillierte Erklärungen wie das Brettchenweben funktioniert bekommt ihr von mir wenn ich etwas mehr Routine habe.

Zu Beginn habe ich mich mit einem einfachen Rautenmuster in blau begnügt um mal etwas in Fahrt zu kommen und die Handgriffe zu verinnerlichen. Das Weben der Borte selbst ist nicht so schwer, es braucht nur eine gewisse Routine damit die auf einander folgenden Handgriffe sitzen und in die Automatik übergehen. Ich bin durchauserstaunt wie rasch man beim Borten weben voran kommen kann. 0.6 Meter in der Stunde sind selbst für wenig geübte machbar.

Als Material habe ich eine Baumwolle 8/2 NeB verwendet. Dieses Material ergibt ein festes aber doch edles Band, für mittelalterliche Gewandung von der Haptik her sehr geeignet, nur halt nicht ganz autentisch…