+++ TV-Duell im Liveticker +++ | Zwei Sieger: Merkels Kette und Raab

Kanzlerin liegt bei BILD.de-Usern vorn +++ Was sagen die anderen? +++ BILD.de berichtet live +++

Merkel gegen Steinbrück Die Höhepunkte des TV-Duells

Quelle: Bild.tv
  • Über das TV-Duell berichten: R. SCHULER, S. HASELBERGER, F. ESSER, M. KLUCKERT, D. RUCH, A. THEWALT, L. FLIESS, D. MENKENS und K.PAJDAK

Ein TV-Duell, zwei Gewinner! Das Verrückte: Weder Angela Merkel (59, CDU) noch Peer Steinbrück (66, SPD) liegen bei den Zuschauern vorn. Denn die Kette der Kanzlerin stahl allen die Show und Moderator Stefan Raab (46, Pro7) offenbar auch!

WER MACHTE DIE PUNKTE? WER HOLTE DIE WÄHLERSTIMMEN?

In der Infratest-dimap-Umfrage liegt Steinbrück mit 49 Prozent vor Merkel (44 Prozent). 52 Prozent der Befragten hielten die Kanzlerin zwar für sympathischer, doch 88 Prozent hielten Steinbrück für wesentlich angriffslustiger.

Die Forsa-Umfrage von RTL ermittelt: hauchdünne Mehrheit für Merkel. Für 44 Prozent der Befragten war die Kanzlerin dort der Gewinner, für 43 Prozent war es der Herausforderer.

In der INSA-Umfrage für BILD erklärten 48 Prozent der Befragten Merkel zur Gewinnerin, nur 26 Prozent hielten Steinbrück für den Sieger.

Und: Wie haben sich die Moderatoren geschlagen? Anne Will (47, ARD), Maybrit Illner (48, ZDF), Peter Kloeppel (54, RTL) und Stefan Raab durften Merkel und Steinbrück 90 Minuten lang in die Mangel nehmen.

Bei den BILD.de-Usern lag Stefan Raab mit 55 Prozent (Stand 22.20 Uhr) eindeutig vorn. Zwar holte er sich von Merkel gleich zu Beginn einige Abfuhren, doch davon ließ er sich nicht einschüchtern.

Körpersprache-Expertin Veronika Langguth: „Raab war der einzige, der sich mit dem Oberkörper auf den Tisch lehnte. Er steigerte sich in Gestik und Mimik zum Schluss, griff mit Lust an.“

+++ DER GROSSE BILD.DE-LIVETICKER +++

Liveticker

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  1. Steinbrück gewinnt 300.000 Euro bei Raab

    Bei Stefan Raabs „Absolute Mehrheit Spezial“ stimmen 50,3 Prozent der Zuschauer für Peer Steinbrück, nur 49,7 Prozent für Merkel. Der SPD-Kandidat gewinnt damit die absolute Mehrheit. Auf der Facebook-Seite der Pro7-Sendung heißt es: „Peer Steinbrück hat sich die absolute Mehrheit gesichert und kann sich über 300.000 Euro freuen!“

  2. After-Duell-Show bei Maybrit Illner

    Auch im ZDF wird heiß diskutiert. Wer war der Gewinner des Duells?

    Klaus Wowereit (SPD) über Merkel: „Mit so einer Art von Wahlkampf, kann man erreichen, dass die Leute einschlafen.“

    Hajo Schumacher „Steinbrück hat aufgeholt, er war auf Augenhöhe mit der Kanzlerin.“

    Georg Mascolo: „Er war kein Randalierer. Ich glaube, dass er heute Abend Boden gutgemacht hat. Ein guter Abend für ihn!“ „Einen klaren Sieger kann ich nicht sehen, glaube aber, dass der Vorteil bei Steinbrück liegt.“
    Christoph Metzelder: „Die Nationalspieler würden sich Angela Merkel wünschen. Sie ist unglaublich beliebt in der Mannschaft.“
    Julia Klöckner (CDU): „Die Kanzlerin ist gut weggekommen, weil sie so war, wie die Bürger sie mögen – souverän, ruhig. Steinbrück kam eher als Fachminister rüber.“

    Illner fragt: „Sehen wir Tränen bei Kanzlerin Merkel am 22. September?“ Hajo Schumacher über Merkel: „Echte Kerle heulen nicht!“

  3. Das sagen die Promis

    BILD.de beim Kanzler-Duell: Das sagen die Promis vor Ort

    BILD.de beim Kanzler-Duell Das sagen die Promis zu Merkel, Steinbrück – und Raab!

    Foto: Bild.tv
  4. Bei Ingo Appelt liegt Steinbrück vorn

    TV-Komiker Ingo Appelt war live im Studio mit dabei. Sein Fazit: „Peer Steinbrück ist für mich absolut der Sieger des TV Duells. Er ist viel sicherer, charmanter, pointierter und näher am Leben – Frau Merkel dagegen hat nur rumgeschwobelt.“

  5. Paul Breitner stiehlt Jauch die Show

    Das Duell ist vorbei, doch bei den Talkshows geht es jetzt erst richtig los! Bei Günther Jauch diskutieren Frank-Walter Steinmeier, Edmund Stoiber, Alice Schwarzer und auch Anne Will, die soeben die Moderation des TV-Duells beendet hat. Für großes Interesse sorgt aber ein ganz anderer Talk-Gast: Ex-Fußball-Star Paul Breitner. Er packt nämlich aus, erzählt, er habe einmal 100.000 DM geboten bekommen, um Wahlkampf für die FDP zu machen.

  6. Kein Militärschlag gegen Syrien

    Jetzt geht es um Syrien! „Würde sich ihre Regierung an einem Militärschlag beteiligen?“, will Peter Kloeppel von Peer Steinbrück wissen. Klare Antwort: „Nein!“ Und Merkel: „Nein!“ Am Rande des G20-Treffens in Russland will sie intensive Gespräche führen – vor allem mir Wladimir Putin. Sie spricht von einem „wahnsinnigen Verbrechen“, dass Assad mit seinem Giftgas-Angriff begangen hat.

  7. Das verrät die Körpersprache der Kandidaten

    Für BILD.de analysiert Körpersprache-Expertin Veronika Langguth das Verhalten der Kandidaten. Ihre Einschätzung: „Es ist beiden anzusehen, dass sie sich angegriffen fühlen und in Verteidigungshaltung gehen.
    ► Steinbrück wird zunehmend rot,legt seine bekannte markige etwas herablassende Gestik an den Tag, was sich auch im Tonfall ausdrückt. Er schaute anfangs direkt die Moderatoren an, bei Unsicherheit blickt er leicht nach unten.
    ► Merkel zwinkert häufig mit den Augen, bewegt ihre Schultern, als würde sie etwas jucken, zunehmend ein mitleidiges Lächeln. Sie legt kritisch blickend den Kopf schräg, benutzt wie immer beide Hände.

  8. BILD.DE-ZWISCHENSTAND

    ►3. BLITZANALYSE: Steinbrück ist zunehmend selbstsicher und argumentationsstark, wird richtig gut. Aber Merkel lässt sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, redet sehr viel und viel länger als Steinbrück. Aber sie bleibt oft wolkig. Vorwürfe und Kritik des SPD-Kanzlerkandidaten lässt sie einfach an sich abperlen, geht einfach nicht darauf ein, scheut jede Konfrontation. So verpuffen die Attacken des Herausforderers..

    Zwischenfazit zur Halbzeit: Steinbrück ist eindeutig aktiver und präziser. Aber Merkel ist einfach schwer zu packen.

  9. Steinbrück in der Gehalts-Falle

    Geld, Geld, Geld! Peter Kloeppel und Anne Will wollen Peer Steinbrück aufs Glatteis führen und haken noch einmal in Sachen Kanzler-Gehalt nach. „Sie denken doch nicht im ernst, dass ich darauf noch jemals in meinem Leben antworten werden“, sagt der SPD-Kandidat lachend und gibt die Frage an Angela Merkel weiter

  10. Sind unsere Ersparnisse sicher, Frau Merkel?

    „Haben Sie vergessen den deutschen Sparern die Risiken der Eurokrise zu erklären?“, fragt Anne Will die Kanzlerin. Gerhard Schröder habe sich mit seiner Agenda 2010 sehr verdient gemacht, lobt Merkel ihren SPD-Vorgänger. Sie verspricht: „Die Zinsen in Amerika sind noch geringer, die Welt fordert uns auf, eine Politik zu machen mit der wir die Konjunktur ankurbeln.“ Merkel will sicher gehen, dass die Investoren wissen, „dass wir in den Euro vertrauen“, macht sie klar.

    Ob Griechenland noch mehr Geld braucht? Es könnte sein, dass es ein drittes Paket gebe, aber kein Mensch könne sagen, wie groß es ausfallen werde, sagt Merkel: „Keiner weiß genau, wie sich die Dinge in Griechenland entwickeln.” Als Kanzlerin habe sie dafür zu sorgen, dass der Reformdruck aufrechterhalten bleibe.

  11. BILD.DE-ZWISCHENSTAND

    ►2. BLITZANALYSE: In der Debatte um eine PKW-Maut bahnt sich jetzt wohl ein Streit in der Union an: Merkel macht unmissverständlich klar, dass es mit ihr keine PKW-Maut gibt. Die fordert aber CSU-Chef Horst Seehofer für Autofahrer. Das riecht jetzt nach Ärger zwischen CDU und CSU. Steinbrück weist voller Genugtuung darauf hin.

    Merkel und Steinbrück sind beide nicht polemisch, sondern gehen respektvoll miteinander um. Steinbrück gibt sich Mühe, Unterschiede zu Merkel herauszuarbeiten und zu zeigen, dass er eine inhaltliche Alternative anzubieten hat. Das kommt aber kaum rüber, weil Merkel sich nicht auf Streit einlässt.

    Im Klartext: Es wird ziemlich sachlich diskutiert. Steinbrück und Merkel sind beide gut vorbereitet, haben sich gut unter Kontrolle. Keiner der beiden kann wirklich besser punkten oder in die Defensive bringen. Es belibt aber interessant.

  12. Merkel watscht Raab ab

    So richtig gut läuft es bisher nicht zwischen Angela Merkel und Stefan Raab! Schon zum zweiten Mal lehnt sie die Frage des Pro7-Moderators ab, bittet sich aus, noch zu Ende reden zu dürfen. Später schlägt Raab zurück: „Frau Merkel, sie haben deutlich mehr geredet als Herr Steinbrück. Bitte bedenken Sie das.“

  13. BILD.DE-ZWISCHENSTAND

    ►1. BLITZANALYSE: Maybrit Illner macht den Aufschlag mit der ersten Frage an den SPD-Kanzlerkandidaten. Peer Steinbrück wirkt gut vorbereitet, konzentriert, allerdings etwas angespannt. Er wirft der Regierung Stillstand vor, und bringt in raschem Schlagworten präzise, vor, was er als Kanzler alles ändern möchte. Steinbrück gibt sich kämpferisch, wirkt aber nicht aggressiv . Merkel reagiert souverän, lässt sich nicht provozieren, wirkt gelassener als der Herausforderer. Die vier Moderatoren stellen keine Kuschelfragen, sind durchaus bissig.
    Im Klartext: Es geht munter und interessant los.

  14. Merkel und Steinbrück versprechen Wählern mehr Geld

    Reden wir über Geld! Anne Will stellt die erste Frage, will wissen, ob die Deutschen nach der nächsten Legislaturperiode mehr oder weniger Geld in der Tasche haben. Merkel und Steinbrück bejahen das. „Die Union versucht den Eindruck zu erwecken, dass die SPD in alle Geldbörsen greifen will, das ist Propaganda“, sagt Steinbrück. Merkel krätscht ein, schmettert auch die Zwischenfrage von Stefan Raab ab. „Ich setze darauf, möglichst viele Menschen in Arbeit zu bringen und diejenigen, die etwas unternehmen wollen, nicht in Schwierigkeiten zu bringen.“ Raab will über Schulden reden: „Wie wäre es, wenn wir ab sofort keine Schulden mehr machen würden?“ Merkel: „Wir haben den Schuldenberg unseren Vorgängern zu verdanken (...) Endlich kommen wir jetzt an einen Punkt, wo wir damit beginnen können, Schulden zurückzuzahlen.“

  15. „Lassen Sie sich nicht von Frau Merkel einlullen!”

    Es geht los! Maybrit Illner stellt die erste Frage – sie geht an Peer Steinbrück. Und der holt aus, erklärt seinen Plan für Deutschland. „Handlungsfähige Kommunen, starkes Sozialengagement“ und er will eine Regierung die handelt und „sich nicht von einem Gipfel zum nächsten hangelt“.

    An die Zuschauer gerichtet äußert Steinbrück die Bitte: „Lassen Sie sich nicht einlullen.”

    Die zweite Frage stellt Stefan Raab, sie geht an Merkel: „Sind Sie sicher, dass CDU herauskommen würde, wenn Sie im Wahlomaten abstimmen?“ Ja, das ist sie. „Wir haben gezeigt, dass wir es können und das in einer sehr schwierigen Zeit“, sagt die Kanzlerin.

    Dann fragt Peter Kloeppel: „Tut Herr Steinbrück ihnen leid, Frau Merkel?“ „Nein, wir sind Politiker“, sagt die Kanzlerin. Und Politiker seien eben professionell. Steinbrück steigt als erstes in die Wahlkampfthemen ein: Mindestlohn.

  16. Noch schnell ein Foto vor dem Start

    Vergrößern Merkel
    Gleich geht's los, doch für ein Foto mit den TV-Chefs hat die Kanzlerin noch schnell Zeit
    Foto: Getty Images
  17. Merkel zieht in den Kampf

    Jetzt ist auch die Kanzlerin vor dem TV-Studio eingetroffen. Sie lächelt, sie wirkt sicher, siegesgewiss.

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    Foto: Getty Images
  18. Buh-Rufe für Steinbrück

    BILD-Reporter Stephan Haselberger berichtet live aus Adlershof: Steinbrücks schwarze Phaeton-Limousine trifft vor dem Studio in Adlershof ein. Der Kandidat wird von Buh-Rufen und Pfiffen empfangen. Sie kommen von den Wahlkämpfern der Jungen Union, die sich auf der andern Straßenseite versammelt haben. Es sind mindestens 150, sie tragen T-Shirts in Orange, halten Plakate hoch („Angie"). Und sie sind richtig laut.

    Steinbrück steigt hinten rechts aus dem Wagen, steuert in Begleitung seiner Büroleiterin Sonja Stötzl auf eine kleine Gruppe Jungsozialisten zu. Es sind nicht mehr als 20, sie haben ein einziges Plakat dabei. Darauf steht: „Klartext gewinnt!“ Steinbrück macht kurz vor dem Plakat halt, reckt beide Arme zum Victory-Zeichen.

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    Foto: dpa
  19. Halb Deutschland vor dem Fernseher

    Gut die Hälfte der Deutschen wollen sich die Sendung heute Abend anschauen, sagen Umfragen. Allerdings rechnen nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage für „Bild am Sonntag” 62 Prozent der Bundesbürger damit, dass Merkel das Duell für sich entscheidet. Nur 16 Prozent erwarteten einen Erfolg Steinbrücks. Selbst bei den SPD-Wählern sind 42 Prozent davon überzeugt, dass Merkel als Gewinnerin aus der Fragerunde hervorgehen wird, 36 Prozent setzten auf Steinbrück.

    Was denke Sie? Stimmen Sie bei BILD.de ab!

  20. Merkel-Fans laufen sich warm

    BILD-Reporter Stephan Haselberger ist vor dem TV-Studio in Berlin Adlershof angekommen. Was dort los ist? Jede Menge! Das Empfangskomitee der Jungen Union baut sich auf. Die Merkel-Fans tragen T-Shirts in Orange und Papp-Schilder. darauf steht oft nur ein Wort: Angie!

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    Foto: Bild.de
  21. Trittin, Brüderle und Gysi legen nach

    Einen Tag nach dem TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück treffen am Montag (20.15 Uhr) die Spitzenkandidaten der drei kleineren im Bundestag vertretenen Parteien zur Fernsehdebatte aufeinander. Für die Grünen nimmt Jürgen Trittin an der einstündigen Diskussion teil, für die Linke Gregor Gysi und für die FDP Rainer Brüderle. Moderatoren der vom Ersten live ausgestrahlten Sendung des WDR und des Bayerischen Rundfunks sind Sigmund Gottlieb und Jörg Schönenborn.

  22. Moderatoren-Check

    Vergrößern Moderatoren
    Die letzten Vorbereitungen im Studio in Berlin Adlershof: Anne Will, Peter Kloeppel und Stefan Raab beraten sich
    Foto: dpa Picture-Alliance
  23. Steinbrück legt los, Merkel hat das letzte Wort

    Strenge Regeln beim TV-Duell heute Abend! Peer Steinbrück bekommt die erste Frage und Angela Merkel hat das letzte Wort. Festgelegt ist auch, wer wie lange reden darf (maximal 60 Sekunden Unterschied zwischen beiden) und in welcher Reihenfolge die Moderatoren sie aus der Reserve locken.

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