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UHK Trainer Stefan Szilagyi sagt langsam Servus!

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Demnächst ist es soweit. Moser Medical UHK Trainer Stefan Szilagyi verabschiedet sich am kommenden Mittwoch beim UHK-Handballheurigen. Zum Abschluss befragte ich Stefan über seine Zeit beim UHK!
 
Stefan, du nimmst jetzt deinen Abschied sowohl beim UHK als auch von deinem langjährigen Trainerjob.
altWie geht es dir dabei?
Es ist schon ein etwas komisches Gefühl. Ich habe mich aber auf diese Situation bereits seit einem Jahr vorbereitet. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich entschlossen den Trainerjob nach dieser Saison zu beenden. Ich habe dies auch den Verantwortlichen beim UHK vor der letzten Saison mitgeteilt. Jetzt freue ich mich schon auf meinen neuen Lebensabschnitt. Es war eine schöne und lange Zeit, in der ich mich dem Handball widmen konnte. Zuletzt merkte ich aber, dass es Zeit wird aufzuhören. Vor allem auch deswegen, da ich in meiner 28 jährigen Trainertätigkeit nie eine Pause eingelegt habe. Daher bin ich auch mit meiner neuen Situation zufrieden.
 alt
Du warst jetzt 6 Jahre als Trainer beim UHK. Wenn du zurückblickst, was waren deine Höhepunkte
und was deine Tiefschläge?

Für mich war der UHK bei meinem Eintritt ein besonderer Verein mit großer Handballtradition. Ich war daher überzeugt, Erfolge erreichen zu können. Mein Ziel galt sowohl dem Cup-Sieg als auch dem Meistertitel. Der Cupsieg ist uns im Jahr 2010 gelungen, der Meister allerdings nicht. Hier sind wir bekanntlich im Vorjahr knapp gescheitert. Darüber bin ich natürlich enttäuscht, denn es war mein erstes Ziel.

Andererseits war es für mich schön, mit der Mannschaft über die gesamten Jahre sehr gut
zusammenzuarbeiten. Wir haben es gemeinsam geschafft, ein sehr gutes Kollektivalt zwischen Kremser und auswärtigen Spielern zu bilden. Die Spieler sind alle super Typen und charakterlich sehr stark. Wir haben praktisch in jedem der 6 Jahre konstant vorne mitgespielt. Es ist uns außerdem gelungen immer für positive Stimmung zu sorgen und auch ein gutes Klima zu erzeugen. Es war für mich daher am Nachhaltigsten, dass wir uns so gut verstanden haben. Diese schöne gemeinsame Zeit wird mir auch immer in positiver Erinnerung bleiben.
 

Du warst beim UHK immer ein bescheidener Trainer und hattest auch nie teure Wünsche, was den Spielerkader betraf. Dies, trotz des Drucks, jährlich um den Titel mitzuspielen. Wie bist du mit dieser Situation umgegangen?
Intern haben wir uns schon das Ziel gesetzt, Meister zu werden. Nach außen habe ich dies aber nie gesagt. Da braucht man nur zu schauen, wie stark die Konkurrenz innerhalb der Liga ist. Hard, Margareten, Bregenz und weitere Vereine haben Profi-Mannschaften. Ich habe auch gesagt, wenn alles gut für uns läuft, dann können wir auch mit unserer Philosophie den Meistertitel schaffen. Dieser wäre uns auch im Vorjahr fast gelungen. Wir gewannen sowohl den Grunddurchgang als auch das Meister-Play-Off. Die Chance war also da.
Einer der Gründe, warum wir es nicht geschafft haben war, dass sehr viel Druck von außen in die Mannschaft gekommen ist. Da haben uns einige doch überschätzt. Dies begann bereits bei der Spielerpräsentation im August. Von mir ist das sicher nicht gekommen und auch nicht von den Spielern.
Bereits im Voraus den Meister zu planen, kann man unter den gegebenen Voraussetzungen nicht machen und ist auch unrealistisch. Da waren die Erwartungen doch zu groß und die Öffentlichkeit erhielt da ein falsches Bild über unsere Möglichkeiten.
Der Druck war, wie bereits gesagt, letztlich dann für die Mannschaft zu groß. Kleinigkeiten haben gefehlt, um den großen Wurf zu schaffen.
 
Was fehlt dem UHK, um über Jahre um den Titel mitspielen zu können?
Um längerfristig gezielt um den Meistertitel zu spielen ist ein höheres Budget unumgänglich, so wie das z.B. über 10 Jahre in Bregenz der Fall war. Da gehört das ganze Umfeld professionalisiert und da müssen Trainer, Spieler und das Management mit Profis ausgestattet sein.

 alt

Von einigen UHK-Fans kamen öfters zwei Kritikpunkte. Der eine Punkt betrifft die 6:0 Abwehr, der andere den geringen Einbau der Nachwuchsspieler in die Mannschaft. Möchtest du uns deine Gründe dazu nun nennen?
Für mich war die 6:0 Abwehr die richtige Entscheidung. Dies werden auch andere Experten bestätigen. Für dieses Abwehrsystem haben wir auch die richtigen Spielertypen. Die Abwehrleistungen waren auch über Jahre konstant gut und wir haben mehrmals die wenigsten Tore in der Liga erhalten. Diese Abwehr hat so gut funktioniert, dass sie von den anderen Vereinen gefürchtet wurde. Außerdem spielten heuer alle 6 Mannschaften des MPO`s mit dieser Deckungsvariante. 6:0 kann man auch sehr offensiv spielen, was viele internationale Top-Mannschaften beweisen. Dazu bedarf es allerdings viel Training bis zur perfekten Umsetzung.
Für eine offensive Abwehr benötigt man andere Spielertypen. Es wäre falsch von mir gewesen, so ein Abwehrsystem zu erzwingen. Da hätten wir in unserem Kader auch die geeigneten Spieler dazu benötigt. Hier wären kleinere, schnelle und wendige Typen die richtige Ergänzung gewesen.
 
Immer dort, wo ich Trainer war, habe ich junge Spieler eingebaut. So habe ich aus ehemaligen Jugendspielern sehr gute Spieler für die HLA und auch für die österreichische Nationalmannschaft geformt. Dies erfolgte immer Schritt für Schritt und mit viel Geduld.
Als ich zum UHK kam, hatten die jungen talentierten Spieler leider zu wenig Geduld. Im letzten Jahr, als mit Babarskas und Feichtinger 2 junge hochtalentierte Spieler in den Kader kamen, wollte ich ihnen auf alle Fälle Spielanteile geben.
Dann kam aber die Situation im letzten Herbst, wo wir fast das Meister-Play-Off verpasst hätten. Mitentscheidend dann auch die Torhüterverletzung und die notwendige Neuverpflichtung von Shejbal. Babarskas konnte dann als vierter Ausländer leider nicht mehr spielen. Dazu kamen auch noch die Verletzungen von Brunner und Feichtinger. Diese äußeren Umstände zwangen mich, verstärkt auf die erfahrenen Spieler zurückzugreifen. Der Abstieg ins untere Play-Off wäre für den Verein fatal gewesen. Der Erfolgsdruck und die generelle Situation, dass es keine leichten Gegner in der Liga mehr gibt, zwangen mich leider zu dieser Entscheidung.
Es ist nicht einfach, wenn es um jeden Punkt geht, junge Spieler einzusetzen. Daher konnte ich auch auf die Gefühle der jungen Spieler keine Rücksicht nehmen, was mir natürlich leid tut.
Eines ist jedenfalls klar, sowohl Feichtinger als auch Babarskas, Brunner und Deifl hätten sich auf Grund ihrer Trainingsleistungen mehr Spielanteile verdient.
Ich bin jedenfalls vom Talent der jungen Spieler überzeugt und ich glaube auch, dass sie ihren Weg machen werden.
 
Die Mannschaft für die neue Saison steht großteils. Wie ist deine Einschätzung zur Verjüngung und was traust du ihr im ersten Jahr mit dem neuem Trainerteam zu?
Es wäre sicher der größte Fehler die neue und verjüngte Mannschaft von außen sportlich unter Druck zu setzen und zu viel zu verlangen. Sowohl den Trainern als auch den Spielern muss man jetzt die Zeit geben, die sie brauchen. Es ist auch eine Aufgabe für den Vorstand, dies der Öffentlichkeit mitzuteilen.
Die rechte Seite, um ein Beispiel zu nennen, ist mit den 3 starken Linkshändern (Visy, Mitkov und Svoboda) sicher sehr gut besetzt und ich glaube auch, dass die Mischung zwischen den älteren und jüngeren Spielern eine gute ist.
 
Möchtest du in deiner Heimat noch etwas für den Handballsport tun?
Mein älterer Sohn Zsoltan ist Chef-Trainer in Dabas (Zweite Liga, zweiter Platz). Im Verein trainieren 180 Kinder und ich habe mit dem Präsident vereinbart, dass ich dort als eine Art sportlicher Leiter ein Nachwuchskonzept ausarbeite und auch als Individualtrainer für die jungen Spieler tätig werde.
 
Wirst du den UHK bei Bedarf auch aus der Ferne unterstützen bzw. auch ab und zu ein Spiel des UHK besuchen?
Ja, selbstverständlich. Ich habe mit Ivo Belas auch bereits darüber gesprochen. Ich kann sicher Freundschaftsspiele oder auch Turniere in Ungarn weiter organisieren. Auch kann ich gerne als Scout Spielerkandidaten für den UHK beobachten. Ich bleibe mit Ivo sicher weiter in Kontakt, aber dreinreden werde ich ihm auf keinen Fall.
Natürlich kann ich mir auch vorstellen, ab und zu Spiele des UHK zu besuchen. Ich habe hier viele Freunde gewonnen und ich verbrachte sehr schöne Jahre hier. Ich werde sicher einer der größten UHK-Fans sein und bei jedem Spiel auch von der Ferne die Daumen halten.
 
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich beim letzten Heimspiel schon sehr gerührt war, besonders über das Transparent mit „Danke Stefan“! Ich habe immer einen guten Kontakt gepflegt und ich kann mich daher mit gutem Gewissen von den Fans, den Funktionären und meinen Spielern verabschieden.
 

 alt

Stefan: Ich erlaube mir im Namen unserer Fans ein großes Danke zu sagen. Danke, für die vielen schönen und spannenden Stunden, die du uns mit deiner UHK-Mannschaft beschert hast!

Die Farb-Fotos stammen von Ewald Rauscher; Fotos von anderen Veranstaltungen unter:  http://www.se4a-pictures.at

Der Steckbrief von Stefan Szilagyi:

Persönliches:
Verheiratet; Söhne = Zsoltan und Viktor; 4 Enkelkinder                                       
Wohnhaus in Dabas
Ehrenbürger von Tököl 
 
Sportliches:                                                                                
Über 50 Jahre Handball
Frühere Spiel-Positionen: hauptsächlich Kreis, aber auch Aufbau-Mitte
Ungarn:
17 Jahre Ferencvaros, 3 Jahre Debrecen
1976: ungarischer Handballer des Jahres
227 Spiele für die ungarische Nationalmannschaft
Teilnehmer bei der WM 74 (7.Platz), 78 und 82
Olympische Spiele: 1976 in Kanada 6. Platz, 1980 in Moskau 4. Platz
2 Nominierungen für die Weltauswahl
Österreich:
14 Jahre (ab 1985) bei Union St.Pölten (Spieler und Trainer), 2 ½ Jahre Trainer bei WestWien, anschließend 6 ½ Jahre in Tulln und zuletzt 6 Jahre beim UHK.

alt
Das Foto zeigt den Spieler Stefan Szilagyi im Jahr 1985 bei der Begrüßung von Karl Paris (links), dem damaligen Manager von Union St. Pölten.
Fotoquelle: Karl Paris/Kronenzeitung
 



 

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