Synchronsprecher Kurzporträts P Q


Hans Paetsch

(07.12.1909, Altmünstertal, Elsaß-Lothringen [damals Deutsches Kaiserreich - heute Montreux-Vieux / Alsace / Frankreich] - 03.02.2002, Hamburg)

Hans Paetsch wurde bekannt als "Märchenonkel der Nation". In unzähligen Hörspielen und Märchenschallplatten konnte man seine markante Stimme bewundern. So war er auch noch 1998 in Tom Tykwers Lola rennt nochmals als Erzähler zu hören. Paetsch begann seine Theaterlaufbahn in Saarbrücken. Über Prag und weitere Stationen gelangte er in seine Wahlheimat Hamburg. Dort war er bis 1991 auf der Bühne zu sehen. Er gab 1940 in dem Film Mein Mann darf es nicht wissen seinen Einstand im Kinofilm. Im Kriegsfilm Hunde, wollt ihr ewig leben? (1958) spielte er einen Kompaniechef, im Heinz-Erhardt-Film Natürlich die Autofahrer (1959) war er ein Polizeipräsident. Auch in Edgar-Wallace-Filmen war er zu sehen: Die toten Augen von London (1961) und Das Gasthaus an der Themse (1962). Natürlich war Paetsch' Stimme auch in Synchronisationen zu hören: er synchronisierte Lionel Barrymore in Das Zeichen des Vampirs, Eric Portman in Lockende Tiefe oder Barnard Hughes in Pater Brown läßt sich nicht bluffen. Nachfolgend der Weblink zu seiner Hommage-Website: www.hanspaetsch.de

Überarbeitet am 07.06.2006


Ilse Pagé


Ilse Pagé (unten rechts) mit Marion Michael in Davon träumen alle Mädchen (1961)

(Ilse Hinniger, später Schumann)
(29.05.1939, Berlin)

Ilse Pagé machte ihre Schauspielausbildung am Berliner Max-Reinhardt-Seminar. 1957 spielte sie in einem der besten DEFA-Filme, Berlin-Ecke Schönhauser, die weibliche Hauptrolle. Von 1959 bis 1966 spielte sie am West-Berliner Schillertheater. Mit Beginn der 60er Jahre ist sie im bundesdeutschen Film vielbeschäftigt. Sie spielt in Schlagerfilmen (Davon träumen alle Mädchen; 1961), in Komödien (Das Haus in Montevideo, 1963- mit Heinz Rühmann; Ganovenehre, 1966- mit Gert Fröbe), vor allem aber in Krimis: als pfiffige Sekretärin "Miss Finley" hilft sie ihrem Vorgesetzten, Sir John (alias Siegfried Schürenberg) aus so mancher Patsche (u.a. Die blaue Hand, 1967; Der Mönch mit der Peitsche, 1967; Der Hund von Blackwood Castle, 1967; Im Banne des Unheimlichen, 1968; Der Gorilla von Soho, 1968; Der Mann mit dem Glasauge, 1969). In den 70er Jahren ist sie nur noch selten im Kino zu sehen. Sie spielt in Schlöndorffs Blechtrommel (1979) oder in Thomas Braschs Engel aus Eisen (1981- Bundesfilmpreis!). Im TV wirkt sie in der Serie Hotel Paradies mit. Ilse Pagé synchronisiert seit den 60er Jahren. Sie sprach Rollen für Gene Tierney (Laura- TV-Synchro), Jill St. John (Der Ladenhüter) oder Karen Black (Der Tag der Heuschrecke). Und sie war die deutsche Stimme für Marie Versini in Winnetou, 1. Teil.


Wolfgang Pampel


Foto mit freundlicher Gehmigung der Agentur Stimmgerecht

(03.04.1945)

Seine Ausbildung hatte er an der damaligen DDR-Theaterhochschule in Leipzig. In selbiger Stadt trat er auch am dortigen Schauspielhaus auf. Einen Gastauftritt im Jahr 1974 im Westen, nutzte er zur Flucht. Im Jahre 1989 begann er auch mit seinem Gesangsunterricht. Über Theaterstationen in Berlin und Düsseldorf kam er nach Österreich, wo er seine schauspielerische Tätigkeit an Sprech- und Musical-Bühnen wie Salzburg, Klagenfurt, St. Pölten etc. fortsetzte. Im Kino konnte man ihn in Geheimcolde Wildgänse (1984) sehen. Auch in TV-Produktionen sieht man in hin und wieder als Darsteller. So in der SAT.1-Produktion Alpha Team, in der Episode Undank, aus dem Jahre 2003. Als Synchronschauspieler ist er seit vielen Jahren die deutsche Stimme von Harrison Ford. Außerdem sprach er den Fiesling J.R. Ewing dargestellt von Larry Hagman, in der1980er US-TV-Serie Dallas. Außerdem sprach er u. a. Gérard Depardieu (Die Frau nebenan), Donald Sutherland (Die Körperfresser kommen) oder Richard Chamberlain (TV-Serie Shogun). Wolfgang Pampel lebt in Wien und arbeitet dort vornehmlich als Theater- und Musicalschauspieler.

Überarbeitet am 26.06.2006


Michael Pan


Foto: Helen Krüger, mit fr. Genehmigung von Michael Pan

(Michael Nathan)
(18.10.1952, Madrid)

Michael Pan wurde als Sohn des Kabarettisten und Chansonniers Peter Pan (eigentl. Alfred Nathan) und einer Flamencotänzerin in Madrid geboren. Dorthin war Peter Pan wegen der Nationalsozialisten in Deutschland emigriert. 1957 kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Auf Vermittlung des Schauspielers Ernst Busch, der Peter Pan in einem französischen Internierungslager kennengelernt hatte, zog die Familie 1958 nach Ost-Berlin. Hier gab Michael Pan an der Seite von Busch 1960 sein Theaterdebüt am Berliner Ensemble im Brecht-Stück "Das Leben des Galilei". In der Folgezeit war Pan als Kinderdarsteller am Berliner Ensemble und an der Volksbühne in Ost-Berlin tätig. Von 1970 bis 1973 machte er ein Schauspielstudium an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin-Schöneweide. Danach war er, nach einem Gastspiel in Gera, an verschiedenen Ost-Berliner Bühnen tätig: Deutsches Theater; Maxim-Gorki-Theater und Deutsche Staatsoper. 1987 stellte Michael Pan einen Ausreiseantrag in den Westen, der zwei Jahre später bewilligt wurde. Seitdem arbeitet er freiberuflich an verschiedenen Berliner Bühnen. Einen ersten Auftritt als Filmschauspieler hatte er 1962 in Igelfreundschaft. Es folgten Rollen u.a. in den TV-Serien Maxe Baumann, Der Staatsanwalt hat das Wort, Polizeiruf 110, SOKO Leipzig oder Die Rosenheim-Cops. Als Synchronsprecher (bislang rd. 650 Filme) konnte man ihn bislang u.a. für Christian Clavier (Asterix-Filme), Martin Short (Reine Glückssache; Mars Attacks!; Ran an die Braut) oder Brent Spiner (Star Trek) hören. Sein Sohn David Nathan ist ebenfalls als Schauspieler tätig. Seine Homepage: www.michael-pan.de

Neu eingestellt am 30.11.2011


Hans Georg Panczak

(19.07.1952, Düsseldorf)

Hans Georg Panczak begann schon als Kind -er wuchs in Berlin auf- mit dem Theater, Fernsehen und auch mit der Synchronisation. Er spielte an verschiedenen berliner Bühnen (u.a. Schloßpark und Hebbeltheater) oder auch in Lübeck. Zu seinen bekanntesten Fernsehrollen gehören einige Tatorte: Die Kugel im Leib (1979), Peggy hat Angst (1983), Bienzle und das Nervenspiel (1994) oder Der Heckenschütze (1998). Außerdem ist er seit langem in der ZDF-Vorabenserie Der Landarzt (als Hotelier "Mark Bohm") zu sehen. Neben Thomas Gottschalk und Helmut Fischer konnte man ihn in der Kinokomödie Zärtliche Chaoten (1987) sehen. Zu seinen bekanntesten Synchronrollen kann man Mark Hamill in den Krieg der Sterne-Filmen, Richard Thomas in der Serie Die Waltons oder auch Richard Dreyfuss in American Graffitti zählen. Außerdem sprach er Ron Howard in John Waynes letztem Film Der letzte Scharfschütze und Karatekämpfer Jackie Chan in The Protector.


Bruno W. Pantel


Bruno W. Pantel, auf dem Foto rechts, mit (v.r.) Bully Buhlan, Rudolf Platte, Giorgia Moll und Trude Herr in Marina (1960)

(Bruno Walter Pantel)
(17.03.1921, Berlin - 30.11.1995, München)

Sein Vater war der Artist Benno Pantel-Patrix. Bruno W. Pantel war ausgebildeter Fahrlehrer und machte eine medizinische Laboranten-Prüfung. Seine Theaterstationen waren Berlin und München. Pantel gehörte 1959 zum Kölner Kabarett "Senftöpfchen". Im Radio gestaltete er beim RIAS die Sendung "RIAS Kaffeetafel" (u.a. mit Hans Rosenthal). Seit Beginn der 50er Jahre wirkte er in vielen Kinofilmen mit. Es waren vorwiegend Chargenrollen, die er darstellte. Es waren Musikfilme oder Komödien wie Die Christel von der Post (1956), Der schräge Otto (1957) oder Freddy und die Melodie der Nacht (1960). In den 60er Jahren war er auch in Wallace-Filmen zu sehen (Zimmer 13, 1963; Der Mönch mit der Peitsche, 1967). Zu Beginn der 70er Jahre spielte er auch in Sexklamotten wie Liebesspiele junger Mädchen (1972) oder Was Schulmädchen verschweigen (1973) die komischen Parts. Er war sich auch für Trashfilme wie Die Elixiere des Teufels (1976) nicht zu schade. 1973 mußte Pantel ein Bein amputiert werden. Danach spielte er, mit Prothese, meist in Fernsehfilmen oder -Serien mit. Anfang der 90er Jahre mußte auch das andere Bein amputiert werden; er war danach auf den Rollstuhl angewiesen. Pantel war auch in der Synchronisation in der Regel für die Nebenrollen zuständig; so Gordon Jackson in Raubzug der Wikinger, Ferdy Mayne in Der Pirat oder Sorrel Brooke in Is was Doc?!. Eine Synchronhauptrolle war Oliver Hardy (Das Mädel aus dem Böhmerwald; DF v. 1957, später in TV-Synchros der Reihe Dick und Doof). In der Muppet-Show war er der Fozzie-Bär. Bruno W. Pantel, verheiratet mit Brigitte-Isolde Marx (2 Kinder) und Träger des Bundesverdienstkreuzes, starb am 30.11.1995 nach langer Krankheit in München.


Peter Pasetti


Peter Pasetti mit Marika Rökk in Sensation in San Remo (1951) und mit Margot Hielscher in Heimweh nach Dir (1952)

(08.07.1916, München - 23.05.1996, Dießen, Ammersee)

Pasetti studierte Schauspiel und Musik. Seinen ersten Film drehte er bereits 1940 (Das Fräulein von Barnhelm). Es folgten Filme wie Die kupferne Hochzeit (1948- Regie Heinz Rühmann- mit Hertha Feiler, Hans Nielsen), Sehnsucht nach dir (1952, mit Margot Hielscher), Jonny rettet Nebrador (1953- mit Hans Albers), der DEFA-Film Spielbank-Affäre (1957- mit Gertrud Kückelmann) oder auch die Simmel-Verfilmung Und Jimmy ging zum Regenbogen (1971). Seit den 60er Jahren hatte sich Pasetti neben der Theaterarbeit vor allem aufs Fernsehen konzentriert. Hier wirkte er in unzähligen Produktionen mit (Der Alte; Derrick; Das Kriminalmuseum). Pasetti synchronisierte u.a. Humphrey Bogart in Wir sind keine Engel, Gary Cooper (Wem die Stunde schlägt), Orson Welles (Die Lady von Shanghai) oder auch John Wayne (Piraten im karibischen Meer).


John Pauls-Harding


John Pauls-Harding und Eva-Ingeborg Scholz in Das Fräulein und der Vagabund (1949)

(19.10.1922, Berlin-1987)

John Pauls-Harding wirkte als junger Nachwuchsschauspieler in den Filmen Annelie (1941), Ich werde dich auf Händen tragen (1943) oder in Wir sehn uns wieder (1945) mit. Seinen letzten Kinoauftritt hatte er im Zarah-Leander-Film Cuba Cubana (1952). Seit 1946 hatte sich Pauls-Harding der Synchronarbeit gewidmet. Zunächst als Sprecher (William Henry in Die Abenteuer Mark Twains; Peter van Eyck in Die letzte Etappe; Carl Möhner in Rififi oder auch Frank Sinatra in Verdammt in alle Ewigkeit). Später war er ein vielbeschäftigter Synchronregisseur. So führte er u.a. Synchronregie bei den Filmen Wiegenlied für eine Leiche (mit Bette Davis, Olivia deHavilland), Getaway (mit Steve McQueen), Sodbrennen (Jack Nicholson), Tootsie (Dustin Hoffmann) oder den Woody-Allen-Streifen Der Stadtneurotiker und Radio Days. Auch für die Westernserie Bonanza führte er Synchronregie.


Arno Paulsen


Die Mörder sind unter uns (1946): Arno Paulsen (rechts) mit Hildegard Knef und Wilhelm Borchert; 1959 mit Elke Sommer in Am Tag als der Regen kam.

(Gustav Zubke)
(03.01.1900, Stettin -17.09.1969, Baden-Baden)

Arno Paulsen begann seine Theaterlaufbahn 1917 in Stettin. Später trat er auch in Bühnen in Osnabrück, Zwickau, Hannover oder Hamburg auf. Im zweiten Weltkrieg war Paulsen Soldat. Nach dem Krieg begann seine eigentliche Karriere. Seine erste -und bedeutenste- Filmrolle spielte er bei der ostdeutschen DEFA im ersten Nachkriegsfilm Die Mörder sind unter uns (1946). Paulsen spielte darin einen Fabrikanten, der im Krieg für die Erschießung von Geiseln in Russland verantwortlich war. Bei der DEFA spielte er auch in Grube Morgenrot oder Affäre Blum (beide 1948). Ab 1950 spielte er fast ausschließlich in westdeutschen Produktionen wie Der 20. Juli (1955), Liane, das Mädchen aus dem Urwald (1956), oder auch Der Stern von Afrika (1956/57). Arno Paulsen wurde ab 1950 (häufig) die deutsche Stimme von Oliver Hardy. Daneben sprach er u.a. auch Walter Slezak. 1966 erkrankte Paulsen schwer; er konnte seine Schauspieltätigkeit nicht mehr fortsetzen und verstarb 1969.


Uwe Paulsen

(1944)

Uwe Paulsen synchronisierte schon als Kind in den 1950er Jahren seine ersten Rollen (Mickey Maga in Geliebt in alle Ewigkeit, 1956). Seine wohl bekannteste Synchronrolle ist Martin Shaw in der TV-Krimiserie Die Profis. Weitere Synchronrollen: Dirk Benedict in Kampfstern Galactica (beide Kinofilme), Peter Firth in Lifeforce, Andy Garcia in Das mörderische Paradies, Rob Lowe in Outsider oder Bo Hopkins in der TV-Serie Denver-Clan. Bislang kommt er auf über 500 Synchronrollen. Uwe Paulsen ist der Sohn des UFA-Stars Harald Paulsen. Er gehörte zum Ensemble der Berliner Stachelschweine.

Überarbeitet am 12.12.2006


Helmut Peine

(05.05.1902, Magdeburg - 28.08.1970, Breyell/ Düsseldorf)

Peine besuchte keine Schauspielschule, sondern erarbeite sich seine Schauspielfähigkeiten selbst. Peine arbeitete vor allem in Hamburg als Schauspieler. Ab 1950 war er häufiger in westdeutschen Kinoproduktionen zu sehen, wie z.B. Sensation in San Remo (1951, mit Marika Rökk) oder Gift im Zoo (1952, mit Carl Raddatz). Ab 1958 arbeitete Peine dann auch für das Fernsehen. So war er in mehreren Stahlnetz-Folgen zu sehen. Als Synchronschauspieler lieh er u.a. George Coulouris (Doktor ahoi!) oder Sidney James (Duell am Steuer) seine Stimme.


Werner Peters


Werner Peters in Der Untertan (1951)

(07.07.1918, Werlitzsch - 30.03.1971, Wiesbaden)

Werner Peters besucht nach der mittleren Reife dieSchauspielschule am Alten Theater in Leipzig, wo ihn Lina Carstens unterrichtet. Er spielt Theater in Stralsund und Mainz, bis er zur Wehrmacht einberufen wird. Aufgrund einer Theaterverpflichtung ist er bis 1941 zeitweise vom Militärdienst freigestellt. Nach Kriegsende spielt er zunächst in Gera, 1946/47 an den Münchner Kammerspielen. Hier spielt er 1947 auch in Zwischen Gestern und Morgen eine erste kleine Kinorolle. Von 1948 bis 1955 wirkt Werner Peters in mehr als einem Dutzend DEFA-Filmen mit. Er spielt in Affäre Blum (1948- Regie Erich Engel) und Rotation (1948/49- Regie Wolfgang Staudte). 1951 spielte er in Staudtes Der Untertan die Hauptrolle des Diederich Hessling, der sich der Autorität von Kaiser und Militär bedingungslos unterwirft (Foto rechts!) . Von nun an war er häufig auf die Person des "häßlichen Deutschen" in Uniform und Zivil festgelegt. 1955 wechselt Peters nach Westdeutschland, zunächst nach Düsseldorf, ab 1956 nach Berlin. Im bundesdeutschen Kinofilm ist er meist auf das Rollenklischee des Bösen festgelegt. Nur selten erhält er Gelegenheit, sein komödiantisches Talent zu zeigen: im Rühmann-Film Das Sonntagskind ist er der "faule Geselle", in Der Greifer (1957) hilft er Hans Albers, einen Verbrecher zur Strecke zu bringen. Es überwiegen aber die negativen Charaktere: in Strafbatallion 999 (1959) ist er der brutale Hauptfeldwebel Krüll, in Kriegsgericht (1959) ist er als Kriegsgerichtsrat Brenner formell auf der Seite des Gesetzes, aber nicht des Rechts. In Siodmaks Nachts, wenn der Teufel kam (1957) ist er der windige Zeitgenosse Willi Keun, dem fälschlich Frauenmorde angelastet werden und der deshalb zum Tode verurteilt wird. In Rolf Thiele Das Mädchen Rosemarie gehört er zum Kundenkreis des Callgirls Rosemarie. In den 60er Jahren spielt Peters häufig in Wallace-Filmen (Der Schwarze Abt, Die Gruft mit dem Rätselschloss). Hinzu kommen Auftritte in internationalen Produktionen (36 Stunden, 1964; Die letzte Schlacht, 1965). 1958 gründet Peters das Synchronstudio "Rondo-Film" in Berlin. Im Synchronstudio spricht er Orson Welles (Der dritte Mann, 1963er Synchro), George C. Scott (Anatomie eines Mordes), Theodore Bikel (Duell im Atlantik) oder Edward Andrews (In den Fängen des Teufels). Privat betätigt sich Peters als Sportschütze (1959 Mannschaftsabzeichen in Bronze für Schnellfeuerpistolen). Ab 1966 ist er mit Ursula Burow verheiratet (1 Sohn). Der Wallace-Krimi Die Tote aus der Themse (1971) ist sein letzter Kinofilm. Am 30. März erliegt Werner Peters in Wiesbaden einem Herzinfarkt.


Pierre Peters-Arnolds

(1957, Berlin)

Pierre Peters-Arnolds war nach seiner Schauspielausbildung fünf Jahre am berliner Schillertheater beschäftigt. Seit 1982 lebt und arbeitet er in München. Seit 1985 führt er auch Synchronregie und schreibt Dialogbücher. Von 1990 bis 1995 war er geschäftsführender Gesellschafter der "Neuen Tonfilm", seit August 1995 ist er Chef der münchner PPA-Film. Er synchronsierte Adam Baldwin in Full Metal Jacket, Alec Baldwin in Beetlejuice, Michael Keaton in Mr. Mom oder William R. Moses in der Serie Falcon Crest. Seine Schwester Philine ist ebenfalls (Synchron-)Schauspielerin.


Philine Peters-Arnolds


Foto: Helen Krüger, mit freundlicher Genehmigung von Philine Peters-Arnolds

(1954, Berlin)

Philine Peters-Arnolds arbeitet seit vielen Jahren als Synchronschauspielerin, vor allem in Berlin. Sie ist die deutsche Stimme von Joan Cusack (Die Waffen der Frauen; In & Out; Mars Attacks!; 9 Months; Arlington Road). Außerdem Lara Flynn Boyle (Wayne's World) oder Jennifer Tilly (Der Dummschwätzer). Philine Peters-Arnolds, Schwester von Pierre Peters-Arnolds, war 1982 im TV-Film Wir haben uns doch mal geliebt zu sehen.


Peter Petersz

(Peter Simon- Petersz)
(05.10.1925, Mainz - 24.09.1955, Berlin)

Peter Petersz war in den frühen 1950er Jahren in vielen Synchronrollen zu hören. Oftmals waren es Nebenrollen, die er mit seiner markanten Stimme ausfüllte. Er sprach Rock Hudson in Winchester 73, James Mason in Spionagering M oder Douglas Fairbanks in Aufstand in Sidi Hakim. Eine Synchronhauptrolle war Richard Widmark in Garten des Bösen. Im Kino war Petersz in einigen DEFA-Spielfilmen zu sehen, u. a. in Bürgermeister Anna (1949/50) oder 1951 in Wolfgang Staudtes Der Untertan. In Westdeutschland war er 1950 in einer kleinen Rolle in Melodie des Schicksals zu sehen, eine Produktion der Neuen Film Union (Bendestorf).

Überarbeitet am 06.05.2008


Heinz Petruo

(11.06.1918 - 12.11.2001, Coburg)

Heinz Petruo war seit 1953 ein oft eingesetzter Synchronsprecher. Er hat u.a. Lee van Cleef, Robert Shaw oder David Prowse ("Lord Darth Vader") in Krieg der Sterne gesprochen. Den Berlinern war er als RIAS-Sprecher bekannt. Gelegentlich hatte er auch Auftritte im deutschen Kinofilm, wie z.B. in Heimweh nach dir (1952) oder Was die Schwalbe sang (1956) - in beiden Filmen spielte er einen Rundfunksprecher. Zuletzt lebte Petruo als Rentner in Coburg/Bayern, wo er am 12. November 2001 verstarb. Sein Sohn Thomas ist ebenfalls als Synchronsprecher tätig.

Überarbeitet am 11.12.2006


Thomas Petruo


Fotos mit freundlicher Genehmigung von Thomas Petruo

(10.10.1956)

Thomas Petruo ist der Sohn von Heinz Petruo und seit 1972 im Synchrongeschäft tätig. Zu seinen Synchronrollen (bislang über 700 Filme) gehören u.a. Samuel L. Jackson (Jackie Brown), Kevin Bacon (Apollo 13), Mick Jagger (Freejack), Alec Baldwin (Die Waffen der Frauen) oder auch Woody Harrelson (Natural Born Killers). Seine Tochter Vanessa, die auch schon synchronisiert hat, war Mitglied der Popgruppe "No Angels".

Überarbeiet am 12.08.2007


Günter Pfitzmann


Günter Pfitzmann mit Senta Berger in Immer Ärger mit dem Bett (1961) und mit Ingrid Andree und Elke Sommer in Nachts ging das Telefon (1962)

(08.04.1924, Berlin - 30.05.2003, Berlin)

Günter Pfitzmann wird als Sohn eines Kaufmanns 1942 zum Arbeits- und Kriegseinsatz herangezogen. Nach einer schweren Verwundung nimmt er Schauspielunterricht an der Schauspielakademie "Der Kreis" (Fritz Kirchhoff). 1946 hat er sein erstes Engagement in Potsdam, es folgen Rollen an berliner und münchner Bühnen. 1949 gehört er zu den Gründungsmitgliedern des Kabaretts "Die Stachelschweine". Pfitzmann spielt an allen großen Bühnen Berlins, läßt sich aber auf kein Rollenbild festlegen. 1956 erhält er den "Berliner Kunstpreis der jungen Generation". 1950 hat er in Nur eine Nacht seinen ersten Kinoauftritt. Er spielt in Kriegsfilmen wie Hunde, wollt ihr ewig leben (1958), Die Brücke (1959) oder Nacht fiel über Gotenhafen (1959), wirkt aber auch in Komödien mit (Drillinge an Bord, mit Heinz Erhardt, 1959; Der Kapitän, mit Heinz Rühmann, 1971) oder in Krimis (Dr. Crippen lebt, 1957; Der Zinker, 1963). Nach 1960 spielt Pfitzmann oft in TV-Produktionen. Durch Serien wie Am grünen Strand der Spree (1960), Gestatten, mein Name ist Cox (1963), PS (ab 1975), Drei Damen vom Grill (ab 1978) oder Praxis Bülowbogen (ab 1986) wird er zu einem Publikumsliebling. Neben Theater, Film und Fernsehen arbeitet Pfitzmann auch als Synchronschauspieler. Er hat Synchronhauptrollen in Filmen wie 20.000 Meilen unter dem Meer (Kirk Douglas), Pepé le Moko (Jean Gabin) oder Unter Wasser rund um die Welt (Lloyd Bridges). In der Neusynchro von Asterix und Obelix spricht er den dicken Obelix. Günter Pfitzmann ist in erster Ehe mit Karin Hübner verheiratet, seit 1964 mit Lilo Giebken (zwei Kinder). Nach seinem dritten Herzinfarkt stirbt Günter Pfitzmann am 30. Mai 2003 in Berlin.


Eva Pflug

(12.06.1929, Leipzig - 05.08.2008, Grünwald bei München)

Eva Pflugs Theaterlaufbahn beginnt 1947 in ihrer Heimatstadt Leipzig. Es folgten Engagements in München, Köln, Frankfurt/M. und Berlin. sowie bei Festspielen in Heppenheim, Jagsthausen und Ettlingen. 1950 spielt sie im DEFA-Spielfilm Der Rat der Götter mit. In Westdeutschland kann man sie dann als Mordopfer im Krimi Gestehen Sie, Dr. Corda (1958- mit Hardy Krüger, Elisabeth Müller), in Schinderhannes (1958- mit Curd Jürgens, Maria Schell) sowie im ersten Edgar Wallace Film der Rialto Der Frosch mit der Maske (1959- mit Joachim Fuchsberger) sehen. Anfang der 1960er Jahre spielt sie in den Durbridge- TV-Krimis Das Halstuch und Tim Frazer mit. 1966 kommt dann ihre bekannteste Rolle: Leutnant Tamara Jagellowsk in der SF-Serie Raumpatrouille an der Seite von Dietmar Schönherr, Wolfgang Völz und Claus Holm. Die Rolle ist der Höhepunkt ihrer TV-Laufbahn; sie spielt danach in weiteren TV-Rollen, aber an ihren Erfolg in der Raumpatrouille kann sie nicht mehr anschließen. Bereits in den 1950er Jahren synchronisiert Eva Pflug. Zunächst in Hamburg, später auch in München und Berlin. Zu ihren Synchronrollen gehören u.a. Julie Christie (Dr. Schiwago), Anne Bancroft (Die Reifeprüfung), Glenda Jackson (Liebende Frauen; Sunday, bloody Sunday) und Marianne Hold in deren letztem Film Die Diamantenhölle am Mekong. Am 05. August 2008 wird Eva Pflug tot in ihrer Grünwalder Wohnung aufgefunden.

Überarbeitet am 07.08.2008


Renate Pichler

(Renate Pichler-Grimm)
( 01.11.1937, Deutsch-Krone, Pommern [damals Deutsches Reich, heute Walcz, Polen])

Renate Pichler ist seit vielen Jahren als Synchronschauspielerin tätig, vor allem in Hamburg. Sie sprach Barbara Bain in der TV-Serie Mondbasis Alpha 1 oder Diahann Carroll in der Serie Julia. Weitere Synchronrollen: Edwige Feuillère (Ohne einen Morgen), Margaret Lockwood (Eine Dame verschwindet), Rosalind Russell (Sein Mädchen für besondere Fälle) oder Bulle Ogier (An der Nordbrücke). Sie ist auch als Synchronregisseurin bzw. -autorin tätig (u.a. Serie Knight Rider, Film Liebe in Blechdosen). Ihre Schauspielausbildung hat sie bei Eva Fiebig in Hamburg gemacht. Renate Pichler hat in unzähligen Hörspielen mitgewirkt (u.a. Die drei ???) und war im TV u.a. in der Serie St. Pauli Landungsbrücken zu sehen. Renate Pichler ist verheiratet mit dem Kollegen Matthias Grimm.

Überarbeitet am 12.07.2006


Franziska Pigulla


Foto: Helen Krüger

Frank Glaubrecht / Franziska Pigulla
Foto: Elisabeth v. Glasenapp

(05.05.1964, Neuss/ Niederrhein)

Franziska Pigulla synchronisiert die Schauspielerin Gillian Anderson in der TV-Serie Akte X. Daneben spricht sie auch gelegentlich Demi Moore (Ein unmoralisches Angebot; Enthüllung) oder Sharon Stone (Begegnungen). Sie ist Sprecherin im Rundfunk und war beim TV-Nachrichtensender n-tv zu sehen. 1990 wirkte sie im Film Doktor M von Claude Chabrol mit. Aktuell kann man sie bei RTL II hören. Dort spricht sie teilweise die Off-Stimme in der US-TV-Dokumentationsreihe Autopsie - Mysteriöse Todesfälle.

Überarbeitet am 09.05.2007


Thomas Piper

(auch: Tommi Piper)
(19.03.1941, Berlin)

Tommi Piper sprach in den ersten Folgen der Westernserie Bonanza die Rolle des "Little Joe" (Michael Landon). Seitdem ist Piper regelmäßig in Synchronstudios zu Gast, anfangs in Hamburg, später in München. Er sprach u.a. Nick Nolte (Reich und arm- TV; Nur 48 Stunden) oder Tony Danza (Wer ist hier der Boss?-TV). Seine Glanzrolle aber erlebte er als deutsche Stimme von ALF (TV und auch Kino). Piper, auch als Sänger tätig, konnte man u.a. in den Kinofilmen Die Faust in der Tasche (1978) oder in Is was Kanzler? (1984) sehen. Im Fernsehen oft Gast in Derrick oder Der Alte.


Agi Prandhoff


Agi Prandhoff (in der Bildmitte, mit Elke Aberle auf dem Arm) in Rivalen der Manege (1958). Rechts Claus Holm.

(Agnes Prandhoff)
(1921, Troppow [
umbenannt in Opava / Mährisch Schlesien / damals Tschechoslowakei])

Agi Prandhoff trat vor allem in (West-) Berliner Theatern auf: Renaissance-Theater, Theater des Westens oder Hansa-Theater. Daneben spielte sie aber auch in Baden-Baden, Stuttgart (Staatstheater), Frankfurt/M. (Fritz-Rémond-Theater) oder auch in Wien (Akademietheater). Das Nachkriegskino hatte Nebenrollen für Agi Prandhoff: in Rivalen der Manege (1958, Foto links) kämpfte sie als Schwester eines Mordopfers um das Sorgerecht von deren Tochter. In Siebenmal in der Woche (1957) und in Tausend Sterne leuchten (1959) war sie eine Sekretärin. Ihren letzten Kinoauftritt hatte sie in Loriots Ödipussi (1988). Im TV trat sie u.a. in den Serien Ein Mann will nach oben, Ein Heim für Tiere oder Praxis Bülowbogen auf. Im Rundfunk arbeitete sie für den SFB und den RIAS in (West)-Berlin und beim Südwestfunk in Baden-Baden. Am bekanntesten ist aber Agi Prandhoffs Synchronstimme: seit 1954 (u.a. Lucille Ball in Villa mit 100 PS; Grace Kelly in Mogambo) war sie in vielen Rollen zu hören. Sie sprach mehrfach Elsa Martinelli (u.a. Wem die Sterne leuchten; Es begann in Rom; Hatari), Susan Hayward (Endstation Paris, Das Tal der Puppen) oder auch Ava Gardner (Die kleine Hütte). Am liebsten lieh Agi Prandhoff ihrer Kollegin Kay Kendall die Stimme: z.B. in Was weiß Mama von der Liebe? oder in Noch einmal mit Gefühl. Aus privaten Gründen trat sie in den 1960er Jahren beruflich kürzer, nach dem frühen Tod ihres Mannes (1969) stieg sie aber wieder voll in den Beruf ein.

Überarbeitet am 21.01.2007


Wolfgang Preiss


Wolfgang Preiss in Der 20. Juli (1955) und mit Marianne Hold in Von der Liebe besiegt (1956)

(27.02.1910, Nürnberg - 27.11.2002, Baden-Baden)

Preiss studiert 1930-31 in München Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft und nimmt Schauspielunterricht. 1932, nach bestandener Prüfung, debütiert Preiss am Theater der Gegenwart in München. Er spielt in Heidelberg, Königsberg, Bonn und Bremen. 1941 wird Preiss an die berliner Volksbühne verpflichtet. Gleichzeitig dient er bei einer Flakbatterie. 1942 wird er zur UFA "abkommandiert" und spielt neben Zarah Leander und Viktor Staal in Rolf Hansens Die große Liebe seine erste Filmrolle. Sein zweiter Film Besatzung Dora wird 1943 verboten. Nach dem Krieg spielt Preiss wieder Theater. Daneben arbeitet er auch im Synchronstudio. Zu seinen Rollen zählen Claude Rains in Mit eiserner Faust/ Der Prinz und der Bettelknabe, Louis Hayward in Der Mann mit der eisernen Maske, Ken Curtis in Keine Zeit für Heldentum oder Lex Barker in Klar Schiff zum Gefecht. Später spricht er noch Conradt Veidt in der Neufassung von Casablanca. 1954 entdeckt ihn Alfred Weidenmann wieder für den Film und gibt ihm eine Offiziersrolle in Canaris. Aufgrund dieses Erfolgs erhält Preiss die Rolle, die seinen endgültigen Durchbruch bedeutet: in Falk Harnacks Der 20. Juli spielt er den Hitler-Attentäter Claus Graf von Stauffenberg. Für seine vierte Offiziersrolle (im vierten Film) bekommt er 1956 den Bundesfilmpreis. Auch in späteren Filmen kann sich Preiss nie völlig vom Image des Offiziers befreien. So spielt er in Hunde, wollt ihr ewig leben? und Die grünen Teufel vom Monte Cassino in deutschen Kriegsfilmen Offziere. Später auch in internationalen Produktionen wie Der längste Tag (1962) oder Die Brücke von Arnheim (1976). In Artur Brauners Dr. Mabuse- Serie (1960-64) spielt Preiss den Superverbrecher "Dr. Mabuse". Im letzten Mabuse-Film (Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse) werden alte Szenen von Preiss nachträglich in den Film hineingeschnitten, um, wie Brauner sagt, die Werbewirksamkeit zu erhöhen. Wolfgang Preiss hat einen 1942 geborenen Sohn. Wolfgang Preiss, in dritter Ehe verheiratet, stirbt am 27. November 2002 in der Nähe von Baden-Baden.


Marianne Prenzel


Marianne Prenzel (in der Bildmitte) in Mädchen hinter Gittern (1949)

(31.01.1926, Langenbielau/ Schlesien [damals Deutsches Reich – heute Bielawa / Polen])

Marianne Prenzel gehörte zu den jungen Darstellerinnen in Alfred Brauns Mädchen hinter Gittern (1949). Im gleichen Jahr wirkte sie auch im DEFA-Film Die blauen Schwerter neben Hans Quest und Willy A. Kleinau mit. 1950 hatte sie in der DEFA-Komödie Saure Wochen-frohe Feste eine Hauptrolle. Der bundesdeutsche Kinofilm hatte nur noch Nebenrollen für Marianne Prenzel: Eva im Frack (1951), Nick Knattertons Abenteuer (1958, mit Karl Lieffen, Susanne Cramer). Ihre letzten Kinoauftritte hatte sie 1960 in dem Heinz-Erhardt-Film Der letzte Fußgänger und im Schlagerfilm Himmel, Amor und Zwirn. Vielbeschäftigt war sie hingegen als Synchronschauspielerin: Ulla Jacobsson (Sie tanzte nur einen Sommer), Debbie Reynolds (Du sollst mein Glücksstern sein), Barbara Rush (Die wunderbare Macht), Joanne Dru (Der Teufelshauptmann), Myrna Hansen (Mit stahlharter Faust), Corinne Calvet (Über den Todespaß- mit französischem Akzent!), Mitzi Gaynor (Der Fuchs geht in die Falle) oder auch Lenka Peterson (Schlappe Bullen beißen nicht).

Überarbeitet am 12.07.2006


Gina Presgott


Gina Presgott (rechts unten) in Mädchen hinter Gittern (1949)

(13.10.1924, Berlin - 08.10.1985, Ost-Berlin)

Sie hat ihren ersten Filmauftritt in Alfred Brauns Mädchen hinter Gittern, 1949 im Westteil Berlins gedreht. Ihre weiteren Filme dreht sie allerdings bei der ostdeutschen DEFA: Das Beil von Wandsbek (1951), Ernst Thälmann- Führer seiner Klasse (1954) oder Karbit und Sauerampfer (1963). Sie ist Mitbegründerin des Kabaretts "Die Diestel" und tritt auch als Sängerin auf. So erscheint 1952 eine Version von "Pack die Badehose ein" mit der im Westen die kleine Cornelia Froboess einen großen Erfolg hat. Gina Presgott, die Mitglied der Ost-Berliner Volksbühne ist, wirkt Ende der 1940er/Anfang der 1950er Jahre in einigen West-Berliner Synchronisationen mit; so leiht sie u.a. Shirley Temple (So einfach ist die Liebe nicht) oder Glynis Johns (Ein idealer Gatte; Staatsgeheimnis) ihre Stimme. Später ist sie dann in DEFA-Synchros zu hören, u.a. spricht sie dort Giulietta Masina.


Joachim Pukaß

(23.01.1936, Berlin)

Joachim Pukaß spricht in Synchronisationen meist Nebenrollen. Zu seinen bekanntesten Synchronrollen gehören David McCallum (Solo für O.N.K.E.L), William Forsythe in The Rock oder auch John Saxon in Flammen am Horizont. Pukaß, auch als Sprecher für den SFB tätig, wirkte 1968 im Kinofilm Make Love Not War- Die Liebesgeschichte unter Zeit und in der TV-Serie Direktion City mit. Er ist verheiratet mit Gisela Fritsch (Tochter Melanie- ebenfalls Schauspielerin).


Melanie Pukaß


Foto: Tino Kiessling

(26.02.1966, West-Berlin)

Melanie Pukaß ist die Tochter des Schauspielerehepaares Gisela Fritsch und Joachim Pukaß. Sie ist seit einigen Jahren eine vielbeschäfigte Synchronschauspielerin. Sie sprach bislang u.a. Halle Berry (z.B. in Gothika; Password Swordfish; James Bond- stirb an einem anderen Tag), Helena Bonham Carter (z.B.. in Big Fish; Mary Shelley's Frankenstein; Planet der Affen [2001]) oder auch Sarah Jessica Parker (Extreme- mit allen Mitteln).

Neu eingestellt am 17.11.2007


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