Kabelanschluss

Leistungsmerkmale der Kabeltelefonie

Auch die Kabeltelefonie bietet eine Reihe von Leistungsmerkmalen. Allerdings können sich diese mitunter unterscheiden. So gibt es einige Anbieter, bei denen schon im einfachsten Anschluss zwei Leitungen enthalten sind, wie man es vom ISDN Anschluss kennt. Bei anderen Anbietern ist standardmäßig nur eine Leitung vorhanden, eine zweite muss gegen Aufpreis dazu gebucht werden.

Die Qualität bei den Telefonaten ist indes sehr hoch, da die Kabelanbieter extra Kapazitäten für die Telefonie bereit halten. Nichtsdestotrotz kann es in Einzelfällen dazu kommen, dass Störungen auftreten.

Klassische Leistungsmerkmale enthalten

Alle klassischen Leistungsmerkmale sind beim Kabelanschluss für die Telefonie jedoch enthalten. So werden Rufnummern der Anrufer übermittelt und auch die eigene Rufnummer wird übertragen, kann aber ebenfalls unterdrückt werden, wahlweise nur zeitweilig oder generell. Dreierkonferenzschaltungen sind ebenso wenig ein Problem, wie das Anklopfen, wenn ein Telefonat geführt wird und ein weiteres eingeht.

Rückfragen und Makeln sind weitere Möglichkeiten, die bei der Kabeltelefonie zur Verfügung stehen und vielfach gibt es auch einen netzbasierten Anrufbeantworter im Grundtarif.

Triple Play Angebote nutzen

Besonders attraktiv erscheinen vielfach die Triple Play Angebote, die mit dem Kabelanschluss realisierbar sind. Hierbei können Fernsehempfang, Telefonie und Internetanschluss über einen einzigen Anbieter umgesetzt werden. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit, sollte es zu Störungen kommen, da nur ein Ansprechpartner vorhanden ist.

Problematisch ist allerdings: Kabelanbieter versprechen oftmals sehr hohe Bandbreiten für das Surfen im Internet. Diese können jedoch nicht garantiert werden, sondern sind abhängig vom Surfverhalten der übrigen Nutzer des gleichen Netzes. Es werden also nicht immer die beworbenen Spitzengeschwindigkeiten erreicht, dennoch ist das schnelle Surfen im Web problemlos möglich.

Kabeltelefonie nutzen: Das ist nötig

Wer jetzt selbst auf den Geschmack gekommen ist und die Kabel Telefonie für sich nutzen will, braucht dazu die passende Hardware und natürlich die Anschlussmöglichkeit. Zunächst ist deshalb zu prüfen, ob Kabel Telefonie am eigenen Standort überhaupt möglich ist. Dafür kann auf Vergleichsseiten die konkrete Adresse angegeben werden, anschließend wird ausgewertet, ob das Kabelnetz überhaupt von dem Anbieter betrieben wird und dementsprechend ein Anschluss möglich ist und ob es sich um eine rückkanalfähige Leitung, die sich auch für Telefon und Internet eignet, handelt.

Ist die Verfügbarkeit gegeben, was an den meisten deutschen Standorten der Fall sein sollte, so kann der Anschluss gebucht werden.

Anschluss übernimmt in der Regel ein Techniker

Nach einer Terminvereinbarung wird ein Techniker direkt nach Hause kommen. Sofern vorhanden, wird die alte Kabeldose durch eine neue Multimediadose ersetzt. Sollte noch kein Anschluss in der Wohnung liegen, wird dieser vom Techniker gesetzt.

Zusätzlich werden ein Kabelmodem, alternativ eine Set-Top-Box, und eine Ethernet-Netzwerkkarte benötigt. Mit letzterer wird der Computer an das Kabelmodem bzw. die Set-Top-Box angeschlossen.

An das Modem lassen sich dann auch Telefone und Faxgeräte anschließen. Dabei können in der Regel sogar analoge Telefone verwendet werden, die jedoch um einen Analog Telefon Adapter ergänzt werden müssen.

Modem wird zur Verfügung gestellt

Für den Anschluss wird in der Regel ein einmalig zu entrichtendes Bereitstellungsentgelt fällig. Das Modem oder die Set-Top-Box werden häufig vom Anbieter zur Verfügung gestellt. Je nach Kabelanbieter können dadurch zusätzliche Kosten entstehen, vielfach wird die Hardware auch kostenfrei gestellt. Lediglich für den Versand muss dann gezahlt werden. Ein handelsübliches Modem selbst zu besorgen, ist nicht ratsam, da die meisten Kabelanbieter mit eigenen Geräten arbeiten und nicht mit anderen Geräten kompatibel sind.

Telefonanschluss über Kabel: Das sind die Hintergründe

Der Kabelanschluss war in der Vergangenheit vor allem einem Zweck dienlich: dem Fernsehempfang ohne Störungen aufgrund der Witterungslage. Doch mittlerweile hat sich das Bild gewandelt. Der Ausbau der Kabelnetze (siehe http://www.kabelfernsehen.org/kabelnetz/) in Deutschland macht es möglich, auch über das Kabelnetz zu telefonieren.

Wann kann Kabeltelefonie realisiert werden?

Kabel Telefonie oder auch Voice over Cable (VoC) genannt, ist heute fast bundesweit möglich. Notwendig ist dafür nicht der normale Kabelanschluss, für den eine Leitung zum Empfang ausreicht. Stattdessen benötigt es eine zweite Leitung, die aber bei allen rückkanalfähigen Anschlüssen vorhanden ist. Diese rückkanalfähigen Kabelanschlüsse sind mittlerweile nahezu überall verbaut.

Die bisherige einfache Kabeldose muss zudem ersetzt werden, und zwar durch eine Multimedia-Dose. An diese kann das Kabelmodem angeschlossen werden. Über dieses findet dann auch der Anschluss des PCs (Internetverbindung) sowie des Telefons / Faxgerätes (Telefonie) statt. Zusätzlich wird mitunter ein Analog Telefon Adapter (ATA) benötigt.

Was bringt Kabeltelefonie?

Kabel Telefonie bietet eine ganze Reihe von Vorteilen, darunter etwa:

  • Nur ein Anbieter für Kabelfernsehen, Internet und Telefonie.
  • Preisliche Vorteile durch Komplettpakete realisierbar.
  • Hohe Geschwindigkeiten beim Internetanschluss, oftmals sogar besser, als bei herkömmlichem DSL.
  • Schnelles Internet auch in Regionen verfügbar, in denen DSL (noch) nicht möglich ist.
  • Weiterverwendung der bisherigen Hardware (Telefon, Faxgerät).
  • Kabel Telefonie auch ohne eingeschalteten PC möglich – damit ist ein großer Vorteil gegenüber VoIP gegeben.

Ablauf der Kabeltelefonie

Da Kabeltelefonie ähnlich dem Prinzip VoIP funktioniert, werden die Verbindungen nicht direkt hergestellt. Vielmehr werden die zu übertragenden Daten in kleine Pakete gepackt und über das Kabelnetz versendet.