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Kreise und Stadt planen Nahverkehr nun gemeinsam

Artikel vom 25.09.2012 - 23.45 Uhr

Kreise und Stadt planen Nahverkehr nun gemeinsam

Gießen (mö). Der Öffentliche Personennahverkehr in der Region soll künftig vom Zweckverband Oberhessischer Versorgungsbetriebe und der Stadt Gießen gemeinsam geplant werden. Bis Ende 2013 wollen der ZOV-Verkehr (mit den Kreisen Gießen, Wetterau und Vogelsberg) sowie die Stadt erstmals eine abgestimmte Planung vorlegen.

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Der Stadtbusverkehr (hier am Marktplatz) wird im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts bis Ende 2013 überplant. (Foto: Schepp)
Mit der Zusammenarbeit, die auf eine Initiative der Gießener Landrätin Anita Schneider zurückgeht, wollen die Aufgabenträger des Nahverkehrs unter anderem den »demografischen Klammergriff« und neue Anforderungen im Bereich Schülerverkehr bewältigen. Die Organisation des Nahverkehrs in der Region sei betriebswirtschaftlich »an der Grenze angelangt«, stellte Gießens Verkehrsdezernentin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) fest. Auf Nachfrage betonte sie gleichzeitig, dass es in Gießen auch künftig einen funktionierenden Stadtbusverkehr mit entsprechender Vertaktung geben wird. Gleichwohl müsse »grundlegend quer gedacht« und geprüft werden, was in dem Bereich »angemessen« ist, fügte sie hinzu.

Karl-Heinz Schneider, Vorstandsvorsitzender des ZOV, sowie Gerhard Muth-Born (Leiter Planung des ZOV) und Stefan Klöppel (Verkehr) machten deutlich, dass insbesondere durch steigende Spritpreise und neue Standards bei der Schülerbeförderung die Kosten des Nahverkehrs immer weiter stiegen, während die Einnahmen rückläufig seien. Einen speziellen Aspekt nannte der Gießener Verkehrskoordinator Ralf Pausch: Veränderte Unterrichtszeiten führten zu Spitzen im Schülerverkehr, die nur durch den vermehrten Einsatz von Fahrzeugen bewältigt werden könnten. Hinzu komme, dass man mit einem regionalen ÖPNV-Plan im RMV mehr Gewicht habe.

Da der gemeinsame Nahverkehrsplan noch ganz am Anfang steht, kann zu Details, was zum Beispiel den Gießener Stadtbusverkehr betrifft, noch nichts gesagt werden. Die diesbezüglichen Themen wurden von Weigel-Greilich und ihrem Mitarbeiter Pausch nur angerissen. Da wird es unter anderem um die Anbindung der neuen Wohngebiete im Osten und Norden oder die künftige Führung der Regionallinie 11 gehen, die nicht mehr über Allendorf und Lützellinden fahren soll.

Der gesetzliche vorgeschriebene NVP war von der Stadt Gießen 1998 in eigener Regie erstmals vorgelegt und 2005 fortgeschrieben worden, womit jeweils durchaus spürbare Veränderungen einhergingen. Das gemeinsame NVP-Projekt, das von der RMV-Tochter Rhein-Main-Service betreut wird, wird in eine längere Anhörungsphase gehen, in der auch die Busunternehmen zu Wort kommen sollen. 45 Betriebe, die Linien in der Region fahren, seien bereits angeschrieben worden, hieß es. Mit Anregungen zur Organisation des Nahverkehrs können Nutzer schon jetzt an Stadt und ZOV per E-Mail herantreten. Die Adressen lauten: nvp@giessen.de und nvp2014@zov-verkehr.de

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Artikel vom 25.09.2012 - 23.45 Uhr
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