Die Geschichte
des Peter Behrens Piano

Peter Behrens wird im Jahr 1899 dazu eingeladen, ein eigenes Haus auf der Darmstädter Mathildenhöhe zu errichten. Ernst Ludwig, Großherzog von Hessen und bei Rhein, ein Mäzen und Freund der Künste, verkauft sieben Künstlern je ein Stück Land, um ein modernes Haus darauf zu bauen. Die sieben Künstler sind Peter Behrens, Joseph Maria Olbrich, Patriz Huber, Rudolf Bosselt, Hans Christiansen, Paul Bürck und Ludwig Habich. Dies ist die Geburtsstunde der Künstlerkolonie in Darmstadt. Das Haus Behrens ist mit 200.000 Mark das teuerste auf der Mathildenhöhe.

Peter Behrens, ein Autodidakt, wählt nur die exklusivsten Unternehmen um seine Entwürfe zum Leben zu erwecken. Er entwirft zwei wunderbare Wandmosaiken für das Musikzimmer, hergestellt von Villeroy & Boch. Die Schiedmayer Pianofortefabrik Stuttgart wird mit dem Bau seines Flügelentwurfes beauftragt, da Behrens von anderen Schiedmayer Stilinstrumenten beeindruckt ist. Der Schiedmayer Flügel mit der Seriennummer 32345 wird im Zeitraum von 1900-1901 hergestellt. Das Musikzimmer entsteht mit der Symbolik Adler-Diamant-Sonne, inspiriert durch "Also sprach Zarathustra" von Friedrich Nietzsche. Der Diamant auf den Seitenteilen des Flügels, die Sonne auf dem Notenpult und die Schwinge eines Adlers auf dem hinteren Deckel des Instrumentes.

 

 

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Peter Behrens

Peter Behrens wird am 14. April 1868 in Hamburg als Sohn einer schleswig-holsteinischen Gutsbesitzerfamilie geboren und besucht ab September 1877 das Christianeum in Altona, das er 1882 verläßt. Von 1886 bis 1891 studiert er Malerei an Kunstakademien in Karlsruhe, Düsseldorf und München. Insbesonders München beeinflusst Behrens als damals anerkanntes Zentrum der Jugendstilbewegung.  1892 wird Peter Behrens Mitbegründer der Münchner Sezession, aus der er bald wieder austritt, um unter anderem mit Max Slevogt und Lovis Corinth die Freie Vereinigung Münchner Künstler zu gründen.

1897 ist Peter Behrens neben Richard Riemerschmidt, Bernhard Pankok und Bruno Paul Mitbegründer der Vereinigten Werkstätten für Kunst und Handwerk. Im Jahre 1899 heiratet er Lilly Krämer und im selben Jahr erhält er eine Berufung an die Darmstädter Künstlerkolonie Mathildenhöhe. Dort beginnt Behrens, sich mit Architektur zu beschäftigen. Die Initiative zu einer solchen Künstlergemeinschaft geht auf den hessischen Großherzog Ernst Ludwig zurück, der junge Künstler aus verschiedenen Bereichen nach Darmstadt beruft.

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