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18.04.2011 Alter: 3 yrs

Nachruf Nikolaus Rosiny

Nikolaus Rosiny

Nikolaus Rosiny

Der Deutsche Werkbund NW nimmt Abschied von seinem langjährigen Mitglied, dem Kölner Architekten Nikolaus Rosiny, der uns am 16. März 2011 im Alter von 84 Jahren verlassen hat. Rosiny studierte Architektur bei Egon Eiermann in Karlsruhe. Danach arbeitete er in Partnerschaft mit den Kirchenbaumeistern Rudolf Schwarz und vor allem Emil Steffann. Mit beiden verband ihn die Konzentration auf eine das Wesentliche ausdrückende Einfachheit der Gestaltungskonzepte verbunden mit der Beachtung handwerklicher Präzision, Arbeitsweisen, wie sie dem Qualitätsbegriff des Deutschen Werkbunds entsprechen. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Steffann entstand z.B. die Kirche St. Maria in den Benden in Düsseldorf-Wersten 1957 – 59.

In seinem eigenen Büro widmete sich Rosiny neben Kirchen und Gemeindezentren der Errichtung von Schulen und Studentenheimen sowie Aufgaben der Denkmalpflege. Ein besonderer Tätigkeitsbereich war der Bau von Krankenhäusern, sogar mit einer Rosiny-Baugruppe Köln für Auslandsaufträge z. B. in Israel und Saudi-Arabien, wo er das Saudi German Hospital in Jeddah errichtete.
In einer Arbeitsgemeinschaft mit Gottfried Böhm war Rosiny beteiligt an der Restaurierung des Trierer Doms 1968 -75 und des Doms zu Eichstätt 1971 -76. In Saarbrücken war er der Partner von Böhm bei der Sanierung von Schloss Saarbrücken und dem Neubau des Mittelpavillons in Stahl-Glas-Architektur sowie beim Landesmuseum.

Hervorragend war auch Rosinys berufspolitisches Engagement. Er setzte sich ein für die Gründung der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. 1969 übernahm er den Vorsitz des Gründungsauschusses und war 1984 -93 ihr Vizepräsident. Er engagierte sich auch in der Bundesarchitektenkammer, im Bund Deutscher Architekten (BDA) und im Deutschen Werkbund NW. Die Tradition führen zwei seiner Kinder weiter: Ursula Moos-Rosiny DWB NW und Thomas Rosiny.




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