Mittelfranken


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Fall Mollath Wiederaufnahme-Prozess im Juli 2014

Das Wiederaufnahmeverfahren im Fall Mollath startet im Juli 2014. Das gab das Landgericht Regensburg bekannt. Vorerst sind 17 Verhandlungstage angesetzt. Zur Vernehmung sind 42 Zeugen geladen.

Stand: 27.02.2014

Mit den Prozessbeteiligten seien bereits 17 Termine zwischen dem 7. Juli und dem 14. August abgesprochen, heißt es in einer schriftlichen Mitteilung des Landgerichts Regensburg. Über das vorläufige Programm und weitere Termine soll noch entschieden werden. Ein früherer Prozessbeginn sei wegen Terminengpässen bei Verfahrensbeteiligten nicht möglich, so das Landgericht Regensburg.

Drei Sachverständige beim Prozess

Wie das Gericht mitteilte, werden 42 Zeugen zur Vernehmung geladen, darunter Zeugen und Verfahrensbeteiligte des Ausgangsverfahrens. Neue Zeugen aus dem Wiederaufnahmeverfahren, Ermittler der Polizei und Vorgutachter sollen ebenfalls aussagen. Als Sachverständige sollen insgesamt drei Gutachter auftreten: Ein Fachmann für forensische Psychiatrie, ein Rechtsmediziner und ein Verkehrsunfallanalytiker.

Erneutes psychologisches Gutachten

Für das Wiederaufnahmeverfahren soll Mollath erneut psychiatrisch begutachtet werden. Dafür ist der Psychiater Norbert Nedopil vorgesehen. Mollath hat allerdings bereits angekündigt, sich nicht begutachten zu lassen. In diesem Fall wird der Sachverständige sein Gutachten nach Aktenlage erstellen.

Sieben Jahre in der Psychiatrie

Mollath war seit dem Jahr 2006 gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebracht, weil er seine Frau misshandelt und Autoreifen zerstochen haben soll. Aufgekommen waren die Zweifel an Mollaths Geisteszustand, als dieser massiv Schwarzgeldgschäfte seiner damals bei der HypoVereinsbank beschäftigten Ehefrau angeprangert hatte. Mollath hatte zahllose Briefe an Behörden, Staatsanwälte, die HypoVereinsbank, seine Frau, den Papst, Kofi Annan und andere geschrieben.

Wiederaufnahme angeordnet

Erst als 2012 ein älterer Revisionsbericht der HypoVereinsbank auftauchte, wendete sich das Blatt. Der Bericht belegte einige der von Mollath behaupteten Schwarzgeldgeschäfte. Das Oberlandesgericht Nürnberg hatte im August 2013 die Wiederaufnahme des Strafverfahrens beschlossen und seine Freilassung verfügt.

Der Fall Gustl Mollath


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Kommentare

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Beate Merk, Donnerstag, 27.Februar, 20:13 Uhr

5. Ich bin auch noch da,

Ha ha. Ihr werdet staunen was die Justizia noch alles hervorbringt

  • Antwort von Oma Erna, Freitag, 28.Februar, 07:44 Uhr

    Hatten sie ein Treffen mit Markwort? Dann ist alles möglich.

John R., Freitag, 20.Dezember, 16:59 Uhr

4. Angst kommt bei mir auf!

Für mich ist das Video zu diesem Bericht ein tendenziöses Skandal-Video.
Gustl Mollath wird als Verbrecher abgestemelt.
Allein beim Zuhören habe ich Nicht-Betroffener ANGST & PANIK bekommen
Da wird Gustl Mollath meiner Meinung nach schon verurteilt.
Durch die Sprecherin des Berichts kommt in mir ein ungutes Gefühl auf.
Ich hoffe Gustl Mollath hat bessere Nerven als ich.
Das läßt nichts Gutes erahnen.

Vielleicht sollte Gustl Mollath sich nach einem sicheren Land mit einer echten Demokratie umsehen .

Alles Gute Gustl Mollath.

Rainer Wachenfeld, Freitag, 20.Dezember, 08:37 Uhr

3. Fall Mollath

Wenn das Strafverfahren beendet ist,kann ich nur hoffen,daß RA Strate knallharte Forderungen in einem Zivilverfahren gegen alle Schuldigen aus Justiz,Politik,Medizin pp.stellt.Was diesem Mann angetan wurde ist ungeheuerlich,daher plädiere für eine Entschädigung von 1000,-€ pro Tag,also für 7 Jahre ca. 2,5 Mio €.
Finanzierungsvorschlag:Die Schuldigen sollte man auf Hartz IV Niveau setzen.

Don Pedro, Donnerstag, 19.Dezember, 23:03 Uhr

2. Termin

Termin Juli/August in der Hoffnung daß während der allgemeinen Urlaubsperiode nicht so viel Staub aufgewirbelt wird,vielleicht auch weil wichtige Zeugen nicht erscheinen können ?
Dann wird eben vertagt - bis alle Schlitzohren verstorben sind - kann ja nicht ewig dauern.

Enrico Pelocke, Donnerstag, 19.Dezember, 21:37 Uhr

1.

Ich verstehe nicht, warum M. erneut auf Schukldfäghigkeit untersucht werden soll. Es geht doch nicht darum, ihn erneut wegen Schuldunfähigkeit einzubuchten, sondern seine Unschuld zu erweisen. Haben das die dummen Gerichte immer noch nicht begriffen?

  • Antwort von Realist, Donnerstag, 27.Februar, 21:23 Uhr

    Natürlich wollen sie ihn wieder einsperren, egal wo. Für die Schönen und Reichen und die ganz schön Reichen ist er immer noch eine Gefahr. Auch für die Akteure die ihn in die Klapse befördert haben, steht auch sehr viel auf dem Spiel. Was in Bayern heutzutage alles möglich ist, darüber brauchen man doch gar nicht diskutieren, Tagtäglich liest man es in den Medien.