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    Die ganz eigene FC Bayern-Art

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    zu den Presseberichten "Massenschlägerei mit Fußballfans am Bahnhof" vom 17.12.12

  • Anmerkung zur Presseerklärung des FC Bayern

    vom 07.07.2011

    Mit einigen Tagen Abstand und nach unserer Rückkehr vom Trainingslager wollen wir auch noch einige Punkte klarstellen, die unserer Meinung nach in der Presseerklärung des FC Bayern vom 07.07.2011 nicht korrekt dargestellt wurden. Darin heißt es, es sei ein „Resultat dieses 'Runden Tisches'“, „dass Manuel Neuer in Zukunft sowohl von allen Fanclubs, als auch den anwesenden Vertretern der Ultras als Bestandteil der Mannschaft des FC Bayern München gesehen wird, dass er mit Respekt behandelt wird und dass Schmähungen gegen ihn unterlassen werden.“ Richtig ist, dass bei diesem „Runden Tisch“ Meinungen über die Thematik sachlich ausgetauscht worden sind. Dabei wurde von dem Vertreter unserer Gruppe lediglich (und das nicht zum ersten Mal) angekündigt, dass das jetzt stattgefundene Gespräch je nach Verlauf ein Ende der Proteste bedeuten könnte. Weder wir noch die Vereinsführung oder sonst irgendwer hätte das Ergebnis dieses Gesprächs vor dem heutigen Tag vorhersehen und deswegen von einem solchen „Resultat des 'Runden Tisches'“ sprechen können.

    Weiter kann man in der Presseerklärung lesen, unsere Gruppe hätte sich von dem Spruchband distanziert. Wir haben lediglich darauf hingewiesen, dass das Spruchband nicht von unserer Gruppe, sondern vom Inferno Bavaria gezeigt worden ist. Das stellt für uns keine inhaltliche Distanzierung dar.

    Wir wollen auch nochmal festhalten, dass die Gruppe Inferno Bavaria zum „Runden Tisch“ nicht eingeladen war und wir im Vorfeld auf die Problematik hingewiesen haben, dass die verschiedenen Gruppen der Südkurve bei diesem Gespräch nicht ausreichend repräsentiert sind.

    In unseren Augen war die Reaktion auf das Spruchband in Form der Presseerklärung des FC Bayern in Hinsicht auf die derzeitige Situation nicht zielführend. Auch wenn wir diesmal nicht direkt betroffen sind, waren wir in der Vergangenheit schon mehrmals mit einer solchen Rhetorik der Verantwortlichen konfrontiert. Wir sehen das gezeigte Spruchband als klare Positionierung der Gruppe Inferno Bavaria, die allerdings in keiner Weise beleidigend war und nichts weiteres als freie Meinungsäußerung darstellt. Die Meinung vieler Leute aus der Südkurve zum Thema Manuel Neuer ist bekannt. Der FC Bayern hätte keinen Schaden davon genommen, den Inhalt des Spruchbands zur Kenntnis zu nehmen und die Sache auf sich beruhen zu lassen


    13.07.11 •

    Gemeinsame Erklärung zu Manuel Neuer

    Von Schickeria München, Inferno Bavaria, Munichmaniacs 1996, alarMstufe rot, Munichs Red Pride

    Am Dienstagabend gab es ein Treffen zwischen Manuel Neuer und Vertretern der Gruppen aus der Südkurve, die sich an den Aktionen gegen die Verpflichtung von Neuer beteiligt haben. Ihm wurde von uns mitgeteilt, wie er sich zukünftig in Bezug auf unsere Kurve zu verhalten hat. An unserer Meinung zu ihm, die man in unseren früheren Erklärungen nachlesen kann, hat sich nichts geändert. Wenn sich Manuel Neuer aber an die besprochenen Verhaltensregeln und eine respektvolle Distanz hält, wird es keine weiteren organisierten Proteste und Aktionen geben. Auf dieses Prozedere haben sich die Gruppen gemeinsam nach der Bekanntgabe des Wechsels verständigt.

    Inwieweit es individuelle Unmutsäußerungen von Leuten aus der Südkurve oder anderen Teilen des Stadions gibt, können und wollen wir nicht beeinflussen. Das Thema Manuel Neuer ist zu einem kontroversen und emotionalen Streit zwischen verschiedenen Teilen des FC Bayern geworden. Das sind Kosten des Transfers, die man unserer Meinung nach bei der Vereinsführung genauso wie finanzielle Mittel einkalkuliert hat.

    Unsere Sicht auf Manuel Neuer hat sich nicht verändert. Wir stellen an diesem Punkt aber unsere organisierten Proteste ein. Alles, was zu sagen war, ist gesagt


    13.07.11 •

    DIE FANS SIND DAS SALZ IN DER SUPPE!

    Über Respekt und Anerkennung

    Da sich mit dem Saisonende das aktuelle Tagesgeschehen etwas beruhigt hat und somit auch die damit zwangsweise verbundenen Aufregungen, wollen wir dies dazu nutzen, nochmal in ruhiger und sachlicher Weise auf die (auch über München hinaus) unverändert auf der Tagesordnung stehenden, hochaktuellen Themen einzugehen: Den Stellenwert der Fankurve bzw. -szene innerhalb der Hierarchie des Vereinsgefüges sowie deren Mitspracherecht in sie fundamental betreffenden Dingen. Allerorts wollen die organisierten Fans ernst genommen, verstanden und gehört werden und im Rahmen dessen, was sie direkt betrifft auch "etwas zu sagen" haben. Und das verdienen sie auch!

    Wir verweisen dazu unter anderem nochmals auf unseren Artikel "Der Fan - das unbekannte Wesen".


    Auf den Punkt bringt das brisante Thema u.a. der Artikel "Organisierte Fussballfans. Wutbürger verwandeln sich in Wutfans" aus der Zeit, dessen Autor sich offensichtlich die Mühe gemacht hat zu recherchieren und in etwas größeren Zusammenhängen über die Thematik nachzudenken, als die Kollegen von der Tagespresse dies für Gewöhnlich tun.

    Auch der Ex-Profi Ansgar Brinkmann hat offensichtlich besser verstanden als mancher Vereinsoffizielle (verstehen will), was eigentlich doch offensichtlich ist. Deutlich macht er dies in dem Interview "Die Fans sind das Salz in der Suppe!" mit dem Eckball-Magazin.


    15.05.11 •

    Finde die Fehler...

    ...oder warum manche beim FC Bayern anscheinend mehr nötig haben als man denkt:

    Poster aus dem Bayernmagazin Nr. 16/62 mit Foto vom Spiel FC Bayern - Leverkusen vom 17.04.2011

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Originalbild vom gleichen Spiel am 17.04.2011:

     

     

     

     


    01.05.11 •

    MIA SAN ULI? - MIA SAN DIE BAYERN!

    Hat EIN FC Bayern all DAS nötig?

    Knapp drei Wochen sind nun vergangen seit sich Vorstand und Präsident des FC Bayern mit massiver Kritik seitens der Fankurve an den geplanten Hilfsmaßnahmen für den blauen Lokalrivalen konfrontiert sahen. Zeit für eine kurze Bestandsaufnahme und die Frage, wie die Verantwortlichen beim FC Bayern mit den vielfältigen Protestaktionen aus der Kurve umgegangen sind.

    Drei Merkmale charakterisierten ihr Handeln in den letzten Wochen: ein Personenkult um einen charismatischen Präsidenten, eine intensive Mobilisierung für diesen Anführer und damit einhergehend eine Ausgrenzung und selektive Repression gegen eine angeblich erfolgsschädigende Opposition im eigenen Verein.

    Dass Uli Hoeneß ein charismatischer Mann ist, wird sicher niemand in Frage stellen wollen. Der Spiegel schrieb nicht umsonst, dass unser Präsident es fast immer geschafft hätte sowohl die kühlen, als auch die emotionalen Typen zu erreichen. Erst auf der letzten JHV verstand er es geschickt, mit seinen Äußerungen über den blauen Lokalrivalen Standing Ovations zu ernten. Zweifellos hat Uli Hoeneß seine Verdienste um unseren Verein. Der seitens der Vereinsführung nun um ihn inszenierte Personenkult verklärt den Präsidenten allerdings zu einer heiligen Kuh, die über jede Kritik erhaben ist, und stellt ihn auf gleiche Ebene mit dem Verein selbst. Ein Beispiel hierfür ist die „Mia san Uli“-Aktion rund um das Heimspiel gegen Leverkusen. Die Unterstützung der Organisatoren galt gezielt dem Präsidenten und das Motto „Mia san Uli“ stand im krassen Gegensatz zum ansonsten verwendeten „Mia san mia - Mia san die Bayern“ - Unterstützung explizit für Uli Hoeneß und nicht für den FC Bayern. Die Überhöhung des Präsidenten manifestiert sich auch im aktuellen Vereinsmagazin. Uli Hoeneß wurden zwölf Seiten inklusive der Titelseite gewidmet


    22.04.11 •

    UPDATE!

    'Unser' Team besucht unsere Kurve!

    Ein neuer Bericht auf der Seite ULTRAS 24/7...


    22.04.11 •

    „DER FAN“ - DAS UNBEKANNTE WESEN

    Welcher Stellenwert steht einer Fankurve zu?

    Da uns und den anderen organisierten Fans natürlich jede Menge Fragen gestellt wurden, was wir zu sein glauben, was wir erreichen wollen, „wie gefährlich“ wir sind und allerlei mehr, wollen wir die interessierte Öffentlichkeit gerne mit ein paar weiteren Hintergrundinfos versorgen und vielleicht auch dafür sorgen, dass man sich neue und v.a. andere Fragen stellt. „Die Fans“ nämlich grundsätzlich als irgendwie suspekte, bestimmt aber zumindest verblödete Masse wahrzunehmen führt im Jahre 2011, in dem organisiertes Fantum längst zu einer durchdachten, emanzipatorischen Bewegung geworden ist - die sich eben deshalb in der für andere Leute belanglosen Fußballwelt abspielt, weil die Betroffenen eben entschieden haben, ihr Leben rund um den Fußball zu leben – ja nicht wirklich weiter.

    Die Journalisten sollten ihrem Auftrag gerecht werden und rausfinden wie die Dinge wirklich sind, nicht nur längst überkommene Stereotype reproduzieren. Und die Vereinsverantwortlichen sollten beginnen, die „Chancen“ der von den Fans geschenkten „irrationalen Leidenschaft“ und des ungeheueren kreativen Potentials der Selbstorganisation zu erkennen, wovon in 80% der Fälle alle Seiten nur profitieren könnten, anstatt sich vollkommen paranoid nur von nicht näher definierbaren „Gefahren“ umgeben zu fühlen und das Gespenst vom „bösen Fan“, der ganz garantiert das Ende des Fußballs heraufbeschwören wird, an die Wand zu malen.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Da wir natürlich normal formulierte Kritik auch annehmen, reflektieren und beantworten, wollen wir dies auch hier exemplarisch anhand eines Artikels aus dem Kicker tun, der nicht wirklich wohlwollend für uns ausfällt, aber einige Themen auf den Tisch bringt und Fragen stellt, denen wir uns stellen und die wir beantworten wollen. Auch grundsätzlich sind wir der Auffassung, dass – auch über unseren konkreten Fall in München hinaus – eine öffentliche Debatte über die angerissenen Themen überaus wünschenswert wäre.


    www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/550872/artikel_uli-hoeness_22ich-war-schockiert22.html


    Offenbar geht es um Machtinteressen, um direkte Einflussnahme auf die Vereinspolitik. "Wir müssen auf die organisierten Fans aufpassen, die einen immer größeren Einfluss auf die Vereinspolitik nehmen wollen", sieht auch Wolfsburgs Trainer Felix Magath ein zunehmendes Problem im deutschen Profi-Fußball.

     

    Nun ja, um „Einflussnahme“ in Maßen auf die Vereinspolitik geht es zweifelsohne, um großartige „Machtinteressen“ eher weniger. Die sucht man wohl besser bei anderen. Aber, was soll „Einfluss“ heißen? Sind die Fans übergeschnappt? Ist ihr Wunsch nach einem gewissen Einfluss anmaßend? Gegenfrage: Ist er nicht einfach vollkommen logisch? Würde man nicht eher den für verrückt erklären, der den Großteil seiner Gedanken und Freizeit für seinen Verein „verschwendet“, sein Erspartes für diese Passion aus- und vieles andere aufgibt, seiner Mannschaft seit Jahren jedes zweite Wochenende durch Deutschland und oft genug bis an die entlegensten Ecken Europas folgt, sich bei jedem Spiel die Lunge für sie aus dem Leib schreit, zahlreiche Freunde und unzählige Bekannte in und rund um seinen Verein hat

    – kurz: dessen ganzer Alltag in der ein oder anderen Weise mit seinem Verein zu tun hat, dessen Leben oft genug direkt vom Vereinsgeschehen berührt wird – und der NICHT zumindest in manchen ganz grundlegenden Dingen Einfluss auf eben dieses Vereinsgeschehen haben möchte und dies auch in einem angemessenen Maße als ihm moralisch zustehend ansieht?

    Um die Frage gleich selbst zu beantworten: Während das eine bereits eine für Außenstehende schwer zu begreifende irrationale Leidenschaft darstellt, wäre das andere wohl wirklich für jeden total bescheuert, dümmlich-naiv und in keinster Weise nachvollziehbar


    15.04.11 •

    UPDATE!

    ...

    Neue Berichte auf der Seite Ultras 24/7 !


    10.04.11 •

    „NUR DIE ULTRAS“?, „NUR EIN PAAR UNBELEHRBARE“?

    Oder steckt doch mehr dahinter?

    Der Kampf einer Fanbasis darum, nicht nach Gutsherrenart geführt zu werden, sondern in den wenigen Fragen, die das moralische Grundverständnis der Vereinsgemeinschaft anrühren, gehört und v.a. bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt zu werden.

    Fragen über Fragen: Wie konnte es soweit kommen? Und wer trägt die Verantwortung dafür? Protestieren wirklich nur wenige Fans?

    Das sind nur einige der Fragen, von denen wir uns wünschen, dass sich die Öffentlichkeit diese mal gestellt hätte. Anstatt einseitige Fernsehberichte, Zeitungsartikel und Blog-Einträge in die weite Welt zu jagen. Weitere Fragen gefällig?!

    Waren es wirklich nur die "unbelehrbaren Ultras" und "Hardliner", die protestiert haben?

    Warum hingen denn nahezu alle Zaunfahnen der Fangruppen und Fanclubs, egal ob Süd- oder Nordkurve, egal ob Haupt- oder Gegentribüne am Samstag falsch herum? Warum hat denn KEIN EINZIGER Bayernfan in den ersten acht Minuten angefeuert? Warum haben über 130 Fanclubs den offenen Brief vom Club Nr. 12 an Uli Hoeneß unterschrieben?

    Weiter kann man sich fragen:

    Warum haben sich zig verschiedene Gruppen, Fanclubs und Einzelpersonen die ganze Woche über die Arbeit gemacht Aktionen vorzubereiten, Spruchbänder zu basteln und diese am Samstag zu zeigen? Nachzulesen z.B. auch hier: www.inferno-bavaria.de oder hier: Sonderausgabe des Fanzines 'Minga Oida!'.

    Warum waren fast 3.000 Protest-Shirts schnell verkauft und der Nachfrage konnte kaum mehr nachgekommen werden? Warum erreichen uns noch unzählige Nachfragen, wie man an die Shirts kommen kann?

    Waren es echt nur die von der Presse genannten "wenigen Unbelehrbaren" oder herrscht nicht doch ein mehr als breiter Konsens in der gesamten Fanszene des FC Bayern?

    Da können in den berichtenden Medien noch so viele Umfragen gestartet werden…Das Herz der Fans und speziell der Fanszene schlägt im Stadion. Egal ob beim Heimspiel oder beim Auswärtsspiel in der Bundesliga oder beim Europapokal in Rumänien.

    Spätestens jetzt muss doch der Vereinsführung sowie dem Präsidium klar und deutlich werden, dass in den Augen von sehr vielen Fans etwas ganz gehörig falsch läuft!

    Sportdirektor Christian Nerlinger wird mit den Worten "Man sollte sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren" zitiert. Nichts würden wir lieber machen, als uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Mannschaft wie auch sonst immer lautstark anzufeuern und somit noch das Bestmögliche aus der Saison 2010/2011 rauszuholen!

    Auch wenn die Saison alles andere als nach unseren Vorstellungen und Träumen verläuft - wir stehen immer hinter unserer Mannschaft! Wir werden niemals die grandiose vergangene Saison vergessen und auch in der schwierigen Saison überall hinter dem FC Bayern stehen. Habt ihr uns jemals gesehen, wie wir die Mannschaft auspfeifen? Nein! Habt ihr uns gesehen, wie wir das Stadion weit vor Spielende verlassen, wenn es mal nicht so läuft? Nein! Und ihr nehmt es Euch raus, gerade diese Fans eine „Schande für den FC Bayern“ zu nennen? Während der Rest die Mannschaft in die Kabine pfeift oder vor irgendeinem Fernseher der Republik verflucht? Eigentlich ist das die einzige zweifelsfreie Frechheit des vergangenen Wochenendes.

    Genauso wenig werden die Bedeutung von Uli Hoeneß und seinen Verdiensten für den FC Bayern vergessen


    06.04.11 •

    KOAN CENT! KOAN NEUER! KOA ONE-MAN-SHOW!

    Erklärung der Schickeria München

    Nachdem unsere Fanszene in den letzten Jahren immer wieder schaudernd aber doch weitgehend schweigend mitansehen musste, wie unser geliebter FC Bayern in Gestalt seiner Verantwortlichen den kränkelnden Lokalrivalen durch Testderbies (Freundschaftsspiele mit den Blauen gibt es nicht!) und großzügige Hilfsmaßnahmen am Leben und damit im Stadion am Kurt-Landauer-Weg erhalten hat, ist das Maß nun endgültig (über)voll!

    Vorstandsvorsitzender Karl Heinz Rummenigge erklärte auf der letztjährigen Jahreshauptversammlung, eine weitere finanzielle Hilfe sei ausgeschlossen, Vereinspräsident Uli Hoeneß versicherte, man wolle den Blauen nicht mehr über Gebühr unter die Arme greifen und Karl Hopfner sagte noch vor zwei Wochen öffentlich, die Giesinger werden keine Unterstützung mehr erfahren. Nun wird vor unserer aller Augen in einer unglaublichen Dreistigkeit das genaue Gegenteil als "absurdes Theater" aufgeführt. Der(?) FC Bayern bzw. seine obersten Funktionäre treten wieder mal als Retter des Turnvereins auf. Ein Hohn! Von hierhin zum Vorwurf des VERRATS am eigenen(?) roten Lager (in den Augen von manch selbsternanntem "Traditionalisten" wohl nur noch ein Anachronimus) ist es nicht mehr weit...

    Die "echten Blauen" wollen es nicht (obwohl sie den letzten Funken Stolz doch schon lange verkauft haben) und die "echten Roten" wollen es gleich zweimal nicht - während sich fleißig B-Promis, Karteileichen-Fanclubs, die nicht den Weg ins Stadion finden und bornierte Vereinspräsidenten kräftig ins Zeug legen aller Welt die Turner als Münchner "Kulturgut" zu verkaufen, welches unbedingt erhalten werden müsse. Da darf man schon die Frage stellen: Für wen wird DIESER Fußball eigentlich noch inszeniert? Für die, die mit Herz und Leidenschaft dabei sind offensichtlich nicht mehr.

    Wie die öffentlich geradezu zelebrierten Ereignisse zwischen Säbener- und Grünwalderstraße beweisen, wurde uns Mitgliedern bei der letzten Jahreshauptversammlung – so gar nicht "FC Bayern like" – direkt und unverschämt ins Gesicht gelogen und selbst als intern schon längst über ein Rettungspaket verhandelt wurde, hielt man uns weiterhin zum Dummen. Manch einer der oberen Herren an der Säbener Straße vergisst wohl ganz gerne, dass sich der Verein noch immer aus der Gesamtheit seiner Mitglieder konstituiert und auch wenn gewiss nicht jede Angelegenheit per Mitgliederentscheid entschieden werden soll und kann, so ist es doch das Mindeste, Mitglieder vor unpopulären Entscheidungen nicht vollkommen im Dunkeln über die kommenden Ereignisse zu lassen. Dies ist eine Frage von Anstand und Respekt - zwei Dinge, die man sich in anderem Kontext oft selbst auf die Fahnen schreibt.

    Abgesehen davon muss es natürlich trotzdem (zumindest ein paar) Dinge geben, in denen auf das "moralische Veto" der engagiertesten Mitglieder und der Südkurve gehört werden muss: dafür stehen Dinge wie "Rettung der Blauen" oder "Verpflichtung von Schalke-Ultra Neuer" geradezu beispielhaft. Es gibt - trotz Sport und Business - ein paar Dinge, die TABU sind und es bleiben sollten!

    Hat der Vorstand des FC Bayern solch ein Verhalten in der Vergangenheit immer wieder mit wirtschaftlichen Zwängen begründet, muss er sich mittlerweile zweifellos die Frage gefallen lassen, ob er ernsthaft erwartet, auch nur einen Cent wiederzusehen, den er in das bodenlose Fass an der Grünwalder Straße wirft. Der Club Nr


    30.03.11 •

    SKB-Online

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    FC Bayern - Mainz

    Kurt-Landauer-Turnier 2012