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Falschgeld, Geld

Was kaum einer weiß: Bankbilanzen entlarven das Falschgeldsystem

Man kann über Hartgeld.com sagen, was man will, es ist für mich jedenfalls eine wertvolle Quelle für Informationen aller Art rund um das Falschgeldsystem. Da habe ich schon vor einiger Zeit folgende Frage auf hartgeld.com (Rubrik “Banken und Versicherungen”, 17.02.2014) gefunden:

Wenn bei der Kreditvergabe Geld aus dem nichts geschaffen wird, wie wird das eigentlich buchhalterisch behandelt?

Der betreffende Leser hat sich dann auch gleich im Internet schlau gemacht und dazu Daten besorgt. Er hat sich nämlich eine Jahresbilanz einer örtlichen Bank angeschaut und das Ergebnis als Frage formuliert dazu gestellt, geradezu vorbildlich für einen informierten Sparer:

Kreditvolumen (vergebene Kredite): 63 Mrd. Euro
Kundeneinlagen: 42 Mrd. Euro
Verbindlichkeiten ggü. anderen Kreditinstituten: 17 Mrd. Euro
Verbriefte Forderungen: 3,5 Mrd. Euro
Eigenkapital: 2,7 Mrd. Euro

Demnach wird eigentlich nur verliehen was auch vorhanden ist, bzw. refinanziert wurde.

Kann mich jemand freundlicherweise aufklären?

Bei der von ihm recherchierten Bank ging seine Rechnung wohl gerade noch auf. Das ist aber nicht immer der Fall. Hätte der betreffende Leser noch etwas weiter recherchiert, dann wäre ihm zum Beispiel folgende Graphik auf dem Statistikportal “Statista” aufgefallen:
Verhaeltnis von Einlagen zu Bankkrediten 2011 Statista gesehen hier: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/203378/umfrage/verhaeltnis-von-krediten-zu-einlagen-in-der-bankenbranche-weltweit/

Dem folgenden Gedankengang im Ergebnis vorausgreifend kann man festhalten, daß man daraus, daß bei einer bestimmten Bank “eigentlich nur verliehen (wird,) was auch vorhanden ist, bzw. refinanziert wurde”, noch gar nichts schließen kann.

Im Gegenteil,  es gibt Belege dafür, wie in einem Falschgeldsystem die Banken in Summe mehr Geld verleihen können als sie zuvor insgesamt eingenommen hatten.

Was für eine Bank gilt, muß nicht auch für andere Banken gelten

Zum einen kann man nicht von einer Bank auf andere Banken schließen, wie man in der obigen Graphik schön sehen kann. In Europa haben die Banken – alle zusammengenommen – nämlich 115,5% der Einlagen eines Teils ihrer Kunden an einen anderen Teil ihrer Kunden verliehen, während der weltweite Durchschnitt bei nur 94,4% liegt. Es gibt also von Bank zu Bank erhebliche Unterschiede bei der Verwendung ihrer Kundeneinlagen.

Hier
http://banksuenden.eu/
finden Sie einen ganzen Blog zu diesem Thema, ausführliche Analysen von der Deutschen Bank bis zur Sparkasse Detmold.

Sowohl in dem obigen Beispiel des hartgeld.com-Lesers als auch auf der Seite http://banksuenden.eu/ wird dabei stets davon ausgegangen, daß die Banken sich zusätzlich zu den Einlagen ihrer Kunden noch Kredite von anderen Banken beschaffen kann und zumindest theoretisch auch noch eigene Obligationen begeben.

Ein gut gehütetes Geheimnis: die Banken haben Zugriff auf eine zusätzliche Schatulle bei der Zentralbank!

Nun kommt das Wesentliche, was man wissen muß, um die obige Graphik richtig zu interpretieren.

Es ist in einem Falschgeldsystem für eine Bank nämlich immer möglich, sich zusätzliches Geld von der eigenen – oder von einer ausländischen – Zentralbank zu beschaffen, indem dort eine Kreditsicherheit eines Kunden gegen Ausgabe von frischem Zentralbankgeld hinterlegt wird. Diesen Vorgang nenne ich “Erstschöpfung” und er ist beispielsweise in einem meiner Artikel
http://martin-schweiger.com/2013/01/13/die-mindestreserve-der-ezb-angewandt-zum-erzeugen-von-falschgeld-in-rauhen-mengen/
anhand eines Betriebsmittelkredits an die Zimmerei Maier näher erläutert (davon streng zu unterscheiden ist die danach folgende Giralgeldvermehrung im Bankensystem per Weiterverleihung nach Mindestreservehinterlegung bei der Zentralbank).

Nichts anderes belegt die Graphik oben. Die Banken im Euroraum haben zusammengenommen 15% mehr Geld verliehen, als sie sich vorher durch Kundeneinlagen oder Interbanken-Kreditaufnahmen beschafft haben.

Dabei kann man übrigens den bilanziellen Unterschied zwischen Kundeneinlagen und Kreditaufnahmen bei anderen Banken vernachlässigen, denn bei einer Betrachtung der Summe über alle Banken eines Falschgeldsystems ist ein Kredit von einer Bank an eine andere Bank vorher definitionsgemäß stets eine Kundeneinlage, wenn keine Erstschöpfung erfolgte.

In einem wertgedeckten Geldsystem, in dem alles Geld entweder in Umlauf befindlich oder auf Bankkonten befindlich ist, kann die Summe aller ausgegebenen Kredite nicht größer sein als die Einlagen. Bei einem Falschgeldsystem trifft das nicht zu. Die Differenz geht in einem Falschgeldsystem auf zusätzlich zum aktuellen Umlaufsgeldbedarf erstgeschöpftes Geld zurück.

Die Frage liegt auf der Hand: warum braucht man eigentlich so ein zusätzlich erstgeschöpftes Geld? Ganz einfach, weil es in aller Regel woanders durch Fehlverwendung “verbrannt” wurde. Der Kunde, der das Geld vorher eingelegt hat oder die andere Bank, die das Geld per Interbanken-Kredit an diejenige Bank verliehen hat, der nun ein Kredit geplatzt ist, will das vernichtete Geld aber zurückhaben und es bleibt der betreffenden Bank nur der Rückgriff auf die Erstschöpfung bei der Zentralbank übrig.

Das ist gemeint, wenn auf hartgeld.com in derselben Rubrik “Banken und Versicherungen” ein anderer Leser - er arbeitet auch noch in einer Bank – am Tag darauf schreibt:

Natürlich kann eine Zentralbank eine in Zahlungsschwierigkeiten geratene Bank “über Wasser halten”.

Man darf die obenstehende Graphik somit zum Anlaß nehmen, daß man von dem betreffenden hartgeld.com Leser angewendete Kriterium, daß bei einer Bank “… nur verliehen (wird,) was auch vorhanden ist, bzw. refinanziert wurde”, auf rein gar nichts schließen kann. Man muß dieses Kriterium vielmehr im Ganzen verwerfen.

Dies hat u.A. auch zur Folge, daß man die in der freien Wirtschaft angewendeten Regeln der Bilanzanalyse nicht auf Bankbilanzen anwenden darf. Die Analysen auf der Seite http://banksuenden.eu/ sind somit für die Katz´! Wenn es das gesamte Falschgeldsystem zerlegt, dann gehen auch die Einlagen bei heute vermeintlich ordentlich wirtschaftenden Banken mit unter.

Eigene Recherchen anstellen!

Und der geneigte Leser meines Blogs wird angehalten, die obenstehenden Informationen zum Anlaß zu nehmen, sich selbst eingehend mit dem Falschgeldsystem auseinanderzusetzen.

Zur Einführung können Sie die Artikel hier auf dem Blog zu den Stichworten “Falschgeld” lesen (Suchfunktion nutzen), auch unter der Rubrik “Geld” sowie im Bereich “Falsches Geld” finden Sie einiges dazu, inklusive von Verweisen auf andere themengleiche Seiten.

An “offizieller” Literatur gibt es zu diesem Thema auch einiges zu lesen, wenngleich man nicht allzu deutliche Worte erwarten darf, weil die betreffenden Personen ihre Karriere im System und auch ihr tägliches Auskommen aufs Spiel setzen.

Zu nennen wäre hier einmal Bundesbankpräsident Weidmann, von dem z.B. am 30.12.2012 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unter der Überschrift “Papiergeld beruht auf Vertrauen” berichtet wurde. Der betreffende Artikel war nur für kurze Zeit im Internet abrufbar. Ich habe heute leider keinen Link auf diese Quelle mehr, und im Internet findet sich dazu auch nichts mehr. Vielleicht kann hier ja ein Leser nachhelfen.

In das selbe Horn stößt übrigens aktuell die Bank of England, gleich mit einer ganzen Broschüre über das Falschgeldsystem, nachzulesen hier http://www.bankofengland.co.uk/publications/Documents/quarterlybulletin/2014/qb14q101.pdf

Fazit – der Kaiser hat keine Kleider an

Das aktuelle Falschgeldsystem ist heute an seinem Ende angelangt, und man kann es überall sehen, ähnlich wie den trotz zahlreicher Schönheitsoperationen fortschreitenden köperlichen Verfall der beiden Hauptdarstellerinnen in der sehenswerten Hollywood-Komödie “Der Tod steht ihr gut”. Anders als in diesem Film gibt es aber für das heutige Falschgeldsystem kein Elixier, welches ewiges Leben sicherstellt.

Besser, Sie bereiten Sie sich auf das bald Kommende vor: Ihre Einlagen bei Ihrer Bank und die Ersparnisse in Ihrer Kapitallebensversicherung werden im Wert erheblich dezimiert oder gleich ganz weg sein.

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Diskussionen

16 Gedanken zu “Was kaum einer weiß: Bankbilanzen entlarven das Falschgeldsystem

  1. Ohne Zeitangaben macht so eine Analyse keinen Sinn. Ich hör das Ende schon seit 1975 vom Papiergeldsystem und wir haben es immer noch. Bzw. es besteht schon seit dem 17.Jahrhundert seit der BoE.

    Verfasst von Thomas | 29. März 2014, 6:16 nachmittags
    • Schade, Sie haben offenbar vergessen, Ihre Webadresse anzugeben, wo wir präzise Zukunftsvoraussagen finden können, was morgen, in einer Woche und in einigen Monaten passieren wird. Könnten Sie die bitte noch nachreichen?
      Übrigens sind alle seit BoE-Beginn aufgelegten Papierwährungen innerhalb einer Generation gecrasht, wie auch alle übrigen davor lancierten Papierwährungen.

      Verfasst von Gerd-Lothar | 29. März 2014, 10:43 nachmittags
    • sehr geehrter Thomas,

      das haben Sie im Jahr 1975 zurecht bemerkt, daß damals das Papiergeldsystem nach einer langen Phase des ungehemmten Gelddruckens (für Wahlgeschenke und Kriege) kurz vor dem Scheitern war. Damals wie heute gilt: scheitert es in den USA, dann zieht es alle mit in den Abgrund.

      Der FED-Vorsitzende Paul Volcker konnte – gestützt auf aufrechte Politiker – eine dis-inflationäre Geldpolitik durchsetzen, die die Liquidität drastisch einschränkte. Es gab zweistellige Zinssätze, woran ich mich gut erinnere, weil man auf dem Tagesgeldkonto mehr Rendite bekam als irgendwo sonst. Die US-Wirtschaft ging dabei durch die schlimmste Rezession seit den 30-er Jahren. Deflation/Preisverfall von Vermögensgütern (Ausname: Au/AG) an allen Ecken und Enden.

      Detlev S. Schlichter schreibt zu dieser Zeit in seinem Buch “Paper Money Collapse”, Kap. 10: “Paper money was given another lease of life, but monetary aggregates were soon allowed to expand again and indeed expand quite healthily. After all, nobody wanted to really return to a system of hard money.”

      Schade, daß Sie der Sache damals nicht auf den Grund gegangen sind. Heute wären Sie ein wichtiger Zeitzeuge, zumal wir heute den letztmöglichen Ausstiegszeitpunkt längst verpasst haben. Kein Politiker kann heute mehr so radikal umkehren, wie es damals Paul Volcker getan hat, es würde der gesamten Systemlingkaste schlecht ergehen.

      Für den Crash gibt es kein Datum. Wir befinden uns vielmehr bereits seit Anfang 2008 im Crash-Modus, man sieht es überall und es wird immer schlimmer. Derzeit herrscht Ruhe, aber die nächste Kontraktion lässt nicht mehr lange auf sich warten. Schauen Sie meine Videoserie zum Crash im Euro an, da bekommen Sie eine Vorstellung davon vermittelt, warum und ab wann es auch Sie persönlich deutlich verspüren werden. Es bleibt Ihrem Geschmack überlassen, dies dann für sich persönlich zu datieren.

      Was ungeachtet des vor unsren Augen ablaufenden Zeitlupen-Crashs noch zusätzlich eintreten kann, ist ein urplötzlicher Komplettzusammenbruch des Falschgeld-Kartenhauses, er ist jederzeit möglich. Manche nennen dies auch den ‘Tag X’ – zurecht, wie ich meine, weil er nicht vorhersagbar ist.

      MS

      Verfasst von 888ms | 30. März 2014, 8:22 nachmittags
  2. Sehr geehrter Herr Schweiger,

    vielen Dank für diesen Artikel. Wenn es nur mehr klar analysende Autoren Ihres Schlages gäbe …

    Die von Ihnen genannte Aussage Weidmanns (“Aber Papiergeld beruht auf Vertrauen.”) taucht in diesem Interview, dort auf S. 2, auf:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/bundesbankpraesident-weidmann-ich-stehe-im-feuer-12009559.html

    Weiter so!

    Viele Grüße

    Rob

    Verfasst von Rob | 30. März 2014, 12:41 vormittags
  3. Ich kann es nicht mehr erwarten bis uns das scheiß papiergeld um die Ohren fliegt.
    Auch wenn es unschön wird. Es wird einfach Zeit das den Menschen endlich die Augen geöffnet werden und Sie sich wieder auf echte Werte konzentrieren anstatt für den ganzen Konsum Müll.
    Dann wird die Welt wieder liebenswerter sein auch wenns vorher sicher schmerzvoll für die meisten wird.
    Aber dafür ist jeder seines Glückes Schmied..

    Verfasst von jacek | 30. März 2014, 1:41 vormittags
  4. Es gilt sich halt vor dem AKTUELLEN Falschgeldsystem in Sicherheit zu bringen…
    …nur davon handelt dieser Beitrag!

    Was die Zukunft dann bringen wird, weiß heute niemand – der Weg ist das Ziel – so sollte man es sehen!

    Verfasst von EUro-Allergiker | 30. März 2014, 7:06 vormittags
  5. Sehr geehrter Herr Schweiger,
    ich muss Ihnen widersprechen.

    1. Die Bankbilanzen entlarven das System nicht. Eine Giralgeldschöpfung erfolgt durch eine Bilanzverlängerung. Das heißt, es wird auf der Aktivseite und auf der Passivseite der gleiche (Falschgeld-) Betrag hinzugefügt. Man kann daraus nicht erkennen, dass die Forderungen durch die Einlagen gedeckt sind oder nicht.

    2. Sie schreiben:
    Zitat:
    “Im Gegenteil, es gibt Belege dafür, wie in einem Falschgeldsystem die Banken in Summe mehr Geld verleihen können als sie zuvor insgesamt eingenommen hatten.”
    Ich muss diesem Satz widersprechen, denn Banken verleihen kein Geld, sondern Banken erschaffen das (Falsch-) Geld. Das da irgend etwas verliehen wird ist Unsinn und führt zur Verwirrung anstatt zur Aufklärung über das Geldsystem. Das frische neue (Falsch-) Geld erhält zuerst der Kreditnehmer, von da aus gelangt es (z.T. durch Passivtausch oder Überweisung auf eine andere Banken) zu anderen Einlegern, aber es wird nichts von Einlegern zu Kreditnehmern verliehen.

    Ich empfehle dazu folgende Seite Zitat:
    “das “Geld”, das hier “verliehen” wird, ist kein Geld (gesetzliches Zahlungsmittel) und es wird auch nicht verliehen. Tatsächlich wird hier überhaupt nichts verliehen, sondern es wird ein Kredit vergeben.”

    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=65798

    3.Sie schreiben:
    Zitat:
    “Die Banken im Euroraum haben zusammengenommen 15% mehr Geld verliehen, als sie sich vorher durch Kundeneinlagen oder Interbanken-Kreditaufnahmen beschafft haben.”

    Schon wieder verleihen die Banken hier Geld siehe dazu 2. Aber viel schlimmer ist, man bekommt den Eindruck, die Kreditschöpfung wäre hier zu 100/115% = 87% gedeckt. Tatsächlich sind die Banken aber mit 26:1 gehebelt, das wäre eine Deckung von 3,8% gedeckt. Die Situation des Finanzsektor wird von Ihnen dadurch geradezu verharmlosend dargestellt.

    Vgl.
    “Laut dem Internationalen Währungsfonds arbeiten die europäischen Banken zurzeit mit einer Fremdkapitalquote von 26:1. ”
    http://www.propagandafront.de/1106700/eine-nummer-zu-gros-europaische-bankenkrise-wird-alles-unter-sich-begraben.html

    oder hier:
    Frank Schäffler Zitat:
    “Die europäischen Banken operieren mit einem durchschnittlichen Hebel von 26:1. Lehman war 30:1 gehebelt.”
    http://www.markt-intern.de/redaktionen/mittelstand/redaktionsgespraeche/frank-schaeffler/

    Verfasst von vlim | 30. März 2014, 9:02 nachmittags
    • sehr geehrter Herr Vlim, besten Dank für Ihre Zuschrift, die mir Anlaß für eine Verdeutlichung der Nachricht meines Artikels gibt.

      Mein Beitrag geht in eine ganz andere Richtung, als Sie – wahrscheinlich aus Gewohnheit – vermuten; er betrachtet das große Bild:
      Wo kommt in einem bestimmten Währungsraum das Geld her, das in Umlauf gesetzt wurde?

      Oder analog dazu in der Mechanik: betrachtet man ein Einzelsystem, dann wendet man häufig den Impulserhaltungssatz an. Dem entspricht der von Ihnen gewählte Ansatz. Geht es um das Gesamtbild, dann wendet man den Energieerhaltungssatz an. Dem entspricht der Ansatz in meinem Artikel.

      Das mündet in die folgende Erkenntnis: in einem wertgedeckten Geldsystem kann die Summe aller ausgegebenen Kredite nicht größer sein als die Summe aller Einlagen. In einem Falschgeldsystem mit einer Erstschöpfung von Geld durch die Zentralbanken aber eben doch. Wer deswegen dahinter einen Betrug vermutet, der hat recht.

      Ein kleines, einfaches Beispiel. Einige vereinfachende Annahmen: Gehen wir von einem Falschgeldsystem mit dem Mindestreservesatz “Null” aus. Es gibt nur eine einzige Bank und nur eine einzige Währung. Dort wo es nicht darauf ankommt, wird kein Unterschied gemacht zwischen Zentralbankgeld (= Bargeld und Sichtguthaben bei der Zentralbank, die jederzeit in Bargeld umgetauscht werden können) und Buchgeld (= Forderung auf Bargeld, auch Giralgeld, Geschäftsbankengeld, etc. genannt). Die Zeiträume sind so kurz gewählt, daß keine Zinsen anfallen.

      Erster Schritt: Der A bringt eine Sicherheit SA zu der Bank B, die diese gegen Erstschöpfung von 100 Geldeinheiten (GE) bei der Zentralbank ZB deponiert. Die B stellt dem A die 100 GE auf ein Konto bereit, wo es zunächst verbleibt.

      Die Summe aller Einlagen im gesamten Falschgeldsystem sind 100 GE. Die Summe aller ausgegebenen Kredite im gesamten Falschgeldsystem sind 100 GE. Das Verhältnis V von Krediten zu Einlagen ist gleich 100%.

      Zweiter Schritt: Der A kauft für 100 GE Waren von C. Dazu überweist er die 100 GE auf das Konto von C bei der B, wo es zunächst verbleibt.

      Die Summe aller Einlagen im gesamten Falschgeldsystem sind immer noch 100 GE. Die Summe aller ausgegebenen Kredite im gesamten Falschgeldsystem sind immer noch 100 GE. Das Verhältnis V von Krediten zu Einlagen ist gleich 100%.

      Dritter Schritt: Die B verleiht 50 GE “vom Konto” von C an den D, der dafür eine Sicherheit SD bei der Bank deponiert. Die B schreibt dem D 50 GE auf seinem Konto gut (Nebenbemerkung, nur der guten Ordnung halber: hier findet eine Bilanzverlängerung statt, das ist aber für die folgende Betrachtung unwichtig).

      Die Summe aller Einlagen im gesamten Falschgeldsystem ist nun auf 150 GE angestiegen (100 GE von C und 50 GE von D). Die Summe aller ausgegebenen Kredite im gesamten Falschgeldsystem steigt auf 150 GE (100 GE an A und 50 GE an D). Das Verhältnis V von Krediten zu Einlagen (150/150) ist immer noch gleich 100%.

      Anmerkung: hätte C keine Einlage bei B, dann könnte die B in diesem Schritt auch nichts an den D verleihen. Der C merkt davon aber nichts, denn auf seinem Kontoauszug werden die 100 GE des C immer noch als Forderung an die B ausgewiesen. Der Kontoauszug gibt also nicht den physikalischen Kontostand des C wieder sondern – zurecht – nur die Höhe der Forderungen des C an die B (trotzdem spricht man von Einlagen, denn das Geld wurde ja eingelegt). Dieser Umstand ist schon eine Sauerei, denn die B hat dem C nicht gesagt, daß sein Geld weg ist, wenngleich er dies vermuten könnte, denn die B zahlt ihm ja einen Zins als Gegenleistung für seine Einlage.

      Vierter Schritt: Der D kauft für 50 GE Waren von E. Dazu überweist er 50 GE von seinem Konto auf das Konto von E bei der B, wo es bis auf weiteres verbleibt.

      Die Summe aller Einlagen im gesamten Falschgeldsystem ist immer noch 150 GE (100 GE von C und 50 GE von E). Die Summe aller ausgegebenen Kredite im gesamten Falschgeldsystem ist immer noch 150 GE (100 GE an A und 50 GE an D). Das Verhältnis V von Krediten zu Einlagen (150/150) ist immer noch gleich 100%.

      Zwichenstand: Aus den erstgeschöpften 100 GE wurden inzwischen 150 GE, d.h. die gesamte Geldmenge ist um den Faktor 1,5 gestiegen. Es wurden zwei Zaubertricks angewendet, nämlich die Erstschöpfung, auch “Fiat Money” genannt, und die Vermehrung aufgrund des Weiterverleihens unter Zugrundelegung des Mindestreservesatzes, auch “Fractional Banking” genannt. Bitte aufpassen: oft werden die beiden Zaubertricks durcheinander gebracht, was beim Weiterdenken dann zu falschen Ergebnissen führt.

      Ganz wichtig: Wie oft die B die erstgeschöpften 100 GE auch weiterverleiht und dabei vermehrt, das Verhältnis V bleibt immer gleich bei 100%, auch wenn sich der individuelle Hebel für die B erheblich vergrößert.

      Fünfter Schritt: Der C will seine 100 GE abheben. Die B hat kein Geld und fordert den A auf, seinen Kredit zurückzuzahlen, was dieser aber nicht kann.

      Die B nimmt nun die Sicherheit SD von D und hinterlegt sie bei der ZB, die dafür der B 100 GE verschafft. Es findet also eine Erstschöpfung von weiteren 100 GE statt. Die B übergibt diese 100 GE dem C, der zufrieden davon zieht (hier findet ein Übergang von Buch- in Zentralbankgeld statt).

      Die Summe aller Einlagen im gesamten Falschgeldsystem ist 50 GE, nämlich die 50 GE von E. Die Summe aller ausgegebenen Kredite im gesamten Falschgeldsystem ist aber immer noch 150 GE (100 GE an A und 50 GE an D). Das Verhältnis V von Krediten zu Einlagen (150/50) ist somit auf 300% angestiegen.

      Enstand: Die gesamte Geldmenge (Buch- und Zentralbankgeld zusammen) beträgt nun 250 GE.

      Nebenbemerkung: Nur wenn die B die Forderung an den A ausbucht, dann ergibt sich eine Bilanzverkürzung, andernfalls handelt es sich bei B um eine “Bad Bank”.

      Das obige Beispiel kann man leicht erweitern. Wenn Sie mehrere Banken einführen, dann kommen Sie zum selben Ergebnis, wenn sie jeweils die Summe der Einlagen und der Kredite im gesamten Falschgeldsystem betrachten. Sie können dann auch Interbanken-Kredite einführen und es ändert sich über das gesamte Falschgeldsystem gesehen immer noch nichts, weil die Interbanken-Kredite durch Einlagen gedeckt sein bzw. erstgeschöpft werden müssen. Im nächsten Schritt können Sie mit dem Mindestreservesatz herumspielen und dann sogar noch mehrere Währungen einführen. Alles ändert nichts.

      Und wenn Sie das Spielchen im wahren Leben spielen, dann kommen Sie zu den Zahlen in der Graphik von Statista.

      Und gerade die Geldvermehrung im fünften Schritt – erkennbar an der Vergrößerung des Verhältnisses von Krediten zu Einlagen auf einen Wert von größer als 100% – stellt einen Betrug dar, denn niemand kann ernsthaft vermuten, daß sich die Bank B bei der Zentralbank ZB ihr eigenes Geld drucken lassen kann. In einem 100%ig wertgedeckten Geldsystem ist dies jedenfalls nicht möglich. In einem Goldstandard je nach Anteil der Deckung ist es teilweise möglich, darum bin ich auch gegen einen Goldstandard.

      Nur der Vollständigkeit halber: dem von Ihnen genannten gelben Forum stehe ich durchaus kritisch gegenüber, jeder Leser möge bitte selbst prüfen, ob er den dort aufgezeigten Anschauungen folgen möchte. Weil Sie es nun aber ausdrücklich zitieren, nehme ich an, daß Sie zumindest Sympatisant dieser Gemeinde sind, und deshalb genau daraus ein Hinweis auf die Erstschöpfung von Geld durch die Zentralbanken:
      “Die Stadt Madrid in Spanien hat 1 Milliarde Euro für 900 Jahre an Real Madrid ‘geliehen’” (man müsste fairerweise “geschenkt” sagen), damit der Starfußballer Ronny ein weiteres Jahr bezahlt werden kann. Diese Anleihe, die von der Stadt als “Guthaben” geführt wird, ist natürlich nichts wert, denn niemand würde sie von der Stadt Madrid abkaufen wollen.

      Die Stadt Madrid gibt sie jedoch ihrer Bank, die sie wiederum legal an die EZB weiterreichen kann und sich im Gegenzug 1 Milliarde Euro auf die Guthabenseite schreiben darf. Sie kann daher problemlos 1 Milliarde Euro an die Stadt Madrid auszahlen für 3% Zinsen.”
      http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=246311

      Und noch ein weiterer Beleg für die Erstschöpfung von Geld, diesmal aber aus der Systempresse.
      “Banken aus den Krisenstaaten der Euro-Zone drucken in großem Stil eigene Wertpapiere, die sie direkt bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zu Geld machen können. Dabei handelt es sich um staatlich garantierte Bankanleihen, die als Sicherheiten für Kredite der EZB dienen können. Vor allem italienische Banken haben nach Recherchen von “Welt Online” eine Offensive gestartet und seit Jahresbeginn solche Papiere in einem Volumen von knapp 30 Milliarden Euro herausgegeben.”
      http://www.welt.de/wirtschaft/article13889374/Krisenbanken-drucken-sich-ihr-eigenes-Geld.html

      Mit freundlichen Grüßen

      MS

      Verfasst von 888ms | 1. April 2014, 10:19 vormittags
  6. Ok, ich habe verstanden, daß über das ganze Geldsystem gesehen ein Verhältnis von Krediten zu Einlagen von größer als 100% ein Anzeichen für einen Betrug darstellt und daß das nicht auf die einzelne Bank übertragbar ist.

    Wie sind in der obigen Statistik und in Ihrem Beispiel nun die Staatsanleihen zu sehen?

    besten Dank für die Erläuterung?

    Franz H.

    Verfasst von Franz | 5. April 2014, 11:01 nachmittags
    • vielen Dank für Ihre Frage!

      In der Tat, die Staatsanleihen kommen in meinem obigen Beispiel nicht vor.

      Bei der Antwort auf Ihre Frage kommt es darauf an, ob das betreffende Falschgeldsystem die direkte Erstschöpfung der staatlichen Verwaltung bei der Zentralbank zulässt oder nicht.

      Im Euroraum ist es (eigentlich) verboten, daß die EZB Staatsanleihen direkt als Sicherheit gegen Ausgabe von Zentralbankgeld annimmt, d.h. eine Erstschöpfung vornimmt. Trotzdem sitzt die EZB heute auf im hohen zweistelligen Milliardenbereich auf direkt erworbenen Staatsanleihen der PIIGS-Länder, insbesondere aufgrund von sog. “OMT”-Käufen. Seitdem dies an die Öfentlichkeit gedrungen ist, kooperiert die EZB mit Geschäftsbanken, die Staatsanleihen aufkaufen und als Sicherheit gegen erstgeschöpftes Zentralbankgeld bei der EZB hinterlegen. Damit tritt die staatliche Verwaltung im Sinne des obigen Beispiels wie ein normaler Kreditnehmer auf und der Balken für den Euroraum umfasst auch diese Transaktionen.

      Im US$-Raum ist es erlaubt, daß die FED Staatsanleihen direkt als Sicherheit gegen Ausgabe von Zentralbankgeld annimmt, d.h. daraus eine Erstschöpfung vornimmt. Der Balken in der Statista-Graphik für den US$-Raum umfasst diese Transaktionen nicht. Man darf die Zahl für den US$ also nicht mit der entsprechenden Zahl für den Euro vergleichen.

      Man sieht daraus schon, daß man die Statista-Graphik nicht überbewerten darf!

      Mehr als die von Ihre zurecht getroffene Aussage, daß über das ganze Geldsystem gesehen ein Verhältnis von Krediten zu Einlagen von größer als 100% ein Anzeichen für einen Betrug darstellt, kann man daraus nicht ablesen.

      Nebenbemerkung: es ist eine große Sauerei, daß eine Zentralbank Staatsanleihen als Sicherheit nimmt, die nicht mehr als ein Zahlungsversprechen sind, während “normale” Kreditnehmer eine Immobilie oder Edelmetalle als Sicherheit bei ihrer Bank hinterlegen müssen, damit diese Bank mit dieser dinglichen Sicherheit bei der Zentralbank eine Erstschöpfung vornehmen kann.

      Mit freundlichen Grüßen

      MS

      Verfasst von 888ms | 6. April 2014, 12:59 vormittags
  7. Meine Raiffeisenbank schafft es gerade ein Drittel der Kundeneinlagen in Kredite zu verwandeln, unsere Sparkasse Mittelthüringen liegt knapp über 50 %. Deutschlandweit ist das Verhältnis von Kundeneinlagen zu Krediten nach dem letzten Bericht der Bundesbank 1:1. Es muß also auch Banken geben, die mehr Kredite ausreichen, als sie Kundengelder verwalten. Meine Frage: Welche Banken geben mehr Kredit, als sie Einlagen haben? Welche Banken sind das?

    Verfasst von Wolfgang Prabel | 6. April 2014, 2:33 vormittags
    • sehr geehrter Herr Dr. Prabel, auf diese Frage habe ich nur gewartet, und auf einen investigativen Leser, der ihr nachgeht.

      Ich habe es vor einem Jahr aufgegeben, dieser Sache nachzugehen, nachdem der Intrigantenstadel Deutsche Wikipedia die betreffenden Werte überraschend gelöscht hat. Vorher waren sie explizit aufgeführt. Aus meiner Erinnerung waren da in Deutschland das Commerzamt und die Deutsche Bank ganz “vorne”. In den Euro-Ländern wird man ganz sicher bei den üblichen Verdächtigen fündig: Dexia, Bankia, SocGen, Hypo Alpe-Adria, etc. etc.

      Es ist in einem Falschgeldsystem ein Notreflex einer Pleitebank, sich ganz am Schluß noch einmal aufzubäumen und massenweise Sicherheiten bei der Zentralbank zu deponieren, um die die vielen geängstigten Kunden und Kollegenbanken auszahlen zu können, siehe zum Beispiel hier im Fall von Irland:
      http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-Pluenderung-Irlands–ein-Stueck-in-nobr7-Aktennobr/story/23072100

      Zitat daraus:
      “B: Wir waren gestern dort, und, kurz gesagt, wir haben es ihnen direkt zwischen die Augen gegeben. Und dann brach das Chaos aus: «Nein … nein … bitte nicht … Himmel, ihr wollt also von uns … das ist ja … Worauf wir ihnen sagten …
      F: In der Zentralbank?
      B: Ja. Wir sagten ihnen: ‹Schaut her, wir brauchen 7 Milliarden Euro. Dafür geben wir euch unser Kreditportfolio.› Dann schoben wir ihnen einen Vertragsentwurf hin und sagten: ‹Das ist, was wir brauchen.› Das hat alle ziemlich kalt geduscht.”

      Nochmals: der Artikel oben richtet sich nicht gegen die Banken, sondern gegen das Falschgeldsystem, das solche Praktiken erst ermöglicht.

      In einem gesunden, wertgedeckten Geldsystem sind Banken als Clearingstellen sowie als Berater und Treuhänder ihrer Kunden unverzichtbar.

      beste Grüße
      MS

      Verfasst von 888ms | 8. April 2014, 1:23 nachmittags
  8. In der Schweiz haben wir die Möglichkeit über die direkte Demokratie, 100’000 Unterschriften für eine Vollgeldreform zu sammeln. Offiziell starten wir am 3. Juni 2014 damit. Für ein faires Geldsystem und für eine sichere Währung. Nur die Schweizerische Nationalbank darf Giral-/Buchgeld erzeugen und nicht mehr die privaten Banken.
    http://www.Vollgeld-Initiative.ch

    Verfasst von Daniel Gamper | 23. Mai 2014, 8:06 vormittags
  9. In der Schweiz wird 90% der Geldmenge M1 also rund 300 Mrd CHF von den privaten Geschäftsbanken hergestellt. Der Reservesatz der Zentralbank muss von gesetzes wegen, mindestens 2.5% sein. Wegen dem Vorteil den die grossen Banken gegenüber den kleinen Sparkassen haben, bewirkt dass der Reservesatz bei diesen Banken eher höher ist, als bei den Grossbanken. Genau diese Banken haben den Vorteil, dass die Wahrscheinlichkeit viel höher ist, dass eine Kundenzahlung wiederum auf einem Guthabekonto der gleichen Bank landet, als dass ein Betrag auf ein Konto einer kleinen Bank eingezahlt wird. Die Differenz muss dann nämlich am Ende des Tages mit Reservegeld der Nationalbank wider ausgeglichen werden, oder die Banken vergeben sich eben die berühmten Interbankenkredite.

    Den ganz grossen Vorteil haben aber all jene Banken die Eigenhandel mit Wertpapieren betreiben. Diese erzeugen ihr eigenes Geld und kaufen damit Aktien, oder zu einem noch viel grösseren Teil, Derivate.

    Verfasst von Daniel Gamper | 23. Mai 2014, 8:22 vormittags

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Papiergeld und sein Schicksal

Eine Papierwährung, die nur auf dem Vertrauen in diejenige Regierung basiert, die sie druckt, wird immer auf ihren wahren inneren Wert zurückkehren, nämlich auf "Null".

(Voltaire, 1694 - 1778)

Drei Dinge genügen, um dem Sozialen wirklich gerecht zu werden

Erstens: Die Reichtumsmaschine freier Märkte und eigenverantwortlicher Anstrengungen, die fast alle Bürger mit sich trägt und nur ganz wenige zurückläßt.

Zweitens: Der in jeder echten Versicherung enthaltene Solidaranteil.

Drittens: Die private Caritas, wenn man sie nur lebendig läßt, also nicht finanziell aushungert und durch erzwungene Kollektiveinrichtungen demotiviert.

(Roland Baader, 1940-2012)

Die armen Leute sind der Maßstab!

Das Wichtigste ist, daß durch die freie Wirtschaft gerade den armen Leuten geholfen wird. Sie können kaufen, was sie wollen, und ihr Einkommen ist bei freier Wirtschaft höher als unter einem sozialistischen System.

(Margit von Mises, 1890 - 1993)

Sklavenwerdung früher und heute

Früher mußte man Menschen mit Gewalt rauben, um sie zu Sklaven zu machen. Ein gewaltsam angebrachtes Brandzeichen an der Stirn hat ihr Schicksal dann dauerhaft sichtbar besiegelt.

Heute genügt es, ihnen einen Kredit und eine Steuernummer zu geben.

(gesehen irgendwo im Internet)

Das wahre Gesicht der Volkwirtschaftslehre

Wirtschaftskrisen werden durch die Geldpolitik absichtlich verursacht. Es ist die einzige Aufgabe der VWL, dies zu leugnen und zu vernebeln und Dogmen zur Verschärfung von Krisen zu liefern.

Deswegen ist die Geldpolitik in der VWL - wie auch im Marxismus - kein Thema; die Professoren lehren Modelle, in denen Geld nur als Tauschmittel vorkommt, d.h. als Geldmenge mit Umlaufgeschwindigkeit; die Geschichte der Krisen darf nicht behandelt werden; alle Thesen werden durch zirkuläre Argumentation aus den Annahmen der Modelle abgeleitet; der mathematische Apparat soll wissenschaftliches Arbeiten vortäuschen und die zirkuläre Argumentation verbergen.

(Wolfgang Waldner)

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