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Neues Tanklager fertiggestellt Platz für Westerweiterung geschaffen

Neues Tanklager fertiggestellt Platz für Westerweiterung geschaffen

In wenigen Tagen fließt das Kerosin am Flughafen Stuttgart in drei neue Tanks: Mit Staatssekretär Rudolf Köberle, Innenministerium Baden-Württemberg, und rund 80 Gästen feierten die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) und die Skytanking Stuttgart GmbH & Co. KG am Montag, 9. Februar 2009, die Fertigstellung des neuen Tanklagers. Der Bau zwischen dem Hangar der Lufthansa Technik und dem General Aviation Terminal (GAT) ersetzt das bisherige Kerosinlager im Westen, das in Kürze abgerissen wird.

Die neue Anordnung ist Grundlage für die geplante Westerweiterung, in deren Rahmen das Flughafenvorfeld vergrößert werden soll. „Neben den Verbesserungen im Tankbetrieb werden wir nach Abbruch des bisherigen Kerosinlagers u. a. zusätzliche Abstellflächen für Flugzeuge erhalten. Diese brauchen wir dringend“, so Flughafen-Geschäftsführer Prof. Georg Fundel. Die Westerweiterung ist in der Regionalplanung bereits berücksichtigt, derzeit bereitet der Flughafen das Planfeststellungsverfahren vor. „Die Verlegung des Tanklagers ist ein wichtiger Schritt zur Optimierung und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landesflughafens“, sagte Staatssekretär Rudolf Köberle.

Bauherr und Betreiber des neuen Kerosinlagers ist die Skytanking Stuttgart GmbH & Co. KG, eine Tochter des Hamburger Mineralölkonzerns Marquard & Bahls AG. Skytanking baut und betreibt seit vielen Jahren Tanklager an Flughäfen und ist weltweit auf 20 Airports vertreten, darunter München, Brüssel und Atlanta. Der Vertrag mit dem Flughafen Stuttgart, der im Januar 2007 unterzeichnet wurde, hat eine Laufzeit von 30 Jahren. Danach geht das Tanklager in den Besitz der FSG über.

Rund neun Millionen Euro hat Skytanking in den Neubau investiert. Die drei weißen, über 13 Meter hohen Tanks fassen insgesamt 4.500 m³ des Treibstoffes – das ist 2,5 Mal so viel wie das bisherige Kerosinlager. Ein Novum ist auch, dass die anliefernden Tankfahrzeuge nicht mehr die Kontrollstelle zum Sicherheitsbereich passieren müssen: Das Kerosin wird von der Landseite aus in das Lager gepumpt.

Veröffentlicht am 9. Februar 2009