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© Greece on Tour 2013

Die Musik von Byzanz

Vor allem die Kirchenmusik des oströmischen byzantinischen Reiches stellt ein entscheidendes Bindeglied zwischen der  Musik der Antike und der Mittelalterlichen Musikgeschichte dar (Beispiel: Der Gregorianischer Gesang in seiner Urform in  Byzanz). Sie hat entscheidend die Kirchenmusik in den osteuropäischen Ländern geprägt und lebt heute in veränderter Form  weiter in der griechischen Kirchenmusik. 

Volksmusik (Dimotiki Mousiki)

Dimotiki Mousiki (von Dimos das Volk) oder eigentlich passender Ellinika dimotika tragoudia ist die traditionelle  griechische Volksmusik vor allem aus dem ländlichen Raum. Sie wird von Klarinetten, Gitarren, Tamburinen und Geigen  begleitet und schließt Tanzmusikformen wie, unter ihnen den chaniotischen Syrto, den Reihentanz Kalamatiano, Tsamiko  oder Arvanitikos der Tanz der Tapferkeit, und Chasaposerviko ein. Vokalmusik wie die Kleften-Lieder, die während des  Partisanenkrieges gegen die türkische Herrschaft ab 1715 von den Rebellen gesungen wurden, sind in der Regel Lieder von  Kampf, Tod, Treue und Verrat, also meist tragischer Natur, was ja außer der Liebe heute noch das tragende Element der  griechischen Musik ist. Alte Volkslieder, die Paradosiaka aus Thessalien und Mittelgriechenland werden überwiegend mit  Klarinette und Violine gespielt. Die Lieder handeln oft vom osmanischen Joch, Krieg und Vertreibung. Die Volkslieder der  Inseln, die Nisiotika, sind oft temperamentvoll oder melancholisch. Vorherrschende Instrumente sind die Laute, Santouri, ein  Zupfinstrument mit 100 bis 140 Saiten, das auch mit Klöppeln angeschlagen wird, Baglamas (ein kleines Bouzouki) und  Lyra. In Nordgriechenland wird immer noch häufig der Dudelsack gespielt, und zwar die auch in Bulgarien oft vorkommende  Kaba Gajda, sowie die Zurna, eine Art Oboe, die bis weit in den arabischen Raum, in der Türkei und in Armenien verbreitet  ist. Auf den griechischen Inseln wird eine weitere Dudelsackart, die Tsampouna, gespielt, die im Unterschied zur Gajda keine  Bordunpfeife, dafür aber zwei Parallelspielpfeifen hat. Auf Karpathos wird sie klassisch im Trio mit Lyra und Laute gespielt.  Bis zu den nationalsozialistischen Pogromen, im II. Weltkrieg war in Thessaloniki eine starke sephardische Musiktradition  verbreitet, die heute von der Sängerin Savin Yannatou weitergegeben wird. Viele der frühesten Aufnahmen wurden von den  Arvanites (albanischstämmigen Griechen) Giorgia Mottaki und Giorgios Papasideris gemacht. Zu den Instrumentalisten  gehören Klarinettenvirtuosen wie Giorgos Yevyelis oder Vassilis Saleas, der zusammen mit Theodorakis auf dem Album  Litany zu hören ist. Der Oudspieler Nikos Saragoudas, der auch Bauchtanzmusik spielt und der Fiedler Giorgos Koros.  Griechische Folklore wird oft auf Instrumenten gespielt, die schon im Altertum von Griechen und Persern gespielt wurden.  Später wurden diese Instrumente von Arabern und Mauren übernommen, die sie dem Westen übermittelt haben.

Rembetiko

Der Rembetiko (griechisch ρεμπέτικο) ist ein griechischer Musikstil, der aus den Volksmusiktraditionen Griechenlands und  der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Städten Athen, Piräus und Thessaloniki bildenden Subkulturen  hervorgegangen ist. Der Rembetiko wird oft auch als der griechische Blues bezeichnet, weil die Texte ähnlich wie im Blues  von den alltäglichen Sorgen und Erfahrungen der einfachen Leute handeln. Der Rembetiko erlebte in den 1930er bis 1950er  Jahren seine Blütezeit. In den Anfängen seiner Entstehung wurden Rembetika nur von den in Piraeus lebenden Rembetes  gespielt, meist Flüchtlinge, die im Jahr 1922, dem Jahr der sogenannten kleinasiatischen Katastrophe, aus Smyrna und  anderen Orten Kleinasiens in das europäische griechische Kernland vertrieben worden waren. Später entwickelte sich daraus  eine der populärsten Musikformen Griechenlands. Hauptinstrumente sind Bouzouki, Gitarre, Baglamas, Akkordeon und  Geige. Zu den bekanntesten Komponisten des Rembetiko gehören Markos Vamvakaris, Manolis Hiotis und Vasilis Tsitsanis.  Die wesentlichen Rhythmen oder Tänze des Rembetiko sind Chasapiko, Chasaposervikos, Zeibekikos, Karsilamas,  Aptalikos, Tsifteteli, Anatolitikos oder Bayo und Sirtos.

Populäre Musik (Laïki Mousiki)

Die Laïki Mousiki hat ihre Wurzeln im Rembetiko, der in den 20er und 30er Jahren vor allem in städtischen Subkulturen  entstand. Aus Kleinasien stammende Griechen, die durch den Bevölkerungsaustausch infolge der Kleinasiatischen  Katastrophe ein Subproletariat in den Städten bildeten, entwickelten diesen Musikstil aufbauend auf ihren musikalischen  Traditionen. Typische Instrumente sind Bouzouki, Gitarre, Baglamas, Akkordeon und Geige. Zu den bekanntesten  Komponisten und Interpreten des Rembetiko gehörten Markos Vamvakaris, Manolis Hiotis und Vassilis Tsitsanis. Die Lieder  handeln oft von der Fremde, der Liebe, dem Gefängnis, Alltag und Elend. Wegen ihrer schwermütigen Stimmung und ihres  Ursprungs in den Elendsquartieren wird der Rembetiko häufig als der griechische Blues bezeichnet. Der Film 'Rembetiko'  (siehe Rembetiko (Film) von Kostas Ferris 1983) gibt einen Eindruck von Lebensbedingungen und Lebensstil der Rembetes.  In den 1930er bis in die 1950er Jahre entstanden die meisten der traditionellen Rembetiko-Lieder. Sie waren im griechischen  Bürgertum verpönt. Die Komponisten Manos Chatzidakis und Mikis Theodorakis griffen musikalische und thematische  Elemente des Rembetiko in ihren Kompositionen auf und machten ihn dadurch 'salonfähig'. 

Populäres Kunstlied (Éntekhno Tragoudi)

Im Έντεχνο treffen sich Elemente des Rembetiko mit westlichen Lied- und Chansonformen und bei einigen Komponisten  (z.B. bei Giannis Markopoulos) traditioneller Dimotiki Mousiki. Mikis Theodorakis und Manos Chatzidakis gelten als die  Begründer dieser Musikrichtung in den 1950er Jahren. Viele Entechna Tragoudia sind Vertonungen von Gedichten bekannter  griechischer Dichter und verhelfen so der Lyrik zu einer außergewöhnlichen Popularität. Sänger traditioneller Musik  erschienen in den 1960er Jahren mit Dionysis Savvopoulos; viele dieser Musiker spielten Neo kyma, eine Mischung von  Entechhno und französischen Chansons. Savvopoulos vermengte Einflüsse US-amerikanischer Musiker wie Bob Dylan und  Frank Zappa mit makedonischer Volksmusik und politischen Liedtexten. Einen ähnlichen Musikstil bieten Künstler wie  Arletta, Mariza Koch und Kostas Chatzis. Während der Militärdiktatur 1967 - 1974 und in den Jahren danach griffen die  Texte häufig politische Themen auf, auch in versteckten Anspielungen. Etliche Sänger und Komponisten beteiligten sich am  Widerstand gegen die Obristen und ihre Musik wirkte identitätsstiftend für die Opposition über die Grenzen von  Generationen und politischen Gruppierungen hinweg. Die Obristen verboten die Musik von Theodorakis, den Besitz seiner  Platten und das Singen und Hören seiner Lieder.
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