Deutsche-Bank-Chef - Startup-Finanzierung nicht Sache der Banken

Dienstag, 23. September 2014, 12:01 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Finanzierung von Startup-Unternehmen ist nach den Worten von Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen nicht Aufgabe der Banken.

Gefragt sei stattdessen Risikokapital, sagte Fitschen am Dienstag beim Tag der Deutschen Industrie in Berlin. Die Banken könnten dabei zwar helfen, doch nicht mit dem Geld ihrer Kunden, das sie treuhänderisch verwalten würden.

Für die Modernisierung der deutschen Infrastruktur sei vor allem privates Kapital notwendig. Der Staat wolle keine neuen Schulden mehr machen. "Damit ist verbunden das Eingeständnis, dass man diese Maßnahmen nicht nur durch den Staat finanzieren lassen kann", sagte der Banker. Deshalb müsse nach alternativen Finanzierungsformen Ausschau gehalten werden. "Das bedingt, das Kapital mobilisiert werden muss – und zwar sowohl im Inland als auch im Ausland", sagte Fitschen. "Wir allein schaffen es nicht."

Fitschen gehört einem Expertengremium von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an, das verschiedene Modelle zur Finanzierung von Investitionen prüfen soll.

 
Deutsche Bank co-Chief Executive Juergen Fitschen attends the Bundesbank Banking Congress "Symposium on Financial Stability and the Role of Central Banks" in Frankfurt, February 28, 2014. Fitschen warned that financial regulators' efforts to strengthen banks had overshot the mark and that a lack of coordination among them had led to an unfair playing field for Europe. REUTERS/Ralph Orlowski (GERMANY - Tags: BUSINESS HEADSHOT POLITICS)