Oberpfalz


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Naturschutzverbände fordern Umweltpolizei Luchse getötet und Pfoten abgeschnitten

Luchsin Tessa wurde 2012 vergiftet, und ein Jahr später erschoss ein Unbekannter ein trächtiges Luchs-Weibchen. Nun wurden erneut mehrere Luchse im Bayerischen Wald getötet. Die Täter ließen einen makabren Hinweis für die Luchs-Forscher zurück.

Stand: 22.05.2015

Unbekannte haben im Bayerischen Wald bis zu vier Luchse getötet. Wie der Landesbund für Vogelschutz und andere Tierschutzverbände am Donnerstag (21.05.15) mitteilten, wurden in der vergangenen Woche im Landkreis Cham vier abgeschnittene Vorderbeine von Luchsen gefunden. Diese seien in der Nähe einer Fotofalle eines Luchs-Forschungsprojektes abgelegt worden.

"Ein solcher krimineller Akt ist bislang beispiellos und eine neue Eskalationsstufe der Luchsgegner in der Region."

Mitteilung des LBV

Tierschutzverbände fordern nun, eine spezielle Umweltpolizei einzurichten. Diese soll Straftaten wie die Tötung geschützter Tierarten aufklären. Die Tierschützer erstatteten bereits Anzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft in Regensburg. Auch die Polizei in Bad Kötzting ermittelt, denn die Umstände des Fundes an Christi Himmelfahrt (14.05.15) legten "eindeutig eine Straftat nahe".

Täter früherer Verbrechen nicht gefunden

Bereits 2012 und 2013 wurden im Bayerischen Wald zwei Luchse vergiftet beziehungsweise erschossen. Die ausgelobten Belohnungen zum Ergreifen der Täter hatten jedoch keinen Erfolg. Mindestens zwei, möglicherweise sogar mehr Luchse seien diesmal illegal getötet worden. Die Tierschützer vermuten, dass die Täter die Beine der Tiere gezielt in die Nähe der Fotofalle legten, damit Projektmitarbeiter sie finden. Sie bezeichneten die Tat als "abscheulich und brutal".

"Umweltkriminalität ist kein Kavaliersdelikt. Wir erneuern angesichts dieses eklatanten Falls unsere Forderung, dass solche Straftaten systematisch erfasst, aufgeklärt und angemessen geahndet werden müssen."

LBV-Vorsitzender Norbert Schäffer

Möglicher Zusammenhang

Die Tat stehe möglicherweise in Zusammenhang mit dem Einsatz des LBV für ein Luchsschutzgebiet am Kaitersberg östlich von Bad Kötzting. Hier wurde eine 37 Hektar große Fläche, die Luchse zur Jungenaufzucht und als Rückzugsraum nutzten, als Schutzzone ausgewiesen.


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Franz Ludenberg, Sonntag, 24.Mai, 11:10 Uhr

11. Luchse

Hallo.

Was sind das für Menschen, die zu solchen Taten fähig sind? Ich verstehe das nicht.

Gruß Franz Ludenberg

Karlheinz Wissel, Sonntag, 24.Mai, 09:06 Uhr

10. Urlaub nicht mehr im Bayerischen Wald

Im Gebiet des Bayerischen Waldes wird immer wieder mit einer hinterwäldlerischen Sturheit die Natur daran gehindert sich selbst zu entwickeln und Tiere bekämpft die offensichtlich den jagdlichen Interessen einiger weniger in die Quere kommen.Da spielen dann Naturschutzbelange keine Rolle mehr.Als Urlauber dort musste ich immer wieder feststellen das diese Umstände in der Diskussion von vielen in der Bevölkerung mitgetragen werden. Nach diesem Frevel an den wehrlosen Luchsen ziehe ich nun meine Konsequenzen-Ich werde meine zukünftigen Urlaube da verbringen wo sich die Menschen ihrer schönen Natur bewusst sind-also nicht mehr im Bayerischen Wald.

Huber Roland, Sonntag, 24.Mai, 08:34 Uhr

9. Hohe Belohnung für Hinweise der Täter!

Sehr geehrte Damen und Herren,
damit die Bevölkerung mit der Polizei überhaupt zusammenarbeitet, sollte eine sehr hohe Belohnung (mindestens 30000€) ausgesetzt werden.
Die Kosten könnten ja der Freistaat Bayern übernehmen.

MfG

Luc, Samstag, 23.Mai, 20:24 Uhr

8. Wahnsinnige

wenn eine ganze Region mit diesen Wahnsinnigen sympatisiert, dann sollte eben alle (Touristen) und sonstige vernünftige Menschen diese Region meiden.

Margret zolg, Samstag, 23.Mai, 11:03 Uhr

7. luchs mord

Wer so eiskalt ohne jede Emotion Tiere umbringt, ist er, wenn er überzeugt ist, dass es auch Mvieenschengruppen oder auch Individuen gibt, die lastig sind, nicht ebenso ein Uberzeugungstäter, der als nächsten Schritt Menschen "ausschaltet"?