Greenpeace legt Einspruch bei der EU ein

Gegen einen Abtransport der 152 Jülicher Castoren sowie der in Ahaus lagernden 305 Hamm-Castoren in die USA hat Greenpeace heute (10.06) bei der EU Einspruch eingelegt. Richtlinie 2011/70/EURATOM der Europäischen Union verbietet den Export von kommerziell erzeugtem Atommüll ins Ausland. Denn EURATOM genehmigt nur den Export von Atommüll aus der Forschung. Der AVR-Reaktor in Jülich speiste jedoch als Prototyp von 1967 bis 1988 rund 1,5 Milliarden Kilowattstunden Strom ins öffentliche Netz ein und kann aus diesem Grund nicht als Forschungsreaktor bezeichnet werden.

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323 Castoren in den kommenden 10 Jahren nach Ahaus

Wie der Südwestpresse vom 21.05.2015 zu entnehmen ist, fordern die Länder von Umweltministerin Hendricks ein Konzept für die Rücknahme der 26 Castor-Behälter aus Sellafield, welche eigentlich in das Zwischenlager Gorleben sollten. Das diese 26 Castorbehälter nur die Spitze eines Eisberges sind, kann sehen, wer sich nicht nur kurzfristig mit der vermeintlichen Entsorgung von Atommüll beschäftigt.


Innerhalb der nächsten 10 Jahre ist bundesweit mit dem Transport von mindestens 350 Castorbehältern zu rechnen. Alleine 323 davon haben bis jetzt das Atomlager in Ahaus als Ziel!

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Westcastoren: Gutachten vom TÜV Nord untauglich - Ahaus als Ziel wahrscheinlich

Bereits seit 1989 findet die Suche nach einem Lager statt. Auf das Bild klicken zum vergrößern
Bereits seit 1989 findet die Suche nach einem Lager statt. Auf das Bild klicken zum vergrößern

Wie Minister Duin (Chef der Atomaufsicht in NRW) soeben in der Atommüllkommission mitteilte, hat das Gutachten des TÜV Nord eigentlich nichts gebracht. Auf Grundlage der vom FZ Jülich vorgelegten Zahlen kann der TÜV Nord nicht beurteilen, welche Variante (USA, Ahaus, Neubau) am sinnvollsten ist. Für eine Bewertung fehlen konkrete Projektpläne.

 

Das Gutachten ist wie zu erwarten nicht öffentlich zugänglich, im Wirtschaftsministerium wird es jedoch für die Kommission eine autorisierte Zusammenfassung geben. Ob diese auch für den Bürger erhältlich ist, ist noch nicht geklärt. Pikante Äußerung von Duin (sinngemäß): Das FZ Jülich trägt die Verantwortung zu zeigen, dass mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet wird.

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Westcastoren: Entscheidung am Montag? - Auch Ahaus keine Option!

Am kommenden Montag (18.05) findet die 12. Sitzung der Endlagerkommission statt. Laut Homepage des Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel, Mitglied der Endlagerkommission, wird Wirtschaftsminister Duin dort das bereits für Mitte April erwartete Gutachten zum weiteren Umgang mit den 152 Westcastoren vorstellen. Zur Option stehen weiterhin der Abtransport in die USA, Der Neubau eines Zwischenlagers in Jülich sowie die Einlagerung in Ahaus.

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Forschungszentrum Jülich will Dialog mit lokalen AtomkraftgegnerInnen

Nach Auffassung der AtomkraftgegnerInnen in Jülich und im Münsterland wird die Gefahr immer größer, dass die 152 Castoren des Forschungszentrums nun doch nach Ahaus gebracht werden sollen:

  1. In den USA ist die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur Annahme der Castoren nun zum vierten mal verschoben worden. Das Department of Energy verschob den Termin nun auf Anfang Sommer.
  2. Die NRW-Atomaufsicht unter Minister Garrelt Duin (SPD) wollte sich eigentlich Mitte April öffentlich zu den drei Varianten des Forschungszentrums Jülich äußern. Aber, Minister Duin ist auf Tauchstation gegangen und hat sich bis heute nicht zum weiteren Vorgehen geäußert!
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23. April: Veranstaltung in Gronau mit Ursula Schönberger zum Thema Atommüll

Am Donnerstag (23. April) wird die Politikwissenschaftlerin Ursula Schönberger mit einem Vortrag in Gronau über die bundesweite Atommüllproblematik informieren. Der Vortrag findet in der Gaststätte Concordia, Eper Straße 13, statt. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet u. a. anlässlich des 29. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe statt.

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Die GNS auf den Ahauser Industrietagen 2015

Am kommenden Wochenende finden in Ahaus die sogenannten Industrietage statt. Dort kann sich, wie der Name bereits vermuten lässt, die Ahauser Industrie am "Schautag" am 19.04.15 vorstellen. Und natürlich darf auch die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) nicht fehlen, die sich im Zeltstand der Firma Schöpker & Dorgeist (Ridderstrasse 60) präsentiert. Kommt vorbei und fragt die Vertreter der GNS doch mal aus.

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Auch Ahaus ist keine Option für Jülicher Atommüll!

AtomkraftgegnerInnen aus Jülich, dem Münsterland und und dem gesamten Bundesgebiet sind sich einig: Sie fordern den Verbleib der 152 Castoren in einem sicheren Lager in Jülich. Weder die USA, noch Ahaus sind sinnvolle Optionen für die 300.000 Brennelementekugeln!

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25. April, 12 Uhr: Tschernobyl-Mahnwache und Demo in Münster

In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986 explodierte ein Reaktor des AKW Tschernobyl in der heutigen Ukraine - halb Europa war vom radioaktiven Fallout betroffen, besonders schwer traf es Teile der Ukraine und Weißrusslands. Dort leiden noch heute unzählige Menschen an Strahlenschäden, verseuchten Böden, radioaktiv belasteter Nahrung und mangelnder Gesundheitsversorgung sowie fehlender sozialer Absicherung - die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist leider noch lange nicht bewältigt.

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Atomtransport in Lünen gesichtet



Ein Atomtransport hat in der vergangenen Woche den Bahnhof Lünen (Kreis Unna) durchquert. Wie ein Bürger aus Lünen berichtete, sei der Transport während der Rushhour mit 3 Behältern ohne weitere Ansage durch den Bahnhof gefahren. Vermutlich handelt es sich bei der Ladung um schwach- und mittelradioaktiven Abfall mit Ziel Ahaus. Wo der Transport startete ist noch unbekannt.

 

Wer den Transport auch gesichtet hat und möglicherweise weitere Bilder hat, möge sich bitte bei uns melden via info[at]kein-castor-nach-ahaus.de.

 

Weitere Meldungen von Atomtransporten können auch über unser Online-Formular gemeldet werden. Vielen Dank für eure Hilfe!


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