Mittwoch, 9. März 2016

Tötet Bauer Hubert




Das ist die Bauer Hubert-Sammlung von meinem Kind. Das Zeug bekommen Sie hier bei uns an allen Orten geschenkt, an denen Kinder Dinge geschenkt bekommen. Worum geht's? Bauer Hubert ist ein Öko, der in jeder Geschichte arglose Kinder aus der Stadt empfängt und ihnen einimpft, was er alles tut, um nachhaltig zu wirtschaften.



Ich hasse Bauer Hubert.



Bauer Hubert ist ein Angeber, ein Prahler. Er protzt mit seinem angebauten Biofärbemittel, seinem fetten Kessel für Holzpellets, seinem verfickt großen Rapsfeld und sogar mit einem ganzen energetischen Haus. Ein Streber. Ein Optimierter. Hyperkorrekt. Typen wie Bauer Hubert furzen nicht. Wegen des CO2.



Würde Bauer Hubert in der Stadt wohnen, wäre es natürlich Prenzlauer Berg. Und zwar Dachgeschoss. Maisonette. Energetisch saniert. Teures Naturholz. Pelletkackofen. Handgebrannte Fliesen. Mundgeblasener Stuck. Selbstgelutschte Birkenstocksandalen. Wie all die ganzen anderen Gestalten mit diesen ewigen Bugabookinderwagen, die so schön problemlos uneingeklappt in den Hybrid-Van mit den zehn Katalysatoren passen. Lifestylespacken. Mülltrenner. Bioladenkunden. Beim Vorlesen kommt mir die Lidl-Tiefkühlpizza wieder hoch, Trattoria Alfredo, Stadionpizza Currywurst. Ich werde zwar nicht so lange leben wie die, aber lustiger. Manchmal denke ich, es wäre Zeit, wieder dorthin zu ziehen wo ich herkomme. Neukölln. Boddinstraße. Zu Menschen. Doch man hört es unken, dass es da mittlerweile genauso läuft. Es wäre also keine Flucht, nur ein Umbetten. Eigentlich bleibt nur Polen. Alles andere diesseits der Oder ist jetzt Bio.

Ich könnte den ganzen Wust Bauer Hubert einfach entsorgen, unkorrekt in der Verbundstofftonne, doch ich habe ein Problem: Mein Kind liebt Bauer Hubert. Jedes Mal, wenn ich Vorlesen anbiete und frage, was es denn sein soll, kommt nicht das Kikaninchen, Conni oder Bubu der Buchstabenwurm, sondern Bauer Hubert der Ökowichser mit seiner zum Würgen abstoßenden Bündnis 90-Moralpredigt.

Und während des Lesens tanzen mir dann immer Schlümpfe mit den Gesichtern von Bütikofer, Hofreiter und der verdammten Claudia Roth vor dem Auge herum, die singen: "Genderalala Genderalala. Wir haben gewonnen, wir haben gewonnen. Du musst unseren Scheiß vorlesen. Ho Ho Holzpellet."



Was? Faselt der da? Möchtest du mehr über nachwachsende Rohstoffe wissen? Nein! Ich will mehr über Foltermethoden wissen. Und ob diese Bauer Hubert-Bücher eigentlich durch eine Rosette passen, damit sie endlich dort sind wo sie hingehören. Im Darm. Und hören Sie auf mit dem schrecklichen Duzen. Ich duze mich nur mit Leuten, denen ich keinen eitrigen Nagelpilz an die Füße wünsche.

Wo sind die Pippi Langstrumpf-Bücher hin? Max und Moritz meinetwegen. Oder Spongebob. Von mir aus auch die Struwelliese (der Struwelpeter ist ja weggegendert), alles von früher, her damit, bloß nicht diese bleierne Indokrination aus dem Ideenlabor prekärer Germanistik-Praktikanten, die sonst Taxi fahren im Velodrom arbeiten.

Irgendwann, wenn sich die Vorleseeuphorie beim Kind gelegt hat, werde ich Bauer Hubert töten. Qualvoll, so wie er mich gequält hat. Ich denke, ich werde ihn zerschneiden, ganz langsam, mit einer Nagelschere, danach werde ich ihn mit Terpentin übergießen, der Symbolkraft wegen ein paar eigens im örtlichen Biospackenkontor gekaufte Holzpellets hinzugeben und das Ganze anzünden.

So. Und da freu' dich schon mal drauf. Bauer Hubert. Burn motherfucker burn.


Kommentare:

Beaker hat gesagt…

Bücherverbrennung ist sowas von 1930er, Bauer Hubert gehört natürlich auf den Kompost. Also bitte kleinhäckseln und auf den Urban-Gardening Beeten verteilen. (Das mit den Terpentin kann man ja vorher trotzdem machen...)

Anonym hat gesagt…

Danke fürs lachen; schöner start in den tag.

oblomow

Anonym hat gesagt…

Kauf dat Kind doch lieber ma ein Tierfilm: "Das Schweigen der Lämmer."

Der Tano hat gesagt…

Gib Deinem Kleinem doch mal einen Stapel Freak Brothers von Gilbert Shelton z.B. die Geschichten von Fat Freddys Kater oder von Robert Crumb die Geschichten von Mister Snoid oder (jetzt mal ernsthaft!) Zenas Winsor McCay seine Geschichten über Der kleine Nemo im Schlummerland


Dann wächst sich das schnell aus mit den literarischen Kinder-Flausen ...

waswegmuss hat gesagt…

Holzpellts, ja toll.
Die schreddern gerade die borealen Wälder. Schließlich braucht der gemeine Oligarch frische Tigerpenisse für's Schnackslen. Die Bannwälder in Ösiland hatten sie auch schon fast beseitigt bis der Staat die Privatisierung wieder aufgehoben hat.
Toll, Bauer Hubert schmiert mit Rapsöl. Das freut Monsanto und seine Genlabors.

Wir hatten noch Lurchi und das war gut so! Dem haben sie mittlerweile eine Hose verpasst. Wer Lurchis auf das Geschlecht schaut sollte kein Chrystal Meth mehr bekommen. Erst recht nicht auf Krankenschein.

Anonym hat gesagt…

Meine Empfehlung: Die Schlümpfe! Herrlich politisch inkorrekt, keine Genderscheiße, dafür erstaunlich gesellschaftskritisch: Gibt ein Buch, in dem sich ein Schlumpf zum König Schlumpfissimus aufschwingt, eins wo ein Schlumpf sich selbst zum Arzt ernennt usw. Und jedesmal treten erstaunlich deutlich die gleichen Mechanismen hervor, denen auch die meisten Erwachsenen immer wieder zum Opfer fallen. Und zwischendurch der ewig gleiche Gag mit Jokey und seinen explodierenden Geschenken, finden die Kinder immer wieder geil.

Auch Räuber Hotzenplotz kann man immer wieder gut vorlesen, ohne sich gleich zu übergeben.

Aber diese ganzen kleinen Pixie-Bücher, die oft umsonst verteilt werden, sind wirklich schwer zu ertragen. Themen sind auch gerne mal Erneuerbare Energien, halt der ganze ideologische Krempel der Linken und Grünen. Connie und Caillou sind am schwersten zu ertragen. Wir brauchen wieder mehr Bücher, wo die Kinder einfach mit Negerkindern spielen, Negerküsse essen

Friederike hat gesagt…

Bauer Hubert??? Wtf??? Ich ahne, dass der hier in der Provinz (bei den Bauern) gänzlich unbekannt ist und bleiben wird. Soll mir sehr recht sein.

Shrek Shraube hat gesagt…

Selbst Schuld, wenn Du Deine Umwelt die Kinderbücher aussuchen lässt. Zieh mal los und kauf ein paar gute. Martin Baltscheit hat welche geschrieben und gezeichnet, die rocken. Oder geh in den Comicladen in der Prenzlauer Allee und kauf Asterix, Donald, Dragon Ball. Wer einfach nimmt, was an jeder Ecke aufgedrängt wird, braucht sich nicht zu wundern, wenn es Werbung und ideologische Propaganda ist.

Arthurs Tochter hat gesagt…

Danke für den lachenden Start in den Tag!
So gesehen bin ich mal wieder froh, meine Tochter schon in den guten Zeiten von "Die Kleine Hexe" und "Pipi Langstrumpf" bekommen zu haben. Sie durfte sogar noch "Zigeuner" und "Negerkönig" lesen.

Anonym hat gesagt…

Serafin. Schöne Bilder, schöne Texte, gut zum Vorlesen.

Anonym hat gesagt…

Hahaha.
Vaterhelden!
#
Wenn ich laut-überpädagogisierend-verdächtige Eltern im Umgang mit ihren Kids erlebe, sage ich zu den Kindern: "Spätestens wenn eure Eltern alt sind, könnt ihr euch rächen." Die Antwort-Blicke sind köstlich...
Gegen die affektierten Hampel-Clown-Väter an Markt-Kassen und auf Spielplätzen ist man allerdings machtlos. Ich vermute, dass sie die Psychotherapie falsch verstanden haben und nun gegen ihre Minderwertigkeitskomplexe Kinder zeugen- Die "ChefGorillas" sind immer "kleinwüchsig". Immer. (so um 160m+) Mein Nachbarviertel ist voll davon.

Anonym hat gesagt…

Falls Du ein in Echtzeit funktionsfähiges Hirn hast, gib oral nicht das wieder, was Du visuell aufnimmst.

Wenn plötzlich Conni mit Julia über Dadaismus philosophiert, wird's meiner Tochter langweilig und das Buch wandert ganz nach unten ....

kalypso hat gesagt…

wenn er sich für sowas interessiert, dann hast du es echt gut gemacht.

kinder kommen, wenn sie geliebt, gewertschätzt und sich in guten händen befinden mit
dem "wahren, schönen, guten" - was in jedem angelegt ist - einfach in kontakt.


hehehe......manchmal schlägt das pendel in die andere richtung!!!!

soll er jetzt so werden wie du?!

erkenne die essenz deines sohnes - und stülpte ihm nicht deine ansichten auf.

mein sohn hat bis 6 jahre überhaupt kein tv geglotzt.

wir haben viel märchen gelesen -
und lurchi - ja das war der bringer.

jim knopf, die kleine hexe, der wassermann, pumuckel, der kleine könig, der kleine drache kokosnuß - alles auch auf hörspiel. und ganz weit vorn beim kurzen war: ritter rost. zum schlapplachen!

momo, die unendliche geschichte......halt viel für die phantasie.

jetzt ist er bald 16 (im oktober) hört deutsch-rap - war letztes jahr bei larb-spielen....zockt regelmäßig ballerspiele.......zum abreagieren.....und: oh wunder: interessiert sich für ethik - und philosophie.

ferner geht er in die muckibude - muskeln - männer - aaahhhh.... und weiber.... :-)

hat noch keine feste freundin............

spielt im verein fußball.....

und ist trotzdem schmusebedürfig und lieb!

ich hingegen interessiere mich für taoistische alchemie!

nun - auch ich war mal jung - und von 18 bis 20 eine fette rockerbraut!

sie machen ihr ding -

leben ist erfahrung - neugier - und hinterfragen - ausprobieren - und schlüsse ziehen!

meiner will jetzt mit dem papa nach hamburg ziehen (wir wohnen hier in der kleinstadt)
weil da is alles natürlich ganz großes kino. und bespaßung und action und abenteuer.

ich bin mit ende 15 von zuhause weg - 360 km - in die lehre.
kein zuckerschlecken.
einmal im vierteljahr heimfahren.

die wurzeln - das vertrauen ins leben setzt du jetzt.

urvertrauen - geliebt werden - und ein gutes maß an "das schaffe ich" wird in jungen jahren gesetzt.

ansonsten ist es harte arbeit es sich anzueignen!

herzlichst
kalypso



Anonym hat gesagt…

perplex;
einige kommentare sind zuverlässig absurd, dass ich schon wieder, wie ein käfer hilflos rücklings-jauchzend, mental epilepsiere...
bisher hat mich dieses blog vor meinereine-außer-irren handlungen geschützt.
bei freigabe aller kommentare: keine gewähr. :-)

oachkatz hat gesagt…

"...kommt nicht das Kikaninchen, Conni oder Bubu der Buchstabenwurm,..." sehr leichtfertig dahergeschrieben, äußerst leichtfertig. Du möchtest Bauer Hubert nicht gegen Conny eintauschen, nein, glaube mir, das möchtest Du nicht.

oachkatz hat gesagt…

Was hat es eigentlich auf sich mit der Besessenheit mancher Kommentator*innen hier, wie konditioniert bei einem Gespräch über Kinderbücher sofort wieder auf des Deutschen Recht auf die Verwendung degradierender Bezeichnungen für Menschen anderer Herkunft und/oder Hautfarbe, oder was auch immer, zu beharren, ungeachtet dessen, dass es eine Menge Leute dieser Herkunft/Hautfarbe/was auch immer gibt, die klar und deutlich sagen, dass sie sich durch diese Bezeichnungen verletzt fühlen. Weil es Bezeichnungen sind, die ihnen übergestülpt wurden von denen, die das Sagen hatten udn meinen es immer noch zu haben und zumeist nicht mit der Absicht einer freundlichen Zugewandheit.
Was macht es für Euch so viel wichtiger, diese Worte nach eigenem Gusto im Mund führen zu können, als einfach auf die Gefühle anderer Rücksicht zu nehmen, selbst wenn Ihr den dahinterstehenden Rassismus um viel nicht erkennen könnt, das Prinzip nicht versteht? Das kapier' ich einfach nicht.

Anonym hat gesagt…

Was mag es meinen?

des Deutschen Recht auf die Verwendung degradierender Bezeichnungen für Menschen anderer Herkunft und/oder Hautfarbe, oder was auch immer, zu beharren

Wo bitte soll wer darauf beharrt haben?

Ist es einer dieser "Die Schere im Kopf muss wehtun, schlimmer als bei einer Lobotomie"-Vertreter?

Fragen über Fragen

Anonym hat gesagt…

@oachkatz

Kann ich Dir sagen, wo das herkommt. Weil inzwischen jede Mimose meint, ein Recht auf Schutz vor Beleidigtsein zu haben. In meiner Kindheit hat man Neger im Freundeskreis auch Neger genannt, sie waren unter Gleichen und niemand hat es abwertend gemeint und niemand war beleidigt. Das Gleiche Spiel mit Ossi/Wessi, Kümmeltürken/Kartoffelfresser, Schwule/Heteros, Katholiken/Atheisten, Jungs/Mädels und was weiß ich.

Die längste Zeit waren Vorurteile und Sprache zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Erst in jüngster Zeit sind in paar militante Genderfaschisten auf den Gedanken gekommen, mit Sprache die Realität verändern zu wollen.

Seither nimmt sich eine kleine Minderheit von Berufsbetroffenen das Recht raus, zu definieren, was korrekte Sprache sei. Jeder Nonkonformismus wird sogleich als Rassismus, "Maskulismus" oder einfach "Nazi" gebrandmarkt, völlig unabhängig davon, ob wirklich solch eine Ideologie gegeben ist. Ach ja, und natürlich müssen auch alte Kinderbücher neu geschrieben werden, wenn sie das pööhse Wort "Neger" enthalten.

Währenddessen kann sich echter Rassismus und echte Diskriminierung, die das zwischenmenschliche Klima nachhaltig vergiftet, ungestört verbreiten, solange sie sich nur der konformen Sprache bedienen.

moti hat gesagt…

okee, nehmen wir das dann doch nochmal auseinander, ich kann nicht anders..

"Weil inzwischen jede Mimose meint, ein Recht auf Schutz vor Beleidigtsein zu haben."

verallgemeinern bringt an dieser stelle nichts, deshalb bitte mal konkret beim beispiel "neger" bleiben: es geht hier nicht um berufsbetroffenheit. sondern es geht um wirklich betroffene, nämlich die mit "neger" bezeichneten mitbürger.

beleidigungen sind keine verhandlungssache, beleidigt sein ist meines wissens ein nicht steuerbares gefühl. dieses ist anzuerkennen. niemand der angesprochenen ist absichtlich beleidigt. perfide, diese menschen noch zusätzlich als "mimosen" zu bezeichen.

für ein schwarzes kind, das einen text mit "neger" im unterricht vorlesen muss, ist das extrem unangenehm. um das zu realisieren, muss man aber emotional im stande sein, sich da hineinzuversetzen. dieses feingefühl geht vielen menschen leider schon mal komplett ab.

schon mal gemerkt? immer nehmen sich ausgerechnet die nicht-betroffenen heraus, definieren zu wollen, was beleidigend für betroffene ist und was nicht. nach dem motto "stell dich nicht so an".

"Währenddessen kann sich echter Rassismus und echte Diskriminierung, die das zwischenmenschliche Klima nachhaltig vergiftet, ungestört verbreiten, solange sie sich nur der konformen Sprache bedienen."

klingt gut, ist aber doch wieder nur das typische nicht-argument: "es gibt wichtigeres", "woanders ist es schlimmer" etc.

Anonym hat gesagt…

@moti

"für ein schwarzes kind, das einen text mit "neger" im unterricht vorlesen muss, ist das extrem unangenehm. um das zu realisieren, muss man aber emotional im stande sein, sich da hineinzuversetzen. dieses feingefühl geht vielen menschen leider schon mal komplett ab."
Und daß der Lehrer es nach dem Vorlesen in einen entsprechenden Kontext setzt, ist nicht möglich? Wie geht es weiter? Zensieren wir alle historischen Quellen zum Dritten Reich, weil es Juden unangenehm sein könnte, das zu lesen? An US Law Schools kann inzwischen schon Sexualstrafrecht nicht mehr vernünftig gelehrt werden, weil die Professoren aus den "Trigger Warnings" nicht mehr rauskommen. Wenn der Trend anhält, werden Opfer sexueller Gewalt sich in wenigen Jahrzehnten kaum noch kompetenten anwaltlichen Beistand leisten können. Tolle Errungenschaft!

"klingt gut, ist aber doch wieder nur das typische nicht-argument: "es gibt wichtigeres", "woanders ist es schlimmer" etc."

Nee, ganz im Gegenteil. Wenn das Ziel ist, Vorurteile, Rassismus und Diskriminierung abzubauen, ist dieser künstlich verengte Fokus auf Sprache kontraproduktiv, weil er Menschen aufgrund herbeiphantasierter Vergehen bestrafen will, während Leute, die wirklich Vorurteile haben und diskriminieren, kaum gestoppt werden, solange sie sich an im Grunde oberflächliche Regeln halten. Und wenn man dabei auch noch historische Quellen und Werke nachzensieren will, ist wirklich die Grenze des Erträglichen überschritten.

Anonym hat gesagt…

Beleidige mich!

Ein Kommentar von Rowan Atkinson zu Zensurgesetzen in England.
Das passt hier ganz gut rein:
http://www.youtube.com/watch?v=gciegyiLYtY

Meine Kinder liebe übrigens "Den Kater mit Hut" von Dr Suess

Rano64 hat gesagt…

NEEEEEIN....nicht Conni!!!!

Ich HASSE diese Streberziege mit ihrer ewig lächelnden Hubschraubermutter und dem ganzen Normfamiliengedöns.

Mein persönliches "Highlight!: "Conni ist im Krankenhaus". Kurz erzählt: Supermami ist einmal abends nicht da (natürlich nicht mit den Freundinnen einen schickern, sondern beim Elternabend) und der eh nur zum Geldranschaffen brauchbare Erzeuger soll aufpassen. Der hängt natürlich vor der Glotze und guckt Fußball, so dass sich das arme, arme Kind gänzlich unbeaufsichtigt und vernachlässigt das Bein bricht im Kinderzimmer. Usw. usw.

Dieser Müll ist zwar glücklicherweise schon vor Jahren aus unserem Haus verschwunden, aber hat sich ungefragt in mein Hirn gefräst.

waswegmuss hat gesagt…

So geht das nicht weiter, jetzt kommt hier mal deutsche Ordnung rein und nicht mehr diese Lügenheftchen.

Zum Einschlafen gibt es Gedichte von Klopstock,
in den ersten Lebensjahren wahres deutsches Leben. z.B. Anzengruber.
und ab der Vorpubertät Landserheftchen.

Dickmilch und Pellkartoffeln sind übrigens sehr gesund und machen stark.

So!

Anonym hat gesagt…

der hat Neger gesagt
https://www.youtube.com/watch?v=tAdyJe13Hmc

Dani hat gesagt…

@anonym 10/3/16 9:40 Uhr: "Erst in jüngster Zeit sind in paar militante Genderfaschisten auf den Gedanken gekommen, mit Sprache die Realität verändern zu wollen." - diesen Satz lasse ich mir einrahmen! Es sind leider nicht nur ein paar Genderheinis, sondern es ergreift die Allgemeinheit als Ganzes immer mehr.

Und genau diese immer größer werdende Allgemeinheit pocht auch nur genauso lange auf die Verwendung korrekt gegenderter/antirassistischer/whatever Sprache bis direkt in der Straße Ihres totsanierten Loftes eine Flüchtlingsunterkunft eröffnet wird. Dann winden sie sich wie die Aale, um Ihren eigenen Beteuerungen a là "Refugees welcome!" irgendwie zu entgehen...

Ich verwette meinen Arsch darauf, dass es selbst unter den widerlichsten Pegidademonstranten einen eine hohe Prozentzahl an Leuten (oder Leutinnen- egal, ich schweife ab ;P) gibt, die es gut finden, dass das Wort "Neger" aus den Kinderbüchern verschwindet.

Wie mich diese Bigotterie ankotzt...

Anonym hat gesagt…

Wer Rassist ist, bleibt Rassist. Auch wenn er nicht mehr "Neger" oder gar "Nigger" sagt. Er sagt jetzt "Maximalpigmentiert", "Dachpappe", "Schwatte" oder ähnlichen Schwachfug, meint und denkt aber exakt dasselbe, das er schon meinte und dachte, als er noch "Nigger" sagte.

Die Schere im Kopf piekt, aber sie hilf nicht gegen Rassismus.

Es ist klar, daß man über Begriffe, die man verwendet, nachdenken muss, daß man sich der Geschichte, wie es zu diesen Begriffen kam, bewusst sein muss, und daß man --je nach Kontext-- bestimmte Begriffe in bestimmten Situationen vielleicht besser nicht verwendet.

Sie aber zwanghaft zu vermeiden, und bereits geschriebene Geschichten, Texte, Zitate von anderen aktiv zu verfälschen und dem "schwarzen Kind" Schmerzensgefühle zu unterstellen, das ist richtig harte Schere im Kopf. Mit Schmerzensgefühlen.

Wer versucht, durch aktives Verdrängen und Verfälschen von Geschichte gewissermaßen "Safe Places" zu schaffen, nicht zu "triggern", der hilft Menschen in die Lebensunfähigkeit.

Ja: Es ist nicht schön, Schwarze als "Neger" zu bezeichnen. Aber wirklich übel ist der Rassismus, der sich eben nicht im Begriff, sondern im Denken hinter dem Begriff manifestiert.

Und dieses Denken wird man durch Umetikettieren, durch "politische Korrektheit" nicht los.

Ob man einen "Behinderten", einen "Mobilitätseingeschränkten", einen "Krüppel" oder einen "Invaliden" (wörtlich: wertlos) nennt (oder gar, wie in Spanien üblich, "menosvalidos", wörtlich "minderwertig"), das ändert nichts daran, wie man den "Behinderten" behandelt. Es ist ein Etikett, ein Schild.


Und wer das nicht auseinanderhalten kann, dem hat die Schere im Kopf bereits gründlichst den Verstand lobotomiert.

Anonym hat gesagt…

Ist ja schön, daß ihr Bücher wie den Räuber Hotzenplotz usw. empfehlt. Aber auch diese Bücher sind inzwischen dem Political-Correctness-Wahn zum Opfer gefallen, auch da sind Formulierungen umgeschrieben oder ganz rausgenommen worden. Selbst jemand wie Astrid Lindgren mußte inzwischen Streichungen hinnehmen, in dem Falle der Negerkönig, die glaube, die Passage flog gleich ganz raus (kann es nicht nachprüfen, habe von Pippi Langstrumpf eine alte Ausgabe). Astrid Lindgren kann sich ja nicht mehr wehren, aber ich bin sicher, sie hätte dazu was Passendes zu sagen gehabt. Ebenso sind Bücher von Ottfried Preußler zensiert worden. Und viele andere.

So wirklich besser ist die Welt durch dieses Verfälschen von Texten dann aber auch nicht geworden. Für keinen.

Amélie hat gesagt…

Meine Tochter bekam diese Bücher ständig in der Grundschule geschenkt. Am besten fand ich ja die Folge mit der Kuh und den leuchtenden Augen...

Die guten alten Bücher mit Pippi Langstrumpf und Co bekommt man in jeder Bibliothek :-)