Veranstaltungsberichte

Nahtoderfahrungen - Hinweise auf ein Leben nach dem Tod?"

Prof. Günter Ewald, Claudia Wiedenmann M. A. (Leiterin der AfS) und Rolf Knoll (Vorstandsvorsitzender der ASfS) im Anschluss an eine Veranstaltung, wo in der Regel neue Termine verabredet werden. (Foto: privat)
Prof. Ewald ergänzt seinen Vortrag in Mannheim mit Einspielungen von TV-Beiträgen (Foto: privat)

Die ASfS ist bemüht, vielseitige und interessante Veranstaltungen anzubieten. Ein zweifellos interessantes Thema sind die sogenannten "Nahtoderfahrungen". Nun gibt es gerade bei diesem Thema zahlreiche selbst ernannte Experten und Scharlatane, die die Esoterik bemühen, um Geld an leichtgläubigen Menschen zu verdienen. "Hokuspokus" fällt mir dazu ein. Bei der Suche nach einem seriösen Referenten zu diesem Thema hatten wir großes Glück. Via Internet ergab sich ein Kontakt zu Prof. Dr. Günter Ewald (Bochum). Der 1929 in Hanau geborene Naturwissenschaftler und Autor mehrerer Bücher war von 1964 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1994 an der Universität Bochum tätig. Danach bereiste er als gefragter Referent beinahe die ganze Welt. Ich freute mich auf Prof. Ewald und mit mir freuten sich offensichtlich zahlreiche Interessenten, die am 6. Mai 2008 ins Zeughaus Augsburg kamen. Da die Stühle nicht reichten, mussten weitere geholt werden. Prof. Ewald gliederte seinen Vortrag in 3 Teile, die jeweils mit Filmmaterial eingeleitet wurden. Das lockerte den Vortrag in angenehmer Weise auf. Trotz einer extremen Schwerhörigkeit war Prof. Ewald gut zu verstehen und man spürte, dass auch er Freude an dem großen Interesse der Teilnehmer hatte. Er wies auf einige seiner Bücher hin, machte aber keinerlei Werbung. Das Thema dieser Veranstaltung lautete: "Nahtoderfahrungen - Hinweise auf ein Leben nach dem Tod?". Am Schluss seines Vortrages gab es auf diese Frage keine eindeutige Antwort. Damit war ich sehr einverstanden und die Mehrheit der Teilnehmer war es ebenfalls. Aber es gab Denkanstöße und einzelne Erklärungen derart, dass nicht alles in der Welt erklärbar ist. Viele Teilnehmer bedankten sich für die interessante Vortragsveranstaltung und ich schließe mich diesem Dank an.

Nach Vortragsveranstaltungen in Augsburg, Frankfurt/Main, Mannheim, Köln, Aachen und Hildesheim können sich Interessenten in Saarbrücken, Berlin, Göttingen und München auf einen Vortrag von Prof. Günter Ewald freuen. Der Naturwissenschaftler und Autor zahlreicher Bücher war viele Jahre an der Universität Bochum tätig. Für die Akademie-Stiftung für Sterbebegleitung referiert Prof. Ewald zum Thema "Nahtod-Erfahrungen - Hinweise auf ein Leben nach dem Tod?". Das Interesse an diesem Thema ist erwartungsgemäß groß.
Neben den Veranstaltungen am 26.5. in Saarbrücken, am 28.7. in Berlin, am 11.8. in Göttingen und am 15.9.2009 in München wird Prof. Ewald im Laufe des Jahres noch weitere Vorträge halten. Und so ist es auch ein wenig Eigennutz, wenn wir dem liebenswerten Herrn zu seinem 80. Geburtstag in erster Linie besonders viel Gesundheit gewünscht haben. Unser Veranstaltungskalender wird ständig aktualisiert und so haben Sie die Möglichkeit, sich über weitere Veranstaltungen zu informieren.

PS: Mehrere Publikationen von Prof. Ewald sind im Buchhandel erhältlich. 

Die Vorträge von Frau Rohde

von links: Christine Kneißl, Linda Besserer, Manuela Rohde, Claudia Wiedenmann M. A.  und Rolf Knoll

"Gemeinsam schwere Wege gehen, denn geteiltes Leid ist leichter zu ertragen", "Der Patient im Krankenhaus bei schwerwiegender Diagnose" und "Sterben zu Hause - der Umgang mit dem Sterben und dem Tod" sind bisher die Vortragsthemen von Frau Manuela Rohde, die in Pankethal bei Berlin einen mobilen Hospizdienst leitet. Frau Rohde weiss wovon sie spricht, denn sie ist eine ausgebildete Krankenschwester, die mehrere Jahre in Krankenhäusern arbeitete. Der Entschluss, einen eigenen mobilen Hospizdienst zu eröffnen, entstand, weil Frau Rohde oft miterleben musste, wie Sterbende anonym im Abstellraum eines Krankenhauses ihre letzten Tage und Stunden verbringen mussten. Um ein wenig menschliche Nähe zu zeigen, blieb Frau Rohde oft noch nach Dienstschluss in der Klinik, um sich an das Bett von Sterbenden zu setzen und Händchen zu halten. Sterbebegleitung steht nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen und sie ist auch im Dienstablauf eines Krankenhauses nicht vorgesehen. Die Vorträge von Frau Rohde sind leicht verständlich und menschlich nachvollziehbar. Und man spürt, dass diese Frau mit Herz und Hand den Menschen hilft, die sie um ihre Hilfe bitten.
Heute werten Pflegedienste die Teilnahme ihrer Pflegerinnen an Senimaren von Frau Rohde als Weiterbildung. Sie ist auch bereit, in Pflegeeinrichtungen zu gehen, wenn man sie für ein Seminar haben möchte. So genannte "grüne Frauen", die allein stehende Patientinnen und Patienten im Krankenhaus auf deren Wunsch besuchen und somit auch mit Sterben und Tod konfrontiert werden, haben kürzlich um ein Seminar von Frau Rohde gebeten.  

FriedWald-Exkursionen

Rolf Knoll , Claudia Wiedenmann M. A.und Karl-Heinz Blessing und an der letzten Ruhestätte der im Mai 2008 verstorbenen Elke Ehrenfeld im Waldfriedhof für anonyme Bestattungen (Foto: privat)

Auch in diesem Jahr bietet die ASfS Exkursionen zu einzelnen FriedWäldern an. Ergänzend zu den Exkursionen gibt es auch Vortragsveranstaltungen von so genannten FriedWaldförstern.
Da das Interesse an alternativen Bestattungsformen wächst, bietet die ASfS nun auch Exkursionen zu Ruheforsten an. Und auch Vertreter der Vereinigung Ruheforst referieren auf Wunsch.  Interessenten für Bestattungen in Ruheforsten, FriedWäldern und ähnlichen Vereinigungen können sich sehr gerne an die ASfS (Tel/FAX: 0821 2413848) wenden. 

Waldfriedhof Dachsenhausen
Ehrenfeld Podium
Ehrenfeld Urne

Waldfriedhof Dachsenhausen im Unesco-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal, Erinnerung an Elke Ehrenfeld, hier während einer Podiumsdiskussion, Die Urne von Elke Ehrenfeld vor der anonymen Beisetzung auf dem Waldfriedhof Dachsenhausen, wo sich auch ein Krematorium befindet. (Fotos: privat) 

Deutscher Bundestag zu Patientenverfügungen

Zwickau, Augsburg, 23. Juni 2009
Der Vorsitzende der Akademie-Stiftung für Sterbebegleitung, Rolf Knoll, betrachtet die Entscheidung des Bundestages zu Patientenverfügungen als einen wichtigen Schritt zur Absicherung des Selbstbestimmungsrechts der Menschen – auch in der letzten Lebensphase.

6 Jahre dauerte die oft kontroverse Diskussion um das Thema „Patientenrecht“. Umso erfreulicher ist nun das Ergebnis dieser langjährigen Auseinandersetzungen.
Die Verabschiedung des so genannten „Stünker-Entwurfs“ garantiert Patientenverfügungen Rechtsverbindlichkeit. Es wird somit den Betroffenen die Gewähr gegeben, dass ihre Festlegungen verbindlich sind, und es schafft für Betreuer und Ärzte die Möglichkeit, den Willen des Patienten umzusetzen, ohne sich dabei am Rande der Legalität zu befinden.
Dafür danken wir den Mitgliedern des Bundestages, aber auch den Vereinigungen, die schon seit vielen Jahren gesetzliche Regelungen zur Patientenautonomie fordern!
Dabei ist an erster Stelle die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) zu nennen, die bereits 1980 die erste Patientenverfügung entwickelte und diese ihren Mitgliedern zur Verfügung stellte. Damit konnten erstmals in Deutschland Menschen ihren Willen für die Situation einer Einwilligungsunfähigkeit im Zusammenhang mit schwerer Krankheit, qualvollem Siechtum und unwürdigem Dahinvegetieren dokumentieren.
Nach diesem großen Erfolg im Sinne der Patienten werden wir genau beobachten, wie in der Praxis die Umsetzung des Gesetzes erfolgt.

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