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7 Fotos, Lyrik und Schöngeistiges

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Zum Tod von Glenn Frey

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Anlässlich des Todes von Glenn Frey vor wenigen Tagen meine gute alte Eagles-CD (das Album Hotel California) rausgekramt. Hier mal einer der gefühlvollsten Songs der California-Rocker, und mal nicht ´Hotel California´, sondern ´The last Resort´.

Zurücklehnen, genießen. Einfach herrlich!

The last resort deutsche Übersetzung
Sie kam von Providance in Rhode Island
wo die alten Weltschatten schwer in der Luft schwebten.
Sie packte ihre Hoffnungen und Träume wie ein Flüchtling
eben als ihr Vater über das Meer kam.

Sie erfuhr über einen Platz wo Leute lachten
Sie sprachen über den Weg der Indianer und wie sie das Land liebten
Sie kamen von überall her für die große Teilung
Suchend nach einem Platz zum Bleiben oder einen Platz zum Verstecken

Unten in der überfüllten Bar für eine gute Zeit
können sie es nicht erwarten euch allen zu erzählen wie es da oben ist
Jemand legte die Berge tief während die Stadt hoch war
Sie nennen es Paradies ich weiß nicht warum
Dann blies der kühle Wind über die Wüste
Durch die Schluchten auf die Küste zu nach Malibu
Wo die hübschen Leute hungrig nach Macht spielen
Um ihren Neon-Weg zu beleuchten und ihnen was zu tun zu geben

Einige reiche Männer kamen und schädigten das Land niemand erwischte sie
Platzierten viele hässliche Boxen und verdammt, Leute kauften sie
Und sie nannten es Paradies der Ort wo man richtig ist
Sie sahen die verschwommene Sonne im Meer untergehen

Du kannst alles hinter dir lassen und zu Lahaina segeln
Wie es die Missionare taten, so viele Jahre zuvor
Sie brachten sogar ein Neon-Schild: „Jesus kommt“
Nahmen den weißen Männern die Lasten, brachten den weißen Männern Herrschaft

Wer wird den großen Entwurf bieten, was ist deins und was ist meins?
Weil da ist keine neue Grenze wir müssen es hier klären

Wir befriedigen unseren endlosen Bedarf und Rechtfertigen unsere blutigen Taten
Im Namen des Schicksals und im Namen Gottes

Und du kannst sie dort sehen am Sonntagmorgen
Sie stehen auf und singen darüber wie es dort oben ist
Sie nennen es Paradies, ich weiß nicht warum
Du nennst irgendwas Paradies – verabschiede dich davon

Und hier doch noch das Hotel California (live). Es gehört ja irgendwie dazu.

 

Gysi und Schorlemmer, „Was bleiben wird“

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Eine Podiumsdiskussion mit Gregor Gysi und Friedrich Schorlemmer in der Chemnitzer Villa Esche

Am 28.05.2015 luden die Esche-Villa in Chemnitz sowie Gregor Gysi, Friedrich Schorlemmer und Hans-Dieter Schütt zu einer Podiumsdiskussion ein. Grundlage bildete das gemeinsame Buch von Gysi und Schorlemmer „Was bleiben wird – ein Gespräch über Herkunft und Zukunft“

Gregor Gysi, Jahrgang 1948, ist promovierter Rechtsanwalt, Links-Partei Politiker und im Deutschen Bundestag Fraktionschef der Linken und Oppositionsführer. Seine scharfsinnigen Analysen und seine Redegewandtheit machten ihn bekannt, bei politisch Gleichgesinnten beliebt, beim politischen Gegner gefürchtet – auf alle Fälle aber berühmt.

Friedrich Schorlemmer, Jahrgang 1944, ist ein deutscher evangelischer Theologe in Wittenberge, Bürgerrechtler und SPD-Mitglied. In der DDR zählte er zu den Oppositionellen und Bürgerrechtlern. Schorlemmer ist auch im jetzigen Deutschland immer noch ein streitbarer Geist.

Hans-Dieter Schütt, Jahrgang 1948, führte die Diskussion. Er ist ein Journalist, war vor der Wende Chefredakteur der `Junge Welt` und nach der Wende Feuilletonredakteur beim `Neuen Deutschland`.

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Einen derart geistreichen Abend für nur 20,- Euro kann ich jedem wärmstens empfehlen, der auch nur ein Quäntchen Interesse an Zeitgeschehen, Geschichte, Zukunftsproblemen und (nicht nur Wirtschafts-)Politik hat.

Sehr nachdenklich und dennoch unterhaltsam sprachen Gregor Gysi und Friedrich Schorlemmer teils (polit-)kabarettistisch, teils biographisch und dabei im hohen Maße bezugnehmend zu aktuellen politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Problemen. Ein paar sinngemäße Zitate, wie ich sie versucht habe, im Gedächtnis zu behalten:

„Die Welt ist nicht gut. Aber sie ist schön. Wer aber in Dankbarkeit lebt für das, was er hat, der lebt zufriedener als der, der in Gier und ständiger Angst lebt, dass er das was er hat, verlieren könnte“ (Friedrich Schorlemmer)

„Wer immer nur Glück hat im Leben, der verlernt was es heißt, Glück zu haben. Ich behaupte, dass man ein Mindestmaß Unglück erleben muss, um Glück zu schätzen und zu achten. Genauso verhält es sich mit Gesundheit und Krankheit und ähnlichen Dingen im Leben“ (Gregor Gysi)

„Man kann auch in einem angeblich falschen System (DDR) ein gutes, anständiges und richtiges Leben führen. Leider führen jetzt im `richtigen` System viel zu viele ein falsches Leben“ (Friedrich Schorlemmer)

„Wir haben keine funktionierende Weltpolitik. Wir haben nur eine funktionierende Weltwirtschaft. Und das macht die Banken so anmaßend!“ (Gregor Gysi)

„Es nicht an der Zeit, den Begriff vom gerechten Krieg schon wieder neu zu definieren. Es ist an der Zeit, den Frieden mit friedlichen Mitteln zu erhalten!“ (Friedrich Schorlemmer)

„Obamas größte Schwäche ist seine Schwäche. Die (Anm.: US-Geheimdienste und Konzerne) nehmen ihn doch überhaupt nicht ernst!“ (Gregor Gysi)

Eigentlich hätte man die gesamte Podiumsdiskussion (zwei Stunden) vom ersten bis zum letzten Satz aufnehmen müssen.

Gefallen hat mir auch, von Gysi: „Die vielen neuen jungen Politiker, die sind alle so glatt und lächeln alles weg“ oder Friedrich Schorlemmer. „Der Kapitalismus betreibt seit 200 Jahren höchst effizient und produktiv Ausbeutung und Raubbau, und kommt jetzt an sein Ende; oder er bringt die Welt an ihr Ende“

„Es rollt nicht nur eine Welle an Katastrophen auf uns zu, wir sind mittendrin!“ behauptet Friedrich Schorlemmer. Gemeint sind damit die größten Menschheitsprobleme der Zukunft, wie Klima, Welternährungsprobleme, die weltweite soziale Ungerechtigkeit und eine ungleiche Verteilung des Reichtums auf der Welt, Flüchtlingsströme und so weiter. „Nur ein Beispiel: Seit mindestens fünf Jahren herrscht in den Monaten März bis Mai eine extreme Niederschlagsarmut, von Schnee im Winter ganz zu schweigen“ (Schorlemmer).

Leider sind solche Veranstaltungen viel zu selten und viel zu schnell ausverkauft. Und nicht (nur) das Volk muss sich so etwas anhören (das Publikum, das dahin geht, will es sogar hören) – nein, es wäre auch eine unterhaltsame Lehrstunde für Politiker sowie für Wirtschafts- und Finanzbosse. Was mich auch wundert, dass da keine jungen Leute zugegen waren. Junge Menschen mit Geist und Interesse. 20,- € tun nicht weh! Sicher, die Veranstaltung stand zuerst in der Tageszeitung (welcher junge Mensch schaut da rein) und war wenig später ausverkauft. Auf Grund der hohen Nachfrage schob das Trio in Absprache mit den Veranstaltern in der Esche-Villa sogar noch eine nachmittägliche Zusatzveranstaltung ein. Ich bin überzeugt, dass da auch nur reifere Jahrgänge im Publikum saßen. Hat die Jugend und die jungen Erwachsenen wirklich kein Interesse? Die wissen übers Internet doch sonst jeden Mist sofort. Traurig, und schade eigentlich.

Ich muss den Abend jetzt erst einmal sacken lassen. Zur weiteren Vertiefung habe ich mir die Bücher „Was bleiben wird – ein Gespräch über Herkunft und Zukunft“ von G. Gysi und F. Schorlemmer sowie „Die Gier und das Glück – wir zerstören, wonach wir uns sehnen“ von Schorlemmer mitgebracht.

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Das neue/alte Metropol-Kino in Gera

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Es gibt sie, die kleinen Clubkinos mit einer fast als familiär zu bezeichnenden Atmosphäre. In solch einem sind wir am letzten Wochenende (14.03.2015) in Gera gelandet; im alten-neuen Kino „Metropol“ auf der Leipziger Straße. In diesem Kino mit zugehöriger kleiner Kinokneipe (aber im Saal ohne Zweiliter-Cola, Mövenpick-Eis und Popcorn-Mannschaftsportion) fühlt man sich sofort wohl. Die beiden Kinosäle „Halbe Treppe“ mit 77 Sitzplätzen und „39 Stufen“ mit 71 Sitzplätzen nebst einer dem Saal entsprechenden Leinwand und gehörschonender Lautstärke versprechen Wohnzimmer- oder Privat-DVD-Abend-Charakter. Dass die Vorführung ohne nervigen Vorspann von einer halben Stunde und mehr startet, ist ein weiterer wohltuender Aspekt. Mir würde zu den meisten Filmen, die in diesen kleinen Kinos laufen („Still Alice“, „Die Kriegerin„, „Drei Herzen“, „Eine neue Freundin“ und andere Nischenfilme) auch kein passender Vorspann a´la Eiswerbung oder GEZ-Gebühren einfallen.

In solchen kleinen Kinos laufen dann auch oftmals die Filme, denen sich die großen Cinema-Tempel aus Angst vor mangelndem Publikum verweigern oder denen der eigene Kommerz aus der filmischen Hollywood-Fließbandware lukrativer erscheint. In den großen Cinema-Tempeln laufen die massentauglichen Streifen „James Bond“, „Fifty Shades of Grey“ oder „American Sniper“. Diese Filme werden auch dementsprechend beworben und vermarktet. Und während meine beiden heimischen großen Kinos in Chemnitz (Cine-Star Roter Turm) und in Greiz (UT 99 Kinocenter) oftmals die richtig guten Filme verschlafen oder auf direkte Anfrage hin wortwörtlich kein Interesse haben, zeigen kleine Clubkinos wie Chemnitz-Siegmar, das Frankenberger „Welttheater“, in Jena der „Schillerhof“ oder eben jenes „Metropol“ in Gera den „besonderen Film“. Jenen besonderen Film, auf den man nicht automatisch aufmerksam wird.

Wenn der schlafrhythmusgestörte Schichtarbeiter wie ich nachts 03.00 Uhr den Fernseher einschaltet und der Rest der Bevölkerung verblödet von „Der Bachelor“ oder „Dschungelcamp – Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ schläft, dann kommen die sehenswerten und informativen Sendungen. Und so wurde ich nachts in der Sendung „Blockbuster“ auf den Film „Still Alice“ oder früher schon auf „Die Kriegerin“ aufmerksam. Und ich wusste: Diesen Film will ich sehen und nicht erst warten, bis er im TV läuft und ich gerade dann vielleicht auf Arbeit bin.

Dass der Besuch eines Kinos wie dem „Metropol“ eine Rückreise in die eigene Kindheit und Jugend darstellt, wird nur jemand begreifen, der die gute alte Kultur der Lichtspieltheater noch kennt. Leider ist das größtenteils Geschichte und kommt auch nicht wieder. Zum Glück gibt es eben diese kleinen Kinos, die den Spagat zwischen Lichtspieltheater-Geschichte und Kino-Moderne schaffen wollen. Mit besonderer Atmosphäre, der Beschränkung auf das Wesentliche eines Kinoabends und mit besonderen Filmen lockt man auch das besondere Publikum an. Den Betreibern sei Dank.

Metropol Gera: http://www.metropolkino-gera.de/

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Daniel Barenboim unterbricht ein Konzert in der Mailänder Scala

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Wie Recht er hat, und wie sehr er mir aus dem Herzen spricht: RP-online, Klick hier

Wie Recht er hat, und wie sehr er mir aus dem Herzen spricht:
Star-Dirigent Daniel Barenboim unterbricht ein Konzert in der Mailänder Scala (!!) wegen unbelehrbarer Zuschauer und Zuhörer. Was er als Dirigent als Unanständigkeit und Respektlosigkeit empfindet, ist für mich als Mit-im-Publikum-Sitzender hochgradig nervig; und ich finde es zum Kotzen!

Bei Konzerten von Blackmores Night, Chris Rea, Gregorian oder Night of the Proms habe ich mich auch von solchen Smartphone-Junkies in meiner allernächsten Nähe belästigt gefühlt – ein Ignorieren ist weitgehend unmöglich :-(

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Auszüge aus meinen Blog-Beiträgen:

Neulich bei den Gregorian in der Chemnitzer Markuskirche:
Wer glaubt, die Smartphone-Manie macht vor einem weitgehend reiferen Publikum und bei einem Kirchenkonzert Halt, der irrt sich gewaltig. Kann sich die dumpfe Masse heutzutage nicht mehr auf das Eigentliche konzentrieren? Aber bis das nächste Spielzeug für die breite Masse erfunden wird, muss man das wohl ertragen. Aber meine Meinung ist: es ist zum Kotzen!
Allein in unserer Nähe saßen drei Konzertgäste, bei denen ich mich fragte, warum sie überhaupt gekommen sind. Da gibt man 50,- Euro und mehr für einen schönen Abend und einen außergewöhnlichen Hörgenuss aus, und dann hat man nichts besseres zu tun, als zu filmen. Es nervt. Nur zwei Beispiele: Ein leicht dümmlich dreinschauender Mann in Begleitung seines blonden Püppchens hatte nichts Besseres zu tun, als in der ersten Hälfte des Konzerts jeden zweiten Song zu filmen. Schräg neben mir saß eine dickliche Frau mit ihrer identischen Mutter und filmte, was das Zeug hielt. Anschließend glotzte sie permanent auf ihr Handy um zu kontrollieren, was sie gefilmt hat – während vorn das Konzert live abging.

Bei Blackmores Night im Kloster Buch: Wieso denkt jeder, daß alles erlaubt sei, was nicht ausdrücklich verboten ist? Ich verstehe Ritchie Blackmore! Das Zeitalter der Handys mit Kamera und der Fotokameras mit Videofunktion kann eine Plage sein. Und letztendlich nur, um sich auf dubiosen Internetkanälen wiederzufinden. Wenn ICH von der Security ermahnt werde, es zu lassen, dann habe ICH so viel Benehmen und lasse es. Wenn man dann von Security-Leuten des Ortes verwiesen wird, ist das sicher die härteste Form der Reaktion. Ich frage aber nicht, welche Form der Provokation dieser Reaktion vorausging. Sich einfach mal etwas sagen lassen (zum Beispiel die Bitte, das Foto zu löschen) geht ja den meisten heutzutage auch am A… vorbei. Man macht sich selbst das Leben halb so schwer, wenn man das genießt, weswegen man hier ist: die Musik. Ich bin selbst ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf, aber deswegen ist man nun mal nicht hier. Und mehr als Knipsmüll entsteht dabei sowieso nicht! Das Smartphone auszuschalten und in der Tasche stecken zu lassen wäre die bessere Wahl – und trägt obendrein dazu bei, manche Konzertstörung und Belästigung zu vermeiden.

Bei Chris Rea in Dresden: Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Foto-, Ton- und Videoaufnahmen VERBOTEN sind. Aber wir leben in einer Gesellschaft, wo es zum guten Ton gehört, sich über Verbote hinwegzusetzen und Regeln nicht zu befolgen. Die Security hatte jedenfalls ihre liebe Not mit dem unbelehrbaren Publikum und musste immer wieder ausschwärmen, um Gäste zu ermahnen. Das nervte ebenso. Anstatt sich mit dem Smartphone und den Security-Leuten zu beschäftigen oder sich mit Fotografier-Rechten auseinanderzusetzen und ggf. des Saales verweisen zu lassen sollten die Leute das genießen, wofür sie eigentlich gekommen sind: gute, erdige, handgemachte Musik!

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Ein weiteres Beispiel der Smartphon-Foto-Manie: Die Aufführung des Tschaikowski-Balletts „Schwanensee“ in der Greizer Vogtlandhalle: KLICK HIER

Generell gibt es dem OTZ-Artikel von Silke Groß nicht viel hinzuzufügen. Auch für mich, der ich kein Ballett-Freak bin, war es ein sehr schöner Abend mit einer wundervollen Darbietung. Der kompletten Ballett-Mannschaft gebührt ein großes Lob und Dankeschön.

Zwei Kritikpunkte habe ich dennoch, der weitaus kleinere betrifft die Aufführung selbst: wenn man die Musik zum Ballett aus der Konserve nimmt, dann sollte man einen Tonträger nehmen, der nicht drei- oder viermal hängen bleibt. In Zeiten digitaler Musikmedien eigentlich kein Problem. Wenn man mit all seinen Sinnen bei der Sache war, dann war dieser Aspekt nämlich spätestens nach dem zweiten Mal ärgerlich.

Der weitaus größere Kritikpunkt betrifft einzelne Personen im Publikum. Die Smartphones mit Foto- und Videofunktion machen auch vor klassischen Konzerten und dem Ballett keinen Halt mehr und ihrem Namen als Seuche der Neuzeit alle Ehre!

Wofür bezahlt man weit über 40,- €, wenn man dann nur mit seinem Handy beschäftigt ist? Warum konzentriert man sich nicht auf das, wofür man bezahlt und wofür man gekommen ist: nämlich einen schönen kulturellen Abend? Mehr als Knipsmüll kommt doch dabei eh nicht heraus! Das Aufleuchten der Monitore beim Fotografieren und Bild kontrollieren nervt jedenfalls ungemein.

Den Vogel abgeschossen hat eine Dame, die mit ihrer Canon-Spiegelreflexkamera eine geschlagene reichliche Stunde unentwegt fotografierte, das Klacken des Spiegels war „meilenweit“ zu hören und störte gewaltig. In der Pause von mir daraufhin etwas derb angesprochen, meinte sie, für die Zeitung zu sein. Bei allem Respekt, auch für eine Zeitung zu fotografieren rechtfertigt diese Belästigung nicht. Auf meine Frage hin konnte sie sich jedoch nicht einmal legitimieren. Ein Pressefotograf bringt seine Kamera auch nicht in der Handtasche mit….. Ich war auch nicht der einzige, der die Dame daraufhin ansprach. Zwei meiner Sitznachbarinnen hatten sich nach der Pause sogar ganz woanders hin gesetzt, so sehr fühlten sie sich gestört. Die Dame mit der Kamera war nach meiner Kritik nach der Pause allerdings auch verschwunden.

Diese Seuche und Unart einzudämmen werden auch die Ordnungskräfte nicht schaffen, zumal dann sie wiederum stören. Die Zurechtweisung sollte auch im Publikum stattfinden. Man darf seinem Smartphone-Junkie-Nachbar durchaus sagen, dass das a.) verboten und b.) sehr störend ist.

Stardirigent Daniel Barenboim (siehe oben) bezeichnete das ständige Fotografieren als unanständig. „Meine Dame, ich versuche Ihnen das Beste zu geben, aber Sie respektieren das nicht“, sagte er zu einer Frau. Unter dem Applaus des Publikums fügte Barenboim hinzu: „Wer während eines Konzerts Fotos macht, ist schlecht erzogen“. Nach dieser Lektion setzte der Maestro sein Konzert fort.

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Und als Nächstes würde ich es begrüßen, wenn die Leute wieder lernen, dass man seine Jacken und dicken Mäntel an der Garderobe abzugeben hat – und nicht über die Stuhllehnen hängt 😉

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Gregorian in Chemnitz, “Winter Chants-Tour” (2014)

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Die Band Gregorian trat am 30. November 2014 in der Chemnitzer Markuskirche auf

Vor anderthalb Jahren erlebten wir Gregorian bei einer opulenten Bühnenshow auf ihrer „Epic Chants Tour 2013“ in der Chemnitzer Stadthalle. Mit voller Bandbesetzung, einer gigantischen Licht- und Lasershow unter Einsatz von Fackeln, offenem Feuer und einem abschließenden Feuerwerk sowie einem bombastischen instrumentalen Klangkörper begeisterten die Gregorian 2013 das Publikum. Die gespielten Titel waren damals fast ausnahmslos Rock- und Popsongs, selbstverständlich adaptiert und gregorianisch arrangiert. Jetzt, im November und Dezember 2014 geht die Band in 25 ausgewählten Kirchen und kleinen Konzertsälen auf ihre „Winter Chants Tour“, sozusagen besinnliche Musik im passenden Ambiente zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit. 

Rückblick: Gregorian ist eine Band, hervorgegangen aus einem Musikprojekt, die Werke der Pop- und Rockmusik im Stil der gregorianischen Choralgesänge mittelalterlicher Mönche präsentiert. Wer aber reine gregorianische Choralgesänge erwartet, ist hier falsch am Platz. Geboten wird primär Rock- und Popmusik (fast schon ein Spektakel), aber eben unter dem Einfluss der gregorianischen Gesänge. Die Mischung mach das Besondere dabei aus. Das ganze wird garniert mit einer tollen Licht- und Lasershow; mit Zutaten, die den Ort Bühne etwas mystisch erscheinen lassen (Feuer, Fackeln, Nebel); einer Leinwand für Videosequenzen und einer Band für die Begleitmusik, deren Mitglieder allesamt Vollprofis sind. Kern der Band sind die bis zu zwölf Herren, die – in ihren Mönchskutten auftretend – für die stimmliche Umsetzung dieses Bandprojektes verantwortlich sind. Und das gleich vorab: es gelingt ihnen hervorragend.

Gregorian, KLICK HIER

Heute nun war Gregorian zu Gast in der Evangelischen St. Markuskirche auf dem Chemnitzer Sonnenberg. Mit dem Besorgen der Tickets sollte man sich im Vorfeld beeilen, denn die (je nach Art der Veranstaltung) bis zu 1.350 Plätze bietende Kirche war im Mittelschiff, den Seitenflügeln sowie auf den Seiten-Emporen und der Orgel-Empore restlos ausverkauft. Was kann man sich besser als Ort der Veranstaltung vorstellen, als eine Hallenkirche im Stil der norddeutschen Backsteingotik? Etwas anspruchsvoll entpuppte sich allerdings im Vorfeld für einen Großteil des Publikums die Platzwahl, obwohl sowohl auf den Eintrittskarten als auch an den Kennzeichnungen der Sitzreihen identische Angaben standen. Wer lesen kann ist also klar im Vorteil :-) Die Sitze/Sitzreihen waren nämlich nicht nach Rechts oder Links aufgeteilt, sondern nach Mittelschiff Süd oder Nord. Eine zusätzliche, große Skizze war im Eingangsbereich deutlich sichtbar angebracht. Aber wahrscheinlich gibt es dafür keine sogenannte App, und da versagen gleich die Denkprozesse der lieben Zeitgenossen (zu den Smartphones komme ich aber später noch einmal…) Allerdings hätte auch ein wenig logisches Denken weitergeholfen, den richtigen Platz zu finden. Ist es witzig und eher mit Schmunzeln zu betrachten, oder ist es ein besorgniserregender Mangel an Allgemeinwissen, wenn man nicht weiß, dass in der Kirche der Altar im Osten steht und man dann den Süd- oder Nordflügel des Kirchenschiffs selbst ableiten kann? Ich lasse die Frage mal so im Raum stehen…. 😉

Gregorian_Winter_Chants

Entsprechend des Anlasses (Winter-Weihnachtskonzert) und angepasst an den Spielort (Kirche) wurde die Band reduziert. Der Platz vor dem Altar, der die Bühne bildete, ist ohnehin in seinen Ausmaßen beschränkt. Sieben „Mönche“ waren verantwortlich für den Gesangsteil; Timothy Lacy, Ashley Turnell, Jonathan Clucas, Richard Naxton, Lawrence White, Richard Collier und Christopher Tickner. Verzichtet wurden ebenfalls auf mehrere Gitarren inklusive Bass sowie auf ein monströses Schlagzeug. Ein Gitarrist (Maic Burkhardt) war genug; gespielt wurde wahlweise auf der Akustikgitarre oder – und dies angemessen dezent – auf einer E-Gitarre. Das Keyboard (Matthias Meissner) wurde diesmal weniger für Synthesizertöne als vielmehr für Orgelklänge eingesetzt; weiterhin um mit tiefen Tönen den Bass zu ersetzen. Das Piano spielte die bezaubernde Eva Mali. Außerdem glänzte Eva Mali mit wundervollen Sopran-Gesangsstücken. Vor anderthalb Jahren noch als Gastmusikerin angekündigt, scheint sie mittlerweile mehr und mehr zum Stamm der Gregorian zu gehören. Weibliche Unterstützung bekam Eva Mali durch die junge und nicht minder reizende Roberta Heino. Das „Schlagzeug“, das sie spielte, beschränkte sich auf Percussion, einer Kastagnetten ähnlichen Rassel sowie metallenen Klangstäben. Im weiteren Verlauf bediente man sich allenfalls zweier großer Tonnen-Pauken.  Außerdem steuerte die junge Dame an den Percussions ihren Background-Gesang bei.

Ebenfalls drastisch reduziert wurden die Licht- und Laser-Show-Effekte. Es gab auch keine Videoleinwand und mit offenem Feuer wurde diesmal auch nicht gespielt. Angemessen eingesetzte, ständig die Farbe wechselnde Lichtspots reichten aus; dazu ein permanenter Bühnennebel, der das Licht für eine gewollt-mystische Stimmung zerstreute. Die Kutten der Mönche aus reflektierendem Material waren im lichtneutralen Grau gehalten, so dass die Kutten selbst jede Beleuchtungsfarbe annahmen und ebenso wie der Nebel und der Altarraum wahlweise Rot, Gelb, Orange, Weiß, Blau, Grün oder Violett erschien.

Das Konzert begann mit dem „Ave Maria“, gesungen von Eva Mali und begleitet von den wenigen Musikern. Von der Gewölbedecke der Kirche herunter hing auf halber Raumhöhe der weiße Adventstern über der Sängerin.  In diesem Moment wirkte er fast, als sei es der Stern von Bethlehem. Wie Eva Mali sang und wie diese kleine Frau mit den langen schwarzen Haaren allein im Nebel auf der Bühne stand, erzeugte sie sofort eine Gänsehaut. Ich glaube, eine Frau wie diese kann man nur Eva nennen, allenfalls noch Maria (um bei der Bibel zu bleiben). Während sie sang, schritten die sieben Mönche durch das Mittelschiff zur Bühne und setzten ebenfalls mit ihrem Gesang ein. Es folgte eine im sehr guten (wenn auch im leicht englisch angehauchten) Deutsch gehaltene Begrüßung und die Ankündigung der Titel. Man wolle vorwiegend Songs des neuen Albums „Winter Chants“ und des früheren Albums „Christmas Chants“ spielen. In einer weiteren Ansprache, diesmal in Englisch gesprochen, verwies der Senior der Band auf die CD- und Autogramm-Ecke am Ende des Konzerts und erheiterte das Publikum mit seinem trockenen englischen Humor. Es folgten weitere Titel der Weihnachts- und Winter-CD. Ein Highlight war für mich dabei zweifelsohne die Interpretation des bibelbezogenen Songs „Halleluja“ durch alle Bandmitglieder. Während die Mönche nacheinander zu einem Solo kamen und je eine Strophe allein sangen, sangen alle (die Mönche sowie die Musiker und Musikerinnen an den Instrumenten) den Refrain gemeinsam. Die beiden weiblichen Stimmen bildeten dabei eine traumhafte Ergänzung zu den Stimmen der männlichen Gregorian. Es folgten ein paar Songs der Rock- und Popszene; freilich mit viel Feingefühl dem Anlass und dem Spielort entsprechend angemessen ausgewählt und natürlich gregorianisch arrangiert. Titel, die schon in der Originalversion sanft sind und/oder traurige beziehungsweise tiefsinnige Themen behandeln: „Tears in Heaven“ (Eric Clapton), „Sacrifice“ (Elton John), „Imagine“ (John Lennon) oder „Heaven“ (Bryan Adams). Bei „The last Unicorn“, dem Soundtrack der Band America zum Film „Das letzte Einhorn“ ließ man sich dann doch noch zu ein wenig Laserspektakel hinreißen; das einzige Mal an diesem Abend. Dezent eingesetzt wirkten die tiefroten Laserstrahlen grandios. Dazu hatte jeder Mönch Handschuhe an, an deren Fingern rote Laserpointer angebracht waren.

Was folgte, war die Vorstellung der Band – auf Englisch zwar, aber recht gut verständlich und mit viel britischem Humor gewürzt. Die sieben Herren haben also durchaus auch eine komödiantische Ader. Und während die Band sich jetzt  in die hinteren Räume verzog, rief das Publikum nach einer Zugabe 😉 Während dessen hatten sich die sieben Herren heimlich auf die Orgel-Empore begeben, um dort oben den Zugabenteil einzuleiten. Bei zwei reinen Kirchenliedern und völlig ohne Instrumentenbegleitung kamen die wunderbaren Stimmen so richtig zur Geltung. Es war auch nahezu still im Saal. Augen schließen und genießen! Fortgesetzt wurden die Zugaben aber dann auf der Bühne. Zwei abschließende Titel sollten noch folgen. Zunächst interpretierte man das opulente und stimmengewaltige „The Hymn“ von Barclay James Harvest auf gregorianische Singweise. Eva Mali, jetzt über ihrem schwarzen Kleid mit einem dunkelrot-samtenen Umhang bekleidet, stand in der Mitte im Lichtkegel und begann zu singen. Die sieben Herren setzten wenig später ein. Es war einfach gewaltig. Dazu bemühte man eine halbierte Discokugel – die ins Gewölbe der Kirchendecke fallenden Reflektionen hätte man gut und gern als wandernden Sternenhimmel deuten können. Grandios!! Wenn hier Schluss gewesen wäre, ich hätte es akzeptiert. Es folgte aber noch der themenbezogene Abschiedssong, eine Adaption des ENYA-Songs „We wish you a merry Christmas“. Eva Mali, mal im Zentrum und mal vor der Band, sang atemberaubend schön. Dabei ließ sie auch unverkennbar alles raus, was sie an Singesfreude und guter Laune mitgebracht hatte. Die Mönche sowie die Musiker begleiteten sie dazu im Chor. Zum Einsatz kam sogar Kunstschnee von oben. Und wie sie, die hellhäutige und tief schwarzhaarige Eva Mali dort in diesem rieselnden Schnee stand, da hatte sie schon fast etwas von Schneewittchen 😉   

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Nachtrag: Wer glaubt, die Smartphone-Manie macht vor einem weitgehend reiferen Publikum und bei einem Kirchenkonzert Halt, der irrt sich gewaltig. Kann sich die dumpfe Masse heutzutage nicht mehr auf das Eigentliche konzentrieren? Aber bis das nächste Spielzeug für die breite Masse erfunden wird, muss man das wohl ertragen. Aber meine Meinung ist: es ist zum Kotzen!

Allein in unserer Nähe saßen drei Konzertgäste, bei denen ich mich fragte, warum sie überhaupt gekommen sind. Da gibt man 50,- Euro und mehr für einen schönen Abend und einen außergewöhnlichen Hörgenuss aus, und dann hat man nichts besseres zu tun, als zu filmen. Es nervt. Nur zwei Beispiele: Ein leicht dümmlich dreinschauender Mann in Begleitung seines blonden Püppchens hatte nichts Besseres zu tun, als in der ersten Hälfte des Konzerts jeden zweiten Song zu filmen. Schräg neben mir saß eine dickliche Frau mit ihrer identischen Mutter und filmte, was das Zeug hielt. Anschließend glotzte sie permanent auf ihr Handy um zu kontrollieren, was sie gefilmt hat – während vorn das Konzert live abging.               

 

   

Eierschalen-Sollbruchstellen-Verursacher

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Nach anfänglichem Belächeln eine der genialsten Erfindungen der Neuzeit: Der Eierschalensollbruchstellenverursacher

Was eher klingt wie nach einem Zungenbrecherspiel, ist tatsächlich ein genialer Alltagsgebrauchsgegenstand. Schluß mit „Eierschale weichklopfen und mit den Fingern abpopeln“ und/oder „Eiern den Kopf abhacken und das Eigelb läuft heraus“. Nein, man lässt die beschwerte Edelstahlglocke herunter sausen und hat einen feinen, rundum laufenden Riss in der Eierschale; die Eierschalensollbruchstelle.

Dumm nur, wenn man Eierbecher besitzt, die den Schlag nicht aufnehmen, sondern eher zerbrechen als das Ei (weil die Eierbecher für das Ei eventuell zu klein oder zu dünnwandig waren).

Dann wird aus dem Eierschalensollbruchstellenverursacher ganz schnell ein Eierbecherbruchstellenverursacher :-(

Das wahrscheinlich beste Foto wäre aber das von meinem Gesicht in genau diesem Moment gewesen. Aber da war zum Glück gerade kein Fotoapparat zur Hand. Ich muss sehr bedeppert geguckt haben 😮

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Bestattungen im Trauerwald (2014)

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Beerdigungen einmal anders: in einem Trauerwald

Ein Projekt, das es meines Wissens nach in Sachsen nur einmal gibt; irgendwo in Nordsachsen ist neulich ein Waldstück zum „Friedhof“ freigegeben worden.
Umso mehr überraschte es mich im katholischen Bayern, wo man mit Grabpflege und Sargbestattung eigentlich noch viel mehr am Hut hat.
Ein sogenannter Friedwald, ein Trauerwald – entdeckt in den Kammlagen des Bayrischen Waldes bei Bayrisch Eisenstein, nahe der Grenze zu Tschechien.
Laut unserer Vermieterin wird der Trauerwald sehr gut angenommen. Wir haben uns dort (den Verhaltensmaßregeln eines Friedhofes entsprechend) einmal umgesehen. Dabei entdeckten wir auch Namenschildchen und kleine, sparsam verfasste „Grabinschriften“; angebracht im Wurzelbereich alter und mächtiger Bäume, in Felsnischen oder mittels eines Erdnagels in den Boden gesteckt. Umgeben von Bäumen, Pilzen, Beeren, Moos und Farnen – versteckt zwischen Steinen und Felsen und locker bedeckt von Moos, Tannennadeln, Laub, Tau oder Schnee – so finden die Verstorbenen ihre letzte Ruhe.

Meine Meinung? Für den letzten Ort der Ruhe wäre das (für mich neben einer Seebestattung) meine erste Wahl.

Unbenannt

Ich bin da sehr dafür, für meine Angehörigen (beispielsweise die Eltern) genauso wie irgendwann für mich.

Wer überdimensionierte Grabtafeln, Blumenschmuck und Tralala braucht, der ist auf einem Friedhof im Einzelgrab besser aufgehoben. Hier geht es um die bewusste Entscheidung, den Toten dem immerwährenden Kreislauf von Entstehen und Sterben in der Natur zurückzugeben. Ebenso wie bei einer Seebestattung oder leider der bei uns nicht möglichen „Wind“bestattung. Auch dafür würde sich unserer heimisches Sachsen mit seinen Mittelgebirgen anbieten; es wäre ein Bezug zum Leben in der Region da und Wind und Berge gibt es in Sachsen zuhauf.

Siehe dazu auch Freie Presse  Chemnitz

Erinnerungen und Andenken finden im Kopf und Herzen statt, nicht auf dem Friedhof.
Und wenn die Verstorbenen keinen Platz mehr in den Erzählungen der Verbliebenen haben, dann nützt auch der schönste Grabstein nichts.

Vom Einzelgrab auf einem Friedhof habe ich mich gedanklich schon lange verabschiedet.

Und noch etwas sollte man bedenken:
Man muss aufpassen, dass diese Diskussion nicht auf das Niveau von „Sterbehilfe Ja oder Nein“ abrutscht. Denn dann geht die Debatte ganz schnell an der Sache vorbei und derjenige, den es betrifft, hat dann dazu leider überhaupt nichts zu sagen.

Friedhöfe werden ja nicht abgeschafft. Es wird nur eine weitere, obendrein sehr naturnahe Möglichkeit der Bestattung geschaffen. Keiner zwingt jemanden, dies in Anspruch nehmen zu müssen.

Seltsamerweise fanden sich kaum solche Diskussionen, als die Möglichkeiten des Heiratens erweitert wurden. Weg vom Standesamt sind Burgen und Rittersäle noch die harmlosesten Alternativen. Es gibt Trauungen im Ballon, unter Wasser und sicher bald im Weltall. Über diesen Quatsch regt sich niemand auf. Warum? Weil die Hochzeit (angeblich) der schönste Tag im Leben ist? Und der Tod – gehört der nicht zum Leben?

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